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Notärztin Andrea Bergen - Folge 1257

Aus den Aufzeichnungen der Notärztin

Was ist nur mit unserem jungen Assistenzarzt auf der Kinderstation los? So unkonzentriert und regelrecht traurig habe ich Michael Giolai noch nie gesehen! Dabei hatte der begabte und äußerst engagierte Kollege einen so grandiosen Start hier bei uns am Elisabeth-Krankenhaus! Nicht, dass Klinikleiter Prof. Hebestreit noch auf ihn aufmerksam wird und seinen Vertrag nicht verlängert! Der Arztberuf und seine Arbeit bei uns bedeuten Michael doch alles …

Gerade habe ich erfahren, dass Michael Giolai völlig verzweifelt ist, seit seine Verlobte, die schöne Anita, ihn kurz vor der Hochzeit verlassen hat und in ihre Heimat Österreich zurückgekehrt ist! Und mit ihr ist Michaels ganzes Glück gegangen – ja, ohne sie sieht er keinen Sinn mehr in seinem Leben …

Aus den Aufzeichnungen der Notärztin

Es war früh am Nachmittag, als Andrea Bergen, die hübsche dunkelblonde Notärztin des Elisabeth-Krankenhauses, das gut besuchte Personalrestaurant betrat. Die meisten ihrer Kollegen saßen in kleinen Gruppen zusammen und genossen das vorzügliche Essen von Karlheinz Tomaschek, dem Koch des Restaurants. Weil Andrea bereits mit ihrem Notfallteam zu Mittag gegessen hatte, wollte sie sich jetzt nur noch einen Kaffee genehmigen.

»Hallo, Frau Dr. Bergen«, grüßte Karlheinz Tomaschek die Notärztin. »Was darf es sein?«

»Heute nur eine Tasse Kaffee«, sagte Andrea Bergen freundlich.

»Möchten Sie ein Stück Kuchen dazu? Ich habe eben den Käsekuchen angeschnitten, und er ist ganz vorzüglich geworden.«

»Na gut«, sagte Andrea Bergen lachend. »Sie haben mich überredet.«

Während Karlheinz Tomaschek den Kaffee durch die Maschine laufen ließ und ein Stück Kuchen abschnitt, sah sich Andrea Bergen im Restaurant um. An einem Tisch entdeckte sie ihre Kollegin Dr. Doris Gellert, die Oberärztin der Pädiatrie. Sie saß alleine über einen Stapel Mappen gebeugt, in denen sie geschäftig blätterte. Eigentlich wollte Andrea sie nicht stören, aber als sich Doris Gellert gähnend streckte, entschied sie sich um.

»Geben Sie mir doch lieber zwei Tassen Kaffee und zwei Stücke Kuchen, Herr Tomaschek«, sagte sie an den Koch gewandt. »Meine Freundin kann ein wenig Ablenkung gebrauchen.«

»Wird gemacht«, sagte der stämmige Koch und schnitt gleich darauf ein zweites Stück Kuchen ab.

Er stellte die Teller auf ein Tablett, ließ einen weiteren Kaffee durch die Maschine laufen und kassierte in der Zwischenzeit. Dann stellte er auch die andere Tasse dazu, legte Milch und Zucker daneben und reichte der Notärztin das Tablett.

»Guten Appetit«, wünschte er noch, als sich Andrea Bergen bedankte und zu ihrer Freundin ging.

»Wenn du schon dein Büro ins Restaurant verlegst, solltest du wenigstens die Vorzüge hier nutzen«, sagte Andrea Bergen, als sie neben Doris stand.

»Oh, hallo, Andrea. Das ist ja eine Überraschung! Setz dich doch!«

Doris Gellert stapelte die Mappen neu aufeinander, um der Notärztin etwas Platz zu schaffen, damit diese das Tablett abstellen konnte.

»Für dich«, sagte Andrea Bergen und reichte ihr eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen.

