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Professionelles Bewerben

INHALT

DIE STELLENSUCHE

Die Vorbereitung: Fähigkeiten und Ziele identifizieren

»Harte« Qualifikationen …

… und »weiche« Fähigkeiten

Karriereziele definieren

Stellen suchen – gewusst wo!

Online-Jobbörsen

Online-Stellenportale der Printmedien

Karrieredienste: Experteer und Placement24

Soziale Netzwerke: XING, LinkedIn und Facebook

Spezialisierte Stellenportale

Metasuchmaschinen

Jobmessen

Stellen suchen – gewusst wie!

Nach Berufsbezeichnungen suchen

Nach Qualifikationen suchen

Mit Operatoren suchen

Bewerbungsprofil veröffentlichen

In Fachpublikationen suchen

Online-Stellenangebote auf Aktualität prüfen

In Printmedien suchen

Im Bekanntenkreis nach Stellen fragen

Nach Unternehmen suchen

Auf welche Stellenanzeigen bewerben?

Nur auf interessante Stellen bewerben

Trotz fehlender Qualifikationen bewerben

Mit Abweichungen vom Anforderungsprofil umgehen

Mögliche Einwände entkräften

ERFOLGREICH BEWERBEN

Formalia der Bewerbung

Formalia der E-Mail-Bewerbung beachten

Formalia der Printbewerbung beachten

Umfang von Anschreiben und Lebenslauf

Korrektheit in Anschreiben und Lebenslauf

Das Bewerbungsfoto

Auflösung und Dateigröße bei der E-Mail-Bewerbung

Die Printbewerbung in perfektem Look

Welche Nachweise in die Bewerbung gehören

Die Form des Anschreibens

Die Gestaltung

Der Aufbau

Der Inhalt des Anschreibens

Überzeugend formulieren

Die Bausteine des Anschreibens

Musterformulierungen für das Anschreiben

Die Initiativbewerbung

Initiativbewerbungen platzieren

Das Anschreiben

Die elf häufigsten Fehler im Anschreiben

Muster Anschreiben

Deckblatt: ja oder nein?

