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Predigtsammlung

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wird man dich sammeln oder verwerfen? 8.09.2008

3. Ungeheuchelt, unverfälscht 02.11.2008

4. Welches Kleid trägst du? 16.11.2008

5. Das gotterhörte Gebet 20.09.2009

6. Glauben, bekennen, bezeugen... 22.11.2009

7. Die Eigenschaften des Heiligen Geistes 03.01.201

8. Das vollkommene Gesetz der Freiheit 17.01.2010

9. Der Gemeinde Gottes ihre Kämpfe 24.01.2010

10. Welches Zeugnis haben wir? 31.01.2010

11. Verschied. Kennz. des Reiches Gottes 27.02.2010

12. Verlasse dich nicht auf deinen Verstand 28.03.2010

13. Unumgängliche Dinge 14.03.2010

14. Verschiedene Ohren 28.03.2010

15. Wahre Kreuzesträger 18.04.2010

16. Der unveränderliche Christus 25.04.2010

17. Nachwort.

18. Autor.

Einleitung

Wir lesen in der Bibel, dass Gott den Menschen nach seinem Bilde schuf. Wozu? Um mit ihm Gemeinschaft zu halten. Welche Gemeinschaft? Miteinander zu wirken und sich miteinander zu freuen. Genau wie Eheleute miteinander leben.

Durch den Sündenfall aber verloren die Menschen diese Gleichheit. Gleich darauf trennte sich Gott von ihnen. Denn Gott ist heilig und er kann keine Gemeinschaft mit einem Unreinen Wesen haben. Doch durch seinen Sohn Jesus Christus hat er einen Weg geschaffen, auf dem es den Menschen möglich ist, Ebenbild Gottes oder anders gesagt: das Ebenbild Jesu zu erlangen. Es liegt also in dem Willen eines jeden, ob er es will oder nicht. Der Feind der Menschen – der Teufel – sucht durch allerlei Lügen die Menschen davon abzuhalten. Und sogar, wenn der Mensch schon durch Jesus Erlösung von seinen Sünden erlangt hat, sucht dieser Widersacher den befreiten Mensch wieder zu Fall zu bringen und ins Verderben zu stürzen. Somit stehen alle Menschen in diesem Leben in einem harten Kampf mit dem Teufel, aber besonders die Kinder Gottes, die ihm entflohen sind. In diesem Streit sucht er durch verschiedene böse Geister, die wahren Kinder Gottes von dem schmalen Weg wegzuleiten. Es ist ein geistlicher Krieg, und es geht dem Satan hauptsächlich darum, den Geist der Kinder Gottes zu verderben. In diesem Gefecht wirkt der Seelenfeind aber auch auf die Seele des Menschen und auf seinen Leib. Er sucht in dem Fleisch des Menschen sündhafte Lüste zu wecken, die letztlich dann auch sein geistliches Leben verderben würden. Um nun in diesem Krieg recht zu streiten und ihn zu überwinden, brauchen die Kinder Gottes die nötige geistliche Ausrüstung: geistliche Kraft und geistliche Weisheit. Die will Gott jedem Streiter durch den Heiligen Geist geben. Wenn nun ein Kind Gottes mit diesem „Beistand“ ausgerüstet ist und seinen Anweisungen folgt, dann kann es immer siegen und das gewünschte Ziel – die ewige Seligkeit – erlangen. Der Kampf ist aber sehr kompliziert. Die Diener Gottes suchen nun, ihren Brüdern und Schwestern in diesem Krieg zu helfen: womöglich zu raten und zu warnen, damit keiner von ihnen unterliegt und verlorengeht. So soll auch diese Sammlung betrachtet werden: als eine Hilfe für alle, die aufrichtig suchen, Gott wohlgefällig zu leben, einen guten Kampf zu kämpfen und am Ende die Lebenskrone zu bekommen. Der Herr helfe einem jeden dazu aus Gnaden. Amen.

Wird man dich sammeln oder verwerfen?

„Abermals ist das Himmelreich gleich einem Netze, das ins Meer geworfen wird und von allerlei Art zusammen bringt. Wenn es aber voll ist, ziehen sie es heraus an das Ufer, setzen sich und lesen die guten in Gefäße zusammen, aber die faulen werfen sie weg. So wird es auch am Ende der Welt sein. Die Engel werden ausgehen und die Bösen von den Gerechten scheiden und werden die Bösen in den Feuerofen werfen, wo Heulen und Zähneklappern sein wird“ (Mt. 13, 47-49).

Jesus weist uns an dieser Stelle des Matthäusevangeliums darauf hin, dass am Ende der Welt die Bösen von den Gerechten getrennt werden. Die Gerechten werden gesammelt, die Bösen dagegen - in den Feuerofen geworfen. Worin liegt der Hintergrund, dass diese Menschen verworfen werden? Diese Ursache zu ergründen ist für uns lebenswichtig. Kennen wir die Keim, warum so viele Menschen verlorengehen, so gereicht uns diese Motivation zur Warnung. Wir müssen die Ursache wissen, damit man uns nicht zu denen zählt, die von Gott verworfen werden. Es wäre schrecklich für jeden, wenn es sich herausstellte, dass er auf ewig verdammt wird. Denn Jesus sagte:

„Viele, das sage ich euch, werden danach trachten, wie sie hineinkommen, und werden’s nicht können“ (Lk. 13,24).

Was ist die Ursache oder was hindert so vielen, in das Himmelreich hineinzukommen? Wir lesen in dem 119. Psalm:

„Wie Schlacken hast du hinweg geräumt alle Gottlosen des Landes ...“ (Ps. 119,119).

Wer sind aber diese Gottlosen? Es sind die, die nicht den lebendigen Gott anbeten. Viele meinen, sie beten den gleichen Gott an, aber stimmt dies? Apostel Johannes hat uns ein Wort hinterlassen, in dem er sagt:

„ Wer darüber hinausgeht und bleibt nicht in der Lehre Christi, der hat Gott nicht“ (2 Joh. 9).

Dies bedeutet, dass alle diejenigen, die nicht unter der reinen Lehre Christi sind, keinen Gott haben. Dies sind jene Gottlosen, von denen David in dem 119. Psalm spricht. Es sind nicht meine Worte, sondern die Worte der Bibel. Alle Menschen, die den schmalen Weg nicht gehen, werden verworfen. Es hat letztlich keine Bedeutung, unter welcher Benennung sie sich als Christ ausgeben, auf was sie sich berufen, welcher Kirche sie auch angehören mögen; wenn sie die reine Lehre Christi nicht haben, bedeutet dies, dass sie die reine Lehre Christi auch nicht befolgen. Es mag sein, dass sich diese Menschen zu der Lehre Christi bekennen und diese auch in ihren Versammlungen lehren. Doch allein auf das Bekennen und Lehren kommt es auch nicht ganz an. Vielmehr kommt es darauf an, ob die Menschen die Lehre Christi ausleben. Es ist wichtig, dass die Lehre Christi zugleich bekannt, gelehrt und ausgelebt wird. Ich habe schon manche Menschen sagen hören, dass sie die Wahrheit schon von Jugend auf wüssten. Es reicht nicht, allein die Wahrheit zu kennen. Ob der Mensch die Wahrheit befolgt, indem er sie auslebt, ist entscheidend vor Gott. Im 125. Psalm steht geschrieben:

„Die aber auf ihre krummen Wege abbiegen, die wird der Herr dahinfahren lassen samt den Übeltätern“ (Ps. 125, 5).

