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Professor Zamorra - Folge 1068

Feuer und Asche

von Andreas Suchanek

Oronthos.

Nur ein Wort. Ein Wort der Angst für alle Schwarzblüter vom Moment ihrer Werdung an. Es symbolisiert einen Ort, an dem jede Macht, jede dämonische Existenz, jeder noch so ausgeklügelte Plan endgültig der Vergessenheit anheimfällt. Dunkle Träume werden zu Asche. Bereits unzählige Kreaturen der Hölle verloren ihr Sein, landeten in dieser grausamsten aller Dimensionen.

Die absolute Nichtexistenz, der keine Schattenkreatur jemals entkam.

Bis heute.

Frankreich
Irgendwo in Paris

Es war ein Leichtes, beide Stromkreise zu unterbrechen, ohne dass der Alarm ausgelöst wurde. Die Sicherheitssysteme des hochmodernen Lofts waren geradezu lächerlich. Vermutlich hatte jemand an der falschen Stelle Geld sparen wollen.

Manche Dinge ändern sich eben nie.

Er öffnete das Deckenlicht, hakte seinen Enterhaken ein und schwang in die unter ihm wartenden Schatten. Das war es, was er liebte. In jenen Augenblicken fühlte er sich lebendig.

Einmal Dieb, immer Dieb.

Das dünne Aluminiumseil spulte langsam ab. Er sank in die Tiefe. Kurz überlegte er, ob neben den irdischen Fallen möglicherweise noch magische auf ihn warteten. In dem Fall war er natürlich erledigt.

Alain Voleurrouge lächelte.

Manchmal musste man eben etwas riskieren. Seine Füße berührten den teuren Teppich. Er kam auf und sah sich um. Die gesamte rückwärtige Front war verglast, wodurch die Lichter des nächtlichen Paris in den Raum fielen. Licht und Schatten verschmolzen.

Gegenüber der Eingangstür stand ein Schreibtisch, der fast die vollständige Breite des zentralen Raums einnahm. Alte Pergamente und Folianten waren darauf ausgebreitet. An die Ränder der kostbaren Schriften hatte jemand Notizen gekritzelt, was vermutlich jedem Archäologen einen Herzinfarkt bereitet hätte.

Der Fußboden war mit edlem Parkett ausgelegt. An diversen Stellen waren Graben in das Holz gezogen und mit weißen Steinen aufgefüllt worden.

Rund um einen niedrigen Glastisch waren Sitzkissen gruppiert, auf der Platte stand ein Teeservice.

Er musste mit Schrecken erkennen, dass zwei der Teeschalen gefüllt waren. Dampf stieg von ihnen auf.

Da ist jemand vorbereitet.

Mit dem Gedanken endete die Dunkelheit.

»Erwischt«, sagte Eliska Novak. Grinsend stand sie im Durchgang zum Schlafzimmer. »Du hast dir Zeit gelassen. Ich dachte schon, der Tee wird kalt.«

Erfreut sie zu sehen, aber auch wütend darüber, erneut entdeckt worden zu sein, riss sich Alain die Maske herunter. »Das macht einfach keinen Spaß.« Er zog die Rose hinter seinem Gürtel hervor. »Eigentlich wollte ich die auf dein Kopfkissen legen.«

»Ha. Vermutlich hätte ich mich an den Dornen gestochen.«

»Die habe ich entfernt.« Nun war es an ihm zu grinsen.

Eliska kam auf ihn zugerannt. Beide gingen zu Boden, küssten sich stürmisch, als hätten sie sich seit Monaten nicht mehr gesehen. Alain konnte sich sein Gier nach dieser Frau, das Prickeln in seinem Bauch, als habe jemand eine Horde Schmetterlinge dort eingesperrt, und seine ständig feuchten Hände in ihrer Gegenwart, kaum erklären.

Bevor er weiter darüber nachdenken konnte, hatte sich Eliska ihrer Bluse entledigt. Das dunkelblonde Haar trug sie stets zu einem Pferdeschwanz gebunden, was sie jugendlich wirken ließ. Die feinen Grübchen um ihren Mund faszinierten ihn, er wollte jedes davon nachzeichnen. Ihr Lachen war euphorisierend. Ihr unergründlicher Blick fiel auf ihn herab.

