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Schlank mit der Faustformel

Ein Wort zuvor

Die Walleczek-Methode ist ein erfolgreiches Ernährungsprogramm, das im absoluten Einklang mit den Bedürfnissen des Körpers arbeitet. Sie beruht auf dem Credo: Gesunde Ernährung ist ganz einfach – und schmeckt gut! Mit den simplen Grundregeln, die ich für meine Kandidaten der TV-Sendung »Du bist, was du isst!« 2006 entworfen habe, haben diese damals in acht Wochen bis zu 20 Kilogramm abgespeckt. Seitdem wird die Methode durch die Zusammenarbeit mit vielen tausend Menschen ständig weiter verfeinert. Heute lässt sich die Walleczek-Methode auch unterwegs, bei einer Einladung, im Restaurant, auf Reisen und auch im Familienalltag leicht umsetzen – und jeder kann damit sein Wunschgewicht erreichen. Und das ganz einfach und ohne zu hungern! Außerdem gibt es kein mühsames Kalorienzählen, keine Tabellen, keine Punkte – und keine (Küchen-)Waage. Das Beste daran: Es macht Spaß, jedes Gericht zuzubereiten. Denn die Zutaten sind frisch und lecker und die Mahlzeiten schnell auf den Tisch gebracht. Dabei sehen sie gut aus und schmecken einfach himmlisch. Ganz wichtig und auch das Geheimnis ihres Erfolgs ist: Bei der Walleczek-Methode handelt es sich nicht um eine Diät. Sie haben dafür auf den nächsten Seiten ein Ernährungsprogramm zur Hand, das Sie ab heute jeden Tag für sich, Ihre Familie und Gäste ganz einfach umsetzen können. Dabei beruht mein Ansatz ähnlich wie verschiedene andere Abnehmprogramme auf den Gesetzen des menschlichen Stoffwechsels. Eine Grundregel besteht beispielsweise darin, beim Essen und Trinken Insulinspitzen zu vermeiden und auf diese Weise den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren. Das schont Ihren Stoffwechsel und hilft Ihnen zugleich, Fettdepots einzuschmelzen.

Zudem sind alle Regeln ganz unkompliziert. Das macht die Walleczek-Methode auch so einfach und alltagstauglich. Mithilfe dieses Programms können Sie zu jeder Mahlzeit essen, worauf Sie Lust haben, und garantiert so viel, dass Sie auch satt werden.

Nun sind die Grundregeln des Programms ganz einfach, aber jede einzelne hat ihre Bedeutung. Deswegen ist es umso wichtiger, dass Sie sie ganz genau beachten. Dazu gehört zum Beispiel auch, beim kleinen Hunger zwischendurch unbedingt etwas zu essen oder zu jeder Mahlzeit ein wenig Eiweiß zu kombinieren. Wenn Sie neben Ihrer Ernährung auch noch auf einen aktiven Alltag achten, dann tun Sie viel für sich, Ihre Gesundheit und natürlich auch für Ihre Figur. Ein extremes Sportprogramm ist nicht notwendig, um mit dem Walleczek-Programm sicher langfristig abzunehmen.

Mit einer Ernährungsumstellung auf die Walleczek-Methode sind Sie für den Rest Ihres Lebens auf der sicheren Seite und werden nie mehr Gewichtsprobleme haben. Für genussfreudige Feiertage, Geburtstage, Weihnachten und andere Festivitäten ist übrigens mit der 80:20-Regel vorgesorgt. Sie lautet: Mach es die meiste Zeit richtig, dann kannst du hin und wieder tun und lassen, was du willst.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Abnehmen und reichlich Genusserlebnisse,

Ihre

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SCHLANK MIT GENUSS

Alltagstaugliche Ernährungsregeln und dazu schnelle Rezepte für jeden Geschmack und die ganze Familie. Noch nie war Abnehmen so lecker!

