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Reise ins Land der Monster

Jeden Tag kam das Brüllen der Motorsägen näher. Am Anfang war es nur ein fernes Grollen gewesen, ein Gewitter, das der Wind in Wellen herantrug. Als es lauter und immer lauter wurde, sandte man Späher aus. Sie berichteten von gelben, stinkenden Monstern, die sich wie ungeheure Kaimane in den Wald hineinfraßen, auf ihrem Weg alles niederwalzten und eine staubige Spur der Verwüstung hinterließen.

Die Ältesten rieten die Siedlung zu verlassen und sich tiefer in den Wald zurückzuziehen. Wenige Wochen später, als die neuen Hütten fertig waren, entdeckten Jäger des Stammes, dass die alles verschlingende Schlange aus Staub schon tief in ihre Jagdgründe eingedrungen war und sich unaufhaltsam ihrer neuen Siedlung näherte.

Sie hielten Rat und die Männer des Stammes machten sich auf die gelben Ungeheuer zu töten, die ihrer aller Mutter die Haut vom Leibe rissen. Sie folgten dem Krachen der stürzenden Baumriesen und erreichen nach wenigen Stunden den Kopf der Schlange. Lange bevor sie die Monster erblickten, rochen sie ihren stinkenden Atem, der wie ein bläulicher Nebel durch die Bäume drang.

Sie machten ihre Bogen schussbereit und stürmten schreiend auf die Monster zu. Sie schossen, aber ihre Pfeile prallten wirkungslos an der gelben, gepanzerten Haut ab. Als einer von ihnen mit erhobenem Speer auf eines der Ungeheuer zulief, knallte es und er fiel um. Zwei Jäger liefen los um ihn zu retten, aber auch sie wurden wie von einer unsichtbaren Hand zu Boden geworfen und blieben bewegungslos liegen.

Die anderen zogen sich zurück. Sie warteten bis die Monster zu brüllen aufhörten und als es dunkel war, schlichen sie zu der Stelle, wo die drei gefallen waren. Sie fanden sie nicht. Der Boden, auf dem sie gelegen hatten, war von den tiefen Spuren der Monster zerfurcht. Nur an einer Stelle entdeckten sie im Licht des Mondes ein Büschel blutverkrusteter Haare.

Sie machten sich auf den Rückweg und in ihren Augen stand das Entsetzen vor dem, was sie gesehen hatten.

Als sie der Ratsversammlung berichteten, wurde es still. Aus den Hütten hörte man das Klagen der Frauen, die ihre Männer verloren hatten.

Es wurde beschlossen drei Männer auszuschicken, die die Monster beobachten sollten. Ihre Aufgabe war es herauszufinden, ob die Feinde verwundbar waren.

Einige Tage später kehrten sie zurück und erzählten, dass die Ungeheuer von menschenähnlichen Wesen geweckt wurden und abends einschliefen, worauf diese aus ihnen heraus kletterten. Die Nacht verbrachten sie in Hütten. Einige hatten armlange Rohre, die sie immer bei sich trugen. Einmal hatten sie gesehen, wie es daraus knallte und ein Affe tot aus den Bäumen fiel.

Menschenähnliche Wesen saßen auch in den riesigen rollenden Körben, auf die sie die gestürzten Bäume warfen und auf der staubigen Schlange wegtrugen.

Mehrmals hatten sie auch gesehen, dass die menschenähnlichen Wesen aus den gelben Monstern herunter stiegen ohne dass diese zu brüllen aufhörten. Aber nie hatten sie beobachtet, dass diese sich ohne jene in Bewegung setzten. Daraus schlossen sie, dass die Gefahr eher von den Wesen ausging als von den gepanzerten Ungeheuern.

Eines Nachts hatten sie sich zu diesen geschlichen und ihre gepanzerte Haut berührt, ohne dass sie aufgewacht waren.

Die Ratsversammlung beschloss die Jäger erneut auszuschicken. Sie sollten versuchen die feindlichen Wesen nachts zu überraschen und so viele wie möglich zu töten.

Als sie das Lager erreichten, wurde es dunkel. Sie warteten bis der Lärm der Feinde verstummt war und schlichen lautlos mit schussbereiten Bogen zu den Hütten, die vom Schein einer kleinen Sonne beleuchtet waren.

Vor jeder der Hütten stand ein Mann mit einem kurzen Rohr und hielt Wache.

Sie beratschlagten was zu tun war. Wenn sie alle gleichzeitig ihre Pfeile abschossen, sollte es möglich sein, die drei Wachen zu töten, in die Hütten einzudringen und die schlafenden Feinde zu überraschen.

Auf ein Zeichen schossen sie. Zwei Männer fielen lautlos von mehreren Pfeilen getroffen. Der dritte schrie verletzt auf und sie sahen das Feuer, das in mehreren Stößen mit lautem Knallen aus seinem Rohr kam.

Einer von ihnen war getroffen.

Aus den Hütten drang Schreien. Männer stürzten heraus und begannen aus mehreren Rohren gleichzeitig zu feuern.

Sie packten den verletzten Jäger und zogen sich rückwärts kriechend in den Wald zurück. Als sie in sicherer Entfernung waren, verbanden sie seine Schulterwunde mit Baumbast und kehrten zu ihren Hütten zurück.

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