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Reverend Pain - Schrei, wenn dich der Werwolf holt

Steve Salomo

Reverend Pain - Schrei, wenn dich der Werwolf holt

Band 2 der apokalyptischen Horror-Serie





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Schrei, wenn dich der Werwolf holt

(c) by Steve Salomo

(c) der Digitalausgabe Alfred Bekker/CassiopeiaPress

Alle Rechte vorbehalten

Ein CassiopeiaPress E-Book

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Postmaster@AlfredBekker.de

Ausgabejahr dieser Edition: 2014

 

 

 

Düster war es in dem Gewölbe. Nur ein wenig zuckendes Licht ließ Schatten auf den feuchten Wänden tanzen, die aus grob behauenem Stein bestanden. Das schwache Licht stammte von brennenden Ölschalen, die in den vier Ecken des Raumes standen. In der Mitte des Raumes war ein Pentagramm auf dem Boden gemalt worden. Mit Blut. Ein geköpfter schwarzer Hahn lag am Rande des Pentagramms, daneben der abgeschnittene Kopf und ein Dolch mit blutverschmierter Klinge.

Im Pentagramm kniete die nackte Gestalt eines Mannes. Seltsame Symbole hatte er sich auf die Haut geschmiert, ebenfalls mit dem Blut des geköpften Tieres. Er murmelte Worte in einer fremden, gutturalen Sprache, wiegte den Oberkörper hin und her, und sein Gemurmel wurde mit der Zeit lauter.

Es waren magische Formeln, die er sprach. Schwarzmagische Formeln, mit denen er einen Dämon beschwören wollte. »Kraphumet!«, rief der Nackte am Boden schließlich. »Kraphumet! Erscheine! Erscheine, o Gebieter!«

Und der Dämon erschien …

Plötzlich war ein Brausen in der Luft, Sphärenklänge mischten sich darun­ter, und an der steinernen Wand vor dem nackten Mann am Boden glühte etwas auf. Das Glühen wurde intensi­ver, aber es gab kein Licht ab, erhellte den Raum nicht. Es weitete sich jedoch aus und nahm bald einen Großteil der Wand ein.

Eine andere Welt schälte sich aus dem Glühen hervor. Eine Welt des Wahnsinns und der Grausamkeit, die selbst den Satansdiener im Penta­gramm erschütterte.

Er schaute durch die Abgründe der Dimensionen, warf einen Blick direkt in die — Hölle!

Eine Gänsehaut legte sich auf sei­nen nackten Körper. Was er sah, traf ihn fast mit körperlicher Pein. Er sah Gestalten, die aussahen wie Menschen, trotzdem schemenhaft blieben und un­deutlich. Und er sah Kreaturen des Schreckens, deren Anblick allein be­reits Schmerzen verursachten.

Sie quälten die schemenhaften Ge­stalten, folterten sie auf abscheulich­ste Weise.

Was der Mann im Pentagramm zu sehen bekam, war unfassbar, Grau­samkeit pur, Gestalt gewordene Un­menschlichkeit.

Bei den schemenhaften Gestalten handelte es sich um die Seelen der Ver­fluchten, das wusste er. Sünder, die keine Gnade vor dem Herrn gefunden hatten, deren Sünden so schlimm wa­ren, dass ihnen die ewige Pein zuteil wurde.

Es gab keine Erlösung für diese See­len. Und was sie in den Schlünden der Hölle durchleiden mussten, war schier unbeschreiblich.

Das also war das Schicksal der Gottlosen. Jener, die selbst Leib und Grauen über ihre Mitmenschen brach­ten.

Der Anblick allein hätte genügt, ei­nen Menschen in den Wahnsinn zu treiben. Normalerweise hielt niemand einen Blick in die Abgründe der Hölle aus, ohne den Verstand zu verlieren, und das bereits nach dem Bruchteil ei­ner Sekunde.

Doch der Nackte im Pentagramm stand unter dem Schutz eines mächti­gen Dämons.

Kraphumet, dem Herrn der Schmer­zen und der Pein.

Der Dämon zeigte sich, trat aus dem Bild der Hölle hervor in das düstere Gewölbe. Das Höllenbild hinter ihm erlosch, doch das Glühen blieb, umwaberte nun die Gestalt Kra­phumets.

