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Professor Zamorra - Folge 1054

Die Seelenstadt

von Christian Schwarz

Milners Tankstelle, Trafford, England

Die Zapfsäulen der kleinen Tankstelle flogen zuerst in die Luft. Begleitet von Explosionsdonner raste eine Wand aus Feuer und Rauch auf Agent Jordan Sinclair zu. Eigentlich eine Umgebung, in der er sich absolut heimisch und wohl fühlte. Trotzdem schrie er voller Entsetzen und fand, dass er das glänzend machte. Gleichzeitig duckte er sich und warf sich auf den Fahrersitz des Polizeiautos, das mit offener Fahrertür da stand und hinter dem er Deckung gesucht hatte. Es gelang ihm gerade noch, die Tür zuzuziehen. Dann war die Stoßwelle da.

Die Detonationsfront, die zugleich die Flammfront darstellte, kam mit Urgewalt. Sie erfasste das weißgelbblaue Polizeiauto, hob es an und drückte es gegen den Vauxhall, über dessen Steuer der von Sinclair erschossene Bombenbauer Peter Milner zusammengesackt war. Das Polizeiauto knallte gegen die Fahrerkabine des Vauxhall, schanzte über die Dachkante, kam dadurch ins Drehen und wirbelte sich viele Male überschlagend durch die Luft. Der Druck schoss es förmlich weg. Die Scheiben platzten. Brennendes Benzin spritzte über das Auto.

Die Welt um Sinclair drehte sich plötzlich mit rasender Geschwindigkeit. Der Dämon umgab sich mit einer Schutzsphäre. Die gigantischen Kräfte, die hier wirkten, konnten ihm durchaus gefährlich werden, wenn er nicht aufpasste – zumal in seiner menschlichen Gestalt.

Schließlich soll in diesem kleinen wunderschönen Spielchen ja nicht ich das Opfer sein …

Le-Hev-Hev hatte trotz der Schutzsphäre das Gefühl, in einer Achterbahn zu sitzen, die sich gleichzeitig nach mehreren Seiten überschlug. Instinktiv, mit knirschenden Zähnen, klammerte er sich an das Steuerrad des Polizeiautos. Nur nicht loslassen! Sonst würde er hinausgeschleudert.

Sein Körper verdrehte und dehnte sich, wurde gestaucht und malträtiert. Er war nun mal kein Erzdämon. Irgendetwas knallte ihm gegen die Hüfte. Sein Schädel machte unsanfte Bekanntschaft mit der Automatikschaltung. Außerdem war es plötzlich wunderbar heiß. Das immerhin.

Im Innenraum spritzte ebenfalls brennendes Benzin umher. Er sah es auf seinen Armen, an der Schutzweste, an der Decke, überall. Es erreichte ihn trotzdem nicht, weil die Schutzsphäre dazwischen lag.

Das Auto krachte auf den Boden und schlidderte weiter. Dabei überschlug es sich noch ein paar Mal und erreichte das Gelände des benachbarten Fast-Food-Restaurants. Dort mähte es eine Schaukel nieder und rutschte in eine Sitzgruppe, in der gerade ein altes Paar seine Burger verspeiste. Mit weit aufgerissenen Augen, ohne dass sie irgendeine Reaktion gezeigt hätten, wurden die beiden von dem weißgelbblauen Schrotthaufen getroffen und auf der Stelle getötet.

Le-Hev-Hev kicherte kurz, auch wenn die beiden Alten für ihn verloren waren. Aber um die ging es ihm auch nicht.

Im Moment hatte er das Gefühl, er würde in viele kleine Stücke zerrissen. Irgendetwas, mindestens so groß wie die Tower Bridge, knallte vor seine Brust. Das alles hatte er nun nicht mehr im Griff. Egal. Er tat so, als wolle er das brennende Benzin löschen. Möglicherweise wurde er ja beobachtet. Und es musste alles echt aussehen.

