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Finale im Herbst

Eine gutaussehende wohlhabende Frau namens Patty Giacomin bittet Spenser um Hilfe: Ihr Exmann hat den gemeinsamen Sohn Paul entführt und ist unauffindbar. Innerhalb kürzester Zeit hat der Privatermittler den Jungen aufgespürt und zurückgebracht. Mrs. Giacomin ist jedoch nicht sonderlich begeistert, schließlich war sie zum Abendessen verabredet! Wenige Tage später wird Spenser erneut von Patty Giacomin angerufen, denn sie wurde von einigen Schlägertypen bedroht, eindeutig das Werk ihres Exmannes! Also muss der Ermittler bei den Giacomins einziehen, um die Familie zu beschützen und erlebt aus nächster Nähe, wie der wortkarge, fernsehsüchtige Paul von seiner Mutter vernachlässigt wird. Diese ist mehr daran interessiert Spenser ins Bett zu bekommen und über ihren Ex zu triumphieren, als sich mit ihrem Sohn zu beschäftigen. Da der Junge Spenser leidtut, schmiedet er bald den Plan, Paul Giacomin zur Selbstständigkeit zu erziehen, um ihn vor seinen rachsüchtigen Eltern zu bewahren. Ob der Privatermittler wohl erfolgreich die Vaterrolle übernehmen kann?

Robert B. Parker wurde 1932 geboren. Nach seinem M.A. in amerikanischer Literatur promovierte er 1971 über die „Schwarze Serie“ in der amerikanischen Kriminalliteratur. Seit seinem Debüt „Spenser und das gestohlene Manuskript“ im Jahr 1973 sind fast 40 Spenser-Krimis erschienen. 1976 wurde Parkers Roman „Auf eigene Rechnung“ von der Vereinigung amerikanischer Krimi-Autoren mit dem „Edgar Allan Poe Award“ als bester Kriminalroman des Jahres ausgezeichnet. Robert B. Parker verstarb 2010.

Infos zum Autor unter www.robertbparker.de

Robert B. Parker

Spenser und das Finale im Herbst

Ein Auftrag für Spenser

Übersetzt von Malte Krutzsch

PENDRAGON

1

Die Stadtsanierer hatten wieder zugeschlagen. Sie hatten mich, einen Wahrsager und einen Buchmacher von der Ecke Massachusetts Avenue und Boylston vertrieben, waren mit Sandgebläsen, gebleichter Eiche und Hängepflanzen angerückt, und als ich das letzte Mal vorbeischaute, sah es aus, als wollten sie das Ganze in ein Marin-County-Freudenhaus verwandeln. Ich war weiter unten in die Boylston Street gezogen, zur Ecke Berkeley in den ersten Stock. Hier war ich einen halben Block von Brook Brothers entfernt und direkt über einer Bank. Ich fühlte mich zu Hause. In der Bank trieb man ungefähr das, was der Wahrsager und der Buchmacher auch getrieben hatten. Nur waren die Leute besser angezogen.

Ich stand am Fenster meines Büros und sah hinaus auf einen milden, verregneten Januartag mit einer Temperatur weit über zehn Grad und ohne Anzeichen von Schnee. Auf der anderen Seite der Boylston konnte ich rechts Bonwit Teller sehen. Links das Polizeipräsidium. In den Schaufenstern im Bonwit lockten Puppen in enger Lederkleidung und in Ketten. Das Polizeipräsidium neigte eher zu Dacron. Im Eckfenster der Werbeagentur auf der anderen Straßenseite lehnte eine schwarzhaarige junge Frau in hochtaillierten grauen Hosen über einem Reißbrett. Ihr Rücken war dem Fenster zugekehrt.

„Mein Kompliment deinem Schneider“, sagte ich laut. Meine Stimme klang seltsam in dem leeren Raum. Die Schwarzhaarige ging weg, und ich setzte mich an meinen Schreibtisch und schaute auf das Bild von Susan Silverman. Es war die Vergrößerung eines Farbfotos aus dem vorigen Sommer. Wir hatten es in ihrem Garten aufgenommen. Ihr gebräuntes Gesicht und die rosa Bluse strahlten lebhaft aus dem dunklen, stillen Grün der Bäume. Ich war noch in Susans Gesicht vertieft, als die Tür meines Büros aufging und eine Frau, den Popelinregenmantel mit Gürtel über dem Arm, hereinkam.

„Mr. Spenser?“, sagte sie.

„Ich wusste doch, es würde aufwärtsgehen mit meiner Kundschaft, wenn ich über eine Bank ziehe“, sagte ich.

