Logo weiterlesen.de
Professor Zamorra - Folge 1031

Aufstand der Cyborgs

von Michael Breuer

Das blitzende Energiegebilde füllte den gesamten Panoramabildschirm des Raumkreuzers aus. Die Besatzung der DYNASTIE sah sich Auge in Auge der Angst gegenüber.

Tan Morano wirkte nicht im Mindesten beunruhigt. Der uralte Vampir wollte den unheimlichen Gegner ein für alle Mal vernichten.

Siegen oder sterben! Ein feiger Rückzug war keine Option für ihn.

Die Verschmelzung mit dem Machtkristall hatte den ERHABENEN um den Verstand gebracht.

Die Waffen der DYNASTIE waren wirkungslos gegen die Angst, dennoch wollte sich Morano blind ins Gefecht stürzen.

Mit funkelnden Augen beugte er sich nach vorne. Die Finger des Vampirs krallten sich in den Kommandostand.

»Feuer«, befahl er mit klirrender Stimme.

Schlachtverband der Ewigen
An Bord der DYNASTIE

Seit Mer Cahot die Kommandozentrale des gewaltigen Schlachtschiffs betreten hatte, waren erst wenige Sekunden vergangen. Aber diese kurze Zeitspanne schien sich zu einer wahren Ewigkeit auszudehnen.

Cahot war der leitende Wissenschaftler auf dem Kristallplaneten, der Zentralwelt der DYNASTIE DER EWIGEN, die sich in diesen Tagen ihrer größten Bedrohung gegenübersah. Die mysteriöse Wesenheit war nur unter dem Namen Angst bekannt. Niemand wusste bisher, ob es sich um ein Lebewesen oder eine Art Naturphänomen handelte. Gnade und Mitgefühl waren der Angst jedenfalls fremd. Wo immer das gewaltige Energiegebilde entlangzog, säumten Tod und Vernichtung seinen Weg.

Schon einmal war die Kriegsflotte der Ewigen bei einem Angriff auf die Angst fast völlig ausgelöscht worden. Seit diesem Tag war bekannt, dass die herkömmliche Bewaffnung der DYNASTIE-Raumschiffe nichts gegen die fremde Entität ausrichtete. Tan Morano jedoch, der ERHABENE, ignorierte diese Tatsache. Er war fest entschlossen, die Ewigen ein zweites Mal in die Katastrophe zu führen.

Der Wissenschaftler hatte die Kommandozentrale des Flaggschiffs durch einen Lift betreten. Bisher hatte niemand seine Ankunft bemerkt. Alle schienen zu sehr damit beschäftigt zu sein, das Gebilde auf dem riesigen Panoramabildschirm zu beobachten.

Zunächst war dort nur der gähnend schwarze Abgrund zwischen den Galaxien zu erkennen gewesen. Aber genau hier, im absoluten Nichts, drängte die Angst heran. Sie zeigte sich in Form von grellen Lichtblitzen, die die tintige Schwärze erhellten. Leuchtende Energietentakel tasteten durch das große Nichts.

Mer Cahot wusste, wer in die Gewalt dieser Fangarme geriet, hatte sein Leben verwirkt. Auch die mächtige DYNASTIE mit all ihrer Feuerkraft würde ihnen nichts entgegenzusetzen haben.

Den ERHABENEN schien das nicht zu kümmern. Gerade erst hatte er einen Navigator gemaßregelt, der sich geweigert hatte, das Schiff näher an die Angst heranzusteuern.

Alles wiederholt sich, waren Mer Cahots panische Gedanken angesichts dieses Verhaltens gewesen. Ich muss dem ein Ende setzen …

Seit Tan Morano sich selbst zum neuen ERHABENEN aufgeschwungen hatte, war er damit beschäftigt, aus der DYNASTIE DER EWIGEN ein wahres Schreckensregime zu machen. Er regierte mit eiserner Faust und hatte zu allem Überfluss sein gesamtes, blutsaufendes Gefolge auf der Zentralwelt der Ewigen angesiedelt. Wer ihm nicht Gehorsam leistete, musste damit rechnen, ganz schnell vom Erdboden zu verschwinden.

