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Quanten-Bewusstheit

Michelle Haintz

Quanten-Bewusstheit

„NEIN sagen“ lernen mit der
2-Punkte-Methode

Authentizität mit der
Kraft der Quanten-Welle

Mein innigst geliebter Mucka,
dieses Buch sei Dir gewidmet!

Es ist mein/unser erstes Buch,
das ich Dir nicht mehr zeigen kann,
das Du nicht mehr mit leuchtenden Augen in Deinen Händen halten,
auf das Du nicht mehr stolz sein kannst –
Du bist über die Regenbogenbrücke gegangen
und Du fehlst so sehr –
gerade angesichts der Herausgabe eines neuen Buches …

Aber es sei mir ein kleiner Trost,
dass Du dieses Wort-Kind unter Deine Fittiche nehmen
und in die Welt begleiten wirst!

Du lebst in jedem meiner Worte weiter,
Du lebst in unser aller Herzen weiter,
Du lebst!!!

ICH LIEBE DICH

Dieses Buch will und kann keine ärztliche Diagnose und Therapie ersetzen. Die Empfehlungen, die Sie hier finden, sind vom Verfasser mehrfach erprobt und für wirksam befunden worden, jedoch kann keine Garantie für ihre Wirksamkeit übernommen werden! So ist eine Haftung für irgendwelche Schäden ausgeschlossen, und weder Verlag noch Verfasser können für die Folgen, die aus der praktischen Anwendung oder dem Missbrauch der in diesem Buch enthaltenen Hinweise entstehen können, verantwortlich gemacht werden!

Inhalt

Vorwort von Dr. Waitzer

Vorwort von Michelle Haintz

Gedanken zur Einstimmung

Theoretische Grundlagen

Bewusstheit versus Bewusstsein

Quanten-Bewusstheit

Meine Version der 2-Punkte-Methode

Die Quanten-Welle

Praktische Umsetzung

Wahl der Position

Wege in die Quanten-Bewusstheit

Zusammenfassung

Wer Weg ist das Ziel

Der Weg vom A zum B

Ja und Nein – zwei Schwingungen

Das Ja und das Nein

Ja und Nein fühlen

Ja und Nein als zwei Pole

Entstehungsgeschichte dieses „Sprachfehlers“

Hirnphysiologische Ursachen

Woher kommt dieser „Sprachfehler“?

Mein erstes Nein identifizieren … und annehmen!

Authentizität im Mich-selbst-leben

Authentizität

Masken- und Rollen-Spiele

Ambivalenzen

Die Ich-Sonne

Die Masken fallen lassen

„Ich sollte“ – „ich sollte nicht“

Kongruenz/Inkongruenz

Mir selbst treu sein

Wo stehe ich jetzt?

Im „Nein zu mir“ sein

Fragen zur Standortbestimmung

Mein Wille

Das Nein im Körper

Mein Lebensrad

Meine Ängste

Auf zu neuen Ufern!

Energie folgt der Aufmerksamkeit

Es gibt immer zwei Möglichkeiten

Selektive Wahrnehmung auf das Ja in meinem Leben

Bewusstmachung bisherigen Wachstums

Meine Einstellung verändern

Gewinn aus Verlust

„Nein zu mir“ => „Ja zu mir“

Im „Ja zu mir“ sein

Selbstwertgefühl

Wertschöpfung aus Worten

Meine Ja-Lebensgeschichte

Ja zu Ihrem Inneren Kind

Vertrauen/Selbstvertrauen – Glaube an mich

Selbstversöhnlichkeit

Ideale

Lebensvision

Begeisterung

Ja zu meinen Träumen

Begrabene Träume

Bewerbungsschreiben an den Lieben Gott

Bewunderung

Lob im Spiegel

Ja zu Veränderungen

Ins „Ja zu mir“ finden mit „The Work“

Umgang mit dem Nein anderer

Wie geht es mir mit dem Nein anderer?

Angst vor dem Bitten oder Fragen

Geben – Nehmen

Bilanz zum Ausklang

Spiel mit offenen Fragen

Die Meister-Disziplin

Ich liebe mich bedingungslos!

Nachwort

Danksagung

Vorwort von Dr. Waitzer

Dieses Buch basiert auf den Seminaren der Autorin zum Thema „Nein sagen lernen – und das Ja wirklich meinen“.

Im Umgang mit den Anderen sich so zu verhalten, wie man sich geben würde, wenn man ganz unbeobachtet für sich selbst wäre. Keine Rolle spielen müssen, sich nicht verbiegen, um den Anderen zu gefallen. Zu wissen, dass es genügt einfach da zu sein. Wäre das Glück?

Das eigene Ich-Original zu finden und zu stärken ist die Grundlage, um in vielen Bereichen seines Lebens den eigenen Weg entwickeln zu können.

Dr. Michelle Haintz hat in ihren verschiedenen Berufen und Berufungen immer wieder aufgezeigt, dass sie bereit ist, ihre eigenen Wege zu gehen – und deren waren es wohl einige. Es gehört eben zu ihrem Original, dass sie so viele Facetten hat. Daher gelingt es ihr auch, in ihrem Buch über Authentizität so viele Aspekte dieses Themas zu beleuchten.

Die Idee zu dem Buch ist ihr gekommen, als ein Teilnehmer eines ihrer Seminare angab, den Sprachfehler zu haben „nicht nein sagen zu können“. Das sich gegenüber den Forderungen seiner Mitmenschen abgrenzen zu können bzw. zu seinem Recht zu kommen, wird als eine soziale Kompetenz bezeichnet. Weitere Kompetenzen sind Sympathien erwerben und Beziehungen pflegen. Dr. Haintz zeigt uns, dass wir nicht in dem Dilemma stecken entweder das Recht oder die Sympathien zu haben, sondern dass ein Ich-Original erst die Voraussetzung ist, um tragfähige Beziehungen aufzubauen.

