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Notärztin Andrea Bergen - Folge 1258

Aus den Aufzeichnungen der Notärztin

Der kleine Marlon darf nicht sterben! Nicht gerade jetzt, wo wir einer Rettung so nahe sind! Baby Marlon leidet an einer lebensgefährlichen aplastischen Anämie, und nur eine Knochenmarktransplantation könnte ihn retten! Marlons ältere Schwester Mariella käme als Spenderin infrage und würde nichts lieber tun, als ihrem Brüderchen zu helfen – er ist doch ihr Ein und Alles, ihr ganzer Stolz! Aber Mariellas Vater verweigert sein Einverständnis zu diesem Eingriff – und hat damit Marlons Todesurteil gefällt!

Ich kann das einfach nicht hinnehmen, Marlon ist doch noch so klein! Und ich habe dem Jungen bei seiner Einlieferung ins Elisabeth-Krankenhaus das stumme Versprechen gegeben, dass ich für ihn kämpfen werde – bis zum letzten Atemzug …

Aus den Aufzeichnungen der Notärztin

Natascha Hain hievte vorsichtig die Babyschale aus dem Wagen. Marlon war endlich eingeschlafen, und sie wollte ihn nicht wecken. Er hatte letzte Nacht viel geweint, und deshalb hatte auch sie kein Auge zugetan. Marlon war ein halbes Jahr alt, vielleicht zahnte er und war deshalb so unleidlich.

Ein Cappuccino bei Marco im Laden würde ihr guttun. Natascha freute sich auf ihn, er war am Wochenende in London auf einer Möbelmesse gewesen und erst heute Vormittag zurückgekehrt.

Sie trat in das Einrichtungsgeschäft. Wie so oft war kein Kunde im Laden. Auch Marco war nicht zu sehen. Seit vier Jahren verkaufte ihr Lebenspartner Marco Kießling erlesene Accessoires für den gehobenen Wohnbedarf. Oder versuchte es zumindest, denn leider waren nur wenige Kunden an seiner ausgefallenen und teuren Deko interessiert.

Natascha stellte die Babyschale hinter dem Verkaufstresen ab und ging nach hinten ins Lager. Der Raum war dunkel. Plötzlich hörte Natascha ein Geräusch. Es kam aus dem Büro. Die Tür war nur angelehnt. Deutlich war heftiges Atmen zu hören, dem ein Stöhnen folgte.

Natascha erstarrte. Sie dachte kurz an Einbrecher. Wieder stöhnte jemand. Es kam von einer Frau. Nataschas Herz pochte, ihre Knie zitterten plötzlich. Sie nahm all ihren Mut zusammen, schlich zum Büro und blickte durch den Türspalt.

Ihr stockte der Atem.

Vor ihr stand ein Paar, eng umschlungen. Eine Frauenhand steckte in der Hose des Mannes, er knetete die Brüste unter ihrer Bluse. Ihre Köpfe bewegten sich heftig, sie schienen sich beim Küssen förmlich verschlingen zu wollen.

Natascha registrierte, dass es Marco war, der Trixi, seine Aushilfe, küsste. Die Frau, die stundenweise im Laden aushalf, die auf die Kinder aufpasste, während Natascha im Laden arbeitete, und die mit ihm zu den Möbelmessen flog.

Es war, als beobachtete Natascha eine Fernsehszene. Erst als Marco laut stöhnte, explodierte die Erkenntnis in Nataschas Kopf.

Im gleichen Augenblick gaben ihre Knie nach. Sie musste sich am Türrahmen festhalten. Natascha beobachtete, wie Marco Trixis Hand aus seiner Hose zerrte und die Tür aufstieß.

»Natascha«, stammelte er, sichtlich entsetzt. »Was machst du denn hier?«

Sie brachte kein Wort heraus. Tränen schossen ihr in die Augen. Trixi schob hastig ihren Rock herunter und zog ihre dünne, weiße Bluse glatt. Ohne ein Wort schob sie sich an Natascha vorbei, den Blick auf den Boden geheftet. Ihre spitzen Absätze klackerten über den Marmorboden, als sie zur Tür ging.

