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Stolz und Fesselspiel

Inhalt

  1. Cover
  2. Titel
  3. Impressum
  4. 1
  5. 2
  6. 3
  7. 4
  8. 5
  9. 6
  10. 7
  11. 8
  12. 9
  13. 10
  14. 11
  15. 12
  16. 13
  17. 14
  18. 15
  19. 16
  20. 17
  21. 18
  22. 19
  23. 20
  24. 21
  25. 22
  26. 23
  27. 24
  28. 25
  29. 26
  30. 27
  31. 28
  32. 29
  33. 30
  34. 31
  35. 32

Lissa Trevor

Stolz und
Fesselspiel

Erotischer Roman

Aus dem amerikanischen Englisch
von Anna Wichmann

1

Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein dominanter Junggeselle, der eine beachtliche Auswahl an Fesseln besitzt, zu seinem Glück nur noch einer deutlich jüngeren, devoten Frau bedarf.

Erscheint ein solcher Mann erstmals an einem Ort, ist es zudem fest in den Köpfen der Nachbarn verankert, dass er irgendwann rechtmäßig an der Seite der ein oder anderen Tochter zu sehen sein wird.

»Mein lieber Mr. Bennet«, sagte seine Gattin eines Tages, nachdem sie ihm den Knebel aus dem Mund genommen hatte, »hast du schon gehört, dass Netherfield Park endlich einen neuen Besitzer hat?«

»Nein, meine Liebe«, antwortete Mr. Bennet.

»Aber dem ist so«, erwiderte sie und löste die Lederfesseln, mit denen sie ihren ungehorsamen Gatten an den Bettpfosten gebunden hatte.

Mr. Bennet sagte nichts, sondern nutzte die Gelegenheit, um seine Frau unter sich festzuhalten.

»Möchtest du denn gar nicht wissen, wer es gekauft hat?«, rief seine Frau und stieß ungeduldig das Becken nach oben, um ihn zu ermutigen, hart und schnell in sie einzudringen.

»Willst du es mir erzählen?« Mr. Bennet stöhnte, als er spürte, wie sich ihre Muskeln um sein Glied zusammenzogen. Er bestieg sie wie ein Mann, der bis an die Grenze seiner Belastbarkeit erregt worden war, und sein Gesäß leuchtete rot und schmerzte, da sie sich mit der Reitgerte daran ausgelassen hatte. »Ich habe nichts dagegen, dir zuzuhören, solange du für mich kommst.«

Das war Einladung genug.

»Oh Liebster, mir wird ja ganz anders.« Mrs. Bennet stöhnte vor Wonne, während er immer wieder kraftvoll in sie eindrang. Sie waren seit zwanzig Jahren verheiratet und hatten fünf Töchter großgezogen, aber er schaffte es noch immer, dass sie ihn über alle Maßen begehrte. Sie bohrte ihm die Fingernägel in die Schultern, als sie die süße Ekstase übermannte und sie kurz davor war, ihre Lust laut herauszuschreien. Doch dann stöhnte sie nur in seinen Mund und drängte sich seinen Stößen begierig entgegen, bis Funken vor ihren Augen tanzten und lustvolle Schauer drohten, sie in Stücke zu reißen.

Er stöhnte und kam kurz darauf ebenfalls, um dann auf Mrs. Bennet zusammenzusacken. Nach einem Kuss auf ihre Schulter drehte er sich auf den Rücken und starrte die Decke an, während er nach Atem rang.

»Mrs. Long sagt, dass Netherfield von einem jungen, sehr vermögenden Mann aus dem Norden Englands gekauft wurde, der am Montag in einer vierspännigen Kutsche vorbeigekommen ist und sich das Haus angesehen hat. Er war so angetan davon, dass er es noch vor Michaeli beziehen will, und einige seiner Sachen sollen schon Ende nächster Woche hier eintreffen.«

»Wie ist denn sein Name?«, wollte Mr. Bennet wissen und legte sich auf die Seite, um ihren prächtigen Körper zu bewundern.

»Bingley.«

»Ist er verheiratet oder ledig?«

»Oh, er ist ledig, mein Lieber, das weiß ich genau! Was für eine wunderbare Sache für unsere Mädchen!«

»Wieso das? Was haben sie davon?« Er streichelte ihre Brüste und beobachtete, wie ihre Nippel noch härter wurden. Dann zog er an ihnen und drehte sie zwischen den Fingerspitzen.

»Mein guter Mr. Bennet«, erwiderte seine Gattin, »du weißt ganz genau, dass ich daran denke, er könnte eine von ihnen heiraten.«

»Lässt er sich aus diesem Grund hier nieder?« Er ließ die Finger über ihren Brustkorb und ihren Bauch wandern, um in das lockige Haar zwischen ihren Beinen zu greifen und daran zu ziehen.

»Aus diesem Grund?«, rief sie auf und bewegte als Reaktion auf seine Liebkosung das Becken. »So ein Unsinn, wie kannst du nur so etwas sagen? Aber es ist durchaus wahrscheinlich, dass er sich in eine von ihnen verliebt, daher musst du ihm deine Aufwartung machen, sobald er hier eingetroffen ist.«

»Ich sehe keine Veranlassung dafür«, meinte er und strich mit den Fingern über ihre feuchten Liebeslippen. »Du kannst ja mit den Mädchen hingehen oder sie allein hinschicken, was vielleicht noch besser ist, da du ebenso hübsch bist wie sie. Nicht, dass du Mr. Bingley noch am besten gefällst, denn ich habe nicht die geringste Absicht, dich mit ihm zu teilen.« Langsam schob er seine Finger in ihre weiche Spalte.

»Du schmeichelst mir, mein Liebster«, säuselte sie und bog sich ihm entgegen. »Ich hatte zwar auch meinen Teil an Schönheit, aber heute gebe ich nicht mehr vor, etwas Besonderes zu sein. Wenn eine Frau fünf erwachsene Töchter hat, sollte sie damit aufhören, an ihre eigene Schönheit zu denken.«

»In solchen Fällen hat die Frau oft keine Schönheit oder kein Talent mehr, du hingegen bist außergewöhnlich schön und talentiert.« Er streichelte sie, bis sie erneut den Höhepunkt erreichte und sich ihr Körper um seine Finger herum zusammenzog. Sie umklammerte seine Schultern und riss ihren Mund vor Lust und Vergnügen weit auf.

Er nahm die Reitgerte in die Hand und strich damit über ihr Gesäß.

Sie drückte sich an ihn, als das warme Leder ihre empfindsame Haut berührte. »Du musst Mr. Bingley auf jeden Fall besuchen, sobald er sich in unserer Nachbarschaft niederlässt, mein Lieber.«

»Das kann ich dir beim besten Willen nicht versprechen.«

»Aber denk doch nur an deine Töchter.«

»Davon sehe ich lieber ab, solange ich mit dir im Bett liege.«

»Siehst du denn nicht, was für eine gute Partie er für eine von ihnen abgeben würde? Wir können ihn unmöglich besuchen, wenn du es nicht auch tust.«

»Du solltest keine derartigen Bedenken haben. Ich wage zu behaupten, dass Mr. Bingley hocherfreut über deinen Besuch sein wird, insbesondere wenn du dein blaues Kleid trägst. Möglicherweise führst du ihn sogar ein wenig in Versuchung, aber wenn ich herausfinde, dass er sich Freiheiten herausgenommen hat, dann werde ich dich dafür bestrafen.« Er ließ die Reitgerte gegen ihre Brustspitzen schnippen.

