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Stromausfall, Teil I

El Sada

Von Chris und Ash und den Tücken des Nachtdienstes

Ein perfekter Abend

Coco Zinva

Von Natalie und René und unverhofftem Glück

Paulchen ante portas

Jana Ohn

Von Oliver und Franziska, Paul und ?

Es war okay, Teil I

Karolina Peli

Von David und Rune und der lästigen Lis

Die Gunst der Stunde

Lydia Winterberg

Von werten Herrschaften und ihrem Chauffeur

Wer sich liebt …

Anna van Verö

Von Mike und Nadja und dem leidigen Haushalt

Schriftstellerin, Teil I

Jörg R. Will

Von Sonja, die ihren Beruf sehr ernst nimmt

Steile Fahrt

Karyna Leon

Von Melinda und dem fremden Mann

Einladung

Jana Ohn

Von Caro und Tim und der Unmöglichkeit, lecker zu essen

Ausnahmezustand

Florella Sander

Von Charlotte und Robert und der leidigen Wäsche

Stromausfall, Teil II

El Sada

Von Chris und Ash und den Nachwirkungen des Nachtdienstes

Schriftstellerin, Teil II

Jörg R. Will

Von Sonja, die mit Lutz akribisch recherchiert

Es war okay, Teil II

Karolina Peli

Von David und Rune und neuen Perspektiven

Stromausfall

Teil I

El Sada

Geh mit Gott, aber geh!

Seit einer geschlagenen Viertelstunde lief mein Kollege Jan zwischen Spind, Schreibtisch, Monitorwand und Fenster hin und her, dabei immer wieder fahrig über sein spärliches Haar streichend. Er hob Dinge auf, um sie gleich wieder hinzulegen, öffnete Schubladen und Schranktüren, um sie danach wieder geräuschvoll zufallen zu lassen. Und ging mir damit höllisch auf den Sack.

Noch fünf Minuten bis zu seinem offiziellen Dienstschluss. Schon wieder stand er am Fenster und seine sich immer leicht überschlagende Stimme schnitt durch den Raum: „Ach, du lieber Himmel! Da draußen braut sich ein grausiges Unwetter zusammen. Muss noch zum Juwelier und zur Blumenhandlung. Hab Stress, sorry. Ich bin dann mal weg, meine Herren. Bis morgen. Wünsche einen ruhigen Dienst.“

Hastig zog er sich – endlich – seine Jacke über, fluchte, als ein Blitz den Raum erhellte und riss mit einem wilden Ruck den Reißverschluss bis unter seinen Hals.

„Okay, Jan. Wir haben alles im Griff. Schönen Abend noch, und liebe Grüße an deine bezaubernde Frau.“

Jan lächelte stolz. Heute war sein erster Hochzeitstag, und er konnte immer noch nicht recht glauben, dass daheim tatsächlich eine liebende und noch dazu hübsche Frau auf ihn wartete. Wir auch nicht. Jan ist ein absoluter Langweiler.

„Von mir auch liebe Grüße“, rief Ash über seine Schulter, bevor er sich wieder auf die Monitore konzentrierte, vor denen er saß.

„Danke. Werd‘ ich ausrichten.“ Binnen Sekunden hatte Jan den Kragen seiner dunkelbraunen Lederjacke aufgerichtet und stürmte mit hochgezogenen Schultern hinaus.

Kaum hatte ich das Geräusch der sich schließenden Tür vernommen, ließ ich meinen Schreibtisch im Stich, stand auf und wandte mich schmunzelnd meinem Kollegen und heimlichen Geliebten zu, der sich heute mit mir die Nachtschicht teilte. Niemand wusste von unserer Liaison, und das war auch gut so. Zwar tummelten sich in der Chefetage etliche weibliche Angestellte, aber hier im Schichtbetrieb war die Besetzung doch durchwegs männlich, weshalb ich über die Konsequenzen eines Outings nicht einmal nachdenken wollte. Vor gut zwei Jahren war Ash zu uns gestoßen. Er war schon länger im Betrieb, hatte aber bis dato in der Hauptniederlassung gearbeitet. Seinen Wechsel begründete er mit der für ihn zu großen Anonymität der riesigen Filiale, aber ich vermute, dass ihn noch andere Gründe bewogen hatten, sich in unsere kleine Nebenstelle zu bewerben. Wir beide hatten einige Monate damit verbracht, einander vorsichtig zu umkreisen. Von Anfang an stand ich auf ihn. Ich liebte seine witzige, unbefangene Art die Dinge auf den Punkt zu bringen. Sobald er in der Nähe war, hatte ich gute Laune. Aber gerade unter Kollegen wollte ich kein Risiko eingehen, ließ mir erst mal Zeit, lud ihn irgendwann doch zu einem Bier ein als ich glaubte, diese ständige Sehnsucht nach seinem wunderbaren Körper nicht mehr aushalten zu können.

Und wir landeten am selben Abend in seinem Bett. Nie zuvor hatte mich jemand so scharf gemacht, und er sagte, dass es ihm genauso ging. Was ich gerne glaube, so heiß wie er darauf ist mich zu berühren.

Ich ließ meinen Blick liebevoll auf seinem Gesicht ruhen. „Na? Und was machen wir zwei Hübschen mit dem angebrochenen Abend?“

Ash nutzte die praktischen Möglichkeiten seines Drehsessels, stieß sich von der Tischplatte ab und rollte grinsend auf mich zu. „Was hast du denn im Sinn, Baby? Ich bin für alles offen.“ Er pustete sich eine Strähne seines tiefschwarzen Haares aus dem Gesicht und legte seine großen Hände auf meinen Arsch, als er direkt vor mir angekommen war. Schmunzelnd blickte ich auf ihn herab.

