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Owen Burke - Die Tote und der Stadtverordnete

Pete Hackett

Owen Burke - Die Tote und der Stadtverordnete

FBI Special Agent Owen Burke





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Die Tote und der Stadtverordnete

Special Agent Owen Burke

 

Kriminalroman von Pete Hackett

 

Ein CassiopeiaPress E-Book

© by Author www.Haberl-Peter.de

© 2012 der Digitalausgabe 2012 by AlfredBekker/CassiopeiaPress

www.AlfredBekker.de

 

»Der Bürgermeister hat mich gebeten, den Fall zu übernehmen«, sagte der Assistant Director. Er und die Special Agents Owen Burke und Ron Harris saßen an dem kleinen Konferenztisch. »Und ich brachte es nicht über mich, sein Begehren zurückzuweisen. Es ist ein Fall von ausgesprochener Brisanz und auf das City Council samt Bürgermeister fällt ein Schatten, der einen immensen Imageschaden für das gesamte Gremium nach sich ziehen kann.«

Die Tür zum Vorzimmer ging auf und Amalie Shepard, die Sekretärin des AD, betrat mit einer Thermoskanne in der Hand das Büro. Während sie einschenkte, schwieg der Direktor des FBI New York. Ron Harris beobachtete Amalie unter halb gesenkten Lidern hervor, und wie schon hunderte Male vorher sagte er sich, dass sie ausgesprochen hässlich war. Schließlich waren die Tassen voll, Amalie stellte die Kanne ab, schaute Harris herausfordernd an und stieß hervor: »Wohl bekomm's!«

»Danke«, erwiderte Harris säuerlich grinsend. »Da Sie meinen Kaffee aus derselben Kanne wie den des Chefs und meines Partners eingeschenkt haben, gehe ich davon aus, dass er weder mit Strychnin noch mit Zyankali versetzt ist. Ich muss also nicht um mein Leben fürchten.«

»Ich lasse Sie zappeln, Agent«, versetzte Amalie humorlos. »Und wenn Sie nicht damit rechnen, schlage ich zu.«

Mit dem letzten Wort warf sie den Kopf in den Nacken, wandte sich ab und schritt zur Tür. Ron Harris verzog das Gesicht. »Haben Sie's gehört, Sir, ich bin meines Lebens nicht mehr sicher.«

Amalie verließ das Büro und drückte die Tür hinter sich zu.

»Hunde, die bellen, beißen nicht«, bemerkte der AD lächelnd.

»Das trifft auf Amalie ganz sicher nicht zu«, knurrte Harris. »Sie ist bissiger als ein Pitbull.«

»Vielleicht solltest du dich ihrer mal erbarmen, Kollege«, gab Owen Burke zu bedenken. »Möglicherweise lernt sie deine Qualitäten zu schätzen und …«

»Bit-te!«, entrang es sich Ron Harris mit gespieltem Entsetzen.

Der AD lachte belustigt auf, wurde aber sogleich ernst und sagte: »Sie wissen, was sich zugetragen hat. In dem Hefter, den ich Ihnen überlassen habe, finden Sie alles. Nehmen Sie gegebenenfalls mit der Mordkommission Verbindung auf. Und halten Sie mich auf dem Laufenden.«

Burke und Harris rührten Milch und Zucker in den Kaffee. »Was wird man beim Police Department dazu sagen, wenn sich das FBI einmischt?«, fragte Owen Burke. »Wie sollen wir unsere Einmischung begründen? Wir wollen doch keinen Kompetenzstreit auslösen.«

»Keine Sorge. Ich habe mich, bevor ich Sie zu mir bat, mit Chief Delonge unterhalten. Er hat nichts dagegen einzuwenden und wird seine Leute entsprechen instruieren.«

Burke nippte am Kaffee. Er war heiß und stark. »Wer ist federführend beim Homicide Squad? James Howard?«

»Keine Ahnung. Nehmen Sie Verbindung mit dem Police Department auf. Wer auch immer die Ermittlungen dort betreibt – er wird Sie gewähren lassen.«