»Das kann ich jetzt gut gebrauchen. Der Papierkram macht mich fertig.« Doris rührte sich etwas Zucker in ihren Kaffee. Dann nippte sie ein paar Mal an ihrer Tasse und seufzte genießerisch. »Mmh, tut das gut! Ich konnte mich kaum noch konzentrieren.«

»Woran arbeitest du denn? Schreibst du an deinem Forschungsbericht über fieberhafte Erkrankungen bei Kleinkindern?«

»Nein, der muss noch ein paar Tage warten. Meine Sekretärin hat mir diese Bewerbungsmappen mit den besten Grüßen unseres Chefarztes zukommen lassen. Prof. Hebestreit möchte, dass ich mir die Kandidaten, die sich für eine Weiterbildung zum Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin bei uns am Elisabeth-Krankenhaus beworben haben, ansehe und ihm meine Einschätzung mitteile.«

»Du darfst mitentscheiden?« Andrea Bergen sah überrascht von ihrem Kuchen auf.

»Ja. Prof. Hebestreit ist der Meinung, dass so ein besseres Arbeitsklima zwischen dem jungen Kollegen und mir entstehen kann.«

»Hast du denn schon einen Favoriten?«, fragte Andrea Bergen neugierig.

»Ich habe gerade eben die engere Auswahl auf zwei reduziert«, sagte die Kinderärztin und nahm die entsprechenden Mappen vom Stapel. »Der eine ist ein junger Arzt aus Österreich, der gerade die Approbation erlangt hat, und der andere ist ein Arzt, der sich gerne auf Kinderorthopädie spezialisieren würde.«

Andrea Bergen nahm die Mappen entgegen und las die Bewerbungen durch.

»Also, wenn ich entscheiden dürfte, würde ich den jungen Mann aus Österreich nehmen«, sagte sie schließlich. »Auf mich wirkt er sehr sympathisch.«

»Genau der Meinung bin ich auch«, sagte Doris Gellert. »Außerdem glaube ich, dass ich ihm mehr beibringen kann, als dem Mann, der sich auf Orthopädie spezialisieren will. Und er hat ein hervorragendes Zeugnis. Sieh dir nur mal seine Noten an!«

»Sein Bewerbungsfoto ist auch nicht zu verachten«, sagte Andrea Bergen zwinkernd. »Da kommst du bestimmt noch lieber zur Arbeit, bei so einem hübschen jungen Mann an deiner Seite.«

Doris Gellert lachte amüsiert. »Ich glaube, für den jungen Herrn bin ich gute zwanzig Jahre zu alt. Abgesehen davon bin ich glücklich verheiratet mit Hans. Apropos Ehemänner, wie geht es denn Werner? Ich habe ihn die ganze letzte Woche nicht bei uns auf der Kinderstation gesehen.«

»Sag bloß, du vermisst deinen Belegarzt! Werner hat doch letzte Woche eine Fortbildung besucht. Seit gestern Abend ist er wieder zu Hause.«

»Ach ja, ich erinnere mich. Dann ist er also ab Montag wieder da. Sag ihm doch bitte, dass es seinem kleinen Asthmapatienten wieder besser geht. Wir haben seine Medikation umgestellt und konnten ihn gestern entlassen.«

»Das richte ich ihm gerne aus. Er freut sich bestimmt, das zu hören.« Die Notärztin sah auf die Uhr. »Oh, so langsam muss ich wieder ins Bereitschaftszimmer, sonst machen sich meine beiden Jungs noch Sorgen.«

»In Ordnung. Dann wünsche ich dir noch einen ruhigen Dienst.«

»Danke gleichfalls«, sagte Andrea Bergen und stand auf. »Und lass mich unbedingt wissen, wie sich Prof. Hebestreit entscheidet. Jetzt bin ich nämlich auch neugierig, wer der neue angehende Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin wird.«

»Mache ich«, versprach Doris Gellert lachend. »Und danke für Kaffee und Kuchen.«

Die Oberärztin war ebenfalls gespannt, ob Prof. Hebestreit ihrem Ratschlag folgte. Wer würde wohl ihr neuer Assistenzarzt werden?

