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Passt, wackelt un hett Luft!

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Ines Barber verbrachte ihre Kindheit und Jugend am Nord-Ostsee-Kanal in Rendsburg. Nach einem Studium der Literaturgeschichte, Zeitungsvolontariat und Stationen bei verschiedenen Radiosendern ging sie 2001 bei der NDR1 Welle Nord vor Anker. Ihre Erlebnisse verwandelt die Journalistin und Mutter von zwei erwachsenen Kindern in plattdeutsche Geschichten. Viele tauchen regelmässig in der NDR-Reihe „Hör mal`n beten to“ auf. Vier Bücher und zwei Hörbücher sind bereits im Quickborn Verlag von Ines Barber erschienen.

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© 2017 Ines Barber

Verlag: tredition GmbH, Hamburg

Umschlagfotos: Axel Schön, Kiel

ISBN
Paperback:978-3-7345-0769-4
Hardcover:978-3-7345-9579-0
e-Book:978-3-7345-9580-6

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und der Autorin unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung. Die plattdeutsche Schreibweise wurde unverändert von der Autorin übernommen.

Vorwort

Hund un Minsch: Tricks un Tabletten

Hund un Minsch: Plietsch

Hund un Minsch: Showtime

Loslaten

För de Lüüd - för de Tünn

Tollste Tante

De witte Hai, Rihanna un ik

Ein bisschen Frieden – Wackööön!

Antwort ut de Vergangenheit

Op grote Fohrt

Hannel in Nevel

Sehnsucht in`t Glas

Vun Eierwarmers un Boshis

Fisematenten

Rad af

Slötel-Salot

Opa Leo

So veele Wöör

Gaunerzinken

Krank sien un krank anhörn

Sauna

De Klorsichtbrill

Poesie för`n Alldag

Knuutsch dat Smartphone!

De geheemnisvull Fahrstohl

Ut`n Buuk

Wunnerland Stiftebox

Een Gedicht: De Koh Berta

Noch`n Gedicht: Bi Mi

Vorwort

Haie in der Ostsee! Poesie für den Alltag! Der Fahrstuhl des Grauens! Und mittendrin: Ines Barber!

Rasant, selbstironisch und mit einer großen Portion Wortwitz taucht der kernige „Wippsteert“ Ines Barber ab in die Tücken des Alltags. Da ist der plietsche Jack-Russell-Terrier mit „Rücken“ und einer manifestierten Tabletten-Sperre, da ist der große Sohn, der mit seinem Ausflug zum Wacken-Open-Air seine Mutter in den Wahnsinn treibt, und da ist die Kojen-Kante auf dem Segelschiff, die für schillernde Verfärbungen der Rückenpartie sorgt. Und woher kommt eigentlich die seltsame Faszination der Leute an Weckgläsern?

Ines Barber geht den Dingen auf den Grund – immer mit einem Augenzwinkern und mit viel Spaß am Skurrilen.

Aber da gibt es auch andere Geschichten. Solche, die lange im Gedächtnis bleiben.

Die demenzkranke Mutter, die ihrer Tochter am Ende des Lebens für all die Wörter und Erinnerungen dankt, die Kiste auf dem Dachboden mit den nie abgeschickten Briefen oder der Handel eines kleinen Mädchens mit dem lieben Gott, das Segelboot des Vaters im Nebel zu beschützen.

Wunderbar zart, liebevoll und mit ganz viel Empathie – auch das ist Ines Barber.

Also, wenn Sie bis jetzt dachten, Ihr Alltag sei alltäglich … betrachten Sie ihn durch die Augen von Ines Barber!

Tanja Stubendorff *

*Tanja Stubendorff war meine Kollegin und Redakteurin bei NDR1 Welle Nord. Sie arbeitete in der Niederdeutsch Redaktion und hat meine Arbeit viele Jahre freundschaftlich professionell begleitet. Immer aufbauend und mit sicherem Gespür für meine Stärken. Bis zum Schluss. Leider hat sie das Erscheinen dieses Buches nicht mehr erleben dürfen. Tanja Stubendorff starb nach langer schwerer Krankheit im Januar 2017. Sie fehlt mir.