Abnehmen ist einfach

Genusserlebnisse für jeden Tag

Wirklich. Möchte man gar nicht glauben, wenn man sieht, wie wir als Gesellschaft immer dicker werden, oder? Doch es ist so: Ihr Körper will schlank und gesund sein, und wenn Sie ihn lassen, wird er das auch ganz von alleine. Die meisten gängigen Ernährungsprogramme arbeiten allerdings gegen den Körper, indem sie ihm gezielt Nahrung vorenthalten, ihn also »gesund und dünn hungern« wollen. Das funktioniert – wenn überhaupt – nur mit unglaublicher Disziplin, und nachdem wir Menschen im Allgemeinen nicht sehr diszipliniert sind, scheitern wir mit unseren guten Vorsätzen meistens.

Der Trick: schnelle Küche, frische Zutaten

»Schlank mit der Faustformel« bietet endlich die Alternative. Mein Prinzip funktioniert ohne Mühe und ohne Verzicht auf Genusserlebnisse. Stattdessen machen Sie sich die natürlichen Funktionen Ihres Körpers zunutze und dürfen sich dabei immer satt essen. Das müssen Sie sogar! Sie dürfen also nicht nur immer essen, wenn Sie Hunger haben, Sie sollen es sogar. Nur so gehen Sie sicher, dass Ihr Grundumsatz – also Ihr Kalorienverbrauch für die Erhaltung aller Körperfunktionen – stabil bleibt. Denn auch das ist ein wichtiger Punkt, um den Körper beim Abnehmen zu unterstützen.

Hauptsache satt ...

Klingt zu gut, um wahr zu sein? Es wird noch besser: Auch all die Dinge, die normalerweise beim Abnehmen »streng verboten« sind, sind Teil meines erfolgreichen Abnehmprogramms. Zugegeben, Sie können nicht jeden Tag ein Sahneeis und eine Tüte Chips essen, aber hin und wieder ist nicht nur das drin, sondern auch das Feierabendbier und der Geburtstagskuchen. Zigtausende Menschen haben schon mit der Faustformel und der Walleczek-Methode abgenommen. Wenn Sie sich selbst einmal vom Ergebnis überzeugen wollen, finden Sie Erfahrungsberichte dazu im Internet (siehe Adressen, >).

... und so unkompliziert wie möglich

Abnehmen ist die einfachste Sache der Welt, denn eigentlich will Ihr Körper wie jeder andere auch schlank und gesund sein. Und ich verspreche Ihnen: Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Sie keine komplizierten Listen führen oder schuldbewusst Fettpunkte, Kilokalorien oder Gramm zählen.

In 4 Wochen leichter

In den nächsten vier Wochen werde ich Ihnen jeden Tag zeigen, wie das geht. Im Grunde sollten Sie dabei nur auf Ihren Körper hören und das essen, worauf Sie gerade Lust haben. Nur haben wir unsere Ernährung in den letzten 50 Jahren sehr verändert. Die Folge: Ihr Körper gerät bei dieser Art des Essens und Trinkens nach und nach aus dem Gleichgewicht und kann deshalb keine klaren Signale mehr geben, was er wirklich braucht. Um sich wieder für seine tatsächlichen Bedürfnisse zu sensibilisieren, gibt es ein paar unkomplizierte Regeln, die ich Ihnen auf den nächsten Seiten vorstelle. Dazu habe ich Ihnen Frühstücks-, Mittags- und Abendrezepte für vier Wochen zusammengestellt, damit der Anfang gemacht ist und Sie sich so jeden Tag ein bisschen mehr mit der Walleczek-Methode vertraut machen können.

So halten Sie Ihr Wunschgewicht

Danach fahren Sie einfach mit dem Ernährungsprogramm fort, das Ihnen zu diesem Zeitpunkt sicher schon in Fleisch und Blut übergegangen ist. Denn bei der Walleczek-Methode gibt es keine »Phasen«, in denen Sie mal mehr, mal weniger essen dürfen bzw. müssen. Ganz im Gegenteil: Sie sollten regelmäßig essen und sich den ganzen Tag satt und zufrieden fühlen. Nur so kann Abnehmen funktionieren.

Sie ernähren sich ab jetzt so, dass es Ihnen schmeckt und Sie davon satt werden – und das behalten Sie für immer bei.