»Wirst du weiterhin nur daliegen und mich anstarren oder deine Niederlage anerkennen, wie ein Mann?« Sie prustete über seinen verdatterten Blick.

»Na, warte.«

Er löschte das Licht.

Was folgte, war ein Gerangel, bei dem sie nach und nach ihre Kleidung verloren. Sie schafften es nicht mehr zum Bett. Stattdessen vergnügten sie sich direkt hier, im hereinfallenden Schein der Lichter von Paris.

***

Eliska sah sich um. Sie stand auf einer weiten Ebene, die in der Ferne abrupt endete.

Eine schwebende quadratische Fläche. Darunter gähnte ein schwarzer bodenloser Abgrund. Weit über ihr schwebte ein gigantischer Kubus aus Ziegelstein, der langsam rotierte. Auf den Seiten waren Schriftzeichen eingebrannt.

Der Mond über der Burg des Zauberers, Machtwechsel in aller Form.

Die Worte kamen ihr vertraut vor. Irgendwo hatte sie sie schon einmal gelesen. Doch so sehr sie sich zu erinnern versuchte, die Bilder entglitten ihr.

Trotzdem wusste sie abrupt, wovon die Rede war. Oder genauer: von wem. Mit dem Mond war Sara Moon gemeint, die Tochter Merlins, die anstelle ihres Onkels in Caermadhin residierte. Das hatte Zamorra zumindest gesagt.

Der Fall des Teufels bringt zurück, einen Sohn der Zigeunerin?

Rubin, Saphir und Opal, die Schatten des Lebens, verdammt zur ewigen Qual.

Ein Schauer jagte über ihren Körper. Erst jetzt bemerkte Eliska, dass sie die Worte nicht las. Jemand flüsterte sie immer dann, wenn die nächste Seite des Kubus sichtbar wurde. Eine Stimme, die sie kannte. Es war die Bibliothekarin, ihre Vorfahrin, eine der Ersten Magier, Hüterin des Wissens, die zu ihr sprach.

Eliska wusste auf der logischen Ebene ihres Denkens, dass das nicht möglich war. Die alte Frau war im Kampf gegen einen Splitter der Angst schwer verletzt worden und hatte sich daraufhin in einen Regenerationsschlaf zurückgezogen. Seitdem konnte niemand mehr die Bibliothek betreten.

Auch dieser Teil der Prophezeiung war ihr bekannt. Der Fall des Teufels, damit war Asmodis gemeint. Sein Sohn, Robert Tendyke, war aus der Hölle zurückgekehrt.

Rubin, Saphir und Opal erinnerten sie an das dunkle Anti-Paris, in dem sie mit Zamorra und Nicole gefangen gewesen war. In der düsteren Kopie der wirklichen Welt hatten Schatten von realen Personen gelebt, eingefroren in der Zeit. Auch Alain war ein solcher.

Ein Erster Magier im Schlaf der Genese, der Geist aus dem Gestern, holt aus zum Schlag.

Eliska wusste sofort, dass die Bibliothekarin hier von sich selbst und Svatopluk sprach. Dem ewigen Kampf, den Letzterer seinem unbekannten Meister widmete. Schon damals, als er die Stadt der Magier durch seinen Zugriff auf die Urquelle der Magie pervertiert und schließlich zerstört hatte, war es ihm darum gegangen.

Doch sein Meister war tot.

Ein Weg zur Hölle, zur Erde, ins Nichts, ein Meister vor der Rückkehr.

Ein Schatten erhebt sich und öffnet die Tore …

An dieser Stelle stürzte Eliskas Geist in Verwirrung. Die Zeilen sagten ihr nichts. Natürlich wurde recht deutlich, worauf sie anspielten, doch da die Identität des Unbekannten ein Rätsel war, standen auch Zamorra und Nicole vor einem Rätsel.

ORONTHOS.

Das Wort donnerte über die Ebene wie ein Orkan. Risse entstanden am Rand des festen Grunds, Teile davon bröckelten in die Tiefe. Die stabile Ebene, auf der Eliska stand, wurde kleiner. Die Schwärze fraß sich von außen nach innen vor.

Panik wallte in ihr auf.

