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Palast der Nachtgeschöpfe

Alfred Bekker

Palast der Nachtgeschöpfe

Romantic Thriller





BookRix GmbH & Co. KG
81669 München

Palast der Nachtgeschöpfe

von Alfred Bekker

© by Alfred Bekker

© 2014 der Digitalausgabe by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich (Westf.)

www.AlfredBekker.de

postmaster@alfredbekker.de

Der Umfang dieses Ebook entspricht 105 Taschenbuchseiten.

Die übersinnlich begabte Jessica Dark lernt einen faszinierenden Mann kennen, der allerdings in Zusammenhang mit rätselhaften Morden steht, die sich in London ereignen. Sie folgt dem Geheimnisvollen nach Indien und stößt auf das uralte Vampirgeschlecht der Kajari... Die Kajari trinken kein Blut - aber sie saugen Lebenskraft...

1

Nebelschwaden zogen von der Themse herauf und krochen wie formlose Gespenster durch die Straßen Londons. Dunkel war es in dieser ohnehin düsteren und ziemlich heruntergekommenen Seitenstraße, denn der Großteil der Straßenbeleuchtung funktionierte nicht. Linda Gordon schlug sich den Kragen ihres dünnen Regenmantels hoch. Sie zitterte leicht. Es war an diesem Abend für die Jahreszeit ungewöhnlich kühl. Die junge Frau trat unruhig von einem Bein auf das andere. Sie wartete auf den Bus, aber der schien Verspätung zu haben.

Ausgerechnet heute, ging es ihr ärgerlich durch den Kopf.

Schließlich hatte sie am Abend noch eine Verabredung, zu der sie auf keinen Fall zu spät kommen wollte.

Ihr Blick ging in den undurchdringlichen Nebel, aus dem sich geisterhafte Gestalten zu bilden schienen. Immer wieder von Neuem und immer wieder anders. Dann hörte Linda Schritte...

Zumindest glaubte sie das. Sie horchte kurz auf, war sich aber im nächsten Moment nicht mehr sicher, ob sie sich nicht vertan hatte. Ihr Blick suchte die Umgebung ab, glitt über die parkenden Wagen, die kaum mehr als schwarze Schatten waren und dann weiter über die renovierungsbedürftigen Fassaden der Häuser.

Ein schwarzes Etwas schnellte durch die Nacht. Der Blechdeckel einer Mülltonne ging scheppernd zu Boden und für den Bruchteil eines Augenblicks sah Linda in ein gelbes, dämonisch leuchtendes Augenpaar.

Lindas Puls schlug bis zum Hals.

Eine Katze!

Das Tier verschwand lautlos in der Dunkelheit. Die junge Frau schalt sich eine Närrin.

Du arbeitest als Nachtportier in einer heruntergekommenen Absteige und lässt dich von einer Katze ängstigen, ging es ihr durch den Kopf. Sie atmete tief durch, aber nur um schon im nächsten Moment zu einer Salzsäule zu erstarren.

Ein dumpfer, unartikulierte Laut des Schreckens entrang sich ihren Lippen, und sie wich unwillkürlich einen Schritt zurück. Die hohen Pfennigabsätze ihrer Pumps ließen sie dabei beinahe stolpern. Sie hatte die düstere Gestalt nicht kommen hören, die jetzt auf sie zuging. Der Kopf, der sich nun aus dem Nebel herausschälte war bleich und knorrig wie einen Totenschädel.

Die Haut war ungeheuer faltig und wirkte eingetrocknet wie die einer Mumie. Die Lippen waren aufgesprungen und farblos.

Die Gestalt näherte sich. Einen Augenblick lang trafen sich die Blicke der beiden. Diese Augen, dachte Linda schaudernd.

Sie konnte nicht anders, als zu schlucken. Die Augen schienen das einzig Lebendige an dieser Gestalt zu sein, die an einen wandelnden Untoten erinnerte.