Bei meinen Rezepten handelt es sich im Grunde nur um Anregungen, auf die Sie nach Belieben zurückgreifen. Sie können sich aber genauso gut selbst eigene Gerichte nach Ihrem Geschmack und nach den Regeln der Faustformel ausdenken. Deshalb hoffe ich, meine Ideen schmecken Ihnen und bringen Sie auf eigene kulinarische Kreationen! Ansonsten verlassen Sie sich auf Ihre Einfallskraft, spielen Sie mit Zutaten und Gewürzen und ändern Sie die Rezepte ruhig auch nach Ihrem Geschmack ab. Solange Sie sich dabei an die Faustformel und ihre einfachen Prinzipien halten, werden Sie auf jeden Fall Erfolg haben.

Wichtig: etwas Geduld und Konsequenz

Abnehmen ist ganz einfach – aber manchmal trotzdem nicht leicht. Es ist einfach, weil die Prinzipien und Regeln der Walleczek-Methode so beschaffen sind. Aber jeder Mensch ist auch ein Gewohnheitstier. Deshalb kann es Ihnen zu Beginn vielleicht nicht so leicht fallen, lieb Gewonnenes abzulegen. Fest eingefahrene Gewohnheiten zu ändern – egal, ob sich diese als gut oder eher ungünstig für Sie erweisen – fällt immer schwer. Geben Sie sich deshalb Zeit, überfordern Sie sich nicht und seien Sie geduldig mit sich selbst. Mit dem 4-Wochen-Power-Plan haben Sie eine gute Struktur zu Hand, die Ihnen den Anfang erleichtert. Nach vier Wochen haben Sie Ihre neue Ernährungsweise verinnerlicht. Dann geht es einfach weiter.

So funktioniert die Faustformel

Die Faustformel ist das Herz der Walleczek-Methode, sehr unkompliziert und einfach in jeden Alltag zu integrieren. Das einzige Maß beim Essen, welches Sie ab jetzt benötigen, ist Ihre eigene Hand. Wenn Sie einmal wissen, wie das funktioniert, können Sie es praktisch überall anwenden.

1. Eine handtellergroße Portion Eiweiß

Zu dieser Nährstoffgruppe gehören nicht nur Fisch, Fleisch, Eier und Milchprodukte, sondern auch Hülsenfrüchte (z. B. Linsen, Bohnen, Kichererbsen), Sojaprodukte (z. B. Sojamilch, Tofu), Nüsse und Samen. Eine Handtellergröße entspricht einem Stück Fleisch, Fisch, Tofu oder Käse, das so groß und so dick ist wie Ihr Handteller ohne die Finger.

Von Bohnen, Linsen und anderen pflanzlichen Eiweißsorten können Sie ein bisschen mehr essen, nämlich etwa eine Faustgröße. In Hülsenfrüchten ist das Eiweiß nicht so konzentriert enthalten wie in tierischen Eiweißquellen oder Tofu. Eiweiß hilft Ihnen, Ihren Blutzuckerspiegel stabil zu halten und liefert zugleich wertvolle Baustoffe für alle körperlichen Aufbau- und Regenerationsprozesse.

2. Eine faustgroße Portion stärkehaltige Kohlenhydrate auf dem Teller

Hierzu gehören die sogenannten »Beilagen«, also z. B. Kartoffeln, Nudeln, Reis, Brot, Couscous, Bulgur etc. Dazu kommen aber auch Gemüsesorten, die viel Stärke oder Zucker enthalten, wie Mais, Erbsen, Kartoffeln oder Pastinaken etc.

3. Mittags und abends: mindestens zwei faustgroße Portionen Gemüse

Genießen Sie alle Gemüsesorten, außer denen, die viel Zucker oder Stärke enthalten (siehe oben).

Das war es auch schon. Die Rezepte im 4-Wochen-Power-Plan ab > sind alle so zusammengestellt, das Sie genau dieser Faustformel entsprechen. Sie brauchen in der ersten Zeit die Formel also nur, wenn Sie auswärts essen (siehe >) oder die Rezepte nach Ihrem Geschmack ändern wollen.