Sie lächelte mich wundervoll an. Ihre blonden Haare standen in hübschem Kontrast zu ihren schwarzen Augen und den dunklen Brauen. Sie war zierlich und sehr schick und elegant. Sie trug einen geschneiderten, schwarzen Westenanzug, zum weißen Hemd eine schwarze Frackschleife mit langen Enden, wie einst Brett Maverick, und schwarze Stiefel mit sehr hohen, dünnen Absätzen. Das Gold an ihr sah echt aus – goldene Ohrringe, goldene Uhr, goldene Ketten um den Hals, goldene Kettenarmbänder, ein breiter goldener Ehering und ein großer, in Gold gefasster Diamant. Ich war optimistisch im Hinblick auf mein Honorar.

Sie sagte: „Sind Sie Mr. Spenser?“

Ich sagte: „Ja“, und stand auf, um ihr einen Stuhl heranzuziehen.

Sie hatte einen selbstbewussten Gang, eine sehr ausgewogene Figur, und als sie saß, hielt sie den Rücken gerade. Ich trat wieder hinter den Schreibtisch, setzte mich und lächelte. Früher hatten sie angefangen, sich auszuziehen, wenn ich lächelte, aber mein Lächeln muss wohl nachgelassen haben. Die schwarzen Augen musterten mich eingehend. Die Hände waren auf dem Schoß gefaltet. Die Beine übereinandergeschlagen, das Gesicht ernst. Sie musterte mein Gesicht, beide Schultern, meinen Brustkorb, und so viel von meinem Bauch, wie hinter dem Schreibtisch von ihm zu sehen war.

Ich sagte: „Ich habe eine verschwollene Narbe hinten rechts auf dem, äh, Oberschenkel, wo mich vor drei Jahren jemand angeschossen hat.“

Sie nickte.

„Meine Augen sehen vielleicht etwas komisch aus, weil ich mal Boxer war. Das ist Narbengewebe.“

„Anscheinend haben Sie auch schon oft eins auf die Nase gekriegt“, sagte sie.

„Ja“, sagte ich.

Sie musterte mich noch ein wenig. Meine Arme, meine Hände.

Ob es voreilig wäre, wenn ich ihr anbieten würde, die Hose herunterzulassen? Wahrscheinlich.

Ich sagte: „Hab aber noch alle Zähne. Hier.“ Ich entblößte sie.

„Mr. Spenser“, sagte sie. „Können Sie mir verraten, warum ich Sie engagieren sollte?“

„Weil Sie sonst durch Ihr Bemühen, mich einzuschätzen, so gar nichts gewonnen hätten. Sie hätten die ganze Zeit damit vertan, mich mit Ihrer anspruchsvollen Eleganz und Ihrer vollendeten Beherrschung zu beeindrucken und würden leer ausgehen.“

Sie musterte meine Stirn.

„Und mit Jagdhut und Trenchcoat sehe ich sehr verwegen aus.“

Sie sah mich direkt an und schüttelte leicht den Kopf.

„Und ich habe einen Revolver“, sagte ich. Ich nahm ihn von der Hüfte und zeigte ihn ihr.

Sie drehte den Kopf weg und blickte zum Fenster hinaus, wo es dunkel geworden war und Lichter durch den Regen schimmerten.

Ich steckte die Waffe ein und faltete die Hände, legte meine Ellbogen auf die Armlehnen des Sessels und stützte das Kinn auf. Ich ließ den Sessel auf seiner Federung zurückkippen, saß da und wartete.

„Mr. Spenser, können Sie derart die Zeit verschwenden?“

„Ja, ich kann.“

„Schön, aber ich nicht“, sagte sie, und ich formte den Satz mit den Lippen nach, während sie ihn aussprach. Das ärgerte sie.

„Wollen Sie den Auftrag nicht haben?“

„Ich weiß nicht“, sagte ich. „Ich weiß nicht, was es für ein Auftrag ist.“

„Nun, ich möchte einen Beweis für Ihre Fähigkeiten, bevor ich mit Ihnen darüber spreche.“

„Werte Dame, ich habe Ihnen mein Narbengewebe und meine Kanone gezeigt. Was brauchen Sie denn noch?“

„Der Auftrag erfordert Feingefühl. Mit Schusswaffen hat das nichts zu tun. Es geht um ein Kind.“

„Vielleicht sollten Sie Dr. Spock engagieren.“

Stille. Sie schaute auf meine Hände, die mein Kinn stützten.

„Ihre Hände sehen sehr stark aus“, sagte sie.

„Möchten Sie sehen, wie ich eine Nuss knacke?“, sagte ich.

„Sind Sie verheiratet?“

„Nein.“

Sie lächelte wieder. Kein schlechtes Lächeln. Hundert, hundertfünfzig Watt. Aber ich hatte schon bessere gesehen. Susan hätte sie glatt an die Wand lächeln können. Sie bewegte leicht ihren Körper auf dem Stuhl. Sie blieb dabei schön gerade, aber irgendwie kam eine schlängelnde Bewegung durch.

