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Sein Werkzeug war das FBI

Pete Hackett

Sein Werkzeug war das FBI

FBI Special Agent Owen Burke #37





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

FBI Special Agent Owen Burke

Sein Werkzeug war das FBI

Krimi von Pete Hackett

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

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© der Digitalausgabe 2014 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

www.postmaster@alfredbekker.de

 

 

Es war kurz nach 8 Uhr am Morgen, als die beiden Spezial Agents Owen Burke und Ron Harris das Büro des Assistant Directors betraten. Der Chef des FBI New York blickte ausgesprochen ernst drein, er begrüßte die Agents per Handschlag, dann forderte er sie auf, an dem kleinen Konferenztisch Platz zu nehmen. Ohne Umschweife begann er: „Heute Morgen, gegen 6 Uhr, wurde auf einem Autofriedhof an der 55th Avenue drüben in Queens die Leiche eines Mannes gefunden. Ihm fehlte der halbe Kopf. Weggeschossen …“

Der AD machte eine kurze Pause, um seine Worte wirken zu lassen, dann fuhr er fort: „Bei dem Ermordeten handelt es sich um Murray Fleming, einen der meistgesuchten Drogenhändler der USA. Die Spur Flemings verlor sich vor einiger Zeit und es bestand die Vermutung, dass er die Staaten verlassen hat, sodass Interpol eingeschaltet wurde. Und nun wurde seine Leiche gefunden. Nach ersten Feststellungen der Gerichtsmedizin ist der Tod gegen Mitternacht eingetreten.“

„Was hat ein Mann wie Fleming auf einem Autofriedhof zu suchen?“, kam es fragend von Ron Harris.

„Dahingehend können wir nur spekulieren“, antwortete der AD. „Vielleicht sollte ein Deal ablaufen, vielleicht ist der Deal auch abgelaufen und der Geschäftspartner Flemings hat mit einem Stück stahlummantelten Blei gezahlt. Möglicherweise hat aber auch ein Dritter Wind davon bekommen ...“

„Drogen oder Geld hat man natürlich nicht bei der Leiche gefunden.“ Es war keine Frage, die Burke stellte, es war eine Feststellung.

„Richtig.“

„Weiß man, wo Fleming hier in New York wohnte?“

„Ja. Er hat bei einem Mietwagenunternehmen in Manhattan ein Auto ausgeliehen. Die Wohnanschrift geht aus der Durchschrift des Vertrages mit dem Autoverleiher hervor, die Fleming mit sich trug. Er hatte unter dem Namen Robert Flaherty in der 85th Street ein Apartment gemietet. Es wurde gleich nach bekannt werden der Ermordung von den Kollegen des Police Department durchsucht.“

„Wurden seine Telefonate schon überprüft? Sein Computer? Das elektronische Postfach?“, erkundigte sich Ron Harris.

„Die Kollegen von der Spurensicherung sind noch dabei“, erwiderte der AD. „Immerhin wurde der Leichnam erst vor gut zwei Stunden gefunden. Ein Obdachloser fand ihn. Sein Name ist Rodney Jones.“

„Der Fall fällt in die Zuständigkeit des FBI“, so ergriff der AD wieder das Wort. „Ich will, dass Sie sich darum kümmern, Agents. Am Besten, Sie nehmen mit James Howard Kontakt auf. Er leitet die Ermittlungen in dieser hochbrisanten Angelegenheit und wird Ihnen sagen können, was die Kollegen von der SRD an Hinweisen zusammengetragen haben.“

„In Ordnung, Sir“, sagte Burke, indes er sich von seinem Stuhl in die Höhe stemmte. „Wir nehmen mit James Howard Kontakt auf. Ich denke aber, dass wir ziemlich im Dunkeln tappen werden. Fleming war kein heuriger Hase. Das beweist schon die Tatsache, dass es ihm gelang, als einer der meistgesuchten Verbrecher Amerikas unerkannt hier in New York zu leben. Also wird er auch nicht von seinem Telefon oder seinem Computer aus die Kontakte zu irgendwelchen Leuten geknüpft haben, mit denen er Geschäfte machen wollte.“

„Weil das so ist, betraue ich Sie beide mit der Sache“, erklärte der AD. „Und wie ich Sie kenne, werden Sie alles Erdenkliche daran setzen, um den Fall aufzuklären.“

Auch Ron Harris erhob sich. „Natürlich, Sir. Ich hoffe, dass wir dem Vertrauen, das Sie in uns entgegenbringen, gerecht werden können.“

„Davon bin ich überzeugt.“ Der AD lächelte.

Damit waren die Agents entlassen.

