Logo weiterlesen.de
Rios heiße Rhythmen - Caprice

Inhalt

  1. Cover
  2. Caprice - Die Erotikserie
  3. Über die Autorin
  4. Caprice - Maren & Sophie
  5. Titel
  6. Impressum
  7. Rios heiße Rhythmen
  8. In der nächsten Folge …

Caprice – Die Erotikserie

Maren und Sophie sind beste Freundinnen und Journalistinnen bei Deutschlands größtem Boulevardmagazin BLITZ. Sie berichten von Events überall auf der Welt, die der internationale Adel, die High Society und Prominente aus dem Showgeschäft besuchen. Für ihre Artikel recherchieren sie knallhart – mit vollem Körpereinsatz …

Caprice ist eine Erotikserie, die monatlich in abgeschlossenen Folgen erscheint. In den einzelnen Folgen geht es mal härter und mal sanfter zu. Dafür sorgen die unterschiedlichen Autoren, die für diese Serie schreiben. Da jeder Autor seinen eigenen Stil hat, ist Caprice Folge für Folge ein neues erotisches Leseerlebnis.

Über die Autorin

Natalie Rabengut, geb. 1985, studierte Germanistik und Anglistik in Düsseldorf und lebt mit ihrem Mann am Rhein. Ihr sexy Blog begeistert eine stetig wachsende Fangemeinde, und ihre eBooks zählen zu den Top-Bestsellern in der Erotik.

Caprice – Maren und Sophie

Maren, die Unschuld vom Lande – das ist zumindest ihre Masche. Dass sie nicht so unschuldig ist, wie sie tut, haben schon die Dorfjungs, mit denen Maren in einem norddeutschen Kaff aufwuchs, am eigenen Leib erleben dürfen. Da sie die Jungs nur aus Langeweile vernaschte, zog es sie in die Großstadt, und sie landete bei Deutschlands größtem Boulevardmagazin BLITZ. Maren weiß, dass ihre mädchenhafte, naive Art den Beschützerinstinkt bei Männern weckt und nutzt diese Tatsache für ihre Zwecke. Trotzdem hofft sie, damit auch ihrem Mr. Right zu begegnen. Und so lange sie den noch nicht gefunden hat, vertreibt sie sich die Zeit mit den Stadtjungs …

Spontan, dominant, durchsetzungsstark – das ist Sophie, der selbstbewusste Vamp mit französischen Wurzeln. Aufgewachsen in einem Pariser Vorort hat sie früh gelernt, sich alleine durchzuboxen. Schon damals merkte sie, dass sie eine gewisse Anziehung auf Männer ausübt – und bekam auch so die Stelle beim BLITZ. Ihre neugierige Reporternase führt sie nicht nur zu exklusiven Topstorys, sondern auch in Situationen, bei denen sie ihre Phantasien ausleben kann. Denn das findet sie viel spannender, als die große Liebe zu suchen. Außerdem ist ihr Körper zu wertvoll, um nur von einem Mann bewundert zu werden …

Image

Image

Natalie Rabengut

Rios heiße Rhythmen

Erschöpft schob Maren mit dem Fuß die Tür hinter sich zu. In der WG in Hamburg Eppendorf war es mucksmäuschenstill. Während sie ihre Handtasche auf den Boden stellte und sich mit den Fingern durch den blonden Bob fuhr, musste sie grinsen. Man bemerkte schon beim Eintreten, ob Sophie zu Hause war oder nicht.

Kaum war sie aus ihren Schuhen geschlüpft, streckte Maren sich wohlig. Ihre Wirbelsäule knackte hörbar, und sie konnte über nichts anderes mehr nachdenken, als die heiße Dusche, auf die sie sich schon den ganzen Tag gefreut hatte.

Glücklicherweise war morgen Freitag. Bisher war die Woche unglaublich anstrengend verlaufen, und die Laune ihres Chefs war einfach unerträglich gewesen. Sämtliche Angestellten waren mit eingezogenem Kopf durch die Redaktion der BLITZ geschlichen, in der Hoffnung, Walter Steins Wutanfällen damit aus dem Weg gehen zu können.

Maren seufzte und nahm sich ein Glas aus dem Küchenschrank. Ein kalter, frischer Pfirsich-Eistee war genau das, was sie jetzt brauchte, bevor sie sich unter die heiße Dusche stellte.

Normalerweise wurde ihr Alltag in der Redaktion dadurch aufgelockert, dass Sophie ihrem gemeinsamen Chef hitzig Paroli bot, doch die Freundin steckte schon seit Ende der letzten Woche in Zürich. Ein supergeheimer Auftrag, bei dem noch nicht einmal Maren wusste, worum es ging, und ehrlich gesagt, wurmte sie es mächtig.

Sie sah aus dem Fenster und überlegte, ob sie noch eine schnelle Runde Joggen gehen sollte – entschied sich aufgrund ihrer Müdigkeit dagegen. Sie sehnte sich nur noch nach ihren kuschligen Kissen.