Einen interessanten Aspekt des „nicht nein sagen können“ bringt auch eine Studie der Columbia University und der University of Pittsburgh bezüglich der Nutzung von sozialen Netzwerken. Die positiven Rückmeldungen zur eigenen Person über diese Netzwerke können zwar das Selbstwertgefühl steigern, zugleich aber die Selbstkontrolle vermindern. Die Autoren fanden, dass die Abschwächung der Fähigkeit „Nein zu sagen“ unter anderem an Auswirkungen wie zum Beispiel einen höheren Body Maß Index und häufigeren Überziehen der Kreditkarte zu finden war. Man sieht, es zahlt sich in vielerlei Hinsicht aus, sich mit der Thematik zu beschäftigen.

Das Buch ist aufgebaut als eine Anleitung zum Selbstcoaching. Dr. Haintz führt durch den Prozess und der Leser, die Leserin sind die Experten ihres eigenen Lebens.

Im ersten Teil leitet sie uns durch Fragen an, nachzuschauen, was uns davon abhalten kann, Ja zu uns zu sagen. Dabei geht es nicht darum, unser Befinden zu drücken, indem der Fokus unserer Aufmerksamkeit auf unsere Probleme gerichtet wird, sondern um uns zu sensibilisieren, dass hinter den Problemen Lösungsansätze stecken, für die wir aber einen relativ hohen Preis zahlen müssen.

Im zweiten Teil des Buches steht der lösungsorientierte Ansatz im Vordergrund. Sie unterbreitet einen bunten Warenkorb an Angeboten, um mit kreativen Techniken das eigene Ich zu kräftigen. Hervorzuheben ist, dass die ganze Kreativität noch gewürzt ist mit den Ergebnissen der modernen Hirnforschung und zahlreichen wertvollen Literaturzitaten.

Patienten erzählen mir immer wieder, wenn es ihnen gelungen ist eine wesentliche Lebensstiländerung durchzuführen, dass es war als ob sie einen Schalter im Gehirn umgelegt hätten. Noch mehr Menschen erzählen mir aber, dass sie darauf warten, den Schalter zu finden. Für mich ist die Zwei-Punkte-Methode, wie sie in den früheren Büchern von Dr. Michelle Haintz im Detail beschrieben wird und auch in diesem Buch zur Anwendung kommt, so etwas wie das Umlegen dieses Schalters.

Ich wünsche Ihnen, geschätzter Leser, geschätzte Leserin und auch diesem Buch viel Erfolg.

St. Pölten, im Jänner 2013

Dr. Heribert Waitzer

Internist, Sportmediziner

Coach

Vorwort von Michelle Haintz

Die Idee zu meinem Seminar „Nein sagen lernen – und das Ja wirklich meinen“, das als Basis für dieses dritte Buch unter dem Titel „Quanten-Bewusstheit“ diente, kam vor einigen Jahren von einem Teilnehmer bei einem meiner Stresslösungs-Seminare. Bei der Vorstellungsrunde meinte er, er hätte einen Sprachfehler – und in der dramaturgischen Pause, die auf diese Bemerkung folgte, fragte ich mich, warum mir dies in dem Gespräch, das ich vor Beginn des Seminars mit ihm geführt hatte, nicht aufgefallen war. Aber dann kam die erklärende Ergänzung: Er könne nicht „nein“ sagen.

Damals hat mich die Tatsache, diese Bemerkung ausgerechnet von einem männlichen Teilnehmer zu hören, ziemlich erstaunt. Mittlerweile weiß ich, dass dieses Thema nicht, wie ich bis dahin angenommen hatte, vor allem Frauen betrifft, sondern auch bei Männern weit verbreitet ist. Und zwar weiter verbreitet, als nicht nur ich je gedacht hätte! Es scheint eine Art Klischee zu sein, dass nur weibliche Wesen nicht gut „nein“ sagen können, das aber nicht stimmt!

So griff ich damals den Impuls auf und gestaltete ein eigenes Seminar zu diesem Thema, das ich seither regelmäßig halte – in unterschiedlichem Rahmen und für ganz verschiedene Personengruppen.

Und im Zuge meiner Arbeit an den beiden ersten Bänden der „Quanten-Bewusstheit“ wurde mir klar, dass neben der allgegenwärtigen Tendenz zur Selbstsabotage und der weit verbreiteten Entscheidungs-Unsicherheit auch der „Sprachfehler, nicht ,nein‘ sagen zu können“, eine klare Indikation für den Einsatz der 2-Punkte-Methode ist!

So ist dieses Buch entstanden – in dem Wunsch, Ihnen Wege aufzuzeigen, wie Sie sich von diesem Manko befreien, wie Sie diesen Sprachfehler heilen können! Aber auch – und das scheint mir ebenso wichtig zu sein! – wie es Ihnen gelingen kann, sich nach einem Nein, das Ihnen dann endlich doch gelungen ist, nicht schlecht zu fühlen und unter Schuldgefühlen zu leiden, sondern entspannt zu sich stehen zu können!

Auch in diesem Buch werde ich Ihnen also einerseits verschiedene Möglichkeiten zeigen, die 2-Punkte-Methode für Ihre Selbstbefreiung einzusetzen, andererseits biete ich jenen unter Ihnen, die gern Ursachenforschung betreiben, Einblicke in die Genese dieser Abgrenzungs-Schwäche.

