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Persische Nächte

Inhalt

  1. Cover
  2. Titel
  3. Impressum
  4. Teil 1
  5. Der Nachtgeist
  6. Die Nacht kehrt zurück
  7. Zweifel
  8. Unerwartete Gäste
  9. Abschied
  10. Verrat
  1. Teil 2
  2. Rückkehr
  3. Der erste Schritt auf dem Weg
  4. Ein letzter Blick
  5. Bestimmung
  6. Traum und Wirklichkeit
  7. Geheime Küsse
  8. Alte Feinde
  9. Zum Ende

Der Nachtgeist

Wind blähte die Vorhänge vor dem offenen Fenster, schob sie zur Seite und kroch in einer kühlen Böe über den Boden, zum Bett. Shahira fröstelte, als der Wind sie erreichte, und zog das weiche Laken höher. Tagsüber hatte die Sonne die Erde rund um das einfache Bauernhaus aufgeheizt, aber die Räume im Innern des Lehmziegelbaus waren davon verschont geblieben. Der nächtliche Wind war daher unangenehm kalt. Die Kälte weckte Shahira, und sie schlug die Augen auf. Das Zimmer war dunkel, bis auf das spärliche Mondlicht, das zwischen den Vorhängen hindurchlugte. Sie rieb sich über die Augen und glitt unter dem Laken hervor. Die kühle Luft im Zimmer kroch als Gänsehaut über Shahiras nackten Körper und formte aus ihren rosigen Brustspitzen harte, feste Nippel.

Eine weitere Böe verschaffte sich Zugang zum Zimmer, und Shahira beeilte sich, zum Fenster zu gehen und die Holzläden zu schließen.

Bevor ihre Finger das Holz des Ladens auch nur berührt hatten, löste sich ein Schatten aus einer Ecke des Zimmers. Er war groß, halb noch mit dem Dunkel hinter dem Vorhang verschmolzen. Nur sein Blick schien trotz des spärlichen Lichts zu brennen. Es war die Silhouette eines Mannes: Sein Oberkörper war nackt – bronzefarbene Haut, auf der sich seltsame Muster wanden. Man mochte sie für ein Schattenspiel des Mondes halten oder eintätowierte Symbole.

Shahira wollte schreien, doch er bewegte sich schnell und packte sie, noch bevor sie einen Ton von sich geben konnte. Sein Griff war fest, und seine Hand legte sich auf ihren Mund. Er drückte sie mit dem Rücken an seine nackte Brust und ignorierte ihr Zappeln. An ihrer bloßen Schulter spürte Shahira weichen Stoff und wurde sich nur allzu deutlich ihrer Nacktheit bewusst. Die Haut auf der ihren war unnatürlich heiß, und sie hätte schwören können, dass die Zeichnungen auf seinem Körper sich deutlich unter ihr bewegten.

Sie wandte den Kopf, so gut es ging, zur Seite und bemerkte, warum sie sein Gesicht nicht hatte vollständig erkennen können: Ein schwarzes Tuch verdeckte seine Nase und seinen Mund und ließ seine Augen umso bedrohlicher leuchten. Er hielt ihren Blick fest und senkte langsam seine Hand. »Versuch zu schreien, und du wirst es bereuen«, warnte er sie. Seine Stimme war rau, ein wenig heiser, und doch glaubte Shahira etwas Vertrautes darin zu erkennen. Doch das war vielleicht nur ihre verängstigte Fantasie.

Sie fuhr sich mit der Zunge über die trockenen Lippen. Zaghaft versuchte sie sich loszumachen, aber sein Griff wurde sofort fester, und er hielt sie umso stärker an sich gepresst. »Halt still«, murmelte er, und Shahira tat es aus Angst vor dem, was er ihr antun könnte. Wer war er und was wollte er? Wie hatte er sich unbeobachtet in ihr Zimmer schleichen können – verfügte er über Zauberkräfte? Eine Gänsehaut breitete sich auf ihrem Körper aus. Die Zeichnungen auf seiner Haut, das lautlose Auftauchen: War ein Djinn zu ihr gekommen? Sie versuchte, nicht zu atmen. »Was … was willst du, Nachtgeist?«, wagte sie zu flüstern. Er schwieg, und für einen Moment glaubte Shahira, dass er ihre Frage einfach ignorieren würde. Doch er hatte sie gehört, und er antwortete, wenn auch nicht mit Worten. Seine große Hand fuhr über ihren nackten Bauch und blieb zwischen ihren Beinen liegen.

