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Owen Burke - Im Angesicht des Todes

Pete Hackett

Owen Burke - Im Angesicht des Todes

FBI Special Agent Owen Burke





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Im Angesicht des Todes

Special Agent Owen Burke

 

Krimi von Pete Hackett

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author www.Haberl-Peter.de

© der Digitalausgabe 2013 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

www.AlfredBekker.de

 

„Der Getötete war Arzt. Sein Name ist Dawn Ellison. Er wurde sechsundvierzig Jahre alt. Der Killer hat ihn aus dem fahrenden Auto erschossen, als er kurz nach sieben Uhr das Gebäude verließ, in dem sich seine Wohnung befindet.“

Der Mann, der dies sagte, war Detective Sergeant Fred Hastings. Er gehörte zum Detective Bureau des NYPD und hatte die beiden Special Agents Owen Burke und Ron Harris verständigt. Sie waren vor wenigen Minuten am Tatort in East 64th Street eingetroffen. Soeben wurde der ermordete Arzt – verpackt in einen Leichensack -, in den Wagen des Coroners geschoben. Dort, wo er gelegen hatte, waren auf dem Pflaster des Gehsteigs mit Kreide die Umrisse seiner Gestalt nachgezeichnet worden. Die Beamten der Spurensicherung machten ihren Job.

„Hat jemand den Mord beobachtet?“, erkundigte sich Owen Burke.

Hastings nickte. „Ja. Eine junge Frau, die zur Subway-Haltestelle unterwegs war, sah Ellison zusammenbrechen. Und sie sah einen schwarzen Buick in die Park Avenue einbiegen. Im ersten Moment konnte sie keinen Zusammenhang zwischen dem Mann am Boden und dem Fahrzeug herstellen. Daher merkte sie sich auch nicht die Zulassungsnummer des Buicks. Sie meint, zwei Männer in dem Fahrzeug gesehen zu haben. Sie war es auch, die die Polizei verständigt hat.“

„Wo ist die Frau jetzt?“

„Ich habe sie gehen lassen, nachdem sie ihre Aussage gemacht hat. Ihr Name ist Samantha Warren, sie wohnt in 162 East 64th Street.“ Hastings wiegte den Kopf und schaute skeptisch drein. „Ihre Aussage hilft uns kaum weiter. Schwarze Buicks fahren sicher zu hunderten im Big Apple herum. – Nun, der Mord an Dr. Dawn Ellison ist der dritte Mord dieser Art innerhalb von sechs Tagen. Am 18. Mai wurde Dr. Arthur Parrish erschossen, als er gegen 19 Uhr von der Arbeit nach Hause kam. Am 21. Mai starb Dr. Scott Simmons. Parrish und Simmons waren - wie auch Ellison -, frei praktizierende Allgemeinärzte. Die ballistische Analyse hat ergeben, dass Parrish und Simmons mit derselben Waffe ermordet wurden. Wir gehen von einem Serientäter aus. Daher haben wir das FBI eingeschaltet.“

„Da scheint jemand etwas gegen Ärzte zu haben“, gab Ron Harris mit einem unüberhörbaren sarkastischen Unterton zu verstehen. „Was haben Ihre bisherigen Ermittlungen ergeben? Gab es irgendwelche Drohungen, hat man die Patienten der Ermordeten überprüft? Ist man auf Namen von Patienten gestoßen, die irgendwann mal sowohl Dr. Parrish als auch Dr. Simmons in Anspruch genommen haben?“

„Nein. Natürlich werde ich veranlassen, dass Sie die Ermittlungsakten erhalten. Wir haben die Familienangehörigen der Ärzte und auch das Personal in ihren Praxen vernommen. Ein Verdacht hat sich nicht herauskristallisiert.“

„War Dr. Ellison verheiratet?“, fragte Owen Burke.