***

Thanh Duke war stolz auf sich. Seit einem halben Jahr arbeitete der kleine Mann mit vietnamesischen Vorfahren im Burger-Restaurant an der A 56 in Trafford und hatte es bereits zum stellvertretenden Schichtleiter gebracht. Er war nicht nur fleißig, sondern auch extrem sauber, weswegen ihm Peter Milner und dessen Müllhalde in direkter Nachbarschaft von Anfang an ein Dorn im Auge waren. Das hatte er übrigens mit den Geschäftsführern der angrenzenden Einkaufsmalls und Hotels gemeinsam, aber Milner hatten entsprechende Vorstöße und Ermahnungen seiner Nachbarn nie interessiert.

»Mit dem Kerl nimmt es noch mal ein böses Ende«, pflegte Thanh Duke immer wieder zu sagen. Wie böse, hätte er sich aber selbst in seinen schlimmsten Albträumen nicht ausgemalt. Er hatte gerade Dienst, als bewaffnete Polizisten möglichst unauffällig das Dreckloch von Tankstelle besetzten. Duke, der das benachbarte Areal genau im Blickfeld hatte, fühlte sein Herz plötzlich hoch oben im Hals schlagen. Er konnte die großen gelben Buchstaben auf den Schutzwesten der Männer deutlich erkennen.

Special Forces, schoss es ihm durch den Kopf. Milner ist nicht nur eine Drecksau, sondern auch noch ein Verbrecher!

Die Bullen verschwanden in der Tankstelle. Eine Weile geschah gar nichts, während Duke vor Aufregung an den Fingernägeln knabberte. Als kurz darauf irgendwo Schüsse fielen, flohen nicht nur die Kunden des Restaurants in heller Panik, sondern auch die meisten Angestellten. Thanh Duke blieb. Er war sensationslüstern und wollte sehen, was dort drüben abging.

Und wenn dabei Milner vor die Hunde geht, umso besser.

Fahrzeuge der Greater Manchester Police rasten mit Blaulicht und Sirene auf die Tankstelle und bildeten eine Front. Schwer bewaffnete Polizisten stiegen aus und gingen hinter den Autos in Deckung. Gewehrläufe wurden über die Autodächer geschoben. Sie glänzten im Sonnenlicht.

»Mannomann«, murmelte Duke halblaut, um seine Anspannung in den Griff zu bekommen, lockerte unbewusst seinen Krawattenknoten und wischte sich dann mit dem Handrücken den Schweiß von der Stirn. »Das ist ja wie im Film. Wenn ich das heute Abend Roy und Gene erzähle, die werden neidisch sein ohne Ende. Hab ich’s nicht immer gesagt, dass Milner auch noch Dreck am Stecken hat? Sauber ums Haus, sauber im Geist. Da ist schon was dran, was meine Mum immer erzählt.« Hätte er nicht ohnehin schon eine ziemlich platte Nase gehabt, sie wäre es nun vom vielen an die Scheibe drücken zweifellos geworden.

Darüber hinaus sah Thanh Duke nicht, was passierte, da sich die entscheidenden Szenen auf der anderen Seite der Tankstelle und Milners Haus abspielten. Plötzlich aber erschien ein großer, sehniger Mann im dunklen Anzug auf der Bildfläche. Er hatte ebenfalls eine Schutzweste an. Einer von den Special Forces. Vielleicht sogar von der legendären Einheit SQ19. Was für ein Hammer! Der Kerl marschierte ohne zu zögern über den freien Platz zwischen der Tankstelle und Milners Haus und ging dann hinter einem Polizeiauto in Deckung. Zwei Polizisten, die bereits da standen, fassten sich an die Hutkrempe und rückten zur Seite.

Cool, dachte Thanh Duke. Das muss ’n ganz hohes Tier sein. Die haben voll Respekt vor dem. Vielleicht doch ein SQ19. Den Typ möchte ich gerne mal kennenlernen!

»Ich steige jetzt mit der Geisel in den Vauxhall!«, brüllte plötzlich eine Stimme, die Duke als die von Milner erkannte. »Und ihr lasst mich gefälligst fahren! Ich verlange freien Abzug! Freien Abzug! Habt ihr das verstanden?«

Scheiße, Milner hat sich noch ’ne Geisel geschnappt, bevor die ihn umnieten konnten! Da müssen ihn jetzt eben die Scharfschützen wegpusten …

Duke sah den Einschlag einer Kugel in Milners blöden Kopf vor seinem geistigen Auge, er sah das Hirn spritzen und hoffte, dass diese Bilder direkt in seinem Blickfeld Wirklichkeit werden würden.

