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Rising Stom 06 – Warte nicht auf morgen

REBECCA ZANETTI

Rising Storm

Warte nicht auf morgen

Staffel 1
Episode 6

Ins Deutsche übertragen
von Stephanie Pannen

Zu diesem Buch

Der Sanitäter Patrick ist es gewohnt die Bedürfnisse der Menschen in seiner Umgebung wahrzunehmen. Und so versucht er jedem im Storm zu helfen. Sein eigentliches Ziel – eine Beziehung mit Marisol – scheint unerreichbar, denn Marisol ist viel zu sehr damit beschäftigt, ihre Geschwister auf den richtigen Weg zu bringen, um auf ihr Herz zu hören.

1

Die Sterne funkelten am weiten texanischen Himmel und spiegelten sich im dunklen See. Kein Wind störte die ruhige Oberfläche, was gut war, denn irgendein Idiot hatte das Lagerfeuer zu hoch geschichtet. Flammen knisterten in der Nacht, und das Geräusch konkurrierte mit Gelächter und dem Murmeln von Jugendlichen.

Luis Moreno saß auf einem Stück Treibholz am Feuer und ließ die Arme zwischen seinen Knien hängen. Die Nähte an seiner linken Hand juckten, und in seiner Brust schmerzte ein Gefühl der Leere.

Sein Leben war scheiße.

Mallory Alvarez, das Mädchen, das er bis an sein verdammtes Lebensende lieben würde, lachte mit einer Gruppe Typen aus dem Footballteam. Sie wirkte neben diesen Kerlen winzig, und ihre dunkle Jeans schmiegte sich an ihren unglaublichen Hintern. Sie standen am Strand, nah am Ufer, und immer wieder tat der gut gebaute Quarterback so, als wollte er sie ins Wasser werfen.

Sie kicherte dann immer und bewegte sich auf die andere Seite der kleinen Gruppe. Luis kannte dieses Lachen – es war rein freundschaftlich. Dennoch kroch Eifersucht in ihm hoch und schnürte ihm die Kehle zu. Er befand sich jetzt eindeutig selbst in der Freundschaftszone. Wegen eines einzigen dämlichen, wirklich dämlichen Fehlers.

Der Fehler fläzte sich auf einer Picknickdecke auf der anderen Seite des Lagerfeuers, trug eine viel zu kurze Shorts und eine weiße durchsichtige Bluse mit einem lilafarbenen BH darunter. Lacey Salt. Noch vor einer Woche hätte ihn dieser BH total verrückt gemacht.

Doch jetzt, nachdem sie versucht hatte, ihn zu verführen, und er sie abgewiesen hatte, war er allein und wünschte sich nur noch, dass ihn Mallory zurücknehmen würde. Zumindest hatte sie ihm vergeben und ihm gesagt, dass sie ihn nicht als Freund verlieren wollte.

Doch mit ihr befreundet zu sein reichte nicht. Er war nicht mal sicher, ob er überhaupt noch mit Lacey befreundet war.

Sie lehnte sich gegen Freddie Phillips, einen Oberstufenschüler und eindeutigen Aufreißer. Es war offensichtlich, dass er versuchte, sie anzubaggern, hauptsächlich deswegen, weil sie jetzt den Ruf hatte, leicht herumzukriegen zu sein.

»Alter. Hör auf zu schmollen.« Jeffry Rush, sein bester Freund, drückte ihm einen roten Plastikbecher in die Hand und setzte sich mit seinem eigenen Becher neben ihn aufs Treibholz.

Luis runzelte die Stirn und roch an dem Getränk. Als seine Nase brannte, zog er sie schnell zurück. »Was zum Teufel ist das?«

»Schwarzgebrannter.« Jeffry starrte in seinen eigenen Becher. »Das gute Zeug von Cooder. Ein paar der Oberstufenschüler haben es aus einer miesen Kneipe außerhalb der Stadt geklaut.« Cooder war in der kleinen Stadt Storm fast so etwas wie eine Berühmtheit, da er seit Jahrzehnten seinen eigenen Fusel brannte und verkaufte, ohne dass ihn die Polizei jemals erwischt hätte.

»Du trinkst doch gar nicht«, sagte Luis langsam.