Wir lesen, dass von Johannes dem Täufer gesagt wird, dass er das Krumme gerademachen und das Hügelige glattmachen wird. Was bedeutet dies? Es bedeutet, dass von ihm das Volk Israel für die Ankunft Christi vorbereitet wird. Er predigte auch:

„Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!“ (Mt. 3,2).

Und wir lesen, wie die Menschen aus allen Städten und Dörfer herbeikamen, nachdem Johannes diese Worte ausrief. Die Bewohner Jerusalems und Judäas und aus allen Ortschaften Israels ließen sich von Johannes taufen. Johannes rief denen zu, die auf krummen Wegen gingen, ihren Weg auf diesem einzigen und schmalen Steg fortzusetzen. Dieselbe Predigt hören wir auch von Jesus und den Aposteln. Es ist ein Irrtum zu behaupten, dass es viele Wege gebe, und diese alle in den Himmel führen. Allen Menschen, die diesem Irrtum verfallen sind, sei zugerufen: „Nein liebe Leute, ihr seid betrogen durch falsche Lehrer und ihrer falschen Lehre. Sagt euer Prediger euch, dass jeder seines Glaubens leben wird,so glaubt ihm nicht!“ Es gibt viele Pfarrer und Prediger, die das predigen, was ihre Zuhörer gerne hören wollen. Sie suchen nicht Gott zu gefallen, sondern den Menschen. Es sei dir gesagt, dass es nur einen Weg gibt, von dem Jesus spricht:

„Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als durch mich“ (Joh. 14, 6).

Bruder Byrum schrieb in seinem Traktat „Marschieren auf den Nebenwegen“, dass kein Nebenweg ein gerader Weg ist. Der gerade Weg ist allein der biblische Weg. Auf diesem Weg gibt es keine Abweichungen nach links oder rechts. Es gibt viele Menschen, die mal hier und mal dort solchen Richtungswechsel zulassen, in der Meinung, dass jene Unterschiede nicht so schlimm seien, und keine so große Sünde darstellen. Viele dieser Menschen nennen sich sogar Kinder Gottes und besuchen Versammlungen, die unter dem Namen Gemeinde Gottes geführt werden. Gott stehe uns bei, niemals einen abweichenden Weg zu betreten. Wir lesen in den Worten Jeremias:

„Und ich werde euch von meinem Angesicht verwerfen, so wie ich alle eure Brüder, alle Nachkommen Ephraims verworfen habe. Du aber, bitte nicht für dieses Volk und erhebe weder Flehen noch Gebet für sie und dringe nicht in mich! Denn ich werde nicht auf dich hören. Siehst du nicht, was sie in den Städten Judas und auf den Straßen von Jerusalem tun? Die Kinder lesen Holz auf, und die Väter zünden das Feuer an, und die Frauen kneten den Teig, um für die Könige des Himmels Kuchen zu machen. Und anderen Göttern spendet man Trankopfer, um mich zu kränken. Kränken sie (denn) mich, spricht der Herr, nicht (vielmehr) sich selbst zu ihrer eigenen Schande?“ (Jer. 7, 1519).

Gott gab in seinem heiligen Zorn den Propheten zu verstehen, dass aufgrund des Götzendienstes des Volkes Israel all ihr Bitten und Flehen vergebens sind. Gott wollte sie nicht verdammen, aber zur Buße führen. Wir lesen in dieser angeführten Schriftstelle aus dem Buch Jeremias, Näheres über den Ablauf des Dienstes an ihren Götzen. Es steht geschrieben, dass zuerst die Kinder Holz auflasen, die Väter das Feuer anzündeten und schließlich die Frauen den Teig kneteten. Dieser Teig wurde zu Kuchen für die Könige des Himmels gebacken. Hier liegt also eine Reihenfolge im Dienst an den Götzen vor. Die erste Tat im Dienst an den Götzen begingen die Kinder, dann dienten die Frauen und schließlich die Väter . Dieser angeführte Götzendienst in seiner Reihenfolge ist auf die heutige Zeit übertragbar. Jesus spricht: „Wer Ohren hat, der höre!“ Wer Augen hat, der sehe! Wer offene Augen hat, der sieht, wie sich heute das Verderben verbreitet, und wie es sich auch unter dem gläubigen Volk ausdehnt. Das Verderben breitet sich sogar unter denen aus, die sich Gemeinde Gottes nennen. Wer geht in den Gemeinden zu weltlichen Dingen voran? Es sind die Jugendlichen und die Kinder! Sie sind jene, die das Holz sammeln.Wer das Buch „Die letzte Reformation“ gelesen hat, wird die Zeichen der heutigen Zeit erkennen können. In diesem Buch wird geschildert, wie damals, zur Zeit der Reformation, die Jugend anfing, abweichende Wege zu gehen. Der Jugend folgten die Frauen und schließlich die Männer. Gott helfe uns, dass uns dies zur Warnung gereicht, auf dass wir ihr Verhalten nicht nachahmen und Gefahr laufen, vor Gott in Ungnade zu fallen. Gott sprach zu Jeremia, dass er erst gar nicht versuchen solle, in Bitten und Flehen für das Volk Israel einzustehen. Das Volk Israel verhielt sich trotzig gegenüber Gott. Ein solches trotziges und widerspenstiges Volk finden wir auch heute vor. Hat das Volk Israel etwa nicht gewusst, dass ihre Taten vor Gott ein Gräuel sind? Sie haben es durchaus gewusst und haben die Gräueltaten mutwillig getan. Auch heute verüben manche Gläubigen der Gemeinde Gottes mutwillig Götzendienst.Es kann nicht gesagt werden, dass Gläubige, die solches verüben, nicht wüssten, dass ihre Taten ein Gräuel vor Gott sind. Sie wissen durch das Wort Gottes und durch die Predigt aufrichtiger Prediger über die Gefahren des Götzendienstes der heutigen Zeit durchaus Bescheid. Sie denken, dass die alten Prediger nicht mehr ganz vernünftig urteilen können, oder der heutigen Zeit gegenüber völlig rückständig seien. Sie mögen sagen: Unsere Ältesten denken oft 50 Jahre zurück und erzählen uns, was sie zu damaliger Zeit erlebt und erfahren haben. Heute leben wir jedoch in einer ganz anderen Zeit, und deshalb brauchen wir ihre Worte nicht so genau zu nehmen, geschweige denn, sie zu befolgen.Solches und ähnliches Gerede geht heute in vielen Gemeinden herum, besonders unter jungen Gläubigen. Statt auf die Worte der Prediger zu hören, gehen sie lieber ihre eigenen Wege. Sie sollten lieber aufpassen, dass es ihnen nicht so ergehen wird, wie jenem Volk, das von Gott verworfen wurde. Apostel Paulus schreibt:

„Ein wenig Sauerteig, durchsäuert den ganzen Teig“ (1. Kor. 5,6).

Der biblische Weg ist ein sehr strenger und geder Weg. Er erlaubt keine Abweichungen. Gott möge uns beistehen, auf diesem Weg in gerader Bahn voranzuschreiten. Im Evangelium des Johannes lesen wir die Worte Jesu:

„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun. Wenn jemand nicht in mir bleibt, so wird er hinausgeworfen wie die Rebe und verdorrt; und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen“ (Joh. 15, 5-6).