Der Agent hob die Hände über den Kopf. »Was haben Sie mit der Frau vor, Milner?«, brüllte er zurück. Duke konnte jedes Wort verstehen. Weil er die Szenerie im Gegensatz dazu nicht gut genug überblicken konnte, rannte er die Treppe hoch in den ersten Stock. Dort gab es eine Abstellkammer, von der aus er optimale Sicht hatte.

»Wow«, flüsterte er schwer beeindruckt vor sich hin. »Wow.« So etwas würde er wohl nie wieder erleben. Einmaliges Live-Kino. Tatsächlich hatte er nun beste Sicht auf den Verbrecher.

Milner, das Dreckschwein, hatte eine ältere Frau als Geisel. Er drückte ihr eine MP gegen die Schläfe und verschwand soeben mit ihr im Kassenhäuschen. Duke wurde es ganz schummerig, als er daran dachte, wie wütend Milner ein paar Mal auf seine Vorhaltungen reagiert hatte. »Da hab ich verdammtes Glück gehabt, dass der mich nicht über den Haufen geschossen hat«, murmelte er vor sich hin. »Das ist ja ein verdammter Killer, wahrscheinlich eine Riesennummer. Verdammt, warum knallen die Bullen den nicht einfach ab? Los, schießt endlich, Jungs. Ich will ihn sterben sehen. Ja, tot will ich ihn sehen. Tot.«

Thanh Duke beugte sich so weit aus dem Fenster, dass er fast hinausgefallen wäre. In seinen Augenwinkeln schimmerte es feucht, so angespannt war er jetzt. Ein Schauer nach dem anderen lief über seinen Rücken.

Milner kam wieder aus dem Kassenhäuschen. Er hielt weiterhin die MP in der Hand, zwang seine Geisel in den alten Vauxhall und stieg selber ein. Grenzenlose Enttäuschung machte sich in Duke breit. »Die werden den doch nicht fahren lassen? Das können die nicht machen. Der Schmutzfink kommt womöglich zurück und rächt sich an allen, die ihn angemacht haben.«

Der Vauxhall mit Milner am Steuer rollte langsam an dem Agenten vorbei, der die Verhandlungen geführt hatte. Der fixierte den Gangster genau. Plötzlich zuckte seine Hand an die Hüfte. Mit einer Pistole erschien sie wieder. Er richtete sie blitzschnell auf den Vauxhall.

Dukes Herz übersprang zwei Schläge. Adrenalin schoss in seine Blutbahn. »Neiiiiin!«, schrie der Agent und schoss. Gleichzeitig flog die Tankstelle in die Luft! Eine mächtige Detonation ertönte, um die Zapfsäulen bildete sich ein riesiger Feuerball, der sich blitzschnell ausdehnte.

»Oh mein Gott.«

Thanh Duke begriff schnell. Bevor der Agent Milner erledigte, hatte dieser noch eine Bombe zünden können. Wahrscheinlich hatte er sie für einen solchen Fall bereits in die Tankstelle eingebaut gehabt. Und nun den Zünder geholt, als er noch einmal mit der Geisel im Kassenhäuschen verschwunden war.

Duke erlebte die nächsten Szenen wie in Zeitlupe. Der Agent warf sich in das Polizeiauto. Für einen Moment flimmerte es um den Mann. Duke glaubte, in dem Flimmern die Gestalt eines großen Teufels wahrzunehmen. Mit Hörnern, grell glühenden roten Augen, schwarz behaartem, muskulösem Körper und einem peitschenden Schwanz. Verwirrt schüttelte der Mann den Kopf. Was für einen Streich spielte ihm seine Fantasie da gerade eben?

