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Professor Zamorra - Folge 1029

Aufbruch zur Angst

von Michael Breuer

Wir werden von einem Wahnsinnigen regiert.

Das lässt sich nicht länger bestreiten. Der Despot hat die Macht an sich gerissen und hält uns nun mit seinem Hilfsvolk fest in seinen Klauen.

Meine Artgenossen scheinen mir wie gelähmt. Niemand scheint die Kraft zu haben, sich endlich gegen seine Terrorherrschaft aufzulehnen und ihn von jenem Thron zu stürzen, der ihm eigentlich niemals zustand.

Etwas muss geschehen!

Jemand muss aufstehen und die Dinge in Bewegung bringen.

Dieser Jemand werde ich sein.

Ich bin ein Angehöriger der Dynastie der Ewigen, ein Alpha, und ich habe einen Plan.

Mein Name ist Mer Cahot …

Der Kristallplanet
Gegenwart

Mit leeren Augen blickte Mer Cahot auf den Bildschirm. Es war dunkel im Raum. Sein schmal geschnittenes, bleiches Gesicht wurde einzig durch das Licht des Monitors erhellt. Es wirkte fahl und ausgezehrt.

Die Züge des Alphas waren wie versteinert, als er die gerade niedergeschriebenen Zeilen musterte.

Diese Worte sind mein Vermächtnis, dachte er. Wenn alles schiefläuft, wird nur das zurückbleiben.

Und die Wahrscheinlichkeit eines Fehlschlags war immens, wie sich Cahot schweren Herzens eingestehen musste. Tan Morano regierte das Sternenreich der Ewigen mit eiserner Faust. Seit er Nazarena Nerukkar getötet hatte, um sich selbst zum Erhabenen aufzuschwingen, hatte er seine Machtbasis kontinuierlich ausgebaut. Verräter und Aufrührer wurden hingerichtet. Wer auch nur in den leisesten Verdacht geriet, nicht voll hinter dem Schreckensregime des wahnsinnigen Vampirs zu stehen, dem drohte Schlimmes. Immer wieder hatte Mer Cahot von Ewigen gehört, die nach unbedachten Äußerungen plötzlich wie vom Erdboden verschluckt verschwunden waren.

Nur allzu gut konnte sich der Alpha an die Ankunft Moranos auf der Zentralwelt der Dynastie erinnern. Der pompöse Auftritt hatte sich in sein Gedächtnis eingebrannt. Dem Vampir war nicht gerade eine Welle der Freude entgegengeschlagen. Im Gegenteil, unmittelbar nach seiner Ankunft hatte sich ein Attentatsversuch ereignet. Dabei war ein Drittel der Residenz des Erhabenen vernichtet worden. Morano jedoch schaffte es, dem Anschlag um Haaresbreite zu entkommen.

Der wahnsinnige Vampir, der mit seinem Dhyarra-Kristall verschmolzen war, hatte sich vorgenommen, die Geschichte der Dynastie der Ewigen in völlig neue Bahnen zu lenken.

Dass es sich hierbei nicht um leeres Gefasel handelte, wurde schon bald deutlich. Morano vollzog den Blutruf, mit dem er all seine Artgenossen von Gaia zum Kristallplaneten orderte. Gaia war die Bezeichnung der Ewigen für den Planeten Erde. Und tatsächlich folgten die Blutsauger seinem Befehl und begaben sich über den Abgrund der Sterne hinweg zur Zentralwelt der Ewigen. Seither teilten sich Mer Cahots Artgenossen den Planeten mit den Vampiren. Nachdem es zu Beginn dieses Zusammenlebens zu Konflikten gekommen war, hatte Morano den Blutsaugern ein Gebiet auf der Südhalbkugel des Planeten zugewiesen, wo sie nun fernab der Ewigen ihr Dasein fristeten. Damit sie keinen Hunger litten, führte man ihnen regelmäßig zahlreiche Opfer zu, bei denen es sich um Angehörige von Hilfsvölkern oder missliebige Personen handelte.

