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Sonnenglut der Leidenschaft

1. KAPITEL

Gwynneth bezahlte den Taxifahrer, stieg aus und betrachtete das Gebäude, vor dem sie stand. Hier lag also die Wohnung ihres Vaters. Oder vielmehr ihre, denn er hatte sie ihr vererbt.

Doch sie hatte nicht nur seinen Besitz geerbt, sondern auch seine Verpflichtungen. Zumindest fühlte sie sich verantwortlich, ihnen nachzukommen. Der plötzliche Herztod ihres Vaters hatte sie völlig unvorbereitet getroffen und setzte ihr sehr zu. Obwohl sie nicht gerade eine herkömmliche Vater-Tochter-Beziehung gepflegt hatten, mochte sie ihn doch sehr gern.

Nach der Scheidung ihrer Eltern war er verschwunden und hatte sie ihrer lieblosen Mutter überlassen, die bald wieder heiratete. Ihr Vater gab sich ganz dem süßen Leben hin und reiste in der Welt umher. Ab und zu erinnerte er sich an seine Tochter und besuchte sie im Internat. Dort kümmerte sich zumindest eine warmherzige Direktorin um Gwynneth.

Im Gegensatz zu ihrem Stiefvater, der im Geld schwamm, hatte ihr Vater eigentlich nie über finanzielle Mittel verfügt. Und die im Königreich Zuran am Persischen Golf gelegene Eigentumswohnung verdankte er einzig und allein seiner charismatischen Ausstrahlung und Überzeugungskraft.

Lächelnd erinnerte Gwynneth sich an die Begeisterung, mit der ihr Vater von der Wohnung geschwärmt hatte.

Sie liegt direkt am neuen Jachthafen, Gwynneth. Ich hätte sie schon mindestens hundertmal zum doppelten Preis verkaufen können.

Gleich würde sie ihr neues Eigentum zum ersten Mal mit eigenen Augen sehen. Trotz der seidig warmen Nachtluft, die nun sinnlich ihren Körper umschmeichelte, fröstelte Gwynneth. An alles, was auch nur im Entferntesten mit Sinnlichkeit zusammenhing, wollte sie lieber keinen Gedanken verschwenden. Seit sie wusste, was für ein Erbe sie ihrem Vater in dieser Hinsicht verdankte, versuchte sie, jede erotische Empfindung im Keim zu ersticken.

Entschlossen schob sie sich eine Locke des langen rotgoldenen Haars aus dem Gesicht und schloss kurz die ausdrucksvollen grünen Augen. Haar- und Augenfarbe, die seidigen dunklen Wimpern und der helle Teint stammten von ihrer irischen Mutter, die Zartgliedrigkeit hingegen von der Großmutter ihres Vaters.

Da die Erinnerung an ihre Familie Gwynneth schmerzte, schlug sie die Augen wieder auf. Als Kind hatte sie sich immer wieder gefragt, warum ihre Eltern sie nicht liebten. Erst als Erwachsene erkannte sie, dass sie keine Schuld am Verhalten ihrer Eltern trug. Weil die beiden einander nicht geliebt hatten, konnten sie auch dem Kind keine Liebe entgegenbringen, das sie ungewollt miteinander verband.

Ein Jahr nach der Scheidung heiratete ihre Mutter zum zweiten Mal und zog mit ihrem Mann nach Australien, während ihr Vater sich Drogen, Alkohol und dem Glücksspiel hingab und gelegentlich in England auftauchte, um seine Tochter zu besuchen. Meistens stand er dann unter Drogen, war betrunken oder pleite. Sein Hippieleben, mit allem, was dazugehörte, führte dann wohl auch zu seinem frühen Tod. Ein Herzinfarkt riss ihn im Alter von Mitte vierzig aus dem Leben. Das erfuhr Gwynneth von dem Krankenhaus, das sie über den Tod ihres Vaters in Kenntnis setzte.

Nur wenige Tage zuvor hatte sie ihn noch nach ihrer Arbeit in einer exklusiven Hotelsuite besucht. Zu ihrer großen Überraschung bewohnte er sie nicht allein, sondern mit seiner philippinischen Freundin Teresa und dem gemeinsamen Baby. Von beiden erfuhr Gwynneth erst an diesem Tag.

„Teresa ist viel zu jung“, erklärte sie ungehalten. Was wollte so ein junges hübsches Mädchen mit einem Mann, dessen beste Zeit bereits hinter ihm lag?