Im nächsten Moment war das Flimmern wieder verschwunden. Einer der beiden Bullen nebenan blieb stehen, der andere wollte sich herumwerfen und flüchten. Er konnte nur noch zwei Schritte machen. Dann war die Druckwelle heran. Der flüchtende Bulle verschwand in der Flammenwand. Das Polizeiauto wurde von der Stoßfront erfasst und über den Vauxhall mit Milners Leiche hinweg geschleudert, den das Feuer ebenfalls überrollte. Den zweiten Bullen zermalmte es dazwischen. Mit offenem Mund sah Duke das Polizeiauto direkt in seine Richtung fliegen. Während es aus der Druckwelle heraus wirbelte und nach unten fiel, schien die Feuerwalze dahinter sogar noch anzusteigen. Zischend kam sie auf ihn zu.

Duke ließ sich fallen. Keine Sekunde zu früh. Über ihm fuhr die Druckwelle durchs offene Fenster und weiter durch die offene Tür. Brennendes Benzin kam mit herein, spritzte an die Wände und setzte sie sofort in Brand. Die Hitze war für einen Moment unerträglich.

Duke hatte Glück. Die veränderten Druckverhältnisse waren nicht mehr stark genug, um ihm das Trommelfell platzen zu lassen. Er keuchte, hustete, rappelte sich hoch und stürzte aus dem brennenden Zimmer. Daneben lag der obere Gastraum. Niemand war mehr hier. Die Druckwelle hatte sich hier fast schon verlaufen und kaum noch Schäden angerichtet.

Der Mann hastete die Treppen hinunter. Das brennende Zimmer interessierte ihn nicht. Ich muss den Agenten retten, hämmerte es in seinem Kopf. Dann werde ich berühmt. Lebensretter. In jede Talkshow laden die mich dann ein. Der rettende Engel von Trafford!

Thanh Duke schnappte sich den Feuerlöscher am Eingang und entsicherte ihn. Das Polizeiauto stand wundersamerweise auf den zerstörten Reifen in der Sitzgruppe auf der Terrasse. Es war nur noch ein deformierter Schrotthaufen. Flammen leckten an einigen Stellen über das Blech. Duke sah zwei Leichen. Alte Leute.

Ihr wart wohl taub. Warum seid ihr nicht abgehauen wie die anderen?

Sie kümmerten ihn momentan nicht. Er deckte den Schrotthaufen mit Löschschaum ein, bevor er explodierte. Im Innern sah er den Agent bewegungslos und verkrümmt auf den Vordersitzen hängen. Sein linker Arm war seltsam verrenkt. Flammen tanzten auf seinem Körper und auf seinem Gesicht. Es schien ihm, als könnten sie der Haut des Agenten nichts anhaben. Duke sprühte den Mann ebenfalls mit Schaum ein und hielt voll auf dessen Gesicht. Die Flammen erloschen.

Bitte, lieber Gott, lass ihn nicht tot sein, flehte er inständig, als er keuchend begann, den Bullen aus dem Auto zu ziehen. Vermassle mir nicht die Chance meines Lebens …!

Thanh Duke hatte in mehrerlei Hinsicht Glück. Der Körper lag günstig. Er konnte ihn unter den Schultern fassen und Stück für Stück zum Fenster herausziehen. Auch wenn er nicht so aussah, verfügte der Mann doch über beträchtliche Körperkräfte und war ziemlich zäh. Dass Thanh sich am immer noch glühend heißen Türgriff verbrannte, registrierte er kaum.

Vorsichtig legte er den Körper des Agenten auf dem Boden ab. Und befreite das Gesicht vom Löschschaum. Die Augen des Mannes waren geschlossen. Er legte sein Ohr an den Mund des Reglosen. Kein Zweifel, der Mann atmete noch, wenn auch schwach. Duke fiel ein Stein vom Herzen. Das Inferno nebenan interessierte ihn kaum. Er nahm sein Handy und wählte den Notruf 999.

Als er mit der Lady an der anderen Seite der Verbindung sprach, lief es ihm plötzlich eiskalt über den Rücken. Das Gesicht des bewusstlosen SQ19-Agenten verzog sich zu einem höhnischen Grinsen. Für einen Moment öffnete sich das rechte Auge.

Und zwinkerte ihm zu.