Der Alpha erhob sich langsam und ging zum Fenster. Unweit seiner Residenz erstreckte sich das riesige Gelände des Raumhafens. Ein scheinbar endloses Heer von Raumschiffen war dort zu sehen.

Mer Cahots Miene verhärtete sich. Es handelte sich samt und sonders um Kriegsschiffe. Der Alpha bemühte sich erst gar nicht, die Raumer zu zählen. Er wusste nämlich genau, dass es in jedem Fall zu wenig waren.

Der Gegner, gegen den sie in die Schlacht ziehen sollten, würde sie gnadenlos aufreiben.

So wie er es auch schon beim ersten Mal getan hatte!

Cahot schloss kurz die Augen. Unwillkürlich dachte er an jenen schicksalhaften Tag zurück, als die Kriegsflotte der Ewigen auf einen Schlag fast völlig ausgelöscht worden war. Die Angst hatte keine Gnade gekannt.

Viel wussten die Ewigen nicht über ihren mysteriösen Gegner. Cahot war sich nicht sicher, ob es sich bei der fremden Entität um ein denkendes, fühlendes Wesen handelte oder um etwas ganz anderes. Letztendlich war es auch egal.

Bei einer neuerlichen Begegnung würde die Angst abermals kurzen Prozess machen, das ahnte Cahot bereits jetzt. Die hoch entwickelten Waffensysteme der Dynastie richteten gegen die mysteriöse Wesenheit nichts aus. Daher war jeder weitere Angriff der Ewigen von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Tan Morano freilich war auf diesem Ohr taub. Sein Befehl lautete, die Flotte so schnell wie möglich wieder aufzurüsten, um abermals gegen die Angst vorzugehen. Widerspruch duldete der Vampir nicht.

Es hatte lange gebraucht, um die Flotte wieder aufzubauen, doch nun war der Tag gekommen. Wenn die Dynastie auch noch nicht zu alter Stärke gefunden hatte, so war der Erhabene doch der Ansicht, dass ein neuerlicher Angriff nicht länger herausgezögert werden durfte.

Cahot hatte zu diesem Thema seine eigene Meinung.

Sinnlos gegen die Angst anzurennen, war völliger Unsinn und stellte nur eine Verschwendung wertvoller Ressourcen dar. Noch war der unheimliche Gegner aus den Tiefen des Raums weit genug entfernt. Es war Zeit genug, um die Kräfte der Dynastie zu bündeln, um gemeinsam nach einer wirkungsvollen Waffe gegen die Angst zu forschen.

Aber nichts lag Tan Morano ferner. Er wollte schnell und brutal gegen die Angst vorgehen, auch auf die Gefahr hin, die Flotte der Dynastie ein weiteres Mal in den Untergang zu führen.

Mer Cahot konnte den Erhabenen nicht verstehen. Er hatte den Versuch auch längst aufgegeben. Der Vampir hatte eindeutig den Verstand verloren. Vielleicht war die Verschmelzung mit seinem Dhyarra-Kristall daran schuld. Möglicherweise war ihm auch einfach die Macht zu Kopf gestiegen.

Für den Alpha war dieser Unterschied allerdings nicht von Bedeutung.

Jetzt ging es nur noch darum, Tan Morano aufzuhalten.

Wieder blickte Mer Cahot aus dem Fenster. Hinter den Landefeldern des Raumhafens konnte er den neu errichteten Palast des ERHABENEN erkennen. Das Bauwerk war eine Monstrosität und stellte eine ungeheure Provokation dar. Der Palast besaß die Form eines riesenhaften Vampirschädels. Das weit aufgerissene Maul enthüllte gewaltige, bedrohliche Reißzähne.

Der Anblick versetzte dem Alpha einen Stich mitten ins Herz. Seit undenklichen Zeiten hatte die Dynastie der Ewigen sich selbst beherrscht. Dass sich nun ein Vampir in der Rolle als ERHABENER an die Spitze seines Volkes gesetzt hatte, war für Cahot immer noch unfassbar. Selbst der oftmals als »Friedensfürst« verspottete Ted Ewigk hatte die Geschicke der DYNASTIE besser gelenkt. Moranos Weg dagegen führte unweigerlich in den Untergang.

