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Sexy Blicke – brandgefährlich!

1. KAPITEL

„Da bin ich doch glatt versetzt worden.“ Jackson King klappte sein Handy zu. Verärgert setzte er sein leeres Glas auf dem blank polierten Tresen ab und gab dem Barkeeper Eddie ein Zeichen zum Nachschenken. Eddie, ein älterer Mann mit wissenden Augen, lächelte.

„Eine Lady lässt Sie sitzen, Mr. King?“, fragte er. „Davon höre ich zum ersten Mal. Sie verlieren doch nicht etwa langsam Ihre magische Anziehungskraft auf das weibliche Geschlecht?“

Jackson lachte verächtlich und lehnte sich in dem dunkelroten Barsessel zurück. Indem er ihn etwas drehte, sah er sich in der nur schwach beleuchteten Bar um. Das Hotel Franklin, das einzige Fünf-Sterne-Hotel zwischen dem kleinen Örtchen Birkfield und Sacramento, besaß eine der besten Bars im gesamten Bundesstaat.

Es lag außerdem angenehm nahe beim Flugplatz der King-Familie, wo Jackson sich die meiste Zeit aufhielt. Hier war permanent eine Suite für ihn reserviert, denn nicht selten kam es vor, dass er abends zu müde war, um noch nach Hause zu fahren. Die elegante Bar war für ihn so etwas wie ein Außenbüro.

„Nichts da“, erklärte Jackson. „Es war keine Lady, die mich versetzt hat. Das werden Sie auch niemals erleben, Eddie. Mein Cousin Nathan kann nicht kommen. Sein Assistent war mit dem Auto unterwegs zu seinem Haus in den Bergen und hatte eine Panne, sodass Nathan ihm helfen musste.“

„Ach so.“ Der Barkeeper nickte befriedigt. „Ein Glück, dass Ihre Anziehungskraft nicht nachlässt. Das hätte ich als Anzeichen für den nahen Weltuntergang gedeutet.“

Jackson lächelte etwas schief. Oh ja, bei Frauen hatte er in der Tat Erfolg. Jedenfalls war es bisher so gewesen. Doch mit seiner wilden Zeit sollte es jetzt bald vorbei sein. Der Gedankte behagte ihm überhaupt nicht.

„Stimmt was nicht?“, erkundigte sich der Barkeeper.

Jackson sah ihn kalt an. „Ich will nicht darüber reden.“

„Schon in Ordnung. Der Drink kommt sofort.“

Während er wartete, ließ Jackson seinen Blick erneut durch die elegant eingerichtete Bar schweifen. Die indirekte Beleuchtung wurde von den hölzernen Wänden und dem Marmorfußboden reflektiert. Der Tresen aus Mahagoni war kunstvoll geschwungen. Die bequemen Barsessel mit ihren ausladenden Rückenlehnen luden zum Verweilen ein. Im Raum waren kleine runde Tische verteilt, jeder mit einem Kerzenleuchter geschmückt, die gemütliche Stimmung verbreiteten. Aus den Lautsprechern drang leise, unaufdringliche Jazzmusik.

In dieser Bar konnten Männer ausspannen und alleinstehende Damen ihren Drink genießen, ohne belästigt zu werden. Zurzeit war die Bar noch fast leer. An den Tischen saßen nur zwei Paare. Und am anderen Ende des Tresens saß eine Frau, allein, genau wie Jackson. Er musterte die blonde Fremde und lächelte unwillkürlich. Nach einem langen, vielsagenden Blick wandte sie sich wieder ihrem Martini zu.

„Sieht nicht übel aus“, murmelte Eddie, während er das Glas mit irischem Whiskey füllte, Jacksons Lieblingsgetränk.

„Was?“

„Na, die Blondine.“ Der Barkeeper riskierte selbst einen Blick. „Ich habe doch bemerkt, dass sie Ihnen aufgefallen ist. Sie sitzt schon eine Stunde vor demselben Drink. Scheint auf jemanden zu warten.“

„Ach ja?“ Jackson schaute noch einmal genauer hin. Selbst auf die Entfernung hatte diese Frau etwas an sich, das sein Blut in Wallung versetzte. Vielleicht war es gar nicht so schlecht, dass Nathan nicht kommen konnte …

„Kann mir gar nicht vorstellen, dass jemand so eine Frau warten lässt“, kommentierte Eddie. Dann wurde er zu einem der Tische gerufen.

