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Professor Zamorra - Folge 1030

Reise in die Finsternis

von Christian Schwarz

Rob Tendyke umfasste den Griff seiner Flammenpeitsche fester und schob mit der anderen den Stetson ins Genick, um bessere Sicht zu haben. »Scheiße, was ist das?«, murmelte er mit zusammengekniffenen Augen.

»Melmoths Spinnenbrut«, erwiderte Chetom, einer der drei Urdämonen, die neben ihm auf dem Hügel standen.

Tendyke nickte. Es war ohnehin eine rhetorische Frage gewesen; er wusste genau, was da auf sie zu kam, ohne die berüchtigte Spinnenbrut bisher selbst gesehen zu haben. Wie ein alles verschlingender Tsunami fluteten sie über die weite Ebene heran und überrollten sie regelrecht: Millionen ekelhafter schwarzer Spinnen, so weit das Auge reichte. Der Abenteurer fühlte sich verraten.

Wieder einmal.

»Angriff«, befahl er mit heiserer Stimme.

»Gib präzisere Befehle, Herr. Wen sollen wir angreifen?« Gleichzeitig mit Chetoms Frage drückten die Urdämonen schwarz leuchtende Feuerbälle aus ihren Nasenfeldern. Vor ihren Gesichtern schwebten sie frei in der Luft.

Tendyke schaute über die Ebene zu den mächtigen Wasserfällen aus gelbrot glühender, dampfender Lava, die den gesamten Horizont einnahmen und direkt aus dem giftgrünen Himmel zu stürzen schienen. Sein Blick fraß sich für einen Moment an dem hügelähnlichen Gebilde fest, das sich als tief schwarzer Schattenriss vor den Lavafällen präsentierte. Plump und ungestalt wirkte es, war aber eindeutig das Zentrum der Spinneninvasion.

Zum ersten Mal hatte Tendyke den geheimnisvollen Spinnendämon leibhaftig vor sich. »Greift Melmoth direkt an«, murmelte er. »Macht den Kerl alle. Das dürfte ja wohl kein Problem sein.« Ein ironisch-bitterer Zug legte sich um seine Mundwinkel, als er das sagte. Melmoth gehörte zu den Mächtigen auf Avalon. Und er musste mit gerade mal drei Urdämonen gegen ihn antreten. Mehr hatte Lilith ihm nicht gewährt.

Absichtlich?

Chetom kreischte hoch und schrill. Die anderen Urdämonen fielen mit ein. Die magischen Feuerbälle glühten grell auf. Und setzten sich gleichzeitig in Bewegung. Dicht nebeneinander rasten sie über das anbrandende Spinnenheer hinweg auf Melmoth zu.

Tendyke schrie unwillkürlich. Die Geschosse erinnerten ihn mit ihren glühenden Schweifen an waagrecht anfliegende Kometen. Ob sie tödlich waren, würde sich jeden Moment herausstellen …

Wieder schrie er. Eine unsichtbare Kraft brachte die Feuerbälle vom Kurs ab. Sie fächerten wie eine sich öffnende Blume auseinander. Und schmierten regelrecht ab. Weit weg von ihrem eigentlichen Ziel schlugen sie an drei verschiedenen Stellen in den Spinnenteppich.

Die magischen Explosionen rissen gewaltige Lücken in das Heer der Spinnen. Zehntausende verglühten in grell leuchtender Glut. Für einen Moment geriet der Vormarsch, der bereits zwei Drittel der Ebene besetzte, ins Stocken. Atemlos beobachtete der Abenteurer. Melmoth erhob sich. Und stand nun wie ein kleiner Berg auf hunderten schmaler Beine. Der Strom der Spinnen, der aus seinem Unterleib floss, verstärkte sich, während Tendyke ein höhnisches Kichern zu hören glaubte. Aber das konnte er sich auch nur einbilden. Gleichzeitig mit dem verstärkten Nachschub fluteten die Spinnen die Lücken wieder zu und rückten weiter vor. Tendyke schätzte, dass die Biester höchstens noch 50 Meter entfernt waren.

»Was ist passiert?«, murmelte er.

