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Qualität an der Basis? Pflegeausbildung in der Kritik

Autorenvita:

Christine Schade wurde am 01.03.1959 in Düsseldorf geboren. Sie ging dort zur Schule und erwarb 1975 die Fachoberschulreife.

Sie arbeitete in verschiedenen Branchen, zog oft um und entschloss sich 1990 in den Beruf Pflege einzusteigen.

Nach der „Grundausbildung“, 3jährig examinierte Pflegefachkraft, erweiterte sie in den folgenden 15 Jahre ihr Fachwissen als z.B. Lehrkraft für Pflegeberufe; verantwortliche Pflegefachkraft; Qualitätsmanagerin; CaseManagerin/ Pflegeberaterin, Pflegesachverständige und Einrichtungsleitung im Sozialwesen. Sie arbeitete in versetzten zeitlichen Abständen entweder freiberuflich oder im Angestelltenverhältnis in ihren erlernten Bereichen und konnte so Erfahrungen rund um das Thema Pflege sammeln

Sie lebt mit ihrem Ehemann im Ennepe-Ruhr-Kreis und hat als Patchwork Mutti zwei Töchter und sieben Enkel.

Seit 2015 arbeitet sie bei einem großen Bildungsträger in Dortmund als hauptamtliche Kursleitung.

Das vorliegende Werk entstand durch vielfältige Erfahrungen im Ausbildungssektor Pflege und der Differenz zwischen der Berufsethik und der tatsächlichen

Ausbildungsqualität, welche die Autorin an verschiedenen Bildungsinstituten vorfand

Gewidmet meinem geliebten Vater,
gerne hätte ich einige Kapitel mit Dir „erörtert““
Ich vermisse Dich!

Inhaltsverzeichnis

1: Vorwort

2: Die ersten Jahre

1. Unterrichtsvermittlung

2. Lernfeldorientierung

3. Auswahl der Teilnehmer

4. Anspruch an die Ausbildung

5. Abgleich mit Kollegen

6. Prüfungsvorbereitung

3: Enttäuschungen oder wohin mit meinen Gefühlen?
(der Konflikt zwischen ethischen Prinzipien; den Vorgaben der Ausbildungsverordnung und unterschiedliche Auffassungen der ausbildenden Stellen)

4: Andere Aufträge und mehr Überraschungen

5: Neuer Bildungsträger, neues Glück?

1. POL Problemorientiertes Lernen

2. Kollegenabgleich

3. Praxisbesuche

6: Kleiner Ausflug ins System

1. Zurück zur Basis

7: Fragebögen

1. Startschwierigkeiten

2. Rücklauf

3. Ergebnisse: ein paar Zahlen

4. Wünsche

8: Gespräche mit den Bezirksregierungen

9: Kleine Zitatensammlung

1. Wortspiele

10: Fazit

11: Quellenangaben

12: Danke

Vorwort

2016 … und wieder Prüfungen; so wie jedes Jahr zweifelte ich an der Sinnhaftigkeit meines beruflichen Daseins!

Teilnehmer bestanden trotz Note “mangelhaft” in den geprüften Bereichen zwar knapp, (aber dennoch) durch die Vornoten, sie werden nächste Woche als Pflegefachkräfte ihren Dienst beginnen können.

Viele von ihnen waren fleißig, engagiert und lediglich prüfungsängstlich, andere aber glänzten durch Abwesenheit, chronischer Unlust, Fachwissen-Defizite bei spontanen Leistungsüberprüfungen und Gefälligkeitsnoten aus der Praxis.

Vielleicht bin ich nächstes Jahr gelassener, vielleicht rege ich das System Ausbildungsverordnung und Prüfungsverordnung zum Nachdenken an (im besten Fall beides!?).

Viele Jahre sind vergangen, viele Dinge habe ich erlebt zum Thema Qualität der Pflege.

Im Zeitalter der Schlagworte:

“Pflegequalität”,“Fachkräftemangel”, “Pflegenotstand”, “Burnout” und Finanzierungskrisen im Gesundheitswesen richten sich meine Argumente mehr und mehr an die Basis. Ich möchte mit der Unterstützung von Kollegen, ausbildenden Einrichtungen und Schülern diesen Bereich evaluieren und mögliche Denkanstöße geben.

