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Spion in Seidenhöschen

Spion in Seidenhöschen

Janelle Denison

Das Teufelsweib von Chicago

Aus dem Amerikanischen von Christiane Meyer

Carly Phillips

Was diese Frau so alles kann

Aus dem Amerikanischen von Christiane Meyer

Vicki Lewis Thompson

Eine zu wenig im Bett

Aus dem Amerikanischen von Christiane Meyer

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Sämtliche Personen dieser Ausgabe sind frei erfunden.

Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig.

Alle Rechte, einschließlich das des vollständigen oder

auszugsweisen Nachdrucks in jeglicher Form, sind vorbehalten.

Der Preis dieses Bandes versteht sich einschließlich

der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

1. KAPITEL

Leah Burton stand vor der Autowerkstatt von Jace Rutledge. Ihr Herz hämmerte wie verrückt. Gleich würde sie Jace ein wahrhaft schamloses Angebot unterbreiten.

In den fünfundzwanzig Jahren ihres Lebens war sie zuvor noch nie so mutig gewesen – und so unartig. Doch innerhalb von ein paar Stunden hatte sich alles geändert. Leah setzte alles auf eine Karte. Zuerst hatte sie wagemutig eine Seite aus Sexcapades gestohlen, dem scharlachroten Buch, das sie im Foyer der Hochzeitsagentur gefunden hatte. Dann hatte sie die spontane Entscheidung getroffen, herauszufinden, was wirklich zwischen Mann und Frau im Schlafzimmer passieren sollte. Denn von Brent – ihrem zukünftigen Verlobten – bekam sie in dieser Hinsicht nicht allzu viel geboten. Tatsächlich schien er für alles, was über halbherzige Küsse, liebevolle Umarmungen und respektvolle Zuneigungsbekundungen hinausging, vollkommen unempfänglich zu sein. Brent war fest davon überzeugt, dass es das Beste war, mit dem Sex bis zur Hochzeitsnacht zu warten.

Falls ich seinen Heiratsantrag überhaupt annehme, dachte Leah und lehnte sich erschöpft gegen die kühle Wand. Brent hatte sie vor einer Woche bei einem Candle-Light-Dinner in einem der edelsten Restaurants von Chicago um ihre Hand gebeten. Leah war überrascht gewesen; immerhin trafen sie sich erst seit sechs Monaten. Obwohl sie zugeben musste, dass Brent sie vom ersten Moment an mit allem umworben hatte, wovon ein Mädchen so träumte: mit teuren Dinnereinladungen, großzügigen Rendezvous, dem Besuch von tollen gesellschaftlichen Ereignissen und mit kostspieligen Geschenken. Allein der Verlobungsring war ein zweikarätiger Diamant.

Und auch wenn sie sich manchmal nicht wie seine Freundin vorkam, sondern wie eine standesgemäße Begleitung fürs gesellschaftliche Parkett, und obgleich sie wusste, dass ihre Beziehung eher auf freundschaftlicher Harmonie als auf ungezügelter Leidenschaft beruhte – sie konnte nicht anders, als seinen Heiratsantrag zu überdenken. Zwar war Brent ein bisschen spießig. Aber dennoch verkörperte er genau das, wonach sie in den vergangenen Jahren gesucht hatte: Er war ein Mann, der sich häuslich niederlassen und heiraten wollte.

Als Investmentbanker war seine Karriere gefestigt und seine Zukunft gesichert, was Leah als Gewinn betrachtete. Sie liebte Kinder und konnte es nicht erwarten, selbst eine Familie zu haben. Und sie wurde nicht jünger. Brent hatte ihr versichert, dass er dasselbe wollte. Bei seinem Antrag hatte er genau die richtigen Worte gefunden. Und obwohl sie sich gesagt hatte, dass ihre Gefühle für ihn mit der Zeit sicher noch aufblühen würden, hatte sie es nicht übers Herz gebracht, ihm mit einem uneingeschränkten Ja zu antworten. Stattdessen hatte sie leise und ernst erwidert: “Ich bin mir nicht sicher.”

Leah zuckte zusammen, als sie sich die Enttäuschung in Brents Blick in Erinnerung rief. Trotzdem war er freundlich geblieben. Über den Tisch hinweg hatte er ihre Hand genommen und sie gebeten, während seiner einwöchigen Geschäftsreise über sein Angebot nachzudenken. Leah sollte ihm ihre Antwort geben, wenn er am Sonntagnachmittag zurückkam.

Jetzt blieb ihr nur noch dieses eine Wochenende, um sich darüber klar zu werden, was sie sich von ihrem Leben und ihrer Zukunft erträumte.

Aber eines war sicher: Die fehlende Innigkeit zwischen ihr und Brent weckte jede Menge Zweifel in ihr – an sich selbst und an ihrer Beziehung. Und sein mangelndes sexuelles Interesse an ihr machte ihr schmerzlich bewusst, dass sie in Brent keine glühende Leidenschaft weckte. Genauso wenig übrigens wie er in ihr. Jedenfalls nicht so, wie es ein gewisser Jemand vermochte. Ein Jemand, der mit nur einem einzigen Blick ein Feuer in ihr entfachen konnte.

Leah atmete tief aus und verfluchte im selben Moment das Buch mit den erotischen Fantasien, auf das sie zufällig gestoßen war. Sein Inhalt hatte die Unsicherheit an ihrer Weiblichkeit und die Zweifel ihrer Beziehung zu Brent nur noch verschlimmert. Eigentlich war sie an diesem Nachmittag nur aus einem einzigen Grund zu Divine Events gegangen: Umgeben von all den romantischen Dingen, die zu einer Hochzeit gehörten, hoffte sie darauf, genau die Aufregung und absolute Sicherheit zu empfinden, die sie brauchte, um Brents Antrag anzunehmen.

Doch leider verstärkte ihr spontaner Ausflug in die Hochzeitsagentur ihre Beklommenheit nur noch.

Denn während sie im Empfangsbereich auf Cecily Divine wartete, fiel ihr ein in rotes Leder gebundenes Buch auf, das auf dem runden Tisch unter dem ausladenden Blumenstrauß lag. Ein scharlachrotes Buch ohne Titel auf dem Einband. Leah beäugte es eine Weile, bis ihre Neugier schließlich siegte. Vorsichtig schlug sie den Buchdeckel auf.

Sexcapades

Geheime Spiele und wilde Abenteuer für hemmungslose Liebende

Eine erregende Welt breitete sich vor Leah aus, eine erotische Welt für Liebende. Mit hochroten Wangen erkundete sie die geheimnisvollen Seiten, die sich darum zu drehen schienen, Hemmungen zu überwinden, Grenzen zu überschreiten und Risiken einzugehen.

Lesen konnte sie die Geschichten allerdings nicht; jede einzelne war versiegelt. Aber anhand der Kapitelüberschriften wurde Leah schnell klar, dass in dem Buch herausfordernde, gewagte Fantasien beschrieben wurden. Während sie noch neugierig in dem Werk blätterte, fiel ihr auf, dass einige der Seiten fehlten – so, als hätten die Klientinnen der Hochzeitsagentur sich bereits bedient, um ihr Sexleben aufzupeppen. Leah sah sich um. Sie war allein. Sie atmete tief ein und riss entschlossen eine Seite aus dem scharlachroten Buch. “Der Tanz der sieben Schleier” lautete diese Fantasie.

