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Neun Mörder

Robert B. Parker wurde 1932 geboren. Nach seinem M.A. in amerikanischer Literatur promovierte er 1971 über die „Schwarze Serie“ in der amerikanischen Kriminalliteratur. Seit seinem Debüt „Spenser und das gestohlene Manuskript“ im Jahr 1973 sind fast 40 Spenser-Krimis erschienen. 1976 wurde Parkers Roman „Auf eigene Rechnung“ von der Vereinigung amerikanischer Krimi-Autoren mit dem „Edgar Allan Poe Award“ als bester Kriminalroman des Jahres ausgezeichnet. Robert B. Parker verstarb 2010.

Infos zum Autor unter www.robertbparker.de

Robert B. Parker

Neun Mörder

Ein Auftrag für Spenser

Übersetzt von Monika Elwenspoek

PENDRAGON

1

Hugh Dixons Haus lag in Weston mit Blick über die sanft geschwungenen Hügel von Massachusetts, in einer Landschaft, die noch von jeglicher Zivilisation unberührt erschien. Das große Natursteinhaus, das wirkte als gehöre es zu einem Weingut, hatte ein überdachtes Portal, verziert mit Säulen – nicht gerade die Kulisse, in der man sich einen Privatdetektiv vorstellt, aber schließlich kann man ja nicht nur nach dem Eingang urteilen. Ich parkte am unteren Ende des Vorplatzes, wie es sich für einen Arbeitnehmer gehört, und stieg die letzten Meter der geschwungenen Auffahrt hinauf zum Haus. Vögel sangen, und irgendwo klapperte eine Heckenschneideschere. Ich drückte auf den Klingelknopf und hörte, wie ich es in dieser Umgebung nicht anders erwartet hatte, einen harmonischen Akkord. Während ich wartete, dass ein Bediensteter mich einlassen würde, überprüfte ich in den großen Glasscheiben auf beiden Seiten der Tür meine Erscheinung. Der weiße Leinenanzug mit passender Weste, blau gestreiftem Hemd, weißer Seidenkrawatte und Schuhen, für die Gucci seine Seele verkauft hätte, ließen jedenfalls nicht ahnen, dass sich auf meinem Konto derzeit ganze 387 Dollar befanden. Vielleicht würde Dixon mich ja zur optischen Belebung dieses Ortes hier engagieren. Die Kanone hatte ich so geschickt verstaut, dass man sie nicht sofort sehen konnte.

Der Dienstbote, der die Tür öffnete war ein männlicher Asiate. Er trug einen weißen Frack und eine schwarze Hose. Ich gab ihm meine Karte, und er ließ mich in der Eingangshalle stehen, während er sie irgendjemandem zeigte. Ein Flügel stand auf dem polierten Steinfußboden und beherrschte neben dem Ölporträt eines ernst dreinblickenden Mannes den doppelstöckigen Raum. Auf der oberen Ebene lief ein Balkon rings um die Halle, und an der Decke sah ich weißen Stuck.

Der Bedienstete kam zurück, und ich folgte ihm durchs Haus auf die Terrasse. Ein gewaltiger Mann saß dort im Rollstuhl, eine hellgraue Decke über den Knien. Er hatte einen eindrucksvollen Kopf mit kräftigem, schwarzem Haar, das reichlich mit Grau durchzogen war. Sein Gesicht war fleischig, mit hervorspringender Nase und langen Ohrläppchen. Der Diener sagte: „Mr. Dixon“, und machte eine präsentierende Geste. Dixon rührte sich nicht, als ich zu ihm hinüberging. Er starrte nur über die Hügel ins Land. Auf seinem Schoß schlief eine rote Katze, sonst war die Terrasse leer, kein Buch oder Radio, keine Zeitschriften, keine Unterlagen, kein Tischchen, kein Stuhl für mich, gar nichts.

Es herrschte absolute Stille, nicht einmal mehr die Heckenschere konnte man von hier aus hören.

Ich sagte: „Mr. Dixon?“

Sein Kopf bewegte sich in meine Richtung, der Rest blieb bewegungslos.

„Mein Name ist Spenser“, sagte ich. „Sie wollten mich wegen eines möglichen Auftrags sprechen.“

Von Nahem sah sein Gesicht aus wie eine Skulptur, gut gemeißelt, aber ohne Bewegung, blutleer, gedankenlos und tot.