Sie erschauerte bei dem unheilvollen Tonfall ihres Gatten. Es klang fast so, als wollte er, dass sie ungehorsam war.

»Aber ich werde ihm über dich ein paar Zeilen zukommen lassen, um ihm meine aufrichtige Zustimmung zu versichern, falls er sich entschließen sollte, eines unserer Mädchen zu ehelichen. Dabei muss ich auch ein gutes Wort für meine kleine Lizzy einlegen. Sie ist so ruhig und gehorsam und wird eine gute Ehefrau abgeben.«

»Ich flehe dich an, das nicht zu tun. Lizzy ist nicht besser als die anderen, und ich würde behaupten, dass sie nicht halb so hübsch wie Jane und nicht halb so amüsant wie Lydia ist. Aber du hast sie den anderen schon immer vorgezogen.«

»Keine von ihnen besitzt viele lobenswerte Eigenschaften«, entgegnete er. »Sie sind alle dumm und ignorant, wie es Mädchen nun einmal sind. Aber Lizzy ist etwas intelligenter als ihre Schwestern. Sie hat einen verborgenen Kern, ein Geheimnis, das einen Mann in die Besessenheit treiben kann … ganz so wie ihre Mutter.« Er küsste sie leidenschaftlich, doch sie stieß ihn weg.

»Mr. Bennet, wie kannst du deine anderen Kinder derart ignorieren? Es macht dir offenbar Freude, mich zur Weißglut zu treiben. Zuerst lässt du mich Dominanz ausüben, um sie mir dann mit groben Worten und deiner Kraft wieder zu nehmen. Hast du denn gar kein Erbarmen, was meine Bedürfnisse angeht?«

»Ganz im Gegenteil, Liebste, ich respektiere deine Bedürfnisse sogar sehr. Sie sind wie alte Freunde für mich. Ich habe in den letzten zwanzig Jahren oft mit einem offenen Ohr zugehört, wenn du von ihnen gesprochen hast.«

»Ach, du weißt ja gar nicht, was ich leide.«

»Aber ich hoffe, dass du darüber hinwegkommen und mitansehen wirst, wie noch viele wohlhabende junge Männer in unsere Gegend ziehen.«

»Das wird uns nichts nützen, selbst wenn es zwanzig sind, solange du ihnen nicht deine Aufwartung machst.«

»Falls es wirklich zwanzig werden, kannst du dich darauf verlassen, dass ich sie alle besuche, Liebste.« Er beugte sich vor und widmete sich der Aufgabe, seine Gattin mit der Peitsche in Ekstase zu bringen. Er streichelte ihre Oberschenkel und ihre Fußsohlen, peitschte sie dann und lächelte vor Freude. Als sich seine Gattin daraufhin erregt auf ihn stürzte, gestattete er, dass sie ihren Spaß an ihm hatte.

Mr. Bennet war eine derart seltsame Mischung aus Intelligenz, sarkastischem Humor, Zurückhaltung und Launenhaftigkeit, dass es seiner Frau in den dreiundzwanzig Jahren, die sie nun schon an seiner Seite weilte, noch nicht gelungen war, seinen Charakter zur Gänze zu begreifen. Auch er ließ sich gern fesseln und schlagen, aber letzten Endes war er doch der dominante Part in ihrer Beziehung.

Im Gegensatz zu seinem Wesen war Mrs. Bennets deutlich leichter zu ergründen. Sie war eine Frau von geringer Auffassungsgabe, eher schwachem Verstand und mit einem launenhaften Temperament. Wenn sie unzufrieden war, redete sie sich stets ein, sie wäre nervös. Die Gerte und die Fesseln konnten sie jedoch in eine sinnliche Kreatur verwandeln, die verlockend und fügsam war und den gemeinsamen Vergnügungen sehr aufgeschlossen gegenüberstand. Nicht zuletzt deshalb bestand ihre Lebensaufgabe darin, ihre Töchter glücklich zu verheiraten, damit sie die Spiele mit ihrem Gatten ungestört genießen konnte.

2

Mr. Bennet gehörte zu den Ersten, die Mr. Bingley in Netherfield Park ihre Aufwartung machten. Er hatte ohnehin beabsichtigt, ihn zu besuchen, da er wundervolle Erinnerungen an die Orgien hatte, die in seiner Jugend in den unteren Räumlichkeiten des stattlichen Hauses abgehalten worden waren. Zu seiner großen Freude sah er, dass die Bediensteten nun die Kerker und Spielbereiche wieder herrichteten. Vielleicht würden Mrs. Bennet und er in Zukunft einigen seiner dunkleren Begierden frönen, die er seiner Gattin bisher noch vorenthalten hatte. Um ihre Neugier nicht zu wecken, hielt er seinen Ausflug geheim. Noch am Abend wusste sie nichts von dem absolvierten Besuch. Während seine zweite Tochter damit beschäftigt war, einen Hut einzufassen, sprach er sie an.

»Ich hoffe, er wird Mr. Bingley gefallen, Lizzy.«

»Wir können unmöglich wissen, was Mr. Bingley gefällt«, erwiderte ihre Mutter verärgert, »da wir ihn nicht aufsuchen werden.«

»Aber du scheinst zu vergessen, Mama«, warf Elizabeth ein, »dass wir ihm bei den Gesellschaften begegnen werden und dass Mrs. Long versprochen hat, ihn uns vorzustellen.«

»Ich bezweifle, dass Mrs. Long das tun wird. Sie hat selbst zwei Nichten und ist eine egoistische und scheinheilige Person. Ich halte nicht viel von ihr.«

»Ich ebenso wenig«, meinte Mr. Bennet, auch wenn das nicht ganz der Wahrheit entsprach. In seiner sündhaften Jugend hatte er einst das Vergnügen genossen, den Mund dieser Dame an seinem erigierten Glied zu spüren. »Und ich bin sehr froh, dass ihr nicht auf ihre Dienste angewiesen seid.« Allein der Gedanke, dass es anders sein könnte, war ihm zutiefst zuwider.

»Und hör auf zu husten, Kitty, um Himmels willen! Hab doch ein wenig Mitleid mit meinen Nerven! Du wirst sie noch zum Zerreißen bringen!«, sagte nun Lydia.

»Kitty kann doch nichts für ihren Husten«, stellte der Vater fest. »Nur leider hustet sie immer zur falschen Zeit.« Auch sonst war seine jüngste Tochter Lydia nicht im Geringsten diskret, was noch ein Problem werden könnte, wenn sie erst einmal in die feine Gesellschaft eingeführt werden würde.