Unweigerlich schüttelte Cahot den Kopf. Er konnte nicht glauben, dass der Großteil seines Volkes nicht sah, worin die Machenschaften des Vampirs münden würden. Vielleicht fürchteten sie sich einfach zu sehr, um den Mund aufzumachen. Verstanden hätte Cahot das. Gnade war ein Wort, dass Tan Morano fremd war. Wer sich gegen seine Herrschaft auflehnte, musste damit rechnen, dass ihn in Kürze ein unerfreuliches Schicksal ereilte.

Auch Cahot selbst war stets darauf gefasst, dass die Häscher des Vampirs an seine Tür klopften. Zwar arbeitete er im Geheimen, doch er wusste nur allzu gut, dass Morano überall seine Spione hatte.

Mer Cahot wandte sich vom Fenster ab und blickte wieder auf den Monitor. Sein Gesicht zuckte leicht. Was er dort niedergeschrieben hatte, war nichts anderes als ein Abschiedsbrief, ein vollständiges Geständnis.

Mein Testament, durchzuckte es den Alpha abermals. Aber noch bin ich nicht von der Bühne abgetreten!

Er war fest entschlossen, seine hochtrabenden Pläne in die Tat umzusetzen. Irgendjemand musste Tan Morano aufhalten. Cahot hatte endlose Zeiteinheiten darauf verwendet, den Sturz des Tyrannen vorzubereiten. Ob sein Vorhaben von Erfolg gekrönt sein würde, stand freilich auf einem ganz anderen Blatt.

Das würde sich erst im Ernstfall herausstellen.

Dieser schien allerdings kurz bevorzustehen. Die Flotte war nahezu einsatzbereit, auch wenn sie noch nicht die alte Stärke hatte.

Mer Cahot wusste, in Kürze würde etwas geschehen – und dann würde er handeln müssen. Er würde das tun, was ihm sein Gewissen vorschrieb.

Tyrannenmord!

Das Wort leuchtete in großen roten Buchstaben im Bewusstsein des Alphas auf. Gleichzeitig fühlte er sich leicht und beschwingt bei dem Gedanken, das Joch Moranos endlich abstreifen zu können.

Mit zwei Schritten begab sich Cahot zurück zum Computer und setzte sich an den Tisch. Schon huschten seine Finger über die Tasten. Sofort verschwand der kompromittierende Text vom Bildschirm und verflüchtigte sich im digitalen Nirwana.

Geständnisse waren Unfug! Jede schriftliche Notiz barg die Gefahr, dass der große Plan ans Licht der Öffentlichkeit gelangte und das durfte um keinen Preis geschehen.

Ein bitteres Lächeln umspielte die Lippen des Alphas. Äußerlich reglos starrte er auf den nunmehr leeren Bildschirm. Cahot war klug genug, um zu wissen, dass er jederzeit auffliegen konnte, aber er musste das Ganze ja nicht auch noch unbedingt forcieren.

Langsam erhob sich Mer Cahot wieder von seinem Stuhl. Erneut suchte sein Blick den endlosen Sternenhimmel. Irgendwo dort draußen lag die Freiheit, das wusste er.

Und wenn es nach ihm ging, dann würde auch die DYNASTIE DER EWIGEN bald wieder frei sein!

Während er das kalte Licht der Sterne musterte, dachte Mer Cahot daran zurück, wie alles angefangen hatte …

***

Texas
Tendyke Industries, medizinische Abteilung

Doktor Nome Berenga schauderte immer noch, wenn er sich an das Erwachen seines Patienten aus dem wochenlangen Koma erinnerte.

»Zamorra, ich weiß alles!«

Das waren seine Worte gewesen. In seinen Augen war eine Mischung aus Angst und Entschlossenheit zu lesen gewesen. Artimus van Zant schien während seines Dämmerschlafs Dinge gesehen zu haben, die sich dem menschlichen Verständnis entzogen.

