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R.I.P., Marion

R.I.P., Marion

 

 

R.I.P,

Marion!

 

Mysterythriller

 

von

 

ALFRED J. SCHINDLER

 

 

 

 

Vorwort

 

 

Es war in einer dieser stockfinsteren Nächte. Der Mond hatte sich hinter dichten Regenwolken versteckt und ich lag in meinem Bett und konnte nicht einschlafen. Es war schon weit nach Mitternacht, denn ich hatte lange in den Fernsehapparat geschaut. Dunkelheit umgab mich.

 

Siedend heiß fällt mir ein: Heute vor sieben Jahren verunglückte meine geliebte Ehefrau Marion mit unseren beiden kleinen Zwillingssöhnen Albert und Alfons tödlich. Sie war mit unserem bärenstarken BMW mit Tempo 140 km/h auf der Landstraße am helllichten Tag bei trockenem Straßenbelag gegen einen Baum gerast, der am Straßenrand stand. Insgeheim konnte ich ihr nicht verzeihen, dass sie so schnell gefahren war, denn es hatte dafür nicht den geringsten Grund gegeben. Sie war mit den Jungen in der Stadt gewesen und sie hatten im großen Einkaufszentrum für die ganze Woche eingekauft. Eine Zeugin, die von Marion kurz vor dem schrecklichen Unfall überholt wurde, sagte bei der Polizei aus, dass kein Fahrzeug entgegengekommen war. Geschweige denn auf Marions Spur. Warum hatte sie es so eilig gehabt? Oder war es Absicht? Wollte sie sich umbringen? Aber dann hätte sie doch die Jungen nicht mitgenommen! Ich denke zurück an die glückliche Zeit vor dem Unfall und muss mir die Tränen zurückhalten.

 

Die Wunde ist offen.

Sie will nicht verheilen…

 

Wir führten eine glückliche, ausgeglichene Ehe und wir hatten im Grunde genommen keinerlei Sorgen. Albert und Alfons waren schon in der 1. Klasse der Grundschule von Kreuzstein gewesen.

 

Ich schwelge – wie so oft – in Erinnerungen…

 

Plötzlich geschieht etwas, was mich ungeheuer erschreckt. Die Atmosphäre im Zimmer verändert sich spürbar. Es scheint, als ob der Raum unter Strom stehen würde. Seltsam, unerklärlich und sehr beunruhigend. Und dann passiert es: Eine kalte Hand berührt mein Gesicht und ich schreie vor Entsetzen auf. Ich halte den Atem an und warte auf eine weitere Berührung. Jedoch es folgt keine. Es war nur eine einzige, kurze Berührung, und ich bin mir absolut sicher, dass es sich um eine menschliche Hand handelte.

 

Um Marions Hand.

 

 

 

 

 

Warum ich mir so sicher bin, dass es sich um Marions Hand handelte? Ich kann es nicht erklären, aber genauso berührte sie mich, als sie noch lebte. Zart, (damals) warm und flüchtig. Aber deutlich spürbar. Diese Hand war zwar kalt, eiskalt, aber dennoch war es Marions Hand. Es war nur eine Geste, aber sie drückte so Vieles aus: Zuneigung, ich liebe dich – ohne Worte. Das war Marion.

 

Ich traue mich nicht, mich zu bewegen. War es tatsächlich Marions Hand oder bildete ich es mir nur ein? Schlief ich doch schon, oder bin ich noch wach? Ich bin eindeutig wach.

 

Hellwach!

 

Ich mache mit zitternden Fingern die kleine Nachttischlampe an und schaue mich vorsichtig um. Das Zimmer ist natürlich leer, wie ich es erwartet hatte. Hatte ich wirklich erwartet, dass es leer ist? Ich bin mir da nicht so sicher!

 

Ich versuche, einzuschlafen, aber es gelingt mir nicht. Hellwach liege ich in meinem Bett und warte unbewusst auf etwas Ungewöhnliches. Auf eine weitere, unsichtbare Berührung. Oder auf eine Erscheinung? Die Stunden ziehen sich hin und so manches geht durch meinen Kopf. Ich frage mich erneut, warum Marion damals so schnell gefahren war. War sie von den Jungen abgelenkt? Wenn ja, war dies aber kein Grund, so zu rasen. Ich werde es wohl nie erfahren, warum der schreckliche Unfall passiert war. Diese Ungewissheit bohrt seit sieben Jahren in meiner Seele.

 

Sie lässt mir keine Ruhe.

 

Es wird schon Morgen. Ich fühle mich ausgelaugt und hundemüde. Die Vergangenheit bohrt in mir. Die Berührung dieser unsichtbaren Hand macht mir schwer zu schaffen. An Geister glaube ich nicht. Also, was sollte das bedeuten? Wie kann es möglich sein, dass ich eine Berührung spürte?

 

Langsam streife ich die dünne Decke ab und steige aus dem Ehebett. Ich fühle mich unsicher. Es handelt sich immer noch um unser altes Doppelbett, das ich mit Marion teilte. Ich gehe langsam durch den düsteren Raum und ziehe die Vorhänge auf. Die Sonne wirft ihre ersten Strahlen in mein Zimmer. Es ist Mitte August und ich habe Urlaub. Ich blicke durchs Fenster in meinen Garten und sehe einen kleinen Hasen, der mich überrascht anblickt.

 

„Na, du Kleiner!

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