Verlegen biss Marco sich auf die Lippen und starrte vor sich hin.

Natascha holte Luft. »Hast du mir nichts zu sagen?« Ihre Stimme war brüchig.

Aufgebracht ging Marco zum Schreibtisch, ein teures Designermodell mit Lackkratzern, und schob ein paar Prospekte ineinander.

»Was willst du hören?«, sagte er aufgebracht. »Dass ich mit Trixi ein Verhältnis habe? Du glaubst mir ja doch nicht, dass es nur Spaß war. Sie ist nicht wichtig. Genauso wenig wie die anderen Frauen.« Er stemmte die Hände in die Seiten. »Du bist mir wichtig, aber mit dir kann ich keinen Spaß haben. Du bist entweder müde, krank oder hast keine Zeit. Hast du dir eigentlich mal Gedanken darüber gemacht, wie es mir damit geht, wenn du mich immer abweist?«

Natascha konnte seinen Worten kaum folgen.

»Was willst du damit sagen?«, fragte sie verwirrt. »Dass ich schuld bin, wenn du eine andere Frau küsst?«

Er wich ihrem Blick aus. »Wenn zwischen uns alles in Ordnung wäre, würde so etwas nicht passieren. Das ist doch logisch.«

»Marco, du hast mir versprochen, dass so etwas nie wieder vorkommt«, sagte sie mühsam beherrscht zu ihm. »Nur deshalb habe ich mich wieder auf dich eingelassen. Jetzt hast du erneut ein Verhältnis mit einer Aushilfe. Damals habe ich dir gesagt, dass ich Schluss mache, wenn das noch einmal vorkommt.«

»Das meinst du doch nicht ernst.« Er grinste schief.

»Wie soll ich dir denn noch vertrauen?« Ihre Stimme überschlug sich fast. »Du betrügst mich doch immer wieder!«

Marco ging auf sie zu und wollte sie in den Arm nehmen. Natascha wich zurück.

»Fass mich nicht an!«, schluchzte sie. »Das ertrag ich nicht.«

Marco zog sich zurück. »Ist vielleicht auch besser so.« Er klang wie ein bockiges Kind. »Zwischen uns hat’s sowieso nicht mehr gestimmt.«

»Ist das alles, was du dazu zu sagen hast?« Natascha flüsterte fast. Sie spürte, wie sie resignierte.

Schweigend starrte Marco sie an.

Traurig schüttelte Natascha den Kopf. Sie wusste plötzlich, dass es keinen Sinn mehr hatte, mit Marco zu reden. Er würde sich nie ändern. Schweigend ging sie in den Laden, nahm die Babyschale mit dem schlafenden Marlon und ging.

***

»Geht’s dir besser?« Besorgt sah Claudia Brandt ihre Freundin an.

Natascha nickte. Sie war nach dem schrecklichen Erlebnis sofort zu ihrer Freundin gefahren und hatte sich bei ihr ausgeweint.

»Danke, dass du Mariella aus dem Kindergarten geholt hast«, sagte Natascha.

»Das hab ich gern gemacht. Außerdem hättest du mit deinem verheulten Gesicht dort schlecht auftauchen können.« Claudia schenkte ihrer Freundin noch eine Tasse Tee ein und lehnte sich dann wieder an die Küchenplatte.

Natascha saß am Küchentisch. Sie lächelte müde.

»Ich hätte die Beziehung nicht wieder anfangen sollen«, sagte sie leise. »Aber er hat mir damals Stein und Bein geschworen, dass er mich nie mehr betrügen wird.«

»Dafür hast du jetzt noch ein Kind und trotzdem einen untreuen Mann«, sagte Claudia grimmig.

