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Reverend Pain: Dämonentöter

Steve Salomo

Reverend Pain: Dämonentöter

Band 1 der Horror-Serie





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Dämonen-Töter

von Steve Salomo

© by Author

(c) Digitalausgabe Alfred Bekker, CassiopeiaPress

www.AlfredBekker.de

Postmaster@AlfredBekker.de

All rights reserved

Ein CassiopeiaPress eBook

Ausgabejahr dieser Edition: 2014

 

 

 

***

AUS DER CHRONIK DER PRIESTERSCHAFT:

Am 6. Juno im Jahre des HERRN 2036 brach die Hölle über die Welt herein. Die Menschen waren gottlos geworden, in den großen Industrienationen gab es keinen Glauben mehr. Allein das Geld regierte.

Es war der Zeitpunkt, auf den die Hölle seit Anbeginn der Welt gewartet hatte. Die Zeit, da es keinen Glauben mehr gab und die Menschen ihr Herz vor GOTT verschlossen.

Die Hölle schlug zu mit all ihrer Gewalt. Dämonenhorden überrannten die Städte der Ungläubigen und nahmen die Erde in Besitz. Der Satan regierte, und seine Schergen versklavten die Menschheit.

Doch dann kam die Priesterschaft. Mutige und gottesfürchtige Männer. Mit ihren Waffen und dem Wort GOTTES drängten sie die Dämonenhorden zurück.

Noch immer gibt es jedoch überall auf der Welt Dämonen Nester. Die Priesterschaft schützt die Menschen gegen die Kreaturen der Finsternis, die noch auf der Erde verweilen. Und sie schickt ihre Reverends aus, Wanderer im Namen GOTTES, die sich den Mächten des Schreckens überall auf der Welt stellen.

Einer dieser Männer war REVEREND PAIN …

Sandy Rendall wälzte sich unruhig in ihrem Bett hin und her. Sie stöhnte. Es war ein ängstliches, furchtsames Stöhnen. Sie sah sich durch einen Wald rennen. Es war hell, und doch war es nicht Tag. Es war eine eigenartige Dämmerung, die aber nicht zwischen Tag und Nacht lag. Ein Zustand, den es in der realen Welt nicht gab. Sie fühlte sich verfolgt, sie wusste, dass er hinter ihr her war. Sie lief keuchend, mit klopfendem Herzen. Sie hatte Angst. Furchtbare Angst. Aber sie wünschte sich auch, dass er sie einholen würde. Sie sehnte sich danach, in seinen starken Armen zu liegen. Sie wünschte sich, seine warmen, zärtlichen Lippen auf den ihren zu spüren, seine verlangenden Berührungen auf ihrem Körper.

Plötzlich schreckte das sechzehnjährige Mädchen zusammen!

Vor ihr tauchte er auf, aus einem dichten, schimmernden Nebel. Eine hoch gewachsene Gestalt, gekleidet in einen langen, nachtschwarzen Umhang.

Er war alt. Viel älter sogar, als er eigentlich aussah. Und er sah sehr alt aus.

Aber vielleicht war »alt« das falsche Wort, überlegte Sandy. Weise klang in ihren Gedanken richtiger. Weise und — reif.

Er war groß, mindestens ein Meter neunzig, schlank, mit feingliedrigen Händen. Sein Gesicht hatte adlige, markante Züge, das schlohweiße Haar war streng zurückgekämmt.

Und darunter brannten Augen in einem höllischen, hypnotischen Feuer.

Dieser Blick strahlte Gefahr aus, teuflische Gier, aber auf eine merkwürdige Weise weckte er in Sandy auch ein Verlangen, das ihr Blut kochen ließ und durch ihren Körper fuhr wie glühende Lava. Ein Verlangen, das die Sechzehn jährige noch nie in ihrem jungen Leben erfahren hatte, jedenfalls noch nie so stark.

Was war das für ein Gefühl, was für ein Verlangen?

Keuchend atmete sie ein, und ihr Busen hob und senkte sich dabei.

Da streckte der Mann die Hand nach ihr aus. Komm …

Sandy zögerte, obwohl es sie Kraft kostete, diesem hypnotischen Befehl zu widerstehen, der sich in ihrem Gehirn einzubrennen schien.

»Komm!«

Der Befehl war jetzt drängender, duldete keinen Widerstand mehr.