Da Ihnen dieses Buch (zufällig?) in die Hände gefallen ist, nehme ich an, dass nicht „nein“ sagen zu können, für Sie ein relevantes Thema ist. Allerdings weiß ich nicht, was genau Sie sich von diesem Buch erwarten.

Daher möchte ich zuallererst gemeinsam mit Ihnen Ihre Erwartungen klären – und dann darlegen, was ich Ihnen an Hilfestellungen anbieten kann und möchte.

Prinzipiell gehe ich davon aus, dass all das, was ich Ihnen in diesem Buch an Gedanken, Beobachtungen, Einsichten und Erkenntnissen anbiete, Ihnen nicht wirklich neu ist. Tief in Ihrem Inneren wissen Sie genau wie ich, was Sie brauchen, um den „Sprachfehler, nicht ,nein‘ sagen zu können“ ablegen zu können! Daher sehe ich meine Aufgabe auch eher darin, Sie in dem, was Sie bereits wissen, zu bestätigen und zu bestärken.

Darüber hinaus möchte ich Ihnen aber auch all das wieder in Erinnerung bringen und bewusst machen, was Ihnen auf dem Weg des Erwachsen-Werdens vielleicht abhandengekommen ist! Scheinbar – denn ich habe tiefes Vertrauen in die Tatsache, dass mit etwas Geduld all diese kostbaren Perlen, die in Ihnen schlummern, ans Tageslicht zu bringen sind!

Dazu werde ich Ihnen in diesem Buch viele Fragen anbieten, die Sie sich stellen können – sofern Sie sich davon angesprochen fühlen –, deren Beantwortung Ihnen jeweils neue Aspekte Ihrer Persönlichkeit bewusst machen werden.

In meinem Weltbild setzt Selbstverwirklichung Selbsterkenntnis voraus! Und meinem Gefühl nach ist unser ganzes Leben eine an- und zuweilen auch aufregende Entdeckungsreise in die faszinierenden Welten unseres eigenen Wesens …

Und ich bin, wie gesagt, davon überzeugt, dass Sie alles, was Sie für ein glückliches und erfülltes Leben brauchen, bereits zugänglich haben – wenn Sie die Blockaden zur Seite räumen, die Ihnen dabei im Weg stehen. Und genau dazu möchte ich Sie in diesem Buch anregen – und wenn Sie das möchten, begleite ich Sie bei dieser täglich aufs Neue spannenden „Heimkehr in sich selbst“.

Was ich jedoch trotz aller Breite nicht für Sie machen kann und will, ist, all das für Sie umzusetzen – das liegt dann in Ihrer Eigenverantwortlichkeit! Und gerade wenn Sie auf Ihrem bisherigen Lebensweg verlernt haben, „nein“ sagen zu können, weil Sie sich viel zu sehr an den Wünschen anderer orientiert haben, mag es vielleicht eine Weile dauern, ehe Sie bereit sind, Ihr Leben wieder in die eigenen Hände zu nehmen und ganz und gar zu sich zu stehen. Aber ich bin sehr zuversichtlich und halte es mit Goethe, der meint:

„In dem Moment, in dem man sich definitiv verpflichtet, bewegt sich die Vorsehung ebenfalls – alle möglichen Dinge, die sonst nie passiert wären, passieren, um einem zu helfen. Ein ganzer Strom von Ereignissen folgt aufgrund dieser Entscheidung und bringt zu eigenen Gunsten alle Arten von Vorfällen und Begegnungen und materieller Unterstützung, von denen kein Mensch geglaubt hätte, dass sie auf diesem Weg kommen würden …“

Haben Sie dies nicht auch schon einmal erlebt?

Ich denke, dies liegt vor allem daran, dass wir mit unserer selektiven Wahrnehmung all das Hilfreiche, Wertvolle, Unterstützende erst dann wahrnehmen, wenn wir unsere Antennen entsprechend ausrichten!

Was ich mir von mir als Autorin wünsche, ist, Sie so weit zu motivieren, dass Sie all das nicht nur lesen und vielleicht ganz interessant finden, sondern sich auch tatsächlich in Bewegung setzen und auf den Weg in ein neues, authentischeres und damit entspannteres, glücklicheres und gesünderes Leben in voller Eigenverantwortlichkeit machen!

Sie sind der Schöpfer Ihrer Realität – erlauben Sie es sich, diese bewusst und nach Ihren Herzenswünschen zu erschaffen! Ganz in diesem Sinne Aldous Huxleys, der meinte:

„Kluge Menschen suchen sich die Erfahrungen selbst aus, die sie zu machen wünschen!“

Wir Menschen sind im Grunde um vieles freier, als wir uns die meiste Zeit fühlen – zumindest, was die äußeren Einschränkungen angeht, denn der größte Feind der freien Entfaltung unseres Potenzials sind doch meist wir selbst!

Der Grund dafür liegt meinem Gefühl nach darin, dass wir über weite Strecken „mit angezogener Handbremse Vollgas fahren“ – beziehungsweise unserem Inneren Saboteur erlauben, unsere Ambitionen zu konterkarieren und uns ständig kleiner zu machen, als wir sind!

So nehme ich mir seit einiger Zeit den Gedanken von Nelson Mandela zu Herzen, der in seiner wundervollen Antrittsrede als südafrikanischer Präsident betonte:

„Dich selbst klein zu halten, dient nicht der Welt!“

Da ich zum Thema „Befreiung aus der Selbstsabotage“ den ersten Band der „Quanten-Bewusstheit“ geschrieben habe, werde ich hier nur auf jene Aspekte unserer Selbstverhinderung eingehen, die sich in der Unfähigkeit, „nein“ zu sagen, manifestieren.