Bis auf die Augen. Sie brannten, vibrierten voller Leben und Fanatismus oder was auch immer es war. Ich konnte es damals nicht definieren. Heute weiß ich es.

Ich stand vor ihm. Er sah mich an. Die Katze schlief. „Wie gut sind Sie, Spenser?

„Kommt drauf an, was es ist.“

„Wie gut sind Sie im Gehorchen?“

„Mittelmäßig“, antwortete ich. „Ein Grund dafür, dass ich’s bei der Polizei nicht lange ausgehalten habe.“

„Und wie gut sind Sie im Durchhalten, wenn’s hart auf hart kommt?“

„Darin würde ich mir die volle Punktzahl geben.“

„Wenn ich Sie engagiere, werden Sie vielleicht mittendrin aussteigen wollen?“

„Kann sein. Zum Beispiel, wenn ich merke, dass Sie mir nicht alles gesagt haben, dass Sie mich von vornherein über irgendwelche gefährlichen Nebenerscheinungen im Unklaren gelassen haben, dann könnte es schon sein, dass ich Ihnen das Ganze vor die Füße werfe.“

„Was wären Sie bereit für 20 000 zu tun?“

„Gegenfrage: Was machen wir hier eigentlich? Spielen wir ein Fragespiel, so lange, bis ich herausbekommen habe, was Sie von mir wollen?“

„Was, schätzen Sie, wiege ich?“, fragte Dixon.

„Zwischen 105 und 110 Kilo“, antwortete ich, „aber was unter Ihrer Decke ist, kann ich nicht schätzen.“

„Ich wiege 81 Kilo. Meine Beine sind wie zwei Streichhölzer.“

Ich schwieg.

Er zog ein Foto unter der Decke hervor und reichte es mir. Die Katze wachte auf und sprang verärgert auf den Boden. Ich sah mir das Bild an. Es war die Aufnahme einer gutaussehenden Frau Anfang 40 mit zwei sehr wohlerzogen wirkenden jungen Mädchen von vielleicht 18 oder 19. Ich tippte auf Vassar oder Smith College. Bevor ich ihm das Foto noch zurückreichen konnte, schüttelte er den Kopf. „Nein, nein, behalten Sie’s.“

„Ihre Familie?“, fragte ich.

„Das war sie. Vor einem Jahr wurden sie in einem Londoner Restaurant von einer Bombe in Stücke zerrissen. Ich sehe noch den linken Fuß meiner Tochter neben mir auf dem Boden. Einfach nur der Fuß, ohne den Rest. Der Schuh, den ich ihr noch am selben Morgen gekauft hatte, war daran.“

Ein „Das tut mir aber leid“ war hier nicht angemessen, also fragte ich: „Sitzen Sie deshalb in diesem Stuhl?“

Er nickte, einmal rauf, einmal runter. „Fast ein Jahr lag ich im Krankenhaus.“

Seine Stimme passte zum Gesicht, flach, akkurat, unmenschlich. Es war eine Starre um ihn, die nur seine Augen Lügen straften.

„Und ich habe damit etwas zu tun?“

Er nickte wieder, auf und ab. „Ich will, dass sie gefunden werden.“

„Die Bombenleger?“

Nicken.

„Wissen Sie, wer sie sind?“

„Nein, die Polizei in London sagt, dass es sich wahrscheinlich um eine Gruppe namens Liberty handelt.“

„Warum sollten die ausgerechnet Sie in die Luft jagen?“

„Einfach, weil wir gerade da waren, wo sie ihre Bombe warfen. Sie kannten uns nicht, interessierten sich nicht einmal für uns. Sie hatten andere Dinge im Kopf und löschten meine Familie aus. Einfach so. Deshalb will ich, dass sie gefunden werden.“

„Ist das alles, was Sie wissen?“

„Ich weiß, wie sie aussehen. Ich war die ganze Zeit über bei Bewusstsein, lag da und prägte mir ihre Gesichter ein. Jedes einzelne. Ich würde sie sofort wiedererkennen. Mehr konnte ich nicht tun, ich war gelähmt und konnte mich nicht bewegen, aber ich habe sie genau beobachtet, als sie in den Trümmern herumstanden und sich ihr Werk ansahen – ich werde sie nie vergessen.“

Er holte einen Umschlag unter der Decke hervor und gab ihn mir.

