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Tabulos

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Weil ich dich dazu machte

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Ja /

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Für dich

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Telefoniert

/ Ja

Schon bald

Innen ganz anders

All Ways

Toby Hood probiert Süßes

Die Dinge, die mich schwach werden lassen

Weil ich dich dazu machte

Niemand weiß, warum Professor Clenham romantische Literatur lehrt. Sie vermutet, dass es eigentlich gar nicht seltsam ist, dass ein Mann solche Sachen unterrichtet: Wie man zum Beispiel Archetypen in Liebesromanen erkennt, oder etwas lernt über die Geschichte des Verlags Mills and Boon. Dennoch ist es irgendwie seltsam.

Zumindest sie findet es seltsam. Sie findet ihn seltsam. Er ist sehr reserviert und in sich gekehrt, als würde ihm jedes Wort zu viel oder ihn jede überflüssige Bewegung Kraft kosten. Wenn er dich ansieht, denkt sie, dann hat sie das Gefühl, dass er sie gar nicht richtig wahrnimmt. Ständig ist er nur bei sich selbst - in seinen reservierten, merkwürdigen Gedanken in seinem Kopf.

Er ist außerdem phänomenal groß, was ihn umso merkwürdiger erscheinen lässt. Sie schätzt, dass er mindestens 1,90 Meter groß ist, aber das ist nicht so phänomenal, wie er manchmal wirkt. Er ist eben nicht zu übersehen, fällt auf und überragt alle anderen. Wenn sich die Fahrstuhltür vor einer Gruppe Leute schließt, dann ist er es, der ins Auge fällt.

Sie sieht ihn immer, auch wenn er sie nicht sieht. Sie nimmt die verborgenen, geheimnisvollen und vielen Unregelmäßigkeiten seines inneren Wesens wahr, obwohl sie auch nicht weiß, wie sein Leben aussieht. Aber anders als die anderen tuschelnden und kichernden Mädchen, die ihn für kalt und farblos halten, weiß sie zumindest, dass es das bei ihm gibt - diesen Ort hinter seinen eigenartigen, ruhigen wasserblauen Augen.

Alle sagen sie: »Seine Augen sollen blau sein?«, wenn sie das Thema anschneidet, und dann würde sie am liebsten die Augen verdrehen. Natürlich sind seine Augen blau! Wie könnte man das übersehen? Er hat eher stumpfes, braunes Haar und trägt eintönige Kleidung. Und deshalb sind seine Augen wie sprühende Funken in Sackleinen.

Diese Beobachtung gefällt ihr so gut, dass sie sie sogar in den Rand ihrer Vorlesungsnotizen schreibt - die Notizen, die sie sich bei seiner Vorlesung »Männliche Archetypen in romantischer Fiktion« gemacht hat. Seine Augen sind wie …, sein Gesicht ist wie …, er ist wie

Dabei weiß sie eigentlich gar nicht, wie er wirklich ist. Wahrscheinlich ist er ganz anders, wie er zu sein scheint. Vielleicht vögelt er all seine Studentinnen, die ihn für »intellektuell« und für »Byron«, halten, auch wenn er allein vom Typ her schon nicht wie Byron aussieht und auch sonst nicht damit prahlt, wie intellektuell er ist.

Er sieht sie nur so eigenartig an, mit einem eigenartigen Blick, der noch betont wird von seiner grüblerisch zerfurchten Stirn. Worauf sie sich notiert: Seine Augenbrauen sind auffallend beweglich, in einem ansonsten reglosen Gesicht. Als ob sie - zusammen mit seinen Augen - das Reden für ihn übernehmen wollen.

Sein Mund hat eigentlich keinen Anteil an seinem Reden. Natürlich kommen da Wörter heraus, aber seine Lippen bilden immer einen leichten Schmollmund, und manchmal entblößt er so eigenartig die untere Zahnreihe, als versuche er, die Worte im Zaum zu halten.

Sie mag sein seltsames Gesicht voller Widersprüchlichkeiten. Sie mag auch seine Kurse. Die Stunden sind trocken, wenn es eigentlich um üppige und schwülstige Stories geht. Man hat das Gefühl, er hält einen Vortrag über einen Blowjob und beschreibt dabei jedes Detail ganz genau und distanziert - die minutiöse Beschreibung müsste total uninteressant und todlangweilig sein, ist es aber irgendwie nicht. Stattdessen sind seine Darstellungen faszinierend und lehrreich, als würde man plötzlich einen Blick auf ein kompliziertes Uhrwerkwerfen, und dann mag man diese Uhr umso mehr, weil man endlich weiß, wie sie im Innersten funktioniert.

Die anderen Mädchen scheinen das aber gar nicht interessant zu finden. Sie scheinen nur wissen zu wollen, wo all die pikanten Stellen in der romantischen Literatur stehen: die blumigen Beschreibungen der Heldinnen, deren Herzschlag und Atem sich beschleunigt. Wenn er dann referiert, dass das Genre durch viele Phasen gegangen sei und viele gesellschaftliche Aspekte und Probleme der jeweiligen Zeit widerspiegelt, rutschen die anderen Zuhörerinnen nur auf ihren Plätzen herum und sehen gelangweilt aus. Der postmoderne Feminismus der 1970er habe das männliche Alphatier wiederbelebt, und Vergewaltigung oder Sex, dem man nur halb zustimmt, werde als selbstunterjochende, unterbewusste Strafe für feministische »Verbrechen« gesehen.

Es gefällt ihr, wie er das Wort »Verbrechen« ausspricht. Mit einem höhnischen Unterton.

Aber vielleicht nimmt sie da nur wieder Dinge wahr, die sie wahrnehmen möchte.

Als der Kurs das Thema »Romantik in den Jahrhunderten«, behandelt, taucht er in dem schwülstigen Roman auf, den sie offenbar nicht mehr zurückhalten kann. Alles begann mit Sackleinen und fragend hochgezogenen Brauen, aber jetzt quellen die Ränder ihrer Notizzettel über und verlangen nach eigenem Papier.

Der Held ist Lord Clemmings. Und Miss Havershore ist die Heldin. Er ist kalt und abweisend, wohingegen sie leichtfertig und albern ist und eine harte Hand braucht. Natürlich hat er viele furchtbare, heimliche Vorlieben. So vögelt er zum Beispiel die Dienstmädchen in der Küche oder dem Stall und so weiter, und einige dieser Vorlieben machen die Heldin ganz scharf.

Vieles wird sehr viel anschaulicher als sie beabsichtigt hatte, und dann muss sie im Kurs immer auf ihrem Platz hin und her rutschen. Aber wenn sie diese Dinge nicht während des Kurses aufs Papier bringt, wo ist dann ihre Inspiration? Professor Clenham zieht eine Augenbraue hoch, und schon huscht ihr Füller ohne ihre Erlaubnis nur so über das Papier:

Lord Clemmings zog eine Braue hoch, als er das Mädchen betrachtete. Sie war ein kleines, kokettes Ding, wusste es aber wohl selber nicht. Außerdem war sie zu albern. Aber, bei Gott, sie entfachte eine verzehrende Leidenschaft in seiner bis dahin kalten Brust. Gewiss, er könnte ihr nie mitteilen, wie -

»Miss … Shore? Sind Sie noch da?«

Einige Mädchen kichern, allerdings nicht lange. Sobald er sie nur ansieht, verstummen sie, aber leider bleibt es nicht so. Denn schon bald huscht sein Blick wieder zu ihr, metallisch und bitter, wie es die meisten Helden romantischer Literatur nicht sind. Viel häufiger flammt unter dem eisernen Blick Leidenschaft auf, das gewisse Etwas, das der Heldin nicht entgeht. Ein Blick, der ein glückliches Leben verheißt, bis ans Ende ihrer Tage, auch wenn es nur um zweitrangige Charaktere geht.