Wir singen in einem Lied: „Ich will bleiben in Jesu“. Was bedeutet, in Jesus zu bleiben? Jesus sagt uns Worte, die schon oft erwähnt wurden, um sie fest in die Herzen der Kinder Gottes einzupflanzen:

„Bleibet in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe, gleichwie ich in meines Vaters Liebe bleibe und halte seine Gebote“ (Joh. 15, 9-10).

Das Halten der Gebote ist nötig, um in Jesus zu bleiben. Man kann nicht in Jesu Liebe bleiben, wenn man nicht die Gebote Jesu hält. „Liebet ihr mich, so haltet ihr meine Gebote“ (Joh. 14, 15).

Ein jeder also, der nicht in Jesus bleibt, verdorrt und wird weggeworfen, wie eine Rebe, die keine Frucht bringt. Man wird die Unfruchtbaren sammeln und sie verbrennen. Lasst uns darauf achtgeben, was bedeutet, in Jesus zu bleiben: Es bedeutet seine Gebote zu halten.

„Wodurch hält ein Jüngling seinen Pfad rein? Indem er sich bewahrt nach deinem Wort“ (Ps. 119, 9).

Unser geistliches Leben und Wohlergehen hängen davon ab, ob wir in Jesus bleiben. Das geistliche Leben ist zu vergleichen mit einem dreibeinigen Tisch. Das erste und wichtigste Tischbein ist das Gebet,das zweite das Wort Gottes und das dritte Tischbein ist die Gemeinschaft.Wer nicht fleißig ist, diese drei Beine des geistlichen Lebens zu pflegen und zu erhalten, kann geistlich schwach werden. Die geistliche Schwachheit kann zu einer geistlichen Krankheit führen. Die Augen eines geistlich geschwächten Menschen können so beeinträchtigt werden, dass sie die geistlichen Dinge nicht mehr klar und deutlich erkennen und geistliche Fragen nicht mehr nach Recht und Unrecht unterschieden werden können. Menschen, denen das geistliche Augenlicht entschwunden ist, betrachten das Unrecht zunehmend als etwas, was gar nicht so schlimm ist. Gleichzeitig meinen sie, für das Rechte nicht so viel Eifer aufbringen zu müssen. Eine geistliche Krankheit bewirkt ein verkehrtes Handeln. Das Licht wird zur Finsternis. Die Strophe eines unserer Lieder lautet: Wenn wir uns von ihm abwenden, wird es dunkel um uns her. Unser Gang ist dann nicht mehr sicher und das Herz von Freuden leer.Wendet sich der Mensch von Jesus ab, so wird er auf dem Weg des Lebens ins Wanken kommen, und die Freuden, die Jesus dem Menschenherz zukommen ließ, entschwinden. Infolgedessen kommen verschiedene Ärgernisse im Herzen des Abtrünnigen auf. Böse Gedanken über gewisse Geschwister, vielleicht auch über den Prediger, machen sich im Herzen breit. Bruder Hoss sagte bezüglich vieler Fragen des „Warums“ zu einem Bruder: „ Wärst du gestern in der Versammlung gewesen, dann hättest du heute keine Fragen gestellt. Aber weil dir das Irdische wichtiger als das Geistliche ist und du wegen irdischer Dinge die Versammlungen häufig nicht besuchen kannst, steigen bei dir so viele Fragen auf.“ Dieser Vorfall gibt uns zu verstehen, wie wichtig es ist, die Versammlungen regelmäßig zu besuchen. Durch das aufmerksame Verfolgen des Gesagten in den Versammlungen können so manche Fragen bezüglich geistlicher Dinge geklärt werden. Versäumt man jedoch die Versammlungen, so kann es sein, dass man die Antwort auf eine wichtige Frage versäumt. Bleiben dem Menschen geistliche Fragen unbeantwortet, kann sich schnell eine geistliche Krankheit ausbreiten. Dies kann bis hin zum geistlichen Tod führen. Christus spricht:

„Wenn jemand nicht in mir bleibt, so wird er hinausgeworfen wie die Rebe und verdorrt“ (Joh. 15, 6).

Es ist für uns von großer Wichtigkeit, in Jesus zu bleiben; ebenso wie es wichtig ist, im Gebet mit ihm verbunden zu verharren. „Betet ohne Unterlass“, so gebietet uns das Wort Gottes. Wir singen in einem Lied: „Nimm Zeit dir zur Andacht und Ruh zum Gebet.“ Ein eifriges Kind Gottes hat nicht nur das große Verlangen, regelmäßig alle Versammlungen zu besuchen, sondern es bereitet einem Kind Gottes große Freude, Gemeinschaft mit anderen Kindern Gottes zu haben. Wir haben nur viermal Versammlung in der Woche; somit sind drei Tage ohne Versammlung. Warum nicht auch diese drei Tage zur Gemeinschaft gebrauchen? An solchen „freien“ Tagen hätte man die Möglichkeit, Hausbesuche bei Geschwistern oder sonstige Unternehmungen mit ihnen zu machen. Vielleicht könnte auch einfach mit ihnen Andacht gehalten werden. Dies fördert die Gemeinschaft und den Zusammenhalt. Auch ist es wichtig, dass die Kinder an solchen Tagen zusammenkommen, da sie den Kontakt zu Gleichaltrigen brauchen. Die Möglichkeit dazu besteht, nur manchmal fehlen der gute Wille und der Eifer. Lasst uns diese Möglichkeit der Gemeinschaft wahrnehmen. Durch die geistliche Gemeinschaft können wir die Zeit zu unsrer geistlichen Stärkung nützlich einsetzen. Uns muss bewusst sein, dass in Zukunft den Christen wieder untersagt werden kann, sich versammeln zu dürfen. Lasst uns deshalb wirken und die Gemeinschaft pflegen, solange es Tag ist. Ist der Mensch in einem hohen Alter und dazu pflegebedürftig, so ist bei ihm bereits die Nacht eingetreten. In diesem Zustand kann er vielleicht nur wenig oder sogar nichts mehr Geistliches bewirken. Lasst uns deshalb wirken, solange es Tag ist. Jesus sagte:

„Ihr seid das Salz der Erde“ (Mt. 5,13).

Im 14. Kapitel des Lukasevangeliums steht geschrieben:

„Das Salz nun ist gut. Wenn aber auch das Salz kraftlos geworden ist, womit soll es gewürzt werden? Es ist weder für das Land noch für den Dünger tauglich; man wirft es hinaus“ (Lk. 14, 34-35).

Diese Bibelstellen nehmen Bezug auf den Heiligen Geist und sein Wirken, und darauf wie wichtig es ist, die Werke durch den Heiligen Geist zu vollbringen. Gleichwie das Salz kraftlos werden kann, so kann auch die Kraft im geistlichen Leben verlorengehen. Wie ist es möglich, die geistliche Kraft zu verlieren? In der Natur kann man beobachten, wie ein von Parasiten befallender Baum mit der Zeit zu faulen beginnt. Der Fäulnisprozess führt hin bis zum gänzlichen Absterben des Baumes. Im auf das geistliche Leben übertragenen Sinn können gewisse Dinge wie ein Parasit im Leben eines Kindes Gottes wirken, und das Christenleben zugrunde richten. Jesus sprach in einem seiner Gleichnisse von Samen, die unter Dornen gesät sind. Die Dornen wuchsen auf und erstickten den Samen, so dass sie nicht aufsprießen konnten. Die Jünger verstanden die Bedeutung dieses Gleichnisses nicht und baten Jesus, er möge es ihnen deuten. Jesus sprach zu ihnen:

„Bei dem aber unter die Dornen gesät ist, das ist, der das Wort hört, und die Sorge der Welt und der betrügerische Reichtum ersticken das Wort, und er bringt keine Frucht“ (Mt. 13,22).