Die Form des Lebenslaufs

Der Aufbau

Die Chronologie des Hauptteils

Der Inhalt des Lebenslaufs

Den roten Faden sichtbar machen

Studien- und Ausbildungsgänge erklären

Der englischsprachige Lebenslauf

Muster Lebensläufe

Die Bewerbung per E-Mail

Die Form der E-Mail-Bewerbung

Die Onlinebewerbung

Die Vorgaben beachten

E-Recruiting-Systeme

Ihre Daten im Internet

Für eine seriöse Selbstpräsentation sorgen

Der Vollständigkeits-Check

Ihr Bewerbungsmanagement

Die fünf häufigsten Bewerbungsfehler

DAS TELEFONINTERVIEW

Mit einem Telefoninterview rechnen

Die Vorbereitung

Das Telefoninterview meistern

DER EINSTELLUNGSTEST

Mit Einstellungstests rechnen

Formen von Einstellungstests

Assessment-Center

Leistungs- und Fähigkeitstests

Persönlichkeitstests

Die Vorbereitung: Strukturen verstehen lernen

Genug Zeit einplanen

Die Fragemuster erkennen

Kleine Lerneinheiten bilden

Nicht nur auswendig lernen

Die zehn häufigsten Fehler bei Einstellungstests

Im Kommen: Castings

Gut vorbereiten

DAS VORSTELLUNGSGESPRÄCH

Die Einladung

Die Form der Einladung

Den Termin telefonisch bestätigen

Den Termin per E-Mail bestätigen

Den Termin verschieben

Den Termin absagen

Die Vorbereitung: zum Unternehmen recherchieren

Gesprächspartner identifizieren

Informationen über das Unternehmen sammeln

Stärken und Schwächen analysieren

Sich selbst besser kennenlernen

Lücken im Lebenslauf erklären

Auf Fragen vorbereiten

Eigene Fragen überlegen

Interesse bezeugen

Stressfrei ankommen

Die Anreise sorgfältig planen

Vor Ort die Benimmregeln beachten

Die häufigsten Arbeitgeberfragen

Die Einstiegsfrage

Fragen zur Motivation

Fragen zur fachlichen Qualifikation

Fragen zur persönlichen Eignung

Organisatorische Fragen

Die Gehaltsfrage

Abschlussfragen

Stressfragen

Brainteaser-Fragen

Mit unerlaubten Fragen umgehen

Für ein gepflegtes Erscheinungsbild sorgen

Angemessene Kleidung und gepflegtes Äußeres

Rhetorisch überzeugen

Die Körpersprache

Körpersprache »sprechen«

Körpersprache »lesen«

Gestik einsetzen

Mit Mimik spielen

Das Zweitgespräch

Auf weitere Gesprächspartner einstellen

Auf weitere Fachfragen einstellen

MIT ABSAGEN UMGEHEN

Frust verarbeiten

Jammern, wenn es hilft

Noch nicht aufgeben

Bewerbungen analysieren und verbessern

DIE ZUSAGE

Auf die Zusage reagieren

Umgehend anrufen

Die Stelle annehmen. Oder nicht?

Der Arbeitsvertrag: Fragen klären

Einen Rückzieher machen?

Register

Alle Musterdokumente aus diesem Buch können Sie kostenlos herunterladen und ganz einfach selbst bearbeiten.

So gehts:

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Fertig!

Klingt ganz einfach, ist es auch.

Die Stellensuche

 

Wo findet man die passenden Stellenanzeigen? Online-Jobbörsen, Stellenportale, Karrieredienste, soziale Netzwerke, Printmedien oder Jobmessen – was sind die ergiebigsten Recherchequellen? Und was, wenn es keine passenden Anzeigen gibt? Wie Sie bei Ihrer Stellensuche am besten vorgehen und auf welche Angebote sich eine Bewerbung lohnt, das lesen Sie auf den folgenden Seiten.

 

Wer auf Stellensuche ist, hat es nicht immer leicht. Denn es ist gar nicht so einfach, geeignete Angebote zu finden. Oft scheitert die Suche auch daran, dass die Bewerber und Bewerberinnen noch nicht genau wissen, was sie eigentlich können und wollen.

DIE VORBEREITUNG: FÄHIGKEITEN UND ZIELE IDENTIFIZIEREN

Welcher Beruf passt zu Ihren Fähigkeiten und Zielen?

Um sich in der Flut der Stellenausschreibungen und potenziellen Arbeitgeber zurechtzufinden, müssen Sie sich erst über ihre Fähigkeiten und Ziele klar werden. Es bringt nichts, Bewerbungen an alle möglichen Firmen zu verschicken. Um eine passende Stelle zu finden, klären Sie am besten für sich selbst,

image was Sie können und welche Erfahrungen Sie mitbringen,

image welche vorrangigen Interessen Sie haben,

image auf welche Karriereziele Sie hinarbeiten.

»Harte« Qualifikationen …

Überlegen Sie genau: Welche »harten« Qualifikationen haben Sie zu bieten? Welche Erfahrungen bringen Sie mit? Welche Ausbildung? Was hat Ihnen bisher besonders großen Spaß gemacht? Welche besonderen Kenntnisse haben Sie sich im Laufe der Zeit angeeignet? Welche Qualifikationen sind darüber hinaus entwicklungsfähig?

  Beispiel Marian Langer ist gelernter Mediengestalter. Nach seiner Ausbildung in einer Werbeagentur hat ihn eine Direktbank übernommen, wo er zunächst in der Marketingabteilung auch tatsächlich als Mediengestalter arbeitete. Dort hat er Kenntnisse über die Finanzprodukte und Dienstleistungen seiner Bank erworben. Zudem war er fürs Direktmarketing zuständig. Als er nun bei einer anderen Bank eine offene Stelle im Beschwerdemanagement findet, bewirbt er sich. Seine Chancen stehen recht gut, denn seine langjährige Erfahrung im Finanzwesen und in der Kommunikation belegt seine Qualifikation.

