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Rockersterben in der Bronx (FBI Special Agent)

Pete Hackett

Rockersterben in der Bronx (FBI Special Agent)

Cassiopeiapress Kriminalroman





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Rockersterben in der Bronx

Special Agent Owen Burke

 

Krimi von Pete Hackett

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author www.Haberl-Peter.de

© der Digitalausgabe 2013 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

 

Davis Powers stieg aus dem Ford und schlug die Tür zu. Er befand sich auf dem Parkplatz des Seton Falls Parks in der Bronx. Dunkelheit umgab ihn. Zwischen den Büschen, die den Park nach Norden begrenzten, war es stockfinster. Das leise Säuseln und Wimmern des Nachtwindes im Geäst der Sträucher und Bäume wurde vom Verkehrslärm übertönt, dennoch glaubte David Powers es unterschwellig hören zu können. Die Atmosphäre mutete ihn irgendwie gespenstisch an und er fühlte sich nicht wohl in seiner Haut. Dabei war Powers alles andere als ein ängstlicher Mensch. Im Gegenteil …

Powers schaute auf seine Armbanduhr. Es war fünf Minuten vor Mitternacht. Er zündete sich eine Zigarette an. Tief inhalierte er den ersten Zug.

Seine Geduld wurde auf keine allzu lange Probe gestellt, dann fuhr ein Toyota auf den Parkplatz. Der Lichtschein, den die beiden Scheinwerfer auf den Asphalt warfen, kroch vor dem Wagen her. Bei dem Ford hielt der Toyota an. Das Fenster auf der Fahrerseite senkte sich und verschwand in der Tür. David Powers verspürte ein ungutes Gefühl. Worauf es sich bezog, konnte er nicht sagen. Es war da und ließ sich nicht verdrängen. Entschlossen schnippte er die Zigarette fort und setzte sich in Bewegung.

Plötzlich blitzte es im Fenster des Toyotas auf. Die Detonation war kaum zu vernehmen. Ein Schalldämpfer schluckte sie. Powers hielt an, als wäre er gegen eine unsichtbare Wand gelaufen. Seine Hände fuhren in die Höhe, verkrampften sich vor der Brust, ein Stöhnen brach aus seiner Kehle, und dann brach er zusammen.

Die Tür des Toyotas flog auf, in dem Moment erschallte eine klirrende Stimme: »Keine Bewegung! FBI! Der Parkplatz ist umstellt! Zwingen Sie uns nicht, auf Sie zu schießen!«

Für den Bruchteil einer Sekunde schien der Mörder zu keiner Reaktion fähig zu sein. Dann aber knallte er die Autotür zu, die Rückfahrtscheinwerfer leuchteten auf, die Räder drehten kreischend durch, dann griffen sie und der Toyota schoss rückwärts bis in die Mitte des Parkplatzes.

Ringsum in den Büschen lohten Mündungsfeuer. Das Dröhnen der Schüsse verschmolz ineinander. Mit metallischem Klang stanzten die Kugeln Löcher in die Karosserie des Toyotas, klirrend zerplatzten die Scheiben, zischend entwich einem der Räder die Luft.

Der Fahrer sprang aus dem Wagen und jagte einige Schüsse in die Gegend. Plötzlich aber schleuderte er sich herum und rannte geduckt zur Parkplatzausfahrt.

»Stehen bleiben!«, peitschte eine Stimme.

Die Waffen ringsum in den Sträuchern waren verstummt.

Der Bursche scherte sich nicht um die Aufforderung und rannte weiter, als säße ihm der Leibhaftige im Genick. Da löste sich aus dem Strauchwerk eine schemenhafte Gestalt und schnitt dem Killer den Weg zur Ausfahrt ab. Der Flüchtende schlug einen Haken und hetzte auf die Büsche zu. Aber auch dort schälte sich eine hoch gewachsene Gestalt aus der Dunkelheit. »Bleiben Sie stehen!«

Der Mörder riss die Hand mit der Pistole in die Höhe und drückte ab. Die Gestalt vor ihm aber bewegte sich gedankenschnell zur Seite. Und nun brüllte die Waffe in ihrer Faust auf. Die Kugel durchschlug den rechten Oberschenkel des Killers, sein Bein knickte ein, er stürzte auf das Knie nieder, ein gequälter Aufschrei brach sich Bahn aus seiner Kehle.