Ines Barber

Hund un Minsch: Tricks un Tabletten

Mien Hund hett „Rücken“! Jo, ganz wiet achtern – dor is wat quetscht un geiht nich trüch.

Dat Deert hett Wehdaag un will nich mihr lopen. Sünd wi ünnerwegens, blifft de Jäcki op eenmol stahn, heevt een Poot hoch un kiekt mi `n beten bedröppst an. Rien-ne-vas-plus. Nix geiht mihr, he ok nich. Na Gott si Dank gifft` Tabletten. Jede Morrn un jede Avend mutt mien lütt Jack Russell Emma nu een witte lütt Tablett slucken. Tjo, un dor liggt dat Problem – SLUCKEN! In`t Muul rinstoppen, dat langt nich. Un dorüm mutt ik nu jedsmol een kreative Koppstand opföhrn.

De eerste Versöök: Also, ik heff de Tablett blots eenfach so locker mang` Freten verswinnen laten. 30 Sekunnen later hett de Hund den Napf super ordig utleckt, allns akkrat wegneiht. Allns bit … bit op düsse lütt Tablett. Se liggt dor inne Mitt, eensom un verlaten, beten ankrümelt, natt, man se is buten un hett nix to doon.-

De tweete Versöök: Ik quetsch un kneet nu de Medzin in` Stück weeket Mischbrot rin … ha, de Hund snuppert vörsichtig, he nimmt allns gaaanz zort in`t Muul, kiekt mi an as wull he seggen „Na, dor is doch nix Doofes binnen, oder?“ Un denn kaut he mit lange Teen suutje un heel vörsichtig. Ik jubileer lies, jo wohrhaftig: Emma sluckt. Süht so ut.

Also, dat Deert sluckt allns, man denn, och nee, ik krigg noch een mööd Blick tosmeten, un de Hund lett de Tablett elegant anne Siet ut` scheefe Muul op'n Kökenfootbodden plumpsen. Unversehrt. Keen Fitzelchen Medzin is in den opsternaatschen Köter ankomen.

Nu hett de Hund keen Blick mihr för mi. Marscheert mit `n meist arrogante Hüftswung ut de Köök un makt sik dat denn totaal kommodig op`n niegen Teppich inne Wohnstuuv. Schubbert sik, dreiht sik, snuuft tofreden. Dat heel Deert is een eenzig lebennig Triumph op veer Poten. Fehlt blots noch `n Schild, wat över den Hund sweevt mit de Wöör:

„Ik bün doch nich blöd! -

De drütte Versöök: Nu aber. Ik nehm wedder een lütt Stück weeket Brot, man nu kneet ik dor`n beten frische Teewuss mang un denn drück ik de Tablett dor ganz deep rin. Nu noch allns fein dörchmatschen, formen, un toon Sluss haal ik mien plietschet Emmachen een glatte wunnerbor na Teewuss duften lütt Matsch-Brot-Kugel vör de krüsch Nees ... Süht ut as `n Marzipan-Kantüffel. Oh, wat lecker! Ok mien Finger rükt na Teewuss un schnapp! Autsch! Meist hett de Hund mi den Finger afreten. Super.

Liekers, is dat nu de Lösung? Jede Morrn düt Ritual? Ik kööp mol Leverwuss, mol Smeerkees, mol Teewuss, mol `n lüür lütt Stück Speck, un denn kneet ik een feins Leckerli mit Medzin – för mien Hund, mien hoorig Mitbewohner op veer Poten, mien beste Fründ?