… und »weiche« Fähigkeiten

Durchleuchten Sie Ihre Hobbys und Vorlieben einmal ganz genau: Welchen Neigungen gehen Sie nach und was offenbaren diese über Ihre Qualifikationen? Einige Beispiele:

HOBBYS ALS HINWEIS AUF QUALIFIKATIONEN

Hobby, Freizeitbeschäftigung

Hinweis auf …

Sammeln

Gründlichkeit, Genauigkeit

Gemeinschaftssportart (z. B. Fußball)

Teamfähigkeit, Kampfgeist

Einzelsportart (z. B. Marathonlauf)

Disziplin, Kampfgeist

Leitung einer Jugendgruppe, Trainieren einer Nachwuchsmannschaft

Führungsqualitäten

Soziales Engagement

soziale Fähigkeiten, Teamfähigkeit

Mode

Stilsicherheit

Musikinstrument

Selbstdisziplin, Durchhaltevermögen

Chor, Orchester

Teamfähigkeit, Umgang mit Menschen

Fragen Sie auch andere!

Machen Sie sich nicht allein darüber Gedanken, welche berufsbezogenen Fähigkeiten Sie haben. Sie können gar nicht alles herausfinden, was Sie kennzeichnet. Besonders in Zeiten von Arbeitslosigkeit neigen Stellensuchende dazu, die eigenen Stärken gar nicht wahrzunehmen, sondern nur die Schwächen zu sehen.

Falls auch Ihnen der Mut zu sinken droht, dann steuern Sie dagegen! Fragen Sie zum Beispiel Menschen, zu denen Sie Vertrauen haben und deren Urteil Sie schätzen. Lassen Sie sich offen deren Meinung sagen:

Welche

image Anlagen,

image Begabungen,

image Kenntnisse,

image Fähigkeiten

sind Ihren Bekannten an Ihnen aufgefallen? Dabei kommt oft Überraschendes heraus, denn fast jeder hält seine Stärken für normal. Die eigenen Schwächen dagegen sind den meisten Menschen nur allzu deutlich bewusst.

  Beispiel Frederick A. fragt seinen besten Freund Julian nach einer ehrlichen Einschätzung seiner Fähigkeiten. Eine der Antworten überrascht ihn wirklich: »Du kannst prima organisieren und behältst auch noch im größten Chaos den Überblick.« Stimmt – Frederick A. hat Jahr für Jahr das Laienschauspiel in seiner Heimatstadt organisiert (vom Auswählen des Stücks über das Ausleihen von Kostümen bis hin zur Buchung der Aufführungsräume). Aber er hat Organisationstalent immer für etwas Selbstverständliches gehalten, weil er dachte: »Das kann doch jeder.« Erst sein Freund hat ihn darauf aufmerksam gemacht, dass Organisationsfähigkeit eine wünschenswerte Fähigkeit ist, über die längst nicht jeder verfügt.

Karriereziele definieren

Formulieren Sie Ihre beruflichen Ziele!

Die Suche nach den eigenen Talenten und Vorlieben mündet schließlich in das Formulieren von beruflichen Zielen. Nur auf Berufe, die Ihren Neigungen und Fähigkeiten zum großen Teil entsprechen, sollten Sie sich bewerben.

Suchen Sie auch nach möglichen Arbeitgebern: Bei

image welchem Unternehmen,

image welcher Organisation,

image welchem Verband,

image welcher öffentlichen Einrichtung,

image welchem öffentlichen Träger

wollen Sie arbeiten? Vielleicht lohnt sich dort eine Initiativbewerbung?

STELLEN SUCHEN – GEWUSST WO!

Nutzen Sie alle Möglichkeiten der Recherche!

Nutzen Sie alle Möglichkeiten der Recherche, die sich bieten: Internet, Printmedien, Hinweise von Bekannten und gegebenenfalls auch Jobmessen. Sie bekommen so nicht nur die Chance, auf interessante Stellen zu stoßen, sondern auch einen tiefen Einblick in den Stellenmarkt.

Online-Jobbörsen

Es gibt eine schier unüberschaubar große Zahl von Online-Jobbörsen. Was für die jeweiligen Belange – die individuellen Bedürfnisse einzelner Bewerber und Bewerberinnen, die angepeilte Branche oder die gewünschte Organisationsform – die am besten geeignete ist, lässt sich nur persönlich recherchieren. Zum Einstieg finden Sie hier die wichtigsten Jobbörsen.

Die Generaliften: überregional und branchenübergreifend

Die Generalisten: Stepstone und Monster

Stepstone (www.stepstone.de) und Monster (www.monster.de) agieren überregional in Deutschland und im deutschsprachigen Raum und branchenübergreifend. Sie befinden sich im stetigen Wettstreit um die Marktführerschaft. Viele größere Unternehmen haben Rahmenverträge mit diesen Jobbörsen, die sie zur Schaltung einer bestimmten

image

Tipp

Halten Sie Ihre Karriereziele in Stichworten fest!

