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Special Force One - Folge 01

Inhalt

  1. Cover
  2. Über diese Serie
  3. Über diese Folge
  4. Über die Autoren
  5. Titel
  6. Impressum
  7. Der erste Einsatz
  8. In der nächsten Folge

SFO - Die Spezialisten

Special Force One – Die Antwort der Vereinten Nationen auf den Terror der heutigen Zeit. Ein Spezialkommando, allein zu dem Zweck geschaffen, korrupte Staaten, Flugzeugentführer, Attentäter und Massenmörder zu bekämpfen.

Doch das Projekt hat nicht nur Befürworter. Auch in den eigenen Reihen gibt es Kritiker, die nur darauf warten, dass das Unternehmen fehlschlägt.

Das Alpha-Team um Colonel John Davidge und Leutnant Mark Harrer hat jedoch keine Wahl: Wenn die Vereinten Nationen um Hilfe rufen, rückt die SFO aus. Und wo sie im Einsatz sind, ist Versagen keine Option …

Folge 01: Der erste Einsatz

Folge 02: Unter Feuer

Folge 03: Drogenkrieg

Folge 04: Operation »Broken Fish«

Folge 05: Feindname: Nexus

Folge 06: Das ägyptische Grabmal

Folge 07: Südsee-Inferno

Folge 08: Schatten der Vergangenheit

Folge 09: Auf verlorener Mission

Folge 10: Piraten vor Singapur

Folge 11: Einsatz hinter Klostermauern

Folge 12: Codename: Enigma

Folge 13: Insel aus Stahl

Folge 14: Der Atem Gottes

Folge 15: Flug in den Tod

Folge 16: Der Nemesis-Plan

Folge 17: Das Delta-Protokoll

Über diese Folge

Das Dokument war amtlich und trug den Vermerk »Vertraulich« – sehr zum Missfallen des Mannes, der es wieder und wieder betrachtete. Wochenlang hatte sich der Sicherheitsrat beraten und am Ende tatsächlich zu einem Beschluss durchgerungen. Ein elender Haufen streitsüchtiger Bürokraten, die sie waren. Doch was noch schlimmer war: der Vertreter seines eigenen Landes hatte ein flammendes Plädoyer für den Beschluss gehalten! Nun war es also besiegelt. Eine neue Spezialeinheit war ins Leben gerufen worden – die Special Force One. Und er, Colonel John Davidge, sollte sie anführen …

Special Force One – Die Antwort der Vereinten Nationen auf den Terror der heutigen Zeit. Ein Spezialkommando, allein zu dem Zweck geschaffen, korrupte Staaten, Flugzeugentführer, Attentäter und Massenmörder zu bekämpfen.

Über die Autoren

An der Romanserie Special Force One haben die Autoren Michael J. Parrish, Roger Clement, Dario Vandis und Marcus Wolf mitgearbeitet. Sie alle haben jahrelange Erfahrung im Schreiben von Action- und Abenteuergeschichten. Durch ihr besonderes Interesse an Militär und Polizei haben sie außerdem fundierte Kenntnisse über militärische Abläufe und ein gutes Gespür für actiongeladene Erzählstoffe.

Michael J. Parrish

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Der erste Einsatz

 

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Der erste Einsatz

Die Luft in dem kleinen Zimmer war abgestanden und stickig, Nikotinschwaden hingen im Raum. Dass die Klimaanlage lief, merkte man kaum – das Ding war so alt, dass es kaum noch seine Pflicht erfüllte.

Die Möbel waren schäbig, hatten angeschlagene Ecken und Schrammen. Und sie rochen. An ihnen haftete der Geruch der Vergangenheit – jener Vergangenheit, die Mark Harrer hasste und die er am liebsten aus seinem Gedächtnis gestrichen hätte.

Aber er konnte es nicht.

So sehr er es auch wollte, sie war ein Teil von ihm. Und wohin er auch kam, begleitete sie ihn, war auf Schritt und Tritt dabei. Unabhängig davon, ob die glühend heiße Sonne Somalias auf ihn herabbrannte oder er im afghanischen Winter erbärmlich fror.