Ich sagte: „Wenn Sie mir zuzwinkern, rufe ich eine Polizistin.“

Sie schlängelte wieder, ohne sich zu rühren. Wie macht sie das nur? „Ich muss Ihnen vertrauen“, sagte sie. „Sonst habe ich niemanden. Ich muss mich an Sie wenden.“

„Hart“, sagte ich. „Sicher hart für eine Frau, so allein.“

Schlängeln. Lächeln. Seufzen. „Ja. Ich brauche jemanden, der mir hilft. Habe ich ihn?“ Sie beugte sich etwas vor. Sie befeuchtete ihre Unterlippe. „Helfen Sie mir?“

„Sterne würd’ ich pflücken“, sagte ich, „vom blauen Himmelszelt.“

„Verulken Sie mich nicht“, sagte sie. „Ich bin verzweifelt.“

„Weswegen sind Sie verzweifelt?“

„Wegen meines Sohns. Sein Vater hat ihn mitgenommen.“

„Und was soll ich für Sie tun?“

„Ihn zurückholen.“

„Sind Sie geschieden?“

„Ja.“

„Haben Sie das Sorgerecht?“

„Ja, natürlich. Ich bin seine Mutter.“

„Hat sein Vater Anspruch auf Besuche?“

„Schon, aber es handelt sich nicht um Besuch. Er hat Paul weggeholt und will ihn nicht zurückgeben.“

„Und das Gericht?“

„Es gibt einen Termin, und Mel soll vorgeladen werden, aber sie können ihn nicht finden.“

„Ist Mel Ihr Mann?“

„Ja. Ich habe also mit der Polizei gesprochen, und da hieß es, wenn sie ihn finden, schicken sie ihm eine Vorladung zu. Aber die suchen ja doch nicht nach ihm.“

„Wahrscheinlich nicht. Die haben mitunter viel zu tun.“

„Und deshalb möchte ich, dass Sie ihn suchen und mir Paul zurückbringen.“

„Wie denkt der Junge denn über die ganze Sache?“

„Natürlich möchte er bei seiner Mutter sein, aber er ist erst fünfzehn. Er hat nichts zu sagen. Sein Vater hat ihn einfach mitgenommen und versteckt.“

„Fehlt ihm Paul so sehr?“

„Von wegen. An Paul liegt ihm so oder so nichts. Er will mir damit nur eins auswischen. Er gönnt mir Paul nicht.“

„Also hat er ihn mitgenommen.“

„Ja.“

„Sehr rücksichtsvoll gegenüber dem Kind“, sagte ich.

„Das ist Mel gleichgültig. Er will mir wehtun. Aber daraus wird nichts.“

Es war keine schlängelnde Bewegung zu sehen, als sie den letzten Satz sprach. „Ich möchte, dass Sie den Jungen wieder zu mir bringen, weg von seinem Vater. Paul gehört von Rechts wegen mir.“

Ich schwieg.

„Ich kann jedes angemessene Honorar bezahlen“, sagte sie. „Ich habe eine ausgezeichnete Abfindung bekommen.“ Sie war wieder ganz flott und geschäftsmäßig.

Ich zog Luft ein und ließ sie durch die Nase heraus. Ich blickte sie an.

Sie blickte zurück.

„Was ist?“, sagte sie.

Ich schüttelte den Kopf. „Nach einem wahren Vergnügen hört sich das nicht an“, sagte ich.

„Mr. Spenser“, die Unterlippe war wieder feucht, der Mund ein wenig offen, die Zungenspitze glitt am inneren Rand der Lippe entlang. „Bitte. Ich habe sonst niemanden. Bitte.“

„Es ist fraglich, ob Sie nicht jemand anders brauchen“, sagte ich, „aber ich versuch mal mein Glück – unter einer Bedingung.“

„Welcher?“

„Sie sagen mir Ihren Namen, damit ich weiß, wohin die Rechnung geht.“

Sie lächelte. „Giacomin“, sagte sie. „Patty Giacomin.“

„Wie der Schlussmann der alten Rangers.“

„Bitte?“

„Ein Herr gleichen Namens war früher mal Hockeyspieler.“

„Oh. Ich kenne mich mit Sport leider nicht so aus.“

„Keine Schande“, sagte ich. „Da hat’s an der Erziehung gehapert. Sie können nichts dafür.“

Sie lächelte wieder, wenn auch diesmal ein wenig unsicher, als wüsste sie jetzt, wo sie mich engagiert hatte, nicht genau, ob sie mich haben wollte. Ein Gesichtsausdruck, den ich schon oft gesehen habe.

„Okay“, sagte ich. „Dann erzählen Sie mal, was Ihnen so durch den Kopf geht, wo der alte Mel sein könnte.“

Ich zog einen linierten weißen Notizblock heran, ergriff einen Bleistift und hörte zu.

