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Titel

Inhalt

  1. Die Schöpfung
  2. Der Sündenfall
  3. Kains Brudermord
  4. Die Sintflut
  5. Der Turmbau zu Babel
  6. Die Geschichte von Joseph und seinen Brüdern
  7. Joseph und seine Brüder
  8. Joseph bei Potifar
  9. Joseph im Gefängnis
  10. Joseph deutet Pharaos Träume
  11. Joseph wird zweiter Mann in Ägypten
  12. Josephs Fürsorge
  13. Josephs Vater und seine Brüder
  14. Aus dem Leben König Davids
  15. Israel will einen König
  16. Saul wird verworfen, David zum König gesalbt
  17. Davids Sieg über Goliath
  18. David verschont Saul
  19. Davids Ehebruch
  20. Davids Leben vor Gott
  21. Der Prophet Elia
  22. Nabots Weinberg
  23. Oberzöllner Zachäus
  24. Der verlorene Sohn
  25. Der ältere Sohn

DIE SCHÖPFUNG

1. Mose 1-2

»Und Gott sah an alles, was er gemacht
hatte, und siehe, es war sehr gut.«

Es ist schon ziemlich lange her

und viele wissen’s gar nicht mehr,

was damals Gott, der Herr, gemacht,

als er die Welt sich ausgedacht.

Noch war die Erde wüst und leer,

da dachte Gott: ›Das geht nicht mehr!

Tohuwabohu wohin man schaut,

nichts, was mein Gemüt erbaut.‹

Als er das alles so bedacht,

hat er sich einen Plan gemacht,

zu ändern, was ihn traurig stimmt

und ihm die Lust am ›Gottsein‹ nimmt.

Der Plan war wirklich göttlich klug,

und so begann er Zug um Zug,

die Erde kräftig zu verändern,

vom Mittelpunkt bis zu den Rändern.

»Zuerst braucht’s Licht und Dunkelheit

recht klar getrennt, das nenn ich Zeit.

Licht ist der Tag, dunkel die Nacht.«

Das war recht clever ausgedacht.

Als nun der erste Tag begann,

da sah sich Gott die Erde an.

Was er da sah, gefiel noch nicht,

darum er diese Worte spricht:

»Ich seh’ nur Wasser ringsumher.

Die Welt ist noch ein einzig Meer,

kein trockner Fleck, so geht das nicht!«

Darum er jetzt dies Machtwort spricht:

»Wasser, hör, es muss dir reichen,

in Seen zu schwappen und in Teichen,

in Flüssen noch und auch im Meer,

na gut, in Wolken, bitte sehr!

Der Rest soll trockner Boden sein,

für den fällt mir ’ne Menge ein,

denn Leben soll jetzt dort entsteh’n

mein Tun muss zügig weitergeh’n.

Der Boden ist nur grau und braun.

Es macht null Spaß da hinzuschau’n.

Drum Gras soll wachsen, kräftig grün

und darauf sollen Blumen blüh’n.

Bäume, Sträucher und auch Hecken

werden dann den Rasen decken.

Schatten spenden sollen sie,

später dann, für Mensch und Vieh.

Doch bevor dies wird passieren

muss ich noch was installieren.

Lampen, hoch am Firmament,

Tag und Nacht wär’n dann getrennt.«

Und während Gott sie angebracht,

da hat er vor sich hin gelacht.

Er sah nach unten und nach oben

und konnte nun sein Tagwerk loben.

Und als er dann den Startknopf drückte

passierte das, was ihn entzückte:

Im Osten ging die Sonne auf

und nahm dann ihren Tageslauf.

Als sie im Westen angekommen,

da hat der Mond dann übernommen.

Auch viele Sterne glommen froh,

und Gott, der war es ebenso.

Nie ein Ausfall, keine Pannen

auf Bergen, Flüssen, in Savannen,

ob in Ost, Süd, West und Nord,

Tag und Nacht an jedem Ort.

›Das hab ich doch schon gut gemacht‹,

hat Gott, der Herr, bei sich gedacht.

»Vergangen ist geraume Zeit,

doch das war nur die Vorarbeit.

Zwar gibt’s nun Erde, Wasser, Sand,

auch Gras und Bäume allerhand,

doch Erde, Luft und wildes Meer,

das alles ist so völlig leer.