»Jeder macht mal Fehler«, wandte Natascha ein. »Man muss auch verzeihen können. Außerdem liebe ich Marlon über alles.«

»Nur dass du Marco schon so oft verziehen hast«, sagte Claudia aufgebracht. »Er ist ein Hallodri und konnte noch nie treu sein.«

»Bis Mariella geboren wurde, war er mir aber treu.«

Claudia zog die Augenbrauen hoch. »Und das glaubst du ihm?«

»Aber er ist ein guter Vater.«

»Wenn er denn mal zu Hause ist«, konterte Claudia. Sie stemmte die Hände in die Hüften. »Natascha, hör auf, dir etwas vorzumachen! Marco wird dich immer wieder betrügen. Außerdem kümmert er sich nur um die Kinder, wenn du ihn dazu zwingst. Er ist kein Familienmensch!«

Natascha schloss kurz die Augen.

»Du hast ja recht«, sagte sie dann leise.

»Marco hat sich nur noch über dich lustig gemacht«, regte sich Claudia auf. »Einrichtungsberaterin!« Sie sagte es in einem abfälligen Ton. »Genauso hat er es gesagt. Du hast es nur nie wahrhaben wollen.«

»Das waren doch keine richtigen Jobs«, wiegelte Natacha ab.

»Nur weil Marco dir erzählt, dass du Luxuswohnungen einrichten sollst, musst du doch nicht deine Erfolge madig machen! Bis jetzt waren alle begeistert von deinen Ideen.«

»Ich helfe Freunden ja gern, ihre Wohnungen einzurichten, aber das kann ich mir jetzt nicht mehr leisten. Meinen Job bin ich nämlich auch los, wenn ich mich von Marco trenne.«

»Schon vergessen?« Claudia blickte ihre Freundin an. »Dein Gehalt hat er mit dem Haushaltsgeld verrechnet. Das war so wenig, dass du jeden Cent dreimal umdrehen musstest.«

Natascha seufzte. »Du hast ja recht. Ich höre jetzt auf, mir diesen Mann schönzureden. Dann fällt mir die Trennung auch nicht so schwer.«

Claudia dachte nach.

»Du könntest meinen Putzjob haben«, sagte sie dann. »Mein Onlineshop läuft jetzt so gut, dass ich eigentlich keine Zeit mehr für einen Nebenjob habe.«

Irritiert sah Natascha sie an. »Ich soll putzen gehen?«

»Warum nicht? Das ist ein ehrbarer Job. Viele Frauen machen das, sogar Studentinnen.«

»Bevor ich putzen gehe, suche ich mir lieber einen anderen Job«, sagte Natascha trotzig.

»Und was für einen? Mariella geht bis mittags in den Kindergarten, Marlon ist erst ein halbes Jahr alt. Du hast keine Kinderfrau mehr, weil die ein Verhältnis mit deinem Mann hat.« Claudia verschränkte die Arme. »Marco wird dir nur das Nötigste zahlen, ihr wart nicht verheiratet, also bekommst du keinen Unterhalt, sondern nur die Kinder. Wenn du nicht von Sozialhilfe leben willst, wirst du arbeiten müssen, meine Liebe.«

»Meine Güte, dass du immer so schrecklich nüchtern sein musst!« Natascha seufzte wieder.

»Das würde dir ab und zu auch mal ganz guttun.« Claudia kniete sich vor ihre Freundin und nahm ihre Hände. »Der Job ist nicht schlecht, es ist leicht verdientes Geld. Die Wohnung gehört einem Finanzmakler, der kaum zu Hause ist. Außerdem kannst du Marlon mitnehmen.« Sie grinste. »Ich hab manchmal nur auf der Couch gelegen und ferngesehen. Es gibt wirklich kaum etwas zu tun.«

»Das ist doch unehrlich«, wandte Natascha ein.

Claudia verdrehte die Augen. »Warum musst du immer so schrecklich moralisch sein?«, ahmte sie ihre Freundin nach, und beide mussten lachen.

»Du kannst dann nebenher dein Geschäft aufbauen und dir Aufträge als Einrichtungsberaterin suchen. Mit meinem Onlineshop habe ich es genauso gemacht. Jetzt wollen immer mehr Menschen meinen Emailleschmuck haben.« Claudia fasste an die Kette mit dem orangeroten Emailleanhänger.

Natascha wollte etwas erwidern, dann sah sie, dass Mariella in der Tür stand.