Meine persönliche Meinung wird sichtbar in teils heiteren und auch ernsten Episödchen aus einer ereignisreichen beruflichen Vergangenheit.

Dieses Buch soll keinesfalls dazu dienen, die Ausbildung in Theorie und Praxis grundsätzlich an den Pranger zu stellen, ebenso wenig will ich mit endlosen Diskussionen die Kluft zwischen Theorie und Praxis weiter vertiefen, mir geht es um einen Erfahrungsbericht der letzten 18 Jahre und jeder Leser entscheidet selbst, ob er schmunzeln, mit dem Kopf nicken, sich ärgern oder mir widersprechen möchte.

Sollte mir im weiteren Verlauf nicht immer eine wertschätzende Ausdrucksweise gelingen (zu besonderen Personen oder Institutionen) so bitte ich im Vorfeld um Nachsicht!

2017…

und wieder Prüfungen; diesmal hält sich der mein Kampf zwischen Berufsethik und den tatsächlichen Gegebenheiten in Grenzen.

Mein Anspruch an mich selbst; an meine Mitmenschen (TN und Kollegen) sowie einige schwere private Verluste brachten mir von Mitte 2016 bis Mitte 2017 eine „Zwangspause“ ein.

Die Einhaltung neu erlernter Grenzen ist für mich ab sofort existentiell; soweit die Theorie….

Viel Spaß mit diesem Werk

wünscht Ihnen

Christine Schade

2. Die ersten Jahre

Bereits recht früh, während meiner beruflichen Entwicklung, hatte ich den Eindruck, dass mir eine Einrichtung zu “klein” ist, um die Qualität der Pflege als “Virus” in die Köpfe aller Mitarbeiter zu installieren, es herrschte das Bild: “QM: das machen die da oben”, nichts Genaues weiß man nicht, aber ständig gab es neue Anweisungen, Rundschreiben und Standards.

Die Mitarbeiter bekamen oft keine zufriedenstellenden Antworten auf die Frage “warum?”, also war die Einsicht in immer mehr Aufgaben und notwendigen Strukturen sehr gering. (Fallbesprechungen, Dokumentation etc.).

Dennoch gab es “damals” schon gute Führungskräfte, denen man bereitwillig folgte, sie versuchten auch gegen bestehende Hindernisse die Qualität der Pflege auf ein für den Pflegekunden erträgliches Maß zu bringen.

Im Sinne aller Leser würde ich ungern den Begriff Pflegequalität definieren, darüber gibt es genug Literatur und Expertenmeinungen. Mir geht es um das erträgliche Maß eines alten, evtl. kranken Menschen, der menschenwürdig seine letzten Jahre verbringen will (..oder muss!)

Während meiner Ausbildung zur verantwortlichen Pflegefachkraft mussten meine Ausbilder (ein herzliches Dankeschön für Eure Geduld)

viele Ecken und Kanten bei mir abschleifen, da mir häufig die Umsetzung ethischer, fachlicher und qualitativer Grundlagen viel zu lang dauerte, den Grundsatz “step by step und nimm dein Team mit” musste ich lernen. (Danke an meinen Lieblingschef, der alles bezahlt hat)

Dennoch war ich gerne PDL und wenn ich von “meinem” Team berichten soll, müsste ich ein weiteres Buch schreiben (mal sehen!)

Zu Beginn meiner Tätigkeit als Lehrkraft im Gesundheitswesen war alles sehr aufregend, 20-30 Augenpaare warteten gespannt auf meinen Unterricht. Die Zugangsvoraussetzungen waren 3jährig: Fachoberschulreife, Vorpraktikum in der Pflege und die Finanzierung über Bildungsgutschein, Landesförderung und Selbstzahler.

Ich habe Teilnehmer kennengelernt, die erst ihren Hauptschulabschluss nachholten, dann die Altenpflegehilfe mit Erfolg (in dem Fall ...

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Viel Spaß!



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