Logo weiterlesen.de
Office Nights 9–12

Die Eingangstür zu unserem Büro ist verschmiert, überall auf dem Glas sind Fingerabdrücke zu sehen. „Alice!“, schreie ich in Richtung meiner Assistentin. „Die Tür wirkt, als hätte jemand sein Frühstück darauf verteilt! Wie sieht denn das aus?!“ Alice duckt sich hinter ihren Schreibtisch, als würde sie in Deckung gehen, aber ich glaube, dass sie unter dem Tisch über mich lacht. Meine Laune ist ja auch lächerlich. Ich blöke den ganzen Tag schon herum wie eine hysterische Kuh, und nicht mal die Aussicht auf einen riesigen Batzen Geld auf meinem Konto kann meine Stimmung irgendwie bessern. Mein erster riesiger internationaler Auftrag steht vor der Tür, und ich sollte eigentlich bester Laune sein. Bin ich aber nicht.

Nicht, seit mich Atlas in einen Sexclub geschickt hat, in dem ich mich in dem Glauben, es mit meinem geheimnisvollen Verehrer zu tun zu haben, von einer Gruppe Wildfremder habe vögeln lassen. Ich will ja nicht sagen, dass es mir nicht gefallen hätte. Aber irgendwann reicht es auch mal. Der Typ kann sich sein blödes Spielchen an den Hut stecken. Ich habe wirklich Wichtigeres zu tun. Zum Beispiel, mein Team herumzuscheuchen. Um ein Haar wäre ich weich geworden.

Den ganzen Tag jage ich von Büro zu Büro, kontrolliere Moodboards und gehe Entwürfe durch, bin ganz mein mies gelauntes Ich, und es wäre wirklich alles beim Alten. Wären da nicht die Flashbacks. Als der erste kommt, beuge ich mich gerade über Locationvorschläge, die mir der Junior Art Director unter die Nase hält. Statt perfekt durchgestylte Lofts sehe ich plötzlich den Typen aus dem Club vor mir, wie er sich zwischen meine Schenkel kniet und mich gierig zu lecken beginnt. Das Gefühl in meinem Schoß ist so echt und intensiv, dass mir ein Stöhnen entfährt. Der AD blickt erstaunt auf. „Ooooh“, sage ich und hüstele, „das Apartment hier ist wirklich besonders schön.“ Ich fühle mich wie ein frisch deflorierter Teenager. Fuck. Das ist lächerlich. Von mir wird dieser Idiot Atlas nie wieder etwas hören.

Als sich die ersten Büros leeren, bin ich immer noch geil. Das Gefühl ist grauenhaft. Es gibt nichts, was diesen Hunger stillen kann, außer wirklich Sex zu haben. Ich bin versucht, mir einfach irgendein Date zu besorgen, aber irgendwie fühlt es sich nicht richtig an.

Wollen Sie wissen, wie es weiter geht?

Hier können Sie "Paula Lambert - Office Nights 9-12" sofort kaufen und weiterlesen:

Amazon

Apple Books

ebook.de

Thalia

Weltbild

Viel Spaß!



Kaufen