Jeffry zuckte mit den Schultern. »Wen kümmert es schon?«

Luis holte tief Luft. Er hatte noch nie Schwarzgebrannten probiert und war nicht sicher, ob es eine gute Idee war. »Wenn wir trinken wollen, sollten wir uns wahrscheinlich besser an Bier halten, weißt du?«

Jeffry nahm einen Schluck und verzog das Gesicht. Er ließ die Schultern sinken, und selbst sein Seufzen klang enttäuscht. »Wir haben kein Bier.«

»Ähm, ich gebe ja gerne zu, dass ich keine Ahnung von diesem ganzen politischen Zeug habe, aber dein Vater kandidiert gerade für seine Wiederwahl. Wenn du dich jetzt mit Cooders Zeug erwischen lässt, ist das eine echt schlechte Idee.« Luis war so mit seinen eigenen Problemen beschäftigt gewesen, dass er wieder einmal vergessen hatte, dass sein Freund, wenn man genauer hinsah, ebenfalls nicht das beste Leben hatte. Sein Vater war ein Staatssenator, und die Familie musste stets den Schein wahren, was immer das auch bedeutete.

»Leere deinen Becher aus, und ich mache das Gleiche.«

»Nein. Ich hab die Schnauze voll von Wahlen und davon, die ganze Zeit lächeln zu müssen. Keinen Bock mehr darauf, immer so zu tun, als sei ich glücklich, und mich auf eine bestimmte Weise zu verhalten.« Jeffry kippte den Fusel herunter und verschluckte sich. Er musste husten, bis ihm Luis auf den Rücken klopfte. »Das ist ja widerlich.«

Luis grinste. »Ich glaube, es soll gar nicht gut schmecken.«

Lacey quietschte und setzte sich ebenfalls hustend auf.

Scheiße. Lacey trank das Zeug jetzt auch? Schnell sah Luis zu Mallory hinüber, um sich davon zu überzeugen, dass sie diesen Mist nicht in ihren Körper füllte. Ihr würde in wenigen Minuten schlecht werden, und das Zeug war so stark, dass es wirklich Schaden anrichten konnte. Doch ihre Hände steckten in ihren Hosentaschen, und sie redete immer noch mit dem Quarterback.

Mochte sie ihn?

Luis seufzte. Egal. Er trank einen großen Schluck von dem Schwarzgebrannten. Die Flüssigkeit brannte sich seine Kehle hinunter und explodierte in seinem Magen. Seine Beine zitterten. »Heilige Scheiße.« Er atmete tief ein und presste eine Hand auf seinen Bauch. »Da können wir ja gleich Benzin saufen«, keuchte er. Fast sofort begann ihm schwindlig zu werden.

Mallory starrte ihn an und hatte ungläubig die Nase gerümpft. Dann sah er Enttäuschung in ihrem Blick.

Verdammt. Sie hatte ihn trinken sehen. Wieder hustete er und war überrascht, dass er beim Ausatmen kein Feuer spuckte. Jetzt war er nicht mehr nur ein fremdgehender Loser, sondern brach auch noch das Gesetz und trank schwarzgebrannten Fusel, anstatt zu versuchen, sie zurückzugewinnen. Vielleicht hätte er besser mit ihr schlafen sollen, als sie es mit ihm hatte tun wollen, aber er respektierte sie und war der Meinung gewesen, dass sie warten sollten. Wenn sie nicht gewartet hätten, wären sie jetzt wahrscheinlich zusammen und würden kuschelnd am Lagerfeuer sitzen.

Jeffry stieß ihn mit seiner Schulter an. Selbst am See trug er ein Polohemd, eine gebügelte beige Shorts, und seine Haare waren ordentlich gekämmt. »Wenn du ihr so nachtrauerst, rede doch einfach mit ihr. Mallory ist die Beste. Sie wird dir vergeben.«

»Das hat sie.« Luis zupfte an seinem ausgeblichenen Jack-Daniels-T-Shirt, das er zusammen mit seiner normalen Badeshorts trug. Vielleicht sollte er sich, was Kleidung anging, ein bisschen mehr Mühe geben, so wie Jeffry es tat. Würde Mallory ihre Augen verdrehen oder beeindruckt sein? Wie er Mal kannte, würde sie einfach nur lachen. Würden sie jemals wieder zusammenkommen? Er roch erneut an dem Getränk und leckte sich die Lippen. Inzwischen hatte sich eine angenehme Wärme in ihm ausgebreitet. »Mallory will nur noch mit mir befreundet sein.«

