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Nur ein Kuss

1. KAPITEL

Miriam war kreidebleich.

Der Schuss, den sie am Telefon hatte mit anhören müssen, dröhnte ihr noch in den Ohren.

„Felix!“, flüsterte sie schockiert. „Felix, nein …“

Barbara riss ihr das Handy aus der Hand. Doch der Anrufer hatte schon wieder aufgelegt. „Was ist passiert?“, wollte Barbara von Heidenberg scheinbar besorgt wissen.

„Er hat Felix erschossen!“ Miriam brach in Tränen aus.

„Das … das kann nicht sein“, stammelte Barbara ehrlich erschrocken.

„Aber ich habe den Schuss gehört!“ Miriam war außer sich vor Entsetzen.

Barbara dachte fieberhaft nach. „Dann … Wahrscheinlich wollte er dir nur Angst machen“, vermutete sie. „So blöd kann er nicht sein, dass er seine Geisel umbringt!“

„Er hat geschossen, weil ich ihm mit der Polizei gedroht habe!“, stieß Miriam hervor.

Barbara schüttelte ungläubig den Kopf. „Denk doch mal nach“, erwiderte sie. „Der oder die Entführer werden Felix nichts tun, solange sie das Geld nicht haben.“

„Ich bin doch bereit zu zahlen“, entgegnete Miriam völlig aufgelöst. „Ich tue doch alles, damit Felix nichts passiert!“

„Möchtest du denn wirklich die Polizei einschalten?“, hakte Barbara nach.

„Auf keinen Fall!“ Miriam war sich ihrer Sache sicher und bemerkte nicht, dass Barbara erleichtert aufatmete. „Die Entführer zögern nicht, Felix umzubringen. Wir dürfen nichts riskieren!“

„Wahrscheinlich hast du recht.“ Barbara von Heidenberg gab sich bekümmert.

„Ich werde alles tun, was sie verlangen …“ Miriam wiederholte diese Worte wieder und wieder – wie eine Beschwörung.

Hoffentlich hat Barbara recht damit, dass mir der Entführer nur Angst machen wollte, sagte Miriam sich später. Denn wenn Felix tot war … Sie wusste nicht, wie sie ohne ihn weiterleben sollte. Und sie war auch noch schuld an allem!

„Miriam?“ Robert war unbemerkt eingetreten und berührte sie zaghaft an der Schulter.

„Ich habe einen furchtbaren Fehler gemacht“, brach es aus ihr heraus. „Felix – vielleicht ist er tot!“

„Was ist passiert?“, fragte Robert erschrocken.

„Der Entführer hat noch mal angerufen und wollte wissen, ob ich das Geld zusammenhabe“, erklärte sie stockend. „Ich habe ihm gesagt, dass ich sowieso keine dreißig, sondern nur fünfundzwanzig Millionen habe. Und ich wollte Felix sprechen.“ Die Tränen liefen ihr über die Wangen. „Aber er hat mich nicht gelassen, und dann habe ich mit der Polizei gedroht.“

„Völlig richtig“, fand er.

„Nein!“, rief sie verzweifelt aus. „Der Mann hat geschossen! Ich habe es gehört!“

Robert wusste nicht, was er für sie tun konnte. Tröstend schloss er sie in die Arme.

„Wie kommt so ein Millionen-Mäuschen eigentlich dazu, so eine Flasche wie dich zu heiraten?“

Zacher fuchtelte mit seiner Pistole vor Felix’ Gesicht herum.

Felix waren die Angst und die Anspannung der letzten Tage deutlich anzusehen. „Es gibt Wichtigeres als Geld“, entgegnete er, um Tapferkeit bemüht.

„Erzähl mir jetzt nichts von Liebe!“, höhnte sein Entführer.

„Doch, wir lieben uns!“

Zacher grinste böse. „Dann wollen wir doch mal hoffen, dass deine ‚Liebe‘ nicht noch einen Fehler macht.“ Drohend hielt er seinem gefesselten Opfer den Lauf seiner Waffe an die Schläfe. „Wenn da nämlich irgendwas mit den Bullen läuft, bist du ein toter Mann!“

Voller Todesangst sah Felix Zacher an.

„Felix lebt.“ Robert bemühte sich, die verzweifelte Miriam zu beruhigen. „Kein Entführer kann so irrsinnig sein, seine Geisel umzubringen, bevor er das Geld hat.“ Sie reagierte nicht. „Du musst ein Lebenszeichen von ihm verlangen“, erklärte er eindringlich.

„Von dem kann man nichts verlangen“, stellte sie hilflos fest. „Der dreht sofort durch.“

„Aber kein Mensch zahlt so viel Geld, wenn er nicht sicher ist, dass die Geisel noch lebt“, beharrte er.

„Redet ihr über Felix?“ Unbemerkt war Viktoria zu den beiden getreten und versuchte, sich nicht anmerken zu lassen, wie unglücklich sie die Nähe und Innigkeit zwischen Robert und Miriam machte.

Bevor Miriam etwas antworten konnte, klingelte plötzlich ihr Handy. Das Display zeigte keine Nummer an – das musste der Entführer sein!

Miriam schluckte und nahm den Anruf entgegen.

„Haben Sie die Kohle zusammen?“, meldete sich Zachers verzerrte Stimme.

„Ich bin dabei“, antwortete Miriam ängstlich. „Aber ich bekomme nicht mehr als fünfundzwanzig Millionen zusammen.“

„Soll das ein Witz sein?“, knurrte der Entführer.

„Nein, ich habe nicht mehr“, beteuerte sie.

Er schwieg.

„Hallo? Sagen Sie doch was!“

„Okay“, erwiderte er zögernd. „Fünfundzwanzig Mille geht klar. Die Übergabe ist morgen. Wann und wo erfahren Sie noch!“

„Ich werde all Ihre Forderungen erfüllen“, versprach sie. Unwillkürlich straffte sie die Schultern. „Aber ich möchte vorher ein Lebenszeichen von Felix!“

Am anderen Ende der Leitung blieb es still.

„Hören Sie?“ Miriams Stimme überschlug sich nun beinahe. „Nach diesem Schuss muss ich davon ausgehen, dass mein Mann tot ist. Ich brauche ein Lebenszeichen!“

Viktoria, die von den letzten schrecklichen Ereignissen noch nichts wusste, starrte Robert geschockt an. Er bestätigte mit einem bedrückten Nicken das, was sie gerade gehört hatte. Fassungslos schüttelte Viktoria den Kopf und starrte auf den Boden.

Miriam horchte angespannt in den Hörer.

Endlich beendete Zacher das Schweigen. „Sie brauchen gar nichts“, knurrte er. „Ich stelle hier die Forderungen!“ Ein Klicken in der Leitung machte klar, dass er aufgelegt hatte.

Miriam sank in sich zusammen.

Gregor machte sich Sorgen um Felix.

Seit einigen Tagen hatte er ihn nicht mehr zu Gesicht bekommen. Da er von Felix’ Spielsucht wusste, befürchtete er, Miriams Mann könnte einen Rückfall erlitten haben.

Doch als er Robert nun um Auskunft bat, erfuhr er die entsetzliche Wahrheit. Und nicht nur das: Robert erzählte ihm auch noch von seiner Vermutung, dass Barbara von Heidenberg die ganze Entführung inszeniert habe.

„Robert Saalfeld und sein unstillbarer Hass auf die Exschwiegermutter.“ Gregor schüttelte den Kopf.

„Glaub mir!“, ereiferte sich Robert. „Barbara hat ihr ganzes Leben nur darauf ausgerichtet, Miriams Millionen zu ergattern!“

„Seit der Heirat mit Felix hat sie aber keine Chance mehr“, wandte Gregor ein.

„Eben!“, bestätigte Robert. „So eine Entführung ist der einzige Weg, es zu schaffen. Und die schreckt vor nichts zurück!“

Seine Worte machten Gregor nachdenklich.

Barbara war empört, als sie hörte, dass ihr Komplize Zacher die Lösegeldübergabe für den nächsten Tag angesetzt hatte, ohne sich vorher mit ihr abzusprechen. Sie brauchte mehr Zeit, um das Geschäft mit ihren chinesischen Partnern, an die sie in Miriams Auftrag die Heidenberg AG verkaufen wollte, unter Dach und Fach zu bringen.

Doch Zacher reagierte auf ihre Vorwürfe nur mit einem abfälligen Lächeln. „Ich muss gar nichts mit Ihnen absprechen!“, erklärte er großspurig.

„Das sollten Sie aber!“, erwiderte sie drohend. „Sonst fliegt die Sache nämlich auf, und Sie haben ein ernsthaftes Problem!“

Er schnaubte verächtlich.

„Was sollte eigentlich der Schuss?“, wollte sie wissen.

„Die Kleine wollte mir drohen“, konterte er.

„Kapieren Sie nicht, dass Sie sich damit erst recht die Polizei auf den Hals holen?“, ereiferte sich Barbara von Heidenberg.

„Das zu verhindern, ist Ihr Job!“, knurrte er. „Sehe ich einen Bullen, ist Tarrasch tot! Machen Sie denen das klar. Außerdem will ich jetzt endlich Kohle sehen!“

„Überlegen Sie mal nur einen Schritt im Voraus, wenn Sie dazu in der Lage sind“, versetzte sie spöttisch. „Was haben Sie, wenn Sie ihn abknallen?“

Zacher rollte genervt mit den Augen.

„Sie haben nichts!“, fuhr sie überlegen fort. „Und Sie wandern in den Knast. Ich habe nämlich den Finger auf dem Geld, und Sie sehen keinen Cent, wenn Sie sich nicht an meine Anweisungen halten! Ist das klar?“ Damit ließ sie ihn stehen.

Ohnmächtig vor Wut sah er ihr nach.

Am nächsten Tag erhielt Miriam einen Anruf vom Entführer. Er erklärte ihr in knappen Worten, dass er ihr den Beweis, dass Felix noch am Leben sei, per E-Mail zugeschickt habe, und legte dann auf.

Mit zitternden Fingern schaltete Miriam ihren Laptop ein. Barbara sah ihr dabei über die Schulter.

Miriam hatte eine Videobotschaft erhalten. Das Video zeigte einen vollkommen verstörten Felix, der erschöpft und stockend einen Text von einem Stück Papier ablas.

„Hallo, Miriam“, sagte er. „Es geht mir gut. Bitte halte dich strikt an die Anweisungen und zahle die geforderte Summe. Der Entführer wird mich sofort erschießen, falls die Polizei eingeschaltet wird oder wenn es bei der Geldübergabe Probleme gibt. Wenn alles gut geht, sehen wir uns bald wieder. Die Übergabe muss morgen stattfinden. Wann und wo erfährst du noch.“ Mit einem ängstlichen Lächeln blickte er in die Kamera. Er hob die Hand, strich behutsam über seinen Ehering und küsste ihn. Dann wurde das Bild schwarz.

„Was haben die mit ihm gemacht?“ Miriam schluchzte auf. „Er sieht schrecklich aus.“

„Aber er lebt“, wandte Barbara ein.

„Ja. Er lebt.“ Miriam bemühte sich sichtlich, tapfer zu sein. „Wir schalten sofort die Polizei ein, sobald ich das Geld übergeben habe und Felix in Sicherheit ist.“

Du machst die Übergabe gewiss nicht!“, erklärte Barbara von Heidenberg in einem Ton, der keinen Zweifel daran ließ, dass sie keinen Widerspruch duldete. „Kommt nicht infrage!“ Auf Miriams irritierten Blick setzte sie hinzu: „Willst du dich auch noch in Gefahr bringen? Ich werde hingehen!“

Endlich kam das Fax aus China an – Barbaras dortige Geschäftspartner kauften die Heidenberg AG zu dem Preis, den Miriam für das Lösegeld benötigte. Werner, der einen Mitbewerber ins Rennen geschickt hatte, um den Preis künstlich in die Höhe zu treiben, hatte ganze Arbeit geleistet.

„Die Fabrik deines Vaters …“, sagte Robert bedrückt, als Miriam ihm davon erzählte.

„Er würde es verstehen“, entgegnete sie leise.

„Bleibt dann noch was?“, wollte Robert wissen.

Sie schüttelte den Kopf. „Aber Felix kommt frei, und das ist die Hauptsache!“, erklärte sie. „Die genauen Anweisungen zur Geldübergabe kommen noch. Barbara wird das Geld überbringen.“

„Wieso Barbara?“ Robert wurde hellhörig. „Will das der Entführer?“

Sie will es unbedingt“, erklärte Miriam. „Sie macht sich Sorgen, dass ich mich auch noch in Gefahr bringe.“

„Das darf doch nicht wahr sein!“, sagte er voller Bitterkeit. „Die sorgt sich doch nicht um dich! Die sorgt sich um die fünfundzwanzig Millionen!“

„Ich weiß, was du denkst“, hielt Miriam dagegen. „Aber in diesem Fall muss ich ihr einfach trauen.“

„Genau in diesem Fall eben nicht!“, widersprach er energisch. „Wenn du Barbara die Übergabe machen lässt, gibst du ihr alles in die Hand, wonach sie seit Jahren giert!“

„Vielleicht hast du recht“, gab sie zerknirscht zu. „Aber mich wird sie nicht gehen lassen.“

„Dann gehe ich!“, schlug er spontan vor.

„Das ist sehr lieb von dir …“ Das ganze Hin und Her wurde ihr langsam zu viel. Sie schluckte und straffte dann entschlossen die Schultern. „Ich werde es doch selbst machen und fertig!“

„Nein!“, rief er. „Wenn dir etwas passiert – das würde ich mir nie verzeihen!“

„Du hast mit alldem nichts zu tun und kannst nicht dein Leben dafür riskieren“, wandte sie ein.

Er nahm ihre Hände in seine. „Miriam, für dich mache ich das“, erklärte er eindringlich. „Das ist keine Frage.“

Voller Vertrauen blickten sie einander in die Augen.

„Wenn du mir versprichst, dich genau an die Anweisungen zu halten“, bat sie.

Er nickte.

Barbara telefonierte mit der Bank, um zu erfahren, wann die beiden Geldkoffer mit den fünfundzwanzig Millionen im „Fürstenhof“ eintreffen würden.

„Im Laufe des Tages“, sagte sie in den Hörer. „Das ist sehr gut!“ Sie lächelte. „Ich hatte bisher noch keine fünfundzwanzig Millionen in bar auf dem Tisch, aber zwei Koffer sollte ich schon tragen können! Ich danke Ihnen!“ Damit legte sie zufrieden auf.

Unbemerkt von ihr war Robert in die Saalfeld’sche Wohnung gekommen und hatte das Ende des Gesprächs mit angehört. „Du wirst sie nicht tragen müssen, diese beiden Köfferchen!“, knurrte er. „Ich werde das Geld entgegennehmen, und ich werde auch die Übergabe machen.“

„Was soll das denn werden?“, erwiderte sie genervt.

„Ich habe dich längst durchschaut“, erklärte er kalt. „Es ist alles so offensichtlich.“

„Was glaubst du denn?“, zischte sie. „Ich verschwinde mit den fünfundzwanzig Millionen unter dem Arm und riskiere, dass der Mann meiner Tochter von diesem Entführer umgebracht wird?“

„Nein, ganz anders“, hielt er dagegen. „Du bist die eigentliche Drahtzieherin der Entführung!“

Sie schluckte, ging jedoch in die Offensive. „Ich bin gespannt, wie Miriam reagiert, wenn du ihr diese Gaunerkomödie erzählst“, spottete sie.

„Mach dir keine Hoffnungen.“ Robert ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. „Es ist Miriams ausdrücklicher Wunsch, dass ich das Geld übergebe!“

Werner war zunächst stolz auf seinen Sohn, als er erfuhr, dass

Robert sich für die Geldübergabe zur Verfügung gestellt hatte.

Doch Barbara gelang es, ihn zu verunsichern.

„Falls bei der Übergabe irgendwas schiefläuft, muss man einen kühlen Kopf bewahren“, sagte sie eindringlich. „Und Robert ist mutig – aber er ist auch ein Hitzkopf. Beim kleinsten Problem dreht er durch und glaubt am Ende noch, den Helden spielen zu müssen!“

Der Senior nickte nachdenklich.

„Da draußen wartet ein Schwerverbrecher, der nicht lange fackelt“, stellte Barbara unmissverständlich klar. „Was ist, wenn Robert etwas zustößt?“

„Vielleicht hast du recht“, seufzte er besorgt und versprach, noch einmal mit seinem Sohn zu reden.

Robert wuchtete unterdessen in seiner Wohnung zwei schwere Geldkoffer aufs Bett.

„Und da sind wirklich fünfundzwanzig Millionen Euro drin?“, fragte Viktoria staunend.

Er nickte. „Ich wusste gar nicht, dass Papier so schwer sein kann.“ Er öffnete die Koffer.

„Ich habe noch nie so viel Geld gesehen“, flüsterte Viktoria und starrte auf die Scheine.

„Und ich habe noch nie begriffen, dass man jemanden umbringen kann – für Geld“, bemerkte er nachdenklich. „Aber das hier ist so viel – na klar: Der Entführer rechnet damit zu töten. Das ist einkalkuliert!“

„Ich fände es einfach besser, wenn jemand anders die Übergabe macht.“ Viktoria wirkte sichtlich besorgt. „Dir darf nichts passieren.“

„Ich passe schon auf mich auf“, versprach er und umarmte Viktoria. Nachdenklich blickte er auf die Millionen. Und nach einem kurzen Zögern hatte er eine Entscheidung getroffen. Entschlossen löste er sich von seiner Freundin. „Es ist besser, wenn wir die Polizei einschalten!“

Erleichtert gab Viktoria ihm recht.

„Miriam muss ja nichts davon erfahren“, sagte er.

„Nach dem Horror mit dem Schuss würde sie es nie erlauben“, pflichtete Felix’ Schwester ihm bei.

Robert griff nach seinem Telefon und wählte die 110.

Weder er noch Viktoria hatten bemerkt, dass Miriam inzwischen die Wohnung betreten hatte.

„Spreche ich mit der Polizei?“, fragte Robert.

Miriam erstarrte. Dann ging ein Ruck durch ihren Körper. „Ihr ruft die Polizei an?“, stieß sie fassungslos hervor. „Seid ihr wahnsinnig?“ Wütend nahm sie Robert das Telefon aus der Hand und legte auf. „Ich dachte, ihr wollt Felix helfen“, sagte sie und blickte Robert und Viktoria vorwurfsvoll an.

„Genau das tun wir gerade“, entgegnete Viktoria.

„Wir müssen die Polizei einschalten“, fügte Robert hinzu. „Wir schaffen das nicht allein.“

„Der Entführer hat es ausdrücklich verboten!“ Miriams Stimme überschlug sich beinahe. „Sonst bringt er Felix um!“

„Das ist doch nur eine Drohung …“, wollte Robert beschwichtigen.

Doch Miriam ließ ihn nicht zu Ende sprechen. „Woher willst du das wissen? Ich war am Telefon, als dieser Mistkerl geschossen hat. Nicht du.“

„Er hat nicht auf Felix gezielt“, beharrte er.

„Es war nur ein Warnschuss“, erklärte Viktoria.

„Aber beim nächsten Mal wird er nicht wieder bluffen“, wandte Miriam ein. „Wollt ihr etwa riskieren, dass Felix stirbt?“

Betreten schüttelten beide den Kopf.

Miriam wandte sich direkt an Robert und sah ihn enttäuscht an. „Ich habe dir vertraut … und du?“ Der Vorwurf in ihrer Stimme war nicht zu überhören.

„Ich setze Felix’ Leben nicht leichtfertig aufs Spiel“, rechtfertigte sich Robert. „Aber das ist einfach alles eine Nummer zu groß für uns.“

„Zum letzten Mal: keine Polizei!“ Miriam blickte Robert und Viktoria eindringlich an. „Wir machen genau das, was dieser Dreckskerl will. Alles andere gefährdet Felix’ Leben nur noch mehr.“

„Du glaubst, wir sind dem allein gewachsen?“, wollte Viktoria vorsichtig wissen.

„Wir haben keine andere Chance“, erklärte Miriam. „Felix ist mein Mann. Und ich entscheide, was passiert.“

Robert und Viktoria blieb nichts anderes übrig, als zuzustimmen.

„Und ab jetzt haltet ihr euch raus“, verlangte Miriam. „Verstanden?“ Damit ging sie hinaus.

2. KAPITEL

Roberts Misstrauen war sofort geweckt, als nur kurze Zeit später auch sein Vater von ihm verlangte, die Geldübergabe jemand anderem zu überlassen.

„Hat dich deine Ex- oder vielmehr aktuelle Geliebte auf mich angesetzt?“, argwöhnte er, nachdem er Werner erzählt hatte, dass Miriam nicht mehr wollte, dass er das Lösegeld übergab.

„Es läuft nichts zwischen Barbara und mir“, entgegnete der Senior ausweichend. „Gar nichts.“

„Wollte sie, dass du mir die Idee ausredest?“, fragte Robert.

Das Schweigen seines Vaters war ihm Antwort genug.

„Dir ist klar, warum sie mich nicht als Geldboten will?“

„Jetzt fang bitte nicht wieder davon an, dass sie hinter der Entführung steckt“, erwiderte Werner seufzend.

„Barbara war immer hinter Miriams Vermögen her“, sagte sein Sohn. „Es liegt doch auf der Hand, dass sie auch jetzt ihre Finger im Spiel hat.“

„Junge, das ist Quatsch“, versuchte der Senior, ihn zu beruhigen. „Du hast dich in etwas verrannt. Und ich weiß warum … Dir liegt immer noch viel an Miriam. Du willst sie beschützen.“

„Ich wünschte, ich könnte es …“, gab Robert unglücklich zu. „Wenn ich nur wüsste, was sie vorhat …“

„Will sie es etwa selbst machen?“, wollte sein Vater wissen.

„Möglich“, antwortete Robert nachdenklich. „Aber vielleicht fragt sie auch Barbara …“

„Beides keine optimale Lösung“, räumte Werner ein.

Werner machte sich auf den Weg zu Miriam, um einen Blick auf das Video zu werfen, das der Entführer geschickt hatte.

„Verstehst du jetzt, warum ich solche Angst habe?“, sagte sie, nachdem der Film zu Ende war.

„Ja, schon. Aber sollten wir nicht gerade deshalb die Polizei einschalten?“, gab der Senior zu bedenken. „Dieser Kerl scheint ein knallharter Profi zu sein.“

„Auf keinen Fall!“, entgegnete sie panisch. „Die bringen ihn um, wenn wir die Polizei einschalten!“

„Beruhige dich“, erwiderte er. „Ich verspreche, ich werde nichts tun, was du nicht willst.“

„Ich möchte, dass wir uns an die Anweisungen halten“, sagte sie.

Er nickte. „Und die Übergabe?“, fragte er vorsichtig.

„Ich mache es. Allein.“

„Wäre es nicht besser, wenn ich …?“

Überrascht sah sie ihn an. „Du?“

„Es ist besser, wenn jemand die Übergabe macht, der einen kühlen Kopf bewahrt“, erklärte er.

Miriam betrachtete ihn forschend. Werner konnte sehen, wie sie mit sich rang. Schließlich holte sie tief Luft. „Ich bin einverstanden.“ Beinahe flehentlich sah sie ihn an. „Aber du versprichst mir: keine Tricks! Du rufst nicht hinter meinem Rücken die Polizei!“

„Nein“, schwor er. „Ich tue nur das, was du sagst.“

„Danke.“

Plötzlich klingelte ihr Handy. Voller Angst nahm Miriam das Gespräch entgegen.

Zachers verzerrte Stimme erklang am anderen Ende der Leitung. „Haben Sie das Geld?“

„Ja“, sagte sie.

„Sind Sie allein?“

Sie zögerte einen Augenblick zu lang mit ihrer Antwort. „Ja …“

Zacher wurde misstrauisch. „Wer ist bei Ihnen?“

„Niemand“, log sie.

„Lügen Sie mich nicht an!“

Hilflos blickte Miriam zu Werner, der die Hand nach dem Telefon ausstreckte. Sie reichte ihm das Handy. „Schluss mit den Spielchen!“, polterte er. „Ich bin Werner Saalfeld. Und in Zukunft reden Sie mit mir. Sagen Sie mir, wann und wo die Übergabe stattfinden soll.“

„Wo … Das erfahren Sie noch früh genug. Die Sache geht morgen über die Bühne.“ Damit legte Zacher auf.

Werner blickte Miriam düster an und gab ihr das Telefon zurück.

„Ich hätte dir das Handy nicht geben sollen.“ Miriam quälte sich mit bitteren Selbstvorwürfen. „Hoffentlich tut er Felix jetzt nichts an.“

„Keine Sorge“, beruhigte der Senior sie. „Der weiß ganz genau: Sein Geld kriegt er nur, solange seine Geisel noch lebt.“

Robert beriet sich in der Zwischenzeit mit Gregor.

„Es war richtig, die Polizei anzurufen“, fand Robert noch immer. „Entführung, Geiselnahme … So etwas ist drei Nummern zu groß für uns.“

„Aber Miriam ist anderer Meinung“, mutmaßte Gregor.

Robert nickte seufzend.

„Will sie das jetzt etwa allein durchziehen?“, fragte Gregor.

„Mein Vater macht es für sie.“

Gregor unterdrückte ein Schmunzeln. „Eine Familie voller Helden“, murmelte er.

„Hauptsache, Barbara ist raus aus der Show“, knurrte Robert.

„Und Miriam ist aus der Schusslinie“, ergänzte Gregor. „So gesehen hast du erreicht, was du wolltest.“

Robert nickte. „Dafür kann ich mir jetzt Sorgen um meinen Vater machen“, sagte er dann.

„Falls ich irgendetwas tun kann …“

„Behalte Barbara im Auge“, bat Robert, und sein Freund erklärte sich sofort dazu bereit. „Und es wäre mir lieb, wenn wir meinem Vater Schützenhilfe geben könnten.“

„Das heißt, du willst ihn nicht allein losschicken?“, entgegnete Gregor.

„Bist du dabei?“

Gregor überlegte kurz und nickte dann.

„Danke.“ Robert war sichtlich erleichtert. „Du hast was gut bei mir.“

Barbara fiel aus allen Wolken, als sie von Miriam erfuhr, dass Werner sich für die Geldübergabe angeboten hatte.

Auf der Stelle besprach sie sich mit ihrem Komplizen.

Zacher war die ganze Sache mittlerweile zu heiß geworden. „Ich mache den Laden hier dicht und setze mich ab“, erklärte er ohne Umschweife.

„Sie wollen auf das Geld verzichten?“, wunderte sich Barbara von Heidenberg. „So kurz vor dem Ziel?“

„Was nützt mir die Kohle, wenn ich im Knast sitze?“, gab er zurück. „Eine ganz leichte Sache, haben Sie gesagt. Ein Spaziergang. Und jetzt reißt dieser Hotelfuzzi alles an sich …“

„Werner Saalfeld ist kein Problem“, hielt sie dagegen. „Sie müssen nur darauf bestehen, dass ich das Geld übergebe.“

Zacher zeigte keine Reaktion.

„Die Sache wird durchgezogen!“ Barbaras Stimme hatte plötzlich einen drohenden Klang angenommen. „So, wie ich es sage. Ich lasse mir fünfundzwanzig Millionen doch nicht wegen Ihrer Feigheit durch die Lappen gehen!“

„Ich bin nicht feige“, wehrte er sich, „ich bin realistisch. Und ich sage Ihnen, die Sache geht daneben.“

„Gut.“ Ihre Miene war undurchdringlich. „Dann geben Sie auf und hauen Sie ab. Spätestens morgen Mittag steht die Polizei vor Ihrer Tür – egal, wo Sie sich verkriechen.“

Zacher starrte sie verblüfft an. „Dann sind Sie mit dran“, erwiderte er.

„Keine Sorge.“ Sie warf ihm ein böses Lächeln zu. „Ich weiß wie ich meinen Kopf aus der Schlinge ziehe. Wenn Sie also nicht in den Knast kommen wollen, dann machen Sie weiter!“

Wohl oder übel musste er sich geschlagen geben.

Barbara und Werner waren bei Miriam, als sich der Entführer wieder auf ihrem Handy meldete.

Der Kidnapper bestand darauf, dass niemand anders als Barbara von Heidenberg die Geldkoffer übergeben sollte.

„Tja, dann muss ich ja wohl“, seufzte Barbara und tat so, als sei ihr nicht ganz wohl bei der Sache.

„Kommt nicht infrage“, widersprach Werner. „Das ist viel zu gefährlich.“

„Aber sonst tötet er Felix!“, wandte Miriam ein und brach in Tränen aus.

Barbara schloss sie tröstend in die Arme. „Du bekommst deinen Felix wieder“, hauchte sie. „Das verspreche ich dir.“

Nachdenklich betrachtete der Senior seine ehemalige Geliebte aus dem Augenwinkel. Ihm fiel ein, was Robert gesagt hatte – dass Barbara hinter der ganzen Entführung steckte. Und langsam regte sich das Misstrauen auch in ihm …

In einer Stunde würde die Geldübergabe stattfinden.

„Möchtest du etwas trinken?“, fragte Werner.

„Wasser“, bat Barbara von Heidenberg.

Er schenkte ihr ein Glas ein und musterte sie forschend. „Warum will der Entführer unbedingt, dass du das Geld übergibst?“, fragte er stirnrunzelnd.

„Wahrscheinlich will er kein Risiko eingehen“, gab sie zurück und bemühte sich, so neutral wie möglich zu klingen, obwohl Werners Nachfrage sie beunruhigte.

„Wieso ist das Risiko höher, wenn ich die Übergabe mache?“, hakte er nach.

„Er hat mehr Angst vor einem Mann wie dir als vor einer schwachen Frau wie mir“, schmeichelte sie.

„Ein Erpresser von seinem Kaliber?“

Sie sah Werner eindringlich an. „Was geht in deinem Kopf vor?“, wollte sie wissen.

„Nachdem du Miriams Erbe nicht bekommen hast …“ Er brach ab.

„Du glaubst tatsächlich, ich wäre an der Geschichte beteiligt?“ Mit gespielter Empörung knallte sie ihr Glas auf den Tisch. „Mein Schwiegersohn schwebt in Lebensgefahr, meine Tochter leidet ohne Ende … Und du traust mir zu, dass ich hinter dieser Entführung stecke?“

„Tut mir leid für dich“, erwiderte er. „Wäre es dir denn lieber, ich würde lügen?“

„Nein“, gab sie zurück. „Aber es trifft mich.“ Sie fuhr sich mit dem Handrücken über die Augen und straffte dann die Schultern. „Und ich werde dir beweisen, dass du mir unrecht tust.“

„Wie?“

„Begleite mich!“, schlug sie vor. „Zur Übergabe. Verdeckt natürlich. Dieser Mistkerl darf es nicht mitkriegen.“

„Meinst du das ernst?“ Er war sichtlich überrascht.

„Selbstverständlich“, antwortete sie. „Wenn ich dich nur so überzeugen kann …“ Sie sah ihn betont leidend an. „Wann begreifst du endlich, dass ich nicht die Schlange bin, für die mich alle halten?“

Werner stand auf. „Bringen wir es hinter uns!“

„Nichts lieber als das.“ Barbara erhob sich und ging zur Tür.

Und der Senior, der ihr hinterhersah, als sie die Saalfeld’sche Wohnung verließ, um noch etwas zu erledigen, wie sie ihm weismachte, war sich noch immer nicht sicher, was er von ihr halten sollte.

Auf dem Weg in die Lobby des „Fürstenhofs“ telefonierte Barbara mit Zacher.

Ihr Komplize war alles andere als begeistert davon, als er hörte, dass Werner Saalfeld sie bei der Übergabe begleiten würde.

„Ich weiß, was ich tue“, fuhr sie ihm unwirsch über den Mund. „Machen Sie also, was ich Ihnen sage, und überlassen Sie das Denken mir!“

Derweil hatte Werner sich in der Saalfeld’schen Wohnung noch einmal mit Robert getroffen, um sich vor der Übergabe ein letztes Mal zu besprechen.

„Die Tatsache, dass es unbedingt Barbara sein soll, die das Geld übergibt, macht mich stutzig“, gab Werner zu.

„Jetzt auf einmal?“, wunderte sich Robert. „Du warst doch bisher eher skeptisch, was meinen Verdacht angeht.“

„Es ist mehr … ein Gefühl.“

„Ich glaube, dein Gefühl trügt dich nicht“, erklärte sein Sohn. „Und jetzt?“

„Ich werde Barbara begleiten“, erklärte der Senior, klang jedoch beunruhigt.

„Gregor und ich werden dir helfen“, versprach Robert sofort. „Wir geben dir so eine Art ‚Backup‘. Wir passen auf dich auf, während du Barbara im Auge behältst.“

Keiner der beiden Männer bemerkte, dass Barbara von Heidenberg, die zur Wohnung zurückgekehrt war, in diesem Moment an der Tür stand und lauschte. So war es für sie ein Leichtes, herauszufinden, was Vater und Sohn vorhatten.

„Der Entführer darf mich auf keinen Fall sehen“, fuhr Werner nun fort.

„Wenn er mit Barbara unter einer Decke steckt, weiß er sowieso über alles Bescheid“, gab Robert zu bedenken. „Das heißt, du kannst dich ruhig zeigen. Nicht zu offensichtlich, aber so, dass Gregor und ich dich sehen können.“

„In Ordnung“, stimmte der Senior zu. „Und nach der Übergabe bleibe ich bei Barbara. Ihr fahrt dem Entführer nach. Vielleicht bringt er euch ja zu Felix’ Versteck. Sobald Felix frei ist, ruft ihr die Polizei.“

Sein Sohn nickte.

„Seid vorsichtig“, bat Werner. „Und passt auf, dass Barbara nicht Wind von der Sache bekommt.“

Barbara von Heidenberg hatte indes genug gehört. Unbemerkt zog sie sich zurück, und ein böses Lächeln umspielte ihre Mundwinkel. Wieder wählte sie Zachers Nummer.

„Ich bin’s noch mal“, sagte sie ins Telefon. „Hören Sie mir gut zu, es gibt eine kleine Änderung im Plan …“

Kurze Zeit später luden Miriam und Werner die beiden Geldkoffer in Barbaras Auto.

Barbara telefonierte wie verabredet auf Miriams Handy mit dem Entführer und lauschte den letzten Anweisungen.

„Sie fahren die Landstraße in Richtung Bad Tölz“, verlangte der Entführer. „Etwa drei Kilometer vor dem Ort biegen Sie rechts in einen Waldweg.“

Werner hatte alles mit angehört. Nun musste er eine Möglichkeit finden, Robert mitzuteilen, wie und wo die Geldübergabe stattfinden sollte. Der Senior gab vor, seinen Schlüssel oben in der Wohnung vergessen zu haben, und lief zurück ins Hotel.

Barbara von Heidenberg, die genau wusste, was Werner und sein Sohn vorhatten, sah ihm mit einem spöttischen Gesichtsausdruck hinterher.

Dann wandte sie sich Miriam zu, die Barbaras hämisches Lächeln nicht bemerkt hatte. „Dein Felix kommt frei“, versprach sie. „Und ich melde mich, wenn alles vorbei ist.“

„In Ordnung“, sagte Miriam, die vor Aufregung ganz blass war. „Und danke.“

In dem Moment kam Werner zurück.

„Setz dich hinten rein“, sagte Barbara. „Und tauch ab, wenn der Entführer in Sicht ist. Er darf nichts merken.“

Werner fügte sich. Nun gab es kein Zurück mehr …

Kurz nachdem Werner ihm Bescheid gegeben hatte, dass es losging, rannte Robert in Gregors Praxis.

Doch weil Gregor noch einen Patienten behandeln musste, kamen die beiden nicht so schnell los, wie sie eigentlich vorgehabt hatten.

Immerhin kannten sie das Ziel: ein Waldweg kurz vor Bad Tölz.

Derweil war Barbara gerade in ebendiesen Waldweg eingebogen, als das Handy erneut klingelte.

Zacher gab neue Anweisungen: Sie solle weiterfahren bis zu einem alten Wasserkraftwerk und in dessen Keller die Koffer abstellen.

„Sobald ich das Geld kontrolliert habe, lasse ich Ihren Schwiegersohn frei“, setzte er noch hinzu und legte dann auf.

Werner, der auf der Rückbank des Wagens alles mit angehört hatte, brach der Schweiß aus: Irgendwie musste er seinem Sohn die Nachricht zukommen zu lassen, dass die Übergabe nun doch woanders stattfinden würde. Aber er wusste nicht, wie er das bewerkstelligen sollte – Barbara hätte sofort bemerkt, wenn er sein Telefon hervorgezogen hätte. Und so sehr er auch aus dem Rückfenster des Wagens spähte – Robert und Gregor waren nirgends zu entdecken.

Miriam wartete unterdessen gemeinsam mit Viktoria in ihrer Wohnung.

Felix’ Schwester wusste von Roberts Plan – und in dieser Situation des angespannten Wartens verplapperte sie sich unglücklicherweise, obwohl Robert ihr das Versprechen abgenommen hatte, Miriam gegenüber nichts zu erwähnen. Die fiel aus allen Wolken, als sie hörte, dass Robert und Gregor Barbara und Werner folgten. Das war das Schlimmste, was sie sich vorstellen konnte – die beiden brachten Felix in Gefahr!

„Robert hatte Angst um seinen Vater“, verteidigte Viktoria ihn. „Und ich glaube, die beiden hoffen, dass sie diesen Mistkerl von Entführer zu fassen kriegen.“

„Sind die verrückt?“, stieß Miriam hervor. „Du hättest sie aufhalten müssen!“

„Du kennst doch Robert“, seufzte Viktoria.

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