„Ein Mann von Scotland Yard kam mit einem Zeichner und Umrisszeichnungen zu mir ins Krankenhaus. Diese hier und die Beschreibungen waren das Ergebnis unserer Sitzungen.“

Er zog neun Skizzen junger Leute – acht Männer und eine Frau – aus dem Umschlag. Ebenso ungefähr zehn Seiten mit maschinengeschriebenen detaillierten Beschreibungen.

„Ich habe Kopien machen lassen“, sagte er. „Die Bilder sind alle gut geworden.“

„Ich nehme an, die soll ich auch behalten?“

„Ja.“

„Und ich soll die Leute finden?“

„Ja. Ich zahle Ihnen 25 Hunderter pro Kopf. 25 000 für alle, plus Spesen.“

„Tot oder lebendig?“

„Egal.“

„Ich bringe aber normalerweise niemanden um.“

„Dafür habe ich Sie auch nicht kommen lassen. Aber wenn Sie aus irgendwelchen Gründen einen oder alle töten müssen, dann bekommen Sie trotzdem Ihr Geld. Egal wie, ich möchte, dass diese Leute nicht frei herumlaufen.“

„Und dann?“

„Und dann? Nun, was immer man mit Mördern macht. Sie kommen vor Gericht, werden bestraft, ins Gefängnis geworfen … Todesstrafe. Das ist nicht Ihr Problem. Sie sollen sie finden.“

„Und wo beginne ich damit?“

„Ich weiß nicht. Ich weiß nur, was ich Ihnen gesagt habe. Wahrscheinlich fangen Sie am besten in London an. Dort haben sie uns umgebracht.“

Das gewählte Pronomen war sicher kein Versehen. Er war ebenfalls weitgehend tot.

„Gut. Aber ich werde Geld brauchen.“

Er zog eine Karte aus seiner Brusttasche und hielt sie mir hin. Ich las: „Jason Carroll, Rechtsanwalt.“ Vornehm, keine Adresse, nur Name und Titel.

„Er wohnt in der Federal Street Nummer 100“, sagte Dixon, „gehen Sie hin und sagen Sie ihm, was Sie brauchen.“

„Wenn ich nach London fahren soll, werde ich eine Menge brauchen.“

„Das spielt keine Rolle. Sie müssen es wissen. Wann können Sie starten?“

„Glücklicherweise habe ich gerade keinen anderen Fall“, sagte ich. „Morgen könnte ich aufbrechen.“

Er sah mich nicht an. „Ich habe mich über Sie informiert. Sie haben allgemein nicht so viele Fälle. 20 000 ist das Höchste, was Ihnen je unter die Augen gekommen ist. Ihr Leben lang gehörten Sie eher zur Amateurliga.“

„Aha, warum vergeuden Sie dann so viel Geld an einen Amateur?“

„Weil Sie der Beste sind, den ich kriegen konnte. Sie sind hart, werden mich nicht betrügen und werden bei der Stange bleiben. Das habe ich von meinen Leuten erfahren. Ich habe auch gehört, dass Sie sich manchmal für einen Superhelden halten. Das ist wohl auch der Hauptgrund, warum Sie in der Amateurliga geblieben sind. Für mich sind Sie genau, was ich brauche: Ein Superheld, der ein leeres Konto hat.“

„Manchmal fühle ich mich aber auch wie ein Rennfahrer“, sagte ich.

„Das ist mir egal. Wenn ich in der Lage dazu wäre, würde ich diese Aufgabe selbst erledigen, aber ich kann es nicht, also muss ich Sie damit beauftragen.“

„Sie halten sich manchmal für einen Mäzen. Also passen wir ganz gut zusammen. Ich werde diese Leute für Sie finden, und damit zwischen uns alles klar ist: Ich bin nicht nur der Beste, den Sie kriegen konnten, ich bin der Beste, den’s gibt. Aber es gibt ’ne ganze Menge mehr Dinge, die ich für Geld nicht tun würde, als umgekehrt.“

„Gut, gut, ein bisschen Selbstbewusstsein kann keinem schaden. Ansonsten ist mir Ihre Lebensphilosophie egal. Meinetwegen können Sie noch ins Bett machen. Mich interessiert einzig und allein, dass Sie diese neun Leute finden, tot oder lebendig. 2 500 pro Kopf. Die, die Sie lebendig fangen, möchte ich sehen. Für die Toten möchte ich Beweise.“

„Okay“, sagte ich. Er hielt mir nicht die Hand hin, und ich machte keine Anstalten, zu salutieren. Er starrte schon wieder auf die Hügel. Die Katze sprang auf seinen Schoß und rollte sich zusammen. „Und das Bild Ihrer Familie soll ich behalten?“, fragte ich noch.