2

Nach 120 000 Meilen hatte mein 68er Chevy mit Klappverdeck den Geist aufgegeben. Auch mit Klebeband ist nicht alles zu retten. Mit einem Teil von Huge Dixons Belohnung hatte ich Susan ihren kastanienbraunen MGB mit Weißwandreifen und verchromtem Gepäckständer auf dem Dach abgekauft, und um Viertel nach zehn am nächsten Morgen saß ich in diesem Wagen vor einem Apartmentgebäude am Hammond Pond Parkway in Chestnut Hill. Laut Patty Giacomin wohnte dort die Freundin ihres Mannes. Sie wusste das, weil sie einmal ihrem Mann dorthin gefolgt war und gesehen hatte, wie er hineinging und mit einer Frau aus seinem Büro wieder herauskam, die Elaine Brooks hieß.

Ich hatte sie gefragt, woher sie wisse, dass es eine Freundin und nichts rein Geschäftliches sei, und Patty Giacomin hatte mir einen Blick von so vernichtender Verachtung zugeworfen, dass ich es dabei bewenden ließ. Sie wusste nicht, wo ihr Mann wohnte. Über sein Büro konnte sie ihn nicht erreichen. Dort wusste niemand, wo er war. Die Freundin war das einzige, was uns einfiel.

„Er wird da auftauchen“, hatte Patty gesagt, „sofern er nicht eine neue hat. Ein bisschen Honig braucht er immer.“

Also saß ich da mit leerlaufendem Motor und eingeschalteter Heizung. Die Temperatur war seit gestern um 22 Grad gefallen, und der Januar in Boston war wieder normal. Ich drehte das Radio an. Ein Diskjockey mit einer Stimme wie ranziger Speck schilderte, wie sehr ihm die neue Platte von Neil Diamond gefiel. Dann begann Neil Diamond, seine neue Platte zu singen. Ich schaltete es wieder ab.

Eine Menge Autos fuhren unter der Route 9 durch zum Einkaufszentrum von Chestnut Hill. Es gab zwei Bloomingdales in diesem Einkaufszentrum. Susan und ich waren vierzehn Tage vor Weihnachten mal zum Einkaufen hergefahren, aber sie hatte sich über Reizüberflutung beklagt, und wir mussten wieder gehen. Ein Jogger mit über die Ohren gezogener Strickmütze und der Aufschrift TENNESSEE TECH STAFF auf seiner blauen Jacke zog vorbei. Noch in der Kälte hatte sein Lauf etwas elastisch Leichtes. Etwa drei Stunden zuvor war ich selber am Ufer des Charles entlanggelaufen, und der Wind vom Fluss her war so streng gewesen wie der puritanische Gott. Ich sah auf meine Uhr. Viertel vor elf. Ich drehte wieder das Radio an und probierte herum, bis ich Tony Cennamos Jazzshow fand. Er brachte einen Beitrag über Sonny Rollins. Ich hörte zu.

Um elf war die Sendung zu Ende, und ich stellte das Radio wieder ab. Ich öffnete meinen nüchtern braunen Schnellhefter und sah mir die anderthalb Seiten Notizen an. Mel Giacomin war vierzig. Er betrieb eine Versicherungsagentur in Reading, und bis zu seiner Scheidung hatte er in der Emerson Road in Lexington gewohnt. Seine Frau lebte dort weiterhin mit ihrem fünfzehnjährigen Sohn Paul. Soweit seine Frau wusste, lief die Agentur gut. Außerdem führte er vom selben Büro aus noch ein Immobiliengeschäft und besaß, hauptsächlich in Boston, mehrere Apartmenthäuser. Die Ehe war von Anfang an schwierig gewesen, seit fünf Jahren in der Auflösung, und vor anderthalb Jahren hatten Mann und Frau sich getrennt. Er war ausgezogen. Wohin, erfuhr sie nicht. Ein erbitterter Scheidungskrieg folgte, und erst vor drei Monaten war das Urteil rechtskräftig geworden.

Giacomin war in den Worten seiner Frau ‚ein Hurenbock‘ und, wie sie meinte, sehr aktiv unter den jüngeren Frauen in seinem Büro und anderswo. Ich betrachtete sein Foto. Lange Nase, kleine Augen, großer Hängeschnurrbart. Über die Ohren gekämmtes, halblanges Haar. Auf der Rückseite las ich die Beschreibung von der Hand seiner Frau: 1,85 m, 95 bis gut 100 Kilo (Gewicht schwankt, je nachdem, wie viel er trinkt, sich bewegt und Diät hält). Er war im Footballteam von Furman gewesen, und das merkte man noch.

Ich hatte auch ein Bild von dem Jungen. Er hatte die Nase und die kleinen Augen seines Vaters. Sein Gesicht war schmal und mürrisch, die dunklen Haare lang. Sein Mund war klein, die Oberlippe hatte einen ausgeprägten Amorbogen.