Und so sieht sie sich auch. Er ist die Hauptfigur, und sie ist bloß die beste Freundin des hübschen Mädchens. Oder vielleicht noch nicht einmal das - vielleicht dient sie nur als warnendes Beispiel für die Heldin, die im Hörsaal sitzt und zusieht, wie sie abgekanzelt wird.

Du musst dem Helden stets die volle Aufmerksamkeit zollen, Heldin. Denn wenn du unaufmerksam bist, dann versohlt er dir später den Hintern.

»Ja«, sagt sie und denkt, dass ihr Part jetzt definitiv vorbei ist.

»Können Sie mir sagen, welcher bildliche Ausdruck 1985 besonders populär war?«

In Gedanken ist sie wieder kurz in ihrer Schulzeit. Damals war alles so anders. Kein Lehrer kümmerte es, ob sie nun da war oder nicht, weil sowieso alle wussten, dass sie eine Einser-Schülerin war.

Doch offensichtlich ist es Professor Clenham nicht egal. Und es sollte ihm auch nicht egal sein. Bislang hatte er ihr nur eine 3 und eine 2 gegeben. Sie sei nicht mit dem Herzen dabei, und dergleichen. Nicht wirklich interessiert an albernen, romantischen Liebesromanen.

Es sei denn, es kommt eine Menge Sex drin vor, aber die Romane mit viel Sex behandelt er ja nicht.

»Nein«, erwidert sie und merkt, wie ihr Gesicht sich verzieht bei dem heißen Druck dieses Wortes. Jetzt ist sie ganz rot im Gesicht und passt farblich zu der Frau mit dem flammendroten Haar auf dem Cover des Liebesromans, das er mit Powerpoint an die Wand projiziert hat. Sie hat wirklich riesige Brüste und scheint in die Ferne zu entschweben, geradewegs aus den Armen des Beef McLunkheart.

»Gehört Aufmerksamkeit nicht zu Ihren starken Seiten, Miss Shore?«

Oh, diese wunderbare Art von Fragen, die alle Lehrer stellen und auf die es keine Antwort gibt. Es sei denn, man will wie ein Idiot dastehen. Sie hasst Professor Clenham. Und hasst ihren Helden. Und hasst alle Männer, die so sind wie er. Gott, Frauen können solche Trottel sein, nicht wahr, Professor?!

»Sie schreiben keine Essays anderer Leute in meinem Kurs, Miss Shore. Haben Sie das verstanden?«

Fast hätte sie die Frage gestellt. Beinahe hätte sie laut gerufen: »Denken Sie etwa, ich schreibe hier Essays?« Doch stattdessen spürt sie dieses Brennen im Gesicht und nagt am Winkel der Unterlippe. Und hasst, hasst, hasst ihn dafür, dass er so ein aufgeblasenes, furchtbares Arschloch ist.

Gegen Ende des Kurses knallt sie ihm ihre schön geschriebene Antwort auf sein Pult, und zwar auf die Frage: »Warum kommen so viele männliche Alphatypen in romantischen Liebesromanen vor?«

Erst auf dem Weg zurück zum Apartment, das sie sich mit einem der kichernden Mädchen teilt, wird ihr klar, was sie gemacht hat. Doch sie braucht noch eine Stunde, bis sie es für sich akzeptiert. Weitere fünf Stunden vergehen, ehe ihr Magen sich wieder ganz beruhigt hat.

Du hast einen Teil deiner dämlichen Story zusammen mit deinem Essay eingereicht. Bravo!

Die halbe Nacht überlegt sie, ob sie die Uni nicht besser verlassen soll und nach Brasilien zieht. Brasilien wäre wirklich optimal. Denn selbst wenn er nicht darauf kommt, dass er das Vorbild für ihren Helden ist, so ist es doch eine ganz schöne Menge Pornografie, und alles in ihrer Handschrift.

Keinem wäre es recht, dass jemand wie der strenge Professor Clenham die eigenen pornografischen Texte liest. Sie weiß, dass er auch einen Kurs für kreatives Schreiben leitet, aber sie kann sich nicht vorstellen, dass ihm jemand je etwas vorliest - und selbst wenn, dann wäre null Sex darin. Allein wenn sie sich vorstellt, in seiner Gegenwart das Wort »Schwanz« in den Mund zu nehmen, hat sie das Gefühl, eine kalte Dusche zu bekommen.

Gott, wie furchtbar. Albtraumartig. Und wie wacklig sie auf den Beinen ist, als sie am nächsten Tag doch wieder in den Kurs geht, anstatt nach Brasilien zu ziehen.

Im Schlaf denkt sie über die ganze Sache nach: Oh, er wird schon nichts zu dir sagen! Er wird gar nichts machen! Er wird mich nicht vor allen anderen erniedrigen! Schließlich ist er ein Dozent, und ich bin eine Studentin! Er trägt Verantwortung. Vermutlich darf er keinen Sexkram in seinen Kursen lesen - deshalb hat er sich noch nicht an die einschlägigen Titel der großen Verlagshäuser herangewagt.

Außerdem ist er wahrscheinlich asexuell.

Dennoch, Erleichterung durchströmt sie, als sie den Hörsaal betritt und die Stufen erklimmt, um einen Sitzplatz zu ergattern, der möglichst weit weg ist von dem Rednerpult. Und er sagt kein Wort. Er schaut nicht mal von dem Pult auf - ein Punkt für sie!

Dennoch, ihr Herz schlägt deutlich schneller als sonst. Er wird wieder eine Powerpoint-Präsentation machen, und es wird ihre Story sein, sie weiß es. Schauen Sie sich das an, liebe Kursteilnehmer. Schauen Sie, wie Miss Shore in sämtliche alten Muster und Stereotypen verfällt.

Sie legt sich sogar eine Antwort zurecht, die sie durch den Hörsaal rufen will: Ich weiß, dass es so ist, verdammt, aber es gibt eben, verdammt noch mal, einen Grund, warum das so ist!

Weil es einfach verdammt scharf ist, du trockener, langweiliger, alter Fisch!

Irgendwie ist es sogar noch schlimmer, als nichts dergleichen geschieht. Er sagt gar nichts, er macht auch nichts. Am Ende der Vorlesung gibt er bloß die Arbeiten zurück, und alle handgeschriebenen Seiten verschwinden wieder in den Ordnern.