"Guten Abend", sagte die Gestalt. Linda runzelte die Stirn. Die Stimme kannte sie von irgendwoher. Noch eine Sekunde zuvor hatte sie davonrennen wollen, jetzt stand sie wie angewurzelt da. Sie hätte nicht sagen können, was es eigentlich war, das sie festhielt. Waren es der gespenstische Blick dieser dunklen Augen? Oder der Klang der Stimme?

"Erkennen Sie mich nicht?", fragte die Gestalt.

"Nun, ich..." Die Erkenntnis traf Linda wie ein Schlag vor den Kopf.

"Sie sind Mister Ellings!", entfuhr es ihr entsetzt.

Peter Ellings war seit ein paar Tagen Gast in der Absteige, in der sie ihren Job hatte. Die Stimme passte, aber das Gesicht...

Es wirkt so ungeheuer alt!

Linda fröstelte. Gänsehaut hatte ihren gesamten Körper überzogen. Sie hatte Ellings zuletzt am Tag zuvor gesehen und da hatte er mindestens zwanzig Jahre jünger ausgesehen. Vom ersten Moment an hatte sie sich gefragt, wie alt er wohl sein mochte. Er schien einfach nicht einzuschätzen zu sein.

Aber jetzt...

Jetzt wirkte er wie ein hundertjähriger Greis.

Nie zuvor hatte Linda einen Menschen gesehen, der die Aura eines solch ungeheuren Alters ausstrahlte.

Aber er ist es, wurde ihr nach und nach klar. Die Gesichtszüge waren noch erkennbar, auch wenn die Zeit ihnen seit dem gestrigen Abend unverhältnismäßig stark zugesetzt zu haben schien.

"Mein Gott...", flüsterte sie.

"Was ist?", fragte Ellings und trat noch näher an sie heran.

Ihre Beine waren wie taub. Sie fühlte sich auf einmal so völlig kraft- und wehrlos. Nicht einen einzigen Schritt hätte sie jetzt tun können. Ihre Füße schienen buchstäblich aus Blei zu sein.

"Was ist mit Ihnen passiert, Mister Ellings?"

Ein mattes, freudloses Lächeln huschte über Ellings' Gesicht.

"Das, was mit uns allen passiert, Miss", murmelte er mit heiserer, fast erstickter Stimme. "Eines Tages..."

Lindas Augen weiteten sich vor Entsetzen. Ihr Blick wurde starr, während alle Kraft ihren Körper zu verlassen schien.

"Nein...", flüsterte sie. "Nein..."

Aber es war zu spät. Sie taumelte. Alles drehte sich vor ihren Augen und einer der letzten Eindrücke, die sie aufnahm war Ellings' Gesicht, das sich auf geradezu gespenstische Weise verjüngt zu haben schien.

Die Haut hatte sich gestrafft und die Farbe war zurückgekehrt...

Leblos sank Linda in sich zusammen. Ellings Arme, die eine unerwartete Kraft entfalteten, fingen sie auf.

Sie atmete nicht mehr.

Jeder Funken Lebenskraft war aus ihr gewichen. Ellings vermied es, ihr Gesicht anzusehen. Er wusste, wie es aussah. Es war jedesmal dasselbe und inzwischen hasste Ellings nichts so sehr wie den Anblick pergamentener Haut und mumienhafter Gesichter...

Vorsichtig legte er sie auf den Boden. Er atmete tief durch, aber wenn ihn auch neue Kraft durchströmte, so fühlte er sich doch nicht wohl in seiner Haut.

Es muss ein Ende haben, dachte er mit Bitterkeit und Schmerz. Das Töten muss endlich ein Ende haben!

Ellings hörte Schritte von mehreren Menschen. Er blickte sich um und lokalisierte die Richtung, aus der sie herankamen. Dann ging er schnellen Schrittes über die Straße und hatte sich Augenblicke später im Schatten eines Hauseingangs verborgen.

