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Schläge unter die Gürtellinie parieren

Schläge unter die Gürtellinie parieren

Dr. Matthias Nöllke

Hinweis zum Urheberrecht

Alle Inhalte dieses eBooks sind

urheberrechtlich geschützt.

Die Herstellung und Verbreitung

von Kopien ist nur mit

ausdrücklicher Genehmigung

des Verlages gestattet.

Haufe-Lexware GmbH & Co. KG, Freiburg

Inhalt

Einführung

Die große Häme

Die Umarmungstechnik

„Witzige“ Ablenkungsmanöver

Ehrverletzungen

Die „gewissen“ Anspielungen

Lösungsteil

Über den Autor

Literatur

Weitere Short eBooks

Einführung

In unserem Short eBook beschäftigen wir uns damit, wie Sie reagieren können, wenn Ihr Gegenüber Sie fertig machen will, wenn er „unter die Gürtellinie“ schlägt. Dabei geht es zunächst vor allem um die besonders abgefeimten hämischen Angriffe. Sie lernen, wie Sie sich in unterschiedlichen „Härtegraden“ wehren können. Anschließend erfahren Sie, was Sie gegen „witzige“ Ablenkungsmanöver tun und wie Sie Beleidigungen und Ehrverletzungen parieren können. Zuletzt geht es um die Frage, wie Sie bei anzüglichen Bemerkungen souverän bleiben.

Viel Erfolg wünscht Ihnen Matthias Nöllke

Die große Häme

„Ja, das war wirklich einzigartig. Ein intellektueller Hochgenuss. Ich danke Ihnen für Ihre tiefschürfenden Einsichten in diese komplexe Materie“, bemerkt der Chef genüsslich, während der Außendienstmitarbeiter mit hochrotem Kopf seine Unterlagen zusammenpackt. Die übrigen Teilnehmer der Runde quittieren die Bemerkung Ihres Chefs mit breitem Grinsen. Was war geschehen? Der Bericht des Außendienstmitarbeiters hatte nicht den Erwartungen des Chefs entsprochen, er war ungenau und unvollständig, außerdem nicht ganz aktuell. Der Chef hatte den Mitarbeiter mehrmals mit scharfen Fragen unterbrochen und ihn verunsichert. Schließlich hatte der Mitarbeiter seine Ausführungen nur noch stammelnd zu Ende gebracht.

Erhöhen, um zu erniedrigen

Warum diese merkwürdige Prozedur? Weshalb erklärt der Chef nicht einfach: „Das war nichts. Bereiten Sie sich das nächste Mal besser vor.“ Ganz einfach, dem Chef geht es nicht um eine sachliche Klärung, es geht ihm um die persönliche Erniedrigung des anderen. Die erreicht er nicht dadurch, dass er den Mitarbeiter auf seine Fehler hinweist. Er erreicht sie dadurch, dass er den anderen zum Gespött macht, der andere soll ausgelacht werden. Ein geeignetes Mittel, das zu erreichen, ist der komische Kontrast.

Der komische Kontrast

Eine Sache ist nie „an und für sich“ komisch, sondern immer nur auf dem Hintergrund unserer Erwartungen. Wir brauchen einen Widerspruch, einen Kontrast. Ein Zwerg ist nicht komisch, aber einer, der sich benimmt wie ein Riese, schon. Ebenso ist ein stammelnder Mitarbeiter nicht zum Lachen. Aber einer, der gerade einen „einzigartigen Vortrag“ gehalten haben soll, der löst Lachen aus.

Je größer, desto kleiner

Wenn der Chef also den Bericht in den höchsten Tönen lobt, umso stärker will er hervorheben, wie erbärmlich er gewesen ist. Er macht ihn besonders groß, um ihn besonders klein zu machen. Sie können die Gegenprobe machen. Hätte der Chef nur knapp gesagt: „Herzlichen Dank für diesen interessanten Vortrag“, dann wäre die Sache noch glimpflich abgelaufen. Würde der Chef hingegen seine hämische „Lobeshymne“ fortsetzen, so wäre die Erniedrigung noch stärker.

Auch Normalmaß lässt sich runtermachen

Häme in Reinkultur können wir beobachten, wenn etwas Unspektakuläres zu einer ganz bedeutsamen Sache aufgeblasen wird. Der Grund: Es soll ausgelacht werden. Eigentlich ist an dem Normalen ja gar nichts, was lächerlich wäre. Deshalb wird es ganz besonders groß gemacht. Ein ganz gewöhnlicher Vorschlag wird als „sensationell“ bezeichnet, ein solider, braver Mitarbeiter als ein „leuchtendes Vorbild für uns alle“. Wenn Ihnen so etwas widerfährt, können Sie davon ausgehen, dass der Betreffende vornehmlich ein Interesse hat: Ihnen zu schaden.

Abgestufte Gegenwehr

Häme stellt eine der schlimmsten Bedrohungen unserer persönlichen Würde dar. Zumindest wenn sie so groß wird wie in dem geschilderten Beispiel. Im kleineren Format ist sie nur unangenehm, dafür haben wir häufiger mit ihr zu tun. Und auch die kleinen hämischen Kommentare, die für sich genommen „harmlos“ sind, können uns zermürben. Das Abgefeimte an der Häme ist, dass wir uns nicht direkt wehren können. Wenn Sie jemand beleidigt, dann können Sie ihn direkt dafür zur Verantwortung ziehen: „Sie haben mich gerade einen Idioten genannt. Ich erwarte, dass Sie das sofort zurücknehmen und sich dafür entschuldigen.“ – Es liegt auf der Hand, dass Sie bei hämischen Bemerkungen nicht so vorgehen können.

Vielmehr empfehlen wir ein abgestuftes Vorgehen. Sie sollten Ihre Reaktion darauf abstimmen, wie massiv Sie angegangen werden. Denn in ihrer niedrigsten Dosierung kann Häme ganz und gar harmlos und sogar „nett gemeint“ sein.

Ihr abgestuftes Vorgehen, um auf hämische Bemerkungen zu reagieren:

1. Stufe Mitspielen,

2. Stufe darüber Lachen, witzig Kommentieren,

3. Stufe Ignorieren,

4. Stufe Wörtlichnehmen,

5. Stufe Zurückweisen.

Ironie als Würzmittel

Ihre Wurzeln hat die Häme in der Ironie. Und Ironie kann eigentlich eine sehr angenehme Eigenschaft sein, weil ironische Menschen die Dinge meist nicht ganz so bitter ernstnehmen. Bei der Ironie sagt man eine Sache und meint eine andere. Wozu das bloß?

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