»Mein Mäuschen«, rief sie und streckte die Arme aus, »du bist ja schon wach.«

»Ich hab fertig geschlafen«, verkündete Mariella und kletterte auf den Schoß ihrer Mutter. In ihrem Arm hielt sie ihre Puppe. Natascha drückte die Kleine an sich und gab ihrer Tochter einen Kuss auf die Wange. Sie strich ihr die blonden Locken aus dem Gesicht. Natascha musste lächeln, als sie Mariella ansah. Die Kleine sah ihr sehr ähnlich, selbst die braunen Augen, eine eher ungewöhnliche Kombination zu dem blonden Haar, hatte sie geerbt.

»Marlon schläft noch. Ich hab ihm aber einen Kuss gegeben.« Mariella lächelte zufrieden.

»Das hast du gut gemacht«, lobte Natascha sie.

Die Kleine drehte sich zu ihrer Mutter.

»Mami, warum hast du vorhin geweint? Hast du dich wieder mit Papi gestritten?«

Natascha wechselte einen schnellen Blick mit Claudia, die immer noch an der Küchenplatte stand. Dann erklärte sie ihrer Tochter behutsam, dass sie sich von ihrem Papi trennen würde. Mariella war zwar erst vier Jahre alt, aber in vielen Dingen war sie weiter als Gleichaltrige. Sie hörte Natascha aufmerksam zu.

»Dein Papi hat dich trotzdem sehr lieb, und du wirst ihn immer sehen können«, schloss Natascha.

»Das stimmt nicht!«, protestierte die Kleine. »Papi ist nie da.« Sie schmiegte sich an ihre Mutter. »Aber ich hab ja dich.«

Mit Tränen in den Augen lächelte Natascha ihre Tochter an.

***

Natascha schloss die Wohnungstür auf.

»Zieh bitte deine Schuhe aus!«, rief sie Mariella hinterher, die schon in die Wohnung gerannt war. Sie nahm die Einkaufstasche und die Babyschale. Marlon sah sie mit großen Augen an, als sie ihn im Flur abstellte.

»Mami!«

Natascha fuhr zusammen und eilte zu Mariella ins Wohnzimmer. Wie angewurzelt blieb sie stehen.

»Unsere Sachen sind weg!«, rief Mariella aufgeregt. »Das Sofa! Und der Teppich! Und das große Bild! Alles weg!«

Natascha hatte das Gefühl, der Boden unter ihren Füßen schwankte. Mit zitternden Knien ging sie zum Esstisch und setzte sich auf einen Stuhl. Wenigstens den hatte Marco ihr gelassen. Er hatte die Wohnung ausgeräumt, ohne ihr vorher Bescheid zu sagen. Marco wusste, dass sie Dienstagvormittag nicht zu Hause war, weil sie mit Marlon zur Krabbelgruppe ging. Das hatte er ausgenutzt.

Seit einer Woche versuchte sie, mit ihm zu reden, seinen Auszug und den Unterhalt zu klären. Sie hatte kaum noch Geld. Doch entweder war Marco unterwegs, oder er hatte keine Zeit oder keinen Handyempfang. Er fand jedes Mal eine neue Ausrede. Dass er heimlich seinen Auszug organisiert hatte, machte sie fassungslos.

»Mami, mein CD-Player ist weg!«

Weinend stand Mariella vor ihr. Natascha erhob sich mühsam und folgte ihr ins Kinderzimmer. Die Musikanlage mit CD-Player und Radio, ein teures Designobjekt, war Mariellas Stolz gewesen. Sie konnte ihn sogar selber bedienen. Marco hatte ihn ihr überlassen, weil er einen Kratzer hatte und er ihn nicht mehr verkaufen konnte.

Natascha fühlte in diesem Augenblick eine tiefe Wut in sich aufsteigen. Dass er ohne Rücksprache mit ihr die Wohnung ausräumte, war rücksichtslos, aber dass er noch die Sachen der Kinder mitnahm, empfand sie als bodenlos. Einer plötzlichen Eingebung folgend, ging sie ins Schlafzimmer.