„Ich sollte unbedingt meinen Rundgang durchs Haus machen – würdest du mich eventuell begleiten? Natürlich müssen wir die Monitore im Auge behalten, aber ich denke, das können wir auch im Büro des Chefs, oder?“ Konnten wir natürlich nicht, doch ich hatte mein Ziel definitiv erreicht, denn Ash beantwortete meine Frage mit einem heiseren, sehnsüchtigen Stöhnen.

„Du meinst…“

„Ja, ich meine! Dieser riesige und so verflucht dekadente Schreibtisch lädt doch geradezu ein, ihn auch mal zweckentfremdet zu benutzen, findest du nicht?“ Meine Finger vergruben sich in seinem Haar, ballten sich zur Faust und zogen ihn behutsam hoch. Als mein Lover endlich vor mir stand, legte ich meine gestreckten Arme locker auf seine Schultern und presste meine Lippen kurz auf seine.

Verbal hatte er noch nicht auf meine heiße Fantasie reagiert, seine vor Begierde geweiteten Pupillen sprachen allerdings eine recht eindeutige Sprache. „Oh ja.“, murmelte er Sekunden später rau gegen meinen Mund, zog meine Unterlippe zwischen seine Zähne und biss sanft hinein. Ein verzückter Laut entrang sich meiner Kehle, doch er gab mich wieder frei und betrachtete mich mit einem Blick, der meinen gesamten Lendenbereich entflammen ließ. „Du bist so was von kreativ, Chris! Ehrlich. Meinen tiefsten Respekt.“ Sein rechter Mundwinkel wanderte hoch und zauberte ein herrlich laszives Grinsen auf sein männlich-markantes Gesicht. „Kommst du mit zum Spind?“

„Warum zum Spind?“ Verwirrt runzelte ich die Stirn, doch dann traf mich die ultimative Erkenntnis. „Aaah, Gleitgel und Kondom?“ Ash nickte, schloss für einen Moment die Augen und seufzte voll wilder Ungeduld, bevor er ein weiteres Mal fest meinen Arsch packte und meinen Unterleib ruckartig gegen seinen presste. Unser beider Stöhnen tönte verheißungsvoll durch den Raum, doch dann ließ er leider von mir ab und wich einen Schritt zurück. Mit leicht gesenkten Lidern sah er mich an, seine sinnlichen Lippen schimmerten feucht. „Also? Kommst du?“

Ich fasste das mal als Herausforderung auf. „Noch nicht. Hol du alles, was wir brauchen. Ich checke noch schnell die Systeme, damit wir uns dann wichtigeren Dingen widmen können.“ Ash lachte, schüttelte belustigt den Kopf, drehte sich um und marschierte los.

Gierig vor mich hin grinsend, starrte ich ihm hinterher. Großer Gott, sein kleiner, muskulöser Arsch war so ziemlich das Heißeste, was ich jemals gesehen hatte. Das Spiel seiner Backen, während er so verdammt geschmeidig und sexy einen Fuß vor den anderen setzte, raubte mir immer wieder aufs Neue den Atem. In diesen engen schwarzen Jeans blieb nichts der Fantasie überlassen, und seine langen, kräftigen Beine trugen auch nicht unbedingt dazu bei, dass ich leichter Luft bekam.

Nun hob er seinen rechten Arm und fuhr sich – wie so oft – durch sein volles, tiefschwarzes Haar, das ihm bis zu den breiten Schultern reichte. Dabei spannte sich sein Bizeps an, und das Spiel seiner Rücken-Muskulatur brachte mich allen Ernstes dazu, mir voller Vorfreude über die Lippen zu lecken.

„Gute Idee“, rief er mir zu und verschwand im matt erleuchteten Gang, während ich mich auf den noch immer mitten im Raum befindlichen Drehsessel fallen ließ und zu den Monitoren rollte.

Um wieder in der Realität anzukommen, blinzelte ich ein paar Mal. Mit geschultem Blick versicherte ich mich von der reibungslosen Stromversorgung unseres Stadtbezirkes und lehnte mich zufrieden zurück. Wieder und wieder zuckten Blitze über den wolkenverhangenen Himmel, gefolgt von dumpfem Donnergrollen, das manchmal sogar die Fensterscheiben klirrend vibrieren ließ. Ein tosender Sturm kam auf und peitschte das bunt gefärbte Herbstlaub durch die Luft.

Was für eine schaurig-romantische Kulisse für ein heißes Tête-à-Tête auf dem Schreibtisch des Chefs. Schon so lange geisterte diese Fantasie durch meinen Kopf, doch die Umsetzung war bisher daran gescheitert, dass ich noch nie das Vergnügen gehabt hatte, meine Nachtschicht mit Ash zu teilen. Auch heute hätte ich eigentlich mit Jan hier sitzen sollen, doch der hatte meinen Lover angebettelt, wegen seines Hochzeitstages den Dienst mit ihm zu tauschen. Ash hatte sich scheinbar widerstrebend darauf eingelassen.

Selbstverständlich waren wir schon mehrmals kurz davor gewesen unsere Schichten so zu tauschen, dass wir sie gemeinsam verbringen konnten, aber wir wollten keine Aufmerksamkeit auf uns lenken. Heute war unser Glückstag, oder besser: unsere Glücksnacht!