Der Machtkristall schien Morano um den Verstand gebracht zu haben. Sein absurder Angriffsplan war nur der letzte Beweis dafür. Schon bei der ersten Schlacht gegen die Angst hätte ihm klar sein müssen, das ein erneutes blindwütiges Vorpreschen keinen Erfolg zeigen würde. Dennoch wollte er sich nicht davon abbringen lassen, auch wenn offensichtlich war, dass das nur in einer totalen Katastrophe münden konnte.

Und deshalb hatte sich Mer Cahot entschlossen, gegen Morano und seine Blutsaugerschar vorzugehen.

Mit versteinerter Miene umklammerte der Wissenschaftler einen kleinen Signal-Geber. Das Gerät diente dazu, einen speziellen Überrang-Befehl in die Programmgehirne der Cyborgtruppen der DYNASTIE einzuspeisen. Dieser sollte die Maschinenmenschen gegen Moranos Vampire rebellieren lassen. Der Befehlscode würde zunächst an die auf dem Kristallplaneten beheimateten Zentralrechner der DYNASTIE gesandt und von dort aus virusartig auf die Programmgehirne der Cyborgs verteilt werden.

Dummerweise hatte Mer Cahot keinen blassen Schimmer, ob sein ausgeklügelter Plan überhaupt funktionieren würde. Immerhin befand sich die DYNASTIE zurzeit am Rande der Galaxis. Eine spezielle dhyarra-verstärkte Transfunkverbindung sollte die Kommunikation ermöglichen, die aus Sicherheitsgründen über uralte, fast vergessene Transmitter stattfinden würde. Soweit jedenfalls die Theorie …

»Worauf wartet ihr?«, knurrte Tan Morano die Vampire im Waffenleitstand der DYNASTIE an. »Feuer!«

Die beiden Blutsauger blickten sich unruhig an. Offenbar war ihnen nicht ganz wohl zumute. Die letzte Schlacht musste auch ihnen noch lebhaft im Gedächtnis haften geblieben sein.

Tan Moranos Schultern bebten. Cahot stand hinter ihm, doch er musste das Gesicht des ERHABENEN nicht sehen, um zu bemerken, dass dieser kurz vor einem weiteren Wutanfall stand.

Die verschwitzten Finger des Wissenschaftlers tasteten über den Signal-Geber. Er konnte das Gerät blind bedienen. Unruhig leckte er sich über die Lippen, während er eine mehrstellige Zahlenfolge eingab, um das Gerät zu entsichern.

Ich muss es tun, dachte er grimmig. Wenn sich die Cyborgs erst gegen die Vampire erhoben, würde es zu einem Blutbad sondergleichen kommen, doch gleichzeitig würde er die DYNASTIE damit von Moranos Joch befreien. Es gab keine andere Wahl.

Mer Cahots Daumen betätigte den Auslöser.

***

Der Uskugenmond Rof

Professor Zamorra holte erschöpft Luft. Gerade erst waren er und seine Freunde dank der Hilfe eines Unbekannten einer Todesfalle entkommen.

Der Meister des Übersinnlichen stützte die Hände auf die Knie. Während er noch versuchte, wieder zu Atem zu kommen, dachte er zurück.

Alles hatte damit begonnen, dass der aus dem Koma erwachte Artimus van Zant noch einmal die Kassette des Blinden Wächters untersuchen wollte. Während seines Dämmerschlafs hatte der brillante Physiker nämlich mehr über die geheimnisvolle Kiste erfahren und wollte nun bei einem weiteren Selbstversuch endgültig herausfinden, was es mit ihr auf sich hatte.

Tatsächlich war es Artimus diesmal gelungen, die Kiste zu öffnen. Nach einem tiefen Blick hinein drängte er darauf, sich schleunigst zum Uskugenmond Rof zu begeben, wo die Kiste einst gefunden worden war.

In der Kassette des Blinden Wächters wurde ein winziges Teilstück der Angst gefangengehalten. Artimus hoffte, in dem Archiv der Uskugen auf weitere Spuren zu stoßen.

Das Drängen des Physikers hatte Zamorra schließlich überzeugt. Tief in den Forschungsanlagen von Tendyke Industries befand sich ein Raumschiff, das einst den Meeghs gehört hatte und mit dessen Hilfe man die Reise bewerkstelligen wollte. Die Besatzung war schnell zusammengestellt. Sie bestand neben Artimus selbst aus seinen Mitarbeitern Aartje Vaneiden und Valentin Koblyanski sowie Zamorra und Nicole. Außerdem nahmen Ted Ewigk und Mysati an dem Raumflug teil.