Kein Ton, kein Wort, kaum ’ne Bewegung

und auch im Wasser keine Regung.

Kein Leben, um es kurz zu sagen

und das, das kann ich nicht ertragen.«

Drum schuf Gott für des Wassers Frische

gleich ganz verschied’ne bunte Fische.

Die tauchten auf und tauchten unter,

das wirkte alles ziemlich munter.

So hatte Gott sich das gedacht

und fand: »Das hab ich gut gemacht.«

Doch war es nach wie vor ganz stille

und das war wirklich nicht sein Wille.

Drum schuf er Vögel, groß und klein

mit kurzem und mit langem Bein,

sie flattern, fliegen hin und her

ganz federleicht, nicht erdenschwer.

Gott sah sie an, dann sagte er:

»Ihr fliegt nicht nur zum Spaß umher,

denn ihr sollt zirpen, zwitschern, singen,

die ganze Luft soll davon klingen!«

So weit, so gut, doch bitte sehr,

am Boden war’s noch immer leer.

Höchstens die dünnen Vogelbeine

berührten ihn, doch ganz alleine.

Gott sprach: »So kann es doch nicht bleiben.

Ich schaff nicht nur zum Zeitvertreiben

Tiere mit mehr als nur zwei Füßen

doch manche werden kriechen müssen.

Gesagt, getan, in großer Zahl

gab es jetzt Tiere überall.

Die rannten, sprangen, krochen, liefen,

sie wachten, fraßen und sie schliefen.

Und Gott gefiel das bunte Treiben.

Er schaute zu zum Zeitvertreiben.

Nur etwas fehlt, man kann es sehn.

»Ich muss noch mal ans Werkeln geh’n.

Ich will mein Gegenüber bau’n,

ein Wesen, dem ich kann vertrau’n,

das mir vertraut ist, mit mir spricht,

und lebt vor meinem Angesicht.«

Und so hat Gott schnell über Nacht

die Menschen selbst sich ausgedacht.

Als morgens ging die Sonne auf,

tat Gott sie auf die Erde drauf.

Ein Mann, ein Weib, nach seinem Bild,

damit er sich nicht einsam fühlt,

auf dass sie Gott, den Herrn, verehren,

und außerdem sich auch vermehren.

Die Sonne sank in gold’ner Glut

Und siehe, es war alles gut!

»Der Tag der Ruhe ist gekommen –

mehr hab ich mir nicht vorgenommen.

Jetzt mach ich Pause, leg mich hin,

nur Schaffen hat ja keinen Sinn.

Nach all den Tagen voller Plag,

genieß ich jetzt den Feiertag.

So soll’n es auch die Menschen tun:

Am siebten Tage soll’n sie ruh’n.

Soll’n schlafen, feiern, sich vermehren

und mich als ihren Gott verehren.

Als Schöpfer hab ich mit Bedacht

selbst ein Gebot daraus gemacht:

Den siebten Tag, den haltet heilig.

Am siebten Tag ist gar nichts eilig.

Da habt ihr Zeit für euch und mich;

doch was ich seh’, das wundert mich:

Ihr meint wohl, ihr habt endlos Kraft?

Das habe nicht mal ich geschafft.

Ich kann als Schöpfer euch nur raten:

Ruht aus nach allen euren Taten.

Soll euer Tun gesegnet sein,

lest mein Gebot und haltet’s ein!«

DER SÜNDENFALL

1. Mose 3

»Die Schlange sprach zu Eva:
Ja, sollte Gott gesagt haben …?«

Im Paradies, da kann man seh’n

zwei Menschen, die spazieren geh’n.

Die Sonne lacht und wärmt die beiden,

das können beide ganz gut leiden.

Das ist ein wirklich schönes Bild.

Der Wind weht sanft, die Luft ist mild.

Und aus den Bäumen hört man klingen,

die Vögel, die ein Loblied singen.

Auch and’re Laute kann man hören,

doch keiner tut sich daran stören.

Da heult ein Wolf, dort brummt ein Bär,

wer gut hinhört, hört noch viel mehr.

Die zwei, die durch den Garten geh’n,

die staunen, was sie alles seh’n:

Blumen aus der Erde schießen,

auf bunten Wiesen vielfach sprießen.

Schmetterlinge, Bienen, Hummeln,

die im Sonnenschein sich tummeln,

summen, flattern, schwirren, surren

sammeln Nektar ohne Murren.

