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Nimm mich, Cowboy

Inhalt

  1. Cover
  2. Titel
  3. Impressum
  4. Die Braut, die sich nicht traut Delilah Devlin
  5. Der Song der Liebe Randi Alexander
  6. Manche mögen’s schmutzig Kimber Vale
  7. Unsere Empfehlungen

Delilah Devlin (Hg.)

NIMM MICH,
COWBOY

und andere erotische Cowboy-Storys

Aus dem Englischen von
Jaqueline Arnold

Die Braut, die sich nicht traut
Delilah Devlin

Jackson Lowry fluchte leise, als er die sich drehenden blauen Lichter vor ihm auf der Straße sah. Es war zu spät, um umzudrehen, damit würde er nur noch mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Er biss die Zähne zusammen, während er das Fenster herunterließ, und zwang sich zu einem höflichen Lächeln, als er in die Dunkelheit zu dem Hilfssheriff hinsah, der im Licht einer Taschenlampe Ausweispapiere überprüfte.

Als der Hilfssheriff den Wagen vor ihm zum Weiterfahren aufforderte und sich zu ihm umdrehte, ließ Jackson seinen schwarzen Pick-up ein Stück vorrollen, und seine Spannung löste sich ein wenig.

Maynard Colbys Gesichtsausdruck wechselte in einer Sekunde von kühler Professionalität zu Besorgnis, als er Jackson erkannte. »Jackson, verdammt, wo hast du gesteckt?«

»Ganz in der Nähe. Warum?«

Ein leises Stöhnen war neben ihm zu hören, und Jackson griff verstohlen neben sich, um auf die wasserfeste Plane zu klopfen, die seine wertvolle Fracht verbarg.

»Hast du es noch nicht gehört?« Als Jackson ihn fragend ansah, kam Maynard näher und beugte sich zu Jackson hinunter. »Es geht um Sammi Jo. Man hat ihren offenen Wagen auf dem Parkplatz des Shooters gefunden. Niemand hat sie seitdem gesehen. Sieht aus, als hätte sie jemand entführt.«

Jackson räusperte sich. »Wie schlimm ist es?«

»Es ist erst ein paar Stunden her, aber Sammi Jos Dad drängt darauf, dass der Sheriff das FBI informiert, CIA, ATF – und welche Organisation auch immer, die er mit seinem Geld kaufen kann, um sie zu finden. Hab versucht, dich anzurufen, doch es springt immer nur die Mailbox an. Nach der Sache letzten Sonntag bei der Hochzeit kann ich gut verstehen, dass du abgetaucht bist. Ich dachte trotzdem, dass du das wissen solltest.«

Ein anderes Geräusch, diesmal ein Schnauben, war neben ihm zu hören.

Maynards Blick fiel auf die dreckige Plane auf dem Wagenboden, unter der sich ein Bündel zu bewegen schien. Seine rötlichen Augenbrauen schossen in die Höhe. »Was ist hier los, Jackson?«

Jackson rollte mit den Augen, dann schlug er die Plane an einer Ecke zurück und gab den Blick auf eine sich windende Sammi Jo frei, die die beiden Männer wütend anfunkelte.

Maynard unterdrückte ein Lachen, dann wurde er sofort wieder ernst. »Dieses Mal übertreibst du echt. Das ist wirklich durchgeknallt. Heilige Scheiße.« Er grinste wieder, dann tippte er sich an den Hut, während er Sammi Jo ansah. »Sollte keine Beleidigung sein, Missy.«

Jackson räusperte sich wieder. »Vermute, du kannst in der Sache kein Auge zudrücken, oder?«

Maynards Blick glitt wieder über Sammi Jo, als wolle er feststellen, ob sie sich in Gefahr befand, dann tippte er sich an den Cowboyhut. »Ich sag dir was. Ich werde das mit dem Sheriff regeln, aber sie sollte sich besser am Montagmorgen auf dem Revier blicken lassen, sonst gibt’s Ärger.«

»Kein Wort zu ihrem Dad?«

Maynards Mundwinkel ging nach oben. »Der Mann hat uns schon genug Probleme gemacht. Wird Zeit, dass er sich wieder abregt. Und du tust nichts, wofür ich dich einsperren müsste.«

Jackson nickte und schloss das Wagenfenster. Dann fuhr er an der Absperrung vorbei. Im Seitenspiegel sah er, wie Maynard zum Wagen des anderen Hilfssheriffs ging und sich beide Männer vor Lachen krümmten.

»Siehst du, Sammi Jo?«, murmelte er, ohne eine Antwort zu erwarten. Schließlich hatte er sie selbst gefesselt und ihren hübschen Mund geknebelt. »Ich bin nicht der Einzige, der findet, dass du eine Tracht Prügel verdient hast.«

Sammi Jo Clements schob ihr Kinn von einer Seite zur anderen, um sich von dem unangenehmen Gefühl zu befreien. Der schmutzige Knebel war verschwunden, doch ihr Mund und ihre Zunge waren geschwollen, und sie war sich sicher, dass getrockneter Speichel an ihren Wangen klebte. Jackson Lowry musste verrückt geworden sein, sie mitten am Tag zu entführen!