Jeffry verdrehte die Augen. »Sie will mehr als das, aber du hast ihr wehgetan. Du hast es für eine Weile echt versaut, Mann.«

»Ach ja?« Luis musterte seinen Freund und versuchte sich zu konzentrieren. Jeffry war die klügste Person, die Luis je getroffen hatte, und er hatte ein Talent dafür, andere Menschen zu verstehen. Na ja, Menschen, die nicht mit ihm verwandt waren. »Denkst du, ich könnte sie zurückgewinnen?«

»Auf jeden Fall.« Jeffry lächelte, aber das Lächeln war ein wenig schief. »Aber du wirst dich reinknien müssen, und du musst dich von der irren Lacey fernhalten.«

Das war jetzt nicht besonders fair. »Lacey ist nicht irre. Ihr Bruder ist gestorben, ihre Familie verhält sich komisch, und sie fühlt sich allein.« Zugegeben, sie benahm sich deshalb wie ein Amok laufender Rammbock. »Macht sie die Leute immer noch glauben, wir hätten miteinander geschlafen?«

»Japp.«

Es war fast so, als wollte sie, dass die Leute über sie redeten, selbst wenn das Gerede abfällig war. Lacey und Mallory waren seit Ewigkeiten beste Freundinnen gewesen, doch jetzt sah es so aus, als wäre Lacey das vollkommen egal. Genau wie ihr Ruf. Oder ihre Freundschaft mit Luis. Sie hatten keinen Sex miteinander gehabt, weil er sie aufgehalten hatte.

Er räusperte sich. »Ich dachte, dass du und Lacey vielleicht …«

»Gott, nein.« Jeffry lehnte sich zurück und sah ihn entsetzt an, bevor er knallrot anlief. »Auf keinen Fall. Das ist nichts für mich.«

Meine Güte. So schlimm war sie auch nicht. »Okay. Tut mir leid.« Warum schien sich Jeffry für keines der Mädchen im Ort zu interessieren? Mehr als eine hatte ihn schon mal um ein Date gebeten, aber er hatte sie immer abblitzen lassen. »Ich dachte nur, du und Lacey stündet euch nahe«, murmelte Luis.

Sie bemerkte, dass er sie beobachtete, und stand leicht schwankend auf.

Er verfolgte ihre Bewegungen aufmerksam, nur für den Fall, dass sie in Richtung des Feuers fallen würde. Stattdessen fand sie ihr Gleichgewicht wieder und zog ihre Flipflops aus. Dann warf sie ihre braunen Haare über die Schulter und ging barfuß über den Sand um das Feuer herum. Ihr Hintern wackelte, und ihr Blick blieb intensiv auf ihn gerichtet.

»Oh, oh«, murmelte Jeffry in seinen Plastikbecher und sah schnell zu Boden. Luis spannte sich an. Er konnte Mallorys Blick auf sich spüren. Vielleicht ging Lacey ja einfach weiter. Vielleicht musste sie einfach mal. Er warf einen Blick auf Jeffrys Ledermokassins. Die Dinger kosteten wahrscheinlich mehr, als er in einem Monat verdiente.

Da erschienen pinkfarben lackierte Fußnägel in seinem Blickfeld.

Er seufzte und sah auf, entlang braungebrannter Beine, vorbei am lilafarbenen BH in Laceys gerötetes Gesicht. »Ich hoffe, du musst nicht mehr fahren«, murmelte er, und seine Stimme klang ein bisschen seltsam. Der Fusel hatte tatsächlich seine Kehle gereizt.

