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Professor Zamorra - Folge 1034

Die Wehen der Zukunft

von Simon Borner

»Ich bin nicht Ihr Feind«, keuchte Professor Zamorra. Blut lief ihm über das Gesicht, und sein Atem ging stoßweise. »Das müssen Sie doch begreifen! Ich bin hier …«

Er stöhnte auf, als die nächste Salve ihn traf. Gleißend helle Fäden aus magischer Energie berührten seinen geschundenen Leib, ließen jeden Muskel, jede Faser brennen wie Höllenfeuer.

Der Angriff verging. Zamorra fiel auf die Knie. Die Welt drehte sich vor seinen Augen, doch er durfte nicht kapitulieren. Er war so nah dran. Hoffte er. Seine Lippen bebten, und seine Stimme war nur mehr ein Krächzen. »Ich bin hier … um Ihnen zu helfen.« Dann erst sah er seinem Peiniger wieder ins Gesicht.

Finn Cranston legte den Kopf in den Nacken und lachte.

»Eine Geburt ist wie das Öffnen eines Fensters, durch das sich plötzlich eine erstaunliche Perspektive bietet. Denn was ist geschehen? Ein Wunder. Man hat das Nichts eingetauscht gegen die Möglichkeit von Allem.«

William MacNeile Dixon

Kapitel 1
Schockwellen

Zwei Nächte zuvor

Die Nacht hatte die Felder rechts und links der Loire fest im Griff. Dichte Nebelschwaden wallten vom Flussbett her und zogen über die verlassenen Äcker und Wiesen, strichen um die alten Außenmauern des Château Montagne. Fahles Mondlicht fiel vom Himmel hinab und tauchte die Szenerie in geisterhaften Schein. Irgendwo heulte sogar eine einsame Eule.

Zamorra seufzte. Er stand am Fenster seines Arbeitszimmers im Nordturm des knapp tausend Jahre alten Anwesens. Sein Blick ging ins Freie, doch eigentlich sah er nur die Bilder, die vor seinem geistigen Auge schwebten.

»Sind Sie sich denn absolut sicher?«

Die Stimme riss ihn aus seinen trüben Gedanken. Zamorra blinzelte, strich mit der linken Hand nachdenklich über die steinerne Fensterbank. »Ich wünschte, ich wäre es nicht«, sagte er leise.

»Monsieur, Sie übertreiben.« Die Stimme tadelte sanft, aber sie tadelte. »Wenn die Sachlage ist, wie Sie es ermittelt haben, dann … nun ja, dann muss entsprechend darauf reagiert werden.«

Jetzt drehte Zamorra sich um. William stand noch immer mitten im Arbeitszimmer, gleich neben dem hufeisenförmig geschwungenen Schreibtisch mit dem Computer und der inzwischen leeren Platte mit Käsebroten von Madame Claire. Trotz der späten Stunde und der immensen Recherchearbeit, die hinter ihnen beiden lag, wirkte der Butler nach wie vor hellwach und wie aus dem Ei gepellt. Seine schwarz-weiße Kluft war faltenfrei und makellos sauber, seine Frisur in Schuss, seine Miene aufmerksam und geduldig.

»Ihre Ausdauer ist bemerkenswert«, murmelte der Professor. Ungeachtet der Umstände musste er schmunzeln. »Und höchst willkommen. Danke, William. Wirklich. Ohne Sie hätte diese Nacht ein Debakel werden können.«

»Ich tat nur, was Sie mir auftrugen, Monsieur«, erwiderte er bescheiden. »Die Ideen kamen von Ihnen.«

Genau da lag das Problem, oder? Zamorra konnte das Ergebnis seiner Forschung nicht ignorieren. Obwohl er es wollte – mehr denn je. Wochenlang hatte er geprüft und gegengeprüft, nur um seine kühnsten Befürchtungen nun belegt zu sehen. »Und jetzt haben wir den Salat.«

William trat neben ihn, sah ebenfalls aus dem noch offenen Fenster. Die Nachtluft war kalt, aber das tat nach den langen Stunden des Arbeitens gut. Und die Ruhe, die draußen herrschte, war ohnehin unbezahlbar. Sie entschädigte für den Trubel des Tages und die Anstrengungen des extrem spät gewordenen Abends.