Unter dem prasselnden Wasser der Dusche hörte sie ihr Handy zuerst gar nicht klingeln. Schnell wickelte sie ein Handtuch um ihren schlanken Körper und eilte zur ihrer Handtasche. Sie erwartete, dass Sophie am anderen Ende war, auf dass die sich geduldig Marens Schimpftiraden über Stein anhörte und sie schließlich tröstete.

Doch leider zeigte das Display einen anderen Namen. Seufzend nahm Maren das Gespräch an. Was ihr Chefredakteur wohl von ihr wollte?

»Janson, ich hab da was vergessen. Wie schnell kannst du am Flughafen sein?«, wollte Stein ohne lange Vorrede wissen.

Maren schluckte schwer. Das verhieß nichts Gutes. »Ich bin gerade erst nach Hause gekommen!« Das laute Schnauben am anderen Ende, das meist Vorbote von Steins berühmten Wutanfällen war, veranlasste sie jedoch, seine Frage lieber zu beantworten: »Ich denke, in einer Stunde könnte ich ein Taxi nehmen.«

»Gut, in einer halben Stunde steht das Taxi vor deiner Wohnung. John wartet am Flughafen auf dich und weiß Bescheid.« Es klickte in der Leitung; Stein hatte einfach aufgelegt.

Maren blieb einen Moment lang wie betäubt stehen. Erst dann fiel ihr ein, dass sie ja nicht einmal wusste, wohin es gehen sollte. Wie sollte sie packen, wenn sie weder wusste, wohin die Dienstreise führte noch wie lange sie dauerte? Aber sie würde sich hüten, Stein deswegen noch einmal anzurufen – wenn ihr Chef etwas gar nicht ausstehen konnte, dann war es, auf Fehler hingewiesen zu werden.

Maren war schließlich ein Profi und auf alle Situationen vorbereitet. Mit einem letzten sehnsüchtigen Blick auf ihr einladendes Bett begann sie, ihren kleinen Rollkoffer zu packen.

***

Als Maren aus dem Taxi sprang, waren ihre Haare noch feucht. Sie gab dem Fahrer etwas mehr Trinkgeld als nötig, um Stein für seinen überfallartigen Auftrag eine Spesenabrechnung zu präsentieren, die es in sich hatte.

Es war nicht schwer, John Feyn, den braungebrannten und überaus attraktiven Fotografen der BLITZ, vor der Tür des Abflugbereiches ausfindig zu machen. Maren brauchte nur der Richtung zu folgen, in die sämtliche anwesenden Frauen verzückt starrten.

Noch weniger zu übersehen war allerdings die kurze rote Dauerwelle von Lori Schneider, die neben ihm stand und diensteifrig eine Dokumentenmappe an ihre Brust presste. Ihre Miene hellte sich auf, als sie Maren auf sich zukommen sah. Maren erwiderte ihr Lächeln, fragte sich aber, was mit ihrem Chef los war, dass er eine 60-Jährige um diese Uhrzeit noch zum Flughafen in Fuhlsbüttel schickte.

Maren und John umarmten Lori noch einmal zum Abschied, dann betraten sie gemeinsam den Flughafen. Nachdem sie ihr Gepäck aufgegeben und ihre Boardingkarten erhalten hatten, suchten sie sich eine ruhige Ecke am Gate.

Nun endlich hatte Maren Zeit, einen Blick in die Auftragsmappe zu werfen. Ungläubig riss sie die Augen auf. »Brasilien? Rio de Janeiro?«

Sie sah zu John, der sich seine blonden Haare aus der Stirn schob und dabei einer attraktiven Brünetten zuzwinkerte. Erst dann nickte er Maren zu und grinste breit. »Samba, Sonne und heiße Rhythmen. Das ist der Karneval in Rio, Baby.«

Er wandte seine Aufmerksamkeit wieder der langbeinigen Schönheit zu und überließ Maren ihren eigenen Gedanken. Das ist ja geradezu der helle Wahnsinn: Karneval in Rio!

Schnell blätterte sie durch die Unterlagen und staunte nicht schlecht, wie umfangreich der Auftrag war. Sie sollten nicht nur über den Karneval und die spektakulären Umzüge im Sambódromo berichten, sondern auch etwas über die Dreharbeiten zu »The DeadlySuspect« in Erfahrung bringen.

Während John inzwischen aufgestanden war, um der Unbekannten einen Kaffee zu spendieren, zog Maren ihr iPad aus der Tasche. Eine schnelle Suche brachte sie auf den neusten Stand.