Als sie schließlich ungestört in ihrem Wagen saß, trennte sie die versiegelte Seite auf und studierte die provokativen Anweisungen. Dort stand, dass die Tänzerin sich vor ihrem Liebhaber entblößte – ihren Körper wie ihre Seele. Leah war sich sicher: So etwas Mutiges würde sie niemals wagen. Doch die Fantasie hatte bereits ein Eigenleben entwickelt. In ihrer Vorstellung war es allerdings nicht Brent, vor dem sie den verführerischen Striptease aufführte. Sondern Jace Rutledge. Er war schon seit der Schulzeit der beste Freund ihres Bruders – und der Mann, in den Leah seit Jahren ein wenig verliebt war.

In diesem Moment war ihr klar geworden, dass sie auch wegen ihrer Gefühle für Jace keine Entscheidung für Brent treffen konnte. Leah wusste, dass sie erst über Jace hinwegkommen musste, bevor sie sich für den Rest ihres Lebens an Brent oder irgendeinen anderen Mann binden konnte – und zwar ein für alle Mal. Erst dann würde sie ihr Leben ohne die ständige Frage nach dem “Was wäre wenn ...” und dem nagenden Gefühl, vielleicht etwas verpasst zu haben, weiterleben können.

Jace war der Mann, nach dem sie sich immer aus der Ferne gesehnt hatte, den sie aber niemals bekommen würde. Dass er sich in sie verlieben würde und sie für immer zusammen sein könnten, schien aussichtslos – ungeachtet der starken Anziehung, die er auf sie ausübte. Im Laufe der Jahre waren sie gute Freunde geworden und hatten viel Zeit miteinander verbracht. Doch letztlich blieb er ein Bad Boy, der sich mit einer Menge Frauen traf und für immer Junggeselle bleiben wollte. Oft genug hatte sie Gespräche zwischen Jace und ihrem Bruder mitbekommen, um sich keine Illusionen zu machen. Dieser Mann wollte keine Bindungen. Keine Verpflichtungen. Und er hatte mehr als deutlich kundgetan, dass er absolut kein Interesse an einer Ehe hatte.

Was ihn zum perfekten Kandidaten für das machte, was sie sich ausgedacht hatte. Nachdem ihre sexuellen Vorstöße von Brent abgewiegelt worden waren, war Leah entschlossen, ihre Sinnlichkeit auf den Prüfstand zu stellen. Sie musste sich selbst beweisen, dass sie den Mut und die innere Kraft besaß, um einen Mann nach allen Regeln der Kunst zu verführen.

Mit einer erotischen Fantasie in der Tasche wollte sie herausfinden, was Männer wirklich von Frauen wollten, was sie erregte, was sie heißmachte. Und sie wollte herausfinden, was sie selbst sexy und erregend fand. Darüber hoffte sie, zu erkennen, was für einen Mann sie sich wirklich erträumte. Und um sich all diesen verlockenden Sehnsüchten hinzugeben und ihre eigenen Wünsche zu erfüllen, gab es keinen Besseren als Jace. Nicht nur, weil sie ihn attraktiver fand, als sie Brent jemals finden könnte, sondern auch, weil er – trotz seines Rufs – einer ihrer besten Freunde war. Ihm konnte sie alles anvertrauen. Sie konnte ihm sogar die Bitte unterbreiten, sie in Sachen Sex zu unterrichten. Außerdem konnte sie darauf vertrauen, dass er alles für sich behalten würde.

Ein einziges Wochenende war alles, worum sie Jace bitten würde. Ein einziges Wochenende, um frei zu sein und um die Fantasien auszuleben, die viel zu oft in ihrem Kopf herumspukten. Anschließend würde sie – bewaffnet mit neuem Wissen, neuen Fähigkeiten und neuem Vertrauen – ihre Beziehung mit Brent überdenken und eine Entscheidung treffen. Ihre Besessenheit von Jace hätte sie dann überwunden, sodass die Gedanken an ihn sie nicht länger beeinflussen würden.

Aber zuerst musste er ihrer Bitte zustimmen.

Leah biss sich auf die Unterlippe und dachte noch einmal über jedes einzelne Detail ihres Plans nach. Bisher hatte sie noch keiner Menschenseele von Brents Heiratsantrag erzählt – nicht einmal ihrer besten Freundin, ihrem Bruder oder ihrer Familie. Sie hatte nicht vor, Jace einzuweihen oder ihm gegenüber all die Verführungsversuche zu erwähnen, bei denen Brent sie hatte abblitzen lassen. Nein, sie würde einfach behaupten, aus männlicher Sicht erfahren zu wollen, wie man, sexuell gesehen, etwas Würze ins Leben brachte.

Leah straffte die Schultern und marschierte in die Autowerkstatt. Jace hatte sie vor sechs Jahren gekauft; sie hatte sich unter seiner Führung zu einer äußerst erfolgreichen Firma gemausert. Es gab acht Boxen, in denen unterschiedliche Wagen in unterschiedlichen Phasen der Reparatur standen. Auf der Suche nach Jace nickte sie den Mechanikern zu, die in der Werkstatt an den Fahrzeugen arbeiteten.

Als sie Gavin entdeckte, winkte sie fröhlich. Der Werkstattleiter lächelte ihr zu und zeigte auf die geöffnete Kühlerhaube eines BMW. Jace hatte sich mit einem Schraubenschlüssel in der Hand über den Motor gebeugt und zog gerade eine Schraube an.

Leah blieb ein paar Schritte hinter ihm stehen. Einen Moment lang gönnte sie sich das Vergnügen, seine Rückansicht zu bewundern. Es gab wohl niemanden, an dem eine zerschlissene Jeans perfekter saß als an Jace Rutledge. Der weiche, abgetragene Jeansstoff, der an den Seiten, wo Jace sich die Hände abgewischt hatte, voller Ölspuren war, schmiegte sich an seinen Po und seine muskulösen Beine. Tief hing die Jeans auf seinen Hüften. Er sah einfach verlockend aus. Das blaue T-Shirt, das er trug, spannte sich über seinen Rückenmuskeln und seinen breiten Schultern.

Er war in jeder Hinsicht ein echter Kerl. Es machte ihm nichts aus, sich bei seinem Job in der Werkstatt schmutzig zu machen, und er schien die Anstrengungen und die schwere körperliche Arbeit zu genießen. Ganz im Gegensatz zu Brent, der immer geschniegelt und gebügelt war und den man niemals mit Schmieröl an den Händen erwischen würde.

Jace richtete sich auf – ein Meter neunundachtzig beeindruckender, überwältigender Männlichkeit – und drehte sich um. Als er Leah erblickte, hielt er abrupt inne. Ein warmes Lächeln umspielte seine Mundwinkel. Auf seiner Wange erschien dabei ein entwaffnendes Grübchen, bei dem die Mädchen schon seit der Schule reihenweise ins Schwärmen geraten waren.

Leahs Puls ging schneller, und Hitze breitete sich in ihr aus, was immer geschah, sobald sie in Jaces Nähe kam. Er war so atemberaubend umwerfend, von Natur aus so sinnlich, dass jede Frau blind sein musste, die von seinem männlichen Aussehen und seiner Selbstsicherheit nicht beeindruckt war.