»Idyllisch«, sagte der Butler und zog Luft durch die Nase ein. »Man vergisst zu leicht, wie schön man es doch hat, finden Sie nicht auch? Wie geht die Redewendung noch gleich? Den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen?«

Zamorra sah ihn an. Es war ungewöhnlich, dass William derart deutlich die Gesprächsinitiative übernahm, aber er ließ ihn gern. William war um Längen klüger als mancher Besucher des Châteaus es ihm unterstellte. »Worauf wollen Sie hinaus?«, fragte der Professor.

»Manche Anstrengungen sind ihrer Mühen wert.« William lächelte, den Blick nach wie vor der Nacht und der Loire zugewandt. »Manche Wälder verdienen es, dass man sich ihrer immer wieder neu erinnert. Dass man sie nicht aus dem Blick verliert, auch wenn das einfacher wäre.«

Der Meister des Übersinnlichen sah zurück zum Schreibtisch. Der Computermonitor zeigte noch immer die Ergebnisse der jüngsten Simulationen, und die dicken, in Leder gebundenen Folianten, unter deren Gewicht der Tisch beinahe zusammenbrach, lagen nach wie vor an äußerst vielsagenden Stellen aufgeschlagen herum. Als wollten sie ihn an das erinnern, was er dank ihnen festgestellt hatte.

Unzweifelhaft festgestellt. Die Schockwellen-Theorie der vergangenen Tage hatte ihm den letzten Beweis geliefert.

»Einfach wird das nicht«, murmelte er und dachte an die Aufgabe, die vor ihm lag.

William drehte den Kopf zu ihm um und schmunzelte, doch in seinen Augen lagen Verständnis und Mitgefühl. »Wann war dieser Beruf je einfach?«, fragte der Butler.

Auch dem konnte der Professor nicht widersprechen. Obwohl er es wollte.

***

Andy Sipowicz schrie schon, als die Schwingtür der Notaufnahme aufflog. »Einen Arzt! Wir brauchen sofort einen Arzt!«

Seine rothaarige Begleiterin senkte den Blick und hielt sich krampfhaft an den Lehnen des Rollstuhls fest.

Die Notaufnahme des St. Mary and Joseph-Hospitals im New Yorker Stadtteil Bronx war der reinste Taubenschlag. Menschen aller Altersklassen und Nationalitäten saßen, lagen oder standen in den weiten Fluren und dem Empfangsbereich nahe des Aufnahmeschalters herum. Einige wirkten sichtlich krank, hatten Ausschlag, Wunden oder dicke Verbände am Körper, andere machten eher einen gelangweilten Eindruck.

Letzteres traf allerdings nicht auf die Matrone in Weiß zu, die Andy soeben den Weg versperrte. »Immer mal langsam mit den jungen Pferden, ja?«, knurrte sie und warf ihm einen Blick zu, den die Tea-Party-Spinner in Washington vermutlich schon als Massenvernichtungswaffe deklariert hätten. »Wo brennt’s denn?«

Andy zögerte nicht. »Wir brauchen sofort einen Arzt, Miss …« Er sah zum Namensschild auf ihrem Schwesternkittel. »… Steelbummer? Ernsthaft?«

Seine Begleiterin rammte ihm unsanft einen Ellbogen gegen die Hüfte.

»Miss Steelbummer.« Andy nickte. »Wir brauchen … nein, keinen Arzt. Streichen Sie das. Was wir brauchen, ist ein Spezialist! Haben Sie sojemanden da?«

Steelbummer – knapp eins neunzig groß und mit einer fast schon bedrohlich zu nennenden Oberweite gesegnet – atmete tief aus. Sie schien wenig Freude an ihrer Arbeit zu haben und Momente wie diesen besonders zu hassen. »Mister …«

»Sipowicz, Miss. Andy Sipowicz. Und das ist …«

»Mister Sipowicz«, fiel sie ihm schnaubend ins Wort. »Welcher von unseren Mitarbeitern sich Ihrer Sache annehmen wird, entscheiden wir und nicht Sie, ist das klar? Wann wir uns Ihrer Sache annehmen, entscheiden wir ebenfalls selbst. Und wenn Sie mich fragen, macht Ihre Begleiterin keinen sonderlich kranken Eindruck. Sie selbst allerdings …«

Nun ergriff die Frau im Rollstuhl, den Andy geschoben hatte, das Wort. »Es ist sein Erstes«, sagte sie entschuldigend.

