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TOR ZUR SEELE

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© 2017 Thorsten Schütze

Verlag: tredition GmbH, Hamburg

ISBN
Paperback: 978-3-7345-4903-8
Hardcover: 978-3-7345-4904-5
e-Book: 978-3-7345-4905-2

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und des Autors unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Dieses Buch ist einer ganz besonderen Frau gewidmet, die mir mehr gegeben hat als einem das Leben nehmen kann.

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VORWORT

Warum glaube ich, mich an ein derart heikles Thema wagen zu können?

Der Grund liegt in mir. Mein Leben ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit. Ich bin als Deutscher zur Welt gekommen, ein Teil der Grosseltern kam aus dem heutigen Polen, damals noch Deutschland. Nach abgeschlossenem Studium habe ich mit einer Französin Algerischer Herkunft eine Familie gegründet die in Spanien lebt. Ich erlebte als erfolgreicher Unternehmer sowohl das Leben als Millionär in Monaco wie auch Jahre als unschuldiger Gefängnisinsasse in der Schweiz. Ich arbeitete in Europa und Amerika, erhielt einen Afrikanischen Pass während meiner Arbeit in der Entwicklungshilfe, anschließend dann noch einen Asiatischen im Zuge meiner Tätigkeit für den Südpazifischen Raum.

Als getaufter Protestant, lebte ich in einem überwiegend katholischen Land mit Menschen islamischen Glaubens. Erst viel später erfuhr ich, dass wohl auch jüdisches Blut zu meinem Cocktail gehört.

Es gibt wohl keine bessere Medizin für das Leben als eine solch absurde Mischung.

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EINLEITUNG

Die meisten Menschen begeben sich irgendwann auf die Suche nach dem Sinn des Lebens.

Die Mehrzahl ist dabei sehr genügsam. Es gibt immer auch jene, die etwas mehr erwarten. Einige wenige streben nach viel mehr, nach sehr viel mehr.

Es handelt sich um die Menschen, über die wir später in Geschichtsbüchern lesen. Sie erbauten Observatorien, Städte mit Bewässerungssystemen, schufen Kulturen mit Rechtsordnungen oder erdachten sich Götter. Sie kehrten von heiligen Bergen mit Gesetzestafeln unter den Armen zurück und erklärten ihren Mitmenschen, was sie künftig zu tun und zu lassen haben.

Es mag durchaus für eine Weile murren unter den so Gelenkten gegeben haben, einige setzten sich sogar zur Wehr. Doch mit der Zeit fügten sich die meisten Menschen den vorgegebenen Regeln des Ideengebers, und diejenigen die sich nicht unterordneten, verließen die Gruppe mehr oder weniger freiwillig.

Wie Eisenspäne im Kraftfeld eines Magneten richteten sich Menschen von jeher an vorgegebenen ideologischen Strukturen aus. Je mehr es taten umso mehr Verbindlichkeit verleihen sie den Denkstrukturen, bis hin zur Universalität.

In der Menschheitsgeschichte finden sich zahlreiche derartige Beispiele, die meisten in Verbindung mit dem Glauben. So leben Menschen.

Die meisten Menschen sind sehr genügsam und erbringen wenig eigene Anstrengungen um das Tor zu ihrer Seele zu finden. Denken ist sicher eine sehr anstrengende Tätigkeit. Anders liesse es sich nicht erklären, weshalb sich so wenige intensiv damit beschäftigen.

Ich nehme gerne etwas Hilfestellung an, wenn es darum geht wie ich im Bewusstsein meiner Endlichkeit mit der Unendlichkeit umzugehen habe. Allgemeinen Vorgaben zu folgen erscheint da viel einfacher und bequemer als sich eigene Gedanken zu machen.

Durch das Christentum fand diese Entwicklung ihren bisherigen Höhepunkt. Ein in jeder Hinsicht begrenzter Mensch wurde mit dem in jeder Hinsicht Unbegrenzten und vollkommenen Unvorstellbaren konfrontiert. Einem allgegenwärtigen, allwissenden und allmächtigen Gott.