Das konnte sich Jackson auch nicht vorstellen. Sicher zog die Blondine Männer an wie ein Magnet. Er beobachtete, wie ihre schlanken, eleganten Finger langsam den Stiel des Martiniglases auf und ab fuhren. Unwillkürlich stellte er sich dabei vor, sie strichen über seine Haut …

Als die Frau aufblickte, trafen sich ihre Blicke. Er saß zu weit entfernt, aber er hatte das Gefühl, dass etwas Wissendes in ihren Augen lag. Sie hatte eindeutig bemerkt, dass er sie beobachtete. Dieses sinnliche Streicheln des Glases – das hatte sie garantiert absichtlich gemacht, um seine Aufmerksamkeit zu erregen. Glückwunsch, schöne Lady, das hat bestens funktioniert.

Jackson schnappte sich seinen Drink und ging lässig den Tresen entlang. Dabei ließ er die Frau keinen Moment aus den Augen. Je näher er ihr kam, desto schöner und makelloser erschien sie ihm.

Als sie ihn anlächelte, schien Begehren in ihm hochzukochen. So etwas hatte er nicht mehr empfunden seit … Quatsch, noch nie hatte er so etwas empfunden. Urplötzlich war er entflammt. Er war der Frau immer noch nicht sehr nahe, und dennoch war er bereits von ihr überwältigt. Was sich daraus wohl entwickeln würde? Nur noch ein paar Schritte.

Als er weiter auf sie zukam, drehte sie ihren Barsessel in seine Richtung. Jackson nutzte die Gelegenheit, sie in Gänze zu mustern. Sie war nicht besonders groß, vielleicht einen Meter fünfundsechzig, aber sie trug hochhackige Sandaletten, die ihr ein paar zusätzliche Zentimeter verliehen. Ihr blondes Haar war kurz geschnitten, und sie trug kleine goldene Ohrringe. Der V-Ausschnitt ihres langärmligen saphirblauen Kleids verriet, dass ihre Brüste genau die richtige Größe hatten.

Aus großen blauen Augen musterte sie ihn, bevor sie ihn einladend anlächelte.

„Ist dieser Platz besetzt?“

„Sobald Sie sich hingesetzt haben, ja.“ Ihre Stimme war wie ein Raunen, das lange erotische Nächte verhieß.

Er rückte seine dunkelrote Krawatte zurecht, setzte sich neben sie und sagte: „Ich bin Jackson, und Sie sind wunderschön.“

Sie lachte kopfschüttelnd. „Haben Sie mit diesem Anmachspruch normalerweise Erfolg?“

Er nickte. „Nicht immer, aber immer öfter. Wie sieht’s heute damit aus?“

„Ich verrate es Ihnen, wenn Sie mir einen Drink ausgeben.“

Na, aber gerne! Er würde sich noch bei Nathan bedanken müssen, dass der ihn versetzt hatte. Schnell gab Jack-son dem Barkeeper ein Zeichen, dann wandte er sich wieder der Frau zu. Von Nahem betrachtet, wirkten ihre Augen so strahlend blau wie ihr Kleid. Ihre vollen Lippen schienen ihn geradezu einzuladen, sich einfach zu nehmen, wonach es ihn verlangte.

Aber er konnte warten. Das machte die ganze Geschichte nur noch reizvoller.

„Verraten Sie mir auch Ihren Namen?“

„Casey. Sie können mich Casey nennen.“

„Schöner Name.“

„Nicht unbedingt“, gab sie schulterzuckend zurück. „Mein vollständiger Name ist Cassiopeia.“

Jackson musste grinsen. „Na, das ist ja noch schöner.“

Sie lächelte, und Jackson fühlte, wie sein Blut zu kochen begann. Dieses Lächeln konnte einen Mann umhauen, einfach so.