Diese Worte treffen auf jene Menschen zu, die das Wort annehmen und sich zu Jesus bekehren, denen aber die Worte im Herzen durch Sorgen dieser Zeit, weltliche Vergnügen und das Trachten nach Reichtum erstickt werden. Das ausschließliche Verlangen nach irdischen und vergänglichen Dingen wirkt wie ein Parasit im geistlichen Leben. Durch jene Dinge läuft der Mensch Gefahr, das geistliche Leben zu ersticken. Die bösen Geister sind sehr darum bemüht, die Kinder Gottes mit irdischer Arbeit und irdischen Sorgen zu überhäufen, damit sie letztlich keine Zeit für jene Arbeiten haben, die ewigen Wert haben. Der Teufel und sein Heer suchen auf jede erdenkliche Art das geistliche Leben im Menschen zu ersticken. Wir, die Kinder Gottes, sind das Salz der Welt und geben der Welt den „Geschmack“. Wenn die Welt uns Kinder Gottes betrachtet, soll sie Gefallen an unserem Wandel finden und Lust bekommen, dem heiligen Lebenswandel nachzueifern. Wir sollen also den unerlösten Menschen das heilige Leben in Christus „schmackhaft“ machen. Jesus predigte nicht wie die Schriftgelehrten und Pharisäer, sondern als solcher, der Macht besitzt. Die Menschen sollen erkennen, dass wir nicht nur bloß Worte verkünden, sondern dass wir die Worte mit Macht und Kraft verkünden. Durch die Kraft des Wortes wirken wir vor den unerlösten Menschen überzeugend. Über die sogenannten Namenschristen steht im Wort Gottes geschrieben:

„sie haben den Schein eines gottesfürchtigen Wesens, aber seine Kraft verleugnen sie.“ (2. Tim. 3,5)

Menschen, die das Wort Gottes nicht mit Kraft verkünden, können nicht zum Christentum gezählt werden. Das wahre Christentum beweist sich in der Kraft und Macht des Wortes. Kann man erkennen, wenn ein Mensch mit einer solchen Kraft erfüllt ist? Ja, man kann sie im geistlichen Wandel des Menschen erkennen. Ist der Mensch kräftig im Geist, so hat er beständig Sieg. Er siegt in allen Lebensumständen, wo immer der Teufel mit ihm einen Kampf kämpft; sei es im Hause, auf der Straße, im Geschäft, auf der Arbeit. Überall trägt ein im Geist kräftiger Mensch den Sieg davon. Ein Siegesleben ist ein Beweis dafür, das die göttliche Kraft wirkt. Unsere Gemeinde gibt sich dann als eine kräftige Gemeinde zu erkennen, wenn wir solchen Menschen angehören, die Überwinder sind. Kindern Gottes ist es möglich, alles zu überwinden. Sie sind in der Lage, die Welt und sich selbst zu überwinden. Und dies erkennt man, wenn Friede sowie Liebe und Eintracht unter ihnen sind und dem Worte Gottes gehorsam Folge geleistet wird. Diese sind das wahre Salz. Wenn jedoch in Glaubensgemeinschaften nur leere und kraftlose Worte verkündet werden und sie nicht die Sünde überwinden können, so ist unter diesen folglich die Kraft nicht zu erkennen.

Jesus sagt uns auch, dass wahre Kinder Gottes wie Lichter in der Welt scheinen. Kinder Gottes leuchten umso heller in der Welt, je dunkler die Welt wird. Wir leben heute in einem günstigen Zeitalter. Es heißt: Je dunkler die Nacht, desto heller scheinen die Sterne.Wir sehen, wie dunkel es heute in der Welt geworden ist. Je mehr Sterne vom Himmel fallen, und je dunkler es wird, umso heller leuchten dann die Sterne, die am Himmel bleiben. Einem jeden muss zugerufen werden, noch eifriger im Werk des Herrn zu werden! Im Wirken des Guten beweist ein jeder seine Kraft. Im zwischenmenschlichen Umgang beweisen wir auch die Kraft. Sie muss innerhalb der Familie bewiesen werden, z. B. in dem Umgang zwischen Mann und Frau sowie im Umgang mit den Kindern. In der Gemeinde beweist sich die Kraft durch Friede, Liebe, Eintracht und Eifer. Haben wir die Kraft, so sind wir das Salz der Welt, von dem Jesus sprach, und sind wir das Salz, so geben wir der Welt den Geschmack. Wenn unerlöste Menschen die Versammlungen besuchen, müssen sie an uns erkennen, dass wir anders als jene sind, die sich Christen nennen und doch in Sünden leben. Jesus sagte:

„Wenn eure Gerechtigkeit nicht viel höher ist als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so könnt ihr nicht ins Himmelreich kommen“ (Mt. 5,20).

Dies hat auch Bezug auf die heutige Zeit. Wenn unsre Gerechtigkeit nicht viel höher ist als die der Sekten und Kirchen, so können wir nicht vor Gott bestehen. Wir dürfen die Nachfolge Jesu nicht zu leicht nehmen. Das Wort Gottes sagt uns, dass jene weggeworfen werden, die leichtfertig sind. Sie werden gewogen, wie Belsazar einst gewogen wurde. Über Belsazar steht geschrieben:

„Man hat dich auf der Waage ,gewogen‘ und zu leicht befunden“ (Dan.5,27).

Was für zu leicht befunden wird, wird von Gott verworfen. Die Bibel sagt uns:

„Er hat seine Wurfschaufel in der Hand; er wird seine Tenne fegen und seinen Weizen in die Scheune sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer“ (Mt. 3,12).

In der Nachfolge Christi muss ein wahrer Ernst an den Tag gelegt werden. Das Wort Gottes sagt auch:

„Schaffet, dass ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern“ (Phil. 2,12).

Wir wollen es nicht übertreiben, aber man möchte jeden anspornen, noch ernster zu werden, mehr über alles nachzudenken, mehr zu erwägen, damit auch wir nicht „zu leicht“ sind und weggetrieben werden. Nicht allein die Spreu, sondern auch das leichte Korn, wird beim Würfeln vom Wind zusammen mit der Spreu weggeweht werden. Was mit der leichten Spreu passiert, wissen wir nun, was aber mit dem Weizen geschieht, lasst mich nachfolgend erwähnen. Es steht geschrieben, dass der Weizen gesammelt wird. Wer aber sind nun im buchstäblichen Sinn diejenigen, die letztlich gesammelt werden? In Jesaja, dem 40. Kapitel, heißt es:

„Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte, die Lämmer wird er in seinen Arm nehmen und in seinem Gewandbausch tragen, die säugenden Muttertiere wird er fürsorglich leiten“ (Jes. 40, 11).