 

*

 

„Es gibt nicht viel zu berichten“, knurrte Detective Lieutenant James Howard von der Mordkommission. „Einem international gesuchten Gangster hat jemand eine Kugel in den Kopf geknallt und ist - wahrscheinlich mit einem Paket voller Rauschgift oder einem dicken Bündel Geld - auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Das Geschoss durchschlug den Kopf und steckte im Türholm. Der Leihwagen wird von den Jungs der SRD unter die Lupe genommen. In der Wohnung Flemings hier in Manhattan wurde ein Laptop sichergestellt, außerdem haben wir eine Liste seiner Telefonate angefordert. Der Stadtstreicher, der die Leiche gefunden hat, wusste von nichts.“

Howard hatte sich kurz und prägnant gefasst.

„Du sprichst von Rodney Jones. Was hatte er bei dem Autofriedhof verloren?“, fragte Burke. „Hat er in einem der alten Wracks vielleicht seinen Unterschlupf? Wem gehört der Schrottplatz?“

„Besitzer des Grundstücks ist ein gewisser John Kindred. Gepachtet hat es ein Mann namens Marcel Rotter. Jones hat seinen Angaben gemäß tatsächlich die Nacht in einem der Wracks verbracht. Aber er sah und hörte nichts – behauptet er zumindest.“

„Das heißt also“, murrte Ron Harris ohne die Spur von Begeisterung, „wir haben außer einer Leiche so gut wie gar nichts.“

„Sehr scharfsinnig, Special Agent“, knurrte Howard humorlos. „Und das bedeutet im Klartext, dass es gilt, jeden auch noch so kleinen Hinweis zusammenzutragen, auszuwerten und zusammenzufügen wie ein Puzzle.“

„Wir werden uns selbst mal ein Bild vom Tatort machen“, gab Owen Burke zu verstehen. „Sollten neue Erkenntnisse auf deinen Schreibtisch flattern, dann sei so gut, und gib uns Bescheid.“

„Das ist doch klar“, erklärte James Howard.

Die Special Agents verabschiedeten sich.

Und dann waren sie in der Blechlawine gefangen, die sich durch die Straßen Manhattans quälte. Einer, der es hier besonders eilig hatte, musste glatt verzweifeln. Stockend ging es voran. Immer wieder leuchteten die Bremslichter des Wagens vor dem Dodge Avenger auf. Es war einfach Nerven zermürbend.

Schließlich aber rollte der blaue Dienstwagen mit den beiden Agents über die Brooklyn Bridge und sie befanden sich in Queens.

Der Autofriedhof nahm ein großes Areal zwischen hohen Wohnblöcken ein. Zur 55th Avenue gab es keinen Zaun. Den Schrottplatz konnte also jeder betreten.

Es ging bereits auf Mittag zu. Der Himmel war mit Wolken verhangen und grau und es war nasskalt. Die Bäume, die verstreut herumstanden, waren kahl. Einige Männer strichen zwischen den Wracks herum auf der Suche nach brauchbaren Teilen, die bei ihren eigenen Autos den Geist aufgegeben hatten. Diese Autofriedhöfe waren billige Ersatzteillager …

Hunderte von Autoleichen stapelten sich hier. Zwischen den Schrottbergen hindurch führte eine ungeteerte Zufahrt zu einer Baracke, in der das Büro des Schrotthändlers untergebracht war. Ron Harris stellte den Dodge Avenger davor ab.

Ein Mann um die vierzig in einem grünen Parka kam ins Freie. Die Agents stiegen aus, Owen Burke zückte seine ID-Card und hielt sie hoch. „Special Agent Burke, FBI“, gab er zu verstehen und wies auf Ron Harris. „Special Agent Harris. Wir ermitteln in der Mordsache Fleming.“

Ein Schatten schien über das Gesicht des Burschen zu huschen, er stieß hervor: „Ja, verdammt! Den ganzen Morgen hat es hier schon von Cops nur so gewimmelt. Warum hat man diesen Halunken ausgerechnet auf meinem Grund und Boden umgelegt?“

„Diese Frage können wir Ihnen auch nicht beantworten“, kam es von Ron Harris. „Sind Sie der Pächter des Grundstücks?“

„Ja. Mein Name ist Marcel Rotter. Nach dem Vorfall von vergangener Nacht werde ich wohl doch einen Zaun zur Straße hin ziehen. Ich hatte ja nicht den Schimmer einer Ahnung, dass sich hier Obdachlose herumtreiben. Wenn mal so ein Schrottberg einstürzt und einen unter sich begräbt, bin ich ganz schön in den Hintern gekniffen.“

„Das wird so sein“, bestätigte Ron Harris lakonisch.

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