„Ist es nicht. Jedenfalls nicht, wenn man zehn Jahre alt ist und die Freundinnen Tiffany oder Amber heißen.“

„Deshalb haben Sie sich für die Kurzform entschieden.“

Eddie brachte ihr den Cocktail, sie bedankte sich kurz und wandte sich dann wieder Jackson zu. „Genau“, sagte sie. „Den kurzen Namen habe ich übrigens meinem Vater zu verdanken. Meine Mutter hat die alten Griechen und ihre Mythen geliebt, daher der Name Cassiopeia. Mein Vater stand mehr auf Baseball – so kam er auf Casey.“

Jackson begriff sofort und musste lachen. „Casey Stengel, nicht wahr? Der legendäre Casey Stengel …“

Sie war überrascht. „Oh, Sie kennen den Namen? Den meisten in unserem Alter sagt er nichts mehr …“

Die Unterhaltung machte Jackson jetzt richtig Spaß. Es war nicht nur ihre unbestreitbare sexuelle Anziehungskraft – es war einfach angenehm, mit dieser Frau zu plaudern. So etwas hatte er lange nicht mehr erlebt. „Ich bitte Sie! Sie reden mit einem Mann, der einen Schrank voll alter Baseball-Sammelbilder besitzt. Die sind heute schon ganz schön was wert.“

Sie ergriff ihren Drink, umschloss den Strohhalm mit ihren vollen Lippen und sog an dem Getränk. Augenblicklich spürte Jackson, dass ihm die Hose zu eng wurde. Sein Mund war trocken, der Herzschlag pochte ihm in den Ohren. Ihm war nicht klar, ob sie es bewusst darauf anlegte, ihn heiß zu machen, oder nicht. Aber so oder so – das Ergebnis war das gleiche.

Sie legte die Beine übereinander und wippte mit dem Fuß. Während sie den Drink in der einen Hand hielt, strich sie mit der anderen sinnlich den Stiel des Glases entlang, wie vorhin.

In diesem Moment wusste er, dass sie es absichtlich tat, dass sie darauf aus war, ihn anzumachen. Denn sie fixierte ihn mit ihren dunkelblauen Augen, als ob sie seine Reaktion einschätzen wollte. Nun ja, diese Spielchen kannte er seit Jahren, darin war er Meister. Sie würde nur das zu sehen bekommen, war er sie sehen lassen wollte.

Sie stellte das Glas ab und leckte sich die Lippen, als wolle sie auch den letzten Tropfen des Drinks genießen. Jackson folgte mit den Augen der Bewegung ihrer Zunge und wurde noch erregter. Sie hatte das wirklich verdammt gut drauf!

„Also, Casey“, fragte er beiläufig, „was haben Sie heute Abend noch vor?“

„Bisher noch gar nichts“, gab sie zurück. „Und Sie?“

Sein Blick wanderte von ihrem Gesicht zu ihren Brüsten und dann wieder zurück. „Oh, bis vor ein paar Minuten ebenfalls nichts. Aber inzwischen fällt mir da so einiges ein.“

Sie kaute auf ihrer Unterlippe, als ob sie sich plötzlich nervös fühlte, aber das nahm er ihr nicht eine Sekunde ab. Dafür war sie viel zu selbstsicher, dafür spielte sie das Spielchen zu routiniert. Eindeutig, sie wollte ihn verführen – und sie machte es außerordentlich gut.

Eigentlich ergriff Jackson lieber selbst die Initiative. Aber warum sollte er heute nicht mal eine Ausnahme machen? Denn es stand ja sowieso schon fest – er wollte sie, er wollte sie unbedingt. „Ich schlage vor, ich lade Sie im Hotelrestaurant zum Abendessen ein. Dann können wir uns näher kennenlernen.“

Sie lächelte – aber nur halbherzig. Dann sah sie sich um, wie um sicherzugehen, dass sie hier am Ende des Tresens wirklich allein waren, blickte ihm wieder in die Augen und sagte: „Ehrlich gesagt, ist mir nicht so nach Abendessen.“

„Nein?“ Interessiert erkundigte er sich: „Wonach ist Ihnen denn?“

„Eigentlich wollte ich Sie küssen, seit ich Sie zum ersten Mal gesehen habe.“

Gut. Sie war sehr offen in diesen Dingen. „Ich war schon immer der Meinung, man sollte immer das tun, wonach einem der Sinn steht“, erklärte er.

„Das kann ich mir vorstellen“, murmelte sie.

