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Raumchaoten Buchreihe Band 1

Danksagungen

Um dieses Buch fertigzustellen brauchte es nicht nur einige Bleistifte, Kugelschreiber, manches Blatt Papier und abgenutzte Tastaturbuchstaben, sondern vor allem die Unterstützung einiger Menschen. Manche haben mich einfach dadurch inspiriert, dass ich an sie gedacht habe. Andere haben mich immer wieder ermutigt, kreativ zu sein.

Vor allem meinem Sohn Kevin, mit dem ich früher schon im Kinderzimmer zum Mars geflogen bin, danke ich dafür, dass ich immer kindisch verrückt sein durfte.

Mein ganz besonderer Dank aber gilt meiner Lebensgefährtin Britta Daniel-Tonn. Sie hat mich aus einem tristen Leben in den Pool der Verrücktheiten und Lebensfreude geworfen. Sie ermutigt mich immer wieder, kreativ zu sein, jung zu bleiben und dieses Buch endlich fertigzustellen.

Danke Britta, dass Du jeden Tag mein Leben erfüllst, manchmal umrührst, aber immer bereicherst. Danke auch, dass Du das Lektorat übernommen hast. Ich komma auf´n Punkt:

Schön, an Deiner Seite so verrückt sein zu dürfen!

Vorwort

Liebe Leserin, lieber Leser dieses Büchleins. Seit ich Kind war, faszinieren mich Weltraumabenteuer. Als Neunjähriger durfte ich live im Schwarz/weiß TV die Mondlandung mitverfolgen. Ein Erlebnis, dass mich und meine Fantasie bis heute begleitet. In meinen Berufen als Raumausstatter, Werbetechniker, Prüfer für Luftfahrttechnisches Gerät und Kaufmann für Bürokommunikation war ich immer auf den Füßen der Realität unterwegs. Eine Augenerkrankung warf mich 2002 allerdings in eine andere Realität mit ungewisser Zukunft. Meine Lust zu designen, zu zeichnen zu malen und zu schreiben, hat es mir aber nicht nehmen können. Nach monatelangem Mobilitätstraining in einem Berufsförderungswerk für Sehbehinderte, einer Psychotherapie, um mit der neuen Situation leben zu lernen und einer Umschulung zum Kaufmann, begann ich wieder kreativ zu werden. In meinen Gedanken war die Flucht ins All immer eine willkommene Reise aus der Realität heraus, die mich diese Zeit hat überstehen lassen. Meine 1981 geborene Tochter hat die Liebe zum Zeichnen übernommen, mein 2000 geborener Sohn die Begeisterung fürs All. Er ist auf dem Weg, Raumfahrttechnik zu studieren. 2015 lernte ich meine derzeitige Lebensgefährtin Britta über Facebook kennen. Meine dort veröffentlichten Bilder interessierten sie und so begann ich aus dem Bauch heraus für ihre „Rattenfänger Geschichte“ zu zeichnen. Im Dezember 2016 begegneten wir uns das erste Mal persönlich, bei einer von ihr gestalteten Märchenlesung. 2017 zogen wir aus eher pragmatischen Gründen zusammen. Die Umstände zu erklären, würden ein eigenes Buch füllen. Mittlerweile haben wir uns lieben gelernt und wohnen zusammen in einem Haus, das von vielfältiger Kreativität geprägt ist. Gemeinsam bilden wir ein kreatives Team im GOLDRATTE CHARITY DESIGN Label. Mit unseren selbst kreierten Produkten und mit Designs von Künstlern aus aller Welt, unterstützen wir soziale Projekte, wie z. B. ein Waisenhaus auf Haiti, dem ärmsten Land der westlichen Hemisphäre. Meine Gefährtin, Britta Daniel-Tonn, ist ebenfalls Autorin und hat in „GRIMMS-NEUE-MÄRCHEN 2.0“ alte Märchen Gewaltfrei, Kinder- und Tierfreundlich neu erzählt. Das Neue, „GRIMMS-NEUE-MÄRCHEN 3.0“, wird nun von mir illustriert. Sie hat mich von Anfang an ermutigt, meiner Kreativität freien Lauf zu lassen, zu träumen und den Blick in andere Realitäten zu wagen und meine Geschichten zu veröffentlichen. In diesem Buch beginnen nun die mit teilweise derbem Humor erzählten Abenteuer des Frachterkapitäns Tim Hintermoser und seiner teils skurrilen Mitstreiter. Es wäre mir eine große Freude, Ihnen mit dieser Fortsetzungsgeschichte eine amüsante Kurzweil zu bescheren. Lassen Sie sich entführen in eine fiktive, nicht ganz ernst zu nehmende Zukunft, gespickt mit Humor und illustren Charakteren. Vielleicht kommt Ihnen der/die eine oder andere sogar bekannt vor. Eine Ähnlichkeit mit lebenden Personen ist allerdings keinesfalls beabsichtigt.