»Lassen Sie die Waffe fallen und heben Sie die Hände!«, brüllte eine metallisch klingende Stimme.

Jetzt gab der Mann auf. Er schleuderte die Pistole von sich, als wäre der Griff plötzlich glühendheiß geworden. Seine Hände zuckten in die Höhe. »Nicht schießen!«, keuchte er entsetzt.

Aus dem Gebüsch lösten sich Gestalten. Einige näherten sich, die Pistolen im Anschlag, dem Killer. Andere kümmerten sich um David Powers, der reglos neben seinem Ford lag und dessen Blut auf dem Asphalt eine Lache zu bilden begann.

Einer der Beamten sagte: »Ich bin Special Agent Burke, FBI New York. Ich verhafte Sie ihm Namen des Gesetzes. Ron, bitte fessle ihn und kläre ihn über seine Recht auf.«

»Mit Vergnügen«, knurrte Ron Harris und nahm die Handschellen vom Gürtel.

 

*

 

»Der Tote heißt David Powers«, sagte Owen Burke. »Er gehört zu einer Motorradgang, die sich Lucifer's Angels nennt. Die Mitglieder des Clubs stammen ausnahmslos aus der Bronx. Am 4. Dezember wurde Woody Weaver erschossen. Auch er gehörte zu der Gang. Am 19. Dezember ein weiteres Mitglied namens Rich Tocado. Die Gang wurde erst vor anderthalb Jahren gegründet. Es wird gemunkelt, dass sie im Drogengeschäft und im Geschäft mit der Prostitution mitmischt. Zunächst soll sie sich auf Schutzgelderpressung spezialisiert haben.«

»Motorradgang«, murmelte der Assistant Director versonnen. »Ich nehme an, es handelt sich um Rocker.«

Burke nickte. »Den Tipp, dass in der Nacht im Seton Falls Parks ein Drogendeal größeren Stils stattfinden sollte, haben wir von Cody Short bekommen«, sagte der Agent. »Wir wussten, dass ein Mitglied der Motorradgang eine größere Menge Rauschgift übernehmen sollte. Was wir nicht wussten, war die Tatsache, dass David Powers lediglich in eine Falle gelockt wurde.«

»Im Klartext heißt das, dass es jemand auf die Rocker abgesehen hat«, brachte sich Ron Harris in das Gespräch ein.

»Haben Sie schon den Burschen befragt, der Powers erschossen hat?«, fragte der AD.

»Nein«, erwiderte Harris und fügte sogleich hinzu: »Sein Name ist Rice Harbeck. Er wurde nach einer ersten ärztlichen Versorgung an Ort und Stelle ins Gefängnislazarett auf Rikers Island eingeliefert. Wir haben vor, nach Rikers zu fahren, sobald Sie uns entlassen haben, Sir.«

»Ich nehme an, in den Mordfällen Weaver und Tocado ermittelt das Police Department«, mutmaßte der AD.

»So ist«, antwortete Owen Burke nickend. »Aber wir werden die Ermittlungen an uns ziehen. Es sieht nach Bandenkrieg aus und es sind Drogen im Spiel.«

»Was weiß man über die Motorrad- und Rockergang?«, fragte der Direktor des FBI New York.

»Der Präsident heißt Sean Hayes«, erklärte Burke. »Siebenunddreißig Jahre alt, vorbestraft wegen Körperverletzung und sexueller Belästigung, hat zwei Jahre in Attica verbracht. Nachdem er vor über fünf Jahren entlassen wurde, ist er nicht mehr straffällig geworden. Aus seiner Akte geht hervor, dass er eine rechtsradikale Einstellung hat.«

»Na schön, Agents«, knurrte der AD. »Machen Sie sich an die Arbeit. Und halten Sie mich auf dem Laufenden.«

D

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