„Sie ist zweiundzwanzig. Na und?“

„Vier Jahre jünger als ich!“

„Nun sei doch nicht so prüde! Was spricht dagegen, dass ich Spaß am Sex habe? Das ist völlig natürlich. Du solltest es auch mal ausprobieren, anstatt wie eine Nonne zu leben.“

„Darüber möchte ich jetzt nicht reden.“

Insgeheim wusste sie schon lange, dass sie einen ähnlichen Hunger in sich trug wie ihr Vater. Doch bisher gelang es ihr erfolgreich, ihn zu unterdrücken.

Nachdenklich betrachtete Gwynneth erneut das Gebäude und vergewisserte sich, dass sie vor dem richtigen Haus stand. Schon seltsam, dass ausgerechnet ihr Vater, der doch ständig pleite war, hier eine exklusive Luxuswohnung besessen hatte, die nun ihr gehörte.

Auf dem Wasser schaukelten etliche Luxusjachten leicht im Wind und glänzten im Mondschein. Etwas weiter entfernt, jenseits der Kliffkante, entdeckte sie ein Restaurant, das einem großen Wintergarten ähnelte. Die einzelnen Wohngebäude vor ihr waren durch verglaste Korridore und Gärten miteinander verbunden, die zu einem Hotel führten. Und die gesamte Landzunge umschloss zur einen Seite der Jachthafen und auf der anderen ein Privatstrand.

Zunächst hatte Gwynneth in London bei der Botschaft von Zuran die Wohnungseigentumsurkunde auf ihre Richtigkeit prüfen lassen. Dort erfuhr sie auch, wie sie die Wohnung ordnungsgemäß auf ihren Namen umschreiben konnte: Dafür musste sie persönlich nach Zuran fliegen oder jemanden in Zuran beauftragen, sie zu vertreten.

Da sie die Urkunde nicht aus der Hand geben wollte, beschloss sie, die Angelegenheit selbst in die Hand zu nehmen.

Energisch ging sie nun auf die Tür zu und steckte den Generalschlüssel ins Schloss. Die Glastür öffnete sich geräuschlos, als hätte jemand „Sesam, öffne dich!“ gerufen.

Der Schlüssel passte auch für den Fahrstuhl. Während sie zum Penthouse ihres Vaters fuhr, überlegte Gwynneth, wie viel sie für die Wohnung bekommen würde. Denn sie wollte sie so schnell wie möglich verkaufen. Schließlich brauchte sie das Geld, um die Hypothek für ihre kleine Wohnung in London abzuzahlen, in der sie Teresa und dem kleinen Anthony Unterschlupf gewährte. Aber auch die Beerdigung ihres Vaters und seine Hotelrechnung hatten ihr Konto über Gebühr belastet.

Oben angekommen, öffnete sie die Wohnungstür und atmete erleichtert auf. Eine Flügeltür gab den Weg zu einem Flur frei. Eine weitere führte in ein geräumiges Wohnzimmer, elegant eingerichtet mit modernen und stilvollen Möbeln. Ein Diwan lud mit seinen vielen bunten Seidenkissen zum Verweilen ein.

Ihr Vater hatte das Penthouse komplett möbliert erworben. Die luxuriöse Einrichtung stammte von einem bekannten Innenausstatter. Es duftete unaufdringlich nach Sandelholz. Das ganze Zimmer strahlte eine sehr erotische Atmosphäre aus.

Neben dem Wohnzimmer gab es eine kleine, aber feine Küche, deren Kühlschrank sogar einen Eiswasserspender besaß. Außerdem entdeckte Gwynneth eine Dachterrasse mit Tisch und Stühlen. Sie beschloss, sich am nächsten Morgen in aller Ruhe umzusehen. Jetzt sehnte sie sich nur noch nach Schlaf.

Das Schlafzimmer lag am anderen Ende des Flurs. Unvermittelt blieb sie auf der Türschwelle stehen. Die gesamte Einrichtung strahlte eine so sinnliche und opulente Atmosphäre aus, dass ein erregendes Prickeln Gwynneths Körper erschaudern ließ. Ein Traum in Elfenbeinfarben, Beige und Schwarz. Mit Spiegeln in Goldrahmen an den Wänden.

Hinter einer weiteren Tür stieß sie auf ein modern eingerichtetes Büro. Als sie nach dieser kurzen Besichtigung ihren Koffer von der Wohnungstür holte, fiel ihr auf, dass es keine Sicherheitskette gab. Aber wer sollte hier schon hereinkommen? Schließlich gelangte man nur mit einem Generalschlüssel ins Haus.