Es ist leicht nachvollziehbar, dass jedes einzelne dieser Attribute nicht nur die Logik, sondern auch meine menschliche Fassungskraft bei Weitem übersteigt. Das genau war bestimmt der Plan.

Könnte ich als Mensch nämlich diesen Wesen „Gott“ erfassen, dann wäre es eben nicht Gott.

Gott erfasst man nicht. Wenn man ihn überhaupt als Wesen bezeichnen kann. Ich möchte da niemanden zu nahetreten, und verfechte einen respektvollen Umgang mit dem Thema Glauben oder Wissen.

Ich meine sogar, dass Religion eine wichtige Irritation ist, die Menschen aus ihrer Alltäglichkeit herausreißen kann.

Je mehr Zeit verging, umso weniger Menschen konnten sich noch daran erinnern, dass früher einmal ganz anders gefühlt, gedacht und gehandelt wurde. Bei den meisten Menschen schwanden auch die Erinnerungen, dass früher einmal anderen Göttern geopfert wurde, und die wenigen mit dem sehr guten Gedächtnis wurden als altmodisch und hinterwäldlerisch abgestempelt.

Durch Religionen und andere Gedankenmuster entwickelten sich in Verlauf der Menschheitsgeschichte Separierungen an die man sich gewöhnt hat.

Was hat ein weisser, christlich aufgewachsener Europäischer Akademiker, mit einem dunkelhäutigen, Indischen, hinduistischen Gettoarbeiter gemeinsam?

Nicht viel denkt man. Falsch!

Hat der Inder dieselbe Blutgruppe mit ebenso identischen sonstigen relevanten Faktoren, könnte der Europäer mit dem Herz des Inders nach einer Transplantation leben, ebenso wie umgekehrt. Das Organ des ebenso weissen und christlich aufgewachsenen Europäischen Nachbarn könnte bei einer Transplantation jedoch zum kurzfristigen Tode führen. Welche Gemeinsamkeiten haben für das menschliche Leben also wirklich Bedeutung?

Ich könnte mir genügend europäische Akademiker vorstellen, die dem indischen Gettoarbeiter nicht einmal die Hand reichen würden, sein Herz jedoch würden sie nehmen um damit zu leben.

3

DER ERSTE SCHRITT

Bei den Azteken war es ein Teil der Natur des Menschen, Ströme von Blut fliessen zu lassen. Sie glaubten nur so gehe am nächsten Tag die Sonne wieder auf.

Im alten Ägypten hielt man es für normal, einen Grossteil der wirtschaftlichen Kräfte in die Errichtung gewaltiger königlicher Grabmäler zu investieren, wodurch Abertausende den Tod fanden.

Auch für die alten Griechen und ebenso für die alten Römer war es natürlich, andere Völker zu versklaven und Menschen wie Tiere zu behandeln.

Selbst die Europäer des Mittelalters erachteten es als für den Menschen naturgegeben, das diesseitige Leben geringer zu achten als das im Jenseits.

Sie suchten den Sinn des Lebens in der Vorbereitung auf das Jenseits. Der eigentliche Sinn menschlichen Lebens war bei ihnen Gott zu dienen und zu preisen. Dadurch schufen sie die Voraussetzung in den Himmel zu kommen.

Mehr bedurfte es damals nicht und der Natur des Menschen war entsprochen.

Das Christentum hat somit etwas Gewaltiges geschaffen, es hat Grenzen beseitigt.

Allerdings wurden diese Grenzen nur im Jenseits aufgelöst, und im Diesseits blieb alles begrenzt.

Was wird wohl aus so einem gewaltigen Denkmuster wie dem des Christentums, wenn die Menschen die es erdachten und als Erbe weitergaben und diejenigen die es auf- und ausgebaut haben es nicht mehr mit Leben füllen können, weil sie dahinscheiden und die nachfolgenden Generationen immer weniger von seiner Glaubwürdigkeit und den vermittelten Werten überzeugt sind?