Steelbummer sah sie an. Dann schmunzelte sie. Es schien eine Art stummes Verständnis zwischen den beiden Frauen entstanden zu sein – eine nonverbale, nur mit Blicken stattgefundene Unterhaltung. Und mit einem Mal war Steelbummers Türsteher-Attitüde verschwunden.

»Ich verstehe«, knurrte die Empfangsschwester grimmig. Sie sah Andy strafend an, sprach aber fraglos zu seiner Begleitung. »Ja, so sind die meisten in dieser Phase. Da fragt man sich mitunter schon, warum man sich überhaupt je mit ihnen eingelassen hat, oder?«

Andy blinzelte verwirrt. »Redet … redet ihr etwa über …« Erst jetzt begriff er, dass er keinen Schimmer hatte. »Hey, worüber redet ihr überhaupt? Wir brauchen unbedingt sofort medizinische Unterstützung, verstehen Sie das nicht? Schaffen Sie gefälligst einen Spezialis …«

Steelbummers rechte Hand legte sich auf seine linke Schulter. Was als sanfte Berührung begann, wurde binnen eines einzigen Augenblicks zu einem Griff, auf den jeder Schraubstock stolz gewesen wäre. Andy verstummte sofort – denn das einzige Geräusch, zu dem er noch fähig war, wäre Gewinsel gewesen.

»So, und jetzt setzen wir uns erst einmal hin«, sagte Steelbummer, als spräche sie zu einem begriffsstutzigen Kind. Gleichzeitig drückte sie Andy auf einen der freien Sitze im Wartebereich hinunter. Gleich neben dem Rollstuhl. »Und dann warten wir, bis wir aufgerufen werden. Verstanden?«

Andy biss die Zähne zusammen, verzog das Gesicht und rang sich trotzdem noch ein »Aber …« ab.

»Verstanden?«, wiederholte Steelbummer lauter, und der Schraubstock wurde noch einen Deut enger.

Andy nickte stumm. Er konnte nicht anders. Kapitulation war die einzige Option, die der Schmerz ihm noch ließ.

Dann war Steelbummer fort und die Pein mit ihr. Leise ächzend, rollte Andy die malträtierte Schulter und massierte sie sich vorsichtig mit der anderen Hand. »Aua«, murmelte er trotzig.

Seine Begleiterin sah zur Seite. Sie sprach sehr, sehr leise. »Gott, bist du heute peinlich!«

Andy hob die Brauen. »Ich?«, flüsterte er aufgebracht und sah sich um. Lauschte auch niemand der Wartenden ihrem Gespräch? »Wer spielt denn hier den großen Zampano, hm? Ich oder diese Gefängniswärterin von einer Krankenschwester?«

»Du, mein Lieber. Denn die hat nicht lautstark nach einer Sonderbehandlung verlangt, als wäre es das Normalste von der Welt. Ich hab ehrlich nur noch darauf gewartet, dass du deine Dienstmarke zückst.«

Andy wollte erbost aufschnauben, doch die schmerzende Schulter machte daraus einen Seufzer. »Hätte ich gemacht, wenn nötig. Ehrlich. Amy, du … du brauchst Hilfe!«

Amy Williams sah ihm tief in die Augen. Strafend. Bohrend. »Brauche. Ich. Nicht«, sagte sie langsam und jedes einzelne Wort betonend. »Zum hundertsten Mal: Nein. Kapier das doch endlich!«

Andy schluckte. Er hasste es, wenn sie wütend war, denn meistens war er dann schuld daran und wusste gar nicht, weshalb. So auch jetzt. Eigentlich war der Sonntag ganz hervorragend verlaufen. Sie waren gemeinsam in Amys kleinem Haus auf City Island aufgewacht, einer kleinen Insel vor der Küste der Bronx, hatten lange gefrühstückt, herumgegammelt und sich kurz vor Mittag einer spontanen Laune folgend noch einmal ins Schlafzimmer begeben. Pyjamas waren ausgezogen worden, nackte Körperstellen liebkost – und über kurz oder lang hatte sich ein neckisches Spiel in einen grandiosen Liebesakt verwandelt. Einer, an den sich Andy noch sehr lange erinnern würde.