Sie schlug noch einmal die Bewerbungsmappe des jungen Arztes aus Österreich auf und las sein Anschreiben erneut. Ja, dieser junge Mann war eindeutig ihr Favorit. Er wirkte interessiert und engagiert, und seine Noten zeigten, dass er bereit war zu lernen. Doris Gellert beschloss, dass er der Richtige für diese Weiterbildung war.

***

»Herzlichen Glückwunsch zum Master in Mikrobiologie«, flüsterte Michael Giolai seiner Freundin ins Ohr.

»Und dir herzlichen Glückwunsch zur Approbation«, raunte Anita Bollmann zurück und nahm Michaels Approbationsurkunde von seinem Schoß. »Mit Wirkung vom heutigen Tage wird Michael Giolai die Approbation als Arzt erteilt«, las Anita stolz vor.

Sie wollte gerade noch etwas sagen, doch ihr Flüstern ging im Schlussapplaus unter. Der Professor der Universität hatte seine Rede beendet, und damit war auch die Zeugnisverleihung zu Ende. Es wurde unruhig im Audimax. Die ehemaligen Studenten standen auf und ließen sich von ihren Freunden und Familien zum erfolgreich absolvierten Studium beglückwünschen. Schon bald gab es kaum ein Durchkommen durch die Menge, denn überall standen die hübsch frisierten Absolventinnen in ihren schönen Abendkleidern und die glücklich lächelnden Absolventen in ihren Anzügen.

Eltern knipsten eifrig Fotos von ihren Schützlingen mit den Urkunden, und die ehemaligen Studenten reihten sich für Gruppenfotos mit ihren besten Freunden auf, um den letzten Tag ihres Studiums festzuhalten.

»Wollen wir zu deiner Familie gehen?«, schlug Michael vor, und Anita nickte.

Sie standen auf, und Anita strich ihr hellblaues Cocktailkleid glatt. Michael lächelte seine Freundin glücklich an. Sie sah bezaubernd aus. Das Blau ihres Kleides passte hervorragend zu ihren honigblonden Haaren.

Galant legte Michael ihr die Hand auf den Rücken und bahnte sich mit ihr gemeinsam einen Weg durch die Menge. Bei Anitas jüngerer Schwester Monika angekommen, wurden sie erst einmal ausgiebig beglückwünscht. Dann stießen sie mit einem Glas Sekt auf das erfolgreich abgeschlossene Studium an.

»Feiert ihr noch mit euren Freunden, oder habt ihr Lust, mit uns gemeinsam etwas essen zu gehen?«, fragte Monika, als sie ihre Gläser geleert hatten.

»Das geht leider nicht«, sagte Michael prompt, ehe Anita antworten konnte. Seine Freundin sah ihn überrascht an. »Wir haben schon etwas vor«, erklärte er deshalb.

»Was denn?«, fragte Anita neugierig, aber Michael zwinkerte nur geheimnisvoll.

»Na schön«, gab sich Monika geschlagen. »Dann habt ihr zwei Mal einen schönen Tag! Aber wir sehen uns heute Abend auf der Party, ja?«

»Ganz bestimmt«, sagte Anita und umarmte ihre Schwester zum Abschied.

»Ich werde sie pünktlich zurückbringen«, versprach Michael.

»Gut. Aber nicht zu früh!«, sagte Monika und hob gespielt drohend den Zeigefinger. »Ich muss nämlich noch eine ganze Menge Luftballons für die Deko aufblasen.«

»Um acht Uhr sind wir da, wie du es gesagt hast«, versicherte Michael und verabschiedete sich dann ebenfalls von Monika.

»Mensch, deiner Schwester liegt ja wirklich viel daran, deine Abschlussfeier vorzubereiten«, sagte Michael, als sie die Uni verließen und zum Parkplatz schlenderten.

»Das kannst du laut sagen. Sie liebt es, solche Dinge zu organisieren.« Anita hakte sich bei Michael unter. »Aber jetzt verrate mir mal, wohin du mich entführst.«

»Das bleibt ein Geheimnis«, entgegnete er mit einem charmanten Lächeln.