Das Team hatte Rof problemlos erreicht. Mittels der Dhyarra-Kristalle war es ihnen dort gelungen, sich Zugang zum Archiv der Uskugen zu verschaffen. Das war alles andere als einfach gewesen: Eine kristalline Masse hatte das teils unterirdisch gelegene Höhlensystem, in dem sich die Archivräume befanden, komplett ausgefüllt.

Mit den Sternensteinen hatte Nicole für einen Durchgang gesorgt, sodass es ihnen gelungen war, sich Stück für Stück einen Weg ins Innere zu bahnen.

Schon bald jedoch zeigte sich, dass die kristalline Masse entschlossen war, den geraubten Platz zurückzuerobern. Sie dehnte sich wieder aus und schnitt dem Team konsequent den Rückweg ab. Ihnen blieb nur, immer tiefer in die verwinkelten Gänge vorzudringen und nach einem der Nebenzugänge zu suchen, um von dort aus einen Weg ins Freie zu finden.

Schließlich war es ihnen gelungen, tatsächlich einen solchen zu erreichen. Durch die transparente Kristallmasse war eine dunkle Gestalt zu erkennen gewesen, die das Team von außen unterstützte und mit einem Strahlengewehr einen Durchgang in den Kristall sprengte, sodass sich das Team endlich ins Freie retten konnte.

»Danke«, hatte der erschöpfte Zamorra hervorgebracht. Als er dem unbekannten Retter die Hand schütteln wollte, war ihm dann überraschend bewusst geworden, dass er den Mann kannte.

Rauchschwaden umgaben die Gestalt des Unbekannten und machten es zunächst schwer, sein Gesicht zu erkennen.

»Sieht aus, als wäre ich gerade noch rechtzeitig gekommen«, hatte dieser mit vertrauter Stimme erwidert, aber erst, als sich der Rauch endgültig verzog, erkannte Zamorra, wen er vor sich hatte.

Der unbekannte Retter war niemand anderes als Starless Bibleblack.

Erst nach einigen Sekunden wurde sich Zamorra der Tatsache bewusst, dass er sein Gegenüber mit offenem Mund anstarrte.

Starless war eine Mischung aus Mensch und Vampir – je nachdem, was ihm gerade besser in den Kram passte, konnte er die eine oder andere Seite seiner Person hervorkehren. Auf Blut vermochte er durchaus zu verzichten, wenn ihm keines zur Verfügung stand. Er war in der Lage, sich ganz normal auf menschliche Weise zu ernähren, wenn es nötig war.

Die Lebensgeschichte von Starless war durchaus tragisch, wie Zamorra wusste. Er hatte sie eher unfreiwillig in Erfahrung gebracht, als sie sich einmal gemeinsam in Gefangenschaft befunden hatten. Die verschlungene Biografie mochte manche seiner Handlungen erklären, rechtfertigte sie aber nicht. Auch wenn Zamorra und der Halbvampir schon Seite an Seite gekämpft hatten, so blieb er doch ein Killer.

Jetzt erst ergriff Starless die ausgestreckte Hand des Parapsychologen und drückte sie fest. Seine schmalen Lippen zeigten ein rätselhaftes Lächeln.

Zamorra musterte sein Gegenüber.

Starless Bibleblack war von hagerer Statur, dennoch verfügte sein schlanker Leib über Muskeln, die sich auch deutlich unter seiner Kleidung abzeichneten. Der Halbvampir trug eine schwarze Kombination, die aus einem unbekannten Material bestand, aber deutlich an Leder erinnerte.

Sein Haar war grau und schulterlang. Je nach Lichteinfall schimmerte es bereits weiß. Ungeachtet dessen wirkten seine Züge jugendlich.

Starless verfügte über ein ausgeprägtes Kinn. Sein Gesicht war hohlwangig und wurde von den schwarzen Augen dominiert, die wie Fenster zu seiner Seele wirken. Wenn man nur lange genug hineinstarrte, so empfand Zamorra, konnte man sich darin verlieren.

Abgesehen von seinen markanten Zügen besaß Starless ein weiteres unveränderliches Merkmal. Seine linke Augenbraue fehlte nämlich. Dort prangte stattdessen eine waagerechte Narbe, die bis hin zu seiner Schläfe reichte.