Sein Gesicht war ebenmäßig wie das von Brad Pitt, und in seinen tiefgrünen Augen blitzte echte Freude auf, sie zu sehen. “Hey, Leah”, sagte er in dem für ihn so typischen gedehnten Tonfall. Seine Stimme klang ruhig, sanft und unfassbar sexy. “Wie lange stehst du da schon?”

Lange genug. “Nicht lange”, entgegnete sie und erwiderte sein Lächeln möglichst locker – obwohl sie sich alles andere als locker fühlte, wenn sie an den Grund ihres Besuches dachte.

Jace nahm sich ein Tuch und wischte sich seine starken Handwerkerhände ab. Dunkle Ölspuren blieben auf dem Lappen zurück. “Was ist los?” Er legte den Kopf schräg. Dass ihm dabei die strohblonden Haare, die er etwas länger als normal trug, in die Stirn fielen, unterstrich seinen jungenhaften Charme nur noch. Einen Moment lang musterte er sie. “Ist alles in Ordnung, Leah?”

Kommt drauf an, ob du meinen Vorschlag annimmst oder nicht. Nervös verlagerte sie das Gewicht von einem Bein auf das andere. “Hättest du vielleicht einen Augenblick, damit wir reden können?”

“Für dich habe ich alle Zeit der Welt.” Er zwinkerte ihr zu. “Ich will mich nur eben ein bisschen sauber machen, und dann treffen wir uns hinten in meinem Büro.”

“Danke.” Versonnen sah sie ihm hinterher, als er den Flur entlanglief, der zur Herrentoilette führte. Erst dann machte sie sich selbst auf den Weg in den nahe gelegenen Empfangsbereich der Autowerkstatt.

Leah begrüßte Jaces langjährige Sekretärin Lynn und ging dann weiter in das Hinterzimmer, wo Jace für sich selbst ein kleines, aber gut ausgestattetes Büro eingerichtet hatte. Außer seinem Schreibtischstuhl gab es keine weitere Sitzgelegenheit, aber sie war innerlich sowieso viel zu aufgewühlt, als dass sie untätig hätte herumsitzen können. Und so lief sie rastlos auf dem schmalen grauen Teppich vor seinem Schreibtisch auf und ab und probte stumm noch einmal ihre Bitte.

Ein paar Minuten später kam er ins Büro. Er trug ein sauberes T-Shirt und eine frische Jeans, und alle Ölspuren von seinen Armen und Händen waren verschwunden. Der vertraute erregende Geruch von Orangen und Zitronen umgab ihn. Dieser Duft stammte von einem speziellen Reinigungsmittel, mit dem er den Schmutz entfernte, der sich beim Arbeiten mit Motoren und Autoteilen an den Händen festsetzte.

Er reichte ihr eine Flasche mit stillem Wasser und öffnete eine Dose Cola für sich. “Also, was führt dich hierher?”, fragte er und warf ihr einen warmherzigen Blick zu. “Nicht, dass ich mich nicht freuen würde, dich zu sehen, aber du scheinst etwas ... in Gedanken zu sein. Als würde dich etwas beschäftigen.”

Sie waren schon so lange Freunde, dass er ihr an der Nasenspitze ansah, in welcher Stimmung sie war. “Mich beschäftigt tatsächlich etwas”, gab sie zu. Geduldig wartete er darauf, dass sie fortfuhr. Sie drehte die kühle Wasserflasche in ihren Händen. “Ich brauche deine Hilfe. Das heißt, wenn du bereit bist, mich zu ... unterstützen.”

Er stellte sein Getränk auf den Schreibtisch, wandte sich Leah zu und packte sie behutsam an den Schultern. Seine ganze Aufmerksamkeit galt ihr. Die Art, wie er mit den Daumen träge über ihre nackten Arme strich, löste ein warmes Gefühl in ihr aus, das sich bis in den Bauch ausbreitete.

Sie hatte schon immer geahnt, dass eine bloße Berührung von Jace ausreichen würde, um ein ganzes Feuerwerk in ihr zu entzünden. Was sie nur noch deutlicher daran erinnerte, was zwischen ihr und Brent fehlte; dieser offensichtliche Unterschied ließ sich nicht leugnen. Und genau das machte die Frage, die sie Jace jetzt stellen wollte, noch umso bedeutender.

Besorgt runzelte Jace die Stirn. Zum Glück saß die Seidenbluse locker genug, dass er nicht sehen konnte, wie sich ihre Brustspitzen aufgerichtet hatten. Und wenn ihm die Gänsehaut aufgefallen war, die durch seine Berührung auf ihren Armen entstanden war, so erwähnte er dieses verräterische Zeichen nicht.

“Süße, was auch immer es ist, du weißt, dass ich für dich da bin”, sagte er und rief ihr damit wieder ins Gedächtnis, warum sie eigentlich da war. “Du musst mir nur sagen, was du brauchst.”

Sie erwiderte Jaces Blick, holte tief Luft und nahm all ihren Mut zusammen. Und mit dem Gedanken an die Fantasie aus Sexcapades, die sie auf diesen Weg gebracht hatte, wagte sie zum zweiten Mal an diesem Tag etwas Außergewöhnliches: “Ich möchte, dass du mir zeigst, was einen Mann anmacht und wie man ihn im Bett verwöhnt.”

Jace blinzelte verwirrt und sah die Frau an, die vor ihm stand. Er musste träumen. Eine andere Erklärung gab es nicht. Die Worte, die gerade über diese wundervollen Lippen gekommen und an seine Ohren gedrungen waren, mussten Teil eines Traums sein, eines lang gehegten, inbrünstigen Traum.

Leah war alles andere als eine offenherzige Frau. Ein solch unmoralisches Angebot hätte er von ihr niemals erwartet. Nein, Leah war eher der klassische, konventionelle Typ Frau – innerlich und äußerlich. Die schlichte cremefarbene Bluse und der blaue Rock, die sie trug, unterstrichen das Bild, das er von ihr hatte, und sagten ihm außerdem, dass sie geradewegs aus dem Ingenieurbüro kam, in dem sie als Sekretärin arbeitete. Doch so konservativ sie sich auch kleidete, konnte er nicht abstreiten, einige angenehme Stunden damit zugebracht zu haben, sie sich unter ihrer hochgeschlossenen Kleidung nackt vorzustellen. Er hatte sich ausgemalt, wie es sein würde, mit seinen Händen über ihre kleinen festen Brüste zu streichen, die köstlichen Kurven ihrer Taille und Hüften zu erkunden, die seidige Zartheit ihrer nackten Haut zu spüren ...

Energisch schüttelte er den Kopf. Offensichtlich ging seine Fantasie mit ihm durch. Niemals würde ein nettes, vernünftiges Mädchen wie Leah Burton ihm die Bitte antragen, ihr Lehrer für Verführungskünste zu werden – egal, wie sehr er sich das auch wünschte.

Als er die Schwester seines Freundes zum ersten Mal in der Schule getroffen hatte, war Leah noch ein Mädchen gewesen. Im Laufe der Jahre war sie eine sehr gute Freundin für ihn geworden. Er hatte miterlebt, wie sie zu einer wunderschönen, begehrenswerten jungen Frau erblüht war, mit dickem, glänzendem kastanienbraunen Haar, das ihr bis zu den Schultern reichte, und einer schlanken Silhouette mit perfekten Kurven an den richtigen Stellen, die ihr zierliches Äußeres unterstrichen. Aber sie war auch eine Frau, die vollkommen und total tabu für ihn war – aus Rücksicht auf seine Freundschaft mit ihrem Bruder und aus Respekt gegenüber ihren Eltern, die ihn trotz seiner zweifelhaften Familienverhältnisse aufgenommen und akzeptiert hatten.