Dass er bereits alles durchgesehen hat, ist ungewöhnlich, aber wiederum kein Anzeichen für irgendetwas. Wahrscheinlich dachte er, es seien ihre Aufzeichnungen aus der Vorlesung, und hat deshalb keinen Blick darauf geworfen -

Abgesehen von der roten 1, die er unten auf die letzte Seite geschrieben hat.

Es fällt ihr doppelt schwer, von der rasch durchgeblätterten Arbeit aufzuschauen. Doppelt schwer, weil sie ihn dann anschauen müsste und weil alle anderen längst aus dem Hörsaal strömen. Jetzt ist nur noch sie da und sitzt ganz oben in der letzten Reihe des steil ansteigenden Auditoriums und wünscht, sie wäre in Brasilien. Oder im England des neunzehnten Jahrhunderts. Oh, die Zeiten waren so viel einfacher damals.

Als sie dann tatsächlich aufschaut, steht er neben dem Pult und stützt sich mit einer Hand auf der Oberfläche ab. Ein ganz wenig steht er vornüber gebeugt, aber das macht ihn nicht weniger zu einem Riesen. Tu einfach so, als wäre nichts gewesen, denkt sie. Doch das ist verdammt hart, wenn er dich anstarrt.

Seine Miene kann sie überhaupt nicht deuten. Er scheint sie streng zu mustern, aber er ist offenbar nicht verärgert. Heiterkeit kann sie in seinen Zügen auch nicht entdecken, obwohl sie damit gerechnet hatte. Zumindest mit einem spöttischen Blick hatte sie gerechnet. Vielleicht gelingt es ihr ja, einfach mit gesenktem Kopf den Hörsaal zu verlassen.

Sie ist schon fast an ihm und dem Pult vorbei - und hält die ganze Zeit den Atem an -, als er sie anspricht: »Einen Moment, Miss Shore.«

Beinahe platzt es aus ihr heraus, dass er sich doch kaputtgelacht haben muss. Aber sie hat es mit Professor Clenham zu tun, und der ist viel gemeiner und bedeutender und kaltherziger als es ihr Held je sein wird. Manchmal lässt sie ihre Heldin wissen, was Lord Edward gerade denkt.

Sie selbst jedoch wird wohl nie erraten, was der Professor im Augenblick denkt.

Langsam kommt sie zurück und stellt sich seinem kritischen Urteil.

»Sie haben mir da noch etwas anderes geschrieben - wie aufmerksam von Ihnen.«

Urteile können sehr grausam sein. Sie hofft, dass er nicht hört, wie sie schluckt.

»Ich -«, fängt sie an, aber mehr will ihr nicht über die Lippen kommen. Ihr Gesicht hat nicht mehr länger die Farbe der roten Haare. Es ist noch viel röter, eher so rot wie das Kleid von der Frau auf dem Cover von Die Lady und der Barbar. Es wird noch schlimmer, als er von seinem Pult zurücktritt - sehr geschmeidig und sehr zielstrebig - und sich setzt. Jetzt hat die Szene etwas von einem Verhör. Sie kommt sich wie eine Gefangene vor, von der man ein Geständnis verlangt.

»Vielleicht sollten Sie mir das erklären«, sagt er nach einer bedrückenden Pause, in der sie sich einbildet, in Handschellen vor ihrem Richter zu stehen. Er lehnt sich in seinem Stuhl zurück -hat den Rücken aber immer noch gerade -und taxiert sie mit seinen kalten, echsenartigen Augen. Sie scheinen Funken zu sprühen! Es sind Reptilienaugen.

Natürlich kann sie ihm das nicht erklären. Sie drückt ihren Ordner an sich und hofft darauf, dass ihre klägliche Angst ihn dazu bringt, Gnade walten zu lassen. Er wird ihr doch ihre Furcht anmerken? Es muss so aussehen, als vergehe sie.

»Nein?«, sagt er und zieht eine bewegliche Braue hoch. »Dann lesen Sie mir doch bitte etwas aus Ihrem netten Werk vor, Miss Shore. Vertreiben wir uns ein wenig die Zeit. Und für die Unterhaltung sorgen Sie.«

Verschreckt huscht ihr Blick zur Tür des Hörsaals. Es wird doch jemand kommen, der sie rettet - so weit darf es nicht kommen. Womöglich wird er noch festgenommen.

»Nein, ich -«

»Nein?« Er lacht; ein seltsames Aufleuchten in seinem sonst so verschlossenen Gesicht. »Aber wir beide wissen doch sehr genau, was darin vorkommt, nicht wahr? Wie können Sie dann etwas dagegen haben?«

»Weil …«

Weil es erniedrigend ist. Es ist sogar so erniedrigend, dass sie von innen zu verglühen scheint. Am liebsten würde sie heulen, um ihre Gefühle zum Ausdruck zu bringen, aber es wollen keine Tränen kommen. Gott, was ist er doch für ein verdorbener, bösartiger Bastard.

»Kommen Sie. Fangen Sie vorn in Ihrem Auszug an - ich nehme doch an, dass es ein Auszug eines längeren Werks ist? Kein Problem. Wie hieß es da noch gleich? Sanft zwängte er ihre samtenen Schenkel auseinander …«

Sie möchte die Augen schließen, aber wenn sie das zulässt, dann könnte sie verpassen, was er macht. Es könnte nämlich noch schlimmer für sie kommen. Er könnte auf sie zu kommen. Könnte auf sie herabblicken, und sie käme sich noch kleiner, schwächer und elender vor. Dann würde sie vielleicht in Ohnmacht fallen und in seinen -

Mit einem Mal springen ihr die Wörter nur so von der Zunge. Sie hatte nicht damit gerechnet, dass all diese Silben tief drinnen in ihr kochten und brodelten, aber jetzt wollen sie alle hinaus. Und nicht einmal ihre zusammengebissenen Zähne können die Wörter noch aufhalten.

»Sanft zwängte er ihre samtenen Schenkel auseinander und starrte auf das Zentrum ihrer Weiblichkeit

Einigen Worten verleiht sie besonderes Gewicht, doch er schweigt. Jeden Augenblick rechnet sie damit, dass er in lautes Lachen ausbricht, und dann würde sie aus dem Saal stürmen. Aber es kommt kein Lachen. Er sitzt einfach da. Und erst mit Verzögerung merkt sie, was er vorhat.

Er wartet darauf, dass sie fortfährt.

Unendlich viel Zeit scheint zu verstreichen, bis sie sich aufraffen kann, aber zu keinem Zeitpunkt kommt es ihr in den Sinn, den Saal zu verlassen. Stattdessen fängt sie an zu lesen, weil sie damit das peinliche Schweigen füllen will. Die gespannte Stille, seinen seltsamen, geduldigen Blick.

Natürlich rechnet sie immer noch damit, dass er sie verspottet und aufzieht, und allein bei dem Gedanken krampft sich ihr Magen zusammen. Schließlich meldet er sich tatsächlich zu Wort, aber ganz anders, als sie erwartet hat.

Doch zuvor liest sie vor: »Clara konnte kaum glauben, was der Mann vor ihr von ihr erwartete. Seine Männlichkeit ragte -«

»Sein Schwanz.«

Fast wäre ihr der Ordner aus der Hand gefallen. Er bleibt so unbeteiligt sitzen wie zuvor. Genauso gut hätte er auch »Dienstag« sagen können.