Sie klang atemlos. Die Spannung in der Luft war fast mit Händen zu greifen. Jackson hatte nur noch eines im Sinn: sie zu küssen. Abendessen war jetzt völlig unwichtig. Er wollte nur einen Geschmack in seinem Mund – ihren.

Nathan hatte etwas gut bei ihm.

„Die Frage ist nur“, fuhr Jackson langsam fort und ließ sie dabei nicht aus den Augen, „ob Sie der gleichen Meinung sind.“

„Das lässt sich leicht herausfinden.“ Sie beugte sich etwas vor, und er kam ihr entgegen. Er wollte sie fühlen, schmecken. Sie hatte nur ein paar Minuten gebraucht, um ein Begehren in ihm zu entfachen, wie er es noch nie erlebt hatte.

Ihre Lippen trafen sich, und es war, als ob in diesem Augenblick Starkstrom zwischen ihnen flösse. Anders konnte er es nicht beschreiben. Jackson spürte die Hitze, die Hochspannung, und gab sich ganz diesen nie gekannten Gefühlen hin. Im Halbdunkeln presste er den Mund auf ihren, und sein Blut kochte.

Ihr Duft und ihr Parfüm – Lavendel – vernebelten ihm geradezu den Verstand. Wie wunderbar war es, ihre Lippen zu spüren! Er hätte diesen Kuss ewig genießen können, doch sein Instinkt sagte ihm, dass er sich nun wieder zurückziehen musste. Nur nicht zu schnell zu weit gehen! Dies war etwas, das er langsam angehen wollte, das er genießen, ja zelebrieren wollte. Und dafür war ein dunkles Eckchen in einer Luxusbar nicht der richtige Ort. Er musste mit ihr eine privatere Umgebung suchen.

Aber als er seine Lippen von den ihren lösen wollte, nahm sie die Hände, vergrub ihre Finger in seinem Haar und hielt ihn fest. Sie öffnete einladend den Mund – und zog dabei plötzlich kräftig an seinen Haaren.

„Autsch!“ Er wich zurück und lachte.

Sie errötete, biss sich auf die Lippen und ließ seine Haare los. „Tut mir leid“, sagte sie leise. „Irgendwie machen Sie mich ganz schön wild.“

Ihm erging es nicht anders. Das Abendessen, „sich näher kennenlernen“ – alles Quatsch. Er wollte nur noch eines: sie unter sich spüren. Und über sich. Noch nie hatte er eine Frau so sehr begehrt wie diese. Und er war kein Mann der Zurückhaltung – was er begehrte, wollte er auch haben.

„Wild ist gut“, bemerkte er und legte ihr eine Hand aufs Knie. Mit den Fingerspitzen tastete er sich unter den Saum ihres Kleides vor, um ihre bloße Haut zu spüren. „Wie wild darf’s denn sein?“

Sie atmete tief durch, nahm ihre Handtasche vom Tresen und fuhr mit der Hand hinein, als suche sie nach etwas. Dann schloss sie die Tasche wieder, sah ihn an und sagte: „Ich … ich glaube, das war ein Fehler.“

„Das glaube ich kaum“, erwiderte er und triumphierte innerlich, als sie wegen der Berührung seiner vorwitzigen Finger auf ihrem Schenkel zusammenzuckte. „Ich habe das Gefühl, Sie sind heute Abend ganz schön wild drauf. Also, ich bin’s auf jeden Fall.“

„Jackson …“

„Küss mich noch mal.“

„Doch nicht vor allen Leuten“, wich sie aus.

„Das hat dich doch eben auch nicht gestört.“

„Jetzt aber schon“, gab sie zurück.

„Einfach nicht drauf achten“, entgegnete er. Normalerweise war er selbst nicht scharf auf Publikum, aber in diesem Moment waren ihm die paar Leute in der Bar völlig egal. Er wollte ihr keine Gelegenheit geben, wieder zu Verstand zu kommen. Stattdessen wollte er sie wieder küssen, damit das Feuer zwischen ihnen weiterlodern konnte. Außerdem war die Beleuchtung so dezent und die anderen Leute saßen so weit von ihnen entfernt, dass sie ja gewissermaßen allein waren. Für den Augenblick reichte ihm das völlig.