Er hatte ein menschliches Aussehen angenommen. Ein Gesicht von vollen­deter Schönheit zeigte sich dem Nack­ten am Boden. Es war weder das Gesicht einer Frau noch das eines Mannes — man konnte das Geschlecht nicht bestimmen.

Ein sanftes Lächeln lag auf diesen Zügen.

Kraphumet trug ein weites grünes Gewand. Die Hände waren in den wei­ten Ärmeln verborgen.

Seine Gestalt war durchscheinend wie die eines Geistes. Er befand sich nicht wirklich im Raum, hatte nur eine Art Astralleib ausgesandt, um mit sei­nem Diener zu sprechen.

»O großer Kraphumet«, stöhnte der Nackte im Pentagramm und verbeug­te sich tief, »Herr des Schmerzes und der Pein! Gelobt seist Du und Deine Herrlichkeit! «

Der Dämon mit den sanften, schö­nen Zügen öffnete den Mund, um zu sprechen. Seine Stimme klang hart, wie brechendes Glas, und schallte dumpf und hohl von den Wänden wi­der, als käme sie aus einer tiefen Gruft.

»Was begehrst du, sterblicher Wurm?«, fragte Kraphumet. »Warum hast du mich gerufen? Warum störst du mich, da, ich mich gerade mit den See­len der Verfluchten beschäftige? Ihr Leid und ihre Qualen bereiten mir Ent­zücken und Freude. Ich bade in ihrem Schmerz. Ihr Jammern und Klagen sind Musik in meinen Ohren.«

»O Herr und Meister«, sprach der Nackte. »Du weißt, was ich begehre. Ich begehre Macht! Mehr Macht will ich! Macht, Reichtum! Das, was Ihr mir versprochen habt, Herr und Meis­ter!«

Der Dämon lachte auf. Es war ein Lachen, das wie das Bellen einer Hyä­ne klang und voller Spott und Hohn war.

»Ein Hund bist du!«, rief der Dämon amüsiert. »Ein räudiger Köter! Schlimmer noch, dein Seelenheil ist dir egal, du setzt dich selbst der ewigen Verdammnis aus! Wofür? Für Macht und Reichtum! Für irdische Güter!« Wieder lachte der Dämon bellend. »Ein paar Jahrzehnte nur währt dein irdi­sches Leben, doch danach liegt die Ewigkeit vor dir. Und doch sind dir diese paar Jahrzehnte wichtiger als die Zukunft deiner unsterblichen Seele!« Sein Hohnlachen schallte von den düs­teren, feuchten Wänden zurück. »So gefällt es mir! So soll es sein! Die, die schwach sind in ihrem Glauben, mö­gen mir dienen und Satan und mich erfreuen mit ihren qualvollen Schreien im Höllenfeuer!«

»O Herr und Meister«, stöhnte der Nackte am Boden und hatte die Stirn noch immer auf den schmutzigen Boden gepresst. »Ewig werde ich Euch dienen! Ewig und immer. Und vielleicht werdet Ihr mir in Eurer un­endlichen Gnade dereinst die Unsterblichkeit dafür schenken, sodass mir die Qualen der Hölle erspart bleiben und ich selbst als Dämon herrschen kann.«

»Du verlangst viel«, sprach der Dä­mon. »Nur wenige sind auserkoren, dereinst selbst als Kreaturen der Höl­le zu herrschen!«

»Ich bin bereit, alles dafür zu tun, mein Herr und Meister«, sprach der Mann im Pentagramm unterwürfig.

Der Dämon lächelte noch immer sanft. Doch dieses sanfte Lächeln war Tarnung. Er war eine Kreatur des Bösen, schlecht und verdorben durch und durch. Und er hielt niemals sein Wort. Seine Versprechungen waren nichts wert. Wie alle Kreaturen der Hölle war sein Wort Lüge, seine Absicht Falsch­heit.

»Habe ich dir nicht alles gegeben, mein treuer Sklave?«, fragte er mit sei­nem falschen Lächeln. »Habe ich dir nicht Macht verliehen? Habe ich dir nicht genug Reichtum beschert?«

»Es ist zu wenig, Herr und Meister«, begehrte der Nackte auf. »Zu wenig. Ich verlange mehr. Ich …«

Er hatte den Kopf erhoben, wagte es, den Dämon anzublicken.