WICHTIG

Faustformel

Ihr Mittag- oder Abendessen sieht ab heute folgendermaßen aus:

1 handtellergroße Portion Eiweiß

+ maximal 1 faustgroße Portion stärkehaltiger Kohlenhydrate

+ mindestens 2 faustgroße Portionen Gemüse

Alles, was Sie brauchen

Baustoff Eiweiß

Das Eiweiß ist bei der Faustformel auf ca. eine Handtellergröße pro Mahlzeit beschränkt. Denn obwohl Eiweiß ein unerlässlicher Bestandteil unseres Körpers ist – denken Sie daran, dass sich Ihr Körper immer wieder runderneuert – brauchen Sie nur eine gewisse Menge davon. Sie benötigen also ausreichend Eiweiß, um Knochen, Haut, Haare, Nägel, Muskeln, aber auch Immunzellen und Gehirnbotenstoffe herzustellen. Zu viel von diesem Baustoff kann auch schaden, zur Übersäuerung führen und Ihre Nieren belasten.

Was Sie wissen müssen: Im Gegensatz zu Fett können Sie kein Eiweiß speichern. Das heißt, Sie sollten jeden Tag auf eine regelmäßige Eiweißzufuhr achten. Es nützt Ihnen also nichts, beispielsweise am Montag ein 600-Gramm-Steak zu essen und dann am Dienstag und Mittwoch nur von Gemüse und Reis zu leben. Damit Ihnen Eiweiß als hervorragender Sattmacher außerdem beim Abnehmen helfen kann, brauchen Sie in jeder Mahlzeit zumindest ein wenig davon. So hilft Eiweiß auch dabei, Heißhungerattacken vorzubeugen. Das ist nicht nur bei den Hauptmahlzeiten, sondern auch bei den Zwischenmahlzeiten wichtig.

INFO

Auch als Aufbau- und Reparaturstoff für Muskel- und andere Körpergewebe spielt Eiweiß eine entscheidende Rolle. Das ist insofern von Bedeutung, als Ihre Muskulatur ein wichtiger Helfer beim Abnehmen ist: Denn Ihre Muskeln verbrennen bei jeder Bewegung Zucker aus der Nahrung und bei längeren Ausdauerbelastungen auch Fett. Deshalb ist ein Erhalt der Muskulatur durch eine regelmäßige Eiweißzufuhr so wichtig. Nicht zuletzt bremst Eiweiß auch hormonell bedingte Hungerattacken, wie sie viele Frauen im Laufe ihres Monatszyklus oder auch mit Beginn der Wechseljahre kennen.

Genießen Sie zu jeder Zwischenmahlzeit immer etwas Eiweiß. Das ist gerade in den ersten Wochen Ihrer Ernährungsumstellung wichtig.

Tierisches oder pflanzliches Eiweiß?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen tierischem und pflanzlichem Eiweiß. Zur ersten Gruppe gehören Fisch, Meeresfrüchte und Fleisch, Milchprodukte und Eier. Pflanzliches Eiweiß steckt in allen Hülsenfrüchten, wie Bohnen, Linsen, Kichererbsen, Sojabohnen und -produkten, wie etwa Tofu, Nüssen und Samen. Auch bestimmte alte Getreidesorten sind gute Eiweißquellen, wie z. B. Quinoa oder Amaranth. Es ist in der westlichen Welt sehr schwierig oder fast unmöglich, unter echtem Eiweißmangel zu leiden. Trotzdem kann es für Sie einen positiven Effekt haben, dass Sie bei wirklich jeder Mahlzeit ein wenig Eiweiß zu sich nehmen.

Tierisches Eiweiß kann übrigens vom Körper im Allgemeinen sehr viel wirksamer verarbeitet werden als pflanzliches Eiweiß.

Deswegen spricht man bei Eiern, Fleisch oder Fisch von einer höheren »Eiweißwertigkeit«. Hier geht es darum, wie gut die Zusammensetzung der Eiweißbausteine (Aminosäuren) der Form entspricht, in der sie vom menschlichen Körper benötigt wird.