Sie sah ihn an, und als er ihren Blick erwiderte, merkte er, dass sie unentschlossen war, zögerte. Immerhin war das keine völlige Ablehnung. Er beugte sich zu ihr. Seine Hand ruhte immer noch auf ihrem Schenkel. Langsam ließ er die Finger höher wandern und ergriff wieder von ihrem Mund Besitz.

Als seine Lippen ihren Mund berührten, holte sie tief Luft, und schon Sekunden später war es mit ihrer Selbstbeherrschung vorbei. Genau wie er es erhofft hatte! Seine Zunge vollführte erregend wilde Tänze mit ihrer. Als er seine Hand höher gleiten ließ, erzitterte sie unter seiner Berührung und seufzte.

Er löste sich von ihr und flüsterte: „Lass uns von hier verschwinden.“

„Ich … ich kann nicht.“

„Doch, wir können“, sagte er und ließ seine Finger höher und höher wandern. An ihren Bewegungen spürte er, dass sie genauso erregt war wie er. „Ich habe eine Suite hier im Hotel.“

„Oh …“ Sie atmete tief durch und schüttelte den Kopf. „Das … das wäre keine gute Idee, glaube ich.“

„Glaub mir, das ist die beste Idee, die ich je hatte.“ Jack-son griff nach seiner Brieftasche, warf einen Schein auf den Tresen und ergriff ihre Hand. „Komm einfach mit.“

Sie blickte ihn an, und selbst im Halbdunkeln sah Jack-son den Schimmer eines überwältigenden Begehrens in ihren Augen. Nein, sie würde ihn nicht abweisen. Und schon Sekunden später zeigte sich, dass er recht gehabt hatte.

Sie stand auf, ergriff ihre Handtasche und folgte ihm durch die Bar. Mit großen Schritten eilte er in Richtung Lift, bevor sie ihre Meinung doch noch änderte. Sie hielt mit seiner Geschwindigkeit mit, und das Klacken ihrer hohen Absätze auf dem Marmorboden klang wie lautes Herzklopfen.

Jackson verlor keine Zeit. Als die Fahrstuhltüren sich öffneten, zog er Casey hinein. Noch bevor die Türen sich schlossen, drängte er sie gegen die Wand der Kabine und küsste Casey. Seine Zunge drängte sich in ihren Mund und spielte mit ihrer. Als Casey ihn umarmte, wusste er, dass er gewonnen hatte. Ganz fest hielt sie ihn und presste sich leidenschaftlich an ihn.

Während er mit den Liebkosungen seiner Zunge fortfuhr, erforschte er gleichzeitig mit der Hand Caseys Körper, bis er eine ihrer Brüste umfasste. Selbst durch den Kleiderstoff fühlte er, wie fest und erregt die Spitze war. Er berührte sie sanft mit seinen Fingern und hörte, wie Casey aufstöhnte – was wiederum seine Erregung weiter steigerte.

Im obersten Stockwerk öffneten sich die Fahrstuhltüren. Nur widerwillig löste sich Jackson von seiner wunderschönen Eroberung. Ihr Haar war zerwühlt, ihr Mund schon angeschwollen von seinen heftigen Küssen. Oh, wie sehr er sie begehrte!

Schnell gingen sie den Flur entlang. Dann schloss er seine Suite auf, zog Casey hinein und warf die Tür zu. Schon lag Casey wieder in seinen Armen.

Ohne Zögern, ohne jedes Gefühl der Fremdheit fanden sie zueinander. Es gab keine Spielchen, nur Verlangen. Keine Schüchternheit, nur Leidenschaft. Kein Nachdenken, kein Zweifeln, nur wilde, ungezügelte Lust, die die Atmosphäre erfüllte.

Jackson zog ihren Reißverschluss auf, streifte ihr das Kleid von den Schultern und über die Arme hinunter. Er dankte den Göttern, die dafür zuständig sein mochten, dass sie keinen BH trug. Ihre Brüste waren prachtvoll, hatten genau die richtige Größe und sahen so einladend aus, dass er keinen Moment zögerte.

Er nahm sie in die Hände, streichelte spielerisch die Spitzen und lauschte Caseys lustvollem Stöhnen, als sei es die schönste Musik, die je komponiert worden war. Langsam senkte er den Kopf, nahm erst die eine aufgerichtete Brustwarze zärtlich in den Mund, dann die andere. Doch gleichzeitig wusste er schon, dass er mehr brauchte.