Wenn Sie unschlüssig sind, bieten Stellenanzeigen eine erste Orientierung. Lesen Sie sich mehrere Stellenanzeigen aufmerksam durch. Überlegen Sie, welche Ihnen besonders zusagen, und suchen Sie die Schlüsselbegriffe dazu. Wenn Sie es dann schaffen, Ihre bevorzugten Berufsfelder oder Tätigkeiten mit Stichworten zu beschreiben, dann erleichtert Ihnen das die Online-Stellensuche.

Anzahl von Stellenangeboten und zum Zugriff auf die Bewerbungsprofile berechtigen. Man findet dort Stellenausschreibungen der verschiedensten Arbeitgeber, vorwiegend von Industrie- und Handelsunternehmen. Stellenanzeigen lokaler Handwerks- und Einzelhandelsfirmen sowie des öffentlichen Dienstes sind dagegen in diesen Portalen eher selten anzutreffen.

Der Fokus von Stepstone und Monster liegt auf der Vermittlung von Fach- und Führungskräften, allerdings nicht unbedingt von hoch bezahlten Spitzenpositionen.

Der Fokus von Stepstone und Monster liegt auf Fach- und Führungskräften.

Lokale Jobbörsen: Stellenanzeigen.de,
Meinestadt.de und die Jobbörse der Arbeitsagentur

Zwar erreichen die Jobbörsen Stellenanzeigen.de
(www.stellenanzeigen.de) und MeineStadt.de
(https://jobs.meinestadt.de/deutschland/stellen) branchenübergreifend ganz Deutschland und zum Teil sogar Österreich und die Schweiz, dennoch haben sie einen lokalen bzw. regionalen Schwerpunkt. Das heißt: Sie richten sich vor allem an Stellensuchende, die nicht umziehen wollen oder können.

Jobbörsen für alle, die nicht umziehen wollen

Deshalb finden sich auf diesen Jobbörsen vor allem Anzeigen von regionalen Unternehmen und Institutionen, etwa von Dienstleistern, Einzelhandelsfirmen und mittelständischen Industrieunternehmen. Auch Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und kommunale Behörden (Gemeinden, Landkreise) stellen Anzeigen auf diesen Plattformen ein. Die Stellenangebote richten sich weniger an Führungskräfte als vielmehr an ausgebildete Fachkräfte.

Die Stellenangebote richten sich v. a. an Fachkräfte.

Ähnliches gilt für die Jobbörsen der deutschen Arbeitsagentur (https://jobboerse.arbeitsagentur.de) und des österreichischen Arbeitsmarktservice (www.ams.at). Sie haben den Vorteil, dass Unternehmen dort kostenlos inserieren können. Schon deshalb ist das Angebot sehr groß, und Sie werden dort die Stellenangebote vieler Firmen und Institutionen finden. Berufseinsteiger haben dort bessere Chancen als Führungskräfte.

Online-Stellenportale der Printmedien

Welche Tageszeitung ist in Ihrem Gebiet am weitesten verbreitet? Auf ihrer Website finden Sie mit Sicherheit ein Stellenportal. Dieses dürfte sich auf Stellenangebote aus dem Verbreitungsgebiet Ihrer Zeitung beschränken. Wenn Sie nicht umziehen wollen oder können, dann ist das mit das wichtigste Stellenportal für Sie. Einige Beispiele:

image www.waz-jobs.de ist das Stellenportal der »Wolfsburger Allgemeinen Zeitung« (»WAZ«)

image www.jobs.hna.de ist das Stellenportal der »Hessischen/ Niedersächsischen Allgemeinen« (»HNA«)

image https://stellenmarkt.stuttgarter-zeitung.de ist das Stellenportal der »Stuttgarter Zeitung«

image https://jobs.merkur.de ist das Stellenportal der Tageszeitung »Münchner Merkur«

Stellenportale überregionaler Zeitungen: Fach- und Führungskräfte gesucht!