Abermals tauchte ein Blitz den spärlich beleuchteten Raum in bläuliches Licht. Sämtliche Härchen auf meinen Unterarmen stellten sich auf, ein merkwürdiger Schauer rieselte vom Nacken ausgehend über meinen Rücken. Schlagartig widmete ich meine Aufmerksamkeit wieder den Monitoren, da ich dieses elektrostatische Summen auf einen Blitzeinschlag zurückführte, doch das war nicht die Ursache.

Vielmehr war es Ash, der hinter mir stand und diese Empfindungen in mir auslöste, durch seine bloße Anwesenheit. Meine Lider fielen flatternd zu, als ich seinen warmen Atem an meinem Hals spürte, und ich stöhnte sehnsüchtig auf, als er nur ein einziges Wort in mein Ohr hauchte: „Bereit?“

Nachdem ich mich ein letztes Mal vergewissert hatte, dass alles in Ordnung war, wandte ich mich von den Monitoren ab und stand auf. Mit bereits leicht veränderter Atmung und eindeutig erhöhtem Puls drehte ich mich um und blickte in das so verflucht anziehende … nein, schöne Gesicht meines – offiziell – besten Freundes. Ich erschauerte vor Lust auf diesen unglaublich geilen Mann, als sich sein Mund mit einem sinnlichen Seufzen öffnete und seine Zunge zum Vorschein kam. Betörend langsam leckte er erst über beide Mundwinkel, bevor er seine Lippen befeuchtete und mich mit einem verflucht sexy Grinsen betrachtete. „Also, was jetzt? Bist du bereit?“, wiederholte er seine Frage und küsste mich viel zu kurz.

„Schätze, ich war überhaupt noch nie so bereit“, antwortete ich atemlos, während meine rechte Hand hoch schnellte und grob sein schwarzes Haar packte. „Aber zuerst will ich einen ordentlichen Kuss, haben wir uns verstanden?“ Nun war es an ihm, meine Worte mit einem rauen Stöhnen zu kommentieren, unmittelbar darauf prallten meine Lippen auf seine und unsere Zungen begannen einen Kampf, den keine von beiden zu gewinnen schien.

Zwei männliche, überaus erregte Körper drängten sich aneinander, große Hände packten verhülltes Fleisch, vergruben sich in fülligem Haar. Ein sinnliches Gemisch aus Stöhnen, Keuchen und Seufzen erfüllte den stillen Raum.

Minuten später beendeten wir dieses erotische Spiel. Ash betrachtete mich mit einem Blick, der mehr ausdrückte, als tausend Worte es je vermocht hätten, nahm mich wortlos an der Hand und marschierte los. Als ich mit weichen Knien hinter ihm her stolperte, hatte ich das Gefühl, meine Härte würde jeden Moment den Reißverschluss meiner Jeans durchbrechen, doch es blieb keine Zeit, dem irgendwie Abhilfe zu schaffen, denn wir hatten Besseres zu tun. Etwas viel Besseres.

Mein sexy Lover zog mich zielstrebig zu den Fahrstühlen, hielt unmittelbar davor an und hämmerte wild vor sich hin fluchend auf den roten ‚Up‘-Knopf. Augenblicklich schoben sich die zwei schweren Metalltüren auseinander, woraufhin Ash meine Hand fest umfasste und mich ohne Vorwarnung mit einem wilden Ruck an die Rückseite der Fahrstuhl-Kabine schleuderte.

Oh yeah, ich fuhr total drauf ab, wenn er so was machte. Es turnte mich wahnsinnig an. Er turnte mich an, und der Moment war mehr als optimal, um meine Erektion nun doch ein wenig zurechtzurücken.

Meine Lider senkten sich flatternd, als ich meine Hand im Hosenbund verschwinden ließ, unmittelbar darauf entkam ein erleichtertes Seufzen meinem leicht geöffneten Mund. Nachdem ich mir selbst ein wenig Abhilfe verschafft hatte, öffnete ich träge meine Augen und lächelte selig vor mich hin. Dieses Lächeln fiel allerdings sofort in sich zusammen, als ich realisierte, dass mich Ash unverhohlen fixierte. Nein, nicht mich. Vielmehr starrte er lüstern auf meine rechte Hand, die gerade genüsslich über meine Härte rieb.

Hinter ihm schlossen sich surrend die beiden silbergrauen Türhälften, doch er betrachtete unablässig meinen deutlich geschwollenen Schritt. „Hast du auch nur den Hauch einer Ahnung, wie heiß du mich machst?“, krächzte er erregt, verzog kurz das Gesicht, räusperte sich und schüttelte heftig den Kopf. Dies alles schien ihn ein wenig beruhigt zu haben, denn er atmete kräftig ein und stieß die eingesaugte Luft mit geblähten Wangen wieder aus. Dem folgte ein verspieltes, verführerisches Grinsen, bevor er sich auf die vielen bunten Knöpfe an der Fahrstuhlwand konzentrierte.