»Ich huste doch nicht, weil es mir Spaß macht«, erwiderte Kitty gereizt. »Wann soll der nächste Ball denn stattfinden, Lizzy?«

»Morgen in zwei Wochen«, antwortete Elizabeth, der man die Ungeduld förmlich ansehen konnte.

»Ja, so ist es!«, rief ihre Mutter. »Und Mrs. Long kommt erst am Tag davor zurück, sodass es ihr unmöglich sein wird, ihm unsere Töchter vorzustellen, da sie ihn ja dann selbst noch nicht kennt.« Sie starrte ihren Gatten wütend an. Es wäre so schön gewesen, dorthin zu gehen. Sie hatte schon sehr viel von Netherfield gehört. Aber ohne Mr. Bingleys Zustimmung würden weder sie noch ihre Töchter dorthin eingeladen werden.

»Dann wirst du ihr gegenüber im Vorteil sein, meine Liebe, da du ihr Mr. Bingley dann vorstellen kannst.« Ein teuflisches Grinsen umspielte seine Lippen, bei dem seine Gattin sich unwillkürlich genießerisch auf die Unterlippe biss. Dabei war sie doch eigentlich wütend auf ihn, da er sich so offenkundig weigerte, ihr bei der Verheiratung ihrer Töchter zu helfen.

»Das ist unmöglich, Mr. Bennet, schlicht und einfach unmöglich, da ich ihn ja auch nicht kenne. Wie kannst du nur derart gemein zu mir sein?«

»Deine Sorge ehrt dich, meine Liebe. Eine vierzehntägige Bekanntschaft ist tatsächlich sehr kurz. Nach so kurzer Zeit weiß man noch nicht, was für ein Mann er wirklich ist. Aber wenn wir den Mut nicht aufbringen, wird es jemand anderes tun, und letzten Endes müssen Mrs. Long und ihre Nichten eine Chance bekommen. Sie wird es als Akt der Freundschaft ansehen, und wenn du es nicht tun willst, dann werde ich diese Aufgabe eben übernehmen.«

Die Mädchen starrten ihren Vater an. War es etwa möglich, dass sie doch an der Feier in Netherfield Park teilnehmen durften?

»Unsinn, Unsinn!«, murmelte Mrs. Bennet nur.

»Was hat denn dieser entschiedene Protest zu bedeuten?«, rief er. »Hältst du diese Art des Vorstellens und seine Bedeutung etwa für Unsinn? In diesem Fall kann ich dir leider nicht zustimmen. Was sagst du dazu, Mary? Du bist eine junge Dame, die alles stets gut durchdenkt, wie ich wohl weiß, die viele Bücher liest und Abhandlungen darüber schreibt.«

Mary hätte gern etwas Vernünftiges gesagt, aber ihr wollte einfach nichts einfallen. Sie hatte gerade über einen Abschnitt nachgegrübelt, den sie in einem Tagebuch aus der Bibliothek gelesen hatte. Die Frau darin hatte eine schwarze Dominomaske getragen, und die Männer hatten sie angefleht, ihnen die Ehre zuteilwerden zu lassen, sie befriedigen zu dürfen. Wenn sie selbst eine Maske trüge, würde niemand auf den Gedanken kommen, dass sie die schlichte Mary, die unscheinbarste der Bennet-Schwestern, war.

»Während Mary noch ihre Gedanken ordnet«, fuhr er fort, »können wir ja zu Mr. Bingley zurückkehren.«

»Ich bin dieses Thema leid!«, erklärte seine Gattin. Sie ging immer noch davon aus, dass es ihr nicht gelungen war, ihren Mann dazu zu bringen, an einem Nachmittag zum Tee bei diesem vorbeizuschauen, und so fühlte sie sich nun wie eine Versagerin.

»Ich bedauere sehr, das zu hören, aber hättest du mir das nicht früher sagen können? Wenn ich das heute Morgen gewusst hätte, wäre mir die Mühe erspart geblieben, ihm meine Aufwartung zu machen. Das ist wirklich zu bedauern, denn ich habe ihn tatsächlich aufgesucht, und nun können wir die Bekanntschaft nicht mehr rückgängig machen.«

Das Erstaunen der Damen war genau das, was er beabsichtigt hatte, wobei Mrs. Bennet dem Anschein nach noch viel verblüffter war als ihre Töchter. Doch als der erste Freudentaumel vorüber war, verkündete sie, dass sie insgeheim die ganze Zeit über mit so etwas gerechnet hatte.

»Wie gut du doch zu uns bist, liebster Mr. Bennet! Aber ich wusste, dass ich dich letzten Endes überzeugen würde. Ich war mir sicher, dass du deine Töchter viel zu sehr liebst, um ihnen diese Bekanntschaft vorzuenthalten. Ach, nun bin ich froh! Und es ist wirklich höchst amüsant, dass du ausgerechnet heute Morgen dort warst und bis jetzt kein Wort davon erwähnt hast.« Sie warf ihrem Gatten einen verführerischen Blick zu und ging mit wiegenden Hüften in Richtung Schlafzimmer davon.

»Jetzt kannst du so viel husten, wie du willst, Kitty«, verkündete Mr. Bennet und verließ den Raum, da er sich auf ein weiteres wonnetrunkenes Schäferstündchen mit seiner Gattin freute.

»Was haben wir doch für einen großartigen Vater«, sagte Elizabeth, nachdem er die Tür hinter sich geschlossen hatte. »Ich weiß nicht, wie wir ihm seine Güte je vergelten sollen. Lasst euch von mir gesagt sein, dass es in unserem Alter nicht so angenehm ist, jeden Tag neue Bekanntschaften zu machen, aber um unsere Zukunft zu sichern, sollten wir genau das tun. Lydia, Liebes, du bist zwar die Jüngste, aber ich würde behaupten, dass Mr. Bingley auf dem nächsten Ball auch mit dir tanzen wird. Ich habe wahrlich wundersame Dinge über das gehört, was auf Netherfield vor sich gehen soll. Es heißt, dort gäbe es Lusträume voller dekadenter und verruchter Dinge. Wir können nur hoffen, dass wir einen guten Eindruck auf ihn machen, damit er uns auch dorthin einlädt.«

»Oh!«, erklärte Lydia beherzt, »ich habe keine Angst. Ich bin zwar die Jüngste, aber auch die Mutigste von uns.«

Den restlichen Abend verbrachten sie mit Mutmaßungen darüber, wann Mr. Bingley wohl Mr. Bennets Besuch erwidern würde, und sie beschlossen, ihn zum Abendessen einzuladen.