Der zweiundvierzigjährige Massai-Abkömmling Berenga war bei van Zants Unfall nicht zugegen gewesen, sondern wusste nur aus den Berichten, was sich ereignet hatte. Der Physiker hatte die Kassette des Blinden Wächters untersucht. Der unscheinbar aussehende Gegenstand beherbergte nämlich ein Stück der Angst, die eine noch nicht fassbare Bedrohung darstellte.

Van Zant hatte die Kassette schon mehreren Versuchsreihen unterzogen, doch beim letzten Mal war etwas gründlich schiefgegangen. Die in der Kiste gefangene Angst hatte sich gewehrt und von den Anwesenden Besitz ergriffen. Urplötzlich zog van Zant seine Schutzhandschuhe aus, um sie auf die Oberfläche der Kassette zu pressen. Dabei war etwas mit seinem Verstand geschehen, woraufhin er in ein wochenlanges Koma fiel. Doch er war nicht das einzige Opfer gewesen. Ein Assistent hatte bei dem Experiment sein Leben gelassen. Als er die Kassette berührte, war sein Körper umgehend in Flammen aufgegangen.

Doktor Berenga verzog das Gesicht. Von dem jungen Assistenten war nur ein schrecklich verkohltes Etwas übriggeblieben. Die Kassette des Blinden Wächters hatte ihn innerhalb weniger Augenblicke zu Asche verbrannt.

Ungeachtet dessen wollte Artimus van Zant sofort nach seinem Erwachen die Experimente fortsetzen. Alles in ihm drängte danach, sich erneut an der Kassette des Blinden Wächters zu schaffen zu machen.

Natürlich hatte Doktor Berenga dem sofort einen Riegel vorgeschoben.

»Sie ticken wohl nicht ganz sauber, mein Bester!« waren seine Worte gewesen. Das Koma hatte unübersehbar Spuren hinterlassen. Der dreiundfünfzigjährige van Zant war mit seinen 195 Zentimetern Körpergröße ein Mann wie ein Bär. Sein Gesicht jedoch wirkte fahl und eingefallen. Selbst wenn er nun aus seinem Dämmerschlaf erwacht war, so war doch offensichtlich, dass seine Genesung noch Zeit brauchte.

Seit seinem Erwachen waren nun mehrere Wochen vergangen und van Zant reichte es mittlerweile. Er hatte für sich entschieden, dass seine Rekonvaleszenz abgeschlossen war.

Die beiden ungleichen Männer saßen sich in Berengas Büro gegenüber. Artimus van Zant hatte sich zurückgelehnt und die Arme über der Brust verschränkt. Obwohl er mittlerweile besser aussah, wirkte er immer noch angeschlagen. In seinen Augen leuchtete ein unbekanntes Feuer. Eine wilde Entschlossenheit war in seinem Blick zu lesen.

»Sie haben jetzt lange genug an mir herumgedoktert«, erklärte van Zant. »Jetzt ist Schluss! Ich lasse mich nicht länger von meiner Arbeit fernhalten.«

Berenga leckte sich über die Lippen. »Ich halte das für keine gute Idee«, ließ er Artimus wissen. »Sie mögen sich zwar wieder fit fühlen, aber vergessen Sie nicht, was beim letzten Experiment mit Ihnen geschehen ist. Noch sind Sie nicht völlig wieder auf dem Damm. Ich möchte jedes Risiko ausschließen!«

Artimus van Zant schnaufte ungehalten. Die Antwort passte ihm offenbar gar nicht. Abrupt beugte er sich im Stuhl nach vorne. Seine prankenartigen Hände umklammerten die Tischplatte.

»Auf mich kommt es hier nicht mehr an«, erklärte er. »Hier geht es um größere Dinge!«

Van Zants Augen glitzerten. Abrupt griff er über den Tisch und umklammerte Berengas Hand. »Wenn Sie gesehen hätten, was ich gesehen habe, dann würden Sie mich verstehen«, wisperte er eindringlich, als fürchte er, jemand seine Worte hören, dem sie nicht bestimmt waren. »Die Angst ist nahe, Doktor! Wir haben keine Zeit zu verlieren. Wenn wir noch länger warten, dann wird sie uns überrollen!«

Berenga drückte die Hand seines Gegenübers. »Ich weiß, was Sie durchgemacht haben«, antwortete er beruhigend. »Und glauben Sie mir, ich weiß um die Gefahr, die uns droht. Dennoch sollten Sie nichts überstürzen!«

Ein beunruhigendes Lächeln huschte über van Zants Lippen. »Sie wissen gar nichts«, lautete seine knappe Erwiderung.