Sandy trat auf den Unheimlichen zu …

… und erwachte mit einem lauten Keuchen auf den Lippen.

Sie lag in ihrem Bett, in ihrem Zimmer im Farmhaus ihres Vaters. Draußen herrschte stockdunkle Nacht, die plötzlich von einem grellen Blitz zerrissen wurde.

Ein Gewitter tobte draußen, kein Regen fiel, aber der Sturm heulte und pfiff, und Sandy saß aufgerichtet in ihrem Bett, den Blick auf das große Fenster gerichtet. Und jetzt sah sie auch die hoch gewachsene Gestalt, die dort draußen stand und sie mit brennenden Augen anstarrte. Im zuckenden Licht der Blitze zeichneten sich die Konturen nur als Scherenschnitt vom Sturmhimmel ab, aber Sandy wusste sofort, um wen es sich handelte.

Er war es, der alte Mann aus ihrem Traum.

Der Mann, nach dessen Küssen sie sich sehnte, nach seiner Berührung. Und nach vielem mehr.

Sie hatte trotzdem Angst vor ihm, eine unerklärliche Furcht hatte sie er griffen, die sie lähmte. Selbst wenn sie hätte aufschreien wollen, sie hätte es nicht gekonnt.

Aber sie wollte es nicht. Sie starrte in diese hypnotisch brennenden Augen, direkt in die Gefahr — und wurde von dieser Gefahr angezogen wie eine Mücke von der Flamme einer Kerze.

Komm!, hörte sie wieder den Befehl des Unheimlichen, aber er sprach ihn diesmal nicht, sie hörte ihn in ihren Gedanken, und da stand sie auf und stieg aus dem Bett, bekleidet nur mit einem dünnen Nachthemd, das ihren grazilen Körper kaum vor den Blicken des Unheimlichen verbarg.

Sie trat langsam, mit steifen, stockenden Bewegungen wie eine Mario nette, an das Fenster heran, über die knarrenden Holzbohlen, deren Kälte sie nicht spürte, obwohl sie barfuß war. Dann stand sie vor dem Fenster, sah jetzt deutlich dieses markante, strenge Gesicht der schwarzen Gestalt …

Und da öffnete sie das Fenster.

Der Wind stürmte herein, ließ ihre

Haare und das dünne Nachthemd flattern, doch auch das registrierte sie nicht.Komm …

Wieder war da der stille, lautlose Befehl des Unheimlichen, und er strecke seine Hände nach ihr aus, ergriff sie, und sie keuchte erneut auf unter seiner eiskalten Berührung, die trotz dem irgendetwas in ihr in Flammen zu setzen schien.

Dann hob er sie an, auf seine Arme, als habe ihr schlanker, mädchenhafter Körper überhaupt kein Gewicht, hob sie durchs Fenster zu sich hinaus, und es schien ihr, als würde sie in seiner Berührung und dem Flammenmeer, das diese in ihr entfachte, versinken.

Sie sah sein kaltes Gesicht. Bleich war es und undurchschaubar. Es zeigte keine Regung, kein Gefühl, und trotz dem ließ sein Anblick, seine Ausstrahlung, Sandys Herz in wilder Erregung pochen.

Sie schmiegte sich an seine Brust. Es war eine schmale, flache Brust, und doch war sie für Sandy unheimlich männlich.

Er hielt sie auf seinen Armen, dann trug er sie davon, in den tobenden Sturm hinein …

 

 

***

Seena wusste nicht, was sie aus dem Schlaf gerissen hatte. Es war wie eine unheimliche Aura gewesen, die ihren Geist berührt und sie aus den Träumen geholt hatte. Eine Aura, so böse und schwarz wie die Abgründe der Hölle selbst.

Seena erschrak. Sie hatte nie mit jemandem darüber gesprochen, es war ihr selbst unheimlich, und sie war sich auch gar nicht sicher, ob sie diese Fähigkeiten wirklich hatte oder sie sich vielleicht nur einbildete.

Aber manchmal war es ihr, als könne sie die Schwarzblütigen irgendwie fühlen, ihr Kommen, ihre Nähe. Jedes Mal, wenn sie das kleine Dorf heimsuchten, auf der Jagd nach neuen Opfern, hatte sie es irgendwie gespürt. Aber sie hatte das Grauen nie verhindern können, hatte nicht einschreiten können.