Shahira entfuhr ein leiser Schrei. Er wollte sie schänden! Sofort legte sich die Handfläche wieder auf ihren Mund, und er drückte sie so fest an sich, dass sie sich nicht mehr bewegen konnte. Angespannt stand er da, und Shahira konnte nur hoffen, dass irgendjemand sie gehört hatte. Doch das Haus blieb still.

Sie schluchzte tief in der Kehle und versuchte sich zu befreien. In ihrem Rücken spürte sie etwas Heißes, Hartes, das sich gegen ihren Körper rieb. Shahira versuchte davon wegzurücken, aber gegen den Djinn war sie machtlos. Sie hatte Geschichten gehört – von den Nachtgeistern, die nachts in die Zimmer unverheirateter Frauen eindrangen, um sie zu schwängern und damit Wechselbälger zu zeugen. Aber das war nur ein Märchen gewesen, eine dumme Erzählung. Oder sollten die Geschichten wahr sein?

Der Djinn entspannte sich etwas, und Shahira rechnete damit, dass er sie nun einfach auf den Boden zwingen würde. Sie wappnete sich innerlich vor diesem Moment, doch er kam nicht. Der erhitzte Atem des Djinns drang durch das schwarze Tuch vor seinem Mund und fuhr über ihre bloße Schulter. Sein linker Arm lag noch immer um ihren Körper, berührte federleicht ihre Brüste. Die winzigen Härchen auf seinem Arm kitzelten ihre Haut.

Seine linke Hand löste sich von ihrem Mund. »Schrei nicht.« Seine Stimme hatte alles Herrische verloren. Er befahl nicht, er bat. Die Erkenntnis verschlug Shahira die Sprache. Sie atmete tief ein und spürte seine Handfläche ihren Hals hinabgleiten, hin zu ihren weichen Brüsten. Es war ein Schock und gleichzeitig erregend, als sie die hauchzarte Berührung fühlte. Seine Fingerkuppen waren rau, aber nicht wie die Finger der Bauern. Der Djinn schien neugierig zu sein, wie sie reagierte, und zupfte spielerisch an einem der hart gewordenen Nippel. Shahira keuchte leise auf und schloss die Augen. ›Sei wachsam‹, rief eine Stimme in ihr. ›Er will dich ablenken, damit du nicht schreist, wenn er dich schändet.‹ Aber als er auch die zweite Brustwarze umkreiste und sie sanft drückte, brachte Shahira diese Stimme zum Schweigen. Das hier fühlte sich … richtig an. Es war keine Schändung, es war ein Spiel, dessen Regeln sie noch nicht verstand. Ihr Atem ging stoßweise.

Die Hand des Djinns ließ von ihren Brüsten ab und wanderte über ihren heftig auf- und abgehenden Bauch. Es knisterte leise, als seine Finger auf ihr dunkles Schamhaar trafen und hindurchfuhren. Shahira verkrampfte sich wieder – niemand hatte sie jemals zwischen den Beinen berührt, und die Scham stachelte ihre Angst wieder an.

Der Djinn verharrte, beließ seine Finger jedoch wo sie waren. »Ruhig«, murmelte er in ihr Haar. »Warte ab.«

Shahira zögerte, wehrte sich aber nicht mehr. Seine Finger nahmen ihren Weg wieder auf und fuhren zwischen ihre Beine. Er stellte seinen Fuß zwischen ihre Füße, damit sie ihre Beine ein wenig spreizen musste, und Shahira gab ihm bereitwillig nach, was sie selbst überraschte. Mit rauen Fingerkuppen streichelte er die weiche Haut ihrer Leisten. Das Gefühl war köstlich und sandte Schauer über ihren nackten Körper.