Um kurz vor eins stellte sie sich unter die Dusche des Marmorbadezimmers und dachte an den Termin am nächsten Morgen in der Behörde für Ausländer mit Grundbesitz in Zuran.

Eine Viertelstunde später lag sie im Bett und schlief fest.

„Wie schön, dich zu sehen, Tariq.“ Der Monarch von Zuran begrüßte seinen Lieblingsverwandten mit einem herzlichen Lächeln und umarmte ihn. Tariq herrschte über sein eigenes kleines Königreich, das in einem unzugänglichen Tal jenseits der Wüste lag. „Wie ich höre, planst du, bald mit der Ausgrabung der alten Stadt deiner Vorväter zu beginnen.“

Tariq bestätigte dies und lächelte ebenfalls. „Ja, wir wollen unmittelbar anfangen, nachdem die heißen Sommermonate vorüber sind.“

„Und du bist sicher, dass du wirklich lieber im Wüstensand herumkratzt, als bei mir am Hof ein entspanntes Leben zu führen?“

Beide Männer trugen ein traditionelles arabisches Gewand. Allerdings war Tariq im Gegensatz zum Herrscher von Zuran glatt rasiert und hatte graue statt braune Augen. Sein Teint sah eher sonnengebräunt als olivfarben aus. Aber beide besaßen ein markantes Profil, einen sinnlich geschwungenen Mund und hielten sich sehr stolz und aufrecht, ganz wie es ihrem Stand entsprach.

Tariq mochte den älteren Mann sehr. Er war nicht nur ein Ebenbürtiger, sondern auch ein guter Freund.

Nachdem seine inzwischen verstorbene Mutter von ihrem britischen Ehemann verlassen worden war, hatte sie gern das Angebot des damaligen Oberhaupts von Zuran angenommen, bei ihm am Hof zu wohnen, anstatt ihren kleinen Sohn allein und zurückgezogen großzuziehen. Daher wuchs Tariq im Palast auf und machte seine Ausbildung in England und Amerika – wie viele junge Männer aus Zuran.

„Was hast du denn inzwischen über die Grundstücke herausgefunden, die gleich zweimal verkauft worden sind, einmal an ausländische Käufer?“, fragte der Gastgeber interessiert.

Als eine Bedienstete ihnen eine Schale mit Süßigkeiten anbot, lehnte Tariq dankend ab, während der Herrscher es sich sichtlich schmecken ließ. Man sah seiner Figur die Vorliebe für Naschereien an.

„Der Anführer heißt Chad und ist Südafrikaner. Er hat mich kürzlich auf seiner Hochseejacht empfangen und mir anvertraut, dass er einen Kontakt in Regierungskreisen hat, der ihm die erforderlichen Dokumente zur Verfügung stellt, die er braucht, um das Eigentum an den Wohnungen zu belegen. Anschließend verkauft er die Wohnungen illegal und zu völlig überteuerten Preisen zweimal, also an zwei Interessenten. Dadurch verdoppelt er den Gewinn. Wenn die Käufer merken, dass die Wohnungen ihnen gar nicht rechtmäßig gehören, ist es zu spät: Das Geld ist weg.

Leider hat Chad mir den Namen des Regierungsmitglieds nicht anvertraut. Er ist zu gerissen, bisher kann man ihm nichts nachweisen. Alle seine Geschäfte erledigt er von der besagten Hochseejacht aus. Wie du ja weißt, habe ich mich ihm als entfernter geldgieriger Verwandter der Herrscherfamilie mit einem gewissen Einfluss vorgestellt. In der Hoffnung, dass er mir dann seinen Mittelsmann verrät. Aber Chad ist sehr vorsichtig und überaus misstrauisch. Es braucht wohl noch etwas mehr als die Tatsache, dass ich mich bereits von ihm habe bestechen lassen. Aber dafür gehört mir jetzt eine der Wohnungen, die sie mit meiner Hilfe in ihren Besitz gebracht haben.“

„Und hast du die Wohnung tatsächlich inzwischen bezogen?“

„Ja, denn das unterstreicht doch meine Geldgier und wiegt Chad in Sicherheit. Außerdem habe ich behauptet, im Moment nicht flüssig zu sein, weil du mir das Erbe meiner Mutter vorenthältst. Natürlich mit dem Hinweis, dass dieser Umstand nicht allgemein bekannt ist. Wir müssen ja davon ausgehen, dass das korrupte Regierungsmitglied mich und den finanziellen Hintergrund meiner Familie kennt. Deshalb musste ich Chad davon überzeugen, dass ich wütend auf dich bin und dringend Geld brauche.“