Nahezu reglos saß Harrer auf der Kante des schäbigen Bettes. Er betrachtete die Züge des Mannes, der dort lag und schlief. Zwiespältige Gefühle kamen dabei in ihm hoch.

Er empfand Abneigung, fast Verachtung für diesen Menschen, der sein Leben weggeworfen und resigniert hatte. Andererseits, auch wenn er sich das nicht eingestehen wollte, war da auch Zuneigung. Ein letzter Rest von dem, was er einst empfunden hatte, als er noch ein kleiner Junge gewesen war.

Denn der Mann mit den eingefallenen, ausgezehrten Zügen war kein anderer als sein Vater.

Harrer konnte sich gut erinnern.

Als kleiner Junge hatte er stets zu seinem Vater aufgeblickt, hatte er sein wollen wie er. Er hatte eine Uniform tragen und es zu etwas bringen wollen, genau wie er.

Es hatte Jahre gebraucht, bis er herausgefunden hatte, dass sein Vater kein strahlender Held und die Bundeswehr nicht der Ort war, an dem Legenden geboren wurden.

Wann die Sache mit dem Alkohol begonnen hatte, wusste Harrer nicht mehr. Aber er erinnerte sich noch gut an den ersten gebrochenen Arm.

Sein Alter war nach Hause gekommen, sturzbetrunken vom Kompaniefest, und hatte irgendetwas von einer Belobigung gemurmelt, um die man ihn betrogen hätte. Daraufhin hatte er seinen Sohn verprügelt, um den Frust, den er sich bei seinen Vorgesetzten eingefangen hatte, an ihm auszulassen. An einem Opfer, das sich nicht wehren konnte.

So war es oft gewesen.

Wieder und wieder und wieder.

Und jedes Mal, wenn Harrer im dunstigen, nikotinverseuchten Mief des Krankenzimmers saß, fragte er sich, weshalb er überhaupt noch hierher kam. Vielleicht, sagte er sich, war es ja das letzte Mal.

Der Mann im Bett begann sich jetzt zu regen. Der Mund mit den gelben Zähnen öffnete sich und schmatzte leise, dann schlug der Mann die Augen auf.

Ein dunkles Augenpaar musterte Harrer eine Weile, ehe ein Ausdruck des Verstehens auf den unrasierten, faltigen Zügen erschien.

»Junge«, krächzte der Mann im Bett.

»Hallo, Vater.«

»Du hier?« Der Mann, der 56 war, jedoch dreißig Jahre älter aussah, lachte kehlig. »Was führt dich denn zu mir? Etwa die Sehnsucht?«

»Kaum.« Harrer schüttelte den Kopf. »Ich wollte mich nur verabschieden.«

»Ver – verabschieden? Wohin geht’s denn diesmal? Wohin schickt dich die großdeutsche Führung?«

Harrer verzog das Gesicht. Er mochte es nicht, wenn sein Vater so redete. Es war der blanke Neid, der ihn dazu trieb. Der Neid darauf, dass sein Sohn sinnvolle Aufgaben erfüllen konnte, während er selbst sein Leben im Suff verschwendet hatte.

»In die Staaten«, antwortete Harrer dennoch.

»Was willst du denn da?«

»Tut mir Leid, Vater, das kann ich dir nicht sagen. Dienstgeheimnis.«

»Verstehe.« Der Alte lachte und musste husten. Hektisch tastete er auf dem Nachttisch nach den Zigaretten, die dort lagen, und steckte sich eine davon an.

»Es ist ziemlich dämlich, im Bett zu rauchen«, stellte Harrer fest.

»Und? Was geht’s dich an? Du verschwindest sowieso, oder nicht?«

»Allerdings. Aber wir könnten wenigstens für einen Augenblick so tun, als wären wir Vater und Sohn.«

»Und? Was willst du von mir?«

»Ich weiß nicht.« Harrer zuckte mit den Schultern. »Vielleicht, dass du mir Glück wünschst, wie andere Väter es tun würden. Dass du für meine gesunde Rückkehr betest oder … »

Ein heftiger Hustenanfall seines Vaters unterbrach ihn. »Tut mir Leid, Junge – mit dem Beten habe ich vor langer Zeit aufgehört. Also erwarte lieber nichts von mir.«

»Kein Problem. Ich bin nichts anderes gewohnt.«

»Autsch. Das hat wehgetan. Kommen jetzt wieder die alten Vorwürfe? Dass du es bei deiner Mutter besser gehabt hättest? Dass ich ein mieser Vater für dich war?«

»Nein. Keine Vorwürfe diesmal. Ich will mich nur verabschieden, denn ich komme nicht zurück.«

»Was soll das heißen?« Die Zigarette fiel dem alten Harrer aus dem Mundwinkel. Hektisch fischte er sie auf und steckte sie sich wieder zwischen die Lippen.