Als sie das Auto erreicht hatten, hielt er ihr galant die Wagentür auf.

»Na gut, dann lasse ich mich also überraschen«, sagte Anita und gab Michael einen Kuss, ehe sie einstiegen.

Michael lenkte das Auto vom Parkplatz der Universität auf die dicht befahrenen Straßen von Innsbruck. Es war ein herrlicher Julitag, der dazu einlud, die Scheiben herunterzulassen und die Nase in den warmen Sommerwind zu strecken. Einige Touristen flanierten durch die Stadt und ließen sich in der Sonne ihr Eis schmecken. Andere genossen die Kaffeehausatmosphäre auf den Vorplätzen der Cafés bei Sachertorte und Cappuccino.

Anita war überrascht, als Michael wenig später das Auto vor einem Lebensmittelladen parkte.

»Ich muss nur schnell etwas abholen«, erklärte er und stieg aus.

Kurz darauf kam er mit einem großen Weidenkorb zurück.

»Wir machen ein Picknick?«, fragte Anita überrascht.

»Ganz genau.« Michael stellte den Korb auf den Rücksitz und stieg dann wieder in den Wagen.

»Das wird mein erstes Picknick im Cocktailkleid!«

»Besondere Anlässe verdienen besondere Kleider«, erwiderte Michael.

»Woher hast du das denn?«, fragte Anita amüsiert.

»Hab ich in einem deiner Hochglanzheftchen gelesen, das du auf dem Küchentisch liegen gelassen hast.«

»Oje, ich glaube, ich muss wirklich besser aufpassen, wo ich meine geheimsten Geheimnisse herumliegen lasse.«

Anita sah Michael von der Seite an und kraulte ihm liebevoll den Nacken. Vier Jahre waren sie jetzt zusammen. Sie hatten sich damals in einer Vorlesung kennengelernt und sofort ineinander verliebt. Jetzt waren sie ein eingespieltes Paar, das beinahe schon die Gedanken des anderen lesen konnte. Und gerade wurde Anita das Gefühl nicht los, dass ihr Freund ein bisschen nervös war.

Aber das lag sicherlich nur an dem aufregenden Tag mit der Zeugnisverleihung und dem Ende des Studiums.

Michael lenkte den Wagen aus Innsbruck heraus. Schon bald erreichten sie die ersten Tannen, die die Stadt von den umliegenden Wiesen trennten. Er bog auf eine schmale Landstraße ab, die einen Hang hinaufführte. Irgendwann ging die Straße in einen geschotterten Feldweg über. Dort parkte er das Auto und stieg aus. Anita tat es ihm gleich.

»Erinnerst du dich?«, fragte Michael, als er den Picknickkorb aus dem Wagen geholt hatte. »Hier war unser erstes Date.«

»Wie könnte ich das vergessen?«, sagte Anita schmunzelnd.

Sie zog ihre Pumps mit den Pfennigabsätzen aus und ließ sie im Fußraum des Autos. Auf der Wiese würde es sich barfuß besser laufen. Dann holte sie die Wolldecke aus dem Kofferraum, reichte Michael die Hand und schlenderte gemeinsam mit ihm auf die saftig grüne Wiese, auf der sie sich vor vier Jahren zum ersten Mal getroffen hatten, um gemeinsam wandern zu gehen.

»Wenn du etwas gesagt hättest, hätte ich meine Turnschuhe eingepackt«, sagte sie neckend.

»Ich glaube nicht, dass du die heute brauchen wirst«, entgegnete Michael. »Außerdem würden Turnschuhe grauenhaft zu deinem Kleid aussehen.«

»Hast du das etwa auch in einem meiner Heftchen gelesen? Du entwickelst dich ja noch zum Modepapst, wenn du so weitermachst!«

»Ach was, ich bin einfach ein Frauenversteher.«

Anita verdrehte die Augen. Im Halbschatten eines Baumes breitete sie die Picknickdecke aus, setzte sich darauf und half Michael dabei, den Korb auszuräumen. Er hatte wirklich an alles gedacht: Wurst und Käse, herrlich duftende Brötchen, Kekse und aufgeschnittenes Obst warteten auf sie.

