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Reverend Pain: Im Wald der Verdammnis

Pete Hackett, Steve Salomo

Reverend Pain: Im Wald der Verdammnis

Band 7 der Cassiopeiapress Horror-Serie





BookRix GmbH & Co. KG
81669 München

Im Wald der Verdammnis

von Pete Hackett

nach Ideen von Steve Salomo

 

 

Ich ermahne euch, liebe Brüder,

durch die Barmherzigkeit GOTTES,

dass ihr eure Leiber begebet zum Opfer,

das da lebendig, heilig und GOTT wohlgefällig sei,

welches sei euer vernünftiger Gottesdienst.

Röm. 12,1

 

 

Es ging auf Mitternacht zu. Das Dorf lag in Finsternis. Wie ein mahnend erhobener Zeigefinder überragte der spitze Kirchturm die Häuser. Nur aus der Kneipe drang verworrener Lärm. Aus den kleinen Fenstern fiel Licht. Die Dunkelheit zwischen den Häusern war dicht, sie mutete fast stofflich und greifbar an, und sie schien Unheil zu verkünden.

Leises Säuseln erfüllte die Nacht. Auf den Wiesen rund um den Ort zirpten die Grillen. Fledermäuse zogen ihre lautlosen Bahnen durch die Finsternis auf der Jagd nach Beute.

John Fordham war auf dem Nachhauseweg. Er verspürte Beklemmung und hatte das Gefühl, beobachtet zu werden. Der Mann war leicht angetrunken und torkelte manchmal. Unser seinen Ledersohlen knirschte der feinkörnige Sand, der die Dorfstraße bedeckte.

Fordham täuschte sich nicht. Glühende Augen bohrten sich durch die Dunkelheit und starrten ihn an. Das Wesen, zu dem sie gehörten, erinnerte an eine große Echse, hatte jedoch die Gestalt eines Menschen. Ein leises Grollen stieg aus der Kehle der Kreatur. Sie war ausgeschickt worden, um Leid über das Dorf zu bringen.

Jetzt bewegte sie sich; lautlos und schattenhaft glitt der Dämon durch die Finsternis. Die klauenartigen Finger waren gekrümmt. Vom Maul tropfte Geifer.

Aus den Augenwinkeln glaubte John Fordham in der Dunkelheit eine flüchtige Bewegung wahrzunehmen. Sein Kopf zuckte herum. Zwei Glutpunkte in der Nacht. Eine Katze? Nein! Was sich ihm näherte war viel, viel größer. Fordham hielt an. Eine unsichtbare Hand schien ihn zu würgen. Er sah den Schemen. Fordhams Atem ging plötzlich stoßweise. Schlagartig wurde er nüchtern. Er wich zurück und hob beide Hände. »Nein«, flüsterte er erstickend. »Nein!« Dieses zweite nein stieg wie ein Aufschrei aus seiner Kehle.

Und dann wurde Fordham gepackt. Er wand sich in dem brutalen Griff, hatte ihm aber nichts entgegenzusetzen. Sein gellender Hilfeschrei hallte durch das Dorf und ließ den Menschen, die ihn hörten, das Blut in den Adern gefrieren. Sie bekreuzigten sich und sprachen Gebete. Das Maul der menschlichen Echse klaffte auf. Matt blinkten die gefährlichen Zähne. Fordham wimmerte nur noch und zitterte wie Espenlaub. »Herrgott, hilf …«

In seiner Not wandte er sich an GOTT, den er seit Jahren vernachlässigt und zuletzt völlig vergessen hatte. Aber der HERR erhörte sein Flehen nicht. Das Stoßgebet verhallte ungehört.

Die Kreatur zermalmte mit einem einzigen Biss Fordhams Schädel. Es krachte und knirschte. Dann warf sie sich den Toten über die Schulter und stapfte davon.

Die Kirchturmuhr schlug zwölfmal. Der letzte Glockenschlag verhallte mit geisterhaftem Geraune.

Hundert Meter hinter dem Dorf begann dichter Wald. Zwischen den Bäumen war es finster wie im Schlund der Hölle. Mit schlafwandlerischer Sicherheit schritt die Kreatur zwischen den alten Stämmen dahin.