Der Djinn schien die Zartheit ihrer Haut aufnehmen zu wollen, bedächtig fuhr er die Stelle nach, an der ihre Hüften und ihre Beine aufeinandertrafen. Shahira spürte ein Sehnen zwischen ihren Schenkeln, das sich in immer größer werdender Nässe zeigte. Sie wollte, dass er seine Fingerspitzen von ihren Lenden löste, sie wollte, dass er sie berührte. Doch er tat es nicht. Der Djinn löste seine Hand und platzierte sie auf ihrer rechten Pohälfte. »Nein«, murmelte Shahira und spreizte freiwillig ihre Beine weiter. Ihr Becken rieb sich an seiner schwieligen Hand.

Er ignorierte ihren Protest und packte das weiche Fleisch. Kraftvoll drückte er zu, und sie stöhnte auf. »Nein«, murmelte sie abermals, aber es klang nicht einmal in ihren eigenen Ohren ehrlich.

Der Djinn hielt sie nun mit dem rechten Arm und berührte mit der linken Hand die andere Pobacke. Shahira spürte, wie die Erregung sie langsam mit sich zog. »Mehr«, flüsterte sie kraftlos. Es schien, als hätte der Djinn nur darauf gewartet. Er löste seine Finger von ihrem Po und kehrte zu ihrem Schoß zurück, der sich ihm jetzt angeschwollen und heiß präsentierte. Shahira zitterte und verspürte ein Verlangen, das sie bis dahin nicht gekannt hatte. Die Hitze in ihrem Rücken machte ihr kaum mehr Angst, vielmehr wünschte sie sich, sie zu erkunden, sie zu lecken, sie zu berühren und zu streicheln. Sie wollte sie in sich haben, genau dort, wo seine Hand nun lag und nur darauf wartete, tiefer zu dringen.

Shahira wand sich, aber nicht, um freizukommen. Der Djinn quälte sie nicht mit Schlägen oder mit Gewalt – er folterte sie, indem er die Fingerkuppen nur hauchzart über ihre angeschwollenen Schamlippen tanzen ließ, ohne zwischen sie zu dringen.

Shahira wimmerte wie ein Kätzchen und schob ihm ihre Hüften entgegen, rieb sich an seinen Fingerkuppen, aber es nützte nichts. Der Djinn ließ sich nicht drängen. Wie zur Strafe wurde er noch langsamer, berührte sie kaum noch, sodass Shahira ihn nur mehr erahnen konnte. Sie klammerte sich an seinen Arm, so gut es ihr möglich war. »Bitte«, flüsterte sie, die Augen geschlossen. Seine Berührung erschien ihr so noch viel intensiver. Er kam ihrem Wunsch nach, doch ganz anders, als Shahira es erwartet hatte. Abrupt löste sich sein Griff, und sie taumelte.

Shahira riss die Augen auf und wurde rücklings gegen die Wand neben dem Fenster gedrückt. Sein Gesicht war nah vor ihrem, und seine blauen Augen bohrten sich in ihre. Sein Blick trug Flammen in sich, verzehrend und hitzig wie sein Körper, der sich an ihrem rieb. Im Gegensatz zu ihr war er nicht nackt; eine einfache, dunkle Hose trennte ihren Unterleib von seinem. Und doch konnte sie durch den Stoff hindurch spüren, wie sein Lingam sich, aufgerichtet und vor Erwartung bebend, an sie schmiegte. Der Djinn sprach nicht, hielt nur ihren Blick fest. Sie erwartete, seine Hand wieder zwischen ihren Beinen zu spüren, aber er ging auf die Knie und schob ihre Beine auseinander.

Mit großen Augen sah sie auf ihn herunter. »Was … was hast du vor?«, hauchte sie, ohne sich vorstellen zu können, was er da tat. Der Djinn hob das schwarze Tuch an – von ihrer Position aus konnte Shahira keinen Blick auf sein Gesicht erhaschen und stöhnte frustriert, was sich aber schnell wandelte. Sanft schob sich seine Zunge zwischen ihre pochenden Schamlippen. Shahira wurden die Knie weich, und sie musste sich auf seinen breiten Schultern abstützen, um nicht jeden Halt zu verlieren.