Mein größter Wunsch dabei ist, den Funken meiner Begeisterung für die Quanten-Welle auf Sie überspringen zu lassen, sodass Sie sich trotz des uns allen innewohnenden Trägheitsmomentes von den Aha-Erlebnissen, die ich Ihnen vermitteln möchte, nachhaltig mitreißen lassen!

Mögen all die Impulse, die mich in die Eigenverantwortlichkeit katapultiert haben – und dies tagtäglich aufs Neue tun! –, nachdem ich viele Jahre lang im Opfermodus unterwegs war, nun auch Sie dazu bringen, sich tatsächlich auf den Weg in ein authentisches und auf allen Ebenen erfülltes Leben zu machen!

Thomas Edison sagt: „Wenn wir alles täten, wozu wir imstande sind, würden wir uns wahrscheinlich in Erstaunen versetzen!“ – und vielleicht gelingt es mir ja mit meinen Anregungen, Sie dazu zu verführen, sich selbst in Erstaunen zu versetzen

Sie sind kein „hässliches Entlein“! Sie sind ein wunderschöner strahlender Schwan, der bald schon seine kräftigen Schwingen ausbreiten möge, um sich aus der Erdenschwere der alten Verhaltensmuster und destruktiven Glaubenssätze zu befreien, und tatsächlich der ganz besondere, einzigartige und großartige Mensch zu werden, der in Ihnen schlummert!

Eben fällt mir ein wunderschöner Ausspruch von Hazrat Inayat Khan ein: „Wenn ich die Augen öffne und die weite Welt betrachte, werde ich groß. Wenn ich die Augen schließe und nach innen schaue, werde ich noch größer!“ – erlauben Sie es sich, noch viel größer zu werden, um endlich Ihre wahre Größe einzunehmen!

Und wenn Sie schon während des Lesens die eine oder andere Empfehlung umsetzen, dann wird dieses Buch Sie und Ihr Leben schon sehr bald zum Positiven verändern – das kann ich Ihnen garantieren!

Gedanken zur Einstimmung

Wie erwähnt lautet der Titel meiner, dieses Buch begleitenden Seminare „Nein sagen lernen – und das Ja wirklich meinen“. Und dieser Titel spricht schon eine Tatsache an, die Sie anfangs vielleicht erstaunen wird: Im Grunde geht es mir gar nicht so sehr darum, Sie „nein“ sagen zu lehren – so wie man sich eine Rolle aneignet, um diese dann spielen zu können! Das wäre für mich so etwas wie Symptom-Bekämpfung, die mir auch schon in meiner Zeit als Medizinerin langfristig nicht sinnvoll erschien!

Natürlich empfinde ich es als hilfreich, ein Medikament zu nehmen, wenn Schmerzen quälend sind, oder eine tatsächlich nötige Operation durchzuführen – aber damit ist meiner Ansicht nach die Ursache nicht wirklich behoben! Heilung passiert, wenn wir an der Wurzel ansetzen, also die Ursache beheben!

Und genauso scheint es mir auf Dauer auch nicht besonders sinnvoll zu sein, sich selbst dazu zu drillen, anderen ein Nein geben zu können! Mir geht es vielmehr darum, Ihnen zu zeigen, wie Sie in einen Zustand gelangen, aus dem heraus Ihr stimmiges Nein ganz automatisch und spontan – und ohne unangenehme Nachwehen! – kommt!

Denn erst ein solches authentisches Nein wird von Ihrem Gegenüber auch als solches akzeptiert. Und nur diese Art von echtem Nein wird auch in Ihnen ein gutes Gefühl hinterlassen!

Kennen auch Sie Menschen, die es sich mit viel Mühe anerzogen haben, anderen „nein“ zu sagen, sich dann jedoch mit Schuldgefühlen quälen – eben weil Sie nicht wirklich hinter Ihrer Grenzen setzenden Antwort stehen können? Ein solcherart antrainiertes Nein ist meiner Ansicht nach aufgesetzt und letztlich genauso wenig echt wie das Ja, das wir anderen bloß geben, weil wir nicht „nein“ sagen können!

Es geht mir also zuallererst um diesen authentischen Grundzustand, aus dem heraus wir kongruent reagieren können: Denn aus diesem heraus sagen wir, was wir denken und denken wir, was wir sagen!

Diesem Grundzustand könnten wir unterschiedliche Bezeichnungen geben: Ich kann von Authentizität, Wahrhaftigkeit, Echtheit oder Souveränität sprechen. Oder ich kann es als „in meiner Mitte ruhen“ oder „in mir selbst daheim sein“ bezeichnen. Die Bezeichnung, die sich für mich jedoch am stimmigsten anfühlt, ist: „im Ja zu mir sein“.

Wenn ich im „Ja zu mir“ bin, kann ich voll und ganz zu mir und meinen Bedürfnissen stehen, ohne jedoch rücksichtslos zu werden! Wer mit sich selbst im Frieden ist, sich selbst wertschätzt und achtet, hat es gar nicht nötig, ein rücksichtsloses Verhalten an den Tag zu legen! Wer mit sich selbst zufrieden ist, – auch dann, wenn die eben erbrachte Leistung nicht unbedingt nobelpreisverdächtig ist – muss sich nicht auf Kosten anderer aufplustern!

Menschen jedoch, die in ihrem „Nein zu mir“ schwingen, sind doch meist ziemlich anstrengend im Umgang, weil sie ständig danach trachten müssen, dieses quälende innere Manko von außen aufzufüllen.