Vielleicht war es wirklich nur Einbildung. Oder Zufall.

Deshalb hatte sie geschwiegen. Sie befürchtete auch, dass man sie, wenn man ihr glauben sollte, für eine Hexe halten würde, und das würde dann ziemlich unangenehme Konsequenzen für sie haben. Die abergläubischen Dörfler würden sie wahrscheinlich auf dem Scheiterhaufen verbrennen!

Abergläubisch? echote es in ihren Gedanken wider. Was war schon abergläubisch? Jahrhunderte lang hatten Menschen, die sich für so aufgeklärt gehalten hatten, nicht mehr geglaubt an Hexen, Dämonen, Werwölfe und Vampire. Doch es gab sie. Es gab sie wirklich. Sie und die Hölle und die ewige Verdammnis. Man hatte nicht mehr dar an geglaubt, und dann hatte die Hölle zugeschlagen, die menschliche Zivilisation fast vollständig ausgelöscht, und nun lungerten sie überall auf der Erde herum, in ihren Dämonennestern und Festungen und terrorisierten die Menschen, ob unschuldig oder nicht …

Nein, auch das stimmte nicht, dachte Seena. Keiner war wirklich unschuldig. Niemand …

Sie lauschte wieder in sich hinein, verdrängte dabei das Geräusch des tobenden Sturmes draußen und versuchte etwas wahrzunehmen.

Und da war tatsächlich etwas. Eine Art Ausstrahlung, die Aura eines dunklen Wesens, da war sich Seena jetzt sicher. Es war, als streife sie ein Hauch der Hölle.

Und dann durchzuckte sie ein Gedanke, ohne dass ihr klar wurde, woher dieser kam.

Sandy!

Ihre Schwester!

Sie wusste nicht, woher diese Erkenntnis kam, aber auf einmal war ihr klar, dass ihre Schwester in Gefahr war.

»Sandy!«, schrie sie auf, dann flog die junge, 22-jährige Frau, nur bekleidet mit Slip und einen knappem Shirt, von ihrem Lager auf, rannte zur Tür, öffnete sie und trat auf den Flur des Farmhauses, der vor ihr in völliger Finsternis lag. Hier war kein Fenster, und so konnten auch die grellen Blitze des Unwetters nicht für sekundenlange Helligkeit sorgen, wenn sie draußen die Nacht zerrissen.

Seena wirbelte herum, wollte auf die Tür von Sandys Zimmer zueilen, doch dann stockte sie, tastete sich zur Eingangstür des Farmhauses und zog den mächtigen Balken fort, der die Tür verrammelte, damit die Mächte der Finsternis nicht eindringen konnten.

Draußen sprang sie der eisige Sturm an, riss ihr rabenschwarzes Haar zu rück, zerrte an ihrer spärlichen Kleidung, und eine Gänsehaut bildete sich auf ihrer zarten weißen Haut.

Aber etwas anderes als die Kälte ließ ihr das Blut in den Adern gefrieren, es war die hoch gewachsene Gestalt, die das Gelände der Farm gerade mit weiten Schritten verließ und zwischen die Bäume des Waldes tauchte, einen Kör per auf den Armen, der in ein flattern des weißes Nachthemd gehüllt war.

»Sandy!«, rief die junge Frau gegen das Fauchen des Sturms, und halb nackt, wie sie war, stürmte sie vorwärts, um ihre geliebte Schwester aus den Klauen des Unholds zu befreien. Sie war nicht bewaffnet, sie hatte keine Chance, doch daran verschwendete sie keinen Gedanken, zu sehr war sie von dem ergriffen, was sie gerade gesehen hatte.

Hartfaserige Gräser schnitten in ihre schlanken Beine, Steine bohrten sich in ihre Fußsohlen, doch sie spürte den Schmerz kaum, lief nur einfach vorwärts.

»Sandy!«

Sie kam nicht weit.

Sie wusste zunächst nicht woher, doch plötzlich tauchte direkt vor ihrem Gesicht eine dämonische Fratze auf. Glühende Augen starrten sie an, die Schnauze war die eines Tieres. Sie sah spitze Ohren, und lange Fangzähne glitzerten im Licht des Mondes, an dem die Sturmwolken vorbeijagten.