Nach etwa einer Stunde erreichte sie eine große Lichtung. Es roch brenzlig. Ein großer Haufen Erde, aus dem Rauch stieg, befand sich in der Mitte des baumfreien Platzes, der vom Mondlicht erhellt war. Am Waldrand war eine Hütte errichtet. Durch die Ritzen in der Brettertür fiel Licht.

Es handelte sich um Robert Shermans Köhlerei. Sherman saß in der Hütte am Tisch. Die kleine Flamme des Talglichts warf düstere Schatten in sein runzliges Gesicht und spiegelte sich in seinen Augen wider.

Draußen begann ein Hund zu bellen. Die Kette, die ihn festhielt, rasselte. Sherman erhob sich, ging zur Tür und stieß sie auf. Sie knarrte in den Angeln und quietschte leise. Sherman trat nach draußen. »Still!«, fauchte er. Der Hund verstummte und winselte nur noch leise.

Die schemenhafte Gestalt, die sich näherte, nahm Formen an. Vor dem Köhler ließ der Dämon den Toten zu Boden gleiten. »Du warst also erfolgreich«, sagte Sherman zufrieden. »Prima. Du kannst dich zurückziehen. Und begib dich morgen Nacht wieder in das Dorf.«

Der Echsenmensch grunzte irgendetwas Unverständliches, dann wandte er sich um und lief davon. Im Mondlicht warf seine Gestalt einen langen Schatten. Er verschwand im Wald und verschmolz mit der Finsternis.

Der Köhler packte den Leichnam unter den Achseln und schleifte ihn in die Hütte. Dort legte er ihn auf die Bank. Er nahm das Talglicht und leuchtete in das von den furchtbaren Zähnen des Echsenmenschen entstellte Gesicht. Die Augen des Toten waren weit aufgerissen und drückten das letzte Entsetzen im Leben des Mannes aus.

Sherman hielt die Hände über den Toten und begann, Beschwörungsformeln zu murmeln. Blitze zuckten aus seinen Händen und trafen den reglosen Körper. Grünliches Licht zeichnete die Gestalt nach. Der Kopf begann sich zu verformen, die Knochen knackten und knirschten, es bildete sich eine Schnauze, die Haut überzog sich mit grünlichen Schuppen – dann war der Echsenkopf fertig. Die Lider zuckten. John Fordham war zu höllischem Leben erweckt worden. Das grüne Licht, das seinen Körper umfloss, erlosch.

»Geh zu den anderen«, stieß Sherman hervor und übertrug seine Gedanken auf den Dämon, der sich erhob, zur Tür ging und die Hütte verließ. »Du weißt, was du zu tun hast«, rief ihm Sherman hinterher.

Die Kreatur verließ die Hütte, überquerte die Lichtung und betrat den Wald. Zielsicher schritt sie voran – gelenkt von den Gedanken Shermans. Sie erreichte eine Höhle und betrat sie …

 

*

 

Reverend Pain bremste das Motorrad am Portal der Mauer ab, die den Kirchhof samt Gottesacker umgab. Er stellte die Harley auf den Ständer und reckte die breiten Schultern. Etwas schien gegen ihn zu prallen. Er spürte die bösen Impulse, die den Ort beherrschten. Wie unter einem unsichtbaren Joch schien er sich zu ducken. Es war der Hauch der Hölle, der ihn durchströmte.

Gekleidet war Pain in schwarzes Leder, sein langer, schwarzer Ledermantel fiel hinab bis zu den schweren Motocross-Stiefeln. Die Lederhose war abgewetzt und schmutzig. Er trug ein schwarzes Hemd mit einem weißen Kragen, vor seiner Brust hing ein silbernes Kruzifix.

Das Gesicht war hart und stoppelbärtig und von einem tiefen Ernst geprägt, seine Augen lagen in tiefen Höhlen. Der Blick des Reverends war stechend und bedrohlich. Die Haare waren blond und militärisch kurz geschnitten. Quer über der Brust trug er eine Art Waffengurt, angespitzte Eichenpflöcke waren in Lederschlaufen aufgereiht.