„Wo hat unser ‚Chefe‘ noch gleich sein Büro?“, grübelte er und tippte sich dabei nachdenklich gegen die Unterlippe, doch diese Frage war rein rhetorischer Natur. Natürlich wusste die gesamte Belegschaft, dass sich die Chefetage im fünften Stock befand. Deshalb drückte er lässig auf die Fünf und drehte sich schmunzelnd zu mir, während sich der Aufzug in Bewegung setzte. Mit gespitzten Lippen verschränkte er die Arme vor der Brust und lehnte sich völlig entspannt an die Wand. Seine dunkelbraunen, fast schwarzen Augen blitzen frech. „So eine Fahrstuhl-Nummer wäre auch nicht zu verachten“, raunte er verschlagen, „aber wir haben ja beschlossen, den dekadenten Schreibtisch zu benutzen, nicht wahr?“

Ich lachte über sein neckisches Zwinkern und ließ einmal mehr einen äußerst genießerischen Blick über seine Kehrseite wandern, als er mir den Rücken zuwandte und sich bereit machte, den Fahrstuhl demnächst zu verlassen. Dabei glotzte ich unverhohlen auf seinen geilen, knackigen Arsch, wobei mir gewisse Ausbuchtungen in den hinteren Taschen seiner Jeans auffielen. Rechts zeichnete sich deutlich eine Tube ab und links ein flaches, kaum erkennbares, quadratisches Ding. Gleitgel und Kondom. Oh verdammt, war ich hart.

Ash lachte tief und rau, als er nur Sekunden später aus dem Fahrstuhl trat. „Es turnt mich total an, wenn du mir so auf den Arsch starrst, weißt du?“ Hatte der Augen im Hinterkopf, oder was?

Und wieder dieses maskuline Lachen. „Der Fahrstuhl ist verspiegelt, hast du das nie bemerkt?“, fragte er amüsiert. „Ein kleiner Blick zur Seite hat genügt, um deine unanständigen Gedanken erahnen zu können, und jetzt komm.“ Okay. Doch keine Augen im Hinterkopf. Wäre auch verdammt gruselig.

Als wir Hand in Hand den Gang zum Büro unseres Chefs entlang schlenderten, fing mein verflucht harter Schwanz bereits an, ernsthaft weh zu tun. Er wollte raus aus seinem Gefängnis, doch alles was ich im Moment für ihn tun konnte, war ihm in Gedanken ein hoffnungsvolles ‚Bald, mein Junge‘ zu senden. Ein kurzer, verstohlener Blick auf Ashs Leibesmitte versicherte mir allerdings, dass er mit demselben Problem zu kämpfen hatte wie ich. Somit war geteiltes Leid halbes Leid, was den dumpfen Schmerz an meinen Lenden gleich um einiges erträglicher machte.

Nur das blasse Grün der Notbeleuchtung sorgte für ein schummriges, diffuses Licht, als wir schweigend über den dunkelblauen Spannteppich schlichen. Wieder und wieder zuckten Blitze über den Himmel und erfüllten die stickige Luft mit einem elektrostatischen Knistern. Die unheimliche Stille im verlassenen Bürogebäude wurde von dumpfem, polterndem Donnergrollen unterbrochen, doch all das interessierte mich momentan nicht.

Mein Interesse galt ausschließlich jenem Mann, dessen Hand fest die meine umklammert hielt, und der – so wurde mir eben bewusst – heute die Führung übernehmen würde. Dieses Wissen pushte meine Erregung augenblicklich in ungeahnte Höhen, denn eigentlich war eher ich der dominante Part in unserer heimlichen Beziehung. Dennoch turnte es mich jedes Mal aufs Neue unglaublich an, mich Ash voll und ganz hinzugeben, so wie jetzt.

„Hast du den Schlüssel?“ Völlig überrascht und viel zu abrupt aus meinen lüsternen Gedanken gerissen, starrte ich meinen neben mir stehenden Lover an. Ein paar Sekunden überlegte ich ernsthaft, wovon er sprach, doch dann wurde mir umgehend klar, worum es hier ging.

Überheblich grinsend fuhr ich mit meiner Hand in die vordere Tasche meiner Jeans, und als sie wieder zum Vorschein kam, befand sich unser Zentralschlüssel in meiner Faust.

„Perfekt, Baby“, schnurrte Ash, während er leise lachend meine Wange tätschelte. Großer Gott, sogar dieses heisere, zufriedene Lachen turnte mich schon an und zeigte mir mehr als deutlich, dass ich endlich den Schlüssel in dieses verdammte Loch stecken sollte. Womit wir wieder beim Thema wären …

Begleitet von einem verhaltenen, ungeduldigen Stöhnen drückte ich die Klinke nach unten. „Findest du das Aufsperren einer Tür jetzt auch schon geil, oder was?“, neckte mich Ash und gab mir einen ziemlich festen Klaps auf den Arsch, bevor er mich in das Büro unseres Vorgesetzten schob.

Schmunzelnd trat ich einen Schritt nach vorn. „Wieso?“

„Na, du hast gestöhnt, als du den Schlüssel ins Loch gesteckt hast und…“ Er hielt inne und grinste mir wissend ins Gesicht. „Okay. Ich verstehe. Kein weiterer Kommentar.“

Ehrfürchtig betraten wir nun das viel zu große, protzige Büro das bis auf die Lichter von draußen völlig im Dunkeln lag. Ein aufgeregtes Kribbeln tobte in meinem Magen und stellte die Härchen in meinem Nacken auf. Natürlich empfand ich annähernd so etwas wie ein schlechtes Gewissen, doch diese Empfindungen wurden vom Reiz des Verbotenen überlagert. Deutlich überlagert. Und das turnte mich gleich noch mehr an.