Ellings presste sich an die kalte Steinwand.

Es waren ein paar Jugendliche, die gut gelaunt die Straße entlanggingen.

Ellings hörte ihre Stimmen.

"Hey, was liegt denn da?"

"Mein Gott, das ist ja eine alte Frau!"

"Los, weg! Besser wir bekommen damit nichts zu tun!"

"Ich weiß nicht..."

"Er hat recht!"

Dann verhallten ihre Schritte im Nebel.

2

"Jessica! Schön, dass Sie kommen konnten!", begrüßte mich Ray Smith ziemlich überschwänglich, während ich in meinem figurbetonten Cocktail-Kleid und einem Sektglas in der Hand dastand und hoffte, dass der kräftige Westwind meine Frisur nicht völlig ruiniert hatte, als ich aus dem Taxi gestiegen war. Smith kam auf mich zu. Er war drahtig und hager. Fast wirkte er ein bisschen ausgezehrt. Stets hatte er dicke Ringe unter den Augen und klagte darüber, was für einen harten Job er hatte. Er war Agent für Schauspieler und vermittelte vor allem Darsteller von Nebenrollen. Sein größter Traum war es wohl, einmal einen richtigen Weltstar unter seinen Schauspielern zu haben, aber das Problem dabei war, dass die meisten seine Agentur verließen, sobald sie den Durchbruch geschafft hatten.

An diesem Abend war Smith der Gastgeber.

"Ich hoffe, Sie amüsieren sich gut, Jessica", meinte er.

"Nun..."

"Es sind ein paar interessante Leute heute Abend hier..."

Es war einer dieser VIP-Parties, auf denen es mehr oder minder darum geht, sich zu zeigen und gesehen zu werden.

Es kommen diejenigen, die wichtig sind und natürlich die, die sich für wichtig halten. Vermutlich liegt das Zahlenverhältnis beider Gruppen bei etwa eins zu zehn zu Ungunsten der wirklich Wichtigen.

Und das ist sicher eine günstige Schätzung.

"Ich möchte Ihnen jemand vorstellen", erklärte Smith. "Kommen Sie!"

Ich folgte ihm und stand ein paar Augenblicke später vor einem hochgewachsenen, gutaussehenden Mann um die fünfunddreißig. Die Augen waren strahlend blau, das Haar aschblond. Um seine Lippen spielte ein Lächeln, das seinem Gesicht ein wenig von seiner markanten Kantigkeit nahm.

Das dunkelblaue Schurwolle Jackett stand ihm gut, aber kombiniert mit einer Jeans, deren Saum bereits ein wenig ausgefranst war, wirkte er für diesen Anlass etwas zu lässig.

"Mister Gardner, dies ist Jessica Dark, Reporterin des New World Observer", stellte Ray mich vor. Der Agent sah mich an. "Darf ich Ihnen Mister Curt F. Gardner vorstellen?"

Gardner ergriff meine Hand.

"Ich freue mich, Sie kennenzulernen, Miss Dark", erklärte er und dabei trafen sich unsere Blicke. Seine Augen gefielen mir. Sie hatten eine sympathische Ausstrahlung.

"Sind Sie der Gardner?", fragte ich etwas ungläubig. "Der Autor des Buchs UNTER WÖLFEN?"

Gardner nickte. "Ich fürchte, ich muss mich schuldig bekennen", erwiderte er charmant.

"Ich habe Ihr letztes Buch gelesen", sagte ich. "Es hat mich beeindruckt." Ich sagte das nicht nur so dahin, sondern es entsprach meiner ehrlichen Meinung. UNTER WÖLFEN war eine Reportage über den internationalen Waffenhandel. Gardner pflegte unter falschem Namen zu recherchieren und dabei für Monate in eine falsche Identität zu schlüpfen. Auf diese Weise war er bis in die Spitzenzirkel der Waffen-Mafia vorgedrungen. Seine Bücher waren Bestseller. Kein Eisen war ihm zu heiß. Bevor UNTER WÖLFEN endlich herausgekommen war, hatte es Drohungen gegenüber Verlag und Autor gegeben und in einem halben Dutzend Staaten in drei Kontinenten waren auf Grund seiner Enthüllungen Minister zurückgetreten.