Denn wann erlebte man schon, dass man während des Sex plötzlich einen halben Meter über dem Bett schwebte?

Das Erste, was Andy vor lauter Schreck verloren hatte, war die Konzentration. Danach das Gleichgewicht. Doch als er unsanft auf die Matratze zurückfiel, schwebte Amy noch immer. Vollkommen entsetzt hing sie in der Luft des kleinen, sonnendurchfluteten Zimmers. Auch sie war vollkommen überrascht, konnte sich das Geschehen weder erklären, noch es beenden. Panisch ruderte sie mit den Armen und Beinen, bewegte sich ruckartig und schaffte es tatsächlich, sich umzudrehen, doch dem Erdboden war sie auf diese Weise auch nicht nähergekommen. Andy hatte sie einfangen müssen, wie einen davonfliegenden Luftballon.

Gut eine Stunde war seitdem vergangen, und noch immer stieg die junge Inselpolizistin auf unerklärliche Weise sofort in die Höhe, wenn sie sich nicht irgendwo festhielt. Anfangs hatte Andy einen Notarzt rufen wollen, was Amy erfolgreich verhindern konnte. Auch seinen tatsächlich ernst gemeinten Vorschlag eines Exorzisten hatte sie mit weiblicher Durchsetzungskraft abgeschmettert. Die Fahrt zum Krankenhaus war dann der Kompromiss gewesen, auf den sie und Andy sich letztlich einigten – auch wenn Amy nicht müde geworden war, das als »absolut unnötige Zeitverschwendung« zu bezeichnen.

Andy sah das entschieden anders. Unkontrolliert schwebende Freundinnen, die beim Versuch, sich einen Trainingsanzug überzuziehen, beinahe die Deckenlampe aus ihrer Halterung rissen, waren in seinen Augen durchaus ein Grund zur Panik. Erst recht, wenn es sich um werdende Mütter handelte, die man ohnehin mit Samthandschuhen anfassen musste.

»Du fliegst«, flüsterte er und sah erneut zu den Patienten in den Nebensitzen. Er wollte keine Mithörer. Manche Dinge ließen sich Außenstehenden einfach nicht erklären. »Das ist nicht normal. Das hast du vorher noch nie. Also brauchst du Hilfe. Ganz einfach.«

»Und die finde ich hier?« Amy lachte leise. »Was sollen die mir denn dagegen geben, hm? Zwei Aspirin und einen Anker? Gibt’s Impfungen für so etwas?«

»Du nimmst das echt erstaunlich leicht«, tadelte er.

»Weil mir nichts fehlt. Mir geht’s gut, Andy. Wirklich. Keinerlei Schmerzen, keinerlei seltsame Gefühle – nichts. Alles ist, wie es sein soll.«

»Abgesehen davon, dass du dich an den Lehnen dieses Rollstuhls festhältst, um nicht abzuheben, und wir dir die stinkende Wolldecke vom Rücksitz über den Schoß geworfen haben, damit niemand sieht, dass dein Po nicht die Sitzfläche berührt.«

»Genau. Abgesehen davon.« Sie sah ihn mit total ernster Miene an. Dann lachte sie laut. »Wenn du dein Gesicht sehen könntest! Zum Schießen, echt.«

Andy schluckte. Eigentlich konnte er Amy ihren humorvollen Fatalismus nicht übel nehmen – im Gegenteil. Seit Monaten war das Unnormale für ihn quasi zur Normalität geworden. Er, zuvor ein ganz normaler Sergeant im Dienst des NYPD, hatte nach Jahren des herkömmlichen Arbeitsalltags auf einmal gegen dämonische Gottheiten gekämpft, hatte generationenalte Verschwörungen aufgedeckt, Zombies durch den Central Park gejagt und Vampire durch die Kanalisation. Er hatte sich in Inwood Hill Monstern gegenüber gefunden, auf Liberty Island gegen substanzlose Wesen aus Schattenschwärze gekämpft und in der St. Paul’s Cathedral zusehen müssen, wie sich ein zu New Yorks Bürgermeister gewordener mächtiger Vampir daran machte, das Ende der Welt herbeizuführen.