3

Trotz der Hilfe ihrer fünf Töchter gelang es Mrs. Bennet nicht, alles über das Treffen mit Mr. Bingley von ihrem Gatten zu erfahren, was sie wissen wollte, oder auch nur eine zufriedenstellende Beschreibung ihres neuen Nachbarn zu erhalten. Sie versuchten es auf unterschiedliche Weise und konfrontierten Mr. Bennet mit direkten Fragen, geschickten Spekulationen und vagen Vermutungen. Mrs. Bennet hatte ihn sogar ausgepeitscht, bis sie keuchte und ganz verzweifelt war, aber ihre Bemühungen blieben vergebens, sodass sich die Frauen schließlich genötigt sahen, auf die Informationen ihrer Nachbarin Lady Lucas zurückzugreifen, auch wenn diese nur aus zweiter Hand waren. Dafür fiel dieser Bericht äußerst erfreulich aus. Mr. Bingley war offenbar von angenehmem Wesen, auch wenn er grob mit seinen Dienstboten umging. Selbst Sir William war von ihm angetan gewesen, nachdem er etwa eine Stunde in Netherfield verbracht hatte. Mr. Bingley war noch recht jung, ausgesprochen gut aussehend, und er hatte vor, mit einer größeren Gruppe von Gleichgesinnten zur nächsten Gesellschaft zu erscheinen, was die Krönung des Ganzen war. Nichts hätte wunderbarer sein können! Die gemeinsame Freude am Tanzen war ein sicherer Schritt in Richtung Verliebtheit, und man setzte große Hoffnungen darauf, Mr. Bingleys Herz zu gewinnen.

»Wenn ich nur eine meiner Töchter glücklich in Netherfield wüsste und die anderen gut verheiratet hätte«, meinte Mrs. Bennet zu ihrem Gatten, als sie mit gefesselten Händen und Füßen vor ihm kniete, »ich wäre wunschlos glücklich.«

Als ihr Mr. Bennet seinen Schaft in den Mund schob, sagte sie nichts mehr.

Wenige Tage später erwiderte Mr. Bingley Mr. Bennets Besuch und saß für etwa zehn Minuten mit ihm in der Bibliothek. Mr. Bingley hatte gehofft, einen Blick auf die jungen Damen werfen zu können, von deren Schönheit er schon viel gehört hatte, und möglicherweise sogar jede von ihnen in Bezug auf ihre Empfindsamkeit und ihre Wünsche prüfen zu können. Doch er bekam nur ihren Vater zu sehen, dessen einziges Interesse einem geplanten Dreier mit einer vollbusigen Dienstmagd und seiner Gattin galt. Die Damen des Hauses hatten hingegen mehr Glück, da sie nach einem Blick aus einem der Fenster im oberen Stock immerhin wussten, dass Mr. Bingley einen blauen Rock trug, ein schwarzes Pferd ritt und einen muskulösen Hintern hatte.

Kurz darauf wurde eine Einladung zum Abendessen verschickt. Als dies geschah, hatte Mrs. Bennet längst die Speisefolge festgelegt, was für ihre Haushaltsführung sprach, und sich darüber hinaus überlegt, wie sie ihre Vorzüge in ihrem blauen Kleid am besten zur Geltung bringen konnte. Doch die Antwort machte all ihre Bemühungen zunichte. Mr. Bingley wurde am folgenden Tag in der Stadt gebraucht und musste aus diesem Grund auf die Ehre verzichten, ihre Einladung anzunehmen. Mrs. Bennet war entrüstet. Sie konnte sich nicht vorstellen, welche Geschäfte ihn so kurz nach seiner Ankunft in Hertfordshire schon wieder in die Stadt zurückriefen, und befürchtete bereits, dass er möglicherweise ständig von einem Ort zum anderen hasten und sich nie richtig in Netherfield niederlassen würde, wie es sich gehörte.

Lady Lucas konnte sie diesbezüglich ein wenig beruhigen. Schon bald ging das Gerücht um, dass Mr. Bingley in Begleitung von zwölf Damen und sieben Herren zu der Gesellschaft erscheinen würde.

Die hohe Anzahl der Damen war zwar betrüblich, aber die anderen weiblichen Gäste konnten sich am Tag vor dem Ball insofern trösten, als dass es plötzlich hieß, er hätte nur sechs statt der zwölf Damen aus London mitgebracht – seine fünf Schwestern und eine Cousine. Als die Gruppe schließlich den Festsaal betrat, bestand sie sogar nur aus fünf Personen: Mr. Bingley, zwei seiner Schwestern, dem Ehemann der älteren der beiden und einem weiteren jungen Mann.

Mr. Bingley sah gut aus und war ein vollkommener Gentleman. Er hatte ein angenehmes Gesicht und ein ungezwungenes, ungekünsteltes Wesen. Seine Schwestern waren elegante Damen, die sehr modisch gekleidet und von einer klassischen Schönheit waren. Sein Schwager Mr. Hurst sah nur gerade so aus wie ein Gentleman und wurde während der Gesellschaft dabei gesehen, wie er ein Dienstmädchen befingerte, aber sein Freund Mr. Darcy zog schnell die Aufmerksamkeit aller auf sich, da er ein stattlicher, groß gewachsener Mann von attraktivem Äußeren und edler Haltung war. Schon fünf Minuten nach seinem Erscheinen hieß es überdies, er wäre unermesslich reich. Die Gentlemen bezeichneten ihn als gestandenes Mannsbild, während die Damen erklärten, er wäre viel attraktiver als Mr. Bingley. Den halben Abend lang wurde er mit großer Bewunderung angesehen, bis seine Manieren schließlich doch Abscheu hervorriefen, was seine Beliebtheit drastisch sinken ließ. Er machte den Mund nur auf, wenn man ihn ansprach, und redete auch dann nur derart widerstrebend, dass er bald als hochmütig galt. Es wirkte, als wäre er der Ansicht, er würde über den anderen stehen, und als würde nichts sein Gefallen finden. Nicht einmal sein großer Besitz in Derbyshire konnte ihn daran hindern, eine derart abstoßende und missmutige Miene aufzusetzen, dass es im Vergleich zur Aufgeschlossenheit seines Freundes unwürdig wirkte.

Mr. Bingley hatte sich schon bald mit allen wichtigen Personen im Raum bekannt gemacht. Er war lebhaft und ungezwungen, ließ keinen Tanz aus, schien erzürnt darüber zu sein, dass der Ball so früh zu Ende ging, und sprach davon, selbst einen auf Netherfield zu veranstalten, auf dem es reichlich Speisen und Getränke geben und Musik und Belustigungen nicht vor dem Morgengrauen ein Ende nehmen würden. Seine außergewöhnliche Liebenswürdigkeit sprach für sich. Was war das nur für ein Gegensatz zu seinem Freund! Mr. Darcy tanzte nur zweimal: einmal mit Mrs. Long, die ihren Gatten ignorierte und Mr. Darcy flüsternd vorschlug, für einen kurzen Koitus nach draußen zu gehen. Und einmal mit Miss Long, die in seinen Armen wie eine eingeschüchterte Jungfrau zitterte, woraufhin Mr. Darcy folgerte, dass sie eben jenes auch war. In gewisser Hinsicht fand er beide Damen faszinierend. Er hätte keine Einwände dagegen gehabt, mit Mrs. Long zu kopulieren, während ihr Gatte zusah, und ebenso gern hätte er die junge Dame entjungfert, auch das bei Bedarf vor Publikum. Aber Mr. Darcy war der Ansicht, dass das angesichts seiner Einführung in die ruhige, ländliche Gesellschaft von Meryton zu viel gewesen wäre. Daher lehnte er es auch ab, noch weiteren Damen vorgestellt zu werden, und verbrachte den Rest des Abends damit, im Saal herumzuschlendern und sich gelegentlich mit jemandem aus der Gruppe seiner Begleiter zu unterhalten. Inzwischen hatte man sich eine Meinung über seinen Charakter gebildet: Er schien der hochmütigste, unangenehmste Mann der Welt zu sein, und alle hofften, ihm nie wieder begegnen zu müssen. Unter jenen, die sich am vehementesten gegen ihn aussprachen, befand sich auch Mrs. Bennet, deren Abneigung gegen ihn noch durch die Tatsache verstärkt wurde, dass er eine ihrer Töchter beleidigt und noch dazu ihr blaues Kleid komplett ignoriert hatte.