»Wie bitte?«

»Benutzen Sie Wörter wie ›Schwanz‹ und ›Pussy‹. Das ist viel aussagekräftiger, finden Sie nicht? Direkter und weniger albern. Und Sie sind doch kein dummes, albernes Mädchen, was, Clara?«

»Im Augenblick komme ich mir furchtbar dumm vor.«

»Dann benutzen Sie ›Schwanz‹ und schon kommen Sie sich weniger dumm vor.«

»Kann ich jetzt mit dem Lesen aufhören? Es ist sowieso nur noch dummer Kram dieser Art.«

»Nicht so abwertend. Sie wollen doch bestimmt, dass ich das höre, denn sonst wären Sie nicht mehr hier.«

»Ach, kommen Sie jetzt mit diesem alten Argument?«

Sie ist sich ziemlich sicher, dass ein Lächeln um seine Mundwinkel spielt. Doch er hat sich fest im Griff.

»Was wäre ein größeres Klischee: Wenn ich sage, dass Sie es wollen, oder wenn eine Studentin aus Versehen etwas einreicht und sich dabei von ihrem Dozenten erwischen lässt?«

Sie spürt wieder die kalte Dusche, die übergeht in heißes Wasser.

»Dumm, Clara. Zumal Sie den Protagonisten Namen geben, die so leicht zu enträtseln sind. Ich bin doch sehr enttäuscht. Und dabei weckten Ihre Essays große Erwartungen.«

»Sie haben meine Essays mit 2 und 3 bewertet!«

»Und das hat Sie wütend gemacht. Sie waren sehr wütend auf mich, den furchtbaren, kaltherzigen Dozenten.«

»Sie sind nicht -«, beginnt sie, kann sich aber, Gott sei Dank, noch zurückhalten. Doch vielleicht hat sie Gott nicht gut genug gedankt, da Clenham sowieso alles durchschaut.

»Bin ich also nicht so kaltherzig? Innen warm? Verbirgt sich Leidenschaft irgendwo dort tief unten in meiner gequälten Seele?«

»Ich hasse Sie.«

»Das weiß ich. Lesen Sie nur weiter vor.«

Sie hasst ihn noch mehr, da er weiß, dass sie weiterlesen wird.

»- ragte auf wie ein Tier, und sie drehte den Kopf zur Seite, stärker beschämt von ihrer eigenen brennenden … Pussy … als von dem Anblick seiner … aufragenden … Erektion.«

»Schon besser. Weniger Adjektive.«

»›Das wird dir gefallen‹, raunte er, und auch wenn sie es sich nicht eingestehen wollte, ahnte sie, dass er recht hatte. Ein heißes Pulsieren hatte in jener verborgenen Stelle zwischen ihren Schenkeln begonnen, und der niederträchtige Lord Clemmings wusste diese Situation auszunutzen.«

»Niederträchtig? Ist Ihr Held zufällig ein klassischer Wüstling? Und sie ist gewiss noch Jungfrau. Aber sie hat insgeheim das Herz einer Dirne, und er mag kleine Kinder und Welpen und -«

»Hören Sie auf! Mir ist sehr wohl bewusst, wie lächerlich das alles klingt.«

»Verstehe.«

»Wenn Sie das alles so dämlich finden, warum unterrichten Sie dann diesen Kurs?«

Darauf antwortet er nicht. Sie kann nur erahnen, was in ihm vorgeht, wie immer.

»Ein Keuchen entfuhr ihr, als er die Lippen ihrer Pussy auseinanderschob und ihre Feuchtigkeit bis in die kleinste Hautfalte verteilte. Er erkundet sie gründlicher, als sie es je für möglich gehalten hatte. Selbst mit den eigenen Fingern war sie noch nie bis zu jenen geheimen Stellen vorgedrungen, da es so falsch und so verdorben war!«

»Und dennoch konnte sie ihn nicht davon abhalten, sie in dieser Art zu besudeln.«

Ein Leuchten kommt in seine Augen, als er das Wort »besudeln« ausspricht.

»Sanft streichelte er sie und strafte die verdorbene Natur dieses Aktes Lügen. Hin und wieder kam es ihr in den Sinn, ihm mit Bitten Einhalt zu gebieten, aber ihr eigener Wille - so stark und seltsam zugleich - und sein Wille beherrschen sie vollkommen. Sie empfand es als eigenartig, so hilflos in seinen Armen zu sein und wie eine Sklavin ihrem eigenen, zunehmenden Verlangen zu erliegen.«

Natürlich war da noch mehr. Aber das ist noch schlimmer als die Stellen, die sie vorgelesen hat. Zu wissen, dass er all das gelesen hat, ist eine Sache. Ganz etwas anderes ist es aber, wenn man diese Szenen noch laut vorliest. Daher wartet sie ab, starrt auf die Zeilen und hofft, dass er sie endlich gehen lässt.

»Gehen Sie an die Tafel hinter mir«, sagt er schließlich. Seine Stimme scheint einen tieferen Klang anzunehmen, doch da ist sie sich nicht ganz sicher. Sie versucht zu begreifen, was diese Veränderung der Stimmlage zu bedeuten hat. Ist ihm etwa bewusst, dass er etwas Verbotenes tut?

Er ist im Begriff, etwas noch Schlimmeres zu tun, so viel steht für sie fest. Es ist offensichtlich, noch ehe er ihr aufträgt, den Stift in die Hand zu nehmen. Aber vielleicht ist es auch nur schlimmer, weil sie gehorcht; die Mappe hat sie nun wieder zugeklappt und drückt sie an ihre Brust.

»Sie schreiben jetzt fünfzigmal: ›Ich muss weniger lächerliche Liebesszenen schreiben‹.«

»Sie denken also, dass es Liebesszenen sind?«

»Ich weiß es nicht, Clara. Haben Sie das Gefühl, verliebt zu sein?«

»Ach, halten Sie den Mund. Ich mache das nicht mit.«

»Fünfzigmal: ›Ich muss weniger lächerliche Liebesszenen schreiben‹.«

»Meinen Sie nicht, dass es eher Bumsszenen sind?«

Als sie zum Stift greift, senkt sich Schweigen herab. Die Stille vor seiner Antwort empfindet sie als drückende Last - vielleicht ist es auch nur seine Anwesenheit, die sie als drückend empfindet. Sie hört, wie er sich von seinem Stuhl erhebt. Ihre Beine beginnen zu zittern und scheinen dem Druck nicht standzuhalten, das weiß sie, aber zumindest ist sie vor seinen Augen nicht in Tränen ausgebrochen.

»Ja, ich meine bumsen«, sagt er, und dann - zu erschreckend, um es ertragen zu können - legt er ihr seine Hand auf die Rundungen ihres Hinterns.

Der Stift gleitet wie von selbst über die Tafel und schafft einen halbkreisförmigen Strich, der wie ein Smily aussieht, den sie gar nicht beabsichtigt hat. In dem Satz in ihrer ersten Zeile ist jetzt das Wort »Szene« ruiniert - aber sie kommt kaum noch mit der Hand bis dort oben, um den Fehler wegzuwischen.