Das heißt, es wird uns auf unserem gemeinsamen Weg durch dieses Buch vor allem darum gehen, unser „Ja zu mir“ wieder zu finden – ja, liebe Leserin, lieber Leser: Für mich geht es wirklich darum, es wieder zu finden, denn dieser Zustand entspricht eigentlich unserer Natur! Wir kommen mit einem gesunden Selbstwertgefühl auf die Welt und könnten uns nach wie vor darauf verlassen, hätte man es uns nicht nach und nach abgewöhnt.

Wir werden uns also verschiedene Wege ansehen, wie wir wieder in unser „Ja zu mir“ heimfinden – und aus diesem wird es uns leicht fallen und ganz organisch kommen, anderen ein berechtigtes Nein zu geben! Und das aus diesem heraus gesagte Ja wird dann auch echt sein und sich gut anfühlen!

Dazu wird es nötig sein, all das aus dem Weg zu räumen, was uns dabei hinderlich ist. Und dazu ist das Spiel mit der Quanten-Welle, wie ich die 2-Punkte-Methode bezeichne, ein hervorragendes Instrument!

Darüber hinaus werde ich für all jene unter Ihnen, die, so wie ich, ein Übel gern bei der Wurzel fassen, ein wenig in die Tiefe gehen, um herauszufinden, wo uns diese Fähigkeit, zu uns selbst und unseren Bedürfnissen zu stehen, abhandengekommen ist. Dazu biete ich Ihnen verschiedene Beispiele an, mit denen Sie sich entweder direkt identifizieren können oder die Sie dazu inspirieren mögen, Ihre eigenen Blockaden zu identifizieren.

Und all das, was Sie auf unserem gemeinsamen Weg ins „Ja zu mir“ entdecken, erkennen, einsehen – einerseits an Abzulegendem, andererseits an wertvollen Ressourcen –, werden Sie mit der Quanten-Welle bespielen: einerseits um es aufzulösen, wenn es schädlich ist, andererseits um es in Ihrem System zu integrieren, wenn Sie es als nützlich erkannt haben.

Da ich im ersten Band der „Quanten-Bewusstheit“ auf die Bedeutung dieses Begriffes ebenso ausführlich eingehe wie auf die 2-Punkte-Methode und ihre praktische Umsetzung, möchte ich Ihnen hier nur eine kurze Zusammenfassung anbieten.

Wenn Sie tiefer in die Materie eindringen wollen, darf ich Sie daher auf den ersten Band der „Quanten-Bewusstheit“ verweisen, der Ihnen darüber hinaus einige wertvolle Strategien bietet, um Ihren Inneren Saboteur aus einem fatalen Widerständler zu einem hilfreichen Weggefährten umzupolen, um sich aus Ihrer Selbstsabotage zu befreien.

Und bitte sehen Sie es mir nach, wenn ich auch in diesem Buch einige Gedanken, die mir wesentlich erscheinen, durchaus auch in verschiedenem Zusammenhang wiederhole – wir lernen nun einmal durch Wiederholung !

Theoretische Grundlagen

Bewusstheit versus Bewusstsein

Wenn ich in diesem Buch von Bewusstheit spreche, dann meine ich damit jenen geistigen Zustand, in dem wir nicht bloß bei Bewusstsein sind – das sind wir ja immer dann, wenn wir nicht gerade schlafen, unter Narkose stehen oder ohnmächtig sind. Sondern ich spreche von jenem Bewusstseinszustand, in dem wir uns tatsächlich unserer selbst als bewusst denkendes, fühlendes und handelndes menschliches Wesen bewusst sind und unser Leben bewusst gestalten – nach unseren Vorstellungen, anstatt gewissermaßen von außen „gelebt zu werden“.

Und dieser geistige Zustand ist höchst selten! Bewusstseinsforscher gehen davon aus, dass wir zu mehr als 80 % des Tages völlig unbewusst und automatisch reagieren – in dieser Zeit sind wir natürlich bei Bewusstsein, aber eben nicht in dem, was ich als Bewusstheit bezeichne.

Sie kennen das Phänomen bei Routinetätigkeiten, wie beispielsweise langen Fahrten auf der Autobahn, wenn Sie plötzlich gewahr werden, dass Sie keine Ahnung haben, wie Sie dahin gelangt sind, wo Sie sich gerade befinden, weil Ihr Kleinhirn (das ist jener Teil unseres Gehirns, in dem alle unsere Automatismen gespeichert sind, und der immer dann die Kontrolle über uns übernimmt, wenn wir „auf Autopilot schalten“) Sie mehr oder weniger unbewusst bis hierher geführt hat, während Sie mit Ihren Gedanken ganz woanders waren.

Diese Fähigkeit unseres Gehirns, Routinetätigkeiten zu automatisieren, ist an sich durchaus sinnvoll, weil es wohl eher mühsam wäre, etwa tagtäglich aufs Neue Autofahren lernen zu müssen. Aber wenn es um bewusste Lebensgestaltung geht, ist dieser geistige Zustand alles andere als geeignet! Und vor allem das „Spiel mit der Quanten-Welle“ – meine persönliche Bezeichnung für die 2-Punkte-Methode – braucht Bewusstheit!

Ja, ich spreche lieber von Spiel als von Arbeit – nicht weil ich generell etwas gegen den Begriff Arbeit einzuwenden habe, sondern weil darin immer etwas von Schwere, Mühsal und „im Schweiße deines Angesichtes“ mitschwingt! Mit der Quanten-Welle zu spielen, macht Freude und wirkt umso effizienter, je mehr Leichtigkeit wir uns dabei erlauben!