Stellenportale überregionaler Zeitungen

Größere Firmen und Institutionen präsentieren sich oft im Karriereteil überregionaler Zeitungen. Meist ist die Schaltung gedruckter Stellenanzeigen mit einer Veröffentlichung auf dem Online-Stellenportal derselben Zeitung verknüpft. Ausgeschrieben werden dort in der Regel leitende Funktionen sowie Stellenangebote für spezialisierte Fachkräfte, die nicht auf lokale Arbeitgeber begrenzt sind: Anzeigen schalten viele Konzerne mit mehreren Standorten sowie Bundesbehörden und Hochschulen, die ihre Mitarbeiter überregional rekrutieren. Die wichtigsten Stellenportale dieser Kategorie sind:

image https://FAZjob.net, betrieben von der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«. Hier finden Sie Stellen für Fach- und Führungskräfte in ganz Deutschland und darüber hinaus.

image https://stellenmarkt.sueddeutsche.de, betrieben von der »Süddeutschen Zeitung«. Hier finden Sie vorwiegend Stellen für Fach- und Führungskräfte im süddeutschen Raum (Bayern und Baden-Württemberg), aber auch überregionale Anzeigen.

image https://jobs.zeit.de, betrieben von der Wochenzeitung »Die Zeit«. Dieses Stellenportal hat seinen Schwerpunkt in den Bereichen Wissenschaft und Forschung des deutschsprachigen Raums. Viele Hochschulen und Forschungseinrichtungen (z. B. die Max-Planck- und Fraunhofer-Institute) inserieren dort.

Karrieredienste: Experteer und Placement24

Bruttojahresgehälter von mindestens 40000 Euro

Die Karrieredienste Experteer (www.experteer.de) und Placement24 (www.placement24.com) haben sich auf die Vermittlung von hochqualifizierten Fach- und Führungskräften ab einem Bruttojahresgehalt von 60 000 Euro (Experteer) bzw. 40 000 Euro (Placement24) spezialisiert. Damit sind sie hauptsächlich für die Stellensuche in der Industrie geeignet. Sie versprechen den Stellensuchenden den direkten Kontakt zu Personalberatern (»Headhuntern«), die bei der Besetzung solcher Stellen häufig eingeschaltet werden, um die internen Personalabteilungen zu entlasten.

Keine Scheu! Vielleicht haben Sie Glück!

Scheuen Sie sich nicht, bei Experteer und bei Placement24 zu suchen, auch wenn Ihnen die Mindestgehälter hoch vorkommen. Zum einen mögen Sie Glück haben und Sie finden einen Arbeitgeber, der Ihnen mehr als 40 000 Euro bzw. 60 000 Euro zahlt. Zum anderen aber können Sie durch die Recherche viel über das aktuelle Stellenangebot in Ihrem Bereich lernen: welche Fähigkeiten immer wieder gefragt sind, welche Erfahrungen, welche Persönlichkeitsprofile, vor allem aber auch, in welchen Bereichen es viele Stellen gibt und in welchen nicht. Mit diesem Wissen können Sie Ihrer Suche die richtige Wendung geben.

Basis- oder Premiummitgliedschaft?

Beachten Sie: Bei beiden Karrierediensten gibt es eine kostenlose Basismitgliedschaft. Richtig nutzen lassen sich die entscheidenden Funktionen allerdings erst mit einer kostenpflichtigen Premiummitgliedschaft. Damit können Sie auch verfolgen, wer sich Ihr Profil angesehen hat. In sehr gefragten Berufen kann es durchaus vorkommen, dass Sie sogar durch einen Headhunter kontaktiert werden. Es ist allerdings eher die Ausnahme. Headhunter bevorzugen XING und LinkedIn – das spart ihnen nämlich Kosten.

Soziale Netzwerke: XING, LinkedIn und Facebook

Ob XING, LinkedIn oder Facebook: Soziale Netzwerke sind aus der modernen Arbeitswelt nicht wegzudenken. Sie haben sich längst zu wichtigen Instrumenten bei Stellensuche und Karriereplanung entwickelt, die Stellensuchende als ebenso hilfreich einschätzen wie Personalberater und Recruiter (auf die Auswahl von Bewerbern und Bewerberinnen spezialisierte Personaler in größeren Unternehmen) und Headhunter. Um diese Netzwerke nutzen zu können, müssen Sie sich als Mitglied registrieren.

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Tipp

Soziale Netzwerke reichen nicht!