Ich schaute erneut wie spät es war. Halb zwölf. Er stand wahrscheinlich nicht auf Sex am Vormittag. Wie sie aussah, wusste ich nicht. Ein Foto stand nicht zur Verfügung, und Patty Giacomins Beschreibung war vage. Blondgelockte Dauerwelle, mittelgroß, gute Figur. ‚Kurvenstark‘, hatte Patty gesagt. Um neun, halb zehn und zehn nach zehn hatte ich Giacomins Büro angerufen, und sie war noch nicht dort gewesen. Er selbst auch nicht. Und niemand wusste, wann mit ihnen zu rechnen war. Ich sah wieder auf die Uhr. Viertel vor zwölf. Ich war das Sitzen leid. Ich fuhr den MG um die Ecke auf die Heath Street, stellte ihn ab und ging zurück zu dem Apartmenthaus. Auf der Tafel hinter der Eingangstür war Elaine Brooks im dritten Stock aufgeführt, Apartment 315. Ich drückte auf den Summer. Nichts geschah. Ich drückte nochmals und hielt den Finger drauf. Nach fast einer Minute sagte eine belegte weibliche Stimme durch die Sprechanlage hallo. Die Stimme hatte eine Minute vorher noch geschlafen.

Ich sagte: „Harry?“

Sie sagte: „Was?“

„Harry, ich bin’s, Herb!“

„Hier gibt es keinen Harry, verdammt noch mal!“

„Was?“

„Du hast falsch geklingelt, du Arschloch!“

Ich sagte: „Oh, Entschuldigung.“ Die Verbindung brach ab.

Sie war da drin, und ich hatte sie aufgeweckt. Sie würde nicht gleich weggehen. Ich ging wieder zu meinem Wagen, fuhr die zwei oder dreihundert Meter zu Bloomingdale’s und kaufte einen großen silbernen Weinkühler für hundert Eier. So blieben mir zwei Dollar fürs Mittagessen. Falls ich zum Mittagessen kam. Ich hatte Hunger. Aber das war ich gewöhnt. Ich hatte immer Hunger. Ich ließ den Weinkühler als Geschenk einpacken und fuhr zurück zu dem Apartmenthaus. Diesmal parkte ich genau davor und ging ins Foyer und klingelte wieder bei Elaine Brooks. Sie meldete sich beim ersten Summen, und ihre Stimme war etwas frischer geworden.

„Päckchen für Ms. Brooks“, sagte ich.

„Legen Sie es ins Foyer“, sagte sie. „Ich hol’s mir dann gleich.“

„Mr. Giacomin wollte, dass es Ihnen persönlich übergeben wird, Madam. Er wollte es extra nicht in den Flur gelegt haben oder so was. Er wollte, dass Sie es direkt bekommen.“

„Okay, bringen Sie es rauf.“

Ich sagte: „Ja, Madam.“ Die Tür summte, und ich trat ein. Ich trug grauweiße Levi’s Cordjeans, Mokassins, ein blaues Wollhemd und eine beige Popelinjacke mit Schafsfellfutter und -kragen. Vielleicht ein bisschen schick für einen Taxifahrer, falls sie merkte, wie teuer das Hemd war, aber sie merkte es wahrscheinlich nicht.

Ich nahm den Lift zum dritten Stock und ging zu Nummer 15. Ich klopfte. Eine Pause entstand, während sie wohl durch den kleinen Spion lugte. Dann öffnete sich die Tür an einer Sicherheitskette, und ein schmaler Gesichtsausschnitt und ein Auge schauten zu mir raus. Damit hatte ich gerechnet. Deswegen hatte ich den Kühler gekauft. In der Verpackung war er viel zu groß, um durch den Türspalt, den die Kette ließ, zu passen. Ich hielt den Karton hoch und schaute auf die kleine Öffnung.

Sie sagte: „Okay, einen Moment“, und schloss die Tür. Ich hörte, wie die Kette herunterglitt; dann ging die Tür auf. Die Bloomingdale -Verpackung schafft es noch immer. Vielleicht sollte ich mehr auf sie bauen und weniger auf mein Lächeln.

Die Tür war auf. Elaine sah aus wie beschrieben, nur besser. Und sie hatte Kurven. Die hat Dolly Parton auch. Sie hatte ihre Frisur und ihr Gesicht zurechtgemacht, war aber noch nicht angezogen. Sie trug einen langen braunen Morgenmantel mit weißem Schnurbesatz und schmalem, vorn zugezogenem Gürtel. Ihre Füße waren nackt, die Zehennägel lackiert. Es half nicht viel. Mir ist noch kein Zehennagel vorgekommen, den ich mochte.

„Bitte schön, Madam“, sagte ich.

Sie nahm das Paket. „Irgendeine Nachricht?“

„Nicht an mich, Madam. Vielleicht innen. Mir sagte Mr.