Letzteres war inzwischen nicht mehr wahr, weil die Zeit zurückgedreht und dieses eine Ereignis aus den Erinnerungen der Menschen gelöscht worden war, doch die Spuren des apokalyptischen Geschehens ließen sich nicht ignorieren. Es hatte Schockwellen in der Wirklichkeit hinterlassen. Andy sah sie zum Beispiel in Form von Jenny Moffat, einer befreundeten Journalistin. Jenny war damals auf dem Altar der St. Paul’s geopfert worden – und konnte, seitdem die Uhr zurückgedreht und somit auch ihr Tod ungeschehen gemacht worden war, nicht mehr sterben. Er sah es auch in der Gestalt Elektras, einer unheimlichen Wesenheit, die mit dem vampirischen Bürgermeister zusammenhing und die Andy, obwohl er bereits gegen sie gekämpft hatte, noch immer nicht wirklich begriff.

Und er sah es in Amy. Seiner Partnerin.

Seiner schwangeren Partnerin.

Noch besser: seiner übernatürlich schwangeren Partnerin.

Die Ultraschallaufnahmen des Kindes sorgten bei jeder Untersuchung für großes Hallo. Andy hatte Ärzte gesehen, die ihre Maschinen für fehlerhaft erklärt und ihre Praxisangestellten für Stümper gehalten hatten. Ein Ultraschallbild, auf dem der Embryo von einem strahlenartigen Kranz aus irgendwas umgeben war? Das musste doch ein Fehler sein, oder etwa nicht?

Nur: Es war keiner. Andy wusste das, und Amy auch. Doch im Gegensatz zu ihm machte sie sich deswegen keinerlei Sorgen. Ein Kind, sagte sie, war ein Kind. Auch eines, das mit einer Korona aus irgendwas Gestalt annahm. Solange die Untersuchungen keinerlei Besonderheiten aufdeckten, die Grund zur Besorgnis gaben, weigerte sich die werdende Mutter, sich über die eigenartigen Ultraschallbilder Gedanken zu machen.

Irgendwo hatte sie da auch recht, fand Andy. Solange es Mutter und Kind gut ging, war alles gut. Aber dennoch … nie zuvor war das Paranormale, dem er in seinem Berufsleben leider immer wieder begegnete, so tief in sein Privatleben herübergeschwappt. Und dass es das tat, gefiel ihm keineswegs.

Seit er mit Jenny, dem französischen Dämonenjäger Zamorra und seinen Freunden zu tun hatte, erlebte Andy die wildesten Abenteuer und hatte sich bereits mehrfach mit dem sprichwörtlichen Rücken zur Wand wiedergefunden. Doch nie zuvor war es so gewesen wie jetzt. Nicht einmal ansatzweise.

»Vergiss den Para-Kram«, sagte Amy, und ihre Mundwinkel zuckten. Allem Anschein nach war sein Gesicht noch immer ein offenes – und höchst amüsantes – Buch für sie. »Ich fliege eben. Na und? Das geht bestimmt von selbst wieder weg.«

»Wie kannst du dir da so sicher sein?«

»Ich schätze, Para-Schwangerschaften, oder wie auch immer wir die unsere nennen wollen, verlaufen ein wenig anders als normale.«

Andy runzelte die Stirn. »Du meinst, das hier ist … was? So etwas wie Heißhunger auf Gurken mit Erdbeermarmelade, nur in anders?«

Sie zuckte mit den Schultern. »Denkbar wär’s, oder? Deine Sorge um mich ist lieb, Andy. Aber ich glaube, du überreagierst.

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