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Schmutzig

Inhalt

  1. Cover
  2. Titel
  3. Impressum
  4. Schmutzig
  5. Entfesselt im Holiday Inn
  6. Traveldoge Tess
  7. Rückkehr zum Nonchalant Inn
  8. Unsere Empfehlungen

Rachel Kramer Bussel (Hg.)

SCHMUTZIG

und andere erotische Hotelstorys

Aus dem amerikanischen Englisch von
Irma Motte

Schmutzig
Andrea Dale

In der Ferne donnerte es.

Meine Freunde Amber und Jon hatten ein Ferienhäuschen am Strand gemietet, weshalb der Donner so ziemlich das Einzige war, das man hörte. Der Donner und das Surren der Klimaanlage, die nicht viel gegen die drückende Hitze ausrichten konnte.

Regen wäre toll gewesen, denn ich kam bald um vor Hitze. Ich bin in der Wüste groß geworden und die Schwüle hier im Südwesten nicht gewöhnt. Es war die Kombination aus Hitze und Feuchtigkeit, die mich fertigmachte. Regen würde zumindest für etwas Abkühlung sorgen.

Warum ich mich dafür entschieden hatte, Amber und Jon gerade in dieser Jahreszeit zu besuchen, war mir selbst ein Rätsel.

Die Bettdecke hatte ich bereits vom Bett getreten, und so lag ich nackt und schlaflos auf den feuchten Laken. Wenn Amber doch bloß nicht zurück nach Hause gemusst hätte, weil das Baby ihrer Schwester früher gekommen war als erwartet, dann würden wir jetzt auf der Veranda sitzen, Wein trinken und lachen, bis uns die Bäuche wehtäten. Nun waren nur noch Jon und ich hier. Ihn kannte ich nicht mal halb so gut wie Amber, und obwohl wir einen angenehmen Abend verbracht hatten, war doch jeder vor einer Stunde in seinem Zimmer verschwunden.

Ich kannte Jon nicht gut, aber … ich fühlte mich ein wenig schuldig, denn meine Nippel wurden steinhart, als ich an ihn dachte. Als ich ihn das erste Mal getroffen hatte, hatte ich Amber zur Seite gezogen und geschwärmt: »Verdammt, der ist toll!« Und das war er. Supertoll. Nicht nur wegen seines Aussehens. Nicht nur, weil er meine beste Freundin auf Händen trug. Vielmehr, weil er dieses freche Grinsen hatte; weil er wusste, wie man flirtete; und weil alles, was er sagte, verdammt sexy klang.

Umso schlimmer, dass Amber mir anvertraut hatte, wie heiß das Sexleben der beiden war. Offenbar verstand es Jon, seine Partnerin in höchstem Maße zu befriedigen, und zwar auf extrem einfallsreiche Weise. Außerdem ließ er Amber spüren, wie sehr sie ihn erregte – zumindest war das ihr Eindruck.

Letzteres machte er wohl auf diese »So-wie-du-mich-berührst-muss-ich-jetzt-einfach-kommen«-Art.

Donner grollte erneut, diesmal etwas lauter.

Ich war nicht neidisch. Ich mochte Amber und freute mich, dass sie ihren Mr Right gefunden hatte.

Blöd nur, dass mich das nicht davon abhielt, von ihrem Mr Right zu fantasieren.

Mein Kopf führte Krieg mit meinem Körper. Ich würde Amber niemals wehtun. Ich bin schon mal betrogen worden und weiß nur zu gut, wie es sich anfühlt. Und ich mochte sie zu sehr.

Meine Haut klebte, an den Schenkeln am meisten. War Fantasieren schon Betrügen?

Mein Körper siegte über mein Gewissen. Um Letzteres zu beruhigen, malte ich mir eine Situation aus, in der Jon und Amber niemals zusammengekommen, sondern nur befreundet waren.

Jons tiefblaue Augen schauen mich vom anderen Ende des Zimmers aus an, und ich gehe zu ihm, angelockt von der erotischen Verheißung in seinen Augen.

Ich knetete meine Brüste, dann meine Nippel. Blitze des Verlangens zuckten durch meine Körper, zeitgleich mit den Blitzen draußen am Nachthimmel.

Nein, dieser ganze Kennenlern-Quatsch konnte mir gestohlen bleiben – ich wollte mir Sex mit ihm vorstellen.