Und sah das kalte, zornige Aufglü­hen in dessen Augen.

Sofort senkte er wieder sein Haupt, presste die Stirn auf den Boden.

»Verzeiht, Meister«, jammerte er. »Verzeiht mir. Ich weiß, ich habe nichts zu begehren. Ich …«

»Schweig!«, hallte die Stimme des Dämons durch das düstere Gewölbe. »Sei still, du Wurm!«

Und der Mann im Pentagramm ver­stummte.

Er wagte auch nicht mehr, aufzu­blicken.

Eine Weile lang herrschte tiefes schweigen. Der Dämon schien zu überlegen.

Dabei hatte Kraphumet seine Ent­scheidung schon längst gefällt. Er konnte versprechen, was er wollte. Er fühlte sich nicht an sein Wort gebun­den. Niemand würde ihn anklagen, wenn er sein Wort gegenüber einem Sterblichen brach. Sein Wort würde ihn nicht verpflichten.

Seine einzige Verpflichtung bestand gegenüber Satan, dem Herrn der Hölle. Ihm musste er dienen. Und ihm diente er am besten, wenn er möglichst viele Menschen verdarb, Terror und Schrecken in die Welt brachte, Leid und Jammern.

Je mehr die Menschen litten, desto eher fielen sie von Gott ab und umtanzten das Goldene Kalb.

Dieser Narr, der vor ihm am Boden kroch, war ein prächtiger Sklave. In seiner Gier nach Reichtum und Macht war er bereit, alles zu tun, sogar seine Seele dem Satan zu verkaufen. Mit ihm würde Kraphumet Schrecken, Terror, Leid und Verderben in diesen Teil der Welt zurückbringen können und die Macht Gottes brechen. Und anschlie­ßend würde er all seine Versprechun­gen brechen und sich die Seele dieses Narren holen, um sie Satan als Ge­schenk zu überreichen.

So sind sie, die Mächte der Hölle. Verlogen und schlecht durch und durch.

»Nun gut«, vernahm der Mann im Pentagramm schließlich wieder Kra­phumets Stimme. »Ich werde dich zu einem Dämon machen, dir Unsterb­lichkeit verleihen. Aber zunächst musst du mir noch mehr dienen. Ich will, dass du Schrecken und Leid un­ter deine Mitmenschen bringst. Ich will, dass du sinnlos Blut vergießt und unschuldige Menschen mit dem Keim des Bösen infizierst. Ich werde dich in eine Bestie verwandeln, die am Tage in Gestalt eines Menschen auftritt, nachts aber eine Kreatur des Schre­ckens ist. Wenn du dann deine Aufga­be erfüllt hast und die Stadt und die Umgebung und alle anliegenden Dörfer zurück in die Gewalt Satans ge­bracht hast, dann werde ich entschei­den, ob du es wert bist, einer der unsrigen zu werden. Bist du damit einverstanden?«

Der Mann am Boden frohlockte vor Freude. Am liebsten hätte er gejubelt und laut aufgelacht, denn er wähnte sich am Ziel seiner Träume.

Doch er wagte es nicht, blieb ehr­fürchtig knien und presste die Stirn weiterhin auf den Boden.

»Sicher bin ich einverstanden, ehrwürdiger Meister!«, sagte er. »Habt Dank, Herr des Schmerzes und der Pein! Habt unendlichen Dank.«

»Beweise mir deinen Dank, indem du mich das Jammern und Klagen der Unschuldigen hören lässt«, sagte der Dämon. »Vergieße unschuldiges Blut und trage den Keim des Bösen weiter, sodass er sich ausbreite und Satan wieder regieren kann!«

Abermals ertönte ein Brausen, wa­ren Sphärenklänge zu hören.

Der Mann am Boden wagte es, den Kopf ein wenig zu heben und aufzu­blicken.