Jace war fünf Jahre alt gewesen, als sein Vater ihn verlassen hatte, ohne sich noch einmal umzublicken. Seine Mutter hatte ihn aufgezogen; sie verbrachte allerdings mehr Zeit in Bars mit fremden Männer und unzähligen Drinks als mit ihrem eigenen Sohn. Dabei hätte er sie so sehr gebraucht. Die Burtons jedoch waren für ihn da. Sie gaben ihm zu essen, wenn er hungrig war, und ließen ihn bei sich schlafen, wenn er zu viel Angst hatte, die Nacht allein in dem heruntergekommenen Haus seiner Mutter zu verbringen. Sie kauften ihm neue Schuhe und Kleidung, wenn seine wenigen Sachen aus dem Secondhandladen zu zerschlissen waren, um länger darin herumzulaufen. Sie erwarteten keine Gegenleistung. Selbst als er in seiner rebellische Phase auf die schiefe Bahn geraten und wegen Ladendiebstahls verhaftet worden war, waren sie für ihn da. Nicht seine Mutter holte ihn bei der Polizei ab, sondern Mr. Burton. Und der hielt Jace einen Vortrag über Verantwortung und fuhr mit ihm in das nahe gelegene Gefängnis, was den Teenager sehr erschreckt und schnell wieder auf den richtigen Weg gebracht hatte.

Jace würde den Burtons auf ewig für ihre Großzügigkeit dankbar sein, für ihre Unterstützung und dafür, dass er Teil ihrer Familie sein durfte. Niemals würde er das Verhältnis belasten, indem er sich mit ihrer Tochter einließ.

Beziehungen waren für ihn ein eher heikles Thema. Seiner zerrütteten Familie verdankte er, dass er sich auf nichts einlassen konnte, was emotionale Hingabe verlangte. Er sah sich einfach nicht in der Lage, einem anderen Menschen so viel zu geben. Doch diese Erkenntnis hielt ihn nicht davon ab, bei Leah an mehr als nur an Freundschaft zu denken. Ihre Wärme und bedingungslose Zuneigung zogen ihn an und kratzten an seiner selbst gewählten Isolation – und an dem Schwur, für immer Junggeselle zu bleiben.

Im Moment jedoch ging es nur darum, mit diesem Missverständnis aufzuräumen, das seinen Kopf und seine Hormone gehörig durcheinandergebracht hatte.

“Könntest du das freundlicherweise noch einmal wiederholen?” Jace lächelte schief und strich mit den Händen über ihre Arme. Schließlich verharrten seine Daumen auf ihren Handgelenken. Er konnte Leahs Puls spüren. “Ich glaube, mein Gehirn ist heute ein bisschen überarbeitet. Ich bin mir sicher, dass ich dich nicht richtig verstanden habe.”

“Und ich bin mir sicher, dass du mich sehr wohl verstanden hast”, erwiderte Leah mit einem warmen, sinnlichen Lächeln. So mutig war sie ihm gegenüber noch nie gewesen. Dann wiederholte sie dieselbe Bitte, die ihn schon beim ersten Mal vollkommen verwirrt hatte. “Ich möchte, dass du mir zeigst, was einen Mann anmacht und wie man ihn im Bett verwöhnt.”

Oh, Scheiße. Sein Magen zog sich zusammen. Abrupt ließ er die Arme sinken und machte einen großen Schritt zurück; mit einem Mal war die Berührung zwischen ihnen keine selbstverständliche Geste mehr. Und plötzlich erfasste ihn genau die Art von Anziehungskraft, gegen die Jace jahrelang angekämpft hatte. Er wollte Leah. Aber er hatte seine Sehnsucht und sein Verlangen nach ihr tief in seiner Seele zu vergraben. Niemand würde jemals von seinen Gefühlen erfahren.

Und mit einer einzigen atemlosen Äußerung hatte sie ihn so weit gebracht, dass er ihr kaum mehr widerstehen konnte. Er wollte ihr diesen Gefallen erweisen, wollte ihr zeigen, wie man einen Mann verwöhnte – und sie im Gegenzug ebenfalls verwöhnen.

Er atmete tief durch und suchte nach einer logischen Erklärung für diese seltsame, viel zu erregende Situation. “Leah ... sag bitte, dass das alles ein Scherz ist. Sag, dass dein Bruder sich das alles aus Rache hat einfallen lassen, weil ich ihn letztes Wochenende beim Ausgehen total abgefüllt habe.”

“Ich schwöre Dir, Jace, das ist kein Scherz”, entgegnete sie sanft. Ihre großen blauen Augen suchten seinen Blick und wirkten hoffnungsvoll und herausfordernd zugleich. “Ich meine es absolut ernst. Ich möchte, dass du derjenige bist, der mir zeigt, welche Fantasien Männer aufregend finden und was sie vor Lust wahnsinnig macht.”

Sie fuhr sich mit der Zungenspitze über die Lippen und verringerte die Distanz, die er zwischen sie gelegt hatte. Behutsam legte sie ihre Hände auf seine Brust – direkt über sein heftig pochendes Herz. “Ich möchte lernen, wie ich einen Mann auf besonders aufreizende, erregende Weise berühren kann”, fuhr sie mit rauer Stimme fort, während sie mit der Hand tiefer glitt, über seine Rippen zu seinem Bauch. “Und ich hätte nichts dagegen, dabei auch etwas über meine Wünsche zu erfahren.”

Wenn sie ihn umgarnen und mitreißen wollte, so gelang ihr das in diesem Augenblick sehr gut. Seine Haut fühlte sich erhitzt und fiebrig an, seine Bauchmuskeln waren angespannt. Und weiter unten wuchs seine Erregung, und eine Erektion drängte sich gegen seine Hose. Es kostete ihn all seine Willenskraft, nicht ihre Hand zu ergreifen, ihre Finger an seine Hose zu pressen und ihr zu zeigen, welche Wirkung sie auf ihn hatte.

Er lehnte sich gegen seinen Schreibtisch, verschränkte die Arme vor der Brust und versuchte, etwas logischer, vernünftiger an die Sache heranzugehen. “Warum brauchst du mich dafür?”

Sie zuckte mit den schmalen Schultern und schraubte den Deckel ihrer Wasserflasche auf. “Ich möchte die Männer und ihre sexuellen Vorlieben einfach besser verstehen.”

Er beobachtete, wie sie den Kopf in den Nacken legte und einen Schluck von dem kühlen Wasser nahm. “Und was ist mit dir und deinen sexuellen Vorlieben?”

Sie leckte einen Tropfen aus ihrem Mundwinkel und errötete leicht. Aber diese sehr direkte Frage schreckte sie nicht ab. “Ich nehme an, dass ich das währenddessen herausfinde”, entgegnete sie lässig und spielerisch leicht.

Ein Gedanke schoss ihm durch den Kopf, und er straffte unwillkürlich die Schultern. “Grundgütiger, Leah, du bist doch keine ...” Er konnte das Wort nicht über die Lippen bringen.