Ich hatte Jon schon ohne T-Shirt gesehen. Dunkle Haare, nicht zu viel und nicht zu wenig, zierten seine Brust. Er war zwar nicht am ganzen Körper trainiert, doch genau an den richtigen Stellen. Seine Oberarme zum Beispiel waren ziemlich muskulös. Wenn er auf mir liegen und sich mit ihnen abstützen würde, um mich zu küssen, wären diese starken Muskeln mehr als nett anzusehen. Es würde natürlich nicht bei einem Kuss bleiben. Zuerst wären sie sanft, schließlich heftig und fordernd, bis wir voneinander ablassen müssten, um Luft zu bekommen.

Mein Unterkörper bewegte sich unruhig hin und her, und ich wünschte, ich hätte meinen Vibrator mitgenommen. Meine Finger würden stattdessen herhalten müssen – Finger, die langsam hinunter über Bauch und Hüften glitten, genauso wie sein Mund und seine Hände es tun würden, streichelnd, beißend, leckend. Der Druck in meiner Spalte wuchs, meine Schamlippen waren glitschig. Als ich meine Finger in meine Muschi schob, konnte ich meine Erregung riechen, süß und herb. Jon, dachte ich, würde mich lecken und dann küssen, damit ich mich selbst schmecken konnte. Ich zog meine Finger aus mir heraus und steckte sie mir in den Mund. Mmmmh …

Plötzlich musste ich an Amber denken, aber ich konzentrierte mich schnell wieder auf meinen Körper. Das hier war doch nur eine Fantasie, selbst wenn es eine war, die meine Muschi vor Lust zucken ließ.

Die Bilder kamen und verschwammen, während ich meine geschwollene Klitoris streichelte. Ich hatte die Beine gespreizt und die Knie gebeugt und stellte mir vor, es wären nicht meine Finger, die immer wieder gegen meinen Lustpunkt schnellten, sondern Jons Finger und talentierte Zunge (ich wusste aus erster Hand, dass er vorzüglich mit der Zunge umzugehen wusste). Wieder Bilder, die kurze Zeit später verschwammen: Ich schaue nach unten auf sein dunkles, glänzendes Haar, das meine Hände verstrubbelt haben, während er mich leckt, saugt und fingert. Jon, der sich erhebt und mir heiser befiehlt, meine Schenkel um ihn zu schlingen. Jon, der mit seinem Schwanz an meiner Spalte entlangfährt, immer wieder, bis ich ihn anflehe, mich endlich zu vögeln. Jon, dessen Augen dunkel sind und neckisch glänzen … nicht mehr lange … fast da …

Beinahe hätte ich geschrien, aber nicht weil ich gekommen wäre, sondern wegen des lauten Klopfens an meiner Zimmertür. Mein Unterkörper fiel zurück aufs Bett, meine Klit pulsierte heftig, immer noch am Rand zum Orgasmus.

»Ja?«, brachte ich hervor. Mein Mund war trocken. Ich langte nach der Decke, die auf dem Boden lag, und deckte mich zu. Nur für alle Fälle.

»Alles okay?« Es war Jon.

Beinahe hätte ich laut losgelacht. Nein, nichts war okay. Eben noch wäre ich fast gekommen, als ich mir meine eigene kleine Sexfantasie mit ihm in der Hauptrolle ausgemalt hatte, und jetzt stand er vor der Tür, während meine Pussy vor unbefriedigter Lust schmerzte.

»Ja, alles okay. Warum?«

»Der Strom ist ausgefallen. Wegen des Gewitters. Ich wollte dir eine Taschenlampe bringen.«

Ich stand auf und zog mir meinen dünnen Bademantel an. Als ich ihn zuband, fiel mir auf, wie knapp er geschnitten war – ich war nicht wirklich davon ausgegangen, dass mich jemand anderes darin sehen würde. Ich wischte meine klebrigen Finger am Laken ab, brachte meine Haare in Ordnung und öffnete die Tür.

O Gott. Mein Magen zog sich zusammen, und meine Knie wurden weich. Jons Haare waren verstrubbelt, genau wie in meiner Fantasie, nachdem ich seinen Kopf genommen und zwischen meine Schenkel gedrückt hatte. Als ob ich auf ihm gesessen, ihn geritten und er seinen Kopf dabei lustvoll vor- und zurückgeworfen hätte.

Er hielt mir die Taschenlampe entgegen. Ich nahm sie, wobei ich versuchte, das Zittern meiner Hand zu unterdrücken.

»Tut mir leid«, sagte er mit diesem Lächeln, das seine Grübchen zum Vorschein brachte. »Die Klimaanlage funktioniert auch nicht. Du musst zerfließen.«

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