„Wow…“, stießen wir völlig zeitgleich aus, während unsere neugierigen Blicke durch den riesigen Raum schweiften, und doch war es der ausladende, protzige Schreibtisch aus dunklem Mahagoni der unsere Aufmerksamkeit auf sich zog. Weder Ash noch ich hatten das Bedürfnis, die Deckenbeleuchtung einzuschalten. Die Atmosphäre im dunklen, stillen Büro erhöhte das erwartungsvolle Kribbeln um ein Vielfaches, und diese perfekt inszenierte Stimmung wollten wir auf keinen Fall zerstören.

Als wir unmittelbar vor dem Tisch angekommen waren, trennten sich unsere verbundenen Hände. Stattdessen streichelten unsere Finger ehrfürchtig über das spiegelglatte, glänzende Holz, während wir das riesige Möbelstück langsam umrundeten, um uns auf der anderen Seite wieder zu treffen.

„Unser Boss ist ein verdammter Angeber“, murmelte Ash keineswegs neidisch, sondern eher vergnügt und hauchte einen süßen Kuss auf meine Lippen.

„Hast du denn gar kein schlechtes Gewissen, dass wir das Mahagoni-Heiligtum unseres Vorgesetzten missbrauchen?“, fragte ich mit neckischem Unterton, der deutlich zum Ausdruck brachte, dass sich mein eigenes schlechtes Gewissen in Grenzen hielt. Ash grinste sein unverschämt dreckiges, aber so verflucht heißes Grinsen, schob behutsam ein paar Papiere an das andere Ende des Tisches und schüttelte belustigt den Kopf. Dann schaltete er den integrierten Monitor ein, der dem Leiter unserer Nebenstelle jederzeit einen konzentrierten Überblick über die wesentlichen Anlagen ermöglichen sollte. Summend kam Leben in das dunkle Feld. So, das konnten wir nebenbei im Auge behalten, und damit hatten wir der Pflicht Genüge getan.

Genau in diesem Moment zuckte ein erzürnter Blitz über den düsteren schwarz-grauen Himmel und tauchte meinen Lover für zwei Sekunden in ein gespenstisches, fast unheimliches Licht. Als wir daraufhin beide in ein verspieltes, gackerndes Lachen ausbrachen, wurden wir mit einem heftigen Donnergrollen bestraft, doch all das prallte an uns ab. An uns, unserer Begierde und der Vorfreude auf das, was nun endlich folgen würde.

„Wenn du eine Frau wärst, würde ich dich jetzt an den Hüften packen und deinen sexy Hintern mit Schwung auf den Tisch befördern, aber so wird das nix. Darf ich bitten…?“ Er schmunzelte durchtrieben und nickte in Richtung Mahagoni-Ungetüm. Seine ausgesprochene Bitte komplettierte er mit einer ausschweifenden Handbewegung und einer höflichen Verbeugung.

Nur zu gern kam ich seiner Aufforderung nach und pflanzte meinen Arsch umgehend auf den Tisch, aber während ich die Knie auseinander drückte, um ihn für den ersten himmlischen Kuss zwischen meine Beine zu ziehen, fiel mir auf, dass hier irgendwas nicht passte. Ash schien soeben denselben Gedanken zu haben, denn er runzelte die Stirn, fuhr sich angespannt durchs Haar, blickte grübelnd zwischen uns herab und zischte ein enttäuschtes „Scheiße!“

„Was ist?“, fragte ich völlig sinnlos, da ich doch genau wusste, was jetzt kommen würde.

„Ich bin zu groß für diesen verfluchten Tisch“, bestätigte er teils verärgert, teils frustriert meinen Verdacht und trat gegen jenes Mahagoni-Bein, welches ihm am nächsten war. „Wie soll ich dich anständig vögeln, wenn dieser verdammte…“ Plötzlich hoben sich seine Augenbrauen, als hätte ihn gerade die ultimative Erkenntnis ereilt. Dann wirbelte er herum, starrte ein paar Sekunden nachdenklich zu einem jener bodentiefen Fenster, die die gesamte Wand hinter ihm zu einer mächtigen Glasfront machten, und drehte sich langsam wieder zu mir. Das Grinsen, mit dem er mich nun betrachtete, war so dermaßen durchtrieben, dass ein wohliger Schauer über meinen Rücken lief.

„Scheiß auf den Tisch“, raunte er verheißungsvoll. „Ich werde dich im Stehen nehmen.“ Ash deutete hinter sich auf das perfekt geputzte Glas, ohne unseren erregten Blickkontakt zu unterbrechen. „Genau hier.“ Mit aufreizenden und äußerst geschmeidigen Schritten kam er näher und legte seine rechte Hand in meinen Nacken.

„Ich will, dass sich deine ekstatischen Schreie mit dem Grollen des Donners vereinen, und ich will, dass du während deines Höhepunktes genauso zuckst wie diese verdammten Blitze.“ Noch während ich seine Worte mit einem sehnsuchtsvollen Stöhnen quittierte, vergrub er seine Faust fast grob in meinem Haar, drückte mein Gesicht fordernd gegen seines und presste seine Lippen auf meinen bereits geöffneten Mund.

Alles um mich herum verschwand und jegliches Geräusch verstummte, als mich Ash mit einem Ruck vom Tisch herunterzog und ungestüm begann, mir die Klamotten vom Leib zu reißen. Gefangen in einem Strudel aus Lust und einer unermesslichen Begierde tat ich es ihm gleich, was zur Folge hatte, dass wir uns wenige Sekunden später nackt gegenüber standen. Nackt, schwer atmend und heiß wie die Hölle.