»Melmoth ist mächtig genug, unsere Magie von sich abzulenken«, erwiderte Chetom. »Und er scheint unbegrenzt Nachschub produzieren zu können. Wir müssen uns schützen, bis wir wissen, was wir gegen ihn unternehmen können.«

»Nichts, wir hauen ab. Ich hab keine Lust, schon wieder zu sterben.«

»Nein«, erwiderte Chetom böse. »Lilith hat uns befohlen, die Enklave unter allen Umständen zu halten. Das werden wir tun. Solltest du fliehen, werde ich dich umgehend töten. Aber ohne uns kommst du sowieso nicht mehr von hier weg, Herr.« Das letzte Wort klang, als spreche der Urdämon von etwas unendlich Ekligem. Abrupt wandte er sich ab.

»Schon gut.« Tendyke hob die Hände und grinste. »Wenn ich hier verrecke, bin ich bald wieder da. Bei euch wird’s aber so ziemlich endgültig sein.«

Keiner der Drei reagierte auf ihn. Finster klingende Worte flossen aus Chetoms Mund. Er unterstützte die Beschwörung durch verwirrende Muster und Linien, die er mit flinken Krallen in die Luft wob. Rund um den Hügel wuchs eine leicht flirrende magische Kuppel aus dem Boden und schloss Tendyke und seine Mitkämpfer ein.

Der Abenteurer schluckte. Er konnte bereits die flinken, wuselnden Beinchen unterscheiden und sah die scharfen Scheren an den Mäulern der Spinnen; von winzig bis zu solchen, die die Größe einer Faust besaßen, war praktisch alles vertreten. Das eigentlich Dämonische aber waren die kleinen, rot glühenden Augen, die sich als Leiste um die Körpermitte zu ziehen schienen. Der Abenteurer glaubte Hass und absoluten Vernichtungswillen in ihnen wahrzunehmen. Seine Körperhärchen richteten sich unwillkürlich auf.

Dann war die Flut da. Die erste Linie wurde von hinten förmlich in die Energiekuppel gedrückt. Tausende von kleinen Blitzen verursachten ein regelrechtes Wetterleuchten, als die Spinnen, die die Kuppel berührten, vernichtet wurden. Tendyke schloss für einen Moment geblendet die Augen. Als er sie wieder öffnete, bemerkte er, dass Chetom unablässig magische Energie in die Kuppel leitete, um sie stabil zu halten. Das war auch bitter nötig. Welle auf Welle der kleinen Biester brandete an, um bei Berührung mit dem Energiefeld in den Tod zu gehen. Melmoths Absicht war klar. Er würde so lange seine Hilfstruppen opfern, bis die Kuppel entscheidend geschwächt war und zusammenbrach.

Gleichzeitig produzierten Chimael und Choom weitere Feuerbälle und schleuderten sie in Richtung Melmoths. Die Energiekuppel war dabei kein Hindernis, das Ergebnis aber das gleiche: Die magischen Geschosse kamen nicht mal in die Nähe des Spinnendämons. Der produzierte deutlich mehr Spinnen, als er verlor. Mit wachsendem Unbehagen sah Tendyke, dass sie nun vollkommen eingekreist waren, dass ihr Verteidigungshügel wie ein einsamer Leuchtturm aus dem rundum wogenden Meer schwarzer Leiber ragte. An dieser kompakten Belagerung konnte auch die geänderte Taktik der Urdämonen, die ihre Feuerbälle jetzt direkt in die Spinnenarmee schleuderten, nicht rütteln. Melmoth schien sie tatsächlich unerschöpflich produzieren zu können.

Jedenfalls so lange, bis er uns an den Eiern hat. Niemand ist allmächtig. Auch dieser Kerl muss irgendwo Grenzen haben!

Die Spinnen brandeten jetzt von allen Seiten an. Tendykes Unbehagen verstärkte sich, als die Biester plötzlich ein ganzes Stück an der Kuppel hochgedrückt wurden, bevor ein Blitz sie vernichtete. Er sah wild um sich tretende, borstige Beine und Scheren, die fanatisch gegen die Kuppel hackten. Einige fielen jetzt sogar, halb durchsichtig geworden, auf die anderen zurück. Das konnte nur eines bedeuten: Chetom schwächelte bereits.