***

Police Assistant Chief Constable Sharon Elias, die den Einsatz gegen Milner leitete, versuchte nach außen hin kühl zu bleiben. Doch der Knoten in ihrem Magen war so hart, dass man Jordan Sinclair damit hätte erschlagen können. Und genau das hätte sie am liebsten getan in diesem unglaublich bitteren Moment.

Ich bin am Arsch. Meine Beförderung, ach was, meine ganze Karriere ist dahin. Ich muss froh sein, wenn sie mich nicht hochkant rauswerfen und mich irgendwo noch als Streifenpolizistin gehen lassen. Und das alles wegen dieses Blödmanns!

Elias war wie gelähmt, aber die Situation war ihr schon wesentlich früher entglitten. Sie, die Makel- und Tadellose, die vor allem in Taktik immer mit Bestnoten glänzte, hatte sich bei diesem Einsatz zu einigen katastrophalen Fehlern hinreißen lassen.

Angefangen hatte es damit, dass Sinclair in ihrem Büro bei der Greater Manchester Police aufgetaucht war und ihr arrogant seinen Ausweis unter die Nase gehalten hatte.

»Hören Sie, Elias, ich bin dem Bombenbastler auf der Spur, der seit Jahren Anschläge in London und Edinburgh verübt. Er heißt Peter Milner und betreibt offiziell eine Tankstelle in Trafford. Wir werden den Kerl hochgehen lassen. Ich leite selbstverständlich den Einsatz.«

Dummerweise gehörte Sinclair der geheimnisumwitterten SQ19-Spezialabteilung für Terrorismusbekämpfung an und war ihr somit gegenüber weisungsbefugt. Trotzdem hatte sie sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen und ihn beschworen, dass es sinnvoller wäre, wenn sie den Einsatz leitete – weil sie die örtlichen Verhältnisse besser kannte.

Wider Erwarten hatte Sinclair zugestimmt und damit für großes Aufatmen bei Sharon Elias gesorgt. Sie war nämlich eine von drei Kandidaten für die Nachfolge von Neil Webcast. Der Chief Constable des Greater Manchester Police Departments war im Dienst erschossen worden. Und die besten Chancen auf den Posten wurden Chris Smalling eingeräumt.

Wenn sie es aber schaffte, den Bombenbauer zu schnappen, war sie vorne, ganz sicher.

Das Schicksal selbst hatte ihr also die große Chance beschert, auf die sie nicht gehofft hatte.

Und ich habe sie wieder versaut.

Mit einem Special-Forces-Kommando waren Sharon Elias und Jordan Sinclair bei Milners Tankstelle aufgetaucht. Sie hatten Milner bereits sicher gehabt. Doch bei der Durchsuchung seiner Wohnung war der Bombenbauer dabei gewesen – und hatte plötzlich eine Uzi hinter dem Sofa hervorgezogen. Elias hatte ihn gesichert, sich aber von Sinclair kurz ablenken lassen.

Der erste schwere Fehler.

Zwei Polizisten waren tanzend im Kugelhagel gestorben, während sich Sinclair feige verdrückt hatte. Milner war abgehauen und in Richtung des benachbarten Supermarkts geflüchtet. Sharon Elias wollte ihn nicht entkommen lassen und hatte ihn mit ihren Männern direkt auf dem Supermarkt-Parkplatz gestellt.

Der zweite schwere Fehler.

Denn Milner wurde so in die Enge getrieben, nahm eine ältere Frau als Geisel und verlangte nun freien Abzug. Das war der Status Quo. Nun stand sie mit erhobenen Händen dem Bombenbauer gegenüber, der seiner Geisel mit verzerrtem Gesicht die Uzi an die Schläfe drückte.

Dass sie als Einsatzleiterin direkt an der Jagd beteiligt gewesen war, durfte sie als dritten schweren Fehler verbuchen. Denn damit hatte sie die Einsatzleitung komplett aus dem Spiel genommen; zumal auch ihre Stellvertreterin Kate Sykes bei Milners Attacke erschossen worden war. Sinclair, dieses Mistschwein, hatte keine offizielle Befugnis. Sie wusste nicht mal, wo er sich im Moment aufhielt und wie es ihm ging.

Die Greater Manchester Police fuhr mit weiteren starken Einsatzkräften auf die Tankstelle. ...

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