Giacomin nur, ich solle es Ihnen selbst aushändigen.“

„Gut, vielen Dank“, sagte sie.

„Okay.“ Ich rührte mich nicht.

Sie sah mich an. „Ach so“, sagte sie. „Einen Augenblick bitte.“ Sie schloss die Tür und verschwand für mehr oder weniger einen Augenblick, dann ging die Tür wieder auf, und sie gab mir einen halben Dollar. Ich betrachtete ihn etwas verdrießlich.

„Danke“, sagte ich.

Sie schloss kommentarlos die Tür, und ich ging hinunter zum Wagen. Ich wendete auf dem Vorplatz und parkte ein Stück weiter oben an der Straße, so dass ich das Haus im Rückspiegel sehen konnte. Und ich wartete.

Zwei Dinge hatte ich vielleicht erreicht. Das eine sicher – ich wusste, wie sie aussah, und so konnte ich ihr folgen, wenn sie fortging; sonst hätte ich darauf warten müssen, dass der gute Mel aufkreuzte. Das zweite war vielleicht, dass sie ihn anrief, um sich für das Geschenk zu bedanken, und er ihr sagen würde, er hätte ihr doch gar keins geschickt. Das würde sie aufscheuchen und den einen zum andern führen. Oder es würde sie besonders vorsichtig machen, so dass ich ihn über Elaine nicht finden könnte. Die Chancen standen aber für mich. Und wenn seine Frau recht hatte, war er zu geil, um ihr auf ewig fernzubleiben.

Mit den Jahren hatte ich erkannt, dass es besser ist, die Dinge aufzurühren, als es nicht zu tun. Wenn die Dinge in Bewegung kamen, erreichte ich mehr. Oder es schien mir so.

3

Als sie herauskam, verpasste ich sie beinahe. Ich hatte die Haustür im Auge behalten und sah gerade noch, wie sie in einem schwarzen Buick Regal hinter dem Gebäude hervorkurvte. Ich ordnete mich mit einem Wagen Abstand hinter ihr ein, als sie auf Route 9 schwenkte und in westlicher Richtung fuhr. Sie hatte keinen Grund, nach Verfolgern Ausschau zu halten, und ich hatte keinen Grund, raffiniert vorzugehen. Ich blieb konstant einen oder zwei Wagen hinter ihr bis zur 128 Nord und die 93 hoch bis zur Route 125 in Andover. Die 125 war schwieriger. Sie verlief durch den Harold Parker State Forest und war nahezu verlassen. Wenn ich hier zu dicht dranblieb, fiel es ihr vielleicht doch auf. Ich ließ mich weit zurückfallen und hätte sie um ein Haar wieder verpasst, als sie kurz vor Route 114 in die Chestnut Street in Andover abbog. Die rote Ampel war meine Rettung. Der Wagen, der vor ihr gewesen war, hatte an der Ampel gehalten, aber sie war nicht da. Sie musste unmittelbar davor links abgebogen sein. Ich riss den MG herum und raste die Chestnut Street runter. Es war ein enger, gewundener Straßenabschnitt, und der MG war viel schneller als der Buick. Bald sah ich sie dann auch, ungefähr zweihundert Meter vor mir. Ich verlangsamte und ließ sie wieder vorziehen. Nach etwa einer Meile hielt sie auf der rechten Seite. Ich bog einen Block hinter ihr rechts ein und parkte außer Sicht. Ich stieg aus und ging um die Ecke. Ihr Wagen war noch dort; Elaine verschwand gerade rechts in einem großen weißen Haus.

Ich ging hin. Es war ein Zweifamilienhaus, Parterre und erster Stock. Die Haustür stand offen, dahinter kamen zwei weitere Türen. Die rechte führte offensichtlich zu der unteren Wohnung, die, vor der ich stand, nach oben. Ich horchte an der Tür zur Parterrewohnung. Fernseher und Babygeschrei. Das war wohl kaum Giacomin. Falls sie Giacomin besuchte. Genauso gut konnte sie hier sein, um mit einer alten Tante Malefiz zu spielen.

Ich probierte den Knauf an der Tür nach oben. Er drehte sich, aber die Tür ging nicht auf. Über dem Knauf war die runde Fassung eines Schnappschlosses. Kein Problem, wenn der Türpfosten nicht zu dicht abschloss. Ich holte einen dünnen Plastikkeil aus meiner Jackentasche und versuchte es. Der Türpfosten war nicht dicht. Ich stieß den Schnapper zurück und öffnete die Tür. Die Treppe führte geradeaus hoch zu einem Absatz, dann nach rechts. Ich ging hinauf. Oben war noch eine Tür. Ich horchte daran. Außer einem Radio konnte ich gedämpfte Unterhaltung hören.