Sie ist im Begriff, sich umzudrehen und ihn scharf zurechtzuweisen, doch da schlägt er ihr leicht auf den Hintern. Er gibt ihr einen Klaps und sagt: »Schreiben Sie weiter, Clara.«

Das Gesicht, das sie ihm halb zugewandt hat, will sie wieder abwenden, aber sie weiß nicht, ob sie das ertragen kann. Wenn sie sich jetzt zur Tafel dreht und weiterschreibt, was dann? Was ist dann mit blumigen Worten und Dozenten und Studentinnen und der Lächerlichkeit? Das würde in ihrer Story nicht vorkommen. Es würde einfach nicht passieren. Es ist zu schmutzig.

Es fühlt sich himmlisch an.

Jetzt streichelt er ihren Po, langsam, ganz langsam, in kreisenden Bewegungen. Und als sie weiter auf die Tafel kritzelt, fängt er an, ihren Rock Stück für Stück hochzuschieben.

Plötzlich spürt sie seinen Mund dicht an ihrem Ohr, sein Atem ist heiß, so heiß wie sie sich im Innern fühlt.

»Was bekommen alle guten Heldinnen aus den Liebesromanen, Clara?«, sagt er, und einen Moment lang kann sie nicht denken. Sie hat keinen Schimmer, was er meint. Halten die Heldinnen Händchen? Heiraten sie? Haben sie eine Jacht und drei Luxushäuser und -

»Den Helden!«, sagt sie und schämt sich im selben Augenblick, weil sie fast schreit. Wie eine Verkäuferin auf dem Markt. Ist sie also immer die Einser-Studentin, immer das brave Mädchen, und offenbar doch mehr als eine Nebenfigur.

Auch wenn sie nicht die Heldin von irgendwas ist.

»Sagen Sie mir, wie sind die Helden in den meisten Liebesromanen?«

Sie spürt, wie sie zu zittern anfängt. Seine Hand ruht nun auf ihrem Slip; den Rock hat er ganz hochgeschoben. Als sie antwortet, fährt er mit einem Finger über den zarten Stoff und zeichnet die Ritze ihres Hinterns nach.

»Aggressiv, arrogant, dominant.«

»Und die Frauen? Wie sind die?«

»Unterwürfig. Bemitleidenswert.«

»Ja? Denken Sie wirklich, dass sie bemitleidenswert sind?«

Sein Finger taucht tiefer in die Spalte, dehnt den Stoff weiter. Sie keucht und schreibt Dinge, die keinen Sinn ergeben.

»Ja. Ja.«

»Und Sie hassen arrogante Männer, kaltherzige Männer, elende verdorbene Wüstlinge. Sie schreiben nur ungern über sie.«

»Es … fällt mir schwer. Ich finde es schwierig, über … dominante Männer zu schreiben.«

»Soll ich Ihnen den Slip herunterreißen?«

»Ja! Gott, ja!«

Sie denkt, dass es ihr peinlich sein müsste, ihre Begeisterung so lautstark kundzutun, aber alles, an was sie denken kann, ist der Slip, der gleich ihre Fußknöchel umspielt … seine großen Hände an ihren Hüften … sie denkt, wie feucht sie ist, richtig nass.

»Es gefällt Ihnen, was ich mache, nicht wahr?«

»Ja«, erwidert sie, aber das Wort kommt ihr fast flehentlich und kindisch über die Lippen.

»Es gefällt Ihnen, wenn ich genau das mache, was Sie wollen.«

»Ich -«

»Denn ist es nicht das, was Liebesromane ausmacht? Frauen beschreiben detailliert, was sie sich von den Männern wünschen und wie sie es haben wollen?«

Sie stöhnt und windet sich unter seiner Hand.

»Es sind bloß Fantasien.«

Er drückt ihren Slip ein wenig zur Seite und gleitet mit einem Finger über eine anschwellende Lippe ihrer Pussy. Sie bewegt sich weiter an seiner Hand, kann nicht mehr schreiben und hält den Atem an für den Moment, wenn sein Finger in die feuchte Hitze ihrer Spalte abtaucht.

Er beugt sich stattdessen vor und raunt an ihrem Ohr: »Fühlt sich das wie eine Fantasie an? Oder wollten Sie über eine ganz andere Person schreiben?«

»Ich kenne Sie gar nicht richtig. Sie könnten, wer weiß wie, sein - ich hatte andere Vorstellungen -«

»Fangen wir mit dieser an«, sagt er, und da durchpulst sie ein so heißes Vergnügen, dass ihr wieder ein Stöhnen entfährt. Scham überkommt sie, dass sie so erregt ist; sie empfindet noch mehr Scham, als sie spürt, wie ihre Klitoris anschwillt und ihre verräterische Feuchtigkeit in den dünnen Stoff ihres Slips sickert.

»Wie feucht Sie sind«, sagt er, und schon durchflutet sie wieder dieses Gefühl von Anspannung und Scham. Hitze breitet sich in ihrer Pussy aus, unvermeidlich, herrlich, himmlisch. »Werden Sie so feucht wie jetzt, wenn Sie in meinem Kurs sitzen? Schreiben Sie viel auf ihre Zettel von harten Schwänzen, die Münder, Fotzen und hintere Löcher ficken, die ihren Saft in jedes Loch spritzen, bis Sie sicher sein können, dass Sie ihre Figuren nicht weiter herabwürdigen können? Oder geht es nur um schöne Blütenblätter ihres Verlangens und um die Stängel seiner Männlichkeit? Zuerst kommt natürlich die Ehe.«

»Sie haben doch gelesen, was ich geschrieben habe.«

»Ich habe gelesen, was Ihrem Text zugrunde liegt. Ich schätze, das ist alles, was Sie geschrieben haben - die Szene, die auf Seite 197 kommen würde, abgeschwächt natürlich. Oder glauben Sie, Sie kämen damit durch, wenn Ihr Held auf die Titten der Heldin abspritzt und dann seinen Saft von ihren nassen Nippeln saugt?«

»Es spricht nichts dagegen, bis zur Seite 197 zu warten«, sagt sie, doch sie kann fühlen, was sie wirklich sagen möchte, weil sie keine weiteren Ausflüchte mehr mag. Kein Necken mehr, denkt sie. Hören Sie auf, mit mir zu spielen, ficken Sie mich endlich, mit ihrer Hand oder mit Ihrem Schwanz, es ist mir egal.

»Ich habe nie gesagt, dass etwas dagegen spricht. Ich frage mich nur, wie Sie wirklich sind.«

Endlich findet sein Finger seinen Weg zwischen ihre geschwollenen und sehnsüchtig wartenden Lippen und gleitet durch ihre feuchte Spalte. Ihr Kitzler zuckt und verlangt nach Zuwendung, aber so zuvorkommend ist Clenham nicht.