“Jungfrau?”, kam sie ihm zu Hilfe und lachte leise. “Nein. Ich war bisher mit zwei Männern zusammen, aber keiner von ihnen hat im Bett meine Welt ins Wanken gebracht – außerhalb übrigens auch nicht. Ich habe das Gefühl, dass ich in Sachen sinnliches Vergnügen und Verführung etwas Entscheidendes verpasst habe.”

Jace fuhr sich über die Stirn. Er konnte kaum glauben, dass er mit Leah eine solch intime Unterhaltung führte. Sicherlich hatten sie als Freunde schon jede Menge Themen besprochen, doch niemals war es um etwas so Persönliches wie ihr Sexleben gegangen. Oder seines. Aber das hatte ihn nicht davon abgehalten, über sie und die Männer nachzudenken, mit denen sie sich traf. Und das erinnerte ihn wieder an diesen Managertyp, mit dem sie im Moment zusammen war.

“Warum bittest du nicht Brent, dir bei deiner ... Recherche zu helfen?”

Zum ersten Mal, seit sie ihm das Angebot gemacht hatte, senkte sie den Blick. Doch nur für ein paar Sekunden, bis sie ihm wieder in die Augen sah – noch entschlossener als zuvor. “Ehrlich gesagt, ist er dafür nicht der Richtige. Und er hat nicht deinen Ruf ...”

Jace runzelte die Stirn. Ihre Worte riefen wieder den verwahrlosten, unsicheren Teenager in ihm wach, der er gewesen war. Vielleicht würde er tief in seinem Innern immer dieser Junge bleiben – auch wenn es ihm im Laufe der Jahre gelungen war, eine Fassade der Selbstsicherheit zu errichten. “Aha. Die praktische Erfahrung besorgst du dir also lieber bei einem Bad Boy?” Sie wäre nicht die erste Frau, die deswegen eine Affäre mit ihm in Betracht gezogen hätte.

Einen Moment lang wirkte sie angesichts seines harschen Tonfalls überrascht, aber sie fing sich schnell wieder. “Das habe ich nicht gemeint, und das weißt du auch”, erklärte sie eindringlich.

Das konnte er nicht bestreiten. Denn Leah war einer der wenigen Menschen in seinem Leben, die ihn für das, was er war und wer er war, schätzten – und das schon, bevor er ein erfolgreicher Geschäftsmann geworden war.

“Was deinen Ruf angeht”, fuhr sie fort, “du warst schon mit vielen Frauen zusammen, also denke ich, dass du jede Menge Erfahrung auf diesem Gebiet hast.”

Sie schmeichelte ihm, und er tat sein Bestes, um nicht spöttisch zu schnauben. Viele Frauen – wohl kaum. Er hatte im Laufe der Jahre vielleicht mit sechs Frauen geschlafen. Und allmählich wurde er älter, reifer und anspruchsvoller und hatte kaum noch eine Frau gefunden, die ihn so sehr interessierte, dass er sich mehr als zweimal mit ihr treffen wollte. Er würde sich selbst nicht gerade als Don Juan betiteln.

Er streckte den Arm aus, berührte mit dem Handrücken behutsam ihre Wange und sah, wie plötzlich ein Funke in ihren Augen aufglomm. Ein Teil von ihm freute sich darüber. Sie reagierte offensichtlich auf ihn. Warum nur stellte sie gleichzeitig ihre Wirkung auf Männer infrage?

“Süße”, murmelte er mit rauer Stimme, “ich weiß nicht, was anderen Männern gefällt oder was sie anmacht. Ich weiß nur, was mir gefällt.”

“Das reicht mir.” Sie klang atemlos, und ihre Brüste hoben und senkten sich schnell. “Ich bitte dich, das für mich, mit mir zu tun, weil ich dir vertraue und hoffe, dass du mir alles – von den Grundlagen bis hin zu erotischeren Dingen – zeigen kannst. Und ich weiß, dass du alles für dich behalten wirst. Alles, was ich will, alles, was ich von dir brauche, ist dieses eine Wochenende.”

Sie bot ihm zwei Nächte an, in denen alles möglich war. Nach allem zu schließen, was er bisher gehört hatte, schenkte Brent ihr nicht die Aufmerksamkeit, die sie benötigte, um ihre weiblichen Sehnsüchte zu stillen. Andernfalls wäre sie nicht hier und würde ihn um Nachhilfeunterricht in “Vorspiel” und “Liebesspiel” bitten.

Sie reizte ihn wie keine andere, und doch gelang es ihm, ritterlich und anständig genug zu bleiben, um ihr diese wilde Idee vielleicht doch noch auszureden. “Und wenn ich Nein sage?”

Ganz leicht hob sie ihr Kinn an, und dieser Trotz und die Aufsässigkeit wollten so gar nicht zu ihrer normalerweise so umgänglichen Art passen. “Dann muss ich wohl jemand anderen finden, der mir dabei hilft.”

Er erkannte eine Herausforderung, wenn er sie hörte. Leah wollte ihn ganz eindeutig provozieren. Sie schien wild entschlossen zu sein, ihren Plan durchzuziehen. Der Gedanke daran, dass sie einen anderen Kerl finden könnte, der auf ihren Vorschlag einging und ihr “behilflich” war, jagte ihm glühende Eifersucht durch den Körper.

Und wenn er bedachte, wie mutig und frech sie ihm gegenüber gewesen war, hatte er keinen Zweifel daran, dass sie tatsächlich einen anderen Typ dazu überreden würde, ihr einen erotischen Crashkurs zu geben.

Er kämpfte mit sich, um das Richtige zu tun – sich so gentlemanlike zu verhalten, wie auch ihr Bruder es von ihm erwarten würde. Aber er brachte es nicht über sich, sie in die Arme eines anderen Mannes zu treiben. Nicht bei etwas, das er selbst ihr so gern geben wollte. Tief in seinem Innern verspürte er ein egoistisches, besitzergreifendes Gefühl, das ihn selbst überraschte.

Sicher, er hatte Leah immer beschützt; schließlich waren sie Freunde und er hatte ein gutes Verhältnis zu ihrem Bruder und der Familie. Aber das Gefühl, das ihn jetzt erfüllte, war anders: es war ein gänzlich körperlicher und vertrauter Wunsch, Leah in seine Obhut zu nehmen und ihr alles zu zeigen, was sie lernen wollte.

Ja, er würde für dieses Wochenende ihr Liebhaber werden. Auf diese Weise hätte er alles unter Kontrolle. Schließlich konnte niemand vorhersehen, ob ein anderer Mann, ein Fremder womöglich, die Situation nicht ausnutzen würde. Wenn jemand ihre erotische Neugierde befriedigen würde, dann er. Und sonst niemand.

Leah würde für ein Wochenende ihm gehören. Seine wahr gewordene Fantasie – und ihre auch. Die perfekte stillschweigende Abmachung, ohne Verstrickungen oder Erwartungen – nur eine heiße Affäre, die auf Gegenseitigkeit beruhte und die für immer ihr Geheimnis bleiben würde.

Es war der ideale Plan.

Gespannte Erwartung breitete sich in ihm aus. Er fuhr sich mit gespreizten Fingern durch sein sowieso schon zerzaustes Haar und gab ihr dann das, weswegen sie gekommen war. “Gut, ich mache es.”

Erleichtert seufzte sie auf. “Danke, Jace.”