Der Physiker stemmte sich hoch und deutete auf die Tür. »Ich werde jetzt dort hinausgehen und meine Arbeit fortsetzen. Es gibt viel zu tun – und niemand wird mich daran hindern. Unser aller Wohl hängt davon ab!«

Der Ausdruck in van Zants Augen wurde hart. »Werden Sie versuchen, mich aufzuhalten?«

Berenga lehnte sich zurück. Er war der Spezialist für Alien-Medizin in dem weltumspannenden Großkonzern. Ihm waren schon Dinge unter die Augen gekommen, die sich jedem menschlichen Verständnis entzogen. Es lag ihm deshalb fern, van Zant aufzuhalten. Schließlich wusste er selbst, dass die Angst eine Bedrohung darstellte, deren ganzes Potenzial bislang noch nicht eingeschätzt werden konnte.

»Gehen Sie ruhig«, erklärte er. Er ließ den Kugelschreiber fallen, den er bis jetzt noch in der linken Hand gehalten hatte. »Ich werde Ihnen nicht im Weg stehen!«

Van Zant war ein Getriebener und jeder Versuch, ihn aufzuhalten, würde zum Scheitern verurteilt sein. Das spürte Berenga ganz deutlich.

Der dickliche Physiker blickte sein Gegenüber einen Moment lang konsterniert an. Mit dieser Erwiderung hatte er offenbar nicht gerechnet. Er war sichtlich aus dem Konzept gebracht.

»Sie lassen mich gehen, Nome? Einfach so?«, fragte er ungläubig.

Berenga nickte. »Aber glauben Sie nicht, ich würde Sie auch nur einen Moment aus den Augen lassen. Sobald ich den Eindruck habe, dass Sie sich übernehmen, werde ich eingreifen – und dann haben Sie nichts mehr zu lachen!«

Ein Lächeln huschte über van Zants Lippen. Für einen kurzen Moment wirkte er wieder wie der Mann, der er vor seinem Unfall gewesen war. »Geht in Ordnung«, erklärte er und nickte dem Doktor noch einmal freundlich zu, bevor er sich umwandte und mit weit ausgreifenden Schritten das Büro verließ.

Doktor Berenga blickte ihm lange hinterher. Seine Miene war nachdenklich. Van Zant galt als Genie. Seit 2002 leitete er die geheime Forschungsabteilung von Tendyke Industries zur Erforschung außerirdischer Technologie. Seine Exfrau Julie Skinner war vor zehn Jahren durch die gefährliche Strahlung eines Meegh-Spiders dem Wahnsinn verfallen. Seitdem hegte van Zant tiefe Hassgefühle gegenüber der DYNASTIE DER EWIGEN, die letzten Endes für das Schicksal seiner Frau verantwortlich war. Weitere Schicksalsschläge hatten sich angeschlossen. Einfach hatte es van Zant in den letzten Jahren nie gehabt. Das fehlgeschlagene Experiment mit der Kassette des Blinden Wächters war nur ein weiterer, trauriger Höhepunkt gewesen.

Immer noch grübelnd blickte Doktor Berenga auf das Telefon. Er hielt es für grundfalsch, wenn er den Physiker jetzt einfach weitermachen ließ. Zu viele seltsame Dinge waren in den letzten Monaten bei Tendyke Industries geschehen. Eine weitere Katastrophe musste um jeden Preis verhindert werden.

Doktor Berenga langte über den Schreibtisch und nahm ein altertümliches, in Leder gebundenes Notizbuch zur Hand. Obwohl sein Fachgebiet Alien-Medizin darstellte und er dienstlich tagein tagaus mit den obskursten technischen Gerätschaften zu tun hatte, pflegte er seine Telefonnummern immer noch in diesem Notizbuch festzuhalten. Er hielt ...

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