Er hatte sogar das Bett mitgenommen. Die Bettdecken und Kissen lagen in einer Ecke. Nur ein paar Wollmäuse kündeten davon, dass in der Mitte einmal ein großes Polsterbett gestanden hatte. Marco hatte es vor Jahren günstig auf einer Messe erstanden. Als sie kurz vor Mariellas Geburt zusammengezogen waren, hatte er es mitgebracht.

Natascha spürte, wie sich Mariellas Hand in ihre schob.

»Wir können doch ein neues Bett kaufen, Mami. Oder du malst eins an. Das kannst du doch.«

Natascha schluckte ihre Tränen hinunter.

»Das machen wir auch«, sagte sie mit erzwungener Zuversicht zu ihrer Tochter. »Das Bett war sowieso viel zu groß für das Zimmer.«

Sie zuckte zusammen, als Marlon kläglich weinte. Herrje! Die Babyschale stand immer noch im Flur. Mit Mariella ging sie zu ihm, nahm ihn auf den Arm und tröstete ihn. Er lachte sie an, und beim Anblick seiner süßen Pausbäckchen vergaß sie für einen Augenblick ihren Schmerz. Dem Kleinen war es egal, ob Möbel in der Wohnung waren oder nicht. Hauptsache, seine Mutter war da.

»Darf ich mit Marlon spielen?«, fragte Mariella, und Natascha legte ihn im Kinderzimmer auf die Krabbeldecke.

Sie ging ins Wohnzimmer und versuchte, Marco zu erreichen. Wie zu erwarten, ging er nicht an sein Handy. Er zog mal wieder den Kopf ein. Im Laden meldete sich Trixi, die Aushilfe. Natascha sah sie mit hochgeschobenem Rock vor sich und legte kommentarlos auf. Die Geliebte ihres Exfreundes zu fragen, wo der sei, diese Peinlichkeit wollte sie sich dann doch nicht antun.

Natascha ließ sich auf den Stuhl sinken. Nie hätte sie gedacht, dass Marco so schnell ausziehen würde. Vielleicht war es aber auch gut so, dann hatte sie wenigstens Klarheit.

Sie stand auf und packte die Einkaufstasche aus. Das Brot hatte sie in ihre große Handtasche gepackt, weil die Tasche voll gewesen war. Als sie es herausnahm, entdeckte sie auf dem Boden eine elegante weiße Visitenkarte. Es war die Karte von dem Finanzmakler, die Claudia ihr gegeben hatte. Natascha hatte sie achtlos in die Tasche geworfen und im Gefühlschaos der letzten Woche völlig vergessen.

Nachdenklich hielt Natascha die Karte in den Händen. Vielleicht war es ein Zeichen, dass sie ihr ausgerechnet jetzt in die Hände fiel. Wenn die Kinder schliefen, würde sie bei diesem Mann anrufen.

***

»Schönen Abend dann noch.«

Die Notärztin Andrea Bergen nickte ihren Kollegen aus dem Rettungsteam zu. Sie standen vor der Einfahrt für die Liegendpatienten. Ewald Miehlke, der Sanitäter, sah in den Himmel. Schwarze Gewitterwolken brauten sich zusammen.

»Hoffentlich hält das Wetter. Sonst werde ich auf meinem Fahrrad klatschnass.«

»Wenn du willst, nehme ich dich mit«, bot Jupp Diederichs an.

»Nee, lass mal«, antwortete Miehlke trocken. »Mit dir bin ich schon den ganzen Tag gefahren.«

»Ein Rettungswagen ist ja wohl was anderes als meine gemütliche Kutsche.« Er deutete auf einen alten Kombi, der vorn auf dem Personalparkplatz stand.

»Also, ich würde das Angebot annehmen«, meinte Andrea Bergen und sah skeptisch nach oben. »Das sieht verdächtig nach Regen aus.«

»Sie sehen schwarz, Frau Doktor, wiegelte Miehlke ab und schaute wieder nach oben. »Seit einer Woche sagt der Wetterdienst schon Gewitter an, und bis jetzt ist nichts passiert.«

»Na, dann wünsche ich Ihnen viel Glück auf Ihrer Heimfahrt.« Andrea schmunzelte. »Ich werde an Sie denken, wenn’s regnet.«

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