Elizabeth Bennet hatte sich durch den Mangel an Tanzpartnern gezwungen gesehen, zwei Tänze auszulassen, und während dieser Zeit hatte Mr. Darcy ganz in der Nähe gestanden, sodass sie seine Unterhaltung mit Mr. Bingley mit anhören konnte, der einige Minuten vom Tanzen pausierte und seinen Freund drängte, eine Dame aufzufordern.

»Komm schon, Darcy«, sagte er. »Ich möchte, dass du auch tanzt. Ich kann es nicht mitansehen, dass du auf diese törichte Weise allein hier herumstehst. Du solltest lieber tanzen oder Mrs. Longs offensichtliche Einladung annehmen.«

»Das werde ich auf gar keinen Fall tun. Du weißt ganz genau, dass ich das Tanzen verabscheue, wenn ich meine Partnerin nicht sehr gut kenne. Und wenn ich Mrs. Long nehme, hätte ich gern Zuschauer. Doch das wäre bei einer Gesellschaft wie dieser hier unangebracht. Deine Schwestern sind bereits vergeben, und es gibt im ganzen Saal keine andere Frau, bei der es keine Strafe wäre, sich mit ihr abzugeben.«

»Du solltest nicht so anspruchsvoll sein!«, rief Mr. Bingley. »Bei meiner Ehre, ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so viele liebenswürdige Mädchen kennengelernt wie an diesem Abend, und darunter sind einige, die ich als ungewöhnlich hübsch bezeichnen würde.«

»Du tanzt mit dem einzigen schönen Mädchen im Saal«, stellte Mr. Darcy fest und musterte die älteste Miss Bennet.

»Mehr noch. Sie ist das schönste Geschöpf, das ich je gesehen habe! Ihre Brüste gleichen saftigen Melonen, von denen ich nur zu gerne kosten würde. Aber eine ihrer Schwestern sitzt gleich hinter dir, und sie ist ebenfalls sehr hübsch und wohl auch sehr liebenswürdig, würde ich meinen. Sie besitzt einen wundervollen Mund, bei dem meine Männlichkeit in Wallung gerät. Soll ich meine Tanzpartnerin bitten, euch einander vorzustellen?«

»Welche meinst du?« Er drehte sich um und sah Elizabeth einen Augenblick lang an, bis sich ihre Blicke kreuzten. Dann wandte er sich rasch ab und erwiderte kalt: »Sie ist vertretbar, aber nicht hübsch genug, um mich in Versuchung zu führen. Trotz ihrer Lippen bin ich momentan nicht versucht, mich mit jungen Damen abzugeben, die von anderen Männern verschmäht werden. Sie sieht zu unschuldig aus, als dass sie an den Spielen teilnehmen könnte, die mir Lust bereiten. Ich möchte ihr nicht ihre Illusionen nehmen. Und du solltest zu deiner Tanzpartnerin zurückkehren und ihr Lächeln genießen, statt bei mir nur deine Zeit zu vergeuden.«

Mr. Bingley folgte dem Ratschlag, und Mr. Darcy ging weiter. Elizabeth blieb mit wenig freundlichen Gefühlen für ihn zurück. Sie war nicht unschuldiger als die anderen anwesenden Mädchen, und so erzählte sie diese Episode ihren Freundinnen auf ihre temperamentvolle, spielerische Art, mit der sie sich über alles Absurde zu amüsieren pflegte.

Insgesamt verlief der Abend jedoch für die ganze Familie sehr erfreulich. Mrs. Bennet hatte gesehen, wie ihre älteste Tochter von der Netherfield-Gesellschaft bewundert wurde. Mr. Bingley hatte zweimal mit ihr getanzt, und sogar seine Schwestern hatten ihr Anerkennung gezollt. Als sich die beiden für einen Augenblick davonstahlen, um allein zu sein, war das nicht skandalös, sondern höchst zufriedenstellend. Für Jane war dieser Umstand ebenso befriedigend wie für ihre Mutter. Elizabeth konnte Janes Freude ebenfalls nachempfinden, verspürte jedoch auch eine gewisse Leere, da sie nicht von einem übereifrigen Verehrer in einer Ecke liebkost worden war.

Mary hatte gehört, wie sie Miss Bingley gegenüber als das gebildetste Mädchen der Gemeinde bezeichnet worden war, und Catherine und Lydia hatten das Glück gehabt, nie ohne Tanzpartner zu sein, worauf es bei einem Ball schließlich ankam.

Daher kehrten sie alle gut gelaunt nach Longbourn zurück, in das Dorf, in dem sie wohnten und dessen bedeutendste Einwohner sie waren. Mr. Bennet war noch nicht zu Bett gegangen, sondern saß vor einem Buch über erotische Kunstwerke und hatte die Zeit vergessen. Überdies war er gespannt darauf, was es über den Verlauf des Abends zu berichten gab, an den derart hohe Erwartungen gestellt worden waren. Er hatte zwar gehofft, dass seine Frau nicht unbedingt die beste Meinung über den Fremden haben würde, musste jedoch schnell feststellen, dass das genaue Gegenteil der Fall war.

»Oh, mein lieber Bennet!«, rief sie, als sie das Schlafzimmer betrat. »Wir hatten einen höchst unterhaltsamen Abend, es war ein wundervoller Ball. Schade, dass du nicht dort gewesen bist.«

Er legte das erotische Buch beiseite und schlug den Morgenmantel auf, um seiner Gattin seine beachtliche Erektion zu präsentieren.

»Hast du dich auch gut benommen?«

Mrs. Bennet errötete.

»Erzähl mir von dem Ball«, bat er sie und zerrte grob an den Säumen ihres Kleides, bis sie aufrissen und ihre Brüste aus dem Korsett fielen. Er nahm ein kleines Messer von dem Tablett, auf dem ihm das Abendessen serviert worden war, und schnitt die Säume ganz auf, sodass das blaue Kleid in Fetzen an seiner Gattin herunterhing.