»Heraus mit der Wahrheit! Denken Sie sich diesen ganzen schlüpfrigen Kram in meinem Kurs aus? Bringt meine Stimme Sie dazu? Oder doch eher Ihre eigene Fantasie? Erzählen Sie mir, was Sie machen, wenn Sie nach Hause gehen. Gehen Sie überhaupt sofort nach Hause? Oder schließen Sie sich in einer der Toilettenkabinen ein und masturbieren mit einer Hand im Slip, während Sie sich die andere Hand in den Mund schieben und sich vorstellen, wie ich Ihre kleine, enge Pussy ficke?«

Letzten Endes hat sie die Worte auf der Zunge, die sie loswerden will. Ein Hitzeschub wird sie erfassen, da ist sie sich sicher.

»Ich will, dass Sie mich ficken. Oh, Gott, bitte ficken Sie mich, Professor.«

Ein heißes Atmen an ihrem Hals. Ein geraunter Laut entfährt ihm, und sie weiß nicht, ob es daran liegt, dass sie ihn aufgefordert hat, sie zu ficken. Oder reagiert er so, weil sie ihn mit Professor angesprochen hat?

Als wäre er ihr Herr, ihr König, der verwegene Adlige.

Er reißt ihren Slip herunter, sodass das elastische Bündchen über ihre Schenkel schabt. Sie wirft einen Blick zur Tür des Hörsaals, doch da ist niemand; auch im Gang scheint es dunkel zu sein. Doch plötzlich malt sie sich aus, dass zehn Leute zuschauen … sich an ihre Schwänze und Pussys fassen, vielleicht treiben es einige sogar vor dem Hörsaal … oh, das wäre toll. Fast genauso toll wie die Vorstellung, wie weit ihre Charaktere gehen würden - ein Schwanz in jedem Loch, ein einziges Ficken und Abspritzen, bis sie ganz besudelt ist.

Sie hört, wie er mit seinen gewohnt schnellen Bewegungen ein Kondom aufreißt, und fragt sich, warum er eins dabei hat. Bewahrt er die in seiner Schublade auf und wartet nur darauf, dass irgendeine durchtriebene Studentin eine unsichtbare Linie überschreitet? Oder steckte das Kondom in der Tasche einer angestaubten Cordhose? In der Art von Hose, in der man nie Kondome vermuten würde?

Der Gegensatz ist aufregend. Etwas zu grob umfasst er ihre Hüften, ehe er mit einem Stoß eindringt - hineingleitet. Es liegt nicht an dem Stoß, dass sie mit der flachen Hand auf die Tafel schlägt, sondern an dem Druck seines Schwanzes, der in ihre krampfende Pussy dringt. Ihre Muschi möchte den viel zu großen Eindringling zurückdrängen, bis er nicht mehr in sie drückt, aber das ist natürlich Quatsch, weil sein harter Schwanz sich himmlisch anfühlt.

»Ah, ja, das ist großartig«, sagt er, und sie mag seine Stimme. »Mögen Sie es -«

»Ich möchte Ihre Stimme hören. Ich mag es, wenn Sie im Kurs reden. Sagen Sie mir, was Sie gerade denken …«

»Und als er seinen heißen Kolben in ihre nassen Tiefen getrieben hatte …«

»Nein, bitte sagen Sie, was Sie mögen. Sagen Sie, was Sie wollen. Wiederholen Sie nicht, was ich geschrieben habe. Ich will, dass Sie mir erzählen, was Ihnen gefällt.«

»Ich will so tief in Ihre Spalte stoßen, bis Sie meinen ganzen Schwanz nass machen.«

»Oh, Gott, ja.«

»Und dann werde ich Ihre Klitoris lecken, Sie aber nicht kommen lassen.«

»Fick mich, du Bastard!«

»Sagen Sie mir, dass es Ihnen gefällt, wenn ich Sie vögele.«

»Ja, es gefällt mir - bums meine enge Fotze! Bohren Sie sich in mich, Sie Hengst.«

»Oh, Gott, weiter so, mehr davon.«

Er umfasst ihre Hüften nun fester und hebt Clara bei jedem Stoß fast vom Boden hoch. Es fällt ihr nicht schwer, ihm mehr zu bieten. Denn natürlich hat er recht. Gott, immer schon wollte sie die blumigen Sexbeschreibungen eintauschen gegen Schwanz und Pussy, gegen Kitzler, Titten und … oh, es ist noch geiler als sie dachte, wenn er mit seiner strengen, tiefen Stimme die Worte in den Mund nimmt, die sie nie zu schreiben wagte.

Sie drückt ihr Gesicht gegen die Tafel und beschmiert sich wahrscheinlich mit der grünen Farbe, aber es ist ihr gleich. Jemand wird hereinkommen und sie beide sehen - wie er leicht vornübergebeugt hinter ihr steht und sie nimmt, während ihr Rock im Rhythmus um ihre Hüften tanzt. Wie klein sie wirken muss! Und wie viel Lust sie empfindet, dass sie kaum noch atmen kann.

Als er dann mit einer Hand die Innenseite ihres Schenkels streift und mit zwei Fingern auf ihren Knopf drückt - nur ein leichter Druck, mehr nicht -, zuckt sie unter dieser Berührung zusammen und gibt einen fast erstickten Laut von sich. Ihre Pussy schwillt weiter an und versucht, seinen drängenden Schwanz zu quetschen, aber sie kommt erst, als er keucht: »Ich komme, ich komme … verdammt.«

Dann hat sie keine Worte mehr, um ihrer Lust Ausdruck zu verleihen, nur noch gestöhnte und gekeuchte Laute und Seufzer, die sich vermischen und eine Story ergeben: die Story ihrer eigenen Leidenschaft. Tausendmal möchte sie an die Tafel schreiben: und dann kam sie, und dann kam sie, und dann kam sie.

»Drehen Sie sich um«, sagt er, und sie folgt der Aufforderung, als er sich zurückzieht. Sie merkt, dass sie wie in Trance ist und alles tut, was er ihr sagt, und es macht ihr nichts. Der Rock schlingt sich noch um ihre Hüfte, der Slip hängt um ihre Fußknöchel. Ihre Pussy ist nass und glänzt und ist seinem Blick ausgeliefert. Ein Zucken geht durch ihre Klitoris, als sie ihn ansieht, unbedeckt, wie sie ist. Er steht vor ihr, verdorben und mit offener Hose und hat noch das Gummi über seinem Schwanz, der in ihre Richtung ragt.

»Was würde Ihre Heldin sagen, wenn sie nicht kommen konnte?«

In ihrem Kopf herrscht Leere - er wird seinen Grund haben, warum er fragt, aber sie kann sich die Frage nicht erklären. Alles ist wie eine Lektion, aber diese hier ist anders.

»Was würde Ihre Heldin sagen?«

»Nichts«, platzt es aus ihr heraus, und er nickt.

»Was müsste sie sagen?«

Lass mich Professor Clenham ficken, und nicht du, Dummerchen, denkt sie, verwirrt, aber das ist nicht die richtige Antwort. Sie atmet hörbar aus, streicht sich eine Strähne aus der Stirn, bewegt die Schultern in ihrer verschwitzten Kleidung. Ihre Brustspitzen sind verspannt und überempfindlich an der heißen Wolle ihres Pullovers; die Nachbeben ihres Orgasmus erfassen immer wieder ihren Kitzler.