Sie lächelte ihn an, wirkte sehr zufrieden mit sich, und ihre Augen funkelten vor unverhohlener Aufregung und freudiger Erwartung. Er fragte sich, ob ihr bewusst war, worauf sie sich einließ. Und er entschloss sich, ihr eine letzte Chance zu geben, sich doch noch gegen diesen verrückten Plan zu entscheiden, bevor sie etwas tat, das sie später vielleicht bereute. Das war er ihr schuldig – und sich selbst auch.

Ja, sie vertraute ihm. Er würde ihr niemals wehtun. Aber wenn er ihr jetzt zeigte, wie fordernd er sein konnte, wenn es um seine Wünsche ging, würde sie möglicherweise zur Vernunft kommen. Vielleicht würde sie dann einsehen, dass ihr Plan zum Tanz auf dem Vulkan werden könnte – für sie beide.

“Dann sind wir uns ja einig. Bereit für die erste Lektion?”, fragte er.

In ihrer Miene spiegelte sich ihre Verblüffung wider. Sie warf einen kurzen Blick aus dem Fenster hinter ihm, von wo aus man den Parkplatz des Gebäudes überschauen konnte. “Hier? Jetzt?”

Sie war schockiert, vermutlich unsicher, weil sie erwischt werden konnten. Gut. Er hatte vor, sie noch ein bisschen mehr aufzurütteln.

Kurzerhand drängte er sie an die nächste Wand und stützte seine Hände neben ihrem Kopf ab. Sie war gefangen zwischen der Wand und seinem Körper, und er würde nicht zulassen, dass sie entkam – solange sie ihn nicht darum bat.

Er betrachtete ihre weichen, schimmernden Lippen, bevor er seinen Blick langsam und bedächtig wieder nach oben wandern ließ. “Sicher. Warum nicht hier und jetzt?”, entgegnete er lässig.

Der Kick des Verbotenen blitzte in ihren Augen auf. “Wie auch immer die erste Lektion aussehen mag – ich bin dabei”, flüsterte sie voller Verlangen. Sie wollte nichts lieber tun, als alles mit ihm zu erforschen. “Dann lass uns anfangen.”

“Ja, lass uns anfangen.” Er neigte den Kopf und küsste sie endlich so, wie er es sich seit einer Ewigkeit wünschte.

2. KAPITEL

Seit Jahren hatte Leah von diesem Moment geträumt, aber ihre Fantasie konnte es mit der Wirklichkeit nicht aufnehmen. Jaces Mund zu spüren, den Druck seiner Lippen, die sie drängten, sich für ihn zu öffnen, damit er in sie tauchen, sie schmecken, streicheln und mit seiner Zunge erforschen konnte, war besser als jeder Traum. Der Kuss war heiß und hungrig und fordernd. All die Zurückhaltung, die sie von Brent gewohnt war, ließ Jace aus. Er kam direkt zum Punkt.

Wenn es ums Küssen ging, war Jace definitiv kein Gentleman. Und seine Reaktion auf sie erregte Leah wie schon lange nichts mehr. Das war genau das, was sie sich so sehr gewünscht hatte: Leidenschaft in ihrer ursprünglichsten, ungezähmten Form zu erleben.

Ein Kuss, und sie fühlte sich lebendig – als Frau und sexuelles Geschöpf voll weiblichem Verlangen und weiblichen Wünschen. Und es war ebenso erstaunlich wie wundervoll, spontane Lust für einen Mann zu empfinden.

Doch so aufregend sie es auch fand, Jace zu küssen, war es doch nicht genug. Sie wollte seinen Körper spüren, sehnte sich nach mehr Intimität. Aber bis auf ihre Lippen, die miteinander verschmolzen zu sein schienen, berührte er sie nicht. Seine Hände verharrten noch immer neben ihrem Kopf an der Wand, und zwischen ihren Körpern waren noch gut fünfzehn Zentimeter Platz. Offensichtlich musste sie ihn von seinen letzten Hemmungen befreien. Schließlich war es Leah, die an diesem Wochenende die Führung übernehmen wollte. Sie musste ihn also spüren lassen, dass zwischen ihnen kein Grund zur Zurückhaltung bestand.

Sie ließ die Hände sinken und schob ihre Finger in die Gürtelschlaufen seiner Jeans. Langsam und unaufhaltsam zog sie ihn zu sich heran, bis ihre zarten, weiblichen Kurven sich an seine harten, männlichen Konturen schmiegten. Ihre Hüften berührten sich, und seine Erektion, die sich ungeduldig gegen sie drängte, überraschte sie auf angenehme Weise.

Zu wissen, dass sie der Grund für seine Erregung war, gab ihrem Selbstvertrauen einen Kick. Sie war Feuer und Flamme für ihn, schlang ihre Arme um ihn und umfasste seinen muskulösen Po. Instinktiv bog sie sich ihm entgegen und genoss sein tiefes, sehnsüchtiges Aufstöhnen, als sie sich mit ihrem Körper an seinen schmiegte.

Er vergrub seine Finger in ihrem Haar und zog ihren Kopf behutsam zurück. Ihre Münder trafen sich zu einem warmen, leidenschaftlichen und wundervoll sinnlichen Kuss. Mit seiner freien Hand streichelte Jace ihre Wange und strich ihren Hals entlang, bis sein Daumen ihren wild schlagenden Puls fand. Doch lange hielt er dort nicht inne. Er öffnete den obersten Knopf ihrer Bluse und schob seine Hand unter den Stoff. Mit seinen rauen Fingerspitzen fuhr er über ihre zarte Haut. Ihr Atem ging schneller, als er tiefer wanderte und eine ihrer kleinen, wohlgeformten Brüste umschloss. Die Spitze ihres BHs war zart und leicht, und als er ihre aufgerichtete, sensible Knospe mit seinem Daumen streifte, erzitterte Leah.

Jace schien sich in ihrem Kuss ebenso zu verlieren wie sie, und er schien genauso berauscht zu sein. Er schmiegte seinen durchtrainierten Körper noch enger an sie, drückte sie stärker gegen die Wand. Seine Hüften an ihre gepresst, erkundete er mit seiner Zunge ihren Mund. Er verströmte wilde männliche Hitze, und Lust rauschte durch ihren Körper. Sie wünschte sich, von ihm an Stellen berührt zu werden, an denen es ihr viel zu lange versagt geblieben war.

Plötzlich schrillte das Telefon auf seinem Schreibtisch. Erschrocken zuckte er zusammen und taumelte zurück. Sein Atem ging schnell. Als Leah den ungläubigen Ausdruck auf seinem Gesicht bemerkte, musste sie sich ein Lachen verbeißen. Er wirkte wirklich sehr ungläubig – als ob er es nicht fassen könnte, dass er so weit hatte gehen dürfen.

Und dann dämmerte es ihr. Offensichtlich hatte Jace mit seinem leidenschaftlichen Kuss erreichen wollen, dass sie ihre Entscheidung noch einmal überdachte! Aber sein Plan war auf ganzer Linie gescheitert. Denn jetzt wollte sie ihn nur noch mehr. Er war all das, was sie sich immer gewünscht hatte, und ihre hitzige Begegnung bewies nur, wie sehr er auch sie wollte.

Hastig umrundete er seinen Schreibtisch, drückte den Knopf an der Gegensprechanlage und sagte, während sein Blick auf Leahs zart errötetes Gesicht gerichtet blieb: “Was gibt’s, Lynn?”