Ich umfasste den Knauf und drehte ihn vorsichtig. Die Tür war nicht verschlossen. Ich öffnete sie leise und trat in einen großen Flur. Geradeaus war ein Esszimmer. Rechts von mir ein Wohnzimmer, durch einen Türbogen. In dem Wohnzimmer saß, vornübergebeugt in einem roten Plüschsessel, Elaine Brooks und sprach mit einem großen Mann mit langer Nase und kleinen Augen und hängendem Schnurrbart. Elementar, mein lieber Watson, elementar.

Sie konnte mich nicht sehen, da sie mir den Rücken zukehrte. Aber er sah mich. Er stand da mit einem Glas in der Hand, während sie zu ihm sprach, und als ich die Tür öffnete, schauten wir uns direkt an. Ich hatte mir nie überlegt, wie man einer solchen Situation begegnet – sollte ich heftig „Aha!“ sagen oder einfach vorwurfsvoll starren? Er war schneller als ich. Er wusste genau die richtigen Worte.

Er sagte: „Was zum Teufel wollen Sie?“

„Perfekt“, sagte ich. „So muss es heißen.“

Elaine Brooks drehte sich um und sah mich an. Ihre Augen weiteten sich.

„Das ist er, Mel“, sagte sie. „Der hat mir dein Päckchen gebracht.“

Giacomin trug ein goldenes Ban-Lon-Rollkragenhemd und eine grüne Polyesterhose, die einen grünen Knopfverschluss am Bund und keine Gürtelschlaufen hatte. Am kleinen Finger seiner rechten Hand steckte ein Silberring in der Form einer Schlange, die sich in den Schwanz beißt. Am kleinen Finger der linken Hand steckte ein Silberring mit eingefasstem Amethyst. Das Ban–Lon–Hemd schmeichelte seiner Figur nicht. Er war fett um die Mitte herum. „Ich habe Sie etwas gefragt“, sagte er. „Ich möchte eine Antwort, und zwar gleich.“

„Sie sollten nicht so ein Ban-Lon-Hemd tragen, wenn Sie Leute einschüchtern wollen“, sagte ich. „Es haut nicht hin. Aber na ja, Cary Grant würde in Ban-Lon auch nicht gut aussehen.“

„Wozu haben Sie ihr das Geschenk gebracht? Wie kommen Sie dazu, in mein Haus einzudringen?“

Er hatte den Bauch etwas eingezogen, aber viel ist bei Bierspeck nicht zu wollen. Ich sagte: „Mein Name ist Spenser. Auch wenn es abgedroschen klingt, ich bin Privatdetektiv. Ihre Frau hat mich beauftragt, ihren Sohn zu suchen.“

„Meine Exfrau“, sagte er. „Hat sie Ihnen schon angeboten, mit Ihnen zu pennen?“

„Nein. Ich war überrascht. Die meisten Frauen zögern da nicht.“ Ich blickte zu Elaine Brooks. „Ob man mir langsam meine Jahre ansieht? Ich bin heute schon zweimal abgeblitzt.“

Giacomin sagte: „Hören Sie, Jack, mir reicht’s mit Ihnen. Raus hier.“

Ich schüttelte den Kopf. „Nein. Ich muss bleiben und mich erst ein bisschen über Ihren Sohn unterhalten. Fangen wir noch mal neu an. Tun wir, als wäre ich nicht hier eingedrungen, als hätten Sie mich nicht angeschnauzt. Und auch, als hätte ich nicht herumgewitzelt. Es ist eine schlechte Angewohnheit, aber manchmal kann ich nicht widerstehen.“

„Der Junge ist nicht hier. Jetzt sehen Sie zu, dass Sie verschwinden, sonst werfe ich Sie eigenhändig die Treppe runter.“

„Wie gesagt, wir müssen miteinander reden. Ich bin sehr hartnäckig. Meinen Sex-Appeal mag ich verloren haben, aber stur bin ich immer noch. Ich finde den Jungen, und ich bin ziemlich sicher, dass Sie mir dabei helfen können.“

Giacomin sah mich an. Er war kräftig, und er hatte Football gespielt, und wahrscheinlich war er rauen Umgang gewohnt. Aber wahrscheinlich wusste er auch etwas über die Kraftreserven aus seiner alten Footballzeit, und ich glaube, ihm kam der Verdacht, dass er mich nicht die Treppe runterwerfen könnte.

„Ich weiß nicht, wo er ist“, sagte Giacomin.

„Machen Sie sich keine Gedanken darüber, dass seine Mutter es auch nicht weiß?“

„Hat sie Ihnen das gesagt?“

„Nicht direkt. Sie sagte mir, er wäre bei Ihnen.“

„Aber ich habe Ihnen gesagt, dass er nicht hier ist. Also gehen Sie jetzt, oder muss ich die Polizei rufen?“

„Sie müssen die Polizei rufen“, sagte ich.