Kurz und gut, das Paradies

keine Wünsche offen ließ.

Auch die Menschen fanden das,

und hatten eine Menge Spaß.

Und wenn der kleine Hunger naht,

dann haben Früchte sie parat.

Fast wie im Schlaraffenland

wächst hier im Garten allerhand.

Ganz zufrieden sind die beiden,

können sich auch recht gut leiden.

Und deshalb kann man kaum versteh’n,

dass es so sollt’ nicht weitergeh’n.

Und woran lag’s, so fragt man sich,

dass bald es ward ganz fürchterlich.

Dass ein Baum der Grund sein sollte,

weshalb der Herr mit beiden grollte.

»Von allen Bäumen könnt ihr essen,

auch von den Sträuchern, nicht vergessen.

Ein einz’ger Baum ist euch verwehrt

von dem wird keine Frucht verzehrt.

Den einen Baum im Paradiese

dort mitten auf der grünen Wiese,

rührt ihn nicht an, ihr braucht ihn nicht,

weil euer Schöpfer es verspricht.«

Da kam die Schlange angekrochen

und hat dem Schöpfer widersprochen.

Ganz listig fragte sie die beiden:

«Gott tut euch alle Früchte neiden?

Ihr dürft, was ihr begehrt, nicht essen?

Ist Gottes Wort nicht sehr vermessen?

Er gönnt euch eure Freiheit nicht,

darum er dies Verbot ausspricht.

Er hat nur Angst um seine Macht,

drum hat er dies Verbot gemacht.

Glaubt mir, ihr werdet göttlich sein,

beißt ihr in diese Frucht hinein.«

Das Weib stand da, man konnt’ es seh’n,

sie wollte nicht mehr widersteh’n.

Schon langt sie zu, die Schlange lacht:

»Das war ja leichter als gedacht.«

Das Weib gab ihrem Mann zu essen

und Gottes Wort war längst vergessen:

»Verbot’ne Früchte schaden nicht.

Es ist so, wie die Schlange spricht.«

Das dachten sie, doch kurz danach

rief Gott nach ihnen und er sprach:

»Ein einz’ger Baum war euch verwehrt

und grade den habt ihr begehrt.

Was hat euch denn dazu verleitet,

dass ihr euch gegen mich entscheidet?«

»Die Frau ist schuld«, so sprach der Mann,

»man sieht es ihr zwar nicht gleich an,

doch hat sie mir die Frucht gegeben

die Frau, die du mir gabst zum Leben.«

Die Frau sprach: »Ich soll schuldig sein?

Die Schlange war’s, nur sie allein!

Was hast du dir dabei gedacht,

als du die Schlange einst gemacht?«

»Es reicht! Seid still«, sprach Gott, der Herr,

»ich seh’ es ein, so geht’s nicht mehr!

Ich sage euch jetzt nur noch dies:

Vorbei ist’s mit dem Paradies.

Fortan müsst ihr euch selber plagen

und eure Last alleine tragen.

Doch ihr sollt leben und nicht sterben,

will euch nicht ganz und gar verderben,

will auch in Zukunft nach euch schau’n,

vielleicht könnt ihr mir neu vertrau’n.«

Da haben sie sich angeschaut

und ihren Augen nicht getraut:

»Wir sind ja nackt, wie kann das sein,

nichts anzuzieh’n und so allein.«

Doch Gott, der hatte mitgedacht,

zwei Lendenschurze schnell gemacht

und sie den beiden übergeben.

Danach begann ein and’res Leben.

Denn schneller noch als sie gedacht,

hat Gott die Türe zugemacht.

Sie standen draußen auf der Erden

und fragten sich: »Was soll nun werden?«

Sie haben Gott die Schuld gegeben,

und schimpften auf ihr neues Leben,

danach der Schlange, ist ja klar,

dass sie an all dem schuldig war.

Erst ganz zuletzt hab’n sie gedacht:

»Vielleicht hab’n wir was falsch gemacht.

Vielleicht ist alles uns’re Schuld?

Vielleicht hat Gott mit uns Geduld?

Vielleicht lässt er uns nicht allein?

Vielleicht kann er uns doch verzeih’n?«

Mit dieser Hoffnung lebten sie,

glaubten und vergaßen nie.

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