»Oh«, keuchte sie, als er ihr in eine Brustwarze kniff. »Nun, Jane wurde sehr bewundert, dass es nicht besser hätte sein können. Alle betonten, wie gut sie aussieht, und auch Mr. Bingley hielt sie für sehr schön und hat zweimal mit ihr getanzt! Stell dir das nur vor, Liebster, er hat tatsächlich zweimal mit ihr getanzt! Und sie war das einzige Mädchen im Saal, das er ein zweites Mal zum Tanzen aufgefordert hat. Als Erstes hat er Miss Lucas aufgefordert. Ich war so wütend, als ich ihn bei ihr stehen sah!«

»Weißt du, was mich wütend macht?«, fragte Mr. Bennet und starrte die Brüste seiner Frau nachdenklich an. »Der Liebesbiss von mir verblasst langsam.« Er streichelte die gerötete Stelle neben der Brustspitze. Sie keuchte auf, als er seinen Mund darauf drückte und fest daran saugte. Mrs. Bennet wand sich, während ihr Gatte das Korsett mit dem Messer zerschnitt und ihr die Überreste des blauen Kleides vom Leibe riss. Dann ließ er mit einem lauten, schmatzenden Geräusch von ihrer Brust ab.

»Wer ist dein Herr?«, wollte Mr. Bennet wissen und strich mit der flachen Kante des Messers über ihren zitternden Bauch, um die Bänder ihrer Unterwäsche zu zerschneiden.

»Das bist du, mein Lieber. Aber ich habe dir noch nicht alles von Mr. Bingley erzählt. Er schien recht angetan von Jane zu sein, als er sie beim Tanz sah. Daher erkundigte er sich, wer sie war, ließ sich vorstellen und bat sie um den nächsten Tanz. Den dritten tanzte er mit Miss King, den vierten mit Maria Lucas, den fünften wieder mit Jane, den sechsten mit Lizzy und den Boulanger …«

»Wenn er nur einen Hauch von Mitgefühl mit mir gehabt hätte«, rief ihr Gatte ungeduldig aus und befreite sie weiter von ihrer Kleidung, bis sie nackt vor ihm stand, »dann hätte er nur halb so oft getanzt! Um Gottes willen, genug von seinen Tanzpartnerinnen! Oh, hätte er sich nicht gleich beim ersten Tanz den Knöchel verstauchen können? Nun sag schon, wie du dich auf dem Ball benommen hast.«

»Oh!«, schrie sie auf, als er ihr die Finger grob zwischen die Beine schob. Sie war längst feucht und bereit für ihn.

Mr. Bennet knurrte und drückte sie nach unten, sodass sie auf allen vieren vor dem Bett kauerte. »Hast du andere Männer angesehen?«

»Für mich gibt es keinen anderen Mann, mein Liebster. Aber ich muss gestehen, dass ich recht angetan von Mr. Hurst bin. Er ist so außerordentlich attraktiv! Und reich. In meinem ganzen Leben habe ich noch keine so elegante Kleidung wie die von Mrs. Hurst gesehen. Ich würde behaupten, dass die Spitze an ihrem Kleid …«

Hier unterbrach er sie. Mr. Bennet protestierte dagegen, sich noch weitere Beschreibungen anhören zu müssen, indem er seinen harten Schaft in sie hineinstieß.

»Gefällt dir das, du kleines Luder?« Mr. Bennet zog an ihren Hüften, bis sie perfekt für seine Stöße positioniert war. Zwar hätte er sich lieber ein heißes Schüreisen ins Auge gestoßen, als zu diesem Ball zu gehen, aber er hatte dadurch auch einen Tanz mit seiner Gattin verpasst.

»Oh ja.« Sie schloss vor Wonne die Augen, während ihre Brüste hin und her schwangen, als er sie so wild und stürmisch nahm.

»Erzähl mir, was du gesehen hast. Konntest du einige der Dinge mit eigenen Augen sehen, die ich dir von Netherfield erzählt habe?«

Sie kreischte in die Matratze, da er sie grob nach unten drückte, um noch tiefer in sie eindringen zu können.

»Oh ja, so ist es gut.« Sie warf den Kopf in den Nacken, als er noch wilder wurde. Er schlug sie fest mit einer Hand, und Mrs. Bennet erschauerte.

»Erzähl es mir«, forderte er.

»Nun, ich habe Mr. Hurst gesehen.«

»Du hast ihn beobachtet.«

»J … ja.«

»Wie ungehörig.« Mr. Bennet schlug sie noch zweimal schmerzhaft.

»Eines der Dienstmädchen hat vor ihm gekniet und es ihm mit dem Mund gemacht.«

»Hat es dir gefallen, dabei zuzusehen?«

»Ja«, stieß sie stöhnend hervor.

»Hat er gemerkt, dass du ihn beobachtet hast?«

»Oh ja!« Seine festen Stöße und die Erinnerung an diesen erregenden Anblick trieben Mrs. Bennet zum Höhepunkt.

»Was ist dann passiert?« Nachdem sie gekommen war, zog sich Mr. Bennet aus ihr heraus und drehte sie auf den Rücken. Er packte ihre Fußknöchel und legte sie sich auf die Schultern. Dann drang er wieder in sie ein und penetrierte sie mit wilden Stößen.

»Seine Frau kam dazu.«

»Sie hat ihn auch erwischt?«

»Ja, aber sie war nicht wütend. Sie hatte das Dienstmädchen mit in die Bibliothek genommen.«

»Und was hat ihr Mann gemacht?«

»Er hat sich zum Orgasmus gebracht. Mrs. Hurst hat das Dienstmädchen geküsst.«

Mr. Bennet spürte, wie sich seine Hoden zusammenzogen, und als er die beschriebene Szene vor seinem inneren Auge sah, hätte er sich beinahe ergossen. »Das muss schockierend für dich gewesen sein.«

»Oh nein, ich war sogar sehr erregt. Könnten wir beide das vielleicht auch einmal versuchen? Mrs. Lucas und ich vertreiben uns zuweilen mit Zärtlichkeiten die Zeit. Würdest du uns dabei gerne beobachten?«

Das gab Mr. Bennet den Rest. Er schrie auf und verströmte seinen heißen Samen in sie. Mrs. Bennet musste sich wohl oder übel ein anderes Gesprächsthema suchen, und so kam sie unter einigen Übertreibungen auf den erschreckend unhöflichen Mr. Darcy zu sprechen.

»Aber ich kann dir versichern«, fügte sie hinzu, »dass Lizzy dadurch, dass sie seinem Geschmack nicht entspricht, nicht viel verliert, da er ein unangenehmer, schrecklicher Mann ist und es nicht im Geringsten verdient, dass man sich Mühe gibt, ihm zu gefallen.«

»Was?«, fragte Mr. Bennet benommen und konnte sein Glück kaum fassen, dass seine Frau nicht nur damit einverstanden war, eine andere Frau in ihr Bett zu lassen, sondern dass er den beiden auch noch würde zusehen dürfen.