»Das heißt, dass ich Deutschland verlassen werde, Vater. Möglicherweise für immer. Es kommt darauf an.«

»Worauf?«

»Auf meinen neuen Auftrag.«

»Natürlich. Hätte ich fast vergessen. Du bist ja ein guter Soldat, der immer treu seine Pflicht erfüllt.«

»Ich gebe mein Bestes.«

»Schon möglich. Aber das Beste ist eben oft nicht gut genug. Das ist die Armee, mein Junge. Du opferst ihr deine besten Jahre, und dafür kriegst du am Ende nichts als einen Tritt in den Hintern und einen Platz in so einem schäbigen Loch wie diesem. Und wenn du Glück hast, besucht dich dein Sohn zweimal im Jahr, um dich zu verarschen.«

»Ich verarsche dich nicht, Vater.«

»Natürlich nicht. Dazu fehlt dir auch der Mumm. Ehrlich gesagt habe ich nie verstanden, was ein Kerl wie du bei der Armee will. Ich dachte, da nimmt man nur Männer.«

Harrer seufzte. Es ging schon wieder los. Jedes Mal, wenn sie sich miteinander unterhielten, brach früher oder später ein Streit aus. Aber diesmal war er fest entschlossen, sich nicht provozieren zu lassen.

»Du bist nur neidisch, Vater«, stellte er fest.

»Neidisch? Worauf sollte ich neidisch sein? Du bist nur ein verdammter Feldwebel, genau wie ich einer war.«

»Nicht der Dienstgrad entscheidet, sondern das, was man aus sich macht.«

»Ha!« Sein Vater lachte heiser. »Wer hat dir denn den Mist erzählt?«

»Jemand, der es wissen muss.«

»Ach ja? Und wer ist der Idiot?«

»Du selbst, Vater«, erwiderte Harrer gepresst. »Aber das ist lange her. Ich war noch ein kleiner Junge damals.«

»So?« Die vom Alkohol ausgezehrten Züge zerknitterten sich für einen Augenblick nachdenklich. Dann schüttelte Harrers Vater unwirsch den Kopf. »Ich habe in meinem Leben viel Blödsinn erzählt, Junge. Schätze, auf etwas mehr oder weniger kommt’s nicht an.«

»Wenn du meinst.« Harrer stand auf und wandte sich zum Gehen. Er konnte den Anblick nicht länger ertragen.

»Wo willst du denn hin?«

»Ich gehe, Vater.«

»Nach Amerika?«

»Ja.«

»Dann geh, wenn du unbedingt musst. Ich werde dich bestimmt nicht vermissen. Hau schon ab, worauf wartest du? Bist du noch immer nicht weg?«

»Du kannst es nicht, oder?«

»Wovon redest du?«

»Du kannst mir keinen Erfolg gönnen. Und du bist auch nicht in der Lage, mir Glück zu wünschen.«

Der alte Harrer antwortete nichts. Seine Zigarette hatte er zu Ende geraucht. Er schnippte die Kippe in den Aschenbecher, der bereits überquoll, und biss störrisch die Lippen aufeinander.

»Schon gut, Vater. Ich gehe. Leb’ wohl.«

Mark Harrer straffte sich und zog die graue Jacke seiner Dienstuniform zurecht. Dann setzte er das Barett wieder auf und trat hinaus, ließ das Krankenzimmer hinter sich – und damit auch seine Vergangenheit.

Dumpf fiel die Tür hinter ihm ins Schloss.

Reglos starrte der alte Harrer noch eine Weile auf die Stelle, an der sein Sohn eben noch gestanden hatte. Und aus seinen geröteten, dunkel umrandeten Augen traten Tränen.