Überall dort, wo Mühe ins Spiel kommt, leidet die Effizienz, weil wir uns gerade wieder mit Überzeugungen wie: „Nur das ist wertvoll, was lange dauert, viel Kraft kostet, möglichst schwierig ist und vielleicht auch noch weh tut“ selbst im Weg stehen.

Lösung kann leicht und rasch gehen, und sie kann Freude machen! Dieser Effekt zeigt sich besonders auch in meinen Quanten-Wellen-Seminaren: Da wird viel gelacht, und selbst wenn Tränen fließen, sind das meist Freudentränen oder zumindest Tränen der Erleichterung. Und die seltenen Tränen der Trauer und des Schmerzes ziehen rasch vorüber wie Wolken im Wind!

Nun stellt sich natürlich die Frage, wie wir diesen Zustand der Bewusstheit erlangen.

Als Homo Sapiens Sapiens sind wir im Besitz eines entwicklungsgeschichtlich noch recht jungen Gehirnteils: unseres Frontallappens. Dieser macht einen großen Teil unseres Hirnvolumens aus, was ja eindeutig dafür spricht, dass er für unser Menschsein wesentlich ist.

Unser Frontallappen – unser Stirnhirn – fungiert wie eine Art Dirigent eines riesigen Orchesters: Er ist direkt mit allen anderen Teilen unseres Gehirns verbunden und lenkt deren Zusammenwirken. Und er ermöglicht uns genau jene sehr wache und aufmerksame, dabei aber wertfreie und nicht urteilende Bewusstheit, in der wir hoch konzentriert einen klaren Fokus halten können – und genau diese brauchen wir für das Spiel mit der Quanten-Welle!

Sie kennen dieses Phänomen: Unter der Wirkung unserer Stresshormone jagen unsere Gedanken in scheinbar endlosen Assoziationsketten durch unseren Kopf. Oft fühlen wir uns diesen nicht enden wollenden Gedankenschleifen hilflos ausgeliefert – ich nenne diesen Zustand „denkeln“, weil er alles andere als produktiv ist!

Wenn wir es jedoch schaffen, unserem Stirnhirn die Kontrolle zu übergeben, dann gelingt es uns, aus diesem – in der Terminologie der Yogis – „Affengeplapper“ zu befreien. Unter bewusst gewählter Bewusstheit blendet unser Stirnhirn alle Signale des Körpers aus, die mit Gefühlen, Umweltreizen, sensorischen und motorischen Reizen zu tun haben. Dadurch nehmen wir weder unsere Umgebung noch unseren Körper wahr und können unseren Fokus ungestört dort halten, wo wir das möchten. Aber auch jene Gehirnanteile, die uns immer wieder in Erinnerungen und Assoziationen abwandern lassen, werden ebenso gezügelt wie die Wahrnehmung der Zeit. Dadurch wird das, worauf wir uns mit klarem Fokus konzentrieren, realer als die Außen- und Innenwelt, und wir bekommen Zugang zu dem, was Wissenschaftler heute das „Nullpunktfeld“ nennen, und über das Lynne MacTaggart ihr wirklich empfehlenswertes gleichnamiges Buch geschrieben hat!

Allerdings kann dieser Teil unseres Gehirns seine vielfältigen Funktionen nicht erfüllen, wenn wir unter Stress stehen – was leider großteils der Fall ist. Unter der Wirkung unserer Stresshormone werden wir auf Kampf oder Flucht vorbereitet: Unsere Muskulatur ist besonders gut durchblutet, unser Blutdruck ist ebenso erhöht wie unser Blutzucker (Zucker ist quasi der Treibstoff unserer Muskulatur) und unsere Sinne sind geschärft – aber alles andere, was wir im Augenblick von Kampf oder Flucht nicht brauchen wird heruntergefahren: Verdauung, Immunabwehr, Regeneration, Sexualfunktion – und zu diesen unter Stress unterdrückten Funktionen gehören leider auch die unserer Hirnrinde, also unsere höheren Gehirnfunktionen!

Nun stellt sich die Frage, wie wir unser Stirnhirn „einschalten“ – also aus dem stressbedingten Höhlenmenschen-Modus in den Homo Sapiens Sapiens-Modus gelangen.

Entweder wir stellen uns vor, dass die Blutgefäße, die unsere Hirnrinde versorgen, sich erweitern und viel frisches, mit Sauerstoff und Zucker gesättigtes Blut unser Homo Sapiens Sapiens Gehirn erreicht.

Oder wir stellen uns vor, wie uns im Stirnhirn ein Licht aufgeht – eine Wahrnehmung von Helligkeit ist die natürliche Reaktion dieses Hirnareals, wenn es stimuliert wird.

Oder wir legen eine unserer Handflächen auf unsere Stirn und stimulieren damit zwei „neurovaskuläre Punkte“ rechts und links unserer Stirnmitte, wodurch sich die Arterien in unserem Stirnhirn erweitern. Dadurch verbessert sich die Durchblutung unseres Frontallappens, und dieser übernimmt die Kontrolle von dem unter Stress dominanten Überlebenszentrum – damit versetzt er uns in den Homo Sapiens Sapiens Modus!

Eine eingehendere Beschreibung der Hintergründe finden Sie im ersten Band der „Quanten-Bewusstheit“!

Im Homo Sapiens Sapiens-Modus können wir also einen klaren Fokus halten – der im Spiel mit der Quanten-Welle auf dem angepeilten Ziel oder Wunschzustand liegt, auf der idealen Lösung oder auf der Empfänglichkeit für jene Antworten, die auf offene Fragen aus unserer Tiefe auftauchen.