Er sah mich nicht an. „Ja. Und schauen Sie sich’s jeden Morgen nach dem Aufstehen an, damit Ihnen bewusst wird, dass die Leute, die Sie jagen, ohne zu überlegen Hackfleisch aus diesen dreien gemacht haben.“

Ich nickte, aber er sah mich gar nicht mehr. Ich glaube, er sah überhaupt nichts. Er starrte in Richtung der sanften grünen Hügel. Die Katze schlief schon wieder auf seinem Schoß.

Den Weg nach draußen fand ich allein.

2

Die Sekretärin an Jason Carrolls Empfang war blond. Die Haarfarbe sah echt aus. Ihr goldbrauner Teint hatte sicherlich keine Bräunungsstreifen. Während sie mich zu Carroll führte und ich ihr dunkelblaues Oberteil und die hautengen weißen Hosen bewunderte, philosophierte ich über ihre Ganzkörperbräune.

Carroll kam hinter seinem Schreibtisch aus Chrom und Onyx hervor, um mich zu begrüßen. Auch er war blond und goldbraun. In seinem blauen Blazer und der weißen Hose sah er schlank und fit aus. Die beiden wirkten auf mich wie das Traumtanzpaar in einem Meisterkurs.

„Erfreut, Sie kennenzulernen, Spenser. Kommen Sie, setzen Sie sich. Mr. Dixon hat mir Ihren Besuch schon angekündigt.“

Sein Händedruck war fest und routiniert und er trug einen Ring der Abschlussklasse von Princeton.

Ich setzte mich auf eine Couch aus Chrom und schwarzen Lederkissen. Vom Fenster aus sah man auf den Hafen und einen Teil der South Station. Aus Lautsprechern klang sanft irgendetwas Klassisches.

„Mein Büro ist im zweiten Stock über einem Zigarrenladen“, sagte ich.

„Und, gefällt es Ihnen?“, fragte Carroll höflich.

„Es liegt näher zum Boden“, grinste ich. „Hier oben ist mir die Luft ein wenig zu dünn.“

Ringsum hingen Ölbilder von Pferden.

„Darf ich Ihnen einen Drink anbieten?“, fragte Carroll.

„Ein Bier wäre sehr schön“, antwortete ich.

„Mögen Sie Coors? Ich bringe es mir immer aus dem Westen mit.“

„Ja, sicher. Coors ist okay für ein einheimisches Bier.“

„Oh, Sie können auch Heineken haben, wenn Sie das vorziehen. Hell oder dunkel?“

„Ich hab’ nur Jux gemacht, Mr. Carroll. Coors wäre herrlich. Eigentlich kann ich eine Biersorte von der anderen kaum unterscheiden. Hauptsache, es ist kalt.“

Er berührte sanft eine Taste und sagte: „Jan, bringen Sie uns bitte zwei Coors.“ Dann lehnte er sich in seinem hohen Ledersessel zurück und faltete die Hände über der Magengegend. „Was kann ich für Sie tun?“, fragte er.

Die Blonde kam mit zwei Dosen Bier und zwei eisgekühlten Gläsern auf einem kleinen Tablett. Sie gab mir zuerst, wahrscheinlich meines Jack-Nicholson-Lächelns wegen. Als sie die Tür hinter sich zugezogen hatte, sagte ich: „Hugh Dixon hat mich engagiert, um für ihn nach London zu fliegen und dort die Leute zu suchen, die seine Frau und seine Töchter ermordet haben. Ich brauche 5 000 für den Anfang, und er sagte mir, Sie wären ermächtigt, mir das zu geben, was ich brauche.“

„Natürlich.“ Er nahm ein Scheckbuch aus der Schublade und schrieb einen Scheck aus.