»Viel Glück, Sohn«, sagte er leise.

***

NATO-Hauptquartier, Brüssel

Communication Unit 16

Montag, 0848 MEZ

Eigentlich war es ein guter Tag für Lieutenant Pierre Leblanc.

Vergangene Nacht hatte er ein glückliches Händchen beim Pokern gehabt und seine Offizierskollegen von der CU16 bis aufs letzte Hemd ausgezogen. Die knapp 400 Euro, die er dabei eingestrichen hatte, waren ein hübscher Nebenverdienst, und eigentlich hätte alles in bester Ordnung sein können.

War es aber nicht.

Denn da gab es ein paar Mistkerle, die immer mehr von ihm wollten. Und die 400 Piepen waren für sie nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Leblanc hatte versucht, mit ihnen zu reden. Erst heute morgen wieder hatte er mit Calebas telefoniert und ihm gesagt, dass er sein Geld schon noch bekommen würde. Aber soweit es Calebas und seine Schläger betraf, war ihre Geduld erschöpft. Und für Leblanc bedeutete das, dass er wirklich tief in der Scheiße saß.

Wie hatte es nur so weit kommen können?

Leblanc konnte es sich nicht erklären. Es waren doch nur ein paar hundert Euro gewesen. Naja, ein paar hundert hier und ein paar hundert dort – aber wer hätte gedacht, dass sich das alles so drastisch summieren würde?

Immer wieder sagte er sich die Zahl in Gedanken vor und konnte es noch immer nicht glauben. Wie, in aller Welt, sollte ein normaler Mensch derart viel Geld aufbringen?

Natürlich, er verdiente nicht schlecht, aber angesichts der Summe, die er Calebas schuldete, war sein Gehalt geradezu lächerlich. Und die Summe auf der Bank aufnehmen konnte er nicht, weil er keine Sicherheiten zu bieten hatte.

Damit hatte er ein echtes Problem: Wie, in aller Welt, organisierte man auf die Schnelle 200.000 Euro?

Celebas’ Schläger hatten klar gemacht, dass sie auf seine Gesundheit keine Rücksicht nehmen würden, wenn das Geld nicht bis Freitag bei ihnen war, und händeringend hatte Leblanc nach einer Möglichkeit gesucht, die Kohle zu beschaffen.

Schließlich war ihm eine Idee gekommen, aber sie war nicht ganz legal. Andererseits – wenn es niemand erfuhr, wen kümmerte es? Er schadete damit niemandem, aber wenn die Sache glatt ging, konnte er damit seinen Kopf aus der Schlinge ziehen. Noch zwei Nächte würde er brauchen, dann waren die Berechnungen abgeschlossen. Dann würde sich zeigen, was sie wert waren.

Jäh wurde Leblanc klar, dass seine Gedanken wieder abgeschweift waren, und er rief sich selbst zur Ordnung. Er durfte sich nicht anmerken lassen, wie übermüdet er war. Wenn die Sache über die Bühne war, hatte er das ganze Wochenende Zeit, um sich auszuschlafen. Bis dahin musste er durchhalten.

Verstohlen blickte er sich um, aber die Offizierskollegen an den anderen Terminals der Kommunikationszentrale schienen seinen Ausflug ins Reich der Träume nicht mitbekommen zu haben.

Er nahm sich zusammen und konzentrierte sich auf die Kodierungen, die Coronel Ramirez noch heute Vormittag auf seinem Schreibtisch haben wollte.

Allerdings fiel es ihm schwer.

Immer wieder musste er an Calebas’ Schläger denken, sah ihre finsteren Mienen vor sich. Das letzte Mal hatten sie sich damit begnügt, ihn zusammenzuschlagen. Wenn er jetzt nicht zahlte, würden sie ihm das Lebenslicht ausblasen, das stand fest.

»Mon dieu«, murmelte er leise und setzte seine Chiffriertätigkeit fort – bis er merkte, dass jemand hinter ihn stand und ihm prüfend über die Schulter blickte.