Dann fiel ihr Blick auf die Unterseite des Ziegelsteinkubus, die jetzt sichtbar wurde. Auch dort gab es Worte, doch sie waren ihr neu.

Aus Nichts wird wieder Sein.

Vielfach das Böse.

Hölle und Erde.

Die Zeit der Verluste bricht an.

Die Worte hallten über die Ebene und verwehten im Nichts. Wie war das möglich? Eliska wusste, dass sie in lediglich vier Seiten des Kubus gesehen hatte. Die Schrift war in die Ziegel gebrannt gewesen. Obenauf hatte jemand eine Replik von Paris aus Ton gestellt, auf der der Eingang zum Anti-Paris sichtbar gewesen war.

Bevor sie jedoch einen weiteren Gedanken fassen konnte, hatte die Schwärze auch den letzten Rest der Ebene zerbröckeln lassen. Sie fiel …

… und fiel.

… und fiel.

Ruckartig kam Eliska in die Höhe. Sie lag nach wie vor zwischen Laken, neben ihr der gleichmäßig atmende Alain. Nachdem er sich gestern Nacht mehr als einmal verausgabt hatte, gönnte sie ihm die Erholung.

Was hat das zu bedeuten?

Nach ihrem seltsamen Schockzustand auf Château Montagne hatte es Tage gedauert, bis sie wieder genesen war. Zamorra, Nicole, Alain und sie hatten daraufhin recherchiert, jedoch kaum eine Möglichkeit gefunden, die Prophezeiungen zu interpretieren. Besonders der Hinweis auf den ORONTHOS hatte bei Zamorra alle Alarmglocken schrillen lassen. Die Hölle der Dämonen war ein Ort, an dem die furchtbarsten Feinde des Professors das Ende ihres Weges erreicht hatten.

Eliska wollte in ihre Jeans schlüpfen, die allerdings irgendwo im Hauptraum lag, der auch als ihr Arbeitszimmer fungierte. Stattdessen schlüpfte sie nackt wie sie war unter der Decke hervor und schlich aus dem Schlafzimmer. Es reichte, wenn einer von ihnen beiden nicht genug Schlaf bekam.

Draußen war längst die Sonne aufgegangen und tauchte das Loft in ein warmes Licht. Sie trat an die Glasfront und schaute hinab auf die erwachende Stadt. Dort unten stiegen die Menschen in die Metro, ein Taxi oder ihr Auto, lebten ihr Leben, gingen ganz gewöhnlichen Jobs nach. Niemand kroch durch Ruinen, kämpfte gegen Dämonen oder hörte in seinen Albträumen Prophezeiungen von einer Vorfahrin, die im Regenerationsschlaf lag.

Hinzu kam, dass wohl kaum jemand dort unten fast ein Jahrhundert lang in der Zeit eingefroren gewesen war. Ihre Eltern, ihr Bruder, sie alle waren tot. Nur ihre Nachfahren lebten noch, zu denen Eliska allerdings erst langsam eine tiefere Bindung entwickelte. Nach ihrem Erwachen aus dem Zeitschlaf hatte sie darüber nachgedacht, irgendwie in die Vergangenheit zurückzureisen – Artefakte dafür gab es genug –, um einfach ihr Leben im Jahre 1912 weiterzuführen. Theoretisch wäre das durchaus möglich gewesen. In dem Fall hätte es sie eben zwei Mal gegeben. Einmal im Zeitschlaf, einmal in wachem Zustand.

Bedauerlicherweise hätte das die Geschichte massiv geändert. In den archivierten Zeitungen von damals galt sie als verschollen. Eliska Novak war niemals wieder aufgetaucht und schließlich für tot erklärt worden.

Es schmerzte sie noch immer.

Zwar hatte sie in der Gegenwart Freunde gefunden – nicht zuletzt Nicole und Zamorra –, sich mit dem alten Gold und den Diamanten mittels Aktien eine Holding aufgebaut, und nun in Alain einen Seelenverwandten und Partner gefunden. Trotzdem war da stets dieser Schmerz am Rande ihres Empfindens, selbst in den glücklichsten Momenten.

»Kannst du nicht schlafen?« Starke Arme legten sich von hinten um ihre Hüfte. Ein Kuss wurde in ihren Nacken gehaucht. Sofort bekam sie eine Gänsehaut, die das Rückgrat nach unten wanderte.

