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Räuber

Räuber

Kurzbeschreibung:

 

 Malte ist überall beliebt, weil er so unglaublich süß aussieht. War er früher noch genervt davon, dass man ihn nur auf sein Aussehen reduziert, hat er heute gelernt, das für sich auszunutzen. Er bekommt fast jeden Mann - wann er will und wo er will. Dabei bleibt allerdings jegliches Gefühl auf der Strecke.

Aber das scheint Malte nicht im geringsten zu stören oder redet er sich das nur ein?

 

 


 ** Bonusgeschichte zu Charlies Welt Band 2: Kaito. Kann jedoch unabhängig davon gelesen werden. **

 

Kapitel 1

In meiner Tasche brummt bereits zum x-ten Mal der Vibrationsalarm meines Handys. Es wäre besser gewesen, wenn ich es ganz ausgeschaltet hätte. Es ist Freitagvormittag und die meisten Nachrichten sind von meinen ‚Freunden’, die ich zwar so nenne, aber die diese Bezeichnung nicht wirklich verdienen. Es sind eher Bekannte, mit denen ich auf die Piste und danach auch gelegentlich ins Bett gehe. An Angeboten mangelt es nie, denn ich bin unglaublich süß. Früher hasste ich es, wenn man mich so bezeichnet hat, doch ich habe schnell gelernt, diesen Umstand für mich auszunutzen. Mir schlägt man beim Sex kaum einen Wunsch ab und es ist egal ob ich mit einem schüchternen Twink, dem knallharten Geschäftsmann oder auch dem muskelbepackten Macho nach Hause gehe. Sie halten mir ihren Arsch entgegen oder versenken sich ehrfürchtig in mir. Je nachdem, wonach mir gerade der Sinn steht.

 

Es gibt nur zwei Regeln, von denen ich niemals abweiche. Die erste lautet, dass keiner von ihnen meine Wohnung betritt und die zweite - ich werde mich auf keinen Fall in sie verlieben.

Beide Regeln sind leicht einzuhalten, da es den meisten egal ist, wo sie mit mir ficken. Hauptsache ich lasse sie ran und dass es sich nur um lockeren Spaß handelt, das wiederhole ich gerne so oft, bis es auch der Letzte von ihnen versteht.

 

Warum ich so bin, wie ich bin und ob ich ein Kindheitstrauma hatte? Nein, das hatte ich nicht - ganz im Gegenteil. Vor einundzwanzig Jahren wurde ich in einem kleinen Dorf in der Nähe von Köln geboren. Meine Eltern ließen mich auf die Namen ‚Malte Marvin’ taufen, weil ich ein so süßes Baby war, das eben einen besonderen Namen verdiente. So heiße ich also noch heute: Malte Marvin Messerschmied. Aus den hellblonden, wurden bald leuchtend rote und dann später kupferfarbene Haare. Meine Wangen sind seit frühster Kindheit mit kleinen Sommersprossen übersäht und die großen, grauen Augen umrahmen lange Wimpern. Meine Nase ist schmal und gerade, die Lippen sind voll und geschwungen. Diese Kombination ergibt den Inbegriff von ‚süß’!

Auch wenn die Menschen immer behaupten, dass es hauptsächlich die inneren Werte sind die zählen, umgeben sie sich doch äußerst gern mit hübschen Artgenossen.

 

Bereits im Kindergarten wollte jeder mein Freund sein, dabei gab es für mich nur einen Jungen, den ich wirklich mochte. Kai war größer und breiter als ich, schaute immer sehr düster und hielt mich für einen blöden Schönling. Ich bekam öfters eine von ihm gelangt, aber meistens übersah er mich einfach. Endlich jemand, den ich nicht mit meinem Gesicht beeindrucken konnte.

Leider bekam ich keine Chance, ihm eine andere Seite von mir zu zeigen, denn immer wenn ich versuchte, mich ihm zu nähern, hielt mich mein Fanclub davon ab. Eines Tages kam er nicht mehr und als ich die Erzieherin nach ihm fragte, strich sie mir über den Kopf und sagte: „Du musst dir keine Sorgen machen, Kai wird dich nicht mehr ärgern. Er ist weggezogen.“

Bei dem gerührten Gesichtsausdruck, den sie mir in dem Glauben schenkte, dass ich nun erleichtert wäre, hätte ich ihr am liebsten in die Hand gebissen. Missmutig drehte ich mich um und ließ sie stehen.

 

In der Schule wurde es nicht besser. Nie war ich sicher, ob man mich wegen meiner selbst oder nur wegen meinem Aussehen mochte. Ein paar Jahre später begannen mich die Mädchen auf einmal verklärt anzusehen oder sie kicherten, wenn ich an ihnen vorbeiging. Dadurch wurde ich plötzlich auch für die Jungs interessant, denn die erhofften sich durch mich bessere Chancen bei den Mädels. Als meine Freunde wurden sie natürlich mit mir zusammen zu allen Geburtstagsfeiern und später zu den Partys eingeladen.

 

Meine Eltern waren stolz auf mich, egal was ich tat, aber anstelle den Nachbarn zu sagen, wie gut meine letzte Mathearbeit war, hörte ich meistens den gleichen Satz: „Er ist ein lieber Junge und so hübsch. Finden sie nicht auch?“ Man sollte meinen, dass die Leute von den Lobeshymnen auf einen fremden Spross genervt sein würden, aber weit gefehlt. Sie gaben meinen Eltern einstimmig recht, was diese noch darin bestärkte mit dem Schmus um das gute Aussehen ihres Sohnes weiterzumachen.

 

Die einzige Person, die mich auf jeden Fall um meiner selbst willen liebt, ist mein Opa. Ihm ist es völlig egal, wie ich aussehe und die Oberflächlichkeit seines Sohnes sowie seiner Schwiegertochter geht ihm genauso auf die Nerven wie mir. Mein Opa arbeitet bereits, solange ich denken kann, im Kölner Zoo. Er ist dort für das Urwaldhaus zuständig und kümmert sich um mehrere Affenarten. Ich konnte kaum laufen, da half ich ihm bereits beim Füttern der Tiere und als Teenager verbrachte ich fast meine ganzen Ferien dort. Seit dieser Zeit habe ich eine kostenlose Dauerkarte und kann den Zoo besuchen, so oft ich möchte. Durch mein Studium habe ich nicht mehr soviel Zeit, aber wenn ich meine Ruhe brauche, mir alles zu viel wird, dann streife ich durch die Zooanlage, um den Kopf wieder frei zu ...

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