Der bestätigte es im selben Moment. »Lange kann ich die Kuppel nicht mehr aufrecht erhalten, Herr. Es gibt nur noch eine Möglichkeit: Chimal und Choom müssen Melmoth direkt angreifen. Damit rechnet er sicher nicht.«

Tendyke überlegte nicht lange. »Dann los.«

Wie auf ein geheimes Kommando hin rannten die Urdämonen los. Auch für sie bildete die Energiekuppel kein Hindernis. Die zehn Meter großen Wesen pflügten wie wild gewordene Türme in die Spinnen hinein und zerquetschten sie. Mit raumgreifenden Schritten rannten sie auf Melmoth zu. Obwohl sie den Boden jeweils nur kurz berührten, wuselten bereits jede Menge der Biester an ihnen hoch. Als Chimael und Choom die halbe Strecke zurückgelegt hatten, waren ihre Leiber bis hoch zur Brust und so dicht wie ein Pelz von den Spinnen überzogen. Sie schienen sie förmlich aufzusaugen.

Tendyke mahlte angespannt mit den Kiefern. Melmoth schien nichts gegen die Attacke zu unternehmen. War er tatsächlich überrascht?

Die Urdämonen waren nur noch eine kurze Distanz von dem Spinnendämon entfernt und wirkten doppelt so groß wie er selbst. Plötzlich schwebten Energiekugeln über ihren Köpfen. Sie zischten auf Melmoth zu.

Jetzt!

Das aufsteigende Triumphgefühl in Tendyke wurde jäh unterbrochen. Die schwarzen Geschosse beschrieben einen scharfen Bogen, flogen zurück und trafen die Spinnen auf den Körpern der Urdämonen!

Die lautlosen Explosionen, die kurz hintereinander erfolgten, löschten das panische Brüllen der Urdämonen abrupt aus. Für einen Moment verwandelten sich die Getroffenen in riesige brennende Fackeln. Das grelle Licht erinnerte Tendyke an Röntgenstrahlen, denn es ließ jeden Knochen ihrer Skelette als Schattenriss erkennen. Dann fielen sie zusammen. Feiner Staub rieselte zu Boden. Völlig gefühllos beobachtete er es.

»Ich erkenne, was passiert ist«, kommentierte Chetom. »Chimael und Choom haben einen Fehler gemacht, als sie ihre Magie einsetzten. Denn es sind die Spinnen, die die feindliche Magie von Melmoth ablenken. Sie bilden ein gemeinsames magisches Feld, innerhalb dessen sie die Angriffsenergie gezielt umlenken können.«

»Ich verstehe«, knurrte Tendyke. »So konnten die Spinnen die Feuerbälle auf deine Brüder zurückwerfen. Saßen ja genug von den Biestern auf ihnen. Es opfern sich also immer ganz gezielt Einzelexemplare für den Erfolg des Ganzen. Ist wie bei den Ameisen. Der Einzelne ist nichts, das Kollektiv ist alles.«

»Was sind Ameisen?«

»Ach, vergiss es.« Tendyke schlug ein paar Mal mit der Flammenpeitsche um sich. »Dumm gelaufen, was? Wären wir geflohen, würden wir alle noch leben. Jetzt sind wir am Arsch. Aus dieser Falle kommen wir nicht mehr heraus.«

»Lilith hat es so bestimmt. Sie ist die Herrin. Wenn wir ihren Befehlen zuwiderhandeln, sterben wir ohnehin.«

»Na dann schöne Höllenfahrt, Chetom. Wie lange kannst du die Kuppel noch aufrechterhalten?«

»Meine Kräfte schwinden rapide. Einige Minuten vielleicht noch, Herr.«

»Also gut.« Tendyke musste zum wiederholten Mal feststellen, dass die Kräfte der neu von LUZIFER erschaffenen Dämonen denen der Urdämonen teilweise ebenbürtig waren. Es war, als ließe LUZIFER in sie die starken Urkräfte fließen, die einst auch in der vernichteten Hölle geherrscht haben mussten und die im Laufe der Zeit wohl degeneriert waren. Die große magische Überlegenheit Liliths und ihres Anhangs, die anfänglich geherrscht hatte, würde sich unter Umständen sogar in eine Unterlegenheit wandeln. Tendyke wartete mit Bangen darauf, dass LUZIFER einen wirklichen Superdämon erträumte, der allen anderen den Arsch aufreißen würde.