Sie berührte seine Haare. »Ist das ein Angebot?«

Ihre Berührung ließ ihn zurückzucken. Sie spielte mit ihm, und aus irgendeinem Grund versuchte sie, Mallory zu verletzen. Verärgerung stieg in ihm auf, und er bemühte sich, sie unter Kontrolle zu halten. »Lacey, hör auf.«

»Lacey, hör auf«, äffte sie ihn leise nach. »Das ist das Einzige, was du zu mir sagst.«

Er stand gerade so weit auf, dass sie aufhören musste, mit seinen Haaren zu spielen. Die Welt drehte sich einen Moment lang, und er musste tief durchatmen, um seine Balance zu bewahren. Als sich alles wieder im Gleichgewicht befand, konzentrierte er sich auf sie. »Warum erzählst du Lügen über mich?«

Sie blinzelte. »Ich habe nicht gelogen.«

»Du hast niemandem die Wahrheit gesagt«, spie er aus und spürte, wie ihm Hitze in die Wangen schoss. »Alle tun so, als sei ich der absolute Hengst, und dich nennen sie eine Schlampe. Warum solltest du das wollen?«

Ihr hübsches Gesicht verlor jegliche Farbe, und ihre Lippen wurden weiß. »Zumindest bemerken sie mich.«

»Das ist doch total irre«, murmelte er und spürte, wie ihn seine Wut verließ. Seine Schläfen begannen zu pochen. Warum konnte nicht alles wieder einfach so werden, wie es noch vor ein paar Wochen gewesen war? »Ich weiß, dass du trauerst, aber das alles ist nicht besonders hilfreich.«

Plötzlich erschien Mallory an seinem Ellbogen. »Wir müssen uns unterhalten, Luis.«

Ihm klappte der Mund auf.

Lacey grinste Mallory breit an. »Tut mir leid, aber ich bin noch nicht mit Luis fertig.« Sie streichelte über seinen Arm, als hätte sie jedes Recht, ihn zu berühren.

Jeffry seufzte und stand auf. »Könnt ihr bitte mal alle aufhören, euch so bescheuert zu benehmen? Lasst uns wieder normal werden, ja?«

»Auf keinen Fall.« Mallory stemmte die Hände in die Hüften. »Wir können nicht so weitermachen wie vorher, weil Lacey eine verzweifelte, hinterlistige, erbärmliche Möchtegernschlampe ist. Zu schade, dass du niemanden finden kannst, der mit dir schläft, und ich weiß, dass Luis dich abgewiesen hast.«

Luis blinzelte. So hatte er Mallory noch nie reden hören. »Ähm …«

Lacey verzog wütend ihr Gesicht. »Du bist nur sauer, dass er dich abgelehnt hat und mich dann wollte.«

Mallory schnappte nach Luft.

»Ich hab ihr nichts gesagt …«, begann Luis und verzog dann sein Gesicht.

Lacey strahlte triumphierend. »Ich wusste es.«

Mallory wollte sich umdrehen und weggehen, doch Luis zog sie am Arm zurück. »Hör zu. Ich wollte warten, weil du mir wichtig bist, und ich wollte, dass es perfekt wird. Das ist der einzige Grund.« Ja, sie hatte mit ihm schlafen wollen, zumindest hatte sie das gesagt, und er hatte auf die Bremse getreten. Nicht wegen Lacey, sondern weil er noch nicht bereit war. Oder er hatte gedacht, dass er es noch nicht war.

Lacey lachte. »Wenn dich ein Kerl wirklich liebt, sagt er nicht Nein.«

Mallorys Kiefer zitterte, dann spannte er sich an.

Das war genug. Vielleicht lag es am Alkohol, vielleicht am Schmerz, aber Luis verlor die Kontrolle. Er warf seine Arme in die Luft und begann zu brüllen. »Lacey, hör auf, den Leuten zu erzählen, wir hätten gevögelt. Das haben wir nicht, weil ich Nein gesagt habe.« Alle um sie herum verstummten und drehten sich zu ihnen um. Jetzt wandte er sich an Mallory. »Mal, ich liebe dich. Wenn du Sex haben willst, bin ich dabei. Sag mir, wann, wo und wie, und ich werde mit einem Kondom da sein.«

Aus dem Augenwinkel nahm er eine Bewegung wahr, doch Laceys Faust traf seine Wange, bevor er sich ganz umdrehen konnte. Sein Kopf wurde zurückgeschleudert, und Schmerz flammte hinter seinem Auge auf.

»Du Miststück!« Mallory stürzte sich vor ihn und vergrub beide Hände in Laceys Haaren.

Lacey fauchte und verpasste Mallory eine Ohrfeige.