"Und Sie? Hat man Sie verdonnert, etwas über diese Party zu schreiben?", fragte Gardner.

Er war selbst lange Zeit Reporter bei verschiedenen amerikanischen Zeitungen gewesen und kannte das Geschäft ganz genau. Ihm etwas vormachen zu wollen war sinnlos. Er wusste, wie der Hase lief.

Ich schenkte ihm ein charmantes Lächeln und sagte: "Oh, zumindest wird man mich für das, was ich schreibe, nicht mit dem Tode bedrohen, Mister Gardner."

"Seien Sie da nicht zu sicher!"

Wir lachten beide. Als ich dann an meinem Sektglas nippte, merkte ich, dass Ray Smith sich aus dem Staub gemacht hatte.

Er war irgendwo im Gedränge verschwunden. Natürlich hatte er mich nicht ohne Grund Gardner vorgestellt. Ray wollte unbedingt, dass ich etwas über seine Party schrieb, damit er im Gespräch blieb. Ich kannte Ray immerhin gut genug, um zu wissen, wie eitel er war.

Und die Wahrscheinlichkeit, dass überhaupt etwas über seine Party ins Blatt kam, stieg natürlich, wenn wirklich prominente Gäste vorhanden waren.

Und Gardner war prominent. Zumindest sein Name. Sein Gesicht hingegen kannte kaum jemand und er hütete sich natürlich auch, es auf die Schutzumschläge seiner Besteller drucken zu lassen.

"Ganz im Ernst, Mister Gardner. Ich bewundere sehr, was Sie tun", erklärte ich. "Schließlich haben Sie für Ihre Reportagen wohl mehr als einmal Ihr Leben riskiert..."

"Nun..."

"Bleiben Sie länger in London?"

In seinen blauen Augen glaubte ich ein kurzes Aufblitzen erkennen zu können.

"Warum so förmlich?", fragte er lächelnd. "Nennen Sie mich Curt."

Ich erwiderte das Lächeln.

"Jessica."

Ich war mir nicht sicher, aber in diesem Moment kam mir der Gedanke, dass er mir vielleicht nur deswegen angeboten hatte, ihn beim Vornamen zu nennen, damit er mir nicht zu antworten brauchte. Immerhin eine äußerst charmante Art und Weise, einer Frage auszuweichen.

"Ich habe übrigens auch bereits einige Artikel von Ihnen gelesen, seit ich hier in London bin, Jessica", sagte er. "Sie scheinen ein Faible für Themen zu haben, die irgendwie mit dem Übernatürlichen zusammenhängen..."

"Das ist richtig."

"Glauben Sie an die Existenz übernatürlicher Phänomene?"

"Als gute Journalistin bleibe ich immer skeptisch", erwiderte ich. "Allerdings denke ich, wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass da Dinge existieren, für die es keine befriedigende Erklärungen gibt.Ich finde allerdings, dass man deshalb nicht einfach die Augen davor verschließen kann..."

Er trat etwas näher an mich heran. Ich konnte sein angenehmes After Shave riechen. Der Blick seiner strahlend blauen Augen musterte mich prüfend. "Haben Sie selbst bereits derartige Erlebnisse gehabt, Jessica?"

Ich musste schlucken.

Was sollte ich ihm sagen?

Ich hatte nicht die Absicht, ihm von meiner leichten hellseherischen Gabe zu erzählen. Bei den Recherchen für meine Reportagen war ich selbst des öfteren Zeuge von Ereignissen geworden, die eigentlich nur einen vernünftigen Schluss zuließen: Dass nämlich das Übersinnliche eine Realität war.