Fleisch und Wurst ja – aber in Maßen!

Studien zeigen, dass der reichliche Verzehr von rotem Fleisch (z. B. Rind), Wurst und verarbeitetem Fleisch, wie z. B. Schinken, das Risiko für Krebs, Herz- und Kreislauferkrankungen sowie Typ-2-Diabetes verstärken. Dabei gelten schon Mengen ab 60 Gramm Wurst oder Schinken pro Woche (!!) für eine Frau und 150 Gramm pro Woche für einen Mann als riskant. Sowohl die Universität Harvard als auch der World Cancer Research Fund empfehlen daher, verarbeitetes Fleisch nur selten zu essen. Beim 4-Wochen-Power-Plan ist das deswegen ein Fall für einen sogenannten 80:20-Moment (siehe >). In den Zutaten meiner Rezepte tauchen daher auch keine Wurst und kein Speck oder Schinken auf.

Wenn Sie einmal Lust auf Schinken & Co. haben, achten Sie auf wirklich gute Qualität. So schmeckt es gleich viel besser.

Wenn Sie hin und wieder ein schönes Schinkenbrot oder ein Stück Speck essen wollen, tun Sie das mit Genuss und in Maßen. Ich zeige Ihnen alternativ schnelle, schmackhafte Abendessen, ganz ohne kohlenhydratreiche Brotzeiten mit üppigen Wurst- und Käsetellern und auch Mittagessen, die ganz ohne belegte Wurst- und Käsebrötchen auskommen.

Gesund und lecker – pflanzliches Eiweiß

Die Eiweißwertigkeit ist bei tierischem Eiweiß größtenteils höher. Aber – und das ist ein großes »Aber« – sobald Sie pflanzliches Eiweiß miteinander kombinieren, also zum Beispiel Hülsenfrüchte zusammen mit einem Getreide verzehren, so ergibt das wiederum eine höhere Eiweißwertigkeit als beim Verzehr von rein tierischem Eiweiß.

Nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft ist es besser, den Eiweißbedarf häufiger aus pflanzlichen als aus tierischen Quellen zu decken. Verstehen Sie mich dabei bitte richtig: Ich will Sie nicht dazu bekehren, Vegetarier oder Veganer zu werden. Wenn Nutztiere artgerecht gehalten und ernährt und ihre Produkte sorgfältig und naturbelassen verarbeitet werden, dann spricht meiner Meinung nach nichts gegen den Konsum von Fleisch, Fisch, Eiern und anderen tierischen Produkten. Behalten Sie dabei jedoch die Menge und die Qualität der Produkte im Blick und genießen Sie regelmäßig Mahlzeiten mit Zutaten aus pflanzlichen Eiweißquellen. So schützen Sie Ihre Gesundheit, Ihre Umwelt und bereichern Ihren Speiseplan um wertvolle Genusserlebnisse.

INFO

Mit dem 4-Wochen-Power-Plan liegen Sie in Sachen gesunder Kombination von pflanzlichem und tierischem Eiweiß auf der sicheren Seite: Mindestens eine Mahlzeit pro Tag kommt ohne tierische Produkte aus. Außerdem werden Sie in den nächsten vier Wochen nur etwa drei Mal pro Woche Fleisch essen. Auf Aufschnitt & Co habe ich bei meinen Rezepten verzichtet.

Energielieferant Kohlenhydrate

In der Natur gibt es keine »puren« Nahrungsmittel, die nur aus einem einzigen Nährstoff bestehen. Denn jedes Lebewesen, also jede Pflanze, jedes Tier und jeder Mensch – ist aus den gleichen Grundbausteinen aufgebaut, aus Eiweiß, Kohlenhydraten und Fett. Naturbelassene Lebensmittel enthalten daher fast immer etwas von allem. Aber je nachdem, was überwiegt, teilen wir sie einer Nährstoffgruppe zu. Vereinfacht gesagt sind alle pflanzlichen Lebensmittel, wie sie in der Natur vorkommen, zum überwiegenden Teil Kohlenhydrate. Denn jedes Obst, Gemüse, aber auch Hülsenfrüchte, Nüsse und Kerne enthalten reichlich von diesem wichtigen Baustein. Kohlenhydrate landeten unter Diätexperten als potenzielle Dickmacher leider fälschlicherweise schnell auf der Abschussliste.