»Lass mich kommen«, sagt sie, und schon schenkt er ihr dieses helle, eigenartige Lächeln, das Aufblitzen einer Regung, die vielleicht sein wahres Selbst widerspiegelt. Vielleicht denkt er, dass sie noch nicht gekommen ist, oder er wollte, dass sie ihn bittet. Sein wahres Selbst verlangt, dass sie ihn darum bittet.

Er kommt näher, beugt sich zu ihr herab und ist ihr so nah, dass er sie küssen könnte … vielleicht später. Jetzt ist es nur ein Flüstern an ihrem Mund: »Du musst immer nach den Dingen fragen, die du haben möchtest, süße Clara.«

Er sinkt vor ihr auf die Knie, sie lehnt sich mit dem Rücken gegen die Tafel. Langsam, so langsam. Sie hat das Gefühl, sich wie in Trance zu bewegen, und alles um sie herum ist hell und schillert golden. Als er ihre Schenkel mit sanften Händen auseinanderzwängt, kommt ihr alles in ihrem Blickfeld größer vor: die Manschetten seines Hemdes, die aus den Ärmeln seiner Tweedjacke hervorlugen. Die Tiefe seiner Augen, die wie ein Brunnen in ihr sind.

Wenn er spricht, scheint seine Stimme süßlicher zu klingen, ein Hauch von Heiterkeit umgibt jede seiner Silben, doch seine Stimme ist nach wie vor tief und volltönend. Die Endungen seiner Wörter wandern über sie, eine nach der anderen, die Wörter sind miteinander verbunden, fast fließend, und wenn es nicht seine coole, beinah rauchige Stimme wäre, die sie da hört, müsste sie fast kichern. Wahrscheinlich wäre es okay, wenn sie kicherte, denn seine Mundwinkel zeigen nach oben, als er sich vorbeugt und sagt: »Er drückte seine Lippen auf die Blume ihrer Weiblichkeit.«

Ja, denkt sie. Oh ja, drück deine Lippen auf meine Pussy.

Er küsst die feuchte Kuppe ihres Kitzlers. Eine Berührung, die sie um den Verstand bringt. Er ist noch unmöglicher, als sie sich ihn je vorgestellt hat, und noch viel herrlicher.

Ich werde eine Story schreiben, denkt sie, in der man mich erst auf der letzten Seite kriegt.

Und als er sie mit der Zunge verwöhnt, verändert sich die Story wie von selbst. Sie will, dass er sie immer und immer wieder so verwöhnt, auf jeder Seite; er soll sie lecken, mit der Zungenspitze an ihrer Perle spielen und seinen sündigen Mund gegen ihre heiße Spalte drücken. Sie bildet sich ein, seine Stimme zu hören, als seine Lippen sich an ihrer geschwollenen Pussy bewegen, bis sie fast verrückt wird bei seinen kreisenden Zungenstrichen.

Sie stellt sich vor, wie er Gedichte an ihrer Pussy rezitiert, an ihrer feuchten, heiß pulsierenden Spalte, an ihrer geschwollenen Klitoris. Sie malt sich aus, wie sie ihn reitet und wie er sie dann hart nimmt. Ihr fehlen die Worte, als er ihre glänzenden Labien mit zwei Fingern spreizt, damit seine Zunge hineingleiten kann. Seine Zunge, die drängt und zuckt und sie in die Knie zwingt. Ja, sie muss sich setzen. Sie möchte sich auf den Boden legen, doch stattdessen hört sie ihre eigenen flehenden Worte: »Oh, bitte, saug mich, fick mich, oh, Gott, bitte.«

Als Antwort zwickt er ihre Perle mit zwei langen Fingern und streicht mit den Zähnen über die empfindliche Kuppe.

Ihre Mappe fällt zu Boden. Sie weiß, dass sie ihre Beine ungehörig weit spreizt, und ihr Professor zwischen ihren Schenkeln kniet. Obwohl er auf seinen Knien ist, kommt er ihr ungewöhnlich groß vor, und sein Mund macht sich mit Heißhunger über ihre Pussy her. Er umschließt ihre Hüften - schiebt den Saum des Rocks wieder hoch - und zieht sie enger an sich. Sie wäre fast über ihn gestolpert.

Ihr Kitzler schwillt wieder an, wie eine aufblühende Blüte in seinem Mund. Frischer Honig läuft über seine Finger. Sie weiß nicht einmal, wie er mit Vornamen heißt, und ruft laut, obwohl es ihr unendlich peinlich ist: »Oh, Professor, oh Gott, ich komme!«

Ihr ganzer Körper wird von heftigen Schauern erfasst, ihre Perle pulsiert in ihrem eigenen Rhythmus. Sie glaubt, auf Zehenspitzen zu stehen, aber mit den Händen an ihren Hüften drückt er sie zurück, zurück in Sicherheit. Sie schließt die Augen und versucht, sich weiter auf die Schübe ihres Höhepunkts zu konzentrieren, auch wenn die Wellen abnehmen.

Alles, was übrig bleibt, ist ein rotes Gesicht und Brasilien.

Sie hört, wie er aufsteht, hält die Augen aber geschlossen. Er geht jetzt ein paar Schritte, richtet wahrscheinlich seine Kleidung, aber sie öffnet die Augen immer noch nicht. Sie wäre froh, wenn sie die Augen nie wieder öffnen müsste, doch irgendwie bringt er sie dazu, die Lider aufzuschlagen, und zwar als er ihren Rock glatt streicht. Als er fest an dem Saum ihres Rocks zieht, reißt sie die Augen auf.

Mit dem Ausdruck auf seinem Gesicht hat sie nicht gerechnet. Noch nie hat sie diesen Ausdruck bei ihm gesehen. Seine Miene ist wie ein herrliches, warmes und köstliches Geheimnis.

Dann lässt er ihren Rock los und knöpft sein Tweedjackett zu - schnell wie immer. Sanfter sind seine Bewegungen, als er ihr eine Haarsträhne von der klebrigen Wange streicht und hinter ihr Ohr steckt.

»So«, meint er. »So sind Sie vorzeigbar. Und ordentlich.«

Fast könnte man meinen, es wäre überhaupt nichts geschehen. »Was kommt jetzt?«, fragt sie schließlich.

Und er antwortet darauf: »Ich habe keine Ahnung. Warten wir einfach, was Sie als Nächstes schreiben, einverstanden?«

Spionieren

Ich wollte eigentlich gar nicht, dass es dazu kommt. Es war nicht mein Fehler. Mir kann man keine Schuld geben. Aber er sah eben so verlockend und toll aus, wie ein exotischer Vogel, von dem ich einfach nicht den Blick wenden konnte. Und er hätte all die Dinge nicht tun dürfen, die er machte und bei denen ich einfach zuschauen musste, als wäre es mein eigener, privater verdorbener Film.

Ich sollte nicht die Verteidigungsstrategien übernehmen, die sich Vergewaltiger auf der ganzen Welt zunutze machen. Es war alles sein Fehler, Euer Ehren, dass er so ein verdammter Trottel war. Hätte ich es nicht besser gewusst, hätte ich gedacht, dass er seinen Lebensunterhalt als Stripper verdiente, als Stripper, der namenlose Frauen mit Lap-Dancing erfreute.