Ash packte mich unsanft an den Schultern und schob mich rückwärts auf die Glasfront zu, deren Außenseite Gott sei Dank verspiegelt war. Kaum hatte ich mit meiner nackten Haut das glatte, kühle Material berührt, keuchte ich erschrocken auf, doch sofort war da der Mund meines Lovers, der sich lüstern auf meinen presste und im nächsten Augenblick seine Zunge, die wild und ungestüm in mich drang.

An meinem Rücken spürte ich das kalte Glas, an meiner Brust betörte mich jedoch Ashs Hitze. Eine Hitze, die mir den Atem raubte und mich voller Begehren in den Kuss stöhnen ließ. „Ja, Baby. Genau so“, wisperte Ash verlangend, nachdem er sich für einen Moment zurückgezogen hatte, fuhr jedoch umgehend damit fort, mich um den Verstand zu küssen.

Seine rechte Hand legte sich um meine Kehle, um mich zu fixieren. Die linke spielte abwechselnd mit meinen Nippeln, und als ob das nicht schon reichen würde, drängte er seinen Unterleib kraftvoll gegen meinen.

Schon jetzt kurz davor, die Kontrolle zu verlieren, stöhnte ich hemmungslos auf und lehnte meinen Kopf zurück gegen das Glas. Flatternd und schwer senkten sich meine Lider, doch plötzlich spürte ich ein schmerzhaftes Kneifen in meinem linken Nippel, was mich umgehend dazu brachte, meinen vernebelten Blick auf Ash zu richten.

„Sieh mich an!“, forderte er teils sehnsüchtig, teils dominant. „Mach deine Augen auf und sieh, was ich nun mit dir machen werde!“

„Okay.“, wisperte ich gehorsam und schnappte heftig nach Luft, als er ohne Vorwarnung meinen prall erigierten Schaft packte und kraftvoll zu pumpen begann. Einmal … zweimal … dann hörte er wieder auf und legte seine Finger um meine Hoden, um mit ihnen zu spielen, sie in seiner Handfläche zu rollen und sanft daran zu ziehen. Feuchte Küsse und Zungenstriche bedeckten meinen Hals, und als er seinen kühlen Atem über die nassen Spuren blies, jagte ein kribbelnder Schauer über mich hinweg.

Ashs leises, maskulines Lachen vibrierte an meiner Brust, während er sich von einer Brustwarze zur anderen leckte, sie liebkoste, daran saugte und knabberte. Irgendwann – ich hatte längst das Gefühl für Raum und Zeit verloren – biss er zu, doch ich hatte keine Zeit, mich über das plötzliche Stechen zu beklagen, denn seine feuchte Zunge leckte diesen willkommenen Schmerz einfach weg.

„Mmmh, ich liebe deinen Geschmack“, murmelte er gegen meine erhitzte, übersensible Haut. Seine raue, tiefe Stimme entlockte mir einen ekstatischen Laut und drückte erneut meine schweren Lider zu, aber nein – er hatte es verboten. Es war mir nicht erlaubt, meine Augen zu schließen, also beobachtete ich nun mit verschleiertem Blick, rasendem Herzschlag und flacher Atmung, wie sich seine Küsse von meiner Brust entfernten. Feucht, und doch beinahe unerträglich heiß wanderten sie tiefer, fanden ihren Weg über jede einzelne meiner Rippen. Weiche, warme Lippen berührten die zuckenden Muskeln an meinem Bauch, zogen einen sinnlichen Pfad von einem Hüftknochen zum anderen, und ich stöhnte kehlig auf, als er seine Zunge in meinen Nabel stieß.

Ash kniete vor mir und streichelte die ganze Zeit an den Außenseiten meiner Beine auf und ab. Er quälte mich und unterließ es mit voller Absicht, meine Erektion oder meine Hoden zu berühren. Dort, wo ich ihn sehnlichst erwartete. Dort, wo ich ihn so verdammt brauchte.

Kleine, süße Küsse bedeckten meinen gänzlich haarlosen Schambereich, bevor seine boshaften Lippen wieder zu den Hüftknochen wanderten und mich anschließend an den Innenseiten meiner Oberschenkel kitzelten. Verdammt, ich konnte nicht mehr!

Ein tiefes, animalisches und verflucht angepisstes Knurren drängte zwischen meinen zusammengebissenen Zähnen hervor. Ash lachte dumpf gegen meinen angespannten Bauch. „Nimm ihn in den Mund!“, forderte ich grob. „Jetzt!“ Völlig außer mir vor aufgestauter Erregung packte ich mit beiden Fäusten sein tiefschwarzes Haar und drückte ihn gegen meinen vor Erwartung und Vorfreude pulsierenden Schwanz.

„Na endlich“, raunte Ash zufrieden, und als er mich ohne Vorwarnung tief in seine Mundhöhle saugte, knickten mir beinahe die Beine weg. Ash fing an, um meine Erektion herum zu summen, während ich bis zum Anschlag in ihm war. Seine Nase berührte bereits meine glattrasierte Haut … Verdammt, ich spürte den Widerstand seiner Kehle, erbebte unter den Schluckbewegungen, mit denen er mich nun in den Wahnsinn trieb.

„Oh ja!“, stöhnte ich ungehalten in den dunklen Raum, den Blick nach wie vor gebannt auf das Geschehen an meiner Leibesmitte gerichtet. „Gib’s mir! Zeig mir, was du drauf hast!“

Und er zeigte es mir. In aller Herrlichkeit und unfassbarer Perfektion verwöhnte er meinen pulsierenden Schaft. Leckte meine Eichel und versenkte seine Zungenspitze mehrmals im kleinen Schlitz, bevor er mit den Zähnen behutsam über die empfindliche Spitze schabte und mir raue, zutiefst erregte Laute entlockte.