Das Lasergewehr hing auf seinem Rücken. Mit der gleißenden Energie konzentrierten Lichts konnte man Vampire töten, man konnte aber auch ein Magazin mit Explosivgeschossen einlegen.

Pain war ein Wanderer, ein Gesandter der Priesterschaft. Er fuhr auf seinem Motorrad in die Dörfer und Städte im Kampf gegen höllische Mächte, um den Hoffnungslosen die ersehnte Hoffnung zu bringen, den Ungläubigen den Glauben zurückzugeben, den Gläubigen Erbauung zu schenken, um das Wort GOTTES zu verbreiten und in den Köpfen zu manifestieren.

Die Gottlosigkeit der Menschen hatte der Macht des Satans einstmals den Weg geebnet. Die Menschen waren vom Glauben an GOTT abgefallen und jeder war sich nur noch selbst der Nächste. Es war nur noch um Geld, um Reichtum, um irdische Güter und um Macht gegangen.

Der Glaube an GOTT und seine Heerscharen, an die Dreifaltigkeit und das ewige Leben war auf der Strecke geblieben.

Satan hatte die Gunst der Stunde genutzt und mit seinen Dämonen die Herrschaft auf der Erde übernommen. Die Menschen wurden unterjocht, die Schreckensherrschaft der Hölle hatte begonnen. Die Menschheit hatte gelitten, mit den Ausgeburten der Hölle war die Armut gekommen, das Dasein war nur noch ein einziger Überlebenskampf gewesen.

Es hatte so ausgesehen, als wäre der satanischen Herrschaft nichts entgegenzusetzen. Wer Satan nicht diente, den ereilte ein schreckliches Schicksal. Werwölfe, Vampire, Zombies und die Seelen der Verdammten, die als Dämonen auf der Erde wandelten – sie straften die Menschen im Auftrag Luzifers – und die Strafen waren drakonisch.

Die Priesterschaft hatte der Herrschaft Satans ein Ende gesetzt. Doch überall auf der Welt gab es noch Dämonennester, in denen die Vasallen Satans im Verborgenen lebten, und wenn sich ihnen die Chance bot - wenn das Böse irgendwo auf dem Vormarsch war, dort, wo sich die Menschen nicht an die Gebote GOTTES hielten -, dann schlugen sie zu; brutal, unbarmherzig und unerbittlich.

Männer wie Pain hatten den Schrecken der Hölle den Todesstoß versetzt. Ihre stärkste Waffe waren ihr Glaube und das Wort des HERRN. Aber der Widerstand der Höllischen flackerte immer wieder auf und der Kampf war noch lange nicht zu Ende.

Aber die Reverends waren unermüdlich in ihrem Bemühen, die Macht der Hölle zu brechen …

Der Gottesmann durchschritt das Portal und schaute sich um. Der Hof war staubig. Auf dem Friedhof waren eingefasste Grabhügel zu sehen. Kreuze und Gedenksteine erinnerten an diejenigen, die dort ihre letzte Ruhe gefunden hatten. Eine alte Frau, ganz in schwarz gekleidet, stand vor einem der Gräber und hielt die Hände gefaltet.

Unter Pains Motorradstiefeln mahlte der Staub. Er ging in die Kirche. Im Kirchenschiff war es kühl. Beim Altar brannte rot das ewige Licht. Pain bekreuzigte sich. Zwei Menschen saßen in den Bänken. Ein Mann und eine Frau. Der Mann war jung, die Frau mochte um die fünfzig sein. Ihr Gesicht wirkte verhärmt. Der Reverend kniete vor dem Altar ab und bekreuzigte sich. »Im Namen des Vaters, und des Sohnes, und des Heiligen Geistes …«

Pain machte kehrt, verließ die Kirche und schritt zum Pfarrhaus. Am verstaubten Fenster sah er einen hellen Klecks – ein Gesicht. Er schlug mit der Faust gegen die Tür. Dumpf hallten die Schläge ins Innere. Gleich darauf ging die Tür auf. Ein alter, gebeugter Priester stand vor Pain. Sein Gesicht war faltig, die Augen waren wasserhell, die Haare lang und weiß. In den Mundwinkeln des Priesters zuckte es. In seinen Mundwinkeln hatte sich ein verhärmter Ausdruck festgesetzt.