Übrigens werde ich Ihnen in diesem Buch sehr viele solche offene Fragen anbieten, bei denen es oft gar nicht so sehr darum geht, eine passende verbale Antwort zu finden. Wir bezeichnen sie daher auch als prozessorientierte Fragen, weil es vor allem um die inneren Prozesse geht, die sie in uns auslösen. Im Grunde geht es dabei vor allem um die gefühlsmäßigen Antworten, die wir teilweise gar nicht so leicht in Worte fassen können!

Und um uns diesen inneren Prozessen zu öffnen, die solche Fragen auslösen, braucht es den Zustand der Bewusstheit!

Da fällt mir ein Zitat von Nagib Mahfus ein: „Ob jemand klug ist, zeigen seine Antworten – ob er weise ist, seine Fragen.“

Stellen wir uns also „weise“ Fragen !

Quanten-Bewusstheit

Im Titel meiner Bücher zur 2-Punkte-Methode habe ich den Begriff der „Bewusstheit“ durch den Zusatz „Quanten“ erweitert, weil es mir wesentlich scheint, uns einiger aus meiner Sicht sehr hilfreicher Konzepte aus der Quantenphysik gewahr zu sein, die uns helfen, die Effekte, die wir im Spiel mit der Quanten-Welle erzielen, zu erklären.

Wobei dies natürlich nicht unbedingt nötig ist! Sie können die 2-Punkte-Methode auch erfolgreich anwenden, ohne je etwas von Teilchen oder Welle, von Photonen oder Wurmlöchern, vom Hyperraum oder dem Doppelspaltversuch gehört zu haben! Nicht jeder, der ein Auto fahren kann, weiß, wie der Motor genau funktioniert. Und unsere Körperfunktionen laufen gottlob auch ohne unser Wissen und Verstehen ab!

Wenn Sie jedoch, wie ich, gerne alles verstehen wollen und tiefer in diese Materie eintauchen möchten, dann empfehle ich Ihnen Bücher wie „Die Entstehung der Realität“ von Jörg Starkmuth oder „Das bewusste Universum“ von Amit Goswami.

Ich möchte Ihnen hier nur einige Gedanken als Anregung anbieten – ohne Anspruch auf Vollständigkeit! – und betone noch einmal, dass es um Gedankenmodelle geht, die ich als wertvoll erachte, weil unsere logisch-analytische linke Gehirnhälfte natürlich geneigt ist, die oft wirklich erstaunliche Wirkung dieser Methode zu hinterfragen. Ich persönlich erachte diese Konzepte vor allem deshalb als so wertvoll, weil sie meinen Verstand zumindest bis zu dem Grad befriedigen, in dem er die erwünschten Effekte zulässt!

Der feste Eindruck, den Materie uns vermittelt, täuscht! Während wir früher dachten, das Atom sei der kleinste Baustein der Materie – daher auch der aus dem Griechischen „atomos“ (= unteilbar) abgeleitete Begriff –, wissen wir heute, dass ein Atom aus einem Kern (aus Protonen und Neutronen) und den darum kreisenden Elektronen besteht. Diese machen jedoch nur einen winzigen Bruchteil des Gesamtvolumens aus – und auch sie sind in Wahrheit nicht unteilbar, sondern bestehen aus Quarks, von denen der überwiegende Anteil wieder nichts wirklich Materielles ist.

In Wahrheit besteht also das, was wir als Materie bezeichnen, zu 99,99% aus einem „Nichts“, das erfüllt ist von elektrostatischen Ladungen. Aus heutiger Sicht ist die kleinste Einheit das Photon: ein Lichtteilchen. Wir könnten also auch sagen: Alles besteht aus Licht.

Doch es geht noch weiter: Seit dem Doppelspaltversuch ist klar, dass Photonen – die Grundbausteine von allem – entweder als Teilchen oder als Welle erscheinen, je nachdem, ob jemand sie beobachtet und misst oder nicht. Es scheint also so zu sein, dass erst die bewusste Beobachtung – die ich eben als Bewusstheit bezeichne – eine Welle zum Teilchen kollabieren lässt. Der Beobachter wirkt also auf das Beobachtete ein und dadurch wird im übertragenen Sinn erst etwas Mögliches zur Realität.

Daher meint der Physikerkollege Einsteins, John Wheeler, es sei uns unmöglich, dem Universum um uns herum einfach nur zuzuschauen:

„Das alte Wort Beobachter müsste aus den Büchern gestrichen und durch das Wort Teilnehmer ersetzt werden.“

Eine weitere interessante Annahme stammt von den beiden Quantenphysikern Nils Bohr und Werner Heisenberg: In der „Kopenhagener Interpretation“ gehen sie davon aus, im Universum existierten wie in einer Art „Quantensuppe“ unzählige, einander überlappende Möglichkeiten, in denen nichts einen genauen Seinszustand hat. Durch Bewusstheit – also die fokussierte Aufmerksamkeit eines Beobachters – würde quasi eine dieser Möglichkeiten festgehalten. Dadurch manifestiere sie sich als Wirklichkeit und wäre dann für uns die einzige Variante, die wahrgenommen werden könnte.

Eine andere Sichtweise bietet Hugh Everett in seiner „Viele Welten Interpretation“: Danach existierten gleichzeitig unzählige Möglichkeiten jeweils in ihrem eigenen Universum, aus denen der Fokus des Beobachters jeweils eine auswählen und damit zur Wirklichkeit machen würde.

Die Tatsache, dass unsere Bewusstheit die Realität beeinflusst, ist übrigens auch der Grund dafür, dass beispielsweise medizinische Forschung heute praktisch nur mehr mit Doppelblind-Versuchen arbeitet – weil eben der Versuchsleiter mit seinen Erwartungen den Ausgang des Experimentes beeinflusst!