Eliska lächelte. »Sie sind ein Detektiv, Monsieur Voleurrouge.«

»Raus damit, was ist los?«

»Wie kommst du darauf, dass etwas los ist?«

»Eliska.« Er löste seine Arme. Sanft drehte er sie herum, schaute ihr tief in die Augen. »Keine Spielchen. Was ist passiert?«

Sie seufzte. »Ein Albtraum.« Mit wenigen Worten erzählte sie davon.

»So etwas solltest du nicht vor mir verheimlichen«, sagte er scharf. »Immerhin hänge ich in der Sache ebenfalls mit drin.«

Augenblicklich fühlte Eliska sich schuldig. Er hatte recht. Während sie im Schlaf ein Jahrhundert übersprungen hatte, war Alain in einer ewigen Kopie seines Paris gefangen gewesen. Es war nicht ganz ein Jahrhundert, doch auch er war in diese Zeit geworfen worden und lernte täglich neue Dinge kennen. Wie einsam musste er sich nur fühlen?

Ihm geht es wie mir. »Es tut mir leid.«

Er blickte ihr tief in die Augen. Nach einigen Sekunden nickte er. »Ich weiß.«

»Was also machen wir nun?«

Schweigen senkte sich herab.

Beide sagten gleichzeitig: »Zamorra und Nicole.«

***

Vor einigen Wochen

Svatopluk stand am Rande des Steinkreises und lächelte. Der Tag war gekommen. Mosaikteil fügte sich an Mosaikteil, ließ ein Bild entstehen, das außer ihm niemand bisher erkannt hatte. In wenigen Minuten würde sich das Portal schließen, das Hölle und Erde miteinander verband. Dabei würden für einen einzigen Augenblick ORONTHOS und Erde miteinander verbunden sein.

Er wusste nicht, wie sein Meister es zuwege gebracht hatte, seine Nichtexistenz vorauszusehen und Maßnahmen zu ergreifen, doch tatsächlich war es gelungen.

Der Mond schob sein Antlitz zwischen den Wolken hervor. Die grauen Findlinge wirkten wie tote Finger, die gen Himmel ragten. Im Zentrum hatte er mit weißer Farbe ein Pentagramm auf den Boden gemalt. Es war ein Spiegel jener Symbole, die auf Merlins Stern angebracht waren. Eines Tages würde Zamorra erfahren, dass er selbst eine wichtige Rolle im großen Plan eingenommen hatte.

Es sind die größten Idealisten, die sich am leichtesten zu einem Werkzeug umfunktionieren lassen.

Zwei Entitäten würden erscheinen. Soweit ihm bekannt war, war noch niemals zuvor jemand aus dem ORONTHOS entkommen. Wie auch? Die Schriften besagten, dass ein Dämon sich auf der anderen Seite seiner selbst nicht länger bewusst war. Das Sein war nicht mehr als ein treibender Schatten in der Unendlichkeit. Doch irgendwie war es dem Meister gelungen, einen Teil seines Geistes davor zu bewahren. Svatopluk verstand es noch nicht vollständig.

Der Plan sah vor, dass zwei Entitäten zurückkehrten und für die Kämpfer des Lichts die Zeit des Verlustes einleiten würden.

Armer Zamorra.

Irgendwo weit entfernt griffen die winzigen Zahnräder ineinander, näherte sich die Kette aus Ereignissen ihrem Ende. Sara Moon kehrte zurück. Robert Tendyke war schon vor Wochen gekommen. Asmodis verfolgte seine ganz eigenen Pläne, dank ihm bestand der Tunnel. Doch er würde kollabieren und die Verbindung zum ORONTHOS erst möglich machen. So einfach kam das Verhängnis. Unbemerkt vor aller Augen.

Das Geäst der Bäume raschelte, der Wind frischte auf. Vom nahen Tümpel wehte der Geruch von brackigem Wasser herüber. Mit einem Mal war die Luft erfüllt von Magie. Im Gewebe des Seins veränderte sich etwas. Er konnte spüren, wie die Verbindung zur Hölle abriss. Der Moment war gekommen.