Sie keuchte, wurde lauter, als seine Zunge den empfindlichsten Teil ihres Schoßes reizte – wissend stupste er gegen ihre Perle, die sich vorwitzig zwischen den weichen Hautfalten hervorgeschoben hatte und unter der Aufmerksamkeit der Zungenspitze stolz bebte.

Shahira presste die Lippen aufeinander, um den Schrei zurückzuhalten, der ihre Kehle hinaufdrängte. Sie grub ihre Fingernägel in die gemusterte Haut des Djinns, doch der schien es kaum zu spüren. Seine Zunge rieb sich an der kleinen, harten Erhebung und sandte mit jedem Zungenschlag weitere Blitze der Lust durch Shahiras Körper. Sie glaubte zu zerfließen. Der Djinn umfasste ihre Hüften, aber nicht, um sie festzuhalten, sondern um sie näher an seinen Mund zu schieben. Der Stoff seiner Maske streifte Shahiras Bauch. Sie bog sich ihm entgegen und fühlte seine Zunge tiefer gleiten, hinein in ihre Nässe, die ihn gierig willkommen hieß.

Shahira gab einen schluchzenden Laut von sich, und ihre Hände wanderten von seinen Schultern in sein dichtes, schwarzes Haar. Sie vergrub ihre Finger darin, suchte Halt und zerwühlte es dabei vollkommen. Der Djinn machte seine Zunge hart und schob sie tief zwischen Shahiras hungrige Lippen; Shahira wurde nur noch von der Wand und seinen Händen gestützt. Sie verlor mit jedem Augenblick, in dem er von ihr kostete, mehr die Kontrolle und ergab sich vollkommen dem Rausch, den er ihr schenkte.

Seine Hitze schien sich auf sie zu übertragen, und sie bettelte nach mehr und mehr davon. Ekstase beherrschte ihren Körper, und ihre Hüften bewegten sich im gleichen Takt gegen seine Zunge, in dem er sie leckte. Shahira hatte nicht einmal geahnt, dass Djinns so etwas mit Frauen taten, aber sie genoss es. Es sollte ewig andauern, und zugleich lechzte ihr Körper nach Erlösung.

Spannung und Hitze bemächtigten sich ihrer, und Shahira wusste, dass irgendetwas passieren würde. Als es dann kam, war es dennoch wie ein Faustschlag. Sie warf den Kopf zurück und spürte eine Welle aus Licht durch sich branden. Sie öffnete sich dem Djinn vollkommen, die Hände noch immer in seinem Haar vergraben, und er dankte es ihr, indem er an ihrer Yoni saugte und sanft in ihre Schamlippen biss.

Shahira konnte noch irgendwie verhindern, dass sie laut schrie, aber zu mehr war sie nicht fähig. Die Lippen mühsam aufeinandergepresst, sackte sie einfach in sich zusammen, als sie kam.

Der Djinn fing sie auf, ehe sie auf den Boden stürzen konnte. Sie spürte seine Arme um sich, doch er hielt sie nicht gefangen. Er stützte sie und führte sie die wenigen Schritte zum Bett zurück. Shahira sank ohne ein Wort darauf und sah ihn an. Er hatte das Tuch wieder zurechtgerückt und musterte sie. Noch immer drückte sich sein Glied fordernd gegen die Vorderseite seiner Hose, doch er schien es zu ignorieren.

Eine weitere Böe fuhr in das Zimmer und schob die Vorhänge lang genug beiseite, um Licht hereinzulassen. Die milchigen Strahlen trafen auf etwas in der Hand des Djinns, wurden zurückgeworfen, und ließen einen länglichen Gegenstand aufleuchten. Shahira war erschöpft, aber als sie das Aufblitzen sah, schrien alle ihre Sinne auf – in der Hand des Djinns, die sie noch Sekunden zuvor aufgefangen und gehalten hatte, die ihr solches Vergnügen geschenkt hatte, lag ein Dolch. Kein einfaches Messer, wie es ihr Vater oder einer der anderen Viehhüter aus dem Dorf benutzte, sondern ein Werkzeug, das nur für den Zweck des Tötens geschaffen worden war.