Nachdem sie ihren Kaffee getrunken hatten, begaben sich die Agents in ihr Büro. Eine weitere Stunde später hatten sie sich mit dem Inhalt der Akte vertraut gemacht, die sie vom Assistant Director erhalten hatten. Owen Burke sagte zusammenfassend: »Der Mord geschah in der Nacht vom 19. auf den 20. Oktober. Bei der Leiche befand sich Richard Palmer, der Stadtverordnete des 6th Districts von Manhattan. Er repräsentiert die Upper West Side und den nördlichen Teil Clintons im City Council. Palmer ist siebenundvierzig Jahre alt, gehört der demokratischen Partei an, ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von siebzehn und neunzehn Jahren. Er befindet sich seit 20. Oktober auf Rikers Island in Untersuchungshaft, beteuert aber vehement seine Unschuld.«

»Ich denke, wir sollten uns mit ihm unterhalten«, schlug Ron Harris vor. »Tatsache ist, dass er in der Wohnung dieser Janice Wood neben dem Leichnam angetroffen wurde, dass an dem Schal, mit dem sie erdrosselt wurde, seine DNA festgestellt worden ist und dass auf der Hundertdollarnote, die auf dem Nachttisch der Lady lag, seine Fingerabdrücke nachgewiesen werden konnten.«

»Ja, fahren wir nach Rikers«, stimmte Owen Burke zu. »Ich rufe an, um unseren Besuch anzukündigen.« Der Agent angelte sich den Telefonhörer vom Apparat …

 

*

 

Richard Palmer war ein großer, schwergewichtiger Mann mit Halbglatze. Er trug eine Brille mit dicken Gläsern, die an die Böden von Colaflaschen erinnerten und hinter denen die Augen unnatürlich groß wirkten. Burke, Harris und Palmer saßen an einem viereckigen Tisch mit Resopalplatte in einem der Vernehmungsräume. Der Wachposten, der den U-Häftling gebracht hatte, hatte den Raum wieder verlassen. Palmer wirkte irgendwie beunruhigt. Gehetzt schaute von einem der Agents zum anderen. Fahrig wischten seine Hände über die Tischplatte.

Owen Burke übernahm es, sich und seinen Kollegen vorzustellen. Dann sagte er: »Der Bürgermeister persönlich hat den Direktor des FBI gebeten, sich um Ihren Fall zu kümmern, Sir. Deswegen sind wir hier. Ich nehme an, dass Sie bereit sind, mit uns zusammenzuarbeiten.«

»Ich habe diese Lady nicht erwürgt!«, stieß Palmer hervor. Seine Stimme klang belegt, er versuchte seinem Tonfall besonderen Nachdruck zu verleihen. »Wenn auch alles dafür spricht, dass ich es war: Ich habe dieser Janice Wood kein Haar gekrümmt.«

»Sie befanden sich in der Wohnung der Lady«, sagte Owen Burke. »An dem Schal, mit dem sie erwürgt wurde, stellte man Ihre DNA fest. Auf einem Geldschein, der auf dem Nachttisch lag, befanden sich Ihre Fingerabdrücke.«

»Ich weiß, ich weiß.« Nervös fuhr sich Palmer mit Daumen und Zeigefinger über das Kinn. »Ich war am Abend des 19. Oktober im Club Ballantine in der 69th Street. Ich bin dort hin und wieder mal verkehrt. Ich brauche diese Abwechslung, um abzuschalten. Der Stripp, den sie dort zeigen, ist gut und … Ach was! Irgendwann, es muss gegen 10 Uhr gewesen sein, wurde mir übel. Ich bat eine junge Frau, die neben mir an der Bar saß, um Hilfe. Sie führte mich nach draußen und ich weiß noch, dass ich mich in ein Auto setzte. Dann riss bei mir der Faden. Als ich wieder wach wurde, lag ich in einem fremden Zimmer auf einem breiten Bett. Ich war nackt. Es war 7 Uhr morgens. Am Boden neben dem Bett lag die reglose Frau. Auch sie war nackt. Ich – ich stellte fest, dass sie tot war. Nachdem ich mich angezogen hatte rief ich die Polizei …«

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