Es scheint, als würden wir mit unserer Bewusstheit aus den vielen verschiedenen Wahrscheinlichkeiten, die sich uns anbieten, eine auswählen, die sich dann als Wirklichkeit manifestiert – die also aus dem Zustand der Wellen in den der Teilchen kollabiert.

Und nun fragt sich natürlich, nach welchen Kriterien unser Aufmerksamkeits-Filter diese Wahl trifft, wohin wir also unseren Fokus richten.

Generell gilt, dass wir das wahrnehmen, was wir für wahr halten. Unser Gehirn filtert aus den unzähligen Eindrücken, die sich uns bieten, nur einen winzigen Bruchteil heraus und lässt uns diesen bewusst werden. Aus heutiger Sicht verarbeiten wir unbewusst jeden Augenblick etwa 40.000.000 Bits, während unser Bewusstsein bloß 40 Informationseinheiten wahrnehmen kann. Was jedoch weggefiltert wird, was also diese Kontrolle nicht passieren darf, wird durch unsere Überzeugungen bestimmt!

Es gab einen interessanten Versuch, bei dem nur jene Probanden einen am Boden liegenden Geldschein wahrnahmen, die eine positive, optimistische Lebenseinstellung hatten. Jene, die offenbar davon überzeugt waren, dass „Geld nicht auf der Straße liegt“ und dass „ihnen nichts geschenkt würde, weil sie für Geld hart arbeiten müssten“, denn „von nichts kommt nichts“, nahmen diesen Geldschein gar nicht wahr, wiewohl er ihnen genauso sichtbar war wie den anderen Versuchspersonen!

Da es also unsere Aufmerksamkeit ist, die aus den verschiedenen Wahrscheinlichkeiten eine auswählt und zur Wirklichkeit kollabieren lässt, wird es wesentlich sein, zu lernen, unsere Aufmerksamkeit bewusst zu lenken! Und dazu braucht es oft ziemliche Disziplin! Wie leicht wird unsere Aufmerksamkeit von dem eingefangen, was wir nicht mehr wollen, anstatt sich dorthin zu richten, wo wir stattdessen hingelangen wollen …

Darüber hinaus gilt es, auch bisher ungeahnte Möglichkeiten in Betracht zu ziehen – besonders wenn wir uns bisher eher mit einem engen Korsett von Überzeugungen begrenzt haben. Und mit der Öffnung unserer Wahrnehmung für jene – für unser logisches Denken zwar nicht leicht verdaulichen, dennoch aber faszinierenden – quantenphysikalischen Einsichten erweitern wir das Spektrum all dessen, was möglich wird, was wir zukünftig erleben, wie sich unser Leben entwickelt!

Dazu gehört eben auch der Paradigmenwechsel, den Dr. Richard Bartlett, der Erfinder von „Matrix Energetics“, so beschreibt:

„Wir glauben, wir und unsere Probleme bestünden aus fester und fassbarer Materie. Wenn wir aber tiefer blicken, bestehen wir aus Licht und Information.“

Ziel des Spiels mit der Quanten-Welle ist es, über unsere Bewusstheit die Informationen, aus denen letztlich alles besteht – auch unser Körper, auch jede Krankheit, auch jedes Problem! – so zu verändern, dass sich unsere Wirklichkeit auf materieller Ebene in eine positive Richtung verändert. Dies tun wir, indem wir sehr bewusst dem derzeit nicht so idealen Zustand unsere Aufmerksamkeit entziehen, um sie dorthin zu richten und dort zu fokussieren, wo unser Idealzustand ist – dadurch kollabiert die neue Variante der Realität aus der Wellen- in die Teilchenphase und wird für uns auch zur materiell wahrnehmbaren Realität.

Das Verbinden der beiden Punkte bei der 2-Punkte-Methode markiert quasi den Umschlagspunkt – wenn die derzeit aktuelle unerwünschte Realität in den Zustand des Möglichen zurückkehrt und eine neue, ersehnte Realität in die Manifestation kollabiert, also Wirklichkeit wird. Und dies wird auf körperlicher Ebene, oft auch durch ein Umfallen sichtbar und spürbar – der natürlich keinem Kollaps im medizinischen Sinne entspricht. Aus meiner Sicht ist es ein schönes Sinnbild unserer Hingabe an unsere Seele!

Im Grunde genommen geht es in der Quanten-Bewusstheit also um die Erweiterung des eigenen Bewusstseins in Richtung jener Bewusstheit, die auch quantenphysikalisches Wissen mit einbezieht, das unseren bisherigen Horizont überschreitet – Ernst Bloch meint so schön: „Denken heißt Überschreiten.“!

Hilfreich bei dieser Erweiterung und Überschreitung ist vor allem unsere Herzens-Ebene – unser Herz nimmt dieses Alles-ist-Eins wahr! Diese Tatsache, die sich in uralten Weisheits-Systemen wiederfindet, wird nun auch von der Quantenphysik bestätigt: Auf der Quantenebene bildet tatsächlich alles eine Einheit! So sind auch wir im Grunde alle eins – verbunden und durchdrungen von diesem Feld, das Max Planck „Matrix“ nennt und Rupert Sheldrake „morphogenetische Felder“.

Im Jargon der Quantenphysiker heißt dies „Verschränkung“. Und diese wird auch in den Seminaren immer deutlich wahrnehmbar: Alle Teilnehmer schwingen mit resonanten Themen anderer mit! So kommt es oft vor, dass die Blockade einer Person durch das bloße Miterleben des Wellen-Spiels einer anderen Person gelöst wird!

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