Shahiras erhitzte Haut wurde schlagartig wieder kalt, und sie sah den Djinn an. »So endet es?«, fragte sie, selbst überrascht über die Ruhe in ihrer Stimme. »Wirst du mir dieses Messer in die Brust treiben, schöner Djinn?«

Er sah sie noch immer an, und kein Wort kam über seine Lippen. In einem ewig dauernden Blick hielten sie sich gegenseitig mit ihren Augen gefangen, und Shahira war sich nicht sicher, wer von ihnen wem mehr Angst einjagte.

Plötzlich zerriss der Schrei eines Mutterschafs die Nacht. Shahira wandte erschrocken den Kopf in Richtung der Weiden. Als sie wieder neben ihr Bett sah, war der Djinn verschwunden.

Die Nacht kehrt zurück

Der nächste Tag verging viel zu langsam und doch viel zu schnell. Der frühe Morgen fühlte sich unwirklich an – sie war in der Nacht zuvor dem Tod nur knapp entronnen und hatte gleichzeitig Wonnen erlebt, wie sie nur im Himmel möglich waren. Als sie Kaftan, Sarouel und Schal übergestreift hatte, war das wie von allein geschehen, und ihr langes schwarzes Haar hatte sie geflochten, ohne einen bewussten Gedanken daran zu verschwenden.

Später wurde Shahira mehrmals von ihrer Mutter gescholten, weil sie unaufmerksam war. Ihr verbrannte das Brot im Ofen, und sie verschüttete die am Morgen gemolkene Milch der Schafe. Doch nicht einmal die Schimpftiraden ihrer Mutter konnten sie wirklich berühren. Unablässig wanderten in Shahiras Kopf die Gedanken, vermischt mit Erinnerungsfetzen der letzten Nacht, und immer wieder die eine Frage: Warum hatte er sie nicht getötet?

Nicht, dass sie es sich gewünscht hätte. Ihre Angst war echt gewesen, ebenso wie die Lust, die sie empfunden hatte.

Shahira klatschte laut in die Hände, um die Schafe endlich in ihren Pferch für die Nacht zu treiben, damit sie nicht Schakalen oder Wölfen zum Opfer fielen. Eigentlich war das die Arbeit eines Mannes, des Sohnes des Hauses, doch das Schicksal hatte Shahiras Eltern nur mit einem Kind gesegnet – Shahira. Daher war sie die Einzige, die den Eltern bei der täglichen Arbeit helfen konnte.

Mit einer Mischung aus Sorge und Erregung sah sie dabei die Sonne halb hinter dem Horizont verschwinden. Shahira konnte regelrecht fühlen, wie die letzten Strahlen des Tagsterns über das Land krochen und den letzten Rest Licht mit sich hinter den Horizont nahmen. Alles, was zurückblieb, war schwarze, dunkle Nacht.

Shahira verabschiedete sich schon früh und legte sich in ihr Bett. Doch der Schlaf ließ auf sich warten. Der Grund dafür war ihr Herz, das viel zu laut und zu schnell klopfte. Jeder Schlag dröhnte regelrecht in ihren Ohren, und sie umklammerte die bunt bestickte Decke, als könnte sie ihr Halt geben. Die Augen geschlossen, versuchte sie sich abzulenken und lauschte auf die nächtlichen Geräusche vor ihrem Fenster. Dort war es ruhig – nicht einmal die Grillen waren zu hören, nur angespannte Stille. Shahira schluckte und hatte sich gerade etwas entspannt, als etwas leise auf dem Boden aufschlug. Sie riss die Augen auf und versuchte sich in der Dunkelheit zu orientieren. Ein Strahl Mondlicht fiel durch das offene Fenster herein und zerschnitt die Schwärze in ihrem Zimmer.