“Mr. Dawson ist hier, um seinen Porsche zur Wartung zu bringen”, erwiderte seine Sekretärin, und ihre Stimme schallte durch das kleine Büro. “Und er wollte mit dir über die Reparaturen sprechen, die gemacht werden müssen.”

“Biete ihm etwas zu trinken an, und sag ihm, dass ich gleich bei ihm bin.” Er unterbrach die Verbindung, blieb jedoch hinter seinem Schreibtisch stehen.

Leah strich sich mit den Fingerspitzen sacht über den Mund und beobachtete, wie Jaces Pupillen sich vor Verlangen weiteten. Ihre Lippen waren feucht und leicht geschwollen. Nachdem sie viel zu viele von Brents flüchtigen, leidenschaftslosen Küssen über sich hatte ergehen lassen, genoss sie die köstliche Verführung ihres aufregenden Gegenübers. Es fühlte sich so gut an! Fast so gut, wie Jaces Reaktion darauf, dass sie ihren Mund berührte und wie sie es tat.

Sie ließ die Hand sinken und brach das Schweigen. “Ich denke, mit dieser Lektion hast du mir schon einiges beigebracht.” Ein Lächeln umspielte ihre Mundwinkel, und ihre Stimme klang vergnügt.

“Das war längst noch nicht alles. Es gibt noch immer eine Menge mehr zu lernen”, erwiderte er mit einem aufreizenden Lächeln. “Natürlich nur, falls du noch interessiert bist.”

Glaubte er wirklich, dass sie ablehnen würde? “Mehr als je zuvor. Ich freue mich auf jede Sekunde unseres Unterrichts.”

“Dann komme ich heute Abend um Punkt sieben Uhr zu dir. Und ich möchte, dass du etwas Gewagtes trägst.”

Neugierig hob sie die Augenbrauen. “Eine weitere Lektion?”

“So könnte man es nennen, ja.” Schließlich kam er doch noch hinter seinem Schreibtisch hervor. Sein Blick war ebenso entschlossen wie sein ganzes Auftreten. “Wenn du wissen willst, was Männer sexy finden, gibt es eine Sache, die du nicht vergessen solltest.”

“Und die wäre?”, fragte sie und blickte ihn mit großen Augen an.

“Die meisten Männer mögen visuelle Reize, wenn es um das andere Geschlecht geht.” Er raffte ihre halb geöffnete Bluse im Rücken zusammen, bis der Stoff sich über ihren Brüsten spannte. “Wenn du uns den Kopf verdrehen willst, musst du uns zuerst einmal fesseln. Du musst uns einen Anreiz geben, sozusagen den Haken mit einem Köder versehen. Und ein etwas figurbetonteres Outfit reicht da meist schon völlig aus.”

Sein Blick wanderte über ihre kleinen, runden Brüste mit den aufgerichteten Knospen und auf die sanften Kurven von Taille und Hüften. Er studierte sie ausgiebig, und unter seinem hungrigen Blick breitete sich köstliche Hitze in ihr aus.

“Du hast einen schönen Körper, Leah”, murmelte er rau. “Trau dich ruhig, ihn ab und an in Szene zu setzen. Und da es an diesem Wochenende darum geht, dir Unterricht zu erteilen, möchte ich, dass du etwas Verführerisches für mich anziehst.”

Er ließ ihre Bluse los. “Ich werde sehen, was ich tun kann”, gelang es ihr hervorzubringen. Wenn er etwas Verführerisches wollte, würde sie ihm das auch bieten.

Mit ihrer Tasche in der Hand verließ sie schließlich sein Büro. Ihr Magen flatterte vor Aufregung, als sie daran dachte, dass Jace Rutledge für die nächsten achtundvierzig Stunden ihr gehören würde. Und sie würde ihm gehören.

Sie hoffte nur, dass die Zeit ausreichte, um ihr Verlangen nach ihm zu stillen und ihn endlich aus ihrem Kopf und ihrem Herzen zu verbannen. Ein für alle Mal.

Um fünf Minuten vor sieben ging Jace zu Leahs Apartment hinauf. Die Erwartung, was die Nacht bringen würde, jagte Adrenalin durch seinen Körper.

Das ist es also, dachte er. Wenn er Leahs Wohnung betreten hätte, gäbe es kein Zurück mehr – sein Erscheinen kam einem Versprechen gleich. Sein Erscheinen bedeutete, dass er vorhatte, ihren Pakt einzuhalten.

Er hatte ihr eine letzte Chance gegeben, sich noch einmal anders zu entscheiden. Wenn man die hemmungslose Art bedachte, mit der sie auf den heißen Kuss reagiert hatte, und ihr freches, sorgloses Verhalten danach, konnte man mit Sicherheit sagen, dass sie wusste, worauf sie sich einließ und dass ihr Entschluss feststand.

Und bei ihm war es nicht anders.

Alles war möglich. Ab jetzt hielt er sich bei Leah nicht länger zurück. Es war sicher ein wenig egoistisch, aber er würde annehmen, was sie ihm anbot. Er würde mit ihr so weit gehen, wie sie sich traute, und würde sich bemühen, ihr Selbstbewusstsein aufzubauen. Er hatte vor, ihr an diesem Wochenende ein Abenteuer zu bereiten, das sie nie mehr vergessen würde.

Er klopfte an ihre Tür, damit sie wusste, dass er da war, und benutzte dann den Schlüssel, den sie ihm vor Monaten gegeben hatte, um sich ins Apartment zu lassen. “Hey, Leah! Ich bin’s, Jace”, rief er und schloss die Tür hinter sich.

“Ich bin im Schlafzimmer”, erwiderte sie. “Komm her.”

Obwohl er in den vergangenen Jahren unzählige Male in ihrer Wohnung gewesen war, hatte er ihr Schlafzimmer noch nie gesehen. Es hatte kein Grund bestanden, in dieses weibliche Reich einzutreten. Doch jetzt hatte sie eine Einladung ausgesprochen, die er nicht ausschlagen würde.

“Hey”, sagte sie und begrüßte ihn mit einem Lächeln, während sie in ein Paar hochhackige Riemchensandalen stieg. “Ich bin fast fertig.”

Jace starrte auf die Erscheinung vor ihm. Sein Traum war Wirklichkeit geworden. Angesichts Leahs Verwandlung von “konservativ” zu “umwerfend” wurde sein Mund trocken. Er hatte schon immer gewusst, dass unter ihren konservativen Outfits das Potenzial einer sexy Verführerin steckte – und das verlockende Kleid, in das sie geschlüpft war, bestätigte diese Ahnung.

Es reichte ihr bis zur Mitte der Oberschenkel, hatte einen gekräuselten Saum und ein Miederoberteil, das sich eng an ihre schlanke Taille schmiegte. Ein geraffter runder Halsausschnitt wurde von einem Schleifchen zwischen den Brüsten gebunden. Es kostete Jace all seine Willenskraft, nicht nach dem Band zu greifen, daran zu ziehen und Leahs nackte Haut zu entblößen.

“Wow! Du siehst ... unglaublich aus”, sagte er mit rauer Stimme. Er betrachtete ihr Haar, das sie locker hochgesteckt hatte, wodurch die elegante Linie ihres schlanken Halses sichtbar wurde. Am liebsten hätte Jace mit den Fingerspitzen über die zarte Haut gestrichen und sie mit den Lippen liebkost. Im Stillen ermahnte er sich selbst, sich zusammenzureißen, und räusperte sich. “Seit wann hältst du dieses Kleid denn im Schrank versteckt?”