»The DeadlySuspect« hatte schon zu Anfang der Produktionsplanung riesige Schlagzeilen gemacht, weil man eine Vielzahl von männlichen Superstars für gigantische Summen eingekauft hatte. Die Spekulationen über den Film schlugen hohe Wellen, doch nicht so sehr wie die Bekanntgabe der weiblichen Hauptrolle. Jeder hatte mit einer Größe wie Angelina Jolie, Cameron Diaz oder Sandra Bullock gerechnet, doch stattdessen hieß die Hauptdarstellerin Rory McMonning – eine gänzlich unbekannte Schauspielerin, die bisher nicht eine einzige Rolle vorzuweisen hatte. An diesem Punkt war der rauschende Blätterwald förmlich explodiert.

Maren konnte sich noch sehr gut daran erinnern, wie Fotografen aus aller Welt sich darum gerissen hatten, ein Bild der noch unbekannten Schauspielerin zu schießen. Dann war das Interesse an dem Film abgeebbt, und es hatte keine Neuigkeiten mehr gegeben. Allerdings wollte ein Informant der BLITZ laut Lori Schneiders Recherche erfahren haben, dass die Produktion von »The DeadlySuspect« auf Eis lag, da den Machern das Geld ausgegangen war. Ihr Chefredakteur verlangte nun nicht nur, dass Maren der Sache auf den Grund ging, sondern – wenn sie schon einmal in Rio war –, den weltberühmten Karneval gleich mitnahm. Dazu hatte er ihr John zur Seite gestellt.

Dieser ließ sich nun mit grimmigem Gesichtsausdruck neben Maren auf die Bank fallen. Sie klappte die Hülle des iPads zu und nahm sich vor, im Flugzeug weiter zu recherchieren.

»Schöner Mist«, murmelte John und schob die Hände tief in die Hosentasche.

»Was denn? Hat der Sunnyboy etwa eine Abfuhr kassiert?«

Spöttisch zog John die Augenbraue hoch und lächelte. »Nein, mein sexy Fang war nur leider am falschen Gate. Ist ihr allerdings erst aufgefallen, als ich fragte, ob sie geschäftlich oder privat nach Rio will oder uns schon in Amsterdam verlässt.«

»Na, dann wird’s wohl nichts mit dem Quickie in der Flugzeugtoilette, wie schade.« Die Ironie in Marens Worten war nicht zu überhören.

Johns Grinsen wurde breiter, und während er das Gate schon nach weiteren potentiellen »Opfer« absuchte, legte er den Arm um seine Kollegin. »Notfalls hab ich doch dich, Schätzchen. Bedenke: Der Flug wird lang.«

Mit einem eleganten Zucken ihrer schmalen Schultern schüttelte Maren seinen Arm ab und flötete: »Träum weiter, Süßer.« Sie stand auf und ignorierte die entsetzten Blicke der Frauen, die offensichtlich nicht verstehen konnten, wie man einen Mann wie John zurückweisen konnte.

Sie beschloss, noch schnell die Waschräume am Flughafen aufzusuchen, bevor sie ins Flugzeug stiegen. Wer wusste schon, ob John nachher nicht wirklich die Bordtoilette blockieren würde?

***

In Amsterdam mussten sie sich beeilen, um es zu ihrem Anschlussflug nach Galeão, wie der internationale Flughafen in Rio de Janeiro kurz genannt wurde, zu schaffen.

Erleichtert seufzte Maren auf, als sie sich endlich in ihren Sitzplatz am Fenster fallen lassen konnte.

John verstaute ihr Handgepäck und setzte sich neben sie. Sie balancierte die Dokumentenmappe von Lori und ihr iPad auf dem Schoß, während John verkündete, sich den Film ansehen zu wollen und kurz darauf unter den Kopfhörern verschwand.

Draußen vor dem kleinen Fenster war es dunkel geworden, und die Lichter unter ihnen wurden immer kleiner. Nachdem Maren noch eine Weile recherchiert und einige Artikel zum Karneval gelesen hatte, fühlte sie sich einigermaßen gut vorbereitet. Doch sie nahm sich trotzdem vor, sich bei Stein zu beschweren, wenn sie wieder zu Hause war. Es war einfach unprofessionell, eine Mitarbeiterin so ins kalte Wasser zu werfen.

Letztes Jahr hatten sich Promis wie Jude Law und Pamela Anderson das Spektakel des Karnevals in Rio angesehen, und zwar aus einer der Promi-Logen im großen Sambodrómo, wie Maren jetzt in Erfahrung gebracht hatte. Sie schloss die Augen, lehnte den Kopf an und überlegte, wer wohl dieses Jahr da sein würde. Man munkelte, dass Brad Pitt und George Clooney kleine Nebenrollen in »The DeadlySuspect« hatten. Da lag es doch nahe, sich mit der Familie die großen Umzüge anzusehen …

Schnell schlug Maren die Augen wieder auf. Sie hatte eine Idee. Es war vermutlich gar nicht so unwahrscheinlich, dass vielleicht schon ein Promi mit ihnen im Flieger ...

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Rios heiße Rhythmen - Caprice" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen






Teilen