Er war zurückgekehrt.

Das weiße kalte Licht des Mondes glitt über seinen nackten Oberkörper und beleuchtete die Erhebungen seiner Muskeln auf Armen, Brust und Bauch. Die Perfektion wurde nur durch die tätowierten Linien gestört, die sich zu einem seltsamen Muster vereinigten. Seine Augen waren noch immer so fremdartig blau wie bei ihrem ersten Zusammentreffen, und Shahira konnte sich des Gefühls nicht erwehren, dass sie ihn von irgendwoher kannte.

Wie schon in der Nacht zuvor trug er einen Schal, den er sich um den Hals geschlungen und über Mund und Nase gezogen hatte.

Stumm stand er am Fenster und musterte sie. Shahiras Atem ging stoßweise, und eine Weile sahen sie einander nur an, ohne dass ein Wort gesprochen wurde. Schützend hatte sie ihre Decke bis über ihre nackten Brüste gezogen und wünschte sich jetzt verzweifelt, dass sie doch ihr Schlafhemd angezogen hätte, wie sie es ursprünglich vorgehabt hatte.

Wenn am Mittag noch Lust mit Furcht gerungen hatte, gewann jetzt doch die Angst. Shahira wagte es nicht, sich zu rühren oder um Hilfe zu schreien. Sie wusste, wie schnell der Djinn sich bewegen konnte.

Er machte einen Schritt auf sie zu und bewegte die Finger seiner rechten Hand. Die Bewegung erinnerte sie plötzlich daran, wie er sie mit dieser Hand berührt und gestreichelt hatte. Seine Finger hatten ihre Haut berührt, hatten die Konturen ihres Körper ertastet und …

Sie hielt erschrocken den Atem an, als ihr klar wurde, woran sie dachte. Und etwas in ihr sehnte sich danach, dass er die Berührungen wiederholen würde, dass er ihr noch einmal zeigen würde, was ein Mann einer Frau schenken konnte.

Hitze stieg ihr ins Gesicht, und sie wagte es endlich, den Blickkontakt abzubrechen.

Ein leises Zischen ertönte, und mit einem Mal kniete er über ihr, drückte ihren Körper auf das Bett zurück, die Hand um ihre Kehle, das Messer in der anderen. Die scharfe Klinge des Dolches drückte sich gegen ihre Haut, und sie spürte einen dünnen Blutstropfen ihre Kehle hinabrinnen. Der Schnitt brannte, doch ihre Angst war größer. Seine Augen waren aufgerissen, ebenso wie ihre, und sein Atem ging wild.

Shahira wagte nicht einmal zu atmen, aus Angst, dass der scharfe Stahl sich tiefer in ihre Haut graben würde. Sie hätte betteln können, um ihr Leben flehen, doch sie schwieg. Wenn ihr Schicksal bestimmt hatte, dass diese Nacht ihre letzte sein würde, dann sollte es so sein.

Der Djinn beugte sich zu ihr herab, und sie konnte seinen Atem selbst durch den Stoff des Schals hindurch spüren. Ein schwacher Duft lag darin, ein Duft, den sie kannte. Doch sie konnte sich nicht erinnern, woher.

»Warum du?«, hörte sie ihn sagen, und seine Augen verengten sich, bis sie nur noch zwei blau blitzende Diamantsplitter sah.

»Ich … verstehe nicht«, murmelte sie. Er gab einen Laut von sich, der für sie klang wie das Knurren eines Wolfes. Der Dolch löste sich von ihrem Hals, und sie fuhr mit den Fingern über die angeritzte Haut. Ihr Blut fühlte sich heiß an. Shahira sah den Djinn fragend an. In seinem Blick konnte sie keine Antwort finden, nur etwas Wildes, Verlangendes, das sie bis in ihr Herz hinein berührte.

Seine Hand ließ den Dolch fallen, der neben ihr auf das Bett fiel – seine Finger legten sich auf den Ansatz ihrer Brüste, und Shahira glaubte, dass ihr Herz aus der Brust springen würde. Doch sie protestierte nicht, gab keinen Laut von sich. Ihr Blick wurde von seinem gefangen gehalten, und selbst wenn sie gewollt hätte, hätte sie den Bann nicht brechen können.