Wer möchte in der heutigen Zeit schon auf das Heil bis nach seinem Tode warten? Man will schon hier und jetzt von ihm kosten. Der moderne Mensch steht vor der neuen Aufgabe sein Leben bereits im Diesseits gelingen zu lassen.

Es ist nichts daran auszusetzen, wenn keine Eile mehr besteht die ewige Glückseligkeit zu erreichen, sondern man stattdessen seine Energie auf das Diesseits konzentriert.

Die zuvor beschriebenen Systeme der Azteken, der Ägypter, Griechen, Römer und der Europäer des Mittelalters, zerbrachen letztendlich an allgemeiner Orientierungslosigkeit, nachdem das alte Gedankenmuster in sich zusammengefallen war. Neue Denkmuster traten an ihre Stelle. Die Menschheit entwickelt sich weiter. Besonders neue wissenschaftliche Erkenntnisse ermöglichen es uns, unsere Welt und uns selbst aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Dabei bleibt der Ausgangspunkt derselbe, es sind die Gemeinsamkeiten.

Jeder Mensch möchte gerne glücklich sein und Leid überwinden. Ich schreibe bewusst „Leid überwinden“, da jeder von uns mal Leid erfährt. Ebenso hat jeder von uns Emotionen, die ihr oder ihm Schwierigkeiten bereiten, sowie solche die innere Kraft geben, die uns heiter stimmen oder Gelassenheit geben.

Um aus der Vielzahl unterschiedlicher Emotionen Selbstvertrauen schöpfen zu können, ist es besonders wichtig sich über sein eigenes Potential im Klaren zu sein, da jeder von uns Leid im Leben erfährt.

Es gilt hier besonders, diese schwierigen Lebensphasen nicht allein von ihrer Schattenseite aus zu betrachten. Das wäre die falsche Perspektive.

Wertvolle Erfahrungen zu sammeln und daraus innere Stärke zu entwickeln gelingt einem am besten in schwierigen Lebensphasen. Sicher ist es unangenehm, jedoch wird es erträglicher, wenn man sich dankbar zeigt eine solche besondere Gelegenheit zu bekommen.

Vermeide negative Emotionen.

In der heutigen Welt sind die Menschen durch das Internet, durch wirtschaftliche und politische Netzwerke viel näher zusammengerückt. Jedoch bin ich nicht der Meinung wie andere, die behaupten die Welt wäre ein Dorf geworden. Dafür sind die Unterscheide und Distanzen doch noch zu gross. Dennoch hat eine Separierung in die Gruppen „wir“ und „die anderen“ an Sinn eingebüsst.

Betrachtet man die Situation genauer, so wird einem deutlich, dass die Interessen unserer Mitmenschen weitestgehend mit unseren eigenen Interessen übereinstimmen. So ist es ein logischer Schluss, dass sich um Interessen anderer zu kümmern ebenso bedeutet, positiv an unserer eigenen Zukunft mitzuarbeiten. Und wir uns selbst Schaden, wen wir anderen einen Schaden zufügen.

Zugegeben, Krieg scheint in der Menschheitsgeschichte einen festen Platz eingenommen zu haben. Durch das hohe Maß an gegenseitiger Abhängigkeit, welche stetig zunimmt, ist es jedoch berechtigt zu behaupten, dass das Modell des Krieges eigentlich ausgedient hat. Der Vorteil der einem „Sieger“ zufällt steht in keinem Verhältnis zu den erlittenen Schäden.

Die einzige heute noch wirkungsvolle Methode scheint der Dialog zu sein. Nur der Dialog kann uns wirklich weiterbringen. Ein Krieg bewegt zwar viel, wirft jedoch final nur zurück.

Dialoge beginnen damit, mit uns selbst im Dialog zu stehen.

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Viel Spaß!



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