»Ist bei euch alles in Ordnung?«, fragte der Halbvampir, ohne dabei sein feines Lächeln einzubüßen. Er musterte die kleine Gruppe aus seinen dunklen, rätselhaften Augen.

Zamorra nickte langsam, antwortete aber nicht sofort. Stattdessen machte er eine beschwichtigende Geste in Richtung von Ted Ewigk.

Auch der blonde Hüne hatte nämlich mittlerweile erkannt, mit wem sie es zu tun hatten. Man konnte ihm sein Zittern deutlich ansehen. Nur mit Mühe bremste er sich, denn ganz offensichtlich hätte er sich am liebsten sofort auf den Halbvampir gestürzt, um ihm genüsslich den Hals umzudrehen.

Nicht dass Zamorra ihn nicht verstanden hätte.

Immerhin hatte Starless Teds Freund Al Cairo auf dem Gewissen. Im Auftrag der damaligen ERHABENEN der DYNASTIE DER EWIGEN, Nazarena Nerukkar, hatte der Halbvampir Cairo in eine Falle gelockt, woraufhin er mit seiner Rebellenflotte der Angst zum Opfer gefallen war.

»Ganz ruhig«, presste Zamorra in Richtung seines alten Freundes hervor und tatsächlich gelang es Ted, sich zu beherrschen. Wenn auch nur mit Mühe.

Der Dämonenjäger wandte sich wieder Starless zu.

»Ja, danke«, erwiderte er dann.

Es war jetzt gut zwei Jahre her, dass er den Vampir zum letzten Mal gesehen hatte. Gemeinsam mit dem abtrünnigen Ewigen Lohan Berr hatten sie eine temporäre Allianz gegen den wahnsinnigen Tan Morano gebildet.

»Was hast du hier eigentlich verloren?«, fragte der Parapsychologe. Ausgerechnet auf dem Uskugenmond dem Halbvampir in die Arme zu laufen, war ein irrwitziger Zufall.

Starless wischte sich eine vorwitzige, graue Haarsträhne aus dem Gesicht. Sein Gesicht wurde ernst.

»Dasselbe könnte ich dich auch fragen«, gab er zurück, »aber um deine Frage zu beantworten: Ich sammle Informationen. Ich habe gehört, dieses Archiv soll ein unerschöpflicher Quell des Wissens sein.«

Seine Mundwinkel verzogen sich.

»Oder zumindest war es das wohl. Jammerschade, dass es zerstört worden ist. Ich habe mir stundenlang die Zähne an dem Kristall ausgebissen, zunächst am Vordereingang, dann hier hinten. Mit meinem Gewehr ist es mir zwar gelungen, ein paar Löcher in die Wände zu reißen, aber ihr habt ja selbst erlebt, was nach einer Weile geschieht.«

Das hatten sie in der Tat. Dann nämlich eroberte sich die Kristallmasse den Raum zurück. Auf herkömmlichem Wege gab es keine Möglichkeit, sicher in das Archiv vorzudringen. Wer es dennoch versuchte, spielte mit seinem Leben.

»Worüber sammelst du Informationen?«, wollte Zamorra wissen.

Starless blickte den Parapsychologen an, als habe sich dieser gerade in einen rosa Elefanten verwandelt.

»Über die Angst, du Narr«, erklärte er dann knapp. »Gibt es denn etwas Wichtigeres in diesen Tagen?«

Die Frage war natürlich rhetorisch.

Der Halbvampir machte einen Schritt auf Zamorra zu. Seine Stimme war wie ein leiser Eishauch. »Die Zeit drängt«, führte Starless aus. »Die Angst steht unmittelbar vor unserer Haustür und wir wissen rein gar nichts über sie. Wenn wir nicht bald herauszufinden versuchen, wie wir der Lage Herr werden, dann können wir es auch gleich bleiben lassen. Dann können wir einfach abwarten, bis sie uns überrollt! Ja, vielleicht wäre das sogar das Beste.«

Zamorra hob abwehrend die Hände.

»Das ist nicht dein Ernst«, warf er ein.