Wieder kämpfte ich dagegen an, einfach meine Augen zu schließen und mich von diesen wahnsinnig geilen Empfindungen forttragen zu lassen, und beobachtete weiterhin alles, was er mit mir tat. So entging mir auch nicht, dass er seinen Arm nach rechts streckte und nach seiner Jeans angelte, nur Sekunden später legte er sich Kondom und Gleitgel bereit.

Ein heiseres Stöhnen entfuhr meiner trockenen Kehle, als er mich abermals tief in seine Mundhöhle saugte. Kraftlos und schwer sank mein Kopf gegen das kühle Glas. Mein Lendenbereich begann, bedrohlich zu kribbeln, die Oberschenkel spannten sich an, und meine Hoden zogen sich leicht zusammen. Ich wusste, ich war bald soweit, doch Ash ließ augenblicklich von mir ab und schob die rechte Hand von vorne nach hinten zwischen meine Beine.

Ruckartig richtete ich mich wieder auf und blickte finster auf ihn herab. „Noch nicht“, bemerkte er frech und grinste verführerisch zu mir hoch. Unmittelbar darauf spürte ich seine Finger, die sich feucht und glitschig zwischen meine Backen drängten und auf eine atemberaubende Art und Weise meinen Anus stimulierten.

Im selben Moment, als er den ersten Finger in mich schob, nahm er meine Härte wieder in den Mund und jagte mir damit eine ekstatische Gänsehaut über den gesamten Körper. Nachdem der zweite Finger in mir war, fluchte ich wild und hemmungslos, und als mich Nummer drei penetrierte, schnappte ich nach Luft. Ash dehnte mich, bereitete mich vor auf seine prachtvolle Erektion. Schwer atmend vor ungezügeltem Verlangen und der Gier nach Erlösung, drängte ich mein Becken gegen seine stimulierenden und in mir kreisenden Finger, Ash stöhnte heiser gegen meinen Bauch.

„Jetzt, Ash“, knurrte ich mehr, als ich sprach. Meine Hände ballten sich zu Fäusten, denn wenn ich sie in diesem Augenblick in sein Haar gekrallt hätte, hätte ich ihm vermutlich ernsthaft wehgetan. „Nimm mich!“

Kaum hatte ich ausgesprochen, zog er sich aus mir zurück, richtete sich zu seiner vollen Größe auf und betrachtete mich mit einer Intensität, die mein Blut in siedend heiße Lava verwandelte. Binnen weniger Sekunden war er bereit und seine Härte von einem Kondom umhüllt.

Ich fing bereits an zu schwitzen und erschauerte vor Lust auf diesen … meinen Mann. Gebannt starrte ich auf seine Hand, die in kraftvollen Drehbewegungen eine weitere Portion Gleitgel auf seiner Erektion verteilte. Dann gab ich nach und ließ meinen Kopf nach hinten gegen das Glas sinken, meine Lider wurden schwer. Kurz blinkte im Dunkel hinter Ash eine Uhr mit vier knallroten Ziffern auf … 19:50, danach fielen meine Augen endgültig zu.

Unmittelbar darauf - ein bedrohlich zischender Blitz, der Raum taghell erleuchtet. Dem folgte ein ohrenbetäubender, metallischer Donner, eine ruckartige Bewegung, die mich herumdrehte. Kaltes, glattes Glas an meiner Brust, eine Hand, die meine Handgelenke packte und über meinem Kopf fixierte. Feuchte Finger, die meine Backen spreizten … leichter, herrlicher Druck an meinem Anus, und dann drang er endlich – endlich! – in mich ein…

*

„Das, Baby … “, erschöpft, befriedigt und total verschwitzt sank ich am versauten Glas zu Boden, „ … war der verdammt beste Sex meines Lebens.“ Oh ja, das war er. Definitiv. Zur enormen sexuellen Anziehung zwischen uns beiden hatte sich der Reiz des Verbotenen gesellt und mich so heiß wie nie zuvor gemacht. Heiß, willig und so verflucht empfänglich, dass ich noch immer unter akuter Atemnot litt.

Außerdem waren alle Forderungen meines Lovers in Erfüllung gegangen. Tatsächlich hatten sich meine ekstatischen Schreie mit dem Grollen des Donners vereint, als ich in einem mordsmäßigen Orgasmus explodierte. Ebenso hatte ich während meines Höhepunktes mit den Blitzen um die Wette gezuckt, so, wie er es von mir verlangt hatte.

Ash lachte ein heiseres, männliches und verdammt stolzes Lachen und plumpste neben mich zu Boden wie ein Sack Mehl. „Freut mich, das zu hören, mein Hübscher. Vielleicht sollte ich öfter mit Jan den Nachtdienst tauschen, was?“ Obwohl er einen auf ‚lässig‘ machte, blieb mir nicht verborgen, wie glücklich, erfüllt und befriedigt er in diesem Augenblick war. Außerdem war ich nicht der Einzige, der noch immer daran arbeitete, Atmung und Herzschlag auf Normalmodus zu drosseln. Wir beide waren schlicht und ergreifend zwei rundum zufriedene Jungs, die im finsteren Büro ihres Chefs hockten und gerade phänomenalen Sex gehabt hatten.