Nee, ik heff düt Spillwark blots `n poor Daag dörchtrocken, denn langt mi dat. –

De veerte Versöök: De Hund kann beter rüken un smecken as ik – klor. Man ik kann beter dinken. Un ik besinn mi op mien egen Kinnertiet. Wenn ik as lütt Deern vun veer or fief mol wat nich eten wull un trödel an Disch, denn hett mien öllere Süster fix tolangt un dä so as wenn se nu mien Brot – zack – vör mien Oogen sik in`t Muul smeten wull. Oha un denn keem ik ut`n Quark. Ik heff mien Eten rünner füert! Later heff ik mit düssen Trick af un an ok mien egen Kinner ansmeert. Futterneid und Gier. De Jieper vernevelt den Verstand. Un wat mit lütte Kinner klappt, klappt ok mit `n Wuffi.

Ik kööp nu jümmers magern rökert Schinken. In een lüttet Stück Schinken wickel ik de Tablett för`n Hund. Nu kümmt mien Trick: Een tweetet lüttet Stück Schinken heff ik inne anner Hand. Ik wedel den Hund mit beid Leckerlis vör de Snuut rüm.

„Kiek mol – allns för di – hmm, lecker!“ De Hund kiekt na links, de Hund kiekt na rechts. Na links – na rechts. Her dormit! Her dormit! Dat`s mien! Mien! De lütt Jack Russell is total opreegt un weet gor ni, wat he toerst na links schnappen schall oder na rechts. Un schnapp schnapp – schluck schluck. Fardig is de Lack Un de Tablett? Welk Tablett?

Dat Lüüd, dat is de Gier.

Hund un Minsch: Plietsch

Allns ännert sik in`t Leven. Jede Dag. Gifft Tieden, dor överswemmt mi Angst, dor bün ik bang wat de Tokunft woll noch so bringen wart … dor bün ik een echte Bangbüx. Af un an. Man in Momang föhl ik mi supergoot un dat verdank ik mien beste Fründ, mien hoorig lütte Levensgefährtin op veer Poten! Emma, mien Jack Russell. Vun düt lütt Deert heff ik wat mit op`n Weg kregen.

Verleden Harvst, Emma un ik werrn so üm un bi siet acht Weeken alleen, keen Kind mihr tohuus, keen superluude Musik, keen Telefoneern deep inne Nacht, keen Gegacker un Tiriliii, keen leddig Pizza-Pappen inne Köök. Nix. Teemlich still in`t Huus nu blots noch mit uns beid „öllere“ Daams. Tjo. Isso. Kinner wart groot. Tieden ännert sik.

Un denn keem mien Dochter mol een Weekenend doch wedder ut Berlin na Rendsborg to Besöök. Wi hebbt snackt, tosomen eten, wunnerbor. Ik pack mi denn erstmol an Sünnavend platt inne Middagstünn op` Sofa. Op eenmol höör ik wat klütern inne Köök, dat Trippel-Trappel vun` Hund oppe Fliesen, denn Schapp op, Schapp to. Momang later wackelt mien Hund inne Wohnstuuv, packt sik tofreden mit so `n deepet Süchen neven mi op`n Teppich un fangt an un gnarrt an so een langet Leckerli för Hunnen op rüm.

- Aha, ik wunner mi, keen hett dat Deert dat denn woll geven? Mien Dochter? Ik heff nix höört, na ja, weer woll al deep indruzzelt. Egol, ik roop – so inne Luft vun`t Sofa ut, kennt wi doch, ik bruuk ok keen Telefon för sowat:

„Süße? Hast Du dem Hund ein Leckerchen gegeben?“ Nix. Keen Antwort. Also nomol. Nu so luud, wat de Nawers dor ok wat vun hebbt.

“Süüüüüße?“ Baven flüggt `n Döör op. „Man, Mama, ich lieg` im Bett. Was is` denn?!“ Hä? Se liggt de heele Tiet inne Puuch? Man? Keen? Woso? Nu jump ik doch hoch vun`t Sofa, laatsch inne Köök, kiek mi üm. Sherlock Barber in Aktion. Un dor, Lüüd, wohrhaftig: Dor steiht een Döör vun`t Schapp – ünnen – noch apen. Dor, wo ik de Saken vun` Hund jümmers henpack … Dorvör liggt fein dörchkaut un twei de ...

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