Nur flüchtig registrierte sie, dass die hässliche, abstoßende Fratze vor ihr auf dem Kopf stand, weil die Kreatur an dem mächtigen Ast einer knorrigen Eiche hing, mit dem Kopf nach unten. Es war eine riesige Fledermaus, mit borstigem Fell auf dem gekrümmten Leib.

Ihr schrilles Kreischen schnitt in Seenas Gehirn, dann griff die Kreatur an, und Seena hatte keine Möglichkeit mehr, ihr auszuweichen. Die Fänge fuhren auf den Hals der jungen Frau zu, der ungeschützt war, denn sie hatte vor Schreck den Kopf gehoben. Schon sprenkelte der faulige Speichel der Bestie ihre Haut.

Sie wollte zubeißen, sie zu einer Kreatur der Nacht machen oder ihr gar den Kopf abbeißen. Erstere war die schlimmere beider Alternativen.

Seena kam nicht mal dazu, aufzuschreien.

Aber dann löste sich die Dämonenfratze vor ihr einfach auf, verging in einer Explosion aus Flammen, Rauch und kochendem Fleisch und Blut. Der Kopf sprang förmlich auseinander, und Seena hob abwehrend die Arme, um von den hässlichen Fetzen nicht getroffen zu werden.

Sie fiel zu Boden, in das harte Gras, das ihre Haut zerschnitt, und vor ihr landete der Rumpf der Kreatur, verwandelte sich in den Körper eines Menschen und zerfiel in Sekunden zu Staub. Es war ein unbeschreiblicher, entsetzlicher Anblick, wie der menschliche Torso so rasant alterte, das Fleisch mumifizierte, verfaulte und die Knochen freigab, bis endlich nur noch Staub zurückblieb, den der Wind verwehte.

Seena würgte, fasste sich mit beiden Händen an den Hals.

»Seena!«

Es war der Ruf eines alten Mannes, der das Tosen des Sturmes nur mühsam übertönte. Sie drehte den Kopf und sah ihren Vater, wie er mit nacktem Oberkörper, nur mit Stiefeln und einer alten, von Hosenträgern gehaltenen Cordhose bekleidet, dastand. Er hielt ein Lasergewehr in den Händen, eine Waffe, die er sich selbst aus mehreren unbrauchbaren Waffen zusammengeschraubt hatte, und dessen Mündung noch rauchte.

Er war wohl geweckt worden, als Seena nach ihrer Schwester gerufen hatte, und war hinausgestürmt. Er hatte den Vampir erschossen. Mit einem gezielten Laserschuss, denn Laser war gebündeltes Licht, und Licht vernichtete die Kreaturen der Nacht.

Als Sonnenlicht war es für sie tödlich, deshalb fürchteten sie den Tag, und gebündelt als Laserstrahl tat es die gleiche verheerende Wirkung.

Ihr Vater stapfte auf sie zu, sein unrasiertes, faltiges Gesicht drückte Er staunen und Furcht aus, und seine Lippen zitterten. Er wollte eine Antwort haben, wollte wissen, was sie hier draußen tat, doch er war unfähig zu sprechen.

»Sandy«, erklärte Seena. »Sie haben Sandy geholt. Graf Orlov war hier. Er hat sich Sandy geholt.«

Ihr Vater erschrak, und fast befürchtete sie, ein Herzanfall würde ihn nun fällen. Doch er fing sich wieder. Sein Gesicht drückte unendlichen Schmerz aus. Seine Augen wurden feucht, während er stammelte: »Graf Orlov …«

Sie konnte sich nicht länger um den alten Mann kümmern, sie musste ihrer Schwester helfen, deshalb jagte sie an ihm vorbei zum Haus zurück, hastete durch den dunklen Flur auf ihr Zimmer zu, betrat es und schlüpfte in eine alte Armeehose mit großen Taschen und in ihre Stiefel. Eine Jacke anzuziehen, um sich gegen den beißenden Sturm zu schützen, daran dachte sie nicht, denn sie hatte es zu eilig. Gedanken wirbelten wild durch ihr Gehirn, sie drehte sich um und sah ihren Vater, der ihr ins Haus zurück gefolgt war und nun in der Tür zu ihrem Zimmer stand, noch immer die Waffe in der Hand.