"Es gibt Fälle...", begann ich ausweichend, aber Gardner schüttelte den Kopf und unterbrach mich.

"Ich spreche von Ihnen selbst, Jessica! Von Ihnen und Ihrem Leben!"

Als Jugendliche hatte ich den Brand eines Hauses vorausgesehen - und dieses Erlebnis hatte ich bis heute nicht vergessen können. Ein kalter Schauer überlief mich allein bei dem Gedanken daran.

"Das ist eine sehr persönliche Frage, Curt", erwiderte ich.

"Zu persönlich? Dann entschuldigen Sie."

"Hat diese Frage vielleicht etwas mit dem Buch zu tun, an dem Sie gerade arbeiten?"

Gardner lachte.

"Auch eine sehr persönliche Frage", erwiderte er.

"Zu persönlich?"

"Zu persönlich, als dass ich die Antwort darauf morgen im New World Observer lesen möchte, Jessica!"

"Aber ich entnehme dem, dass Sie an einem neuen Projekt arbeiten", stellte ich fest.

Gardner nahm das mit Humor, ließ sich aber darüber nichts weiter entlocken. Er hob die Augenbrauen und meinte: "Scheint ja richtig gefährlich zu sein, sich mit Ihnen zu unterhalten, Jessica."

Ich zuckte die Achseln. "Sie sind doch ein Mann, dem es nicht viel auszumachen scheint, sich in Gefahr zu begeben!"

Wir lachten. Dann stießen wir die Sektgläser gegeneinander. Das Geräusch, das dadurch entstand, klang in meinen Ohren wie Musik.



3

Wir unterhielten uns noch eine Weile über dieses und jenes.

Im Grunde war es belangloses Zeug, aber das spielte keine Rolle. Dieser Mann hatte etwas, das mich faszinierte und in seinen Bann schlug.

Vielleicht war es sein Lächeln, vielleicht der offene Blick seiner meerblauen Augen oder der dunkle Klang seiner Stimme...

Ich konnte nicht sagen, was mich so an ihm fesselte.

Leider verloren wir uns zwischendurch ein wenig aus den Augen. Das nächste Mal begegneten wir uns, als ich draußen in der kühlen, nebligen Nacht auf mein Taxi wartete.

"Sagen Sie bloß, jemand hat Sie versetzt, Jessica", sagte er schmunzelnd, als er auf mich zukam.

Ich zuckte die Achseln.

"Auf die Taxifahrer Londons scheint auch kein Verlass mehr zu sein."

"Wie gut!"

"Wie bitte?", erwiderte ich empört. "Ich stehe hier in der Kälte und friere mich in meinem Cocktail-Kleid vor lauter Schönheit zu Tode und Sie..."

"Ich?", lachte Gardner. "Ich bekomme auf diese Weise Gelegenheit, einer überaus attraktiven Frau meinen Mantel zu leihen und ihr anzubieten, sie nach Hause zu fahren."

Ich war zu perplex, um etwas erwidern zu können.

Gardner nutzte meine Verwirrung, um mir den Mantel über die Schultern zu legen, den er bis dahin über dem Arm getragen hatte. Er bestand aus einem angenehm weichen Wollstoff, Cashmere, so schätzte ich.

"Mein Wagen steht da drüben auf dem Parkplatz, Jessica", hörte ich seine sonore Stimme sagen. "Ein Leihwagen, den ich mir für meine Zeit in London gemietet habe. Ich hasse es nämlich, von anderen abhängig zu sein."

"Vermutlich beschränkt sich das nicht auf Taxifahrer?", erwiderte ich.

"Schon möglich. Wo wohnen Sie?"

"Ich zeig's Ihnen, Curt. Aber ich warne Sie."

Gardner sah mich erstaunt an und hob die Augenbrauen dabei.

"Sie warnen mich? Wovor?"

"Davor, dass Sie einmal quer durch London fahren müssen, wenn Sie mich wirklich nach Hause bringen wollen."

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