Pain sagte: »Ich bin auf der Durchreise und müde. Kann ich mich ein paar Stunden bei Euch ausruhen, Priester?«

»Ihr seid ein Reverend«, konstatierte der Priester.

Pain nickte. »Ich bin auf der Suche nach dem Bösen, dem Gottlosen. Der HERR ist mein Schild, das Wort des HERRN mein Schwert. Meiner Feinde sind viele.«

»Kommt herein, Reverend. Natürlich könnt Ihr einige Stunden bei mir ausruhen.«

Pain folgte dem Priester ins Haus. Es roch nach Bohnerwachs und Weihrauch. In der Wohnstube hing ein großes Kruzifix an der Wand, darunter war ein Bord befestigt, auf dem eine kleine Marienstatue stand.

»Setzt euch, Reverend.« Und als Pain saß, fuhr der Pfarrer fort. »Ihr kommt zur richtigen Zeit. Bei uns geht das Böse um. Menschen verschwinden spurlos. Es ist eine Heimsuchung. Dämonen fallen nachts in den Ort ein und entführen die Bewohner. Was aus den Entführten wird, weiß ich nicht.«

»Ich habe es gleich gespürt, als diesen Ort betrat«, sagte der Reverend. »Das Böse beherrscht ihn. - Woher wisst Ihr, dass es sich um Dämonen handelt?«

»Einige Menschen haben sie gesehen. Sie besitzen die Gestalten von Menschen, ihre Köpfe sind die von Echsen. Die Augen leuchten in der Nacht wie Katzenaugen. Blutspuren führen in den nahen Wald. Einige Männer drangen in ihn ein und kamen nie zurück. Das Dorf ist in Angst erstarrt. Keiner weiß, wer der Nächste ist.«

»Gehen die Menschen hier in die Kirche?« Die Brauen des Reverends hatten sich zusammengeschoben. Über seiner Nasenwurzel hatten sich zwei steile Falten gebildet. Mit seinen Augen übte er Druck auf den Reverend aus.

»Nur wenige besuchen die Gottesdienste«, erwiderte der Priester mit monotoner Stimme. »Wie es mit ihrem Glauben an GOTT steht, weiß ich nicht. Vielleicht beten sie in ihren vier Wänden. Ich habe keine Ahnung.«

Der Reverend erhob sich. »Zeigt mir den Weg zum Wald, Priester.«

»Ich denke, Ihr seid müde.«

»Ich kann nicht schlafen, während das Böse wach ist. Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.«

»Euer Gottvertrauen ist groß, Reverend.«

»Ich werde in dem Ort eine Messe halten. Und jeden, der nicht freiwillig kommt, werde ich aus seiner Behausung holen. Wenn sie nicht von sich aus das Wort GOTTES hören wollen, werde ich sie dazu zwingen. Sie werden ihre Sünden bekennen und bereuen. Mit ihrer Gottlosigkeit ebnen sie dem Bösen den Weg.«

Die beiden Männer verließen das Pfarrhaus. Die alte Frau hatte den Friedhof verlassen. Sie gingen hinaus auf die Straße. Auf ihr ballte sich die Hitze. Die Sonne stand hoch am Himmel und verwandelte das Land in einen Glutofen. Ein heißer Wind wirbelte den Staub auf und trieb ihn vor sich her. Die Straße war wie ausgestorben. Aber an den Fenstern standen Menschen. Pain sah sie, wenn er ihre Häuser passierte. Dann erreichten sie den Ortsrand. Der Priester streckte den Arm aus. »Dort beginnt der Wald, Reverend. Wollt Ihr Euch wirklich hineinwagen?«

»Soll ich vor dem Bösen kneifen?«, kam Pains ungeduldige Gegenfrage.

Der alte Priester zog den Kopf zwischen die Schultern. »Der HERR sei mit euch.«

Pain marschierte los. Furchtlos und unerschrocken schritt er hocherhobenen Hauptes auf die Front des Waldes zu. Zwischen den alten Stämmen wucherte dichtes Unterholz. Kein Vogel zwitscherte, keine Hummel summte, kein Schmetterling flatterte durch die Luft.