Er warf er einen weiteren Blick in die schrecklichen, grausamen Abgrün­de der Hölle, sah die Seelen der Verlo­renen unsägliche Pein erleiden, unbeschreibliche Grausamkeiten. Hinter Kraphumet hatte sich wieder das Glühen gebildet, in dem das furchtbare Treiben in der Hölle zu se­hen war, und der Dämon schwebte rückwärts darauf zu, ohne die Füße zu bewegen, bis er in dem Bild ver­schwand und das Glühen erlöschte.

Nur noch die düstere Steinwand war im schwachen Licht der brennenden Ölschalen zu sehen.

Der Mann am Boden atmete auf. Die Präsenz des Dämons, seine höllische Ausstrahlung, hatte ihm körperlichen Schmerz bereitet. Es war, als hätte das Blut in seinen Adern gekocht, und Schweiß perlte dick auf seiner Stirn, lief an seinem Körper hinab und ver­schmierte die mit Blut gezeichneten schwarzmagischen Symbole.

Er wollte sich erheben, das Penta­gramm verlassen, das düstere, feuchte Gewölbe und …

Ein heftiger Schmerz warf ihn zurück auf die Knie, ließ ihn aufkeuchen. Plötzlich war es, als würde sein Körper in Flammen stehen, als würde er schon jetzt im Fegefeuer der Hölle schmoren.

Er riss den Mund weit auf, um loszubrüllen vor Schmerz, aber kein Laut entrang sich seiner Kehle.

Was geschah nur? Was tat Kra­phumet ihm an? Der Nackte war sicher, dass es der Dämon war, der ihm diese Schmerzen zufügte. Warum? Hatte er zu viel gefordert? Ließ ihn der Dämon jetzt leiden, weil sein Begehren zu un­verschämt gewesen war?

Er krümmte sich, wälzte sich im Pentagramm hin und her.

Die Schmerzen waren unerträglich. Er wünschte, das Bewusstsein zu ver­lieren, aber eine unheimliche, teufli­sche Macht verhinderte dies, ließ ihn alles miterleben — den Schmerz, die Qual, das Entsetzen.

Er hörte ein Knacken und Brechen, kapierte, dass diese schaurigen Geräusche aus seinem Körper kamen.

Er veränderte sich, seine Knochen verschoben sich.

Was tat der Dämon ihm nur an? Was hatte er falsch gemacht? War das die Bestrafung, weil er zu viel gefordert hatte? Vernichtete der Dämon deshalb seinen Körper und bereitete ihm diese unerträglichen Schmerzen? Sollte er missgestaltet werden, mit verschobe­nen Knochen als Missgeburt weiterle­ben, bis er starb und seine Seele dann im Höllenfeuer brannte?

Was für ein absolut grausames Schicksal wurde ihm zuteil?

Er hob die rechte Hand, hielt sie vor sein Gesicht — und riss die Augen weit auf vor Entsetzen und Grauen.

Seine Hand hatte sich verformt, und sie verformte sich mit knirschenden Knochen noch weiter. Sie hatte auch eine braune Färbung angenommen, und die feinen Härchen darauf wur­den dichter und dicker, wurden zu Fell, während die Fingernägel wuchsen und zu gelblichen langen Klauen wurden.

Der Mann konnte nicht sehen, dass sich auch sein Gesicht veränderte, doch er konnte es spüren, denn auch hier tobten die Schmerzen, als sich die Knochen verschoben. Das Gesicht wurde spitz, es bildete sich eine Schnauze, und die Zähne wurden lang und dolchartig.

Endlich war die Verwandlung been­det, spürte der Mann keine Schmerzen mehr.

Doch er war auch kein Mann mehr. Er hatte sich in einen Werwolf verwandelt!

 

 

Reverend Pain brauste auf seiner schweren Harley Davidson über einen holprigen Waldweg. An beiden Seiten standen die Bäume dicht an dicht und schluckten das Sonnenlicht, denn über dem Weg bildeten ihre Kronen ein na­türliches Dach. Es war düster hier, obwohl es heller Tag war, der Waldweg so uneben, dass ein Fahrer, der seine Maschine nicht so gut beherrschte wie der Reverend, gestürzt wäre.

Doch Reverend Pain fuhr mit unver­minderter Geschwindigkeit, ließ seine schwere Maschine hüpfen und sprin­gen und spielte mit Gas und Bremse, um die Harley unter Kontrolle zu hal­ten.