Sie schluckte hart, als seine Finger tiefer fuhren und in der Kuhle zwischen ihren Brüsten verweilten. »Willst du mich schänden, Djinn?«, fragte sie leise und war selbst überrascht, wie ruhig ihre Worte klangen. Er hob den Kopf und sah sie an. »Nein«, sagte er mit rauer Stimme. »Heute Nacht werde ich dich weder töten noch schänden, Shahira.«

Ihr Name aus seinem Mund ließ eine Gänsehaut über ihren Körper fahren, und sie wunderte sich nicht darüber, dass er ihren Namen wusste. Er war ein Djinn, ein Nachtgeist, dazu erschaffen, Leid und Unglück über die Menschen zu bringen. Er konnte eins mit der Nacht werden und die Gedanken jedes menschlichen Wesens lesen. Und doch konnte sie nicht leugnen, dass ihr Name, von ihm ausgesprochen, ihren Körper in Hitze versetzte.

»Was hast du dann mit mir vor? Warum kommst du immer wieder zu mir und tötest mich dann doch nicht?«

Seine Hand legte sich um ihre linke Brust und griff fest zu. Eine Mischung aus Schmerz und Lust raste ihren Körper hinab und ließ sich zwischen ihren Schenkeln nieder. »Du willst die Antwort nicht wissen«, sagte er nah an ihrem Ohr. »Frag nie wieder danach, oder ich werde zu Ende bringen müssen, was ich begonnen habe.«

Seine Stimme klang warm, doch die Wahrheit darin war wie scharfer Stahl. Er versuchte nicht, sie einzuschüchtern, indem er ihr einfach nur drohte. Was er sagte, war eine Tatsache, unumstößlich und nicht anzuzweifeln. Shahira beschloss, ihm zu gehorchen, auch wenn sie nicht verstand, warum der Nachtgeist wieder zu ihr gekommen war.

Seine Hand ließ ihre Brust fahren, widmete sich der anderen und wischte so jede weitere Frage aus Shahiras Gedanken. Seine Fingerspitzen umkreisten die aufblühende Knospe, die sich sofort zu einem harten, festen Nippel zusammenzog. Er drückte etwas fester zu und entlockte Shahira damit ein unterdrücktes Stöhnen.

Er senkte den Kopf; sein schwarzes Haar fiel ihm in die Stirn, und Shahira konnte sein Gesicht nicht mehr sehen. Gerade als sie sich fragte, was er vorhatte, spürte sie weiche Lippen und eine tastende Zungenspitze, die um die andere Brustspitze kreisten. Das Gefühl war köstlich und erregte sie über alle Maßen. Die Erinnerungen der letzten Nacht flammten kurz auf und wurden sofort durch das Hier und Jetzt ersetzt.

Er fuhr tiefer, seine Zungenspitze fand ihren Nabel und tauchte hinein. Shahira stöhnte lauter und schob sich ihm entgegen. Ihr Arm streifte dabei den Dolch, und mit eisiger Kälte kehrte die Realität zurück. Sie versteifte sich. Der Djinn schien das zu bemerken. Er kam wieder höher, bis sein Körper auf ihrem lag und sie sich seinem eisblauen Blick stellen musste. Ohne ein Wort schob er ihre Beine auseinander, bis er dazwischen knien konnte, und streifte flüchtig über die Innenseiten ihrer Schenkel.

Shahira keuchte und biss sich auf die Lippen. Was hatte er vor?

Die Frage wurde ihr von seinen Fingerspitzen beantwortet, die flüchtig wie ein Schmetterling über ihre Scham fuhren. Shahira zuckte zusammen; auch wenn die Berührung nur leicht gewesen war, spürte sie, wie Nässe aus ihrem Schoß rann.