»Der Wald ist verdammt!«, rief der Priester hinter Pain her.

Die Worte holten den Reverend ein. Ohne sich umzuwenden gab er laut zurück: »Die Gerechten lässt der HERR bestehen. Ich traue auf den HERRN.«

Der Priester schlug ein Kreuzzeichen. Seine Lippen bewegten sich. Er murmelte ein Gebet.

Pain bahnte sich einen Weg durch das Unterholz. Äste streiften seine Schultern und zerrten an seinem Mantel, Zweige peitschten, unter den Stiefeln des Reverends knackte es trocken. Tiefer im Wald gab es kein Unterholz mehr. Die Bäume standen dicht. Ihre Kronen filterten das Sonnenlicht. Auf dem Boden wechselten Licht und Schatten. Der Reverend schritt über einen braunen Teppich aus abgestorbenen Nadeln. Die Luft schien zu stehen.

Immer tiefer schritt Pain in den Wald hinein. Geheimnisvolles Flüstern und Raunen erfüllte die Luft. Es war, als meldeten sich die alten, längst vergangenen Stimmen dieses Landes. Pain spürte die Gefahr, die ihn erwartete, fast körperlich. Er hatte das Gewehr abgenommen und hielt es mit beiden Händen schräg vor der Brust. Manchmal blieb er stehen, um zu lauschen. Und dann sah er die Gestalt, die hinter einem dicken Baum hervortrat. Es war ein Echsenmann. Das Maul stand halb offen. Ein Fauchen stieg aus der Kehle der Kreatur. Die Kleidung, die sie trug, war zerfetzt. Der Echsenmann setzte sich in Bewegung, eine tödliche Gier in den Augen, die halb von den Lidern verdeckt wurden.

Pain hatte angehalten. Leicht nach vorne gekrümmt stand er da. Langsam nahm er das Gewehr an die Hüfte, sein Zeigefinger legte sich um den Abzug. Und dann zischte der Laserstrahl aus der Mündung. Die Kreatur wurde getroffen und regelrecht zurückgeschleudert. Sie flog gegen einen Baum und rutschte daran zu Boden.

Pain ging, das Gewehr im Anschlag, auf den Dämon zu. Und er konnte sehen, wie sich der Echsenkopf verwandelte. Die Schnauze schrumpfte, ein menschliches Gesicht formte sich, und dann schaute Pain in der Gesicht eines etwa fünfzigjährigen Mannes, das im Tode seltsam gelöst anmutete, als hätte der Mann endlich Erlösung gefunden.

Pain sicherte in die Runde. Es war nicht auszuschließen, dass sich weitere höllische Kreaturen anschlichen. Die Mündung des Gewehrs folgte seiner Blickrichtung. Die Gefahr war allgegenwärtig.

Pain entdeckte nichts. Er hängte sich das Gewehr um, dann wuchtete er sich den Toten auf die Schulter und ging mit ihm den Weg zurück, den er gekommen war. Nach einer halben Stunde erreichte er den Ort. Er legte den Toten vor der Tür des Pfarrhauses ab und ging hinein. Der Geistliche kam ihm schon im Flur entgegen. »Wen bringt Ihr mir, Reverend?«

»Seht Euch den Mann an. Vielleicht stammt er aus dem Dorf.«

Der Priester ging mit hinaus, warf einen Blick in das Gesicht des Toten, und sagte: »Das ist Morgan Olbright. Er ist vor vier Wochen spurlos verschwunden. Habt Ihr ihn getötet?«

»Er war in einen Echsenmann verwandelt«, erklärt der Reverend. »Ich tötete keinen Menschen, sondern einen Dämon. Sie hausen in dem Wald. Lass uns den Mann zu seiner Familie bringen, Priester. Und am Abend wollen wir ihm ein christliches Begräbnis bereiten. Ich will, dass jeder im Ort zu der Beerdigung kommt.«

»Ich werde von Haus zu Haus gehen«, murmelte der Priester.

Pain legte sich den Toten wieder auf die Schulter. Der Priester half ihm. Dann ging er voraus zum Haus des Toten. Es war ein ärmliches Gebäude mit eingesunkenem Dach und Fensterläden, die schief in den ...

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