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Special Force One - Folge 04

Inhalt

  1. Cover
  2. Über diese Serie
  3. Über diese Folge
  4. Über die Autoren
  5. Titel
  6. Impressum
  7. Operation »Broken Fish«
  8. In der nächsten Folge

SFO - Die Spezialisten

Special Force One – Die Antwort der Vereinten Nationen auf den Terror der heutigen Zeit. Ein Spezialkommando, allein zu dem Zweck geschaffen, korrupte Staaten, Flugzeugentführer, Attentäter und Massenmörder zu bekämpfen.

Doch das Projekt hat nicht nur Befürworter. Auch in den eigenen Reihen gibt es Kritiker, die nur darauf warten, dass das Unternehmen fehlschlägt.

Das Alpha-Team um Colonel John Davidge und Leutnant Mark Harrer hat jedoch keine Wahl: Wenn die Vereinten Nationen um Hilfe rufen, rückt die SFO aus. Und wo sie im Einsatz sind, ist Versagen keine Option …

Folge 01: Der erste Einsatz

Folge 02: Unter Feuer

Folge 03: Drogenkrieg

Folge 04: Operation »Broken Fish«

Folge 05: Feindname: Nexus

Folge 06: Das ägyptische Grabmal

Folge 07: Südsee-Inferno

Folge 08: Schatten der Vergangenheit

Folge 09: Auf verlorener Mission

Folge 10: Piraten vor Singapur

Folge 11: Einsatz hinter Klostermauern

Folge 12: Codename: Enigma

Folge 13: Insel aus Stahl

Folge 14: Der Atem Gottes

Folge 15: Flug in den Tod

Folge 16: Der Nemesis-Plan

Folge 17: Das Delta-Protokoll

Über diese Folge

Ein Forschungsschiff vor der Küste Nordkoreas. Ein schwerer Fehler – denn den Grenzsoldaten fehlt jedes Verständnis für die Forschungsarbeit der jungen Wissenschaftler. Schlimmer noch: Im Folter-Camp der Koreaner begreifen die Studenten, dass sie in Wahrheit auf einem Spionageschiff unterwegs waren. Und auf Spionage steht in diesem hermetisch abgeriegelten Land die Todesstrafe. Wieder ein Fall für das SFO-Team. Und wieder führt der Auftrag die Frauen und Männer um Colonel Davidge und Lieutenant Harrer ins Zentrum der Hölle …

Special Force One – Die Antwort der Vereinten Nationen auf den Terror der heutigen Zeit. Ein Spezialkommando, allein zu dem Zweck geschaffen, korrupte Staaten, Flugzeugentführer, Attentäter und Massenmörder zu bekämpfen.

Über die Autoren

An der Romanserie Special Force One haben die Autoren Michael J. Parrish, Roger Clement, Dario Vandis und Marcus Wolf mitgearbeitet. Sie alle haben jahrelange Erfahrung im Schreiben von Action- und Abenteuergeschichten. Durch ihr besonderes Interesse an Militär und Polizei haben sie außerdem fundierte Kenntnisse über militärische Abläufe und ein gutes Gespür für actiongeladene Erzählstoffe.

Michael J. Parrish

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Operation »Broken Fish«

 

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Operation »Broken Fish«

Gelbes Meer,

40 Seemeilen vor der nordkoreanischen Westküste

Mittwoch 2118 OZ

Robbie merkte, wie sich sein Pulsschlag beschleunigte. Ihm war bewusst, dass er ziemlich dämlich aussehen musste, wie er dastand und verklärt lächelte, aber das war ihm egal. Mit Jane zusammen zu sein wünschte er sich seit drei geschlagenen Wochen – nun, wo es endlich so weit war, hatte er vor, es in vollen Zügen zu genießen.