Beschränken Sie sich bei der Suche nach Stellen nicht allein auf die sozialen Netzwerke. Stellenanzeigen dort zu schalten, ist für Arbeitgeber wegen der hohen Reichweite und Beliebtheit recht teuer. Deshalb werden Sie in sozialen Netzwerken immer nur eine kleine Auswahl derjenigen Stellen finden, die tatsächlich verfügbar sind.

Für die Stellensuche lohnt sich meistens die Premiummitgliedschaft.

Für die Stellensuche lohnt sich meistens die kostenpflichtige, aber durchaus erschwingliche Premiummitgliedschaft. Ihr Vorteil: Sie können sehen, wer auf Ihr Profil zugegriffen hat. Überdies erhalten Sie auch mehr Informationen über andere Netzwerkmitglieder (auch Personalverantwortliche und Headhunter) und haben bessere Möglichkeiten, diese zu kontaktieren.

Als Mitglied können Sie Ihr Profil eingeben. Sie können sich aber auch die dort geschalteten Stellenanzeigen ansehen und direkt Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern oder Headhuntern aufnehmen.

Die Unterschiede von XING und LinkedIn

Folgende Unterschiede bestehen zwischen den Anbietern:

image XING hat seinen Schwerpunkt in Deutschland bzw. im deutschsprachigen Raum. Sie werden hier vorwiegend Stellenausschreibungen aus Deutschland, Österreich und aus der Schweiz finden.

image LinkedIn ist dagegen internationaler ausgerichtet. Bei LinkedIn werden Sie viele Stellen im Ausland finden sowie Stellen für Auslandseinsätze und Stellen, die viele Auslandsreisen und Auslandskontakte erfordern. LinkedIn ist in anderen Ländern weiter verbreitet als im deutschsprachigen Raum, wo die Zahl der Nutzer und Nutzerinnen noch immer überschaubar bleibt, auch wenn sie im Steigen begriffen ist.

image Facebook ist in allererster Linie für den privaten Austausch gedacht, aber schon längst nicht mehr darauf beschränkt. Wie Firmen Facebook für ihr Marketing nutzen, so nutzen sie (oder ihre Personaldienstleister) es auch bei der Mitarbeitersuche. Außerdem gibt es Dienste wie Jobmehappy, die ihre automatisierte Stellensuche auch über Facebook anbieten. »Befreunden« Sie sich daher auf jeden Fall mit den Unternehmen, die Sie interessieren.

Spezialisierte Stellenportale

Spezialisierte Stellenportale: unterschiedliche Schwerpunkte

Neben den allgemeineren Jobbörsen gibt es auch spezialisierte Stellenportale, die auf bestimmte Branchen zugeschnitten sind. Durch ihre gezielte Vorauswahl liefern sie deutlich weniger Ergebnisse, dafür aber auch deutlich besser passende. Wer auf eine bestimmte Branche festgelegt ist, hat dort die besten Chancen. Dazu einige Beispiele:

image www.jobbörse.de hat mehrere Schwerpunkte. Das Portal wendet sich vor allem an Techniker und Ingenieure, an Fachkräfte aus dem Bereich Medizin und Pflege sowie an Vertriebler.

image www.logcareer.de ist ein Portal für Logistiker.

image www.kunststoffweb.de/karriere ist eine Plattform des Gesamtverbands Kunststoffverarbeitender Industrie. Dort finden sich Stellenangebote von Kunststoff verarbeitenden Unternehmen.

image www.hotelcareer.de, www.gastronomiecareer.de und www.touristikcareer.de sind auf Hotellerie, Gastronomie und Touristik spezialisierte Stellenportale.

image www.carelounge.de bietet drei Stellenportale im Sozial- und Gesundheitsbereich: Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser, Sozialeinrichtungen und Seniorenheime.

image www.pharmajobs.com listet Stellen aus dem Bereich Pharmazie (und angrenzenden Bereichen).

image www.aerzteblatt.de/aerztestellen ist eine Plattform des »Deutschen Ärzteblattes«, der führenden Fachzeitschrift für Ärzte. Dort sind beispielsweise offene Stellen in Krankenhäusern und Gesundheitszentren ausgeschrieben.

image www.twjobs.de ist das Stellenportal der Fachzeitschrift »Textilwirtschaft«, der auflagenstärksten Publikation in diesem Bereich.

image www.nachhaltigejobs.de, www.jobverde.de und https://thechanger.org/jobs wenden sich vor allem an (junge) Leute, die Jobs mit sozialer Verantwortung suchen.

image www.bund.de und www.stellenblatt.de sind auf Stellenangebote aus allen Bereichen des öffentlichen Dienstes ausgerichtet.

image www.creativeset.net, https://kreativjob.net, newsroom.de/jobs, journalismus-jobs.com, medienjobs-aktuell.de listen Jobs in kreativen bzw. künstlerischen Berufen und Medienberufen.