»Er war derart hochmütig und arrogant, dass es kaum zu ertragen war! Er ging hierhin und dorthin und schien sich für etwas Besseres zu halten! Dabei sieht er nicht einmal so gut aus, dass man das unbedingte Bedürfnis verspürt, mit ihm tanzen zu müssen! Ich wünschte, du wärst dort gewesen, Liebster, um ihm einmal gehörig die Meinung zu sagen. Ich verabscheue diesen Mann!«

»Wen?« Mr. Bennet hatte ihr gar nicht mehr zugehört, da sein Verstand noch von der Lust umwölkt war und er bereits wegschlummerte, um von erotischen Vergnügungen zu träumen.

4

Als Jane und Elizabeth allein waren, gestand Erstere, die sich mit ihrem Lob auf Mr. Bingley bisher zurückgehalten hatte, ihrer Schwester, wie sehr sie dessen Aufmerksamkeiten genossen hatte.

»Er ist genauso, wie ein junger Mann sein sollte«, sagte Jane, »sinnlich, gut aussehend und lebhaft. Ich habe mich noch nie derart wundervoll gefühlt, und dabei war er so selbstsicher. Er ließ mich erschauern, und ich war so feucht, dabei hatte er mich noch nicht einmal entkleidet!«

»Überdies ist er auch noch gut ausgestattet«, stellte Elizabeth fest, »wie man es von einem jungen Mann erwarten sollte. Seine Technik lässt sich verbessern, solange er die dafür erforderlichen körperlichen Voraussetzungen besitzt.«

»Seine Technik ist durchaus annehmbar. Ich war sehr geschmeichelt, als er mich gebeten hat, mit ihm auf die Terrasse zu gehen. Ich hatte ein solches Kompliment von einem so reichen und mächtigen Mann nicht erwartet.«

»Nicht? Ich hatte durchaus damit gerechnet, dass es passieren würde. Aber das ist der große Unterschied zwischen uns. Du bist immer überrascht, wenn du Komplimente erhältst, ich jedoch nie. Was könnte denn natürlicher sein, als dass er dich begehrt? Er konnte gar nicht anders, als festzustellen, dass du fünfmal schöner bist als jede andere der anwesenden Damen. Du hast ihn verzaubert, sodass er den Blick nicht von deinem Mieder abwenden konnte. Anscheinend weiß er genau, was er will, und wenn er derart geschickt mit dem Mund und den Fingern ist, dann habe ich nichts dagegen einzuwenden, dass du ihn magst. Du hast schon Gefallen an weitaus unbeholfeneren Personen gefunden.«

»Liebste Lizzy!«

»Oh, du siehst in jedem stets nur das Beste. In deinen Augen ist die ganze Welt gut und wundervoll. Ich habe noch nie gehört, dass du schlecht von jemandem gesprochen hättest. Du würdest dich eher von einem Bauern in einer dunklen Ecke befummeln lassen, als seine Gefühle zu verletzen.«

»Ich möchte niemanden voreilig zu seinem Nachteil beurteilen. Selbst der Bauer könnte es lernen, eine Frau zu befriedigen, wenn er nur genug Geduld besitzt«, meinte Jane. »Und ich sage immer, was ich denke. Wenn der Bauer anfängt, meinen Ellbogen zu liebkosen, würde ich ihn zu meiner Brust leiten.« Sie lächelte und zwinkerte ihrer Schwester zu.

»Das weiß ich, und genau das erstaunt mich so sehr. Dass du bei deinem gesunden Menschenverstand so blind für die Torheiten und Narreteien anderer Menschen sein kannst! Niemand kann bei anderen Menschen so viele gute Eigenschaften erkennen wie du. Haben dir die Schwestern dieses Mannes ebenfalls zugesagt? Ihr Benehmen war dem seinen nicht gerade ebenbürtig.«

»Das mag stimmen, zumindest am Anfang. Aber sie sind sehr liebenswürdige Damen, was man so hört, und in der Liebeskunst überaus bewandert. Mrs. Hurst besitzt einen unersättlichen Appetit. Ich glaube, ich habe sie und ihren Gatten zusammen mit Mama gesehen.«

»Nein!«, kreischte Elizabeth und vergrub ihr Gesicht im Kissen.

»Miss Bingley wird bei ihrem Bruder leben und ihm den Haushalt führen«, fuhr Jane fort. »Wenn ich mich nicht täusche, werden wir mit ihr eine reizende Nachbarin bekommen.« Jane schürzte die Lippen, als würde sie schmollen. »Allerdings macht sie nicht den Anschein, als würde sie gern mit anderen Mädchen spielen. Ihre Blick blieben allein den Männern vorbehalten.«

»Vielleicht könntest du sie ja zum Umdenken bewegen? Warum sollte man nicht auf beiden Seiten sein Vergnügen finden?«

Jane kreischte erschrocken auf. »Da würde ich ihren Bruder vorziehen!«

Elizabeth hörte ihr schweigend zu, war aber nicht überzeugt, dass Jane ohne eine Frau wirklich glücklich werden konnte. Ihre Schwester war in einem Augenblick überglücklich über eine neue Freundin und bemängelte am nächsten Tag, dass es nicht genügend geeignete Junggesellen gäbe. Die Frauen auf dem Ball schienen vielmehr an Flitter und Unsinn interessiert als an der Kunst sexueller Eroberung. Es war, als hätten sie die vorherrschenden Sitten und Gebräuche übernommen.

Elizabeth war nicht geneigt, Bingleys Schwestern zu mögen. Sie waren zwar liebenswürdige Damen, denen es nicht an Humor fehlte und die überdies sehr umgänglich sein konnten, wenn ihnen danach war, aber sie waren auch hochmütig und arrogant. Allerdings musste man ihnen zugutehalten, dass sie auch recht gut aussahen. Bei dem Gedanken daran, musste Elizabeth lächeln. Sie hätte nichts dagegen einzuwenden gehabt, ein paar Stunden mit gegenseitigen süßen, hitzigen Liebkosungen zu verbringen. Möglicherweise würde sie beim nächsten Mal Miss Bingley oder Mrs. Hurst in einen dunklen Alkoven entführen. Dann würde Mr. Darcy schon merken, dass sie bei Weitem nicht so unschuldig war, wie er dachte.

Aber ebenso wie Jane sehnte sich auch Elizabeth vor allem nach einem kräftigen Männerkörper, der sich an ihren presste. Hier in Meryton gab es nur wenige Möglichkeiten, sich mit einem Mann zu vergnügen, ohne dass gleich eine Eheschließung im Raum stand.

Elizabeth setzte deshalb große Hoffnungen auf Mr. Bingley. Die Gesellschaft hatte nur einen kleinen Vorgeschmack auf die Freuden gegeben, die in dieser Stadt möglich waren. Er schien derart fasziniert von Jane zu sein, dass er möglicherweise gleich die ganze Familie nach Netherfield Park einlud. Elizabeth erschauerte bei dem Gedanken daran, dass sie vielleicht schon bald die berüchtigten Kerker betreten würde. Sie pustete die Kerze aus und zog die Bettdecke hoch. Als sie eine Hand zwischen ihre Beine legte, hoffte sie, dass Jane eingeschlafen war und ihr Treiben nicht mit anhören würde. Doch sie hatte keine Wahl und musste ihre Lust einfach mit den Fingern befriedigen, um ihrer Herr zu werden.