„Das ist sicher keine leichte Rolle, die du spielen musst“, sagte sein Verwandter mitfühlend. „Umso dankbarer bin ich dir, Tariq. Du gehörst zu den wenigen Menschen, denen ich vollkommen vertraue. Und dies ist wirklich eine sehr heikle Angelegenheit.“

„Allerdings. Bisher haben alle Opfer, von denen wir wissen, ausgesagt, sie hätten die Wohnungen von einem Makler gekauft. Da dieser ‚Makler‘ aber im traditionellen arabischen Gewand auftritt, einen Vollbart und eine übergroße Sonnenbrille trägt, wenn er seine Geschäfte tätigt, können wir ihn bisher nicht identifizieren. Wir müssen leider davon ausgehen, dass er mit dem korrupten Regierungsmitglied zusammenarbeitet. Wenn das herauskommt, ist Zurans Ruf auf dem internationalen Parkett geschädigt.“

„Genau das müssen wir unbedingt verhindern, indem wir den Mann umgehend enttarnen. Ich verlasse mich ganz auf dich, Tariq.“

In sicherem Abstand zur Wohnung stieg Tariq aus der Limousine und verabschiedete sich von seinem Fahrer. Warm und seidig umfing ihn die Nachtluft, und er sehnte sich nach seinem kleinen Königreich jenseits der Wüste. Stattdessen hielten ihn die Geschäfte in der Stadt gefangen.

Voller Abscheu dachte er an den kriminellen Haufen, mit dem er sich abgeben musste. Gestern Abend hatte ihr Anführer ihm die Dienste der spärlich bekleideten Prostituierten auf seiner Jacht angeboten – als kleine Entschädigung für seine Hilfe.

Natürlich gab er vor, sich geschmeichelt zu fühlen, obwohl er das Angebot schlichtweg widerlich fand. Er lehnte es dankend ab, mit der Begründung, dass er nichts riskieren wollte, was den Landesfürsten noch wütender machen würde. Dann sähe er nämlich nie etwas vom Erbe seiner Mutter.

Seit die Verbindung zu einer eleganten geschiedenen Französin vor eineinhalb Jahren in die Brüche gegangen war, hatte Tariq keine Frau mehr angerührt. Der gestrige Anblick der leicht bekleideten jungen Frauen mit ihren Silikonbrüsten hatte ihn abgestoßen. Wie vielen Mitgliedern der Gang mochten sie schon zu Diensten gewesen sein? Noch jetzt schüttelte es ihn bei dem Gedanken daran. Zum Abschied hatte Chad doch tatsächlich angeboten, ihm eins der Mädchen in die Wohnung zu schicken.

Auch dieses Angebot lehnte Tariq höflich, aber bestimmt ab. Nun stand er vor der Wohnungstür, schloss auf und ging direkt ins Schlafzimmer, ohne Licht zu machen. Dort zog er sich aus und betrat dann das Badezimmer, wo er sich unter dem warmen Duschstrahl entspannte.

Ganz plötzlich wachte Gwynneth auf. Ihr Gesicht brannte, heiße Wogen des Verlangens durchbrandeten ihren Körper. Wieso jetzt? Seit Jahren bekämpfte sie erfolgreich jede Regung von Lust, weil sie befürchtete, wie ihr Vater zu enden. Warum gewann das Begehren ausgerechnet jetzt die Oberhand? Ihr Körper pulsierte, und sie spürte die Erregung fast schmerzhaft. Das schockierte und verwirrte Gwynneth gleichermaßen.

Abrupt setzte sie sich auf, ausgerechnet in dem Moment, als Tariq aus dem Badezimmer kam.

Völlig fassungslos sah sie den nackten Mann an, der so unvermittelt vor dem Bett auftauchte. Mit seinem sonnengebräunten Körper, den breiten Schultern, dem dunklen Haar und dem flachen Bauch eindeutig ein Prachtexemplar von einem Mann. Groß, dunkel, sexy und mit dem gewissen Etwas, das jede Frau erregte. Wie, um alles in der Welt, war es ihr gelungen, diesen Apoll aus dem Hut zu zaubern? Gwynneth zwinkerte einige Male. Träumte sie?

Nein, er stand noch immer vor ihr – leibhaftig! Nachdem sie sich etwas gefasst hatte, wandte sie schnell den Blick ab und errötete heftig.