„Glauben Sie, ich bring das nicht?“

„Ich glaube, Sie bringen das nicht“, sagte ich.

„Meinen Sie, Sie könnten mich davon abhalten?“

„Das ist nicht nötig. Ich will es auch nicht. Ich treffe mich gern mit Polizisten. Wenn man brav ist, lassen sie einen manchmal mit ihren Handschellen spielen.“

Er sah mich an. Elaine Brooks sah mich an. Wäre ein Spiegel dagewesen, hätte ich mich auch angesehen. Aber da war keiner. Also sah ich sie an. In der Stille hörte ich einen Fernseher laufen. Es schien nicht von unten zu kommen.

„Schauen Sie, Jack, Sie gehen mir ziemlich auf die Nerven“, sagte Giacomin. „Was wollen Sie eigentlich?“

„Ich will Ihren Sohn wieder zu seiner Mutter bringen. Das sagte ich Ihnen bereits.“

„Und ich sagte Ihnen, er ist nicht hier.“

„Vielleicht sollte ich mich mal umsehen und mich davon überzeugen.“

„Haben Sie einen Durchsuchungsbefehl?“

„Einen Durchsuchungsbefehl? Sie müssen aufhören, Starsky und Hutch zu gucken“, sagte ich. „Ich bin kein Bulle. Ich bekomme keine Durchsuchungsbefehle.“

„Sie können nicht einfach hier hereinschneien und mein Haus durchsuchen.“

„Warum nicht?“

Wir sahen uns noch etwas länger an. Ich war mir ziemlich sicher, dass der Junge dort war. Was hätte sie sonst gehindert, die Polizei zu rufen? Ich brauchte nur dazubleiben. Sie würden nachgeben. Etwas anderes würde ihnen nicht einfallen.

Giacomin hörte gerade so lange auf, mich anzusehen, dass er seine Freundin ansehen konnte. Sie hatte nichts zu bieten. Er sah wieder mich an.

„Na schön“, sagte er. „Ich hab genug. Entweder Sie gehen jetzt, oder ich schmeiße Sie hochkant raus.“

„Tun Sie das nicht“, sagte ich. „Sie sind nicht mehr in Form. Ich würde Ihnen wehtun.“

Giacomin blickte mich an und sah weg. Ich wusste, er würde es bleiben lassen.

„Scheiß drauf“, sagte er mit einer kurzen wegwerfenden Handbewegung. „Das ist keine Schlägerei wert. Nehmen Sie ihn mit. Er ist hinten im Flur.“ Giacomin deutete mit dem Kopf. Er sah weder mich noch Elaine Brooks an.

Aber der Junge war nicht hinten im Flur. Er war direkt um die Ecke im Esszimmer. Jetzt kam er durch den Türbogen in Sicht.

„Hast ja toll um mich gekämpft, Papachen“, sagte er.

Es war ein kleiner dünner Junge. Seine Stimme klang weinerlich. Er trug ein kurzärmliges weißes Hemd mit Längsstreifen, das um den Nabel offen stand, kastanienbraune Cordhosen und Top–Siders, von denen nur noch einer den ledernen Schnürriemen hatte.

Giacomin sagte: „Vergiss nicht, mit wem du sprichst, Kleiner.“

Der Junge grinste ohne Humor. „Ich weiß. Ich weiß schon, mit wem ich spreche, Paps.“

Giacomin wandte sich von ihm ab und schwieg.

Ich sagte: „Mein Name ist Spenser. Deine Mutter schickt mich, damit ich dich zu ihr zurückbringe.“

Der Junge zuckte betont mit den Schultern. Ich bemerkte, dass die Hose ihm zu groß war. Sie hing im Schritt durch.

„Möchtest du zurück?“, sagte ich. Er zuckte wieder die Schultern. „Würdest du lieber hierbleiben?“

„Bei ihm?“ Die weinerliche Stimme des Jungen war voller Abneigung.

„Bei ihm“, sagte ich. „Oder wäre es dir lieber, bei deiner Mutter zu wohnen?“

„Ist mir egal.“

„Und Ihnen?“, fragte ich Giacomin. „Auch egal?“

„Das Biest hat doch sonst alles gekriegt“, sagte er. „Sie kann ihn auch noch haben. Vorläufig.“

Ich sagte: „Okay, Paul. Hast du Sachen, die du packen musst?“

Er zuckte die Schultern. Die Allzweckgeste. Wäre vielleicht auch was für mich.

„Er hat nichts zu packen“, sagte Giacomin. „Alles, was hier ist, gehört mir. Sie kriegt nichts davon.“

„Raffiniert“, sagte ich. „Gefällt mir, wenn ein Mann stilvoll aus einer Ehe aussteigt.“

„Was soll das denn heißen?“

„Würden Sie nicht verstehen“, sagte ich. „Hat der Junge einen Mantel?

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