Viel Vergnügen

Bernd Plöger, im Mai 2020

Kapitel

1 Ungebetener Besuch

2 Der erste Angriff

3 Der alte Pott hats drauf

4 Kurts genialer Einfall

5 Endlich auf Gully Sieben

6 Eingesperrt

7 Biodiesels List

8 Die Flucht

9 An Bord der Freiheitskämpfer

Ungebetener Besuch

Er hing schon wieder mit der Hand im Kabelsalat hinter der geöffneten Schalttafel fest. „Scheiße! “ Er sah nicht, was seine Hand gerade tat, oder was sie ertastete. Dennoch versuchte er, mittlerweile schon einem Herzinfarkt nahe, den vom Kabelschuh gerutschten Draht wieder an seinem zugedachten Platz zu befestigen, ohne den die Kabinendruckanzeige im Hauptmenü falsche Werte lieferte. „Verdammte Scheiße!“ Zwei kleine Stromschläge und ein paar Kratzer auf der Hand weiter und er hatte es endlich geschafft. Zum dritten Mal heute. „Die Gentechnik schafft es heutzutage sogar, dass Mülleimer fliegen können! “, fluchte der völlig entnervte Tim vor sich hin. Er ging zu einer Art Kaffeeautomat und bestellte per Stimmenindikator Baccardi-Cola. Rülpsend spuckte der Apparat eine Flüssigkeit in einen Pappbecher, deren Aussehen aus Pietätsgründen hier nicht näher beschrieben werden soll. Er dankte dem Blechkellner mit einem Gegenrülpser und warf sich mit dem Drink in der Hand in den quietschenden, ausgeleierten Kommandosessel. Mit einem lauten Knall löste sich die Gasdruckfeder im Sitz und Tim schoss zehn Zentimeter in die Höhe. Seine verblichene, ehemals braune Lederhose bediente sich kräftig an seinem Getränk. Scheiße, hatte er die Schnauze voll heute. Selbst zum Fluchen hatte er keine Lust mehr. Der alte Raumfrachter aus zweiter Hand (Tim Hintermoser hatte das Schiff aus dem Fundus einer aufgelösten Armee günstig ersteigert), der eigentlich für acht Mann Besatzung gedacht, jetzt aber nur von ihm und Kurt, seinem Techniker, besetzt war, dümpelte nun schon seit sechzehn Jahren zwischen Erde und Mars hin und her. Dreitausend Tonnen Erz im Dreimonats Rhythmus. Tim drückte auf den Knopf des Interkom. „ Rülps,… Kurt, du alte Saufnase, wo steckst du schon wieder?“ „ Hinter dir“! Der kauzige Kapitän erschrak so sehr, dass sich nun auch der Rest aus seinem Pappbecher verabschiedete. Kurt, zweiundvierzig Jahre alt, hatte meist den Blick eines Dackels im Delirium, aber jetzt musste sogar er grinsen. Leise, versteht sich, wer blamiert schon gerne seinen Chef. Tim brachte nur: „ Schei…. Schei…Schhhhh.“ hervor, worauf Kurt artig „ Gesundheit!“antwortete. Ohne sich der Situation oder einem blöd glotzenden Kurt Kaschumke zu stellen, verließ Kapitän Tim Hintermoser (dessen Eltern aus Bayern stammten) die Brücke, um sich in seinem Quartier vollaufen zu lassen. Eigentlich war dies ein Tag wie jeder andere. Jeder verdammte Tag in dieser durchs All trullernden Blechdose war durch kleine bis mittlere Katastrophen geprägt. Wenn nicht gerade mal wieder das Schiff kurz vor der Explosion stand, waren Kurt oder er die Opfer der, wie auch immer zustande kommenden, Attacken. Ein Rülpser vor seiner Kabine ließ die Tür zur Seite gleiten. Er war mächtig stolz darauf, den Bordcomputer auf seine ureigene Art programmiert zu haben. Ein kurzer Furz im Innern und die Tür glitt wieder zu. Das Licht ging automatisch an, das Barfach in der Wand über dem Bett öffnete sich und eine mechanische, weiblich klingende Stimme säuselte: „Piss nicht wieder daneben, wenn du nachher wieder voll bist, alter Sack!"