Manch einer mag denken, dass diese Bibelstelle nur von der Jugend spricht, da hier Lämmer erwähnt werden. Aber nein! Hier sind alle diejenigen gemeint, die eine Natur des Lammes haben. Gerade den Menschen, die der Natur eines Lammes gleichen, nimmt sich der Herr als Hirte an. Mögen wir danach streben, dem Lamm Gottes immer ähnlicher zu werden, auf dass wir unsern Mitmenschen zum Vorbild gereichen. Jesus war auch mit einem Lamm verglichen worden, weil er Gottes Sohn ist. Der Begriff Lamm bezieht sich auf unsere Natur, wie auch auf unseren Herzenszustand. Dieser Begriff ist in dieser Hinsicht anwendbar auf junge wie auch auf alte Menschen. Die Lämmer wird der Herr in seine Arme nehmen, die Böcke aber nicht. Die Natur eines Bockes ist der Natur eines Lammes völlig entgegengesetzt. In der Offenbarung lesen wir über die vier Charaktereigenschaften der Kinder Gottes. Diese Charaktereigenschaften werden als vier lebendige Wesen dargestellt. Von einem Wesen steht geschrieben, dass es gleich einem jungen Stier mit den Charaktereigenschaften der Demut und des Gehorsams. Ein Kind fragte einmal seinen Vater: „ Wer bist du? Bist du ein Bock oder bist du ein Schaf?“ Möge sich ein jeder die Frage selbst stellen, ob er ein Lamm oder ein Bock ist. Widerspenstigkeit, Ungehorsam und Stolz kennzeichnen einen Bock. Es sind typische Charaktereigenschaften eines Bockes, aber nicht die eines Lammes. Auch wir Erwachsene mögen doch der Natur eines Lammes gleichen. In einem unserer Lieder singen wir: „Ich bin Jesu Schäflein.“ Mögen wir darum bemüht sein, nicht zu viel von uns selbst zu denken, auf dass wir in Demut und in Sanftmut einer den anderen ertragen. Erst dann, so versichert uns das Wort Gottes, werden wir gesammelt. Jene Menschen aber, die auf krumme Wege ausweichen, werden dereinst nicht gesammelt.

„Der die Vertriebenen Israels sammelt“ Jesaja 56, 8

Wer ist hier mit den Vertriebenen gemeint? Die Vertriebenen sind die wahren Kinder Gottes. Sie werden von der Welt vertrieben und verstoßen. Jesus sagte:

„Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen und euch ausstoßen und schmähen und verwerfen euren Namen als böse um des Menschensohnes willen. Freut euch an jenem Tage und springt vor Freude; denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel. Denn das Gleiche haben ihre Väter den Propheten getan“ (Lk.6, 22-23).

Freut euch, wenn euch die Welt beschimpft und sie euch Böses nachsagt. So erging es auch einst den Propheten. Ein jeder von uns muss sich selbst eingestehen, auch nicht besser zu sein. Jesus sagte:

„Wenn sie den Hausherrn Beelzebul genannt haben, wie viel mehr seine Hausgenossen!“ (Mt. 10,25).

Wir sind ja auch nicht höher! Uns soll es hier auf Erden auch nicht besser ergehen als Jesus, den sie verachtet und verworfen haben. Wenn die Welt auch uns vieles von dem antut, was sie Jesus antat, so lasst uns darüber freuen. Wenn die Welt uns hasst, dann wissen wir, dass alles in Ordnung ist.

„Wehe euch, wenn euch jedermann wohl redet“ (Lk.6, 26).

Dies ist vielleicht etwas, was wir nicht so recht verstehen. Von uns aus bemühen wir uns, mit allen Menschen in Frieden zu leben, uns vor ihnen zu beugen und um Verzeihung zu bitten. Auch sollen wir niemandem ein Ärgernis sein. Doch wenn wir auch den rechten Weg gehen, kann es nicht anders sein, als dass wir verachtet, verstoßen und sogar verfolgt werden. Der Apostel Paulus schreibt:

„Denn alle, die gottselig leben wollen, müssen Verfolgung leiden“ (2. Tim. 3,12). Jesus sagte:

„die Welt hat sie gehasst; denn sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin“ (Joh. 17,14).

Die Welt kann wahre Kinder Gottes einfach nur hassen. Dies sollte uns nicht befremden. Apostel Jakobus sagte:

„Meine lieben Brüder, erachtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen fallt“ (Jak.1,2).

Auch in Anfechtungen sollen wir uns freuen. Gott lässt dies zu, weil wir dadurch bewährt und gereinigt werden. Die von der Welt verstoßen, verachtet und verworfen werden, werden von Gott gesammelt. Paulus sagte:

„Das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist, damit sich kein Mensch vor Gott rühme“ (1.Kor.1,28-29).

Jesus hat sogar seinem Vater dafür Lob und Dank ausgesprochen:

„Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du dies den Weisen und Klugen verborgen hast und hast es den Unmündigen offenbart“ (Mt.11,25).

Ich möchte jedem Mut zusprechen. Über Verachtung und Verspottung können wir uns freuen. Wir lesen in Psalm 37 ein tröstendes Wort in Bezug auf die Gerechten und Heiligen:

„... fällt er, so wird er doch nicht hingestreckt, denn der Herr stützt seine Hand“ (Ps. 37, 24).

Diese Bibelstelle dürfen wir auf keinen Fall als ein „Ruhekissen“ betrachten, indem wir dieses Wort so deuten, als sei das Fallen (Fallen in Sünde) erlaubt. Das Fallen tut weh. Wenn ein Kind fällt, weint es. Wir Erwachsene weinen vielleicht nicht, wenn wir auch große Schmerzen haben, aber trotzdem tut es weh. Wir dürfen also in keiner Weise mutwillig sündigen. Apostel Johannes sagt:

„Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist“ (1. Joh. 2,1).

Und Paulus schreibt:

„Denn er vertritt die Heiligen, wie es Gott gefällt“ (Röm. 8,27).

Fällt er, so wird er nicht weggeworfen, denn der Herr hält ihn bei der Hand. Wir können Gott dankbar sein, dass er uns so lieb hat und so barmherzig und so gnädig und so gütig zu uns seinen Kindern ist. Viele junge Geschwister machen Fehler und können sogar fallen. Es ist nicht so schlimm, wenn der Mensch fällt, als, wenn er fällt und liegenbleibt. Darum rufe ich auch immer zu: Wenn etwas passiert, muss man schnell aufstehen. Dann heißt es: Schnell wieder weitergehen und das nächste Mal vorsichtiger sein, damit ein solcher Vorfall nicht noch einmal vorkommt. So lasst uns auch eingestellt sein, wie der Apostel Paulus sagt, dass wir in der wahren Lehre wandeln und verbleiben sollen.