Er lenkte sein Motorrad mit festem Griff.

Und GOTT, der HERR, lenkte Re­verend Pain.

Er war ein Kämpfer der Priester­schaft, die dereinst die Welt aus den Klauen der Dämonenherrschaft befreit hatten.

Die Dämonenherrschaft, die über die Welt gekommen war, als die Men­schen von GOTT abgefallen waren, nur noch für irdische Güter lebten und nicht mehr glaubten und beteten. Eine Zeit war das gewesen, in der jeder nur noch an das eigene Wohl gedacht hat­te, an Reichtum, Macht und die Erfül­lung seiner eigenen Gier.

Keiner hatte mehr an GOTT, dem HERRN glauben wollen.

Und keiner hatte mehr an Satan und die Schrecken der Hölle geglaubt.

Doch Satan existierte. Er hatte Jahrtausende auf den günstigen Au­genblick gewartet, der gekommen war, als sich die Menschheit vollständig von GOTT abgewandt hatte. Da hatten sich die Pforten der Hölle geöffnet, Dimen­sionstore auf aller Welt, und die Schergen des Satans hatten die Menschheit unterjocht und versklavt. Keine Ar­mee, keine Streitkraft, keine Waffe konnte ihnen Einhalt gebieten.

Die Herrschaft der Hölle war schrecklich gewesen. Noch nie hatte die Menschheit so gelitten, war derartigen Schrecken ausgesetzt gewe­sen.

Doch dann hatte sich die Priester­schaft formiert. Gottesfürchtige Män­ner, die mit ihrem Glauben, dem Wort des HERRN und ihren heiligen Waf­fen die Dämonenherrschaft in einem heiligen Krieg hatte brechen können.

Satan hatte die absolute Herrschaft über die Erde verloren. Doch immer noch gab es überall auf der Welt Dä­monennester, hausten Kreaturen des Schreckens und des Grauens. Werwöl­fe. Zombies. Vampire. Dämonen der schlimmsten Art.

Gegen sie alle hatte Reverend Pain schon gekämpft. Denn er war ein Wanderer, ein Missionar der Priesterschaft, der die Welt durchreiste, um den Men­schen das Wort GOTTES zu bringen, sie gegen die Sünde zu schützen, den Gläubigen Erbauung zu bringen, den Ungläubigen den Glauben — und um die Kreaturen der Hölle, wo immer er sie noch antraf auf GOTTES Erden, zu zertreten.

Reverend Pain war ein Mann von mächtiger Gestalt. Er hatte ein brei­tes Kreuz, sein Körper war mit stäh­lernen Muskeln bepackt. Sein Gesicht war hart und kantig. Er trug schwere Motorradstiefel, eine abgeschabte schwarze Lederho­se, einen langen wehenden Lederman­tel und darunter ein schwarzes Hemd mit weißem Kragen.

An seinem ganzen Körper trug er Waffen. Revolver und Pistolen mit geweihten Silberkugeln. Munitions­gurte. Ein Gurt mit angespitzten Eichenpflöcken. Auf seinem Rücken hatte er ein Lasergewehr geschnallt, denn das gebündelte Licht als Zeichen der Helligkeit und des Guten war eine starke Waffe gegen die schwarzmagi­schen Kreaturen.

Seine mächtigste Waffe aber war das silberne Kruzifix, das an einer Kette befestigt auf seiner breiten Brust lag.

Er hatte eine Aufgabe zu erfüllen. Die Knechte der Hölle zu bekämpfen und — was noch wichtiger war — die Seelen der Menschen zu retten.

Der Wald lichtete sich, und dann hatte Reverend Pain weites, fruchtba­res Land vor sich. Acker und Felder breiteten sich wie ein Flickenteppich vor ihm aus, und er stoppte seine Har­ley, stieg ab, kniete nieder und bekreuzigte sich. Er bedankte sich bei GOTT, dem HERRN, der den Boden Nahrung spenden ließ für die Menschen. Getrei­de, Gemüse in hoher Zahl. War es nicht Beweis genug, dass es den HERRN gab, dass die Natur solche Wunder vollbrachte?

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