Kohlenhydrat ist nicht gleich Kohlenhydrat

Dabei handelt es sich bei diesem Nährstoff um eine riesige Gruppe. Sie beinhaltet unverdauliche Ballaststoffe, die gar nicht dick machen können, alle Gemüsesorten, Obst, Getreide, aber auch raffinierten Kristallzucker. Erst wenn ein Lebensmittel so viel Zucker oder Stärke enthält, dass im Blut Insulinspitzen erreicht werden, kann es zum Problem für die Figur werden. Das Hormon Insulin sorgt dafür, dass wir »für Notzeiten« Fett speichern und nicht verbrennen. Dabei handelt es sich um ein uraltes biologisches Programm, das unseren Ahnen aus der Steinzeit in harten Zeiten das Überleben möglich machte. Es steckt bis heute in unseren Genen. Heute jedoch steht uns der früher so kostbare Zucker genauso wie andere kohlenhydrathaltige Lebensmittel im Übermaß zur Verfügung.

Die Besten der Besten

Gemüse (außer sehr stärkehaltige Sorten, wie Kartoffeln oder Mais) können Sie essen, so viel Sie wollen. Jederzeit und immer.

Obst enthält recht viel Zucker. Daher sollten Sie zu einer Mahlzeit nur so viel Obst essen, wie Sie gut in einer Hand halten können. Also zum Beispiel einen größeren Apfel oder eine Handvoll Weintrauben oder drei bis vier Aprikosen. Von getrockneten Früchten sollten Sie zu einer Mahlzeit höchstens die gleiche Menge verzehren, die Sie an frischem Obst gegessen haben: Wenn also eine Handvoll Trauben etwa 15 Stück ausmachen, können Sie maximal 15 Rosinen zu einer Mahlzeit genießen.

In Fruchtsäften steckt hochkonzentrierter Zucker. Deshalb gehören sie während des 4-Wochen-Power-Plans eindeutig zu den Ausnahmen.

Hülsenfrüchte (z. B. Bohnen, Linsen, Kichererbsen, Sojabohnen, Tofu) enthalten zwar viele stärkehaltige Kohlenhydrate, aber auch sehr viel Eiweiß und nebenbei sehr wichtige Ballaststoffe. Pro Mahlzeit entspricht eine Portionsgröße etwa einer Faustgröße. Aufgrund ihres relativ hohen Eiweißgehaltes gehen die in Linsen, Bohnen etc. enthaltenen Kohlenhydrate langsamer ins Blut und führen zu einer geringeren Insulinausschüttung als beispielsweise Getreide.

Von stärkehaltigen Kohlenhydraten aus Getreide und Getreideprodukten (z. B. Brot oder Nudeln) oder aber aus Kartoffeln, Pastinaken etc. können Sie zu einer Mahlzeit maximal eine Faustgröße essen.

Reiner Zucker – dabei ist es egal, ob er weiß oder braun ist –, und alle süßen Nahrungsmittel, wie Kuchen, Kekse, Süßigkeiten oder Eiscreme, gehören auf jeden Fall zu den 80:20-Momenten (siehe >).

Genießen Sie gesunde Fette!

Wenn’s ums Abnehmen geht, haben die meisten Menschen eine regelrechte Angst vor Fett entwickelt. Nicht zuletzt deswegen, weil ihnen jahrelang eingetrichtert wurde, dass Fett uns ganz einfach fett werden lässt.

Fette haben ähnliche Strukturen, übernehmen aber verschiedene Funktionen im Körper.