Tendykes Gedanken zerfaserten. Der Abenteurer bereitete sich auf seinen Tod vor. Er konzentrierte sich auf den Schlüssel und die Zauberworte. Erregung stieg in ihm hoch, als die Spinnen immer weiter an der Kuppel hochgeschoben wurden, als die Berührung ihnen eine immer längere Überlebenszeit garantierte. Erste Zangen brachen durch das Flirren, tasteten blind in der Gegend herum und schnappten gierig auf und zu. Haarige Beine schoben sich nach, borstige Köpfe und höllenrot leuchtende Augen. Er konnte es gut unterscheiden. Was er klar und deutlich erkannte, befand sich bereits innerhalb der Kuppel, was wie durch ein dünnes Glas gesehen wirkte, außerhalb. Die meisten der Biester explodierten trotzdem noch mit leichter Verzögerung. Einige tötete Tendyke mit gezielten Schlägen der Flammenpeitsche. Bei Berührung einer Körperstelle durch die Peitsche brannten sie sofort lichterloh.

Der Urdämon röchelte. Und ging in die Knie. Im selben Moment brach die Kuppel vollends zusammen. Tendyke kreischte, als die schwarze Flut auf ihn zu walzte. Chetom erwischte es zuerst. Er verschwand komplett unter den schwarzen Leibern, während Tendyke breitbeinig da stand und wie ein Berserker mit der Peitsche um sich schlug. Die schwarze Wolke in seinem Innern schien förmlich zu explodieren. Nichts mehr als Hass und Mordlust waren noch in ihm.

Die Biester krabbelten in seine Hosenbeine, arbeiteten sich auf nackter Haut nach oben. Er spürte sie nun überall, an den Händen, im Gesicht, in den Ohren. Blitzschnell krabbelten sie in seine Nasenlöcher, drückten sich in seinen Mund, wenn er nur die kleinste Öffnung ließ. Als er ihn öffnen musste, weil die Luft knapp wurde, drang ein ganzer Schwall ein. Es knirschte und knackte, als Tendyke den Mund wieder schloss. Keuchend und gurgelnd zermalmte er die Spinnen zwischen den Zähnen. Eine eklig stinkende Flüssigkeit floss auf seine Zunge. Er merkte es kaum, nun, da er auf dem Boden lag, irgendwann die Flammenpeitsche verloren hatte und sein Gesichtsfeld immer kleiner wurde. Schwarze krabbelnde Schatten engten es ein. Seine Arme arbeiteten wie Windmühlenflügel, um die Spinnen von seinen Augen fernzuhalten. Die schwarze Wolke in seinem Innern gab ihm Kraft, trieb ihn an. Es gelang ihm, seinen Oberkörper aufzurichten.

Melmoth war da! So groß wie ein Haus stand der Spinnendämon vor ihm. Tückische gelbe Augen, die an die eines irdischen Raubtiers erinnerten, starrten ihn an. Die vier Zangen, die jeweils zu zweit neben dem Maul saßen, waren so groß wie er selber. Trotzdem wollte Robert Tendyke hochspringen, den Dämon angreifen. Ein vorschnellendes Spinnenbein unterband seine Absicht. Es traf ihn mit voller Wucht an der Brust und nagelte ihn auf dem Boden fest. Melmoth seilte einen Spinnenfaden aus einer Drüse am Bauch ab. Er legte sich um den Hals des plötzlich losbrüllenden Abenteurers und zog ihn nach oben.