„Ja. Seine Gattin befindet sich oben in der Wohnung. Unser Psychologe ist bei ihr. Die Frau ist fix und fertig. Aber das können Sie sich wohl denken.“

„Ich würde mich gern mit ihr unterhalten“, murmelte Owen Burke. „Was meinen Sie: Ist sie vernehmungsfähig?“

„Sprechen Sie mit dem Psychologen“, schlug Hastings vor. „Als ich ihr einige Fragen stellte, war sie nicht in der Lage, zu antworten. Aber das ist eine halbe Stunde her. Möglicherweise hat sich ihr Zustand verbessert. – Die Wohnung befindet sich in der siebten Etage, und zwar im rechten Flur.“

„Vielen Dank, Sergeant“, sagte Owen Burke, dann wandte er sich an seinen Kollegen Ron Harris. „Versuchen wir einfach unser Glück.“

Sie fuhren mit dem Aufzug in den siebten Stock und fanden die Tür zur Wohnung des Ermordeten. Nachdem Owen Burke geläutet hatte, öffnete ihnen ein uniformierter Polizist. Die G-men wiesen sich aus. Mrs. Ellison und der Polizeipsychologe befanden sich im Wohnzimmer. Die Frau saß in einem der schweren Sessel. Sie war um die vierzig, ihre Haare waren kurz geschnitten und rötlich gefärbt. Eine gewiss sehr attraktive Frau, die jetzt allerdings ziemlich mitgenommen aussah. Sie war bleich, ihre Augen waren vom Weinen gerötet, ihre Lippen zuckten und vibrierten, als würde sie gegen einen erneuten Weinkrampf ankämpfen.

Burke zeigte dem Psychologen seine Dienstmarke. „Ich weiß nicht, ob es gut ist, Mrs. Ellison jetzt mit Fragen zu torpedieren“, murmelte dieser. „Der Schock sitzt tief und …“

„Ich denke, ich bin in der Lage, die Fragen der Gentlemen zu beantworten“, so fiel dem Psychologen die Arztgattin ins Wort. Sie sprach mit fester Stimme. „Ja, ich bin jetzt – dank Ihrer Hilfe - innerlich wo weit gefestigt, dass ich einer Vernehmung standhalten kann.“

Der Psychologe schaute skeptisch, meinte aber: „Das muss ich natürlich Ihnen überlassen, Mrs. Ellison.“ Und an Owen Burke gewandt sagte er: „Ich denke, es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn ich dem Gespräch beiwohne.“

„Natürlich nicht“, erklärte Burke, richtete den Blick auf Mrs. Ellison und fragte: „Dürfen wir uns setzen?“

„Bitte.“

Nachdem sich die G-men niedergelassen hatten, begann Burke: „Zunächst möchte ich Ihnen mein tief empfundenes Mitgefühl ausdrücken, Mrs. Ellison. Fühlen Sie sich auch wirklich in der Lage, uns …“

„Ich sagte es doch bereits.“

Es hatte fast ein wenig ungeduldig geklungen. Burke und Harris wechselten einen schnellen Blick. Owen Burke sagte sich, dass die Arztgattin in Wirklichkeit wohl gefasster war als sie zu zeigen bereit war. Er mahnte sich dazu, objektiv zu bleiben. Misstrauen war ihm zur zweiten Natur geworden. Er versuchte es zu unterdrücken. „Na schön“, gab er zu verstehen. „Ihr Mann war Arzt und hatte sicher mit einer Reihe von Leuten zu tun. Erhielt er irgendwelche Drohungen? Gibt es Fälle, in denen Patienten mit der Arbeit Ihres Mannes unzufrieden waren?“

Die Frau schniefte, dachte kurze nach, dann antwortete sie: „Falls es eine Drohung gab, dann hat Dawn nicht mit mir darüber gesprochen. Ob alle seine Patienten mit ihm zufrieden waren, weiß ich nicht. Aber auch dahingehend hat sich Dawn mir gegenüber niemals geäußert.“

„Wurde er irgendwann einmal wegen eines möglichen ärztlichen Kunstfehlers verklagt? Läuft gegebenenfalls ein Verfahren gegen ihn?“

„Mir ist nichts bekannt.“

„Wo befindet sich die Praxis Ihres Mannes?&

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