Diese vorgespielte Verwirrung und der betont abgewandte Blick ärgerten Tariq. „Wie sind Sie hier hereingekommen?“, fragte er wütend.

Die Frage hätte er sich jedoch sparen können. Er wusste ja nur zu gut, wer ihm die Frau ins Bett gelegt hatte.

Er kam näher. „Schon gut, ich weiß ja, woher Sie kommen und womit Sie Ihr Geld verdienen“, sagte er verächtlich und fest entschlossen, sie so schnell wie möglich loszuwerden, und wenn er sie höchstpersönlich anziehen und vor die Tür setzen musste.

Sie hatte sich den nackten Mann nicht eingebildet. Er war keine Wunschfigur aus einem Traum, sondern Realität.

Als er sie am Arm packte und aus dem Bett zog, protestierte Gwynneth heftig.

Wenigstens sind diese Brüste echt, dachte Tariq. Weich und rund und gerade die richtige Größe, um sie mit den Händen zu umschließen. Wie warm sie sich anfühlen und wie die Spitzen sich vor Erregung aufrichten würden, wenn er sie liebkoste. Dieser Gedanke weckte seine Lust …

Ungläubig sah Tariq an sich hinab. Es war doch nicht möglich, dass diese Frau ihn erregte!

„Was soll das? Lassen Sie mich sofort los!“ Gwynneth versuchte, ihn mit der freien Hand von sich zu stoßen.

„Wo sind Ihre Sachen?“

Was für Sachen? Verständnislos runzelte sie die Stirn.

Tariq spürte ihr seidiges Haar an seiner Brust, als Gwynneth versuchte, ihre Blöße zu bedecken. Wie hellhäutig sie war. Durch die Bewegung berührte seine Hand ihre samtene Brust. Er sah auf und blickte in jadegrüne Augen. Sah einen Mund so rosig wie das Innere einer Muschel. Und Brüste hell, wohlgeformt mit braunen Spitzen, die sich unter seinem Blick aufrichteten.

Gwynneth lauschte ihrem heftigen Atmen, spürte die heißen Wogen des Verlangens in ihrem Körper. Instinktiv senkte auch sie den Blick und konnte gerade noch ein sehnsüchtiges Stöhnen unterdrücken.

Tariq spürte den Zorn auf die Frau, die er noch immer festhielt, auf den Mann, der sie geschickt hatte, auf alles und jeden, jedoch besonders auf sich selbst. Er dachte nicht daran, der plötzlichen Erregung nachzugeben. Denn dass er Verlangen für so eine Frau empfand, dass er sie begehrte, sie berührte, passte nicht in sein Weltbild, mehr noch, es war unvorstellbar. Und doch tat er genau das.

2. KAPITEL

Das muss ein Traum sein, dachte Gwynneth. Wie sonst sollte sie sich erklären, nackt, Brust an Brust vor einem Mann zu stehen, den sie noch nie zuvor gesehen hatte, nach dem ihr Körper sich jedoch mit heißem Verlangen sehnte!

Und doch berührte sie behutsam sein Gesicht und erforschte es langsam. Der Fremde hatte Gesichtszüge wie von einem Bildhauer gemeißelt, in denen sich Macht und Arroganz widerspiegelten. Ein Schauer durchlief sie. Sie spürte seinen heißen Blick auf sich. Hingerissen betrachtete sie seine dichten schwarzen Wimpern. Inzwischen hielt er ihre Taille umfasst. Dann wanderten seine Hände langsam über ihren Po und zogen sie an sich, sodass sie seine Erregung spürte. Sehnsüchtig rieb sie sich an ihm und wartete darauf, dass er sie endlich küsste. Fordernd streichelte er ihren Po und entfesselte neue Wogen der Lust. Gwynneth drängte sich an ihn. Jetzt endlich küsste er sie.

Warum hatte sie nur all die Jahre auf diese aufregenden Empfindungen verzichtet? Damit war nun Schluss. Voller Hingabe überließ sie sich der Welt der Sinnlichkeit und verspürte weder den Wunsch noch die Kraft, ihre Gefühle zu unterdrücken.

Endlich erwachte Gwynneth zur Frau. Jetzt wollte sie mehr – viel mehr.

Dieses Gefühl, an der Brust eines Mannes zu lehnen, seine Erregung zu spüren, die ihrer in nichts nachstand, machte sie schwindlig. Sie verzehrte sich danach, seine Männlichkeit zu umfassen, zu liebkosen, zu schmecken. Mit allen Sinnen zu erleben, was es hieß, sich mit einem Mann zu vereinen. Mehr und mehr wuchs ihr Verlangen, ihn ganz tief in sich zu umfangen.