Svatopluk griff hinaus und erfasste die Energie der magielosen Zone, von wo er einst die Angst angezapft hatte. Unbemerkt von den anderen hatte er einen Teil der magischen Kraft in der Substanz der Zone gespeichert. Rein, pur, kraftvoll. Gespeichert, um im Augenblick der Entscheidung die Rückkehr seines Meisters einzuleiten.

Die Glieder der Kette entstanden in seinem Geist.

Elena Novak. Eliska Novak. Die Verbindung zur Angst. Die tote Zone.

Svatopluk konnte spüren, wie die erste Präsenz zurückkehrte. Belial. Der uralte Dämon kam, ohne zu ahnen, dass er als Träger diente. Er zog eine Nabelschnur durch den Tunnel hinter sich her.

Er kam.

Urgewaltig, böse, intelligent. Mit jedem Meter, den er zurücklegte, kehrte auch sein Wissen zurück, sein Ich. Die destruktive Energie des ORONTHOS schwappte herüber, er spürte, wie sein Denken zerfaserte. Die Öffnung war gefährlich. Schon spürte er, wie ihn Lethargie überkam.

Gerade noch rechtzeitig erschien der Meister. Seine Essenz zog sich zusammen, wurde körperlich.

Zerfaserte.

Etwas stimmt nicht.

Für einen Augenblick sah er das Äußere, das sein Meister einst besessen hatte. Ebenso schnell war es wieder verschwunden.

Der Tunnel fiel in sich zusammen.

Svatopluk begriff, dass selbst der beste Plan niemals vor Fehlschlägen gefeit war.

***

Heute

»Es hat sich so viel verändert«, erklang die Stimme des Meisters. »Zeit ist vergangen.«

Sie standen gemeinsam auf dem Dach und schauten über das belebte Frankfurt. Nun, genau genommen war es Svatopluk, der stand. Er überblickte das wertlose Gewimmel tief unter ihnen.

»Warum trägst du diese Kleidung?«

Es war das erste Mal, dass der Meister ihn das fragte. Seit seiner Rückkehr studierte er die politischen Gegebenheiten auf der Erde, die Veränderungen, die die Hölle nach ihrer Zerstörung und Wiedererstarkung ergriffen hatte. Insbesondere interessierte er sich für Frankreich.

»Ich habe meinen Feind lange Zeit studiert«, sagte Svatopluk. »Er bevorzugt einen weißen Anzug. Um ihn aus der Fassung zu bringen, seine Freunde zu verwirren, habe ich damit angefangen. Ich finde, er steht diesem Körper.«

Für einige Zeit herrschte Stille. Svatopluk konnte nicht genau sagen, worüber der Meister nachdachte. Da bei der Rückkehr etwas schief gegangen war, befand sich nicht sein Körper hier, nur ein diffuses energetisches Etwas.

»Ich hasse weiße Anzüge«, erklang es aus der Anballung geistiger Essenz. »Ich hasse rote Hemden. Ich hasse sein dunkelblondes Haar, das überlegene Lächeln. Und ich hasse das verdammte Amulett.«

Svatopluk begann sofort damit, sein Hemd aufzuknöpfen.

»Was tust du?«, fragte der Meister.

»Ich entferne die Kleidung, die Euch nicht gefällt.«

Ein Lachen erklang. »Das ist nicht notwendig. Aber es freut mich zu sehen, dass du nichts von deiner Ehrerbietung verloren hast.«

Svatopluk schloss den obersten Knopf wieder. »Woher kennt Ihr den Meister des Übersinnlichen?«

»Nenn ihn nicht so!« Sofort veränderte sich die Stimmung des Meisters, er konnte es spüren. »Er ist nur ein Mann. Eher ein Unkraut. Das obendrein noch verdammt viel Glück besitzt.« Ein Schnauben erklang. »Zamorra. Zamorra deMontagne. Zeitreisen sind etwas sehr Komplexes. Ich habe früh dafür gesorgt, dass im Falle meines Todes eine Möglichkeit zur Rückkehr besteht. Zumindest eine theoretische. Niemand hat den ORONTHOS zuvor gesehen, er ist eine ewige grausame Legende.«

»Aber was jetzt?«

»Jetzt«, sagte der Meister, »v

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