»Zickenkampf!«, rief ein Typ am Strand.

Die Mädchen begannen sich wuterfüllt zu prügeln. Luis schnappte sich Mallory, während Jeffry versuchte, Laceys umherwirbelnde Arme festzuhalten. Sie zog ihre Fingernägel über sein Handgelenk, und er schrie auf.

Luis trat beiseite, schlang einen Arm um Mals Taille, hob sie hoch und setzte sie hinter sich ab. Ihre Fingernägel kratzten dabei über seinen Bizeps. Sein Herz donnerte, und er war außer Atem. Niemals zuvor hatte er seine Kraft gegen jemanden eingesetzt, und es gefiel ihm ganz und gar nicht.

Jeffry hatte von hinten beide Arme um Lacey gelegt, und sie versuchte sich wütend freizukämpfen.

»Schluss jetzt.« Luis versuchte, nachdrücklich zu klingen.

Lacey wehrte sich noch mehr, bis Jeffry sie schließlich schüttelte. »Lacey, hör auf«, murmelte er ihr ins Ohr. »Der Kampf ist vorbei.« Er hielt sie fest, bis sie schließlich aufgab. Tränen schossen ihr in die Augen.

»Bring sie nach Hause«, sagte Luis resigniert.

Jeffry nickte und bugsierte Lacey in Richtung der Autos. Sie stolperte gegen ihn, doch ihr Kampfgeist war erloschen.

Langsam drehte sich Luis um.

Tränen liefen Mallory übers Gesicht, und in ihren Augen spiegelte sich der Schock. »Ich bin genau wie mein Vater«, flüsterte sie.

Die Worte waren wie ein Schlag in die Magengrube. Mals Vater war ein gemeiner Säufer, der seine Frau verprügelt hatte. »Nein, bist du nicht.« Luis versuchte, ihr die Tränen von den Wangen zu wischen, aber es kamen immer mehr. »Du betrinkst dich nicht, und du würdest niemals jemanden schlagen, der kleiner ist als du selbst.«

»Ich sollte überhaupt niemanden schlagen«, stieß sie mit brüchiger Stimme hervor.

Er wollte sie an sich ziehen, aber sie stieß ihn fort. »Ich muss gehen.« Sie drehte sich um und rannte die Böschung hinauf zu den Wagen.

Es juckte ihn in den Beinen, ihr nachzulaufen, aber er hatte sie jetzt lang genug herumgeschubst. Er durfte sie auf keinen Fall an ihren Mistkerl von Vater erinnern, und er wollte niemals seine Stärke gegen sie einsetzen, außer um sie zu beschützen. Wie war alles nur so den Bach heruntergegangen? Stöhnend setzte er sich wieder auf seinen Platz, während die Party um ihn herum weiterging. Fast ohne es zu bemerken, hob er seinen halbvollen Becher White Lightning an seine Lippen.

Ist doch alles scheißegal. Er kippte den Fusel hinunter, um die Leere in seinem Inneren zu füllen.

2

Brittany lehnte sich gegen ihr Auto auf dem Parkplatz des Murphy’s. Ihr ganzer Körper spannte sich an, als Marcus Alvarez seinen Wagen parkte und ausstieg. Er streckte sich, und sobald sein Blick auf sie fiel, verzogen sich seine Lippen zu einem maskulinen Grinsen.

Lippen, die noch vor gar nicht so langer Zeit auf ihren gewesen waren und sie hatten Dinge fühlen lassen, die sie noch bei keinem anderen Kerl gespürt hatte.

Sie verschränkte die Arme und stieß sich von ihrem Wagen ab.

Sein Lächeln verschwand. Mit einer kaum merklichen Neigung des Kopfs kam er auf sie zu, und mit seinen großen Schritten legte er die Entfernung zwischen ihnen schnell zurück. »Gibt’s was, Prinzessin?«

»Mistkerl«, hauchte sie, ohne nachzudenken.

Seine Oberlippe zuckte. »Was soll das heißen?«

Wut durchfuhr sie so schnell, dass ihr Kopf ganz heiß wurde. »Du. Bist. Ein. Mistkerl.«

Er hob eine Schulter, und in seinen dunklen Augen lag viel zu viel Belustigung.

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