Michael setzte sich neben seine Freundin, füllte einen Teller mit Obst und reichte ihn ihr.

»Bei unserem ersten Date gab es nur Pfefferminzbonbons«, erinnerte sich Anita.

»Dass du das noch weißt!«

»Du hast mich immerhin kurz darauf geküsst!«

»Ach ja, ich erinnere mich. Deshalb auch die Pfefferminzbonbons«, sagte Michael neckend und legte den Arm um seine Freundin.

»Es ist so schön wie damals. Herrliches Sommerwetter, zu unseren Füßen herrscht das rege Treiben der Stadt, aber hier oben ist es ganz still. Von irgendwoher hört man das Läuten von Kuhglocken, und vor uns liegt der Patscherkofel mit seiner weißen Schneespitze, die aussieht wie Schlagsahne oben auf dem Kakao im Café um die Ecke.«

»Stimmt«, sagte Michael und musste lachen. »Dort haben wir für die Virologie-Klausur gelernt, weißt du noch? Unglaublich, dass wir schon ein Jahr später nur ein paar Häuser weiter in unsere gemeinsame Wohnung gezogen sind!«

Anita naschte ein bisschen von dem Obst, dann legte sie den Kopf auf die Schulter ihres Freundes und schloss zufrieden die Augen.

»Weißt du«, sagte sie nach einiger Zeit. »Manchmal frage ich mich, was passierte wäre, wenn wir uns damals nicht in der Einführungsvorlesung für Zytologie getroffen hätten. Wenn ich mich zum Beispiel dafür entschieden hätte, die Vorlesung ein Semester später zu besuchen.«

»Dann hätten wir uns bestimmt im Bakteriologie-Seminar bei Frau Neuss kennengelernt«, meinte Michael gelassen und streichelte Anita über den Rücken.

»Stimmt, da warst du ja auch. Unglaublich, dass das jetzt vier Jahre her ist. Und jetzt ist unser Studium offiziell zu Ende, und etwas ganz Neues fängt an.«

»Hast du deine Bewerbungen schon abgeschickt?«, erkundigte sich Michael.

»Ja, aber ich möchte mich noch bei einem Pharmazieunternehmen bewerben, falls ich keinen Platz in einem Forschungslabor bekomme.«

»Das klappt schon«, sagte Michael zuversichtlich und gab seiner Freundin einen Kuss.

Anita musste lächeln. Sie spürte, wie sehr sie Michael und seine Zuversicht liebte.

»Hat sich bei dir schon ein Krankenhaus zurückgemeldet?«

»Nein, noch nicht. Aber ich hoffe sehr, dass ich irgendwo den Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin machen darf. Das ist mein größter Traum.«

Anita sah ihn gespielt empört an.

»Ich dachte immer, es sei dein größter Traum, mit mir zusammen zu sein!«

»Na gut«, sagte Michael versöhnlich. »Du hast recht, das ist mein größter Traum, und der Facharzt ist mein zweitgrößter.« Zur Besänftigung küsste er Anita erneut. »Aber jetzt lass uns etwas essen, mir knurrt schon seit Stunden der Magen! Von den Häppchen bei der Zeugnisverleihung bin ich nämlich nur noch hungriger geworden.«

Anita richtete sich auf und reichte Michael einen Teller. Dieser gab ihr im Gegenzug die Brötchentüte.

»Oh, ein Kümmelbrötchen!«, sagte sie überrascht. »Sogar daran hast du gedacht.« Erfreut küsste sie ihn auf die Wange. »Darf ich mir das nehmen?«

»Aber natürlich«, sagte Michael großzügig. »Ich mag Kümmel ja ohnehin nicht so gerne wie du.«

Er reichte ihr ein Messer, damit sie das Brötchen aufschneiden konnte. Aufmerksam sah er ihr dabei zu und rutschte nervös ein Stückchen zur Seite, als Anita das Messer weglegte und die Brötchenhälften auseinanderklappte. Überrascht sog sie die Luft ein.

»O

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