Und nicht einer der Gäste, die an den Fenstern des Saloons gestanden und dabei zugesehen hatten, hatte auch nur den Finger gerührt, um ihr zu helfen oder die Polizei zu rufen. Die Tatsache, dass sie alle den Mund gehalten hatten, brannte wie Feuer in ihren Eingeweiden.

Sie alle fanden, dass sie einen gewaltigen Fehler gemacht hatte und dass es niederträchtig gewesen war, Jack vor dem Altar stehen zu lassen.

Das alles lag nur wenige Stunden zurück, aber inzwischen war es dunkel geworden. Das Innere der Hütte war in Schatten getaucht, die sich mit dem Flackern der Gaslaterne bewegten, die Jackson an einen Haken an der Decke gehängt hatte.

Ihr Blick fiel auf einen Waschlappen, und sie riss ihn aus seinen Händen, um sich damit über die Wangen zu wischen. »Keine Ahnung, was du damit bezweckst. Dad wird deinen Arsch schneller ins Gefängnis befördern, als du es dir vorstellen kannst.«

Jack seufzte, als er sich neben sie auf die Matratze setzte. Er zog die Krempe seines Huts nach unten und lehnte sich an das klobige Kopfteil, um ein Nickerchen zu machen. »Dad hat nichts damit zu tun«, knurrte er dann. »Das ist eine Sache zwischen dir und mir. War es immer. Die Tatsache, dass du es zulässt, dass er … Nun, das ist nur eins der Dinge, über die wir reden werden.«

»Reden?« Sie sah auf das Stück Seil, das um ihren linken Arm gebunden war. »Das hier kann nur noch schlecht ausgehen – es sei denn, du bringst mich sofort zurück nach Hause. Ich sage ihm, dass ich betrunken war und mich in einen Graben schlafen gelegt habe.«

Jackson lachte leise, ein Geräusch, das ihr schon immer auf die Nerven gegangen war. »Bei deinem Ruf wird er dir das vielleicht sogar glauben.«

Sie hob das Kinn und warf ihm einen wütenden Blick zu. Die Wahrheit schmerzte, und er musste sie ihr nicht noch unter die Nase reiben. Ja, sie war ein Partygirl. Na und? Jackson hatte genau gewusst, worauf er sich einließ, als er sie das erste Mal angesprochen hatte. »Es gibt keinen Grund, so gemein zu werden.«

»Ich will meinen Atem nicht verschwenden, um dir etwas zu sagen, das du sowieso schon weißt.«

»Also über was willst du dann mit mir reden?« Sie hätte ihm gerne in die Augen gesehen, in denen sich sicher seine Gedanken spiegelten. Doch seine Hutkrempe beschattete sie.

Sein sexy Mund verzog sich zu einem Lächeln. »Vielleicht ist reden nicht das richtige Wort.«

»Was?«

»Ja«, sagte er knapp. »Schon wieder etwas, das du nicht begreifst.« Jackson beugte sich vor, stützte die Ellbogen auf seine Schenkel und ließ den Kopf tief zwischen die Schultern fallen. Dann hob er das Gesicht in ihre Richtung, und seine dunklen Augen funkelten. Er hielt ihren Blick fest und sah ihren Gesichtsausdruck: störrisch wie ein Maulesel. Dann wanderten seine glühenden Augen über ihren Körper.

Hitze stieg in ihre Wangen. »Darum geht es hier also? Du glaubst, ich schulde dir etwas?« Sein Schnauben sagte ihr, dass sie falsch geraten und ihn verärgert hatte, aber sie war zu stur, um ihre Worte zurückzunehmen. Sie hob ihr Kinn noch ein Stück höher.

Jackson schüttelte den Kopf. »Du machst es einem ganz schön schwer, Liebling. Du glaubst also, dass ich dich hierhergebracht habe, damit ich bekomme, was du versprochen hast?«

»Etwa nicht? Was soll ich denn sonst glauben? Du hast mich an ein gottverdammtes Bett gefesselt.«

Er schnaubte wieder, aber leiser. Er nahm den Hut ab und fuhr sich mit der Hand durch das kurze, dunkle Haar. »Nimm einfach an, ich habe gar nichts gedacht. So oft habe ich mir vorgestellt, wie du ausgestreckt auf meinem Bett liegst …« Er stieß sich von der Matratze ab und legte seinen Hut auf den einfachen Holztisch, dann ging er zum Fenster mit den trüben Scheiben hinüber. Dort stand er eine ganze Weile lang mit dem Rücken zu ihr und starrte in die Dunkelheit hinaus, sodass sie sich bereits Gedanken machte, ob er die ganze Sache bereute.

Auch Sammi Jo machte sich Gedanken – darüber, ob sie tatsächlich wollte, dass er sie gehen ließ. Er hatte eine Menge Ärger in Kauf genommen, um sie hierherzubekommen.

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