Mr. Bingley hatte ein Vermögen von fast einhunderttausend Pfund von seinem Vater geerbt, der damit ein Anwesen erwerben wollte, ohne jedoch auch dort zu leben. Sein Sohn hatte Ähnliches vor, und gelegentlich hielt er in einem geeigneten County danach Ausschau, aber da er jetzt Netherfield hatte, waren sich all jene, die sein unbeschwertes Wesen kannten, unsicher, ob er den Rest seiner Tage nicht doch dort verbringen und der nächsten Generation einen weiteren Neuerwerb überlassen würde. Netherfield war bestens dafür ausgestattet, ein Paradies für Freunde besonderer Vergnügen zu sein. Aber die beachtlichen Freuden, die es bot, hatten ihren Preis. Gute zwanzigtausend Pfund pro Jahr würde man dafür benötigen, um die Annehmlichkeiten bereitzustellen und entrüstete Väter mit Zahlungen zu besänftigen.

Seinen Schwestern lag außerdem viel daran, eigene Besitztümer zu erhalten, die nicht derart berüchtigt wie Netherfield waren. Aber da er sich nun einmal hier niedergelassen hatte, widerstrebte es Miss Bingley auch nicht, seinem Haus vorzustehen – ebenso wenig wie Mrs. Hurst, die einen Mann geheiratet hatte, der eher über Vermögen denn Lebensart verfügte, und die somit das Heim ihres Bruders nur zu gern auch als ihr eigenes Zuhause ansah, wann immer ihr danach war. Den Schwestern gefiel es, darüber zu entscheiden, welche Körperöle erworben werden sollten und welche Spielzeuge in welchen Raum gehörten. Überdies genossen sie es, selbst von den Angeboten Gebrauch zu machen.

Mr. Bingley war erst vor Kurzem zu Reichtum gelangt und aufgrund einer Zufallsempfehlung auf Netherfield House gestoßen. Er hatte es sich einen halben Tag lang von innen und außen angesehen. Drei eifrige Dienstmädchen und ein Diener erfreuten Mr. Bingley mit allem, was sie und das Herrenhaus zu bieten hatten. Er war sehr angetan von der Lage, dem eifrigen und talentierten Personal und den Kerkern und entschloss sich sofort zum Kauf.

Darcy und ihn verband eine lange und beständige Freundschaft, auch wenn sie sehr unterschiedliche Charaktere waren. Darcy schien Bingleys lockerer, offener Art und seinem nachgiebigen Wesen sehr zugetan, auch wenn diese in einem deutlichen Gegensatz zu seiner eigenen Persönlichkeit standen, mit der er nicht unzufrieden schien. Umgekehrt war Darcy der einzige Mann, vor dem Bingley gern in die Knie ging, um seine Berührungen und seine rauen Befehle zu genießen. Bingley setzte vollstes Vertrauen in seinen Freund und hatte die allerhöchste Meinung von ihm. Demzufolge war Darcy der Überlegene, der Dominante. Was jedoch nicht bedeutete, dass Bingley völlig unterwürfig war, erst recht nicht bei den Damen. Doch Darcy war clever. Er war gleichzeitig hochmütig, reserviert und anspruchsvoll, und seine Manieren ließen trotz seiner guten Erziehung zu wünschen übrig.

Sie waren sich das erste Mal in einem Dampfbad begegnet. Darcy hatte nackt vor Bingley gestanden, der auf einer Bank saß. Während der Dampf aus der Sauna sie vor neugierigen Blicken schützte, hatte Darcy eine Hand auf Bingleys Hinterkopf gelegt und ihm seinen Schaft in den Mund geschoben. Bingley war entsetzt und schockiert gewesen, hatte jedoch instinktiv zu saugen begonnen und eine steinharte Erektion bekommen. Darcy hatte seinen Mund grob missbraucht, und nachdem er gekommen war, hatte er nur zufrieden gegrunzt und Bingley unbefriedigt zurückgelassen. Bingley war ihm beim Verlassen des Bades gefolgt, da er entschlossen war, sich das ihm Zustehende zu holen, hatte sich dann jedoch damit zufriedengeben müssen, eine Angestellte zu besteigen, die ihn fröhlich kreischend gewähren ließ und ihm hinterher ein paar Pfund dafür abknöpfte. Seitdem experimentierten die beiden Freunde mit unterschiedlichsten Rollenspielen. Dabei wollte Darcy immer die Kontrolle behalten, während Bingley die Sache entspannter anging. Eine Eigenschaft, die Bingley auch sonst häufig zum Vorteil gereichte. So wurde er im Allgemeinen sofort gemocht, wo immer er auch hinkam, wohingegen Darcy eher gegenteilige Reaktionen hervorrief.

Die Art, wie sie über die Gesellschaft in Meryton sprachen, war ebenso bezeichnend. Bingley schien in seinem ganzen Leben nie angenehmere Menschen oder hübschere Damen kennengelernt zu haben. Miss Jane Bennet faszinierte ihn derart, dass er sich beinahe vergessen hätte. Wäre sie nicht von so liebreizender Unschuld gewesen, hätte er sie womöglich einfach an eine Wand gepresst und im Stehen genommen, so wie er es mit der Angestellten im Bad getan hatte. Jane hatte ihn während des Tanzens mehr erregt, als sie es mit Darcys Schaft im Mund getan hätte. Er konnte sich keinen schöneren Engel vorstellen.

Im Gegensatz dazu hatte Darcy nur eine Ansammlung von Menschen gesehen, die wenig Schönheit und noch weniger Lebensart ihr Eigen nennen konnten, für die er nicht das geringste Interesse hatte und von denen er weder Aufmerksamkeit noch Vergnügen erwartete. Darcy sehnte sich nach einer intensiveren Art der Lust. Er sparte sich für die Spiele in Netherfield auf, die ein handfesteres Publikum anzogen, denen es allein um die Befriedigung ihrer eigenen Bedürfnisse ging. Miss Jane Bennet war zugegebenermaßen hübsch, aber sie lächelte zu viel und würde Bingley zweifellos in eine langweilige Durchschnittsehe locken, wenn er nicht achtgab. Mrs. Hurst und ihre Schwester, Miss Bingley, waren in dieser Hinsicht seiner Meinung, aber sie bewunderten und mochten die junge Frau dennoch und erklärten, sie wäre ein süßes Mädchen, das sie durchaus gern näher kennenlernen würden. Die Schwestern dachten bereits darüber nach, wie sie ihren Spaß mit den hübschen Damen vom Lande haben konnten, um sie danach wieder an den ihnen zustehenden Platz zu verweisen. Es sei denn, sie bewiesen ein größeres Können, als von ihnen erwartet wurde. Dann würden sie unbegrenzte Zeit in Netherfield bleiben dürfen. Zumindest war Miss Bennet als liebreizende Person wahrgenommen worden, und ihr Bruder sah sich dank dieses Urteils dazu berechtigt, sich diesbezüglich ...

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