»Gib mir das Gewehr, Vater.«

Er antwortete nicht, rührte sich auch

nicht. Seine Lippen zitterten immer noch, und ein Speichelfaden hing dar an.

»Du sollst mir das Gewehr geben, verdammt!«, schrie sie ihn an und trat auf ihn zu.

»Nein«, sagte er jetzt leise und wich einen Schritt zurück.

»Du verdammter alter Narr.« Sie riss ihm die Waffe einfach aus den Händen und überprüfte die Energiebatterie.

»Was hast du vor, Seena?«, fragte der Alte leise und verstört.

»Ich muss Sandy aus den Klauen dieses Unholds befreien, verstehst du das nicht?« Sie klang zornig, wütend.

»Graf Orlov …«, sagte er verhalten. »Er ist kein gewöhnlicher Untoter, kein gewöhnlicher Vampir. Er ist ein Vampir-Dämon, ein Wesen der Hölle. Er ist mächtig, er ist grausam.« Er packte sie plötzlich bei den Schultern und drehte sie zu sich herum. »Du kannst ihn nicht jagen, er wird dich töten. Du hast keine Chance.«

»Es geht um Sandy; alter Mann, begreifst du das nicht? Sie ist meine Schwester! Und sie ist deine Tochter.«

»Aber das bist du auch«, murmelte er. »Ich habe an diese Bestien bereits deine Mutter verloren, in dieser Nacht deine Schwester. Aber dich — dich will ich nicht auch noch verlieren. Es würde mir das Herz zerreißen. Zwei Töchter in einer einzigen Nacht …«

»Du Narr«, fauchte sie ihn an. »Du hast deine Frau verloren, ja. Meine Mutter! Als sie sie holten, hattest du auch nicht den Mut, etwas zu unternehmen. Du hast es einfach geschehen lassen. Und das willst du auch heute wieder tun? Du bist ein feiger alter Mann.«

»Graf Orlov wird bereits zurück auf seiner Burg sein«, wandte er ein, während ihm Tränen in die Augen stiegen. »Du kannst ihn nicht mehr einholen, es ist vorbei.«

Fast war es ihm, als wolle sie vor ihm ausspucken, doch dann wirbelte sie nur herum und strebte auf die Tür zu.

»Halt!«, rief er, und sie stoppte tat sächlich und wandte sich ihm noch einmal zu.

Er zog ein Kruzifix aus seiner Hosentasche, ein kleines, silbernes Kreuz, und hielt es ihr hin.

»Nimm es«, sagte er. »Es wird dich schützen. Es ist das Zeichen des HERRN, es besitzt Macht, denn das Böse kann es nicht ertragen.«

Ihre Augen funkelten wild, dann stieß sie hervor: »Es wird mich nicht schützen. Dein Gott hat die Menschen nicht beschützt, als diese Bestien die Erde überfielen. Nichts hat er unternommen, gar nichts. Er wird auch mich nicht schützen.«

»Doch«, keuchte er. »Wenn du an ihn glaubst. Hörst du, du musst glauben! Du musst GOTT vertrauen. Er war es nicht, der das Böse in die Welt ließ, es waren die Menschen selbst.«

Sie warf ihm einen abfälligen Blick zu, auch dem Kreuz in seiner Hand, dann wandte sie sich ab und ging.

»Du musst glauben!«, rief der alte Mann hinter ihr her. »Glauben, hörst du?«

Doch sie war schon fort, und zurück blieb der Alte, ergriffen von der Angst, jetzt ganz allein zu sein.

Alles hatte er verloren, diese Nacht würde ihm auch das Letzte nehmen.

Ahnte Seena denn nicht, wie sehr er sie liebte?

Er sank zu Boden, er weinte.

Und er begann zu beten …

 

 

***

 

Der Angriff erfolgte schnell und unerwartet.

Seena Rendall hatte sich auf das kleine Motorrad geschwungen, das zur Farm ihres Vaters gehörte, hatte das Lasergewehr so auf die Lenkstange gelegt, dass sie nach Möglichkeit auch beim Fahren einigermaßen damit schießen konnte, und war in die tiefe Nacht gebraust.

Sie fuhr nicht quer durch den Wald, sie nahm die kleine, schmale Straße, die mehr ein Trampelpfad war, aber immer hin besser als gar ...

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