Sie hatte seine Schultern gepackt und klammerte sich förmlich an ihn, während sie sich seinen Liebkosungen entgegenbog.

„Mehr“, murmelte er und umkreiste mit der Zunge ihre Knospe. „Ich will mehr … ich will alles.“

Schnell zog er ihr das Kleid ganz vom Leib und ließ es zu Boden fallen. Casey ergriff sein Jackett und streifte es ab, dann lockerte sie seine Krawatte und machte sich an seinen Hemdknöpfen zu schaffen. Währenddessen ließ er die Hände über ihren wunderbaren Körper gleiten, über ihre nackte Haut, wieder und wieder, als wollte er sich jede Kurve, jede Rundung ganz genau einprägen.

Als er endlich Caseys Hände auf seinem nackten Brustkorb spürte, schien sich die Hitze ihrer Leidenschaft endgültig auf ihn zu übertragen. Schnell schlüpfte er aus seiner restlichen Kleidung, hob Casey auf den Arm und trug sie zur Wohnzimmercouch hinüber. Keine Sekunde wollte er mehr warten! Er wollte sie besitzen, wollte in ihr sein. Wollte spüren, wie es sich anfühlte, von ihr feuchtheiß umschlossen zu werden.

„Jetzt“, flüsterte sie, als er sie auf die breite, bequeme Couch legte. Sie spreizte ihre Schenkel für ihn, streckte die Arme nach ihm aus, und in ihren blauen Augen brannte ein loderndes Feuer. „Jetzt, Jackson. Ich will …“

„Ich auch“, sagte er. Er hatte keine Scheu zuzugeben, dass er sie ebenso stark begehrte. Keine Spielchen, keine Geheimnisse. Sie durfte, sie sollte es wissen, dass er sich nach diesem Moment verzehrt hatte, seit sie ihn aus der Ferne angelächelt hatte.

Dann waren keine Worte mehr nötig, nun sprachen nur noch ihre Körper. Mit einer einzigen Bewegung drang er in sie ein. Sie stöhnte auf, bog sich ihm entgegen, verlangte wortlos: Tiefer, fester, schneller!

Und er gehorchte.

Jede ihrer Bewegungen heizte sein Begehren weiter an. Jedes Zucken ließ das Feuer heißer auflodern. Jede Berührung, jedes Gleiten von Haut an Haut, jedes Stöhnen und Seufzen und Keuchen trug Jackson in Höhen hinauf, die er noch nie erlebt hatte. Und dennoch wollte er mehr, immer mehr.

Er blickte ihr in die Augen, als er spürte, dass sie sich dem Höhepunkt näherte. Fasziniert sah er zu, wie sich der Moment höchsten Glücks in ihren Gesichtszügen widerspiegelte. Er hörte ihr Stöhnen und fühlte, wie ein Beben ihren Körper durchlief. Fest umschloss sie mit den Beinen seine Hüften, hielt ihn fest, bog sich ihm entgegen und schrie seinen Namen hinaus.

Jetzt gab es auch für Jackson kein Halten mehr. Wie von Sinnen vor Lust erreichte er den Gipfel und ließ sich ins süße Nichts fallen.

Mitten in der Nacht erwachte Casey. Sie fühlte sich wie gerädert – und trotzdem, das musste sie sich eingestehen, gleichzeitig fabelhaft. Es war schon sehr, sehr lange her, dass sie Sex gehabt hatte. Sie hatte schon fast vergessen, wie gut man sich dabei fühlte.

Aber im nächsten Moment setzten die Schuldgefühle ein.

Sie war doch keine Frau für eine Nacht, für einen One-Night-Stand! So etwas hatte sie noch nie getan, kein einziges Mal. Und jetzt musste sie damit klarkommen, dass es geschehen war.

Der Mond schien ins Hotelzimmer, durch eine Glastür, die – vermutlich – auf einen Balkon hinausführte. Vermutlich, denn sie hatte ja noch keine Gelegenheit gehabt, sich die Suite näher anzusehen. Erst hatte sie die Couch kennengelernt, dann das Bett – und das war alles.