Auf dem Bildschirm spiegelten sich die strengen Züge von Major Kurt Gerhard, dem Leiter von Kommunikationsgruppe 16. Leblanc verzichtete darauf, aufzustehen und zu salutieren – die Umgangsformen im NATO-Hauptquartier waren lockerer als draußen in den Garnisonen.

»Alles in Ordnung, Lieutenant?«, erkundigte sich Gerhard.

»Ich denke schon, Sir.«

»Denken Sie lieber nicht, Lieutenant. Coronel Ramirez will Sie sprechen. Jetzt gleich.«

Leblanc bekam ein mieses Ziehen in der Magengegend. Der Tonfall, den der Major an den Tag legte, verhieß nichts Gutes. Und am helllichten Tag zum Coronel zitiert zu werden, war auch nicht gerade ein gutes Zeichen.

»Der Coronel hat mich mit diesen Chiffrierungen beauftragt. Er sagte, sie hätten erhöhte Priorität und …«

»Sie werden warten müssen«, stellte Gerhard klar.

Damit war alles gesagt.

Leblanc stand auf und verließ das Terminal, an dem er den größten Teil seiner Arbeitszeit verbrachte, schlüpfte in die Jacke seiner Dienstuniform und setzte die Kopfbedeckung auf. Dann folgte er dem Deutschen durch die Zentrale von CU16 hinauf zum Büro des Coronels.

Ramirez, der die Kommunikationseinheiten im HQ unter sich hatte, war ein Mann mit eisernen Prinzipien.

Er entstammte einer alten spanischen Offiziersfamilie, deren Tradition ein paar hundert Jahre zurückreichte. Wohin genau, wusste Leblanc nicht, aber es hätte ihn nicht gewundert, wenn Ramirez’ Vorfahren schon auf den Schiffen der spanischen Armada gekämpft hatten. Und eines war sicher: Ramirez’ Ahnen wären lieber mit ihrem Schiff untergegangen, als sich dem Feind zu ergeben.

Sie durchquerten das Vorzimmer, in dem die beiden Adjutanten an ihren Schreibtischen saßen, und im nächsten Moment fand sich Leblanc im Büro des Coronels wieder.

Militärische Ordnung war hier Trumpf. Die Ordner in den Regalen standen in Reih und Glied, der Fußboden spiegelte wie Kampfstiefel beim Morgenappell. Es roch nach frischem Bohnerwachs, durchmischt mit dem süßlichen Geruch von Tabak. Zigarren waren Ramirez’ einzige bekannte Schwäche.

Der Coronel, ein schlanker, dunkelhaariger Mann mit tief liegenden Augen, saß hinter einem riesigen Schreibtisch aus Eichenholz. Leblanc nahm Haltung an, und Ramirez musterte ihn einige quälende Sekunden, ehe er ihn bequem stehen ließ.

»Lieutenant Leblanc«, sagte der Coronel und blickte in die Akte, die aufgeschlagen vor ihm lag. »Wo fange ich nur an?«

»Am besten ganz von vorn, mi Coronel«, meinte Leblanc, um seine Unsicherheit zu überspielen. Die Sache gefiel ihm überhaupt nicht. Was hatte das zu bedeuten? Waren Sie ihm auf die Schliche gekommen? Aber wie? Er hatte verdammt gut aufgepasst …

»Schön, also von vorn.« Der Coronel nickte. »Sie sind ein Offizier mit außergewöhnlichen Fähigkeiten, das wissen Sie. Ich bin dankbar dafür, dass die französische Regierung unsere Einheit mit Talenten wie Ihnen unterstützt, obwohl sie ihre Rolle innerhalb der NATO reduziert hat.«

»Danke, mi Coronel.«

»Sie haben Ihr Informatikstudium cum laude abgeschlossen und sind nicht zu schlagen, wenn es darum geht, verschlüsselte Nachrichten zu dechiffrieren oder gesicherte Datenbanken zu knacken.«

»Vielen Dank, mi Coronel.« Was sollte das werden, fragte sich Leblanc. Eine Lobeshymne? Wollte man ihm einen Orden verleihen?

»Aber«, machte Ramirez seine Hoffnungen mit einem Wort zunichte, »Sie sind auch das, was man bei mir zu Hause einen verraco nennt, Leblanc.«

...

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