Ashs brillanter Vorschlag, öfters mit Jan den Nachtdienst zu tauschen, fiel mir wieder ein, aber da mir nach wie vor nicht wirklich zum Sprechen zumute war, ließ ich den Kopf kraftlos nach hinten gegen das Fenster fallen und stöhnte ein schwaches „Gute Idee“. Natürlich entlockte ich Ash damit ein vergnügtes Lachen, aber das war mir gerade so was von egal.

Alles, was momentan zählte, waren unzählige, liebevolle und etwas feuchte Küsse, die so nach und nach meine Schulter bedeckten. Ich lächelte selig vor mich hin, denn ich liebte den Austausch inniger Zärtlichkeiten nach rauem, ungezügeltem Sex. Mit Ash zu schlafen – ganz egal, ob als Bottom oder Top – war das absolute Non-Plus-Ultra, schlichtweg vollkommen und an sinnlicher Perfektion nicht zu überbieten. Er kannte meinen Körper wie kein anderer es vor ihm jemals getan hatte, und wenn ich ihm die Führung überließ, war jede einzelne Berührung, jeder Kuss und jeder Stoß ein einziger Hochgenuss.

Ash spielte gekonnt mit mir und meinem willigen Körper, wusste ganz genau, dass ich auf die rauere Gangart stand. Er war ein Meister seines Faches, wenn es darum ging, den richtigen Winkel zu finden, um mich in höhere Sphären zu katapultieren. Nur er war in der Lage, die absolute Kontrolle über mich zu erlangen, und nur er vermochte es auf eine verdammt gekonnte Art und Weise, jenen Punkt in mir zu berühren, der mich immer wieder an den Rand des Wahnsinns trieb.

Das Gefühl, von seiner prallen Härte ausgefüllt zu sein, ihn ganz tief in mir zu wissen und zu spüren, wie er sich bis zum Erguss in meinem Innersten bewegte, war einfach unbeschreiblich. So sehr ich auch darauf stand, ihn zu dominieren und ihn nach meiner Pfeife tanzen zu lassen, so erotisch war es auch anders herum. Ash war ein fantastischer Liebhaber. Kein anderer konnte ihm jemals das Wasser reichen, und kein Schwanz war so prächtig wie seiner.

Heute war ich in den Genuss eines phänomenalen Blowjobs gekommen, doch wenn ich ihn verwöhnte, so konnte ich gar nicht genug kriegen von seinem Geschmack; vom Gefühl, wenn ich mit meiner Zunge über die pulsierende, dicke Ader an der Unterseite seines Schaftes lecke; von den Geräuschen, die er von sich gibt, wenn ich meine Zungenspitze in den kleinen Schlitz auf seiner Eichel drücke; von der Gänsehaut, die über seinen gesamten Körper prickelt, wenn meine Zähne behutsam über die Vertiefung unter seiner Eichel schaben und von den Zuckungen, wenn er kommt und sich in mehreren, ekstatischen Schüben tief in meine Kehle ergießt.

Meine Güte, ich war so was von verrückt nach diesem Mann. Jeder einzelne Kuss, den er gerade auf meine nackte Schulter hauchte, war allerdings ein eindeutiger Beweis dafür, dass er für mich dasselbe empfand, doch völlig unvermittelt wich er zurück und starrte mich an.

„Meine Güte, das ist jetzt aber nicht dein Ernst, oder?“ Ashs erstauntes Schnauben und das anschließende Lachen holten mich schlagartig in die Gegenwart zurück. Widerwillig hob ich meinen Kopf und blinzelte ihn müde an.

„Was?“

Mein sexy Lover starrte belustigt auf meinen Unterleib. „Du wirst schon wieder hart, mein Guter.“ Ich folgte seinem Blick, grinste träge und zuckte gleichgültig mit den Schultern.

„Mag schon sein. Ich kann eben nie genug von dir kriegen“, gab ich locker zurück, als wäre diese Feststellung das logischste Faktum der Welt. Eine Sekunde später fuhren wir erschrocken zusammen, als ein dröhnendes Donnergrollen das Glas an meinem Rücken vibrieren ließ.

Ach ja, das Unwetter.

„Ich steh drauf, wenn du so was sagst“, raunte Ash, bevor er meinen Hals mit süßen, kleinen Küssen beglückte. Ein wohliges, rundum zufriedenes Seufzen entkam meinen Lippen, und ich dachte tatsächlich, aus Liebe und Zuneigung zu diesem Mann die Engel singen zu hören. Allerdings war das kein besonders berauschender Gesang.

Er hatte irgendwas Metallisches an sich.

Etwas Schrilles, Monotones.

Und dann wurde mir heiß. Unsagbar heiß. Infernalisch heiß.

Ich konnte regelrecht spüren, wie sich mein gesamter Körper schlagartig erhitzte, als würde er jeden Moment implodieren. „Scheiße!“, brüllte ich auf und sprang so ruckartig hoch, dass ich Ash einen Ellbogencheck verpasste, doch darauf konnte ich in diesem Moment keine Rücksicht nehmen. Fluchend und sich das Kinn reibend, stand er nur eine Sekunde später neben mir. Aus dem Augenwinkel leuchtete mir ein hämisches 20:04 entgegen, während wir in trauter Zweisamkeit auf den blinkenden, kreischenden Monitor starrten.

„Stromausfall!“, kam völlig synchron aus unseren Mündern, und dann brach das Chaos aus.

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