In der Tat wussten sie bis jetzt immer noch rein gar nichts über den geheimnisvollen Gegner. Selbst dem Volk der Ewigen waren nur schemenhafte Legenden bekannt. Mit Sicherheit festhalten konnte man nur, dass die Angst seit Urzeiten das Universum durchstreifte. Sie befand sich auf einer endlosen Wanderschaft und war imstande, Planeten und sogar ganze Galaxien zu vernichten. Wahnsinn und Tod säumten ihren Weg durch die Unendlichkeit des Weltraums.

Starless spuckte aus. »Nein, natürlich nicht. Tatenlos auf die Erfüllung meines Schicksals zu warten, war noch nie mein Fall. Es sind allerdings Umstände eingetreten, die uns zur Eile zwingen! Ich habe immer noch Geheimkontakte zur DYNASTIE und was ich auf diesem Weg erfahren habe, ist nicht gerade ermutigend.«

Interessiert nahm Zamorra das Wörtchen »uns« zur Kenntnis. Wollte Starless eine weitere Allianz eingehen?

»Welche Umstände?«, fragte er.

»Tan Morano hat eine neue Flotte aufgestellt«, antwortete Starless. »Wie es aussieht, hat er mittlerweile völlig den Verstand verloren. Er hält sich selbst für einen Gott! Und er will sich mit seiner neuen Flotte der Angst entgegenwerfen.«

Zamorra spürte, wie ihm eiskalt wurde. Der Machtkristall schien den Verstand des uralten Vampirs endgültig zerrüttet zu haben.

Morano muss doch mittlerweile wissen, dass er mit herkömmlichen Mitteln nicht gegen die Angst ankommt, überlegte der Parapsychologe.

Offenbar glaubte er sich völlig unverwundbar. Aber das war er natürlich nicht, ganz im Gegenteil! Auch Morano würde im Würgegriff der Angst sein Leben lassen. Und – was viel schlimmer war – er würde sein ganzes blutsaugendes Gefolge dabei ebenso in den Untergang reißen, wie die DYNASTIE DER EWIGEN.

Zamorra waren die Ewigen nicht sonderlich sympathisch, dennoch konnte er kaum zulassen, dass Morano sie im Zuge seiner Wahnsinnsaktion auslöschte. Außerdem sah er noch eine ganz andere Gefahr. Durch den blindwütigen Angriff würden sie erst recht in den Fokus der Angst rücken.

Wenn sie erst einmal die Aufmerksamkeit der unheimlichen Macht geweckt hatten, dann dauerte es unter Umständen nicht mehr lange, bis sie die DYNASTIE-Welten aufsuchte.

Und danach vielleicht die Erde.

Das musste um jeden Preis verhindert werden.

»Ich sehe, ich habe deine Aufmerksamkeit«, erkannte Starless ironisch. Das schmale Lächeln war auf seine Lippen zurückgekehrt.

»Allerdings«, antwortete Zamorra. »Was schlägst du vor, Starless? Wie sollen wir vorgehen?«

***

An Bord der DYNASTIE

Lok Ralev fröstelte. Der junge Beta konnte sich noch deutlich an die Abschiedsworte seines Vorgesetzten erinnern.

»Ich werde jetzt die Kommandozentrale aufsuchen«, hatte Mer Cahot erklärt, »und dort ein letztes Mal versuchen, den ERHABENEN umzustimmen. Du und Bolo, ihr werdet die DYNASTIE verlassen. Nehmt euch eines der Beiboote und seht zu, dass ihr wegkommt! Wenn Morano durchdreht, könnte es sein, dass er uns alle mit in den Untergang reißt und ich will nicht, dass ihr dann noch hier seid!«

Es war erst wenige Minuten her, dass sich der tapfere Wissenschaftler auf den Weg gemacht hatte, um noch einmal mit dem ERHABENEN zu reden, doch Lok kam es vor, als liege der Abschied bereits Ewigkeiten zurück.

»Er wird nicht wiederkommen«, hörte der junge Beta plötzlich eine maschinelle Stimme hinter sich. Er wandte den Kopf.

Bolo war wieder zum Leben erwacht. Es handelte sich bei ihm um einen der sogenannten Men in Black, einen Cyborg, die von den Ewigen hauptsächlich zu Kampfzwecken eingesetzt wurden. In Mer Cahots großem Plan sollte den Maschinenmenschen eine ganz besondere Rolle zukommen.

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Professor Zamorra - Folge 1031" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple iBookstore

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen