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Notärztin Andrea Bergen - Folge 1268

Aus den Aufzeichnungen der Notärztin

Das Herz ist mir vor Angst stehengeblieben, als meine Sanitäter und ich zu einem Einsatz ins Theater am Rhein gerufen wurden, denn meine Tochter Franziska besucht dort gerade einen Ferienworkshop! Franzi ist wohlauf – dem Himmel sei Dank! –, aber ihre junge Theater-Lehrerin Dasha König ist nach einer Herzattacke zusammengebrochen und ringt nun mit dem Tod! Erste Untersuchungsergebnisse weisen auf einen Infarkt hin – doch ich werde den Verdacht nicht los, dass wir es mit einer Stress-Kardiomyopathie zu tun haben, auch Broken-Heart-Syndrom genannt …

Ich weiß, dass Dashas Herz tatsächlich gebrochen ist, vor Jahren, als ihre große Liebe Christian spurlos verschwand. Vielleicht schöpft Dasha ja neuen Lebensmut, wenn es mir gelingt, eine Spur von ihm zu finden. Aber das müsste schnell gehen, sehr schnell …

Aus den Aufzeichnungen der Notärztin

Dasha König sah über den Uni-Campus. Der Wind spielte mit ihren kastanienbraunen Haaren, die ihr weit den Rücken hinunterfielen, und die Sonne der letzten Frühlingstage kündete einen warmen Sommer an.

Wo blieb Vanessa nur? Sie hatte sich doch mit ihr nach der Vorlesung hier, vor der Mensa, verabredet, um gemeinsam Mittag zu essen.

»Dasha«, rief da eine warme Stimme, und eine junge Frau winkte in ihre Richtung.

»Hey, Vanessa!« Dasha kam ihrer Freundin entgegen und umarmte sie zur Begrüßung. »Ich hab schon gedacht, du hast mich vergessen.«

Vanessa sah ihre Freundin spöttisch an.

»So ein Quatsch«, sagte sie. »Mein Prof hat wieder kein Ende gefunden und kam vom Hölzchen aufs Stöckchen. Ich frage mich echt, wie ich die Klausur am Semesterende bestehen soll. Aber egal, lass uns essen gehen! Mir knurrt schon seit zwölf Uhr der Magen …«

Dasha musste grinsen. Obwohl sie jeden Morgen gemeinsam mit Vanessa frühstückte, konnte diese zum Mittagessen schon wieder einen Bären verschlingen. Vanessa hakte sich bei Dasha unter und zog sie in die Mensa.

»Na, was gibt es denn heute Leckeres?«, fragte sie mehr sich selbst als Dasha und studierte die Speisekarte. »Mensaburger.«

»Bloß nicht«, sagte Dasha sofort und verzog das Gesicht. »So lebensmüde ist man nur im ersten Semester.«

»Stimmt. Dann gibt es noch Risotto und Schweinelendchen in Käsesauce.«

»Risotto?«, fragte Dasha, und Vanessa nickte.

»Ja, vermutlich ist das das einzig Essbare heute. Na ja, besser als nichts.«

Die beiden nahmen sich ein Tablett und stellten sich in der Schlange an.

»Wie war deine Theaterübung?«, fragte Vanessa.

»Es ging so. Wir haben schon wieder nur an der Atemtechnik gearbeitet. Ich finde das so langweilig. Meiner Meinung nach ist Stimmbildung mindestens genauso wichtig, aber die Dozentin ist total begeistert von ihren Übungen.«

»Ätzend«, pflichtete Vanessa ihr bei. Dann bestellte sie an der Theke zwei Portionen Risotto. »Wo sollen wir hin?«, fragte sie, als sie bezahlt hatten und mit ihren Tabletts durch die Mensa gingen.

»Hier ist es doch ganz nett«, sagte Dasha und deutete auf einen Platz am Fenster. Die beiden Freundinnen setzten sich und probierten vorsichtig das Mittagessen.

»Immerhin ist es warm«, stellte Dasha überrascht fest. »Und sogar halbwegs genießbar.«

»Ja, ich wundere mich auch. Vielleicht haben sie einen neuen Koch eingestellt.«

»Glaube ich nicht«, meinte Dasha. »Vermutlich haben wir heute einfach nur Glück.«

»Apropos Glück, was ist aus dem Bewerbungsgespräch beim Bäcker geworden?«, erkundigte sich Vanessa.

»Tja, da hatte ich wohl Pech.« Dasha zuckte mit den Schultern. »Heute kam die Absage.«

»Ach, Mensch, das tut mir leid für dich. Aber meine Mama hat mir erzählt, dass in dem Schuhgeschäft am Rathausbrunnen eine Verkäuferin auf Teilzeitbasis gesucht wird. Soweit ich weiß, ist da heute ein offenes Vorstellungsgespräch. Schau doch da mal vorbei.«

»Ja, das könnte ich machen. Ich wollte heute sowieso in die Stadt. Danke für den Tipp.«

Dasha sah kurz auf. Ihr Blick glitt an ihrer Freundin vorbei, als ein Student ein paar Tische weiter hinten Platz nahm. Er schlug ein Buch auf und blätterte einige Seiten um, dann vertiefte er sich in seine Lektüre. Dasha ließ die Gabel sinken. Sie konnte ihren Blick nicht von ihm abwenden, war wie gebannt.

»Was ist denn los?«, fragte Vanessa überrascht und drehte sich vorsichtig um.

»Da ist er wieder«, hauchte Dasha.

Vanessa verdrehte die Augen. Der junge Mann war ihrer Freundin schon ein paar Mal auf dem Uni-Campus aufgefallen, und jedes Mal schien Dasha wie verzaubert, wenn sie ihn sah.

»Du kennst nicht mal seinen Namen«, sagte Vanessa und schob sich den letzten Rest Risotto auf die Gabel.

»Ja und?«, verteidigte sich Dasha.

»Frag ihn doch mal danach«, schlug Vanessa vor. »Oder finde heraus, was er studiert. Dann kannst du dich in eins seiner Seminare setzen und ihn mal für anderthalb Stunden anhimmeln.«

»Du bist doof«, sagte Dasha mit gespielt gekränkter Stimme.

»Nein, ich meine das ernst«, entgegnete Vanessa. »Jedes Mal, wenn du ihn siehst, bist du in einer völlig anderen Welt.«

Dasha streckte ihrer Freundin die Zunge heraus, aber Vanessa musste lachen.

»Okay, okay. Ich bin schon still.« Sie sah auf die Uhr. »Ach, herrje. Ich muss los. Mein Hörfunkseminar fängt gleich an. Also, dir viel Glück beim Vorstellungsgespräch, und überleg es dir, Dasha. Seinen Namen zu kennen ist gar kein so schlechter Anfang.«

Vanessa nahm ihr Tablett und brachte es zur Geschirrrückgabe. Sie winkte Dasha noch einmal kurz zu, dann lief sie raschen Schrittes aus der Mensa.

Dasha sah wieder zu dem jungen Mann. Er saß vornübergebeugt und hatte die Augen auf sein Buch gerichtet. Die blonden Haarsträhnen fielen ihm in die Stirn und verdeckten seine Augen ein wenig. Erst nach einiger Zeit blätterte er eine Seite um. Trotz des Geschehens um ihn herum schaute er nicht auf. Wie sollte er da nur auf sie aufmerksam werden? Sie konnte doch nicht einfach so zu seinem Tisch gehen und Hallo sagen …

Da hob er auf einmal den Kopf. Ihre Blicke trafen sich, und auf seinem Gesicht breitete sich ein freundliches Lächeln aus. Dasha erschrak. Rasch schaute sie weg und musterte ihre Papierserviette. Hatte er etwa tatsächlich zu ihr herübergesehen? Oder war ihm eine Bekannte ein paar Reihen hinter ihr aufgefallen, und sie selbst hatte sich seinen Blick nur eingebildet? Wie peinlich …

Nervös strich sie sich eine ihrer kastanienbraunen Locken hinters Ohr. Erst nach einiger Zeit wagte sie es, sich vorsichtig umzudrehen, doch hinter ihr saß niemand. Galt sein Lächeln vielleicht doch ihr? Dashas Herz setzte für einen Schlag aus, doch dann verbot sie sich sofort, so etwas zu denken. Als sie ihren Blick wieder in seine Richtung hob, breitete sich eine graue Decke der Enttäuschung in ihrer Brust aus.

Er war verschwunden.

Das ist ja mal wieder typisch, schimpfte sich Dasha in Gedanken. Schon wieder hatte sie ihre Chance verpasst. Seufzend stand sie auf und brachte ihr Tablett weg. Als sie ging, sah sie noch einmal auf seinen leeren Platz, doch nichts zeugte davon, dass er noch vor ungefähr fünf Minuten dort gesessen hatte.

Geknickt lief Dasha zu ihrem Fahrrad. Sie schloss die Kette auf, legte ihre Tasche in das Gepäckkörbchen und setzte sich den Helm auf. Dann drehte sie sich noch einmal um, in der Hoffnung, ihn noch einmal wiederzusehen. Doch auf dem Uni-Campus herrschte nur das übliche Treiben. Sie schalt sich selbst töricht, stieg aufs Rad und machte sich auf den Weg in die Stadt.

Als Dasha von Weitem sah, wie eine Ampel auf Grün sprang, trat sie in die Pedale. Sie wollte es noch in dieser Ampelphase über die Kreuzung schaffen. Doch da hörte sie auf einmal Reifenquietschen, gefolgt von Hupen und einem lauten metallischen Scheppern. Sie spürte, wie ihr Rad einige Meter auf die Kreuzung geschoben wurde, dann verlor sie das Gleichgewicht und stürzte. Kurz darauf war ein ohrenbetäubender Krach zu hören.

»Bist du wahnsinnig?«, rief da eine aufgebrachte Männerstimme. »Ich hatte Grün!«

»Oh, mein Gott. Ist Ihnen etwas passiert?«, fragte eine Frau aufgeregt und beugte sich zu Dasha. »Alles in Ordnung?«

»Ich rufe einen Notarzt«, rief eine andere Frauenstimme da.

»Nein, nein …« Dasha griff sich an den Kopf. »Ich bin nicht verletzt. Alles okay.«

Sie versuchte, sich aufzurichten, und wurde sofort von der Frau gestützt, die sich gleich über sie gebeugt hatte.

»Sie kann laufen!«, rief sie der anderen zu. »Was ist mit dem Fahrer?«

»Mir geht’s gut«, sagte der Mann. »Aber der Wagen ist hin.«

Er deutete bekümmert auf das Auto, das gegen eine Ampel gefahren war und ordentlich aus der Motorhaube rauchte. Kurz darauf war eine laute Sirene zu hören, und Blaulicht zuckte über die Menschentraube hinweg, die sich auf der Kreuzung versammelt hatte.

»Lassen Sie mich durch, ich bin Notärztin«, erklang da eine weitere Frauenstimme.

Dasha setzte sich mithilfe der Fremden auf den nahen Randstein.

»Jupp, Ewald, Sie kümmern sich um den Autofahrer«, rief die Notärztin ihren beiden Rettungshelfern zu, dann kniete sie sich zu Dasha.

»Hallo, ich heiße Andrea Bergen«, sagte sie. »Können Sie mich verstehen?«

Dasha nickte.

»Gut.« Die Notärztin schien ein wenig erleichtert. »Können Sie mir sagen, wie Sie heißen?«

»Dasha König«, sagte Dasha und sah die blonde Notärztin überrascht an. »Es geht mir gut.«

»Haben Sie Schmerzen, Frau König?«

Dasha schüttelte den Kopf.

»Was ist mit dem Autofahrer? Ist er verletzt?«

»Meine Kollegen kümmern sich gerade um ihn.«

Ein Polizist trat zu der kleinen Gruppe.

»Ich bräuchte noch die Aussagen der beiden Frauen«, ließ er die Notärztin wissen.

»In Ordnung. Ich untersuche Frau König eben und werde Sie dann zu Ihnen schicken, wenn ich nichts feststellen kann.«

»Ich kann solange mitkommen«, bot sich die andere Frau an, die sich gleich nach dem Unfall um Dasha gekümmert hatte.

Andrea Bergen hatte in der Zwischenzeit eine Stablampe aus ihrer Jackentasche gezogen und leuchtete Dasha damit in die Pupillen. Dasha kniff die Augen zusammen und drehte den Kopf leicht weg.

»Gut, die Pupillenreaktion ist normal«, sagte sie lächelnd. »Verzeihen Sie, wenn es geblendet hat. Können Sie Ihren Helm abnehmen?«

Dasha zog ihren Radhelm ab. Ihr Kopf war unverletzt.

»Was ist denn genau passiert?«, erkundigte sich die Notärztin, während sie einen Bodycheck durchführte.

»Ich hatte Grün und bin mit meinem Fahrrad über die Kreuzung gefahren. Der Mann muss mich wohl übersehen haben und hat mich in die Kreuzung geschoben.«

»Frau König, ich kann bei Ihnen nichts außer einer Schürfwunde am Knie feststellen«, sagte Andrea Bergen schließlich. »Bitte gehen Sie heute trotzdem noch in eine Klinik und lassen Sie sich untersuchen. Es kommt häufig vor, dass Unfallbeteiligte unter Schock stehen und erst einige Tage später Symptome auftreten.«

Dasha nickte.

»Dr. Bergen?« Es war einer der Kollegen, der die Notärztin rief. »Sehen Sie sich bitte den Arm des Autofahrers einmal genauer an?«

»Ja, ich komme.« Andrea Bergen lächelte Dasha aufbauend zu. »Herr Diederichs wird sich in der Zwischenzeit um Ihr Knie kümmern«, sagte sie.

Dasha sah der Notärztin hinterher, dann kniete sich auch schon ein freundlich aussehender Mann mittleren Alters zu ihr.

»Hallo, ich bin Jupp«, sagte er. »Ich werde jetzt Ihr Knie verbinden. Bitte sagen Sie mir, sobald Sie Schmerzen haben.«

»Okay«, sagte Dasha.

Sie sah Jupp Diederichs kurz dabei zu, wie er fachmännisch die Wunde säuberte und einen Verband anlegte, dann sah sie zu der Notärztin, die sich gerade um den Fahrer kümmerte. Sie half ihm dabei, seinen Arm durch eine Schlinge zu stecken, die um seinen Hals festgebunden war.

»Wann war Ihre letzte Tetanusimpfung?«, erkundigte sich Jupp.

»Keine Ahnung«, sagte Dasha ratlos.

Sie sah wieder zu dem Sanitäter, der neben ihr kniete und eine Spritze aufzog.

»Dann werde ich Ihnen jetzt eine neue Impfung injizieren.«

Dasha nickte. Als sie den kleinen Einstich in ihrem Oberarm spürte, drehte sie den Kopf zur Seite. Sie sah das verbeulte Auto, das frontal auf die Ampel aufgefahren war. Es erinnerte sie ein bisschen an eine Ziehharmonika, jedoch rauchte und dampfte es ordentlich, und der Airbag hing schlaff vor dem Lenkrad.

»So fertig«, sagte Jupp und half Dasha dabei, ihren Ärmel wieder nach unten zu krempeln.

»Was ist mit dem Fahrer?«, fragte Dasha wieder.

»Es geht ihm den Umständen entsprechend gut, aber wir werden ihn mit ins Krankenhaus nehmen. Hat Ihnen Dr. Bergen schon gesagt, dass auch Sie sich noch in einem Krankenhaus vorstellen sollen?«

»Ja«, sagte Dasha und stand auf. Jupp half ihr dabei. »Vielen Dank.«

Der Rettungswagenfahrer und Sanitäter Diederichs ging zu der Notärztin und seinem Kollegen zurück. Dasha lief auf die Kreuzung zu ihrem Fahrrad. Scherben knirschten unter ihren Füßen, und ihr Rad lag völlig verbeult auf der Kreuzung.

»Sie hatten Glück«, sagte der Polizist, als er neben Dasha trat und ebenfalls auf das Rad sah. »Der Fahrer hat Sie nicht gesehen.«

Dasha nickte.

»Fühlen Sie sich dazu in der Lage, mir den Unfall aus Ihrer Sicht zu schildern?«

»Ja«, sagte Dasha seufzend.

Für das Vorstellungsgespräch war es jetzt ohnehin zu spät. Dasha sah zu, wie Andrea Bergen den Mann zusammen mit ihrem Team in den Notarztwagen verlud, dann fuhr das Einsatzfahrzeug davon.

***

»Ach, hallo«, sagte Andrea Bergen überrascht, als sie Dasha im Wartezimmer der Notaufnahme sitzen sah. »Was für ein Zufall! Ich wusste nicht, dass Sie sich hier untersuchen lassen. Wie geht es Ihnen?«

»Hallo, Frau Dr. Bergen. Danke mir geht es gut.«

»Wurden Sie schon untersucht?«, erkundigte sich die Notärztin.

»Ja. Ich warte gerade auf die Entlassungspapiere, die die Schwester fertigmacht. Wie Sie schon gesagt hatten, ist es nur die Schürfwunde am Knie.«

»Das beruhigt mich sehr. Es war gut, dass Sie einen Helm getragen hatten. Wer weiß, wie sonst Ihre Verletzungen ausgesehen hätten! Aber denken Sie daran, dass Sie sich unbedingt untersuchen lassen, wenn doch irgendwelche ungewohnten Symptome wie beispielsweise Übelkeit, Schwindelgefühl oder Kopfschmerzen bei Ihnen auftreten.«

Dasha nickte lächelnd. »Das werde ich, vielen Dank. Ich weiß, Sie dürfen mir über Patienten keine Auskunft geben, aber können Sie mir vielleicht trotzdem sagen, wie es dem Fahrer geht?«

»Er ist nur leicht verletzt«, ließ Andrea Bergen Dasha wissen. »Er hat sich auch noch einmal nach Ihnen erkundet. Es tut ihm sehr leid, dass er Sie nicht gesehen hat.«

»Es ist ja zum Glück glimpflich ausgegangen. Schade nur, dass ich jetzt das Vorstellungsgespräch verpasst habe.«

»Oh, Sie hatten ein Vorstellungsgespräch?«, erkundigte sich Andrea Bergen.

»Nein, nein, es war kein fester Termin. Ein Schuhgeschäft hat nach einer Aushilfe gesucht und hatte heute ein offenes Vorstellungsgespräch, bei dem man einfach vorbeikommen konnte. Schade, dass ich das verpasst habe. Das wäre ein guter Job neben meinem Studium gewesen.«

Andrea Bergen sah sie mitfühlend an, doch dann fiel ihr etwas ein.

»Wenn ich mich recht erinnere, ist bei unserem Geschenkartikelgeschäft eine Teilzeitstelle frei geworden.«

»So ein Zufall«, sagte Dasha überrascht. »Dann wäre der Unfall ja tatsächlich für etwas gut gewesen. Meinen Sie, dass ich gleich vorbeischauen kann?«

»Natürlich, warum denn nicht?«

»Ich hab doch gar keine Bewerbungsunterlagen dabei.«

»Ach, das macht nichts. So eine sympathische junge Frau wie Sie kann die bei Bedarf bestimmt nachreichen. Frau Fuchs hat da bestimmt Verständnis dafür. Richten Sie ihr einfach einen lieben Gruß von mir aus.«

»Das werde ich. Vielen Dank, Frau Dr. Bergen.« Dasha schüttelte der Notärztin glücklich die Hand.

»Keine Ursache«, sagte Andrea Bergen und sah der jungen Frau nach.

Hoffentlich bekommt sie die Stelle!, dachte die Notärztin, als sie sich auf den Weg zurück in den Bereitschaftsraum machte. Sie fand es zu schade, wenn der Unfall der jungen Frau jetzt der Grund wäre, warum sie keinen Nebenjob bekommen sollte …

Etwa zur selben Zeit erreichte Dasha die große Haupthalle des Elisabeth-Krankenhauses. In der Mitte der Halle war eine Pförtnerloge, an die sich ein großer Wartebereich anschloss. Daneben lag die Patientencafeteria, die jetzt, am späten Nachmittag, noch einige Besucher hatte.

Hinter der Pförtnerloge erreichte man auf der einen Seite die allgemeinen Fahrstühle, auf der anderen Seite waren die Verwaltungsbüros und die Krankenhauskapelle ausgeschildert. Das kleine Blumen- und Geschenkegeschäft lag zwischen einem Kiosk und der Krankenhausapotheke.

Dasha warf noch einmal einen prüfenden Blick in eine Glasscheibe der Cafeteria, ehe sie sich mit leichtem Humpeln auf dem Weg zu dem Geschenkegeschäft machte.

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