“Seit ein paar Wochen.” Sie zuckte die Schultern und lächelte zaghaft, als sie nun ein paar goldene Ohrringe von der Kommode nahm und ansteckte. “Es hat an der Schaufensterpuppe im Laden so süß ausgesehen, dass ich es kaufen musste. Aber bisher hatte ich noch keine Gelegenheit, es anzuziehen.”

Er hob die Augenbrauen und fühlte sich veranlasst, nach der Meinung ihres Freundes zu dem Thema zu fragen. “Nicht einmal für Brent?”

“Ich war mir nicht sicher, ob es Brent gefallen würde, weil es so ... anders ist”, entgegnete sie, und Unsicherheit schlich sich in ihre Stimme. “Er ist eher konservativ. Er hält es für unangemessen, in der Öffentlichkeit zu viel Haut zu zeigen.”

Jace starrte sie an und war zugleich überrascht und abgestoßen: War Brent noch ganz bei Trost? War er blind? Doch er bezweifelte, dass Leah seine Ansichten über Brents Gedankengänge hören wollte, also behielt er seine Meinung für sich. Er hoffte, dass Leah an diesem Wochenende die eine oder andere Erkenntnis gewinnen würde – auch in Bezug auf ihren Freund.

“Jedenfalls hing das Kleid in meinem Schrank, und dies ist der perfekte Abend, um es endlich mal zu tragen.” Sie drehte sich einmal um sich selbst, damit er sie in ihrem neuen Outfit bewundern konnte. “Also? Was denkst du? Gefällt es dir?”

“Warum sollte es mir nicht gefallen?”, erwiderte er. Er starrte auf ihre Beine. Der Saum ihres Kleides umspielte sie verführerisch.

Wenn er an Brents undankbares Verhalten dachte, wollte Jace bei Leah alle Register ziehen, damit sie sich begehrenswert und sexy fühlte. “Du bist eine wunderschöne Frau in einem heißen Kleid. Ich liebe es, wenn du Haut zeigst! Am liebsten würde ich dich überall berühren, um zu spüren, wie zart und glatt deine Hautist.”

Eine leichte Röte überzog Leahs Wangen, doch ihre Augen blitzten herausfordernd. “Dann tu es.”

Ohne zu zögern durchquerte er das Schlafzimmer und trat zu ihr. Die Kommode stand direkt hinter ihr, und er packte Leah an der Taille, hob sie hoch und setzte sie behutsam auf der glatten Oberfläche ab. Er legte seine Hände auf ihre Knie, drückte sie auseinander und stellte sich zwischen ihre Beine.

Mit seinem offensiven Verhalten hatte er sie überrascht, doch sie wehrte sich nicht gegen die intime Nähe zwischen ihnen. Einen Augenblick lang dachte er darüber nach, die langsame Verführung zu überspringen und auf der Stelle mit ihr zu schlafen. Er war beinahe schmerzhaft erregt und sehnte sich danach, sie zu spüren, während ihre Brüste an seinen Oberkörper gepresst wurden. Er malte sich aus, ihren Rock hochzuschieben, ihr Höschen herunterzuziehen und mit ihr zu verschmelzen. Sie würde ihre Beine um seine Taille schlingen, ihn noch weiter in sich hineinziehen, und wenn sie kam, würde sie seinen Namen schreien ...

Die Vorstellung ließ ihn erschauern.

Er berührte eine verirrte Strähne, die sich aus ihrem Haarknoten gelöst hatte. Das seidige Haar reizte ihn, genau wie der leichte, weibliche Duft, den sie verströmte. “Mir gefällt es, wenn du dein Haar hochsteckst.” Er legte seine raue Hand an ihre zarte Wange, neigte ihren Kopf und hauchte eine Spur von Küssen auf ihren Hals. Leah erzitterte. “So kann ich ein paar der sensibelsten Stellen deines Körpers erreichen ... wie zum Beispiel diese Stelle hier”, murmelte er. Er strich mit leicht geöffneten Lippen bis zu ihrem Ohr und fuhr mit der Zungenspitze über einen Punkt direkt unterhalb ihres Ohrläppchens.

Sie rang nach Luft und klammerte sich an seine Oberarme. “Das ... das gefällt mir.”

Ihm gefiel es auch. “Mhm, und hier”, fuhr er fort und knabberte sacht an ihrem Hals. Vorsichtig saugte er an ihrer zarten Haut.

Ihr Atem ging schneller. “Oh, Jace ...”, hauchte sie.

Er lächelte wissend und flüsterte ihr ins Ohr: “Ich wette, du hast das auch an anderen Stellen deines Körpers gespürt, habe ich recht?”

Es gelang ihr zu nicken. “Ja.”

Zufrieden mit der Antwort und dem sehnsuchtsvollen Blick in ihren Augen, machte er weiter, sie und sich selbst aufzureizen. “Sosehr es mir auch gefällt, wenn du dein Haar hochsteckst – ich mag es noch lieber, wenn du es offen trägst.”

Er löste die Spange, die ihre langen Haare zusammenhielt, und sah zu, wie die kastanienbraune Pracht über ihre Schultern floss. Dann vergrub er seine Hände bis zu den Handgelenken in den üppigen Strähnen. “Ich mag es, wenn es deine Schultern und dein Gesicht umspielt, und ich mag, wie warm und seidig es sich anfühlt, wenn ich mit den Fingern hindurchstreiche und es über meine Haut gleitet.”

“Und ich mag es, wenn ich deine Finger in meinem Haar spüre”, gab sie zu und stöhnte auf, als er ihren Kopf sanft massierte und schließlich mit den Daumen über ihre Wangen strich. “Es fühlt sich unglaublich sinnlich und erregend an.”

“Finde ich auch.” Er war genauso verzaubert von ihr und fasziniert von dem Moment, den er geschaffen hatte.

Sie blickte auf seine Lippen. Er senkte seinen Mund auf den ihren und gab ihr, wonach sie sich sehnte und was er sich so sehr wünschte. Doch er wusste, dass es ihm bald nicht mehr reichen würde, sie nur zu küssen. Mit ihrem provokativen Vorschlag hatten sie mutig eine Grenze überschritten, die sie sich vorher nicht zu übertreten gewagt hatten. Und mit ihr so vertraulich zusammen zu sein, weckte Empfindungen und Wünsche in ihm, die er jahrelang tief in sich vergraben hatte.

Er küsste sie lange und behutsam. Ihr Mund war heiß, zart und süß, und Jace stellte sich vor, dass sich auch ihr Körper so anfühlen würde, wenn er sich mit ihr vereinte. Mit diesem erregenden Gedanken im Kopf strich er über ihren Rücken und schob sie etwas näher an den Rand der Kommode. Jetzt trennten sie nur noch der hauchdünne Stoff ihres Höschens und seine Kakihose voneinander. Sie schlang ihre Beine um seine Hüften, sodass sie seine Erektion an ihrer empfindsamsten Stelle spüren konnte – eine unbewusste Einladung. Seine Erregung wuchs immer weiter.

Mit jedem Kuss wurde Jace süchtiger nach ihr.

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