Diese Theorie stammt aus dem simplen Rechenbeispiel, dass Fett von allen Nährstoffen am meisten Kalorien aufweist – immerhin doppelt so viele wie Kohlenhydrate oder Eiweiß. In den letzten Jahrzehnten erklärte man sich deshalb die Entstehung von Übergewicht vor allem durch eine zu hohe Kalorienzufuhr. Nach dem Motto: Wer dick ist, futtert einfach zu viele Kalorien. Daraus folgte der scheinbar logische, aber völlig falsche Schluss: Wer weniger Kalorien verzehrt, nimmt ab. Leider führt das aber nur zu Nährstoffmangel, Heißhungerattacken und außerdem garantiert zum berühmten Jo-Jo-Effekt. Was ich vom Kalorienzählen halte, erfahren Sie auf >. Um Sie allerdings nicht zu sehr auf die Folter zu spannen: Diese Methode können Sie getrost und für alle Zeit vergessen.

Ein weiteres Problem dieser Vorverurteilung eines (lebens-)wichtigen Nährstoffs ist auch, dass sie alle Arten von Fett über einen Kamm schert. Dabei zieht sie überhaupt nicht in Betracht, dass Fett sehr unterschiedliche Funktionen im Körper hat. Verglichen mit einem Motor wäre das ein Unterschied wie zwischen Treibstoff und Motoröl. Beides wird zwar mehr oder weniger aus einer Grundsubstanz hergestellt, aber im Motor selbst übernehmen die Produkte dann völlig verschiedene Aufgaben. So können Sie beispielsweise einen Dieseltreibstoff nicht zum Schmieren des Motors verwenden, denn Motoröl ist zwar auch ein Öl, aber eben etwas grundsätzlich anderes. Das lässt sich wiederum auf den Körper übertragen.

Es gibt einige Fette, die für den Körper nur »Treibstoff« sind. Sie werden dazu verwendet, Energie und Wärme zu produzieren. Was Sie davon gerade nicht verbrauchen können, wird eben gespeichert. Nur besitzen Sie keinen »Benzintank«, aus dem der Treibstoff nach und nach aufgebraucht wird, sondern eben Reserven in Form von Fett. Andere Fette werden im Körper vor allem zu Botenstoffen, also Hormonen, umgewandelt und spielen eine wichtige Rolle für die Gehirn- und Nervenfunktionen. Das ist unser »Motoröl«, denn wir brauchen es unbedingt. Es ist gewissermaßen »essenziell«, um unsere »Maschine« gut zu versorgen. Wenn etwas essenziell – also lebensnotwendig – ist, dann kann es der Körper nicht selbst herstellen. Sie müssen es also zu sich nehmen, um zu überleben. Die einzigen Fette, die für uns essenziell sind, sind die mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Alle anderen, die gesättigten und die einfach ungesättigten Fettsäuren, sind einfach nur »Treibstoff«. Während bei den Treibstoff-Fetten ein Zuviel eher das Problem ist – und leicht auf der Waage oder an der Kleidergröße zu erkennen –, hat die Angst vor Fett aller Art dazu geführt, dass viele von uns zu wenig von den »guten« Fetten verzehren. Ein Mangel daran ist schon schwieriger festzustellen. Wenn Ihnen Haut- und Augentrockenheit, Wassereinlagerungen oder Konzentrationsprobleme zu schaffen machen, dann könnte auch ein Mangel an essenziellen Fetten dahinterstecken.

Gesättigte Fettsäuren

Diese Fette erkennen Sie daran, dass sie im Allgemeinen bei Zimmertemperatur fest sind. Also z. B. Butter oder Schmalz, der Fettrand am Schinken, aber auch das versteckte Fett in der Wurst. Sehr oft stecken gesättigte Fettsäuren in Lebensmitteln tierischen Ursprungs, aber es gibt auch solche aus pflanzlichen Quellen, wie z. B. das Kokosfett. Gesättigte Fette nutzt Ihr Körper unter anderem für die Energiegewinnung, also als »Treibstoff«. Wenn Sie Ihre »Fettverbrennung« ankurbeln, dann schmelzen Sie genau dieses Fett ein. Gesättigte Fette sind nicht grundsätzlich schlecht, aber zu viele davon in Ihren Mahlzeiten können dick machen und landen dann umgehend in den Depots an Hüften, ...

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