Spezialisierte Portale: Weniger, aber besser passende Stellen

Diese spezialisierten Portale helfen Ihnen bei der Stellensuche, wenn Sie sich auf bestimmte Verfahren oder Abläufe spezialisiert haben oder Wert auf inhaltliche Aspekte legen. Bei den meisten stoßen Sie auf weitaus mehr und überdies passendere Angebote als bei weniger spezialisierten Stellenportalen. Bei den meisten Verbandsportalen können die Mitgliederorganisationen ihre Stellenanzeigen kostenlos schalten; deshalb sind sie recht beliebt. Den Link dazu finden Sie meist hinter der Schaltfläche »Karriere«.

Wie Sie branchenspezifische Stellenportale finden

Was tun, falls Sie kein spezialisiertes Stellenportal für Ihren Bereich finden? Sie haben zwei weitere Suchmöglichkeiten:

image Geben Sie in eine Metasuchmaschine einen branchentypischen Beruf ein, und Sie sehen bei den Suchergebnissen automatisch auch die auf die jeweilige Branche spezialisierten Stellenportale.

image Suchen Sie nach passenden Personaldienstleistern, die sich auf die Stellenbesetzung in bestimmten Branchen spezialisiert haben, z. B., indem Sie in Ihre Suchmaschine die Begriffe »Personaldienstleister« und Ihren Beruf (z. B. »Sekretär/-in«) oder das Arbeitsfeld (z. B. »Sekretariat« oder »Assistenz«) eingeben.

image Besuchen Sie die Website www.berufenet.arbeitsagentur.de. Suchen Sie dort nach der Berufsbezeichnung Ihrer Wahl, am besten auch mit Varianten (z. B. »Vermessungsingenieur/-in« statt »Geodät/-in«). Unter »Zusätzliche Informationen« finden Sie eine Vielzahl spezialisierter Stellenportale, die genau auf den jeweiligen Beruf bzw. die jeweilige Branche zugeschnitten sind.

Metasuchmaschinen

Metasuchmaschinen sind besondere Suchmaschinen, die verschiedene Jobbörsen, Stellenportale und auch Unternehmenswebsites nach Stellenausschreibungen durchforsten. Die meisten bieten eine sehr komfortable Suche, in der Sie zum Beispiel Ihre bevorzugte Region und Ihr Erfahrungslevel angeben können. Die bekanntesten Metasuchmaschinen für Stellenanzeigen sind:

image https://de.indeed.com

image https://jobturbo.de/

image https://de.jobrapido.com/

image www.adzuna.de

image www.aktuelle-jobs.de

image www.careerjet.de

image www.cesar.de

image www.gigajob.de

image www.joblift.de

image www.jobkralle.de

image www.jobrobot.de

image www.jobs.de

image www.jobworld.de

image www.kimeta.de

Jobmessen

Jobmessen: v. a. interessant für alle mit einem sehr begehrten Abschluss

Job- oder Karrieremessen, auf denen sich Unternehmen und Organisationen, Verbände und öffentliche Einrichtungen als Arbeitgeber präsentieren, werden immer beliebter, und sie sind längst nicht mehr nur auf die Groß- und Universitätsstädte beschränkt. Selbstverständlich spielen Jobmessen keine Rolle in ohnehin überlaufenen Berufen. Wohl aber dort, wo mehr oder weniger händeringend geeignete Arbeitskräfte gesucht werden. Spezielle Ausbildungsmessen wenden sich vor allem an Schüler/-innen, Absolventenmessen vor allem an junge

image

Tipp

Gesprächspartner ansprechen

Malen Sie sich schon vorab aus, wie Sie bei einer Jobmesse auf einen Gesprächspartner zugehen und ihn höflich ansprechen. Unabdingbar ist es, sich selbst kurz vorzustellen, in aller Regel verbunden mit einem kurzen Handschlag (achten Sie auf die Körpersprache Ihres Gegenübers) und einem freundlichen Lächeln. Dazu nennen Sie Ihren Vor- und Ihren Nachnamen sowie Ihre Spezialisierung und erklären, für welche Art von Stelle im Unternehmen Sie sich interessieren. So gelingt der Einstieg in ein Gespräch eigentlich immer, denn nun wird sich Ihr Gegenüber vorstellen und die ersten Fragen haben.