Aber er ist gar kein Stripper. Er ist Fotograf. Sein Lebensunterhalt ist das Beobachten. Er beobachtet schöne Frauen in schönen Posen und vögelt sie vermutlich danach in aller Ruhe. Wahrscheinlich hat er überall in seinem Apartment Kameras versteckt und filmt all diese Frauen, wenn sie all die geilen Dinge für ihn machen.

Dabei geht es um mich, nicht um ihn. Was ich gerade über ihn schrieb, trifft vermutlich gar nicht auf ihn zu. Und ich bin diejenige, die heimlich zusieht, wenn andere geile Dinge für mich machen. Und ich filme ihn nicht. Es gab aber auch schon andere Zeiten … oh, es gab Zeiten, als ich in Versuchung geriet, genau das zu tun.

Beim ersten Mal versuchte ich mich abzuwenden. Ich dachte an heilige Dinge, an Jesus und Gandhi und an Wohltätigkeitsvereine.

Aber selbst dagegen konnte ich nicht ankämpfen. Gandhi hatte das Nachsehen, und so kam es, dass ich an dem versteckten Fenster stand, aufgeregt auf den Nägeln kaute, die Schenkel zusammenpresste und den Mann in dem Apartment auf der anderen Straßenseite beobachtete.

Es muss wohl an dem Blickwinkel liegen. Mein Apartment liegt höher als seins, und die kleine Straße zwischen den Häuserblocks verhindert, dass er in mein Fenster schauen kann, ich aber in seins.

Zuerst dachte ich, dass er nur eine Show abzog für das Paar, das unter mir wohnt. Doch dann luden sie mich eines Tages zum Tee ein, und als ich aus ihrem Fenster blickte, sah ich nichts als Mauerwerk. Kein Fenster zu sehen. Also zieht er seine Show für die Mauer ab oder das Ganze ist gar keine Show für ihn.

Es ist einfach nur seine Art. Er kann nicht anders.

Und ich kann nicht anders als hinzugucken.

Ich meine, alles wird nur noch schlimmer, weil er einfach toll aussieht. Ich vermute, dass es nicht ausschließlich sein Aussehen war, das mich faszinierte, aber natürlich war das auch ein Grund. Er hat ein schmales, löwenartiges Gesicht, das ihm diese Aura eines Raubtiers verleiht. Seine geschwungenen Lippen bilden stets einen Schmollmund und geben ihm diese temperamentvolle Note eines exotischen Tänzers, den ich in ihm zu sehen glaubte. Wenn sein Mund dann offen steht, unter der Lust, vergesse ich sämtliche moralischen Grundsätze, die sich mir in Erinnerung rufen wollen.

Aber beim ersten Mal war es gar nicht sein Gesicht, das mir auffiel, denn mein Blick haftete auf seinem Körper, den er für mich entblößte.

Er hatte dieses eng anliegende Hemd getragen, mit Knöpfen vorn. Eine Art Unterhemd, denke ich - offenbar hatte ich den ersten Teil der Show schon verpasst. Aber der zweite Teil war das Sahnestückchen, also brauchte ich nicht enttäuscht zu sein.

Ich weiß noch, dass ich mich fast belustigt fragte: Was macht der da? Denn er hatte vor seinem Fenster gestanden, drehte mir eine Seite zu und fing an, dieses Hemd aufzuknöpfen. Und er tat das so aufreizend und nahm sich einen Knopf nach dem anderen vor wie ein Stripper, dass es mir gleich durch den Kopf schoss: da muss noch jemand bei ihm sein! Jemand steht oder sitzt vor ihm. Ich kann diese Person nur nicht sehen. Und er strippt für sie, macht einen Knopf nach dem anderen auf.

Aber heute weiß ich, dass dort niemand sonst war.

Ich vermute, dass er das vor einem Spiegel macht. Und das kann ich ihm nicht verübeln. Wenn ich so aussähe wie er, würde ich es genauso machen. Ich würde mir das Hemd über die Schultern streifen, würde dafür die Schultern hochziehen und mich mit lasziv geöffnetem Mund halb abwenden. Ich würde meinen golden schimmernden Körper bewundern, die Haare auf meiner Brust, die kleine Vertiefung an meinem Bauchnabel, die Wölbungen meiner festen Muskeln.

Oh, geheimer Typ aus dem Apartment, wie toll du aussiehst! Ich bin schwach, ich werde schwach in Gegenwart von gut aussehenden Strippern.

Und dann schob er sich die Jeans über die Beine, und ich war wie hypnotisiert. Ich war wie gebannt. Der kleine Film, der dort hinter dem Fenster ablief, packte mich und fesselte mich gleichsam an mein Fenster. Ich kaute auf allen Fingernägeln herum. Ich presste meine Schenkel zusammen.

Die Shorts, die er trug, schmiegte sich in einer Weise an seine Haut, dass es in meinen Fingerspitzen kitzelte. Er hatte einen tollen Arsch. Vielleicht fast zu groß, mit einer Wölbung, in die man im Vorübergehen kneifen möchte.

Und dann war da natürlich sein Schwanz. Ich denke, sein Schwanz nahm mich vollkommen gefangen. Die Art und Weise, wie er leicht gebogen wie ein Finger aufragte und nach oben wippen wollte, obwohl sein Gewicht ihn nach unten zog. Sein Schwanz stellte etwas dar, genau wie der Rest dieses Mannes. Er war hart und fest.

Die Vorstellung fiel mir nicht schwer, wie es wohl wäre, wenn ich diesen Schwanz in den Mund nähme, in meine Pussy, in mein hinterstes Loch - überall würde ich ihn aufnehmen. Zum ersten Mal in meinem Leben fantasierte ich über einen Mann aus Fleisch und Blut, einen Mann, den ich sehen konnte und stellte mir vor, wie er mich fickte. Ich erinnere mich noch genau, wie ich dastand und eine Leere zwischen meinen Schenkeln verspürte, eine Leere, die nur sein Schwanz ausfüllen konnte.

Und das Ganze war besser und schmutziger, weil es nicht ein Schauspieler in einem Film war, sondern eine reale Person. Ich schaute einem realen Mann zu, wie er den Schwanz in die Hand nahm und sich langsam, ganz langsam massierte. Ich sah, wie er an sich herabschaute, sah, wie sich seine Lippen öffneten, und bildete mir ein, sein Stöhnen zu hören. Was für ein Anblick! Süß wie reife Kirschen, wie Zucker auf meiner Zunge.

Er massierte sich mit einer Hand, stieß die Hüften vor und zurück und schloss die Augen dabei für mich, für mich allein. Und als er schließlich kam, wäre ich auch beinahe gekommen, denn es gibt kaum etwas Aufregenderes als ein Mann, der es sich selbst besorgt.

Zumindest dachte ich, dass kaum etwas aufregender sein konnte.

Doch es gibt Dinge, die noch sexyer sind. Und er war nur zu gern bereit, mir diese Dinge vorzuführen.

Als ich ihn das zweite Mal beobachtete, war es absolut kein Zufall mehr. Ich gebe es zu.

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