Logo weiterlesen.de
Souverän in Diskussionen und Interviews agieren

Souverän in Diskussionen und Interviews agieren

Dr. Matthias Nöllke

Hinweis zum Urheberrecht

Alle Inhalte dieses eBooks sind

urheberrechtlich geschützt.

Die Herstellung und Verbreitung

von Kopien ist nur mit

ausdrücklicher Genehmigung

des Verlages gestattet.

Haufe-Lexware GmbH & Co. KG, Freiburg

Inhalt

Einführung

Zuhörer sind überall

Souverän in der Diskussion

Interviews meistern

Die Gegenfrage

Der Gegensog

Lösungsteil

Über den Autor

Literatur

Weitere Short eBooks

Einführung

In unserem Short eBook erfahren Sie, worauf Sie achten müssen, wenn Sie vor einem Publikum agieren. Was Sie sympathisch macht und was Sie besser vermeiden sollten, weil es eher nicht gut ankommt. Weiterhin widmen wir uns dem Thema Interview: Wie können Sie Fangfragen begegnen, Unterstellungen zurückweisen und „Nebel werfen“, wenn es mal brenzlig wird? Als Techniken stellen wir Ihnen die Gegenfrage und den Gegensog vor, die in vielen Situationen sehr hilfreich sein können, nicht nur vor Publikum

Viel Erfolg wünscht Ihnen Matthias Nöllke.

Zuhörer sind überall

Wenn Sie eine schlagfertige Antwort geben, dann ist das sehr oft nicht nur eine Sache zwischen Ihnen und dem Angreifer, einen wesentlichen Part spielt auch das Publikum. Diejenigen, die zuhören, entscheiden in vielen Fällen letztlich darüber, ob Ihre Erwiderung angekommen ist oder nicht. Sie können nicht schlagfertig sein, ohne dass Ihr Publikum das merkt.

Wir sprechen weitaus häufiger vor einem Publikum, als wir vielleicht meinen. Nehmen wir den Fall, dass ein Kollege Sie im Büro anfrotzelt, und eine Arbeitskollegin hört zu. Natürlich wollen Sie vor allem Ihrem Kollegen eine passende Antwort geben. Doch stellen Sie sich vor, auf Ihre Erwiderung bricht Ihre Zuhörerin in Gelächter aus, oder aber es folgt eisiges Schweigen. Das ist schon ein gravierender Unterschied. Natürlich spielt das Publikum eine Rolle, die mal mehr, mal weniger wichtig ist. Manchmal ist es nur eine Art „Resonanzraum“, der die Wirkung Ihrer Aussage verstärkt oder abschwächt. Manchmal kommt es hingegen nur auf das Publikum an, und es ist letztlich egal, was Ihr Kontrahent von Ihnen denkt. Den müssen Sie nicht überzeugen, der muss Sie nicht sympathisch finden, aber das Publikum.

Darüber hinaus lassen sich zwei typische Situationen unterscheiden:

  • Sie führen mit jemandem eine Diskussion; das Publikum hört zu und bildet sich seine Meinung über den Sachverhalt, über den geredet wird.

  • Sie werden befragt und nehmen dazu Stellung. In Reinform findet sich diese Situation im Interview. Aber auch in Meetings, im Anschluss an Vorträge, Referate, Präsentationen müssen Sie damit rechnen, vor einem Publikum befragt zu werden.

Beide Fälle werden wir im Folgenden beleuchten und die typischen Probleme ansprechen, denen Sie dabei begegnen können.

Souverän in der Diskussion

Viele Diskussionen laufen vollkommen an den Zuhörern vorbei. Die Gesprächspartner drücken sich unverständlich aus, sie werfen mit Zahlen um sich, die niemand nachprüfen kann und sowieso keiner versteht, sie überhäufen sich mit Vorwürfen, greifen einander persönlich an und ereifern sich über Dinge, die ihrem Publikum vollkommen egal sind. Ihnen sollte das nicht passieren. Wenn Sie vor einem Publikum diskutieren, sollten Sie sich vorher darüber klar werden, wen Ihre Argumente in erster Linie erreichen sollen: Ihren Gesprächspartner oder das Publikum.

Seien Sie verständlich

Regel Nummer 1: Reden Sie so, dass Sie jeder versteht. Es nützt Ihnen gar nichts, wenn Sie sich sachlich korrekt ausdrücken, aber niemand Ihnen folgen kann – allenfalls Ihrem Kontrahenten. Haben Sie keine Angst, zu stark zu vereinfachen. Wenn die Gegenseite Ihnen das vorwirft, können Sie immer noch ausführlich werden. Dann wird Ihnen zwar niemand mehr so ganz folgen können, aber es war ja der andere, der Ihnen dieses Fachgespräch aufgenötigt hat. Die Folge: Sie bleiben der Gute. Der Punkt geht an Sie.

Kurze Sätze bitte

Eine wichtige Voraussetzung, um verstanden zu werden: kurze, knappe Sätze. „Sätze über 13 Worte werden nicht mehr verstanden“, meint der TV-Moderator Max Schautzer. Das scheint ein brauchbarer Grenzwert zu sein.

Do you speak Fachchinesisch?

Auch und gerade wenn Sie mit einem Fachmann über Ihr Fachgebiet diskutieren, meiden Sie Fachausdrücke. Sie brauchen nicht zu befürchten, dass Ihnen dadurch die Aura des Experten verloren geht. Denken Sie an Ihre Zuhörer: Die brauchen keinen Fachmann, den Sie nicht verstehen.

Schnell zum Wesentlichen

Regel Nummer 2: Kommen Sie schnell zur Sache, reden Sie nicht lange drumherum. Im Zeitalter von Zapping und SMS ist die Bereitschaft der Zuhörer nicht gerade gewachsen, Ihnen lange konzentriert zuzuhören, bis Sie endlich etwas Substanzielles äußern. Die Aufmerksamkeit Ihrer Zuhörer ist eine kostbare Ressource, mit der Sie sparsam umgehen sollten. „Aber ich will gar nicht länger weiterreden, sondern es euch sagen“, pflegte einer meiner Schullehrer bei solchen Gelegenheiten zu sagen. So sollten Sie es auch halten. Bevor Sie weiterreden, sagen Sie es lieber gleich.

Nicht hetzen und drängeln

Schnell zur Sache zu kommen heißt nicht, dass Sie sich beeilen müssten. Im Gegenteil: Ruhe und Bedächtigkeit kommt bei Ihren Zuhörern wesentlich besser an als hektische Betriebsamkeit. Sie sollten Sicherheit und Souveränität ausstrahlen.

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Souverän in Diskussionen und Interviews agieren" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen






Teilen