Leute, die gerade ihren Bachelor oder ihren Master erworben haben. Welche Jobmessen anstehen, können Sie zum Beispiel unter www.absolventa.de/jobmessen in Erfahrung bringen.

Der Besuch einer Jobmesse entspricht, was die Anforderungen an Stellensuchende betrifft, einem Vorstellungsgespräch – schließlich wollen Sie mit einem potenziellen Arbeitgeber in persönlichen Kontakt treten. Vorbereitung ist also alles! Informieren Sie sich im Vorfeld, welche Unternehmen zu den Ausstellern zählen, informieren Sie sich auch über die Unternehmen, die für Sie infrage kommen, und klären Sie, ob Sie vorab einen Termin vereinbaren müssen.

Ihr Erscheinungsbild sollte dem bei einem Vorstellungsgespräch entsprechen.

Kleiden Sie sich genau so, als ob Sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen worden wären ( S. 220 ff.) und achten Sie insgesamt auf ein gepflegtes, professionelles Erscheinungsbild – Sie können anders keine Kontakte knüpfen! Halten Sie Visitenkarten bereit und Ihre Bewerbung (am besten sowohl als Mappe als auch elektronisch auf einem USB-Stick), die Sie direkt überreichen können. Sorgen Sie dafür, dass diese Mappen bis zur Übergabe wirklich in tadellosem Zustand bleiben.

Bei Bedarf überarbeiten Sie Ihre Bewerbung und senden sie später zu.

Wenn sich allerdings im Gespräch herausstellt, dass Ihre Bewerbung nicht gut genug auf die Anforderungen der speziellen Stelle zugeschnitten ist, lassen Sie sich die Kontaktdaten Ihres Gesprächspartners bzw. Ihrer Gesprächspartnerin geben und senden Sie ihm oder ihr später Ihre überarbeitete Bewerbung. Fragen Sie auch, auf welchem Weg Sie sie übermitteln sollen: per E-Mail, per konventioneller Post oder über ein Onlineformular.

STELLEN SUCHEN – GEWUSST WIE!

Sobald Sie einen Überblick oder sogar einen Plan haben, wo Sie überall nach Stellen suchen können, dürfte sich die nächste Frage stellen: Wie suche ich nach Stellen? Rufen Sie sich dazu ins Gedächtnis: Was wollen Sie überhaupt? Welche Tätigkeit oder Position streben Sie an? Welche Branche oder welche Art von Unternehmen kommt potenziell für Sie infrage? Je genauer Sie wissen, wonach Sie suchen, desto besser lässt sich die Suche nach passenden Stellenangeboten eingrenzen.

Dafür bieten die einschlägigen Jobbörsen, Stellenportale und Metasuchmaschinen unter anderem folgende Suchkriterien an:

image die Art der Tätigkeit (z. B. Praktikum, Teil- oder Vollzeitstelle),

image das Berufsfeld (z. B. öffentlicher Dienst, Finanzen, Marketing und Kommunikation, Ingenieurwesen),

image regionale Kriterien (Name / Postleitzahl Ihres Wohn- oder Wunschortes und des gewünschten Mobilitätsradius).

Nach Berufsbezeichnungen suchen

Berufsbezeichnungen: die richtigen Keywords eingeben

Auch die Eingabe von Berufsbezeichnungen in ein Suchfeld kann durchaus hilfreich sein. Aber Achtung: Verwenden Sie dafür die gängigsten Bezeichnungen, sogenannte Keywords. Berücksichtigen Sie, dass es für bestimmte Berufe ganz verschiedene Bezeichnungen geben kann, auch englische. Außerdem variieren womöglich die Schreibweisen, zum Beispiel:

Pressesprecher/-in

image Pressereferent/-in

image PR-Referent/-in