Sie spürte ein Sehnen, dass er sie noch einmal dort berühren würde, dass seine Finger länger dort verweilen mochten. Es war ein fremdes Begehren, und sie erschrak über sich selbst. Doch es war zu spät, sie konnte ihre Lust nicht mehr aufhalten.

Der Djinn streifte noch einmal ihre nasse Spalte und nickte zufrieden, als er seine feucht glänzenden Fingerspitzen betrachtete. Der Anblick erregte sie über alle Maßen, und ohne ihr Zutun spreizten sich ihre Schenkel für ihn. Mit einem Mal fühlte sie einen Finger tief in sich dringen. Ihr blieb die Luft weg, und sie japste. »Still«, mahnte der Djinn sie, ließ seinen Finger aber, wo er war. Shahira schluckte hart, schwieg aber. Dennoch konnte sie nicht stillhalten. Sie suchte nach Halt auf ihrer zerschlissenen Matratze. Doch nichts konnte diese Spannung in ihr lösen oder ihr Erleichterung verschaffen.

Als sie nicht stillhielt, zog er seine Finger zurück. Er packte ihr Handgelenk, und sie keuchte erschrocken auf. Diesmal musste er nicht einmal ein Wort sagen – sein warnender Blick genügte, und sie biss sich auf die Zunge, um keinen weiteren Laut von sich zu geben.

Er nestelte an seiner Hose und zog ihre Hand dann näher zu sich, zu der Beule zwischen seinen Beinen. Shahira öffnete den Mund, doch bevor sie selbst wusste, ob sie protestieren oder etwas fragen wollte, hatte ihre Hand schon sein hartes Geschlecht gefunden.

Es fühlte sich anders an als alles, was sie je zuvor gespürt hatte. In seiner Form und Härte erinnerte es sie an Holz, doch die Oberfläche war glatt und weich wie Seide. Es pulsierte vor Hitze; die Spitze ähnelte der weichen Schnauze der Schafe.

Neugierig glitten Shahiras Finger über den harten Schaft, und über diese neue Form vergaß sie sogar ihre Furcht. Versuchsweise drückte sie Daumen und Zeigefinger um die Eichel zusammen und bemerkte zufrieden, wie der Djinn zusammenzuckte. Sie ließ ihre Fingerkuppe über die Eichel gleiten, und sein Atem wurde zum Stöhnen.

Sie verstand instinktiv, und begeistert wiederholte sie die Bewegung. Wieder stöhnte der Djinn, und Shahira wurde mutiger. Sie liebkoste die weiche Spitze seines Gliedes, streichelte über die gesamte pralle Länge und fuhr mit der Hand tiefer. Am Ansatz seines Schafts fühlte sie den weichen Sack, in dem sich die zwei empfindsamen Kugeln befanden. Shahira hatte ihrem Vater schon oft bei der Kastration der jungen Lämmer zugesehen und auch hin und wieder heimlich die jungen Männer des Dorfes beim Baden im künstlich angelegten Wasserbecken beobachtet. Daher wusste sie, wie die männliche Anatomie beschaffen war. Doch es war etwas ganz anderes, sie in diesem Zustand und auf diese Weise zu erkunden. Es gab ihr ein Gefühl von Macht – sie konnte bestimmen, welche Reaktion der Djinn auf ihre Berührungen zeigte. Er war in ihrer Hand.

Versuchsweise streichelte sie die Hoden und spürte, wie sie sich zusammenzogen. Der Djinn keuchte überrascht und beugte sich näher zu ihr. Shahira erwiderte seinen Blick und streichelte ihn etwas fester. Er stieß einen zischenden Laut aus und zog ihre Hand zurück. »Vorsicht«, murmelte er.

Shahira verstand und nickte. Er musste ihre Hand nicht führen, sie fand von allein zurück zu seinem Glied. Shahira genoss es, wie es sich in ihre Handfläche schmiegte. Fast wie ein Kätzchen.

Der Djinn umfasste wieder ihre Hand, doch diesmal sehr viel umsichtiger als beim ersten Mal. »So«, murmelte er und führte ihre Hand hinauf und hinab, immer wieder an seinem Schaft entlang.

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