Wieder glaubte Tendyke das höhnische Kichern zu hören, als er voller Panik versuchte, den Faden von seinem Hals zu reißen und dabei wie ein Wilder strampelte. Langsam wurde ihm die Luft knapp, sein Hals schien eine einzige Geschwulst zu sein, es tat höllisch weh. Rote Kreise und Schlieren begannen vor seinen Augen zu tanzen, während die schwarze Wolke in seinem Innern ohnmächtig tobte. Tendyke wusste genau, dass sie stark genug war, um fünf Melmoths das Nachsehen zu geben. Er schaffte es nur noch nicht, ihre Kraft in derartigen Situationen zielgerichtet einzusetzen. Wenn die Panik zu groß wurde, brach die innere Verbindung mit der Alten Kraft einfach ab; denn um nichts Anderes handelte es sich bei der Wolke.

So starb Robert Tendyke den Tod durch Erhängen unter dem Leib eines Spinnendämons. Einen seiner unangenehmsten bisher – sofern man dem Tod überhaupt irgendeine angenehme Seite abgewinnen konnte. Sein letzter Gedanke galt Lilith.

Du verfluchtes Miststück.

***

Caermardhin, Wales

Eine rote Welt voller Staub, gebeutelt von Sandstürmen, die zwischen schroffen Felsen dahinfegten.

Eine grüne Welt unter einer violetten Sonne, auf der ein fiebriger Dschungel voller gefräßiger Bäume wuchs, deren Blätter dreieckig oder gezackt waren, als besäßen sie Zähne.

Eine Welt, in der die Gegenstände, Steine und Gebäude mehr Winkel und mehr Dimensionen zu haben schienen, als es zulässig war.

Eine Welt, die finster war und in der selbst das Licht kein solches war und in der man deshalb keine Formen hätte sehen dürfen.

Ein Bild nach dem anderen huschte über die Oberfläche der eigentlich transparenten Kugel im Saal des Wissens. Asmodis sah die Welt völlig anders als jeder Mensch. Aus vielen verschiedenen Perspektiven.

Der Erzdämon starrte seit Stunden in die Kugel, die ihm ermöglichte, jeden Ort auf der Erde zu beobachten. Geistesabwesend strich er sich dabei immer wieder über seinen linken Unterarm. Er schmerzte nicht, doch seit Tagen erschienen immer wieder urplötzlich Male und kleine Beulen auf seiner Haut, so, als bewegten sich Wesen darunter. Auch jetzt spürte er, wie sich etwas Kleines, extrem Lästiges in seinem Fleisch bewegte, und sich hartnäckig nicht nur in seine Muskeln, sondern auch in seine Knochen und noch tiefer grub. Er verzichtete darauf, einen erneuten magischen Angriff auf das … Ding zu starten, das sie verursachte. Er würde genauso erfolglos wie die vorhergehenden sein.

Das Ganze war sehr ungewöhnlich, war Asmodis doch eines der mächtigsten magischen Wesen in diesem Teil des Multiversums. Er fluchte lästerlich und wandte sich wieder der Bildkugel zu, die sein Bruder Merlin einst erschaffen hatte.

Merlin, ja …

Ob der mit dieser seltsamen magischen Attacke, die ihm, wie er eingestehen musste, so langsam Sorgen machte, besser fertig geworden wäre? Nein, Merlin war nicht mächtiger gewesen als er. Und ihm im Grunde sehr ähnlich.

So war es nur folgerichtig gewesen, dass der Wächter der Schicksalswaage ihn hier an die Stelle seines toten Bruders gesetzt hatte, überlegte er und warf einen selbstgefälligen Blick auf Kühlwalda. Für einen Moment war das magische Mal, das ihn zeichnete, vergessen. Die Kröte hockte in einer Schale, in der Asmodis für sie ein kleines Moor nachgebildet hatte. Sie sah unter trägen Lidern zu ihm zurück. Es gefiel dem Dämon, von Zeit zu Zeit mit ihr zu sprechen, als könne sie antworten und er mochte die Vorstellung, sie verstünde, was er sagte.

Doch schon wenige Augenblicke später wandte er sich erneut der Kugel zu. Wieder flackerten Bilder durch sie hindurch, als würde ein ungeduldiger Fernsehzuschauer von einem Kanal in den anderen schalten.

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