»Na, Kleiner?«, fragte sie und lächelte aufreizend. »Gefällt dir, was du siehst?«

Er nickte nur. Wie alle, die an Bord arbeiteten, trug auch Jane lässige Freizeitklamotten. Das Flanellhemd, das sie trug, hing wie ein Sack an ihr, aber sie sah selbst darin fabelhaft aus. Und entscheidend, dachte Robbie, war schließlich das, was darunter war …

Er schluckte sichtbar, als nackte Haut unter dem karierten Stoff zum Vorschein kam. Die Ansätze ihrer Brüste wurden sichtbar, und am liebsten hätte Robbie selbst Hand angelegt, um den Vorgang ein wenig zu beschleunigen. Aber er hielt sich zurück. Das hier war ihre Show – er wollte nur genießen …

Noch mehr Haut kam zum Vorschein. Robbie hielt den Atem an. Unter ihrer Bluse schien Jane nichts zu tragen als nackte Haut – und die würde er gleich zu sehen bekommen. Jeden Augenblick …

In diesem Moment platzte donnernd die Tür der Kajüte auf, und was von Jane Masons unverhüllter Oberweite zu sehen gewesen war, verschwand wieder unter kariertem Stoff.

»Wer zum …?«, wollte Robbie loswettern.

Auf der Schwelle stand Ian McCauley, der Streber der Gruppe. Seine Hornbrille war beschlagen, weil er so heftig atmete. Dass er seine Kommilitonen empfindlich gestört hatte, bemerkte er nicht einmal.

»Leute!«, rief er so laut, dass sich seine Stimme überschlug. »Das müsst ihr euch ansehen! Wir sind fündig!«

»Was?«, fragte Jane und fuhr herum – an einem Schäferstündchen schien sie zu Robbies maßloser Enttäuschung nicht mehr interessiert zu sein. Dabei war sie das Einzige, das ihn auf dieser verdammten Fahrt interessierte.

»Wir sind fündig!«, wiederholte Ian triumphierend. »Eine Lasard-Kumulation, diesmal sind wir sicher!«

»Das muss ich sehen!«

Im nächsten Moment waren die beiden auch schon zur Tür hinaus, und Robbie, der sich für die Anordnung und das Wachstum von Bakterien ungefähr so interessierte wie für das, was auf Milchpackungen stand, blieb zurück wie ein begossener Pudel. Aber Jane Mason hatte es ihm nun einmal angetan, und wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hatte, dann verfolgte er es mit aller Hartnäckigkeit.

Schulterzuckend schwang er sich aus der Koje und zog sein Hemd wieder über, das er vorsorglich schon mal ausgezogen hatte. Dann folgte er den beiden durch den schmalen Gang in die Messe des kleinen Frachters, der die Biologen den hochgestochenen Namen »Observatorium« gegeben hatten.

Robbie fand, dass das reichlich übertrieben war für ein paar Notebooks, die an eine Reihe von Messgeräte angeschlossen waren, die der Kahn Tag und Nacht hinter sich herzog. Aber Jane und ihre Kollegen waren von ihrer Arbeit derart begeistert, dass sie sich daran nicht störten.

Dass Robbie überhaupt an der Reise hatte teilnehmen können, grenzte schon an ein Wunder. Die anderen sechs Studenten, die auf der »Seafish« ihren Dienst versahen, waren allesamt Biologen, die kurz davor standen, ihren Abschluss zu machen. Ihr Professor war ein gewisser Franklin Lasard, der im fernen Oxford saß und kühne Theorien über das Wachstum und die Verbreitung von Salzwasserbakterien entwickelte, die seine Studenten dann vor Ort überprüfen durften.

Jane und ihre Mitstudenten waren ein eingespieltes Forschungsteam, das schon bei anderen Projekten zusammengearbeitet hatte, allerdings noch nie so weit weg von zu Hause. Außer ihr und Ian waren da noch der beleibte Matt Cochrane, der pausenlos Schokoriegel in sich hineinstopfte; die kesse Lilian Masters, die Haare auf den Zähnen hatte; und schließlich die Zwillingsbrüder Avon und Malcolm Dembridge, zwei arrogante Schnösel, die Robbie nicht leiden konnten – und umgekehrt.

Robbie war kein Biologe; dass er an der Expedition teilnahm, war nur der Tatsache zu verdanken, dass die naturwissenschaftliche Fakultät einen Informatiker gesucht hatte, der das Equipment betreute. Und als Robbie erfahren hatte, dass Jane auf der Fahrt dabei sein würde, hatte er sich kurzerhand beworben und den Job bekommen.

In der Messe herrschte helle Aufregung. Die sechs Biologiestudenten standen um ein Notebook und starrten wie gebannt auf das Display, obwohl nicht mehr als ein paar blaue und lilafarbene Linien darauf zu erkennen waren, die eine Spirale formten.

»Siehst du?«, rief Ian triumphierend. »Habe ich es dir nicht gesagt, Jane? Ein Lasard-Muster! Der Professor hatte Recht, die ganze Zeit – und wir haben es bewiesen!«

»Tatsächlich«, bestätigte Jane und angelte die Hornbrille aus der Brusttasche ihres Hemdes, mit der sie nur noch attraktiver aussah. »Nehmt ihr das auf?«

»Logisch«, bestätigte Matt, der sich kauend auf einem der Sessel fläzte. »Die Auswertung läuft bereits.«

»Das ist sensationell«, hauchte Jane. »Einfach sensationell.«

»So?«, fragte Robbie, der sich in diesem Augenblick weitaus Sensationelleres hätte vorstellen können. »Und was, verdammt noch mal, ist daran so sensationell?«

Wenn die Blicke der Dembridge-Brüder hätten töten können, wäre er auf der Stelle leblos niedergesunken. Die beiden machten kein Hehl daraus, dass sie ihn für einen Proleten hielten, der von wirklicher Wissenschaft keine Ahnung hatte. Nur Jane war bereit, ihr Wissen zu teilen.

»Unser Professor«, erklärte sie, »hat eine Theorie entwickelt. Seiner Ansicht nach lassen sich anhand der nichthomogenen Verbreitung bestimmter Bakterienstämme im Meer Aussagen über die geothermische Beschaffenheit des Bodens treffen.«

»Aha«, machte Robbie. »Und was heißt das?«

»Dass man bei eingehender Betrachtung der Bakterienverbreitung Rückschlüsse auf das Vorhandensein von Rohstoffen ziehen kann, du Ignorant«, antwortete Avon barsch.

»Was?« Robbie musste lachen. »Ihr meint, diese Linien auf dem Bildschirm können euch sagen, wo die nächste unterseeische Ölquelle liegt?«

»Zum Beispiel.« Jane nickte. »Und du solltest nicht darüber lachen, denn so gut wie alle bahnbrechenden Entdeckungen wurden von ihren Zeitgenossen zunächst belächelt, ehe sie …«

Weiter kam die Studentin nicht – denn in diesem Moment durchlief eine schwere Erschütterung das Schiff, gefolgt von einem metallischen Krächzen, das allen durch Mark und Bein ging.

Ein harter Stoß durchlief die Messe, der die Studenten von den Beinen riss. Ian stieß gegen den Tisch mit den Notebooks, worauf eines davon herunterfiel und zu Bruch ging, Matt rollte auf seinem Sessel quer durch den Raum und krachte gegen die Wand. Jane taumelte geradewegs in Robbies offene Arme.

»W-was war das?«, fragte sie – als es erneut ohrenbetäubend krachte. Und diesmal blieb es nicht bei einem Stoß – das gesamte Schiff legte sich schräg, und auch der Rest der nur flüchtig gesicherten Geräte donnerte zu Boden.

Panik brach unter den Studenten aus, Lilian und die Dembridge-Brüder schrien aus Leibeskräften.

»Raus hier!«, rief Robbie, der als einer der wenigen einen kühlen Kopf bewahrte. Kurzerhand nahm er Jane an der Hand und zog sie hinter sich her durch den schmalen Gang, der plötzlich bergab führte. Die anderen rannten lauthals schreiend hinter ihnen her.

Robbie, der in den vergangenen drei Wochen kaum etwas zu tun gehabt hatte und den alten Frachter deshalb wie seine Westentasche kannte, rannte mit Jane in Richtung Bug, wo die Treppe hinauf zum Vordeck führte. Sie kamen nicht weit – der Bug des Schiffes stand bereits unter Wasser. Gurgelnd und sprudelnd kam es ihnen entgegen.

»Shit«, stieß Robbie hervor und blieb stehen. »Los, zurück zum Achterdeck!«

»Was ist da los?«, rief Ian panisch.

»Blöde Frage«, knurrte Robbie. »Wir sinken …«

***

Hauptquartier der Vereinten Nationen, New York

Büro des militärischen Attachés

16 Stunden später

»Jawohl, Herr Generalsekretär. Ich habe verstanden, Herr Generalsekretär.«

Die asketischen Züge Heinrich von Schröders waren aufs Äußerste angespannt. Was der Attaché, der für die Verbindung zwischen dem UN-Generalsekretariat und Special Force One zuständig war, gerade eben zu hören bekommen hatte, ließ ihm das Haar zu Berge stehen.

»Und was ist mit der Besatzung, Sir?«, fragte er angespannt. Die Antwort übertraf seine Befürchtungen noch bei weitem. »Ich verstehe, Sir«, sagte er, »und ich darf Ihnen versichern, dass ich mir über den Ernst der Lage sehr wohl im Klaren bin. Ich werde General Matani anhalten, unseren besten Trupp auf diese Mission zu schicken … Ja, Sir, ich meine Colonel Davidges Gruppe. Das Alpha-Team ist soeben von einem Auftrag zurückgekehrt und befindet sich in Einsatzbereitschaft … Sehr wohl, Sir. Ich werde es weitergeben.«

***

Conroy Beach, South Carolina

Donnerstag 1016 OZ

Mark Harrer landete bäuchlings auf dem weichen Boden. Dass er dabei eine Ladung Sand schluckte, hätte er noch verschmerzen können – wesentlich schlimmer war, dass er zu langsam gewesen war und den Ball nicht mehr erwischt hatte. Mark kam sich vor wie ein Fisch auf dem Trockenen.

Ein Punkt für die Gegenseite.

Schöner Mist.

Und das gackernde Gelächter von Sergeant Alfredo Caruso machte Mark klar, dass sie hier nicht nur zum Jux spielten, sondern dass es um ungleich mehr ging.

Es ging um die verdammte Ehre …

»Du solltest dich sehen«, prustete Caruso von der anderen Seite des Netzes. »Du siehst aus wie meine dicke Tante Elvira.«

»Na, vielen Dank auch«, erwiderte Mark. Er spuckte den Sand aus und raffte sich mühsam auf die Beine.

»So langsam würde ich mir an eurer Stelle Gedanken machen«, versetzte Alfredo. »Ihr liegt schon vier Punkte zurück. Wenn das so weitergeht, müsst ihr heute Abend im Shark’s Tale ’ne fette Runde schmeißen.«

»Moment.« Mark hob beschwichtigend die Hände. »Immer mit der Ruhe. So weit sind wir noch nicht, okay?«

»Okay«, gab Alfredo zurück und zwinkerte Marisa Sanchez zu, die mit ihm eine Mannschaft bildete. Die beiden glaubten den Sieg schon in der Tasche zu haben.

Ehrlich, dachte Mark, Alfredo war sein Freund und der beste Kamerad, den sich ein Soldat wünschen konnte. Aber er konnte auch eine verdammte Nervensäge sein, und wenn es um Beachvolleyball ging, verstand er keinen Spaß.

Im Nachhinein bereute es Mark, dass er sich zu dieser Partie hatte herausfordern lassen. Er hätte jetzt ebenso gut unten am Strand liegen und sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen können. Aber nein, er hatte sich ja unbedingt provozieren lassen müssen.

»Weißt du, Harrer, ich gebe es wirklich nicht gerne zu, aber der Pizzamann hat Recht«, fiel ihm jetzt auch noch seine Teamkollegin in den Rücken – es war Ina Lantjes, die Ärztin ihrer Einsatzgruppe.

Mark wandte sich um und warf Dr. Lantjes einen viel sagenden Blick zu. »Abwarten, Doc. Das Match ist noch nicht vorbei.«

»Da bin ich neugierig«, versetzte sie trocken und ging wieder in die Hocke, um den nächsten Aufschlag der Gegenseite zu erwarten.

Mark blickte ein bisschen länger in ihre Richtung, als es nötig gewesen wäre – in ihrem knallroten Badeanzug bot die Ärztin einfach einen zu überwältigenden Anblick. Es war ohnehin selten, dass er sie in ziviler Kleidung sah – meist trug die Ärztin ihre SFO-Uniform. So freizügig hatte er den Doc noch nie gesehen.

»Verdammt, pass auf!«, rief sie ihm zu – und tatsächlich kam schon im nächsten Moment der nächste von Alfredo Carusos gefürchteten Flatteraufschlägen geflogen.

Haarscharf fegte der Ball über das Netz und schien sich nicht entschließen zu können, wo er niedergehen wollte. Diesmal war Mark aber schneller. Mit einem Satz sprang er vor und nahm den Ball an, baggerte ihn hoch in die Luft und stellte ihn für Ina, die ihn mit einem astreinen Schmetterschlag übers Netz beförderte, direkt vor Sanchez’ Füße. Die Argentinierin machte ein verblüfftes Gesicht und sah jetzt nicht weniger dämlich aus als Mark vorhin.

»Habt ihr gesehen, Freunde?«, fragte Mark durch die Maschen des Netzes. »So macht man das.«

Der Aufschlag wechselte, und jetzt war es Ina Lantjes, die den Ball mit Effet über das Netz schlug. Mark musste zugeben, dass er der Ärztin so viel Sportlichkeit nicht unbedingt zugetraut hätte. Wie sie den Ball hoch in die Luft warf, um ihn dann in einer ebenso eleganten wie kraftvollen Bewegung auf die andere Seite des Spielfelds zu dreschen, das war schon bemerkenswert.

Es gelang Caruso, den Ball anzunehmen und erfolgreich hochzubaggern. Sanchez kam ans Netz und schmetterte den Ball – aber diesmal war Mark darauf gefasst. Sein Hechtsprung ging nicht ins Leere, sondern fing den Ball ab, kurz bevor er den Sand berührte. Dr. Lantjes nahm ihn auf und pritschte ihn hoch – und jetzt war es Mark, der am Netz hochstieg und den Ball mit der Wucht einer Dampframme auf die andere Seite beförderte.

»Punkt!«, rief Ina Lantjes in seltenem Übermut und klopfte Mark anerkennend auf die Schulter.

»Hey, Doc«, erkundigte sich Mark verblüfft, »das war nicht etwa ein Kompliment, oder?«

»Allerdings«, bestätigte sie, »aber werde deswegen nicht gleich übermütig, Harrer.«

»Natürlich«, brummte Mark.

Die Chemie zwischen ihm und der Niederländerin hatte vom ersten Augenblick an »gestimmt«.

Sie hasste ihn nicht, wie sie Caruso hasste, der ein notorischer Schürzenjäger war und ihr ständig den Hof machte, obwohl es völlig aussichtslos war. In Marks Fall war es fast noch schlimmer. Nicht nur, dass sie ihn nicht besonders leiden konnte. Bisweilen schien die blonde Ärztin ihn regelrecht zu verachten, und Mark hatte sich schon oft gefragt, woran das liegen mochte.

Vielleicht, sagte er sich, bot dieses Match ja die Chance, ein paar verlorene Punkte wieder gutzumachen. Und das im wörtlichen Sinn …

»Alarm!«, schrie plötzlich jemand.

Mark fuhr herum und sah eine drahtige Gestalt, die über den breiten Strand angerannt kam. Jenseits der hellgelben Dünen erhoben sich die flachen Gebäude von Fort Conroy, dem Militärstützpunkt, der das Hauptquartier von Special Force One beherbergte.

Der junge Mann, der da angelaufen kam und aufgeregt mit den Armen winkte, war Corporal Miroslav Topak, seines Zeichens Russe und der Motorisierungsexperte des Trupps. Miro, wie sie ihn nannten, hatte den größten Teil seiner Dienstzeit im eisigen Sibirien verbracht und konnte mit Beachlife und Sonnenschein herzlich wenig anfangen. Auch jetzt trug er Uniform statt legerer Freizeitklamotten, und sein Gesicht war feuerrot.

»Alarm!«, rief er noch einmal, während er atemlos angehetzt kam. »Alle haben sich sofort im Stabsgebäude einzufinden, Befehl vom Colonel.«

»Was?«

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