Gott hat zwei Zeugen, welche da sind das Wort Gottes und der Heilige Geist. Das Wort aber wird von den Menschen verschieden erklärt. Fast alle Menschen haben die Möglichkeit, in dem Wort Gottes zu lesen. Die Kirchen wie verschiedene Sekten haben die Bibel . Jede Glaubensgemeinschaft legt aber die Schrift auf ihre Art aus. Oft wird gesagt: „Wir müssen auf den Geist achten.“ Das Wort Gottes wird dadurch geschwächt und der Geist Gottes wird hervorgehoben. Der Herr lehrt uns aber nicht, auf diese Art vorzugehen. Jesus sagt uns nicht, dass der Geist einen Vorrang hat und das Wort nicht so bedeutsam sei. Wir können vielmehr der Bibel entnehmen, dass das Wort und der Geist in gleicher Weise wichtig sind. Gott erwähnt in seinem Wort diese zwei Zeugen, und diese stimmen überein. Es bedeutet für uns, dass wir nicht sagen können, der Heilige Geist hätte uns Licht über ein gewisses biblisches Thema gegeben, obwohl dies nicht mit der Heiligen Schrift übereinstimmt. Manch einer mag einwenden, dass das Wort vielleicht nicht mit seiner Ansicht übereinstimmt, jedoch der Heilige Geist ihm dies so gedeutet habe. Dies kann nicht richtig sein, denn Wort und Geist müssen übereinstimmen! Es sind leider viele Menschen, die auf einen Irrweg geraten, weil sie das Wort Gottes geringschätzen. Diese Menschen untersuchen nicht das Wort Gottes, ob sie in ihrer Meinung irren. Jesus sagte zu den Sadduzäern:

„Ihr irrt, weil ihr weder die Schrift kennt noch die Kraft Gottes“ (Mt. 22,29).

Sie irrten, weil sie weder die Kraft Gottes kannten, noch im Wort Gottes recht unterrichtet waren. Auf verschiedene Art und Weise wird ein jeder, der auf krummen Wegen geht, einst erkennen, dass er seine Prüfung nicht bestanden hat. Dieser wird im Gericht nicht bestehen. Das Wort Gottes sagt uns, dass wir uns dessen schon heute ganz bewusst sein sollen. Wir haben in der Offenbarung von den vier Wesen gelesen, die Augen inwendig und auswendig haben. Diese vier Wesen beziehen sich auf die Kinder Gottes und ihre unterschiedlichen Charaktereigenschaften.

Es bedeutet weiter, dass ein wahrer Christ heute genau wissen muss, wie es um ihn steht, und dass er sich ganz sicher ist, wenn der Herr heute und in dieser Stunde kommt, dass er im Endgericht vor Gott bestehen wird. Ein wahres Kind Gottes fürchtet das Gericht nicht, weil es auf dem Wort Gottes fest gegründet steht. Gott möge uns beistehen, dass wir uns in unserem Gang und in unserem Leben ganz sicher sind, aber dass wir uns in allem immer auch prüfen. Wir bedürfen einer ständigen Prüfung. Wenn ein Tag herum ist, muss ein jeder am Abend einen Blick auf den vergangenen Tag zurückwerfen und schauen, wie er den Tag verlebt hat, ob auch alles in Ordnung ist. Ein Kind Gottes muss um sich schauen, ob es nicht irgendwelche Fehler gemacht hat. In gleicher Weise ziehen wir auch immer eine Bilanz am Ende der Woche und am Ende des Jahres. Ein Kind Gottes muss auch gewillt sein, sich ständig zu korrigieren, und bestrebt sein, in der Nachfolge sicherer und fester zu werden, auf dass wir zu jeder Zeit auf die Ankunft Jesu Christi bereit sind. Amen! 28.09.2008

Ungeheuchelt, ungefälscht und ungefärbt

Die aktuelle Gefahr: Betrug, Falschheit, Heuchelei

Der Zuruf in unserem Lied: „ Willst du gehen mit uns?“ist gut. Ich habe aber auf die Worte: „Ja, wir gehen ein zum Himmel nach der Bibel.“ achtgegeben. Es besteht nur eine einzige Möglichkeit, in den Himmel einzugehen: Wenn der Mensch nach der Bibel geht. Nicht auf irgendwelchem anderen Weg, der vielleicht von Menschen gekennzeichnet ist oder von Menschen gelehrt wird. Nur den Weg der Bibel! Darum ist bei uns auch die Bibel immer am Anfang und am Ende. Sie ist unsere Richtschnur und unser Kompass. Nach der Bibel wollen wir uns in Allem orientieren und uns auch selbst immer nach der Bibel prüfen. Wir wissen aber, dass wir uns heute in einer sehr gefährlichen Zeit befinden. Diese Zeit ist aber in dem Sinn gefahrvoll, dass uns heute große Gefahren drohen, größere, als die schon in der Morgenzeit waren. Der Apostel Paulus sagte damals:

„Es regt sich schon das Geheimnis der Bosheit.“ (2. Thess 2,7)

Diese Gefahr hat sich dort nur ein wenig gezeigt, aber heutzutage sehen wir sie in ausgedehnter Weise. Das Merkmal dieses Geheimnisses ist der Betrug, die Heuchelei, das Falsche, womit wir immer wieder zu tun haben, konfrontiert werden, dem wir immer wieder begegnen und wovor wir überall aufpassen müssen. Ich möchte zu unserem Thema ein Wort aus 2. Samuel 20, 9 bringen, wo uns ein Vorfall im Alten Bund gezeigt wird. Hier wird von einem Ereignis berichtet, welches uns auch bis auf die heutige Zeit zur Warnung dient. Ich lese von Joab. Er war einer von den obersten Feldmarschällen, von den – so könnte man heute sagen – Kriegsherrschern beim König David.

„Als sie aber bei dem großen Stein bei Gibeon waren, war Amasa vor ihnen angekommen. Joab aber trug einen Waffenrock und darüber einen Gürtel mit einem Dolch; der war befestigt an seiner Hüfte in der Scheide, und wenn diese heraustrat, entfiel ihr der Dolch. Und Joab sprach zu Amasa: Friede mit dir, mein Bruder! Und Joab fasste mit seiner rechten Hand Amasa bei dem Bart, um ihn zu küssen. Und Amasa hatte nicht Acht auf den Dolch in der linken Hand Joabs. Der stach ihn damit in den Bauch, sodass seine Eingeweide auf die Erde fielen, und gab ihm keinen Stich mehr und er starb.“ (2. Sam. 20, 8-10)

Welch eine Begegnung, in der zwei große Feldherren sich sozusagen begrüßt haben! Welch ein trauriger Fall! Wir wissen, wie der König David später, vor dem Sterben, seinem Sohn Salomo auf diesen Vorfall hin sagte:

„Auch weißt du sehr wohl, was mir getan hat Joab, der Sohn der Zeruja, was er tat den zwei Feldhauptleuten Israels, Abner, dem Sohn Ners, und Amasa, dem Sohn Jeters, wie er sie ermordet hat und so im Krieg vergossenes Blut im Frieden gerächt und unschuldiges Blut an den Gürtel seiner Lenden und an die Schuhe seiner Füße gebracht hat.“ (1. Kön. 2,5)

Wir lesen im Psalm 5, 7, da heißt es:

„Der Herr hat Gräuel an den Falschen.“

Ja, so etwas ist vor Gott ein Gräuel! Eines von den schlimmsten Dingen, die es gibt, ist Falschheit. Ja, wir sind heute in einer Zeit, wo viele Fälschungen vorkommen, und wir müssen dies als eine Warnung immer wieder anführen, damit wir uns an dem messen und uns alle prüfen. Denn Falsches soll nicht an uns gefunden werden. Wenn Gott Gräuel an diesem hat, so müssen wir uns als Kinder Gottes ganz anders zeigen, damit wir nie der Falschheit beschuldigt werden. Wir wissen, dass heute vieles gefälscht wird. Es wird immer falsches Geld und falsches Gold im Umgang angetroffen. Wir hören, dass manche Betrüger, wie uns erzählt wurde, als scheinbare Berater Geld wegen großer Zinsen anzulegen versprechen. Und wie viele Menschen haben Vertrauen zu ihnen gewonnen und dadurch großen Schaden erlitten. Sie haben ihr Geld in einer Bank angelegt, damit es große Zinsen einbringe, und es war Betrug! Solch eine Bank gab es gar nicht. Somit ist es für uns alle eine Lehre. Viel Unheil ist schon angerichtet worden, wie uns das Erlebnis mit diesen bekannten Geschwistern zeigt, die großen Schaden erlitten, weil sie sich einem falschen Berater anvertrauten.