Himmel, Casey, was hast du nur getan?

Sie drehte den Kopf und schaute zu dem Mann, der neben ihr schlief. Er lag auf dem Bauch; die Bettdecke bedeckte ihn gerade bis zu den Hüften. Ein Arm war in ihre Richtung ausgestreckt, und Casey hätte Jackson beinahe das dunkle Haar aus der Stirn gestrichen, aber sie widerstand dem Impuls. Schlafend sah Jackson weniger gefährlich aus – aber immer noch wie unverwundbar.

Eine gewisse Härte und Kraft umgab ihn wie eine Aura, selbst wenn er schlief. Dieser Mann war wie eine Naturgewalt. Sie konnte es bezeugen, nackt und völlig erschöpft, wie sie dalag.

Sie hatte ja gar nicht vorgehabt, Sex mit ihm zu haben.

Na ja, man konnte es auch kaum einfach Sex nennen, was sie miteinander erlebt hatten. Sex, das war ein biologischer Vorgang. So hatte sie es bis zu dieser Nacht jedenfalls immer empfunden. Aber das, was zwischen Jackson und ihr gewesen war – das war weit, weit mehr als alles, was sie jemals zuvor erlebt hatte. Noch jetzt, Stunden nach der letzten Berührung, vibrierte ihr Körper förmlich.

Und das war schlecht.

Denn sie war nicht auf der Suche nach einer Beziehung. In die Bar war sie aus anderen Gründen gegangen. Wie sie dann auf einmal hier in Jacksons Bett gelandet war, war ihr immer noch ein Rätsel.

Nur eines war ihr klar: dass es höchste Zeit war zu verschwinden. Am besten jetzt gleich, bevor er wach wurde und vielleicht versuchte, sie daran zu hindern. Heimlich, still und leise schlüpfte sie aus dem Bett. Die Luft im Zimmer streichelte kühl ihre nackte Haut.

Sanft schien das Mondlicht auf das Bett und verlieh Jacksons breitem, sonnengebräuntem Rücken einen silbrigen Glanz. Als er sich im Schlaf drehte, verrutschte die Bettdecke und gab den Blick auf die weniger gebräunte Haut unterhalb seiner Taille frei. Casey atmete tief durch und zwang sich wegzuschauen. Nur nicht riskieren, dass sie noch zum Bleiben verführt wurde! Sie war ohnehin schon viel zu weit gegangen, hatte es zugelassen, dass ihre Hormone und ihre Lust jegliche Vernunft beiseitegefegt hatten.

Auf Zehenspitzen schlich sie durch das nur vom Mond schwach beschienene Schlafzimmer wie ein nackter Einbrecher, um im Wohnzimmer der luxuriösen Suite nach ihren Kleidern zu suchen. Es war mühselig und dauerte länger als geplant, aber sie wagte nicht, das Licht anzuschalten. Jack-son sollte auf keinen Fall aufwachen, sollte nicht die Möglichkeit bekommen, sie wieder in seine Arme zu locken. In sein Bett.

„Casey, du bist so was von dumm“, murmelte sie leise vor sich hin. Sie konnte immer noch nicht fassen, dass sie sich in eine derartige Situation gebracht hatte. Normalerweise war sie viel vorsichtiger, um nicht zu sagen: zugeknöpft.

Da lag ihr Kleid. Sie hob es auf, schlüpfte hinein und zog mit Mühe den Reißverschluss am Rücken zu. Sollten diese Dinger nicht lieber an der Seite angebracht sein? Endlich war sie wieder angezogen – von ihrem Slip abgesehen, der einfach nirgends zu entdecken war. Nur noch die Handtasche. Schließlich fand sie sie – halb unter der Couch versteckt, wo Jackson und sie zuerst zueinandergefunden hatten. Beschämt wandte sie den Blick von dem Möbelstück ab, schnappte sich die Handtasche und ging zur Eingangstür.

Vorsichtig drehte sie den Türknauf und öffnete die Tür ein Stück weit. Das Licht vom Flur drang durch den Spalt herein. Bevor sie hinaustrat, wandte Casey sich noch einmal für einen letzten Blick um. In so einer eleganten Hotelsuite war sie in ihrem Leben noch nicht gewesen.

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