Tim grinste. Das war seine Hommage an die moderne Technik. Tim dachte wie so oft an die Worte seines Vaters, der ihn immer eindringlich davor gewarnt hatte, in die Raumfahrt zu gehen. „Vielleicht hatte der alte Bazi doch Recht“, dachte Tim. Aber was hätte er werden sollen auf dem bekifften, durchs All eiernden Erdball? Vielleicht Wärter im Hofbräuhausmuseum? „Ach Scheiße, hier oben habe ich wenigstens nachts im Vollrausch meine Ruhe“. Tim hatte den letzten Gedanken kaum zu Ende gedacht, als ein fürchterlicher Schlag das ganze alte Schiff erschütterte. Die weibliche Computerstimme kündigte sich wie programmiert mit einem Rülpser an „Achtung, alte Kanalratte von Kapitän, Hüllenperforation in Deck 7 hinter der Scheißhausabteilung. Fremdkörper verschließt Hüllenbruch, Leckreparaturroboter latscht bereits zum Unfallort“. Tim stand senkrecht. Er hatte vielleicht doch etwas bei der Computerprogrammierung übertrieben. „Was für ein Fremdkörper steckt in unserer Blechschachtel, verdammter Dreck?“ „Nein Cheffchen, kein Dreck, ein pottaschianisches Kleinstshuttle mit einer Lebensform an Bord.“ „Wie bitte?“, brüllte Tim, „was für eine Lebensform?“ „Schätze weiblich“, säuselte die Computerstimme, „sind Titten dran.“ „Das fehlte noch! Bewaffnet?“ „Leichter Ballermann, kaum tödlich.“ Tim rülpste und furzte sich aus seiner Kabine. Ja, er musste doch etwas an der Programmierung ändern. Ein grünes Lauflicht in Augenhöhe an der rechten Gangwand wies ihm den Weg zur Unglücksstelle. „Kacke, ne Tussi vom Planeten Pottasche“, fluchte Tim auf dem Weg zum Unfallort. Das war genau das, was er jetzt am wenigsten gebrauchen konnte. Die Pottaschianer waren ein pingeliges Völkchen. Er sah sich schon mit Schürze und Staubwedel durch seine Kabine flitzen, während die Pottaschianerin peinlichst darauf achtete, dass er ja keine Ecke ausließ. Er konnte sich in den nächsten drei Wochen keinen Umweg erlauben, um die Alte wieder loszuwerden. „Na, der reiß ich erst mal gewaltig den Arsch auf“. Als Tim in den Gang einbog in dem das Shuttle aus der Decke baumelte, war Kurt schon damit beschäftigt, der Pilotin aus dem Cockpit zu helfen, wobei die Gute sichtlich die Nase über den feinen Geruch ihres Helfers rümpfte. „Lass sie fallen!“, brüllte Tim, wütend darüber, dass er wieder mal hinterherhinkte. Die Shuttle Pilotin stand mittlerweile auf ihren Füßen und strich sich ihre schneeweißen, langen Haare glatt. In ihrem hautengen, grünen Overall sah sie aus wie eine Stange Porree. Zugegeben, wie eine hübsche Stange Porree. Tim suchte unbewusst mit seinen müden Augen krampfhaft nach den Titten, von denen der Bordcomputer gesprochen hatte, aber die waren wohl gut verschnürt. Na ja, in dem winzigen Shuttle war auch wirklich wenig Platz. „Kurt, du hast genug Charme verspritzt, hau ab an deinen Arbeitsplatz“, knurrte Tim sauer. Wieso war Kurt immer schneller am Ort eines Geschehens als er? Er war doch der Chef hier! „Lady, kann ich erfahren, wieso Sie meine Mülltonne anbohren ohne sich vorher anzumelden?“ Die Pottaschianerin sah ihn etwas verdutzt an. „Verzeihung Sir“, heuchelte Sie, „mein Name ist Else van Kloppen, Vorsitzende der pottaschianischen Freiheitsbewegung. Leider hatte ich keine Gelegenheit, Sie über meinen Besuch zu informieren. Darf ich wissen wer Sie sind, verehrter Herr?“ War die Tussi einfach nur höflich, oder wollte sie ihn verarschen? „Verehrter Herr“, das hatte er ja im Leben noch nicht gehört. „Ich bin kein geringerer als Tim Hintermoser, Kommandant dieses beeindruckenden Raumfrachters und Vorsitzender der fähigsten Crew dieser Galaxis“. Tim klemmte die Daumen hinter seinen Gürtel, warf sich in die Brust und grinste selbstgefällig sein Gegenüber an. „Ach“, grinste Else zurück, „Dann war der zuvorkommende, gut aussehende Gentleman eben wohl Ihr erster Offizier?“ Gerade als Tim verärgert losfluchen wollte, rumpelte klappernd und scheppernd der Reparaturroboter den Gang entlang. Tim drehte auf dem Absatz um und ging. „Folgen Sie mir in die Messe“, brummelte er der Pottaschianerin im Gehen zu. Nachdem Tim sich und seine unfreiwillige Begleiterin in die Messe gerülpst und gefurzt und ihr Platz angeboten hatte, zog er zwei, wie er sie nannte, leichte Drinks aus dem Automaten. Wohl wissend, dass schon ein Schlückchen davon jeder Frau die Nylons kräuseln ließ. Else von Kloppen bedankte sich, noch entrüstet über die Art der Türsteuerung, setzte das Glas an und leerte es in einem Zug. Sie lächelte selig und Tim fiel die Kinnlade herunter. Trotzdem sagte er kein Wort, hatte sie ihn doch gerade so richtig vorgeführt. Er ließ sich nichts weiter anmerken. Tim setzte sich zu Else an den Tisch. „Nun erzähl mal Mädchen, warum sitzt du jetzt an meinem Tisch? Hat bei deinem Bollerwagen die Lenkung versagt?&

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