Ungefälschtes Zeugnis.

In den Sprüchen 12, 17 heißt es:

„Wer die Wahrheit spricht, bringt Rechtes vor, ein falscher Zeuge hingegen (nur) Betrug.“

Uns wird von den Aposteln von Zeugenbriefen erzählt, welche sehr vorsichtig waren und nicht jedem Zeugnis geglaubt haben. Wir wissen, dass Johannes der Täufer wohl die Leute, die zu ihm kamen und ihre Sünden bekannten, getauft hat, aber er forderte von ihnen, dass sie rechtschaffene Früchte ihrer Buße (oder Bekehrung) bringen sollen. Er meinte damit: Zeigt jetzt in eurem Leben, dass ihr es wirklich aufrichtig gemeint habt; dass es keine Heuchelei und kein Betrug ist. Denn er sagte: „Einem jeden Baum ist schon die Axt an die Wurzel gelegt. Darum welcher keine guten Früchte bringt, wird abgehauen.“ Darum sind unser Wandel und unsere Werke das beste Zeugnis.

Ungefälschte Brüder

Der Apostel Paulus war in großen Gefahren, aber scheinbar war die größte Gefahr: die „Gefahr unter falschen Brüdern.“ Auch dies hat er erleben müssen. Und wenn damals so etwas Betrügerisches war, so ist es auch heute noch der Fall, denn wie viel mehr Falschheit, wie viel mehr Betrug gibt es heute, nicht nur bei einfachen Leuten, sondern auch bei Ehrwürdigen, sogar bei der Regierung. Es wird immer wieder frisch aufgedeckt: Betrug, Heuchelei, Falschheit, Bestechung, Korruption und Untreue. Alles dieses ist ein Zeichen dieser Zeit – etwas Schreckliches! Und darum sollten wir darauf achten, damit wir nicht töricht sind und durch solche Leute in eine Falle kommen und von ihnen in dieser oder jener Hinsicht betrogen werden. In Gefahr unter falschen Brüdern. Ein Mann, der sich als ein Bruder der Gemeinde Gottes ausgab, wurde früher immer zuerst in einem Gespräch von den Brüdern geprüft. Man handelte jenes Mal so, wie es in einem Sprichwort heißt: Rede, auf dass ich dich erkenne. Man glaubte dem Zeugnis nicht völlig, sondern prüfte, ob dies Zeugnis auch echt sei. Freilich ist es heutzutage viel schwieriger denn je zuvor, die Falschheit, den Betrug und die Heuchelei zu erkennen. Jesus warnte und sagte: „Sehet euch vor, vor den falschen Propheten, die in Schafkleidern einhergehen, aber inwendig sind sie reißende Wölfe.“ Wir können jeden Brief in der Bibel aufschlagen und untersuchen, ob er von Petrus, von Paulus oder von einem anderen Apostel geschrieben ist – in jedem Brief sind Warnungen vor Betrug und Falschheit. Und sie kommen in unserer Zeit noch viel mehr vor. Heutzutage sind sie in solch einer Fülle, in solch einem Maß, wie es noch nie in einer Zeit gab. Darum möchten wir jeden davor warnen. Es sagt auch der Apostel Paulus in 2. Kor. 11, 13-15:

„Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter und verstellen sich als Apostel Christi. Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichts. Darum ist es nichts Großes, wenn sich auch seine Diener verstellen als Diener der Gerechtigkeit; deren Ende wird sein nach ihren Werken.“

Ungefälschter Christus

Schon in der Morgenzeit gab es solche, die sich fälschlich als Christus, als Christi Apostel verstellten. In Matt. 24, 24 hat Jesus davor gewarnt, dass falsche Propheten und falsche Christusse aufstehen werden. Was heißt falsche Christusse? Menschen, die sich auch heutzutage persönlich als Christus ausgeben. Ich habe mal gelesen, dass in diesem letzten Jahrhundert über 30 Männer aufgestanden sind, die sich als Christus ausgaben.

Aber mit diesem Ausdruck ist nicht nur dies gemeint. Jesus sagte: Man wird sagen: Hier ist Christus, da ist Christus! Aber glaubet es nicht! Es bedeutet: Hier ist die Gemeinde Christi, dort ist die Gemeinde Christi oder die Gemeinde Gottes. Also gibt es viele falsche Gemeinden. Ja, man muss sagen: Hunderte und Aberhunderte solcher Gemeinden, die sich als Christi Gemeinde ausgeben, und die Gefahr ist, betrogen zu werden, verführt zu werden. Also möchte darum ein jeder aufpassen und ein jeder nicht gleich glauben, wie auch der Apostel Johannes sagte, als er fast hundertjährig war: „Prüfet die Geister, ob sie von Gott sind.“ Darum muss alles auf den Prüfstein gelegt werden. Man muss alles, wie wir schon sagten, nach der Bibel prüfen.

Ungefälschter Geist

Wir lesen in 1. Könige 22, als der König Ahab und Joschafat in den Krieg gehen wollten und die Propheten fragten: Wird Gott uns den Sieg geben oder nicht? Dann sagten alle Propheten wie aus einem Mund: Ja, der Sieg wird auf unserer Seite sein! Geht in den Streit! Aber die Antwort war nicht die Wahrhaftige, nicht die Göttliche. Als der Prophet Micha danach gefragt wurde, hatte er ganz anders gesagt. Darum sehet, 400 Propheten, haben alle wie aus einem Munde „Ja“ gesagt und nur einer von diesen Propheten sagte die Wahrheit. Das waren alles falsche Geister, die aus diesen falschen Propheten redeten. Wie Micha ihnen auch sagte:

„Und der HERR sprach: Wer will Ahab betören, dass er hinaufzieht und vor Ramot in Gilead fällt? Und einer sagte dies, der andere das. Da trat ein Geist vor und stellte sich vor den HERRN und sprach: Ich will ihn betören. Der HERR sprach zu ihm: Womit? Er sprach: Ich will ausgehen und will ein Lügengeist sein im Munde aller seiner Propheten. Er sprach: Du sollst ihn betören und sollst es ausrichten; geh aus und tu das! Nun siehe, der HERR hat einen Lügengeist gegeben in den Mund aller deiner Propheten; und der HERR hat Unheil gegen dich geredet.“ (1. Kön. 22, 20-23)