Tariq gab es auf, weiter gegen die gefährliche Sinnlichkeit dieser Schönheit anzukämpfen. Offensichtlich wusste Chad ganz genau, welche Frau er ihm schicken musste.

Im Zimmer, in dem es nach Sandelholz duftete, knisterte es nun vor Spannung. Sie umgab die beiden wie eine unsichtbare, doch spürbare Aura.

Immer schneller atmeten sie, längst gab es kein Zurück mehr. Die Küsse wurden leidenschaftlicher. Gwynneth stöhnte leise, und Tariq sehnte sich nach Erfüllung. Jetzt löste sie die Lippen von seinen und küsste seinen Hals, küsste die kleinen Perlen der Erregung von seinem erhitzten Körper. Dabei atmete sie genießerisch den anregend männlichen Duft ein, der ihr verriet, wie sehr er sie begehrte. Wieder stöhnte Gwynneth auf, als er ihren Po festhielt und sie an sich presste. Jetzt glitten seine Hände über ihre Taille, während er ein Bein zwischen ihre drängte und sie ihn spielerisch biss und sich ihm verlangend entgegenbog.

Tariq hob sie hoch. Im Mondschein betrachtete er die schlanke und doch sinnliche Figur, den aufregenden Venushügel und die erwartungsvoll aufgerichteten Brustspitzen.

Statt die Schönheit aufs Bett gleiten zu lassen, lehnte er sie gegen sein angewinkeltes Bein und betrachtete sie. Ihr Atem ging schnell; kleine Schauer der Erregung schüttelten ihren Körper.

Ganz langsam strichen Tariqs Fingerspitzen über ihren Hals, die Brüste, den flachen Bauch bis zum Venushügel. Dann liebkoste er ihren Hals mit der Zunge und ließ behutsam die Finger zwischen ihre Schenkel gleiten.

Seine erregenden Berührungen brachten Gwynneth an den Rand des Abgrunds. Sie atmete immer schneller und bog sich ihm sehnsüchtig, fast fordernd entgegen.

Als er sie schließlich aufs Bett legte, ohne die Zärtlichkeiten zu unterbrechen, zog sie ihn mit sich und flüsterte, wie wunderbar sie seine Liebkosungen fand. Als er begann, sich mit der freien Hand einer Brustspitze zu widmen, erschauerte die sinnliche Schönheit vor Lust.

Hingerissen versuchte sie, seine Männlichkeit zu umfassen, und bemerkte staunend, wie groß und stolz er sich ihr entgegenreckte. Instinktiv spürte sie, wie viel Freude der Fremde ihr damit bereiten würde. Tief in ihrem Innern wuchsen die Erregung und Sehnsucht, den Mann willkommen zu heißen. Voller Vorfreude stöhnte sie und bog sich ihm erneut ungeduldig entgegen, während sie ihn mit rhythmischen Bewegungen liebkoste. Fordernd schob sie sich Tariq entgegen, spreizte die Beine und gab sich ganz seinen geschickten Liebkosungen hin. Die Spannung steigerte sich ins Unerträgliche. Wann erlöst er mich denn endlich, dachte Gwynneth verzweifelt.

Diese Frau war absolut einzigartig. So erotisch, so sinnlich in ihrer selbstvergessenen Hingabe und unausgesprochenen, aber deutlichen Forderung nach den Freuden der Liebe, die er ihr spenden sollte. Sie machte ihn zu ihrem Untertan, ohne dass er selbst zu kurz kam. Tariq empfand unendlich tiefes Verlangen. Für andere Gefühle blieb kein Raum.

Die aufrecht stehenden Brustspitzen verlangten nach Aufmerksamkeit. Voller Hingabe widmete er sich ihnen mit Händen und Mund. Als er begann, an ihnen zu saugen, war es mit seiner Selbstbeherrschung fast vorbei.

Gwynneth stöhnte und bebte vor Lust. Immer schneller liebkoste sie seine pulsierende Männlichkeit in ihrer Hand, während Tariq sich ihrer Liebesknospe widmete. Die Spannung wuchs von Sekunde zu Sekunde an. Als Gwynneth den Höhepunkt erreichte, der sie völlig überwältigte, schrie sie auf. Sie hörte, wie auch der Mann schrie, doch das nahm sie nur am Rande wahr.

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