Hierin sehen wir, dass es solche falsche Geister gibt. Wie viele werden heute betrogen, indem sie meinen, sie hätten den Heiligen Geist! Als ich in der Ukraine war und dort mit den Zungenrednern sprach, da gaben sie in Allem nach, aber sich von dem Zungengeist zu trennen (ihn auszutreiben zu lassen), fürchteten sie sich und meinten, es sei der Heilige Geist. Sie selber bezeugten, dass viele von denen, die den „Zungengeist“ vermeintlich als den Heiligen Geist empfingen, in Wirklichkeit mit bösen Geistern besessen wären. Dieser Geist müsste ausgetrieben werden. Selbst sie bezeugten dies. Aber auch sie waren wiederum von einem anderen Geist besessen und betrogen. Darum ist es wichtig, dass wir auch heute auf diese Stelle der Schrift achtgeben und sagen: Der Geist muss geprüft werden! Auch viele, die sich zur Gemeinde Gottes bekennen, sind betrogen und berufen sich auf den Heiligen Geist. Sie sagen zu uns: „Der Heilige Geist hat uns so und so gesagt.“ Es steht doch in der Apostelgeschichte: „Der Heilige Geist sagte: „Gehet nicht.“ Oder der Heilige Geist sagte dies oder jenes.“ Ja, das geben wir zu, dass der Heilige Geist ein Zeuge Gottes ist, aber Gott hat nicht nur diesen Zeugen, sondern noch einen andern Zeugen und das ist das Wort Gottes. Und wenn dieser Geist wirklich der Heilige Geist ist, dann ist das, was er redet und wovon er zeugt, immer mit dem Wort Gottes übereinstimmend. Darum können wir es einfach nach dem Wort Gottes prüfen, und wenn der redende Geist wirklich mit dem Wort Gottes übereinstimmt, dann kann man sagen: Ja, es ist der Heilige Geist! Aber, wenn da Auseinandersetzungen vorkommen, dann kann man im Voraus schon sagen: Dies ist nicht der Heilige Geist! Solch einen Geist, der nicht ganz mit dem Wort Gottes übereinstimmt, können wir nicht als den Heiligen Geist erkennen. Gott helfe allen und bewahre uns vor solchen Irrgeistern. Nicht nur von außen müssen wir vor Gefahren aufpassen, sondern auch auf uns selbst achten, damit wir Gott wohlgefällig sind. Und wenn wir sagen, dass wir nach der Bibel in den Himmel eingehen, dann muss bei uns auch alles nach der Bibel stimmen. Jesus sagte:

„Seid klug wie die Schlangen, aber ohne Falsch (Falschheit) wie die Tauben.“ (Matt. 10,16)

Es gibt ein Sprichwort: „Besser eine bittere Wahrheit, als eine süße Lüge.“ Lasst uns immer darauf achten, dass Jesus an denen Wohlgefallen hatte, die ohne Falsch waren. Als er Nathanael das erste Mal sah, sagte er:

„Sehet ein rechter Israelit, in welchem kein Falsch ist.“ (Jo.1,47)

Diese Eigenschaft möchte Gott auch uns geben, auf dass Jesus von einem jeden sagen kann: Ein rechter Israelit, in welchem kein Falsch ist. Das ist wichtig, um dadurch Gott zu gefallen. Vielleicht gefallen wir den Menschen auf diese Art nicht, weil den falschen Menschen eher die Falschen gefallen als diejenigen, die ohne Falschheit sind. Solche, die vielleicht eine bittere Wahrheit sagen, eine Wahrheit, die man nicht gerne hört. Wir haben ein Traktat, in dem es heißt, dass es solche Wahrheiten gibt, die man nicht gerne hört, aber die trotzdem heilsam und gut für einen jeden von uns sind. Wenn Gott auch uns unsere Mängel offenbart und unsere Fehler zeigt, wie wir es in der Offenbarung finden, so ist es immer gut gemeint. Gott hat Gedanken des Heils, er hat Gedanken des Friedens; er will uns, wenn er uns Mängel offenbart, von diesen Mängeln und Fehlern befreien. Dies tut er immer, weil er uns liebt. Darum heißt es: „Welchen ich lieb habe, den strafe und den züchtige ich.“ Und darum sollen wir dies auch aus Liebe an unsrem Nächsten tun. Es heißt:

„Der Gerechte schlage mich freundlich und weise mich zurecht; das wird mir wohl tun wie Balsam auf dem Haupte.“ (Ps. 141,5)

Dies heißt: strafen und auch einer den andern ermahnen. Wir sollen keine Stummen sein und sollen das Unrecht nicht übersehen, aber es soll in Liebe geschehen, mit dem Motto: „Siehe, wie du seine Seele gewinnest.“ Aus diesem Grund lasst uns einer dem andern helfen. Aber ein jeder von uns soll ohne Falsch sein.

Ungefärbter Glaube

In 1. Tim. 1, 5 schreibt der Apostel Paulus, dass ein jeder ein gutes Gewissen und einen „ungefärbten Glauben“haben soll. Kann der Glaube auch gefärbt sein? Wie kann der Glaube gefärbt werden? Viele haben einen gefärbten Glauben. Heute finden wir tausende und Millionen Menschen, die alle bezeugen und sagen, sie seien Gläubige. Viele schlagen an ihre Brust und sagen: Ich bin ein Gläubiger! Aber wir sehen an ihnen, dass ihr Glaube gefärbt ist. Sie stellen sich besser hin, als sie in Wirklichkeit sind. Ihre Frömmigkeit zeigt sich nur, wie bei den Pharisäern vor den Menschen, um von ihnen gepriesen und gelobt zu werden. Jesus sagte von ihnen: „Sie sehen von außen aus, wie geschmückte Gräber, hübsch und schön, aber inwendig sind sie voll Faules und Totes.“ Darum möchte uns der Herr helfen, dass wenn wir uns als Gläubige ausgeben und die Menschen uns sehen und prüfen, sie dann sehen können, dass unser Glaube, den wir bezeugen, ungefärbt ist. Was wir bezeugen, muss sich auch in unserer Tat zeigen und muss in unserem Leben gesehen werden. Dies ist ein ungefärbter Glaube. Wenn ich bezeuge und sage „Ich bin ein Gläubiger“,muss sich dies auch in allem in meinem Leben beweisen. Wie viele wurden enttäuscht und sind in die Welt zurückgegangen, weil sie sich an der Falschheit der Christen gestoßen haben? Weil gepredigt und bezeugt wird das Eine, und in der Tat erscheint etwas ganz Anderes. Gott helfe uns allen, dass wir alles, was wir bezeugen, auch ausleben.

Ungefärbte Liebe

In 2. Kor. 6,5-6 sagt der Apostel Paulus:

„in allem erweisen wir uns als Diener Gottes: in großer Geduld, ... in ungefärbter Liebe.“

Schon jenes Mal stand die Gefahr durch etwas Gefärbtes, was der Mensch vorgab oder bezeugte und es schöner darstellte, als es in Wirklichkeit war, getäuscht zu werden. Was treffen wir heute an? Wir können heute vielleicht Millionen von Menschen finden, die eine gefärbte Liebe haben. Sie bekennen ihrem Nächsten und sagen: Oh, ich hab dich lieb, ich habe dich sehr lieb! Aber in Wirklichkeit ist es nicht so. Im Laufe der Zeit und des Lebens stellt sich oft heraus, dass dies eine gefärbte Liebe war. Der Herr stehe uns darum bei, dass unsere Liebe, wie es im Wort heißt, zueinander ungefärbt ist. In Wirklichkeit besteht die Liebe nicht in dem, dass jemand immer wiederholend sagt „Ich liebe, ich liebe ...

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