„Wird das reichen?“

„Für den Anfang, ja. Kann ich mich an Sie wenden, wenn ich mehr brauche?“

„Selbstverständlich.“

Ich nahm einen Schluck Coors aus der Dose. Rocky-Mountain-Quellwasser. Junge, Junge.

„Erzählen Sie mir etwas über Hugh Dixon“, sagte ich.

„Seine finanzielle Lage ist äußerst stabil“, sagte Carroll. „Er hat Finanzverbindungen in aller Welt, meist durch seine eigenen Bemühungen. Ein echter Selfmademan.“

„Das dachte ich mir schon, dass er seine Rechnungen bezahlen kann. Ich meinte eher, was für ein Mensch er ist.“

„Oh, sehr erfolgreich, ja, sehr. Eine Art Geschäfts- und Finanzgenie. Ich glaube nicht, dass er eine Ausbildung im klassischen Sinn genossen hat. Ich glaube, er war Bauarbeiter oder so etwas. Dann hatte er plötzlich einen Lastwagen, dann einen Wagenpark und mit 25 hatte er’s geschafft.“

Ich merkte, dass Carroll zwar über Dixons Geld, jedoch nicht über den Menschen Dixon reden würde. Also versuchte ich es mit einer anderen Technik.

„Wie hat er denn sein Geld gemacht, mit welcher Art von Geschäften?“

Wenn du sie nicht schlagen kannst, verbünde dich mit ihnen.

„Zuerst mit Baugeschäften, später mit Spedition und jetzt ist das Ganze so ausgedehnt, dass man eigentlich nicht mehr genau sagen kann, was es im Einzelnen ist.“

„Alles harte Berufszweige“, bemerkte ich. „Da kommt man nur weiter, wenn man selbst auch nicht gerade zur weichen Sorte gehört.“

Carroll sah nicht sehr glücklich aus. „Das ist sicherlich richtig“, meinte er. „Mr. Dixon ist ein sehr energischer und zielbewusster Mann.“ Er nahm einen Schluck Bier aus dem Glas. Seine Fingernägel waren manikürt, seine Bewegungen selbstbewusst und elegant. Das war eben die wohlausgebildete Elite, sinnierte ich.

„Und dann diese schreckliche Tragödie mit seiner Familie …“ Carroll fehlten für einen Moment die Worte, und er entschloss sich, es bei einem Kopfschütteln bewenden zu lassen. „Man sagte mir, dass es eigentlich ein Wunder ist, dass er überlebt hat. Seine Verletzungen waren derart gravierend, dass er theoretisch nicht hätte überleben dürfen.“

„Ich glaube, er wusste, dass er noch etwas erledigen musste“, warf ich ein. „Er musste noch eine Rechnung begleichen.“

„Und dafür hat er nun Sie engagiert.“

„Ja.“

„Ich werde helfen so gut ich kann. Ich flog nach London, als es … als er verletzt wurde. Ich kenne die Polizeibeamten, die sich mit dem Fall befasst haben. Ich könnte Ihnen einen Mann aus Mr. Dixons Londoner Büro zur Seite stellen, der sich dort auskennt. Ich verwalte alle von Mr. Dixons Geschäften, oder zumindest einen großen Teil.“

„Okay“, sagte ich. „Sie könnten folgendes für mich tun: Geben Sie mir den Namen von dem Mann, der Mr. Dixons Büro drüben leitet. Er soll mir ein Hotelzimmer besorgen. Ich fliege noch heute Abend.“

„Haben Sie einen gültigen Pass?“ Carroll sah mich zweifelnd an.

„Hab’ ich.“

„Gut, dann wird Jan für Sie eine Maschine nach London buchen. Haben Sie einen besonderen Wunsch?“

„Jedenfalls keine Doppeldecker.“

„Nun, das kann ich mir denken. Wenn Sie also nichts dagegen haben, werde ich Jan bitten, dass sie für Sie Flug Nr. 55 PanAm reservieren lässt. Der fliegt jeden Abend um 20:00 Uhr nach London. Erster Klasse, ja?“

„Sehr gut. Aber woher wissen Sie, dass es noch freie Plätze gibt?“

„Nun, Mitarbeiter aus Mr. Dixons Organisation fliegen regelmäßig. Wir haben also einen Sonderstatus bei den Fluggesellschaften.“

„Hätte ich mir denken können.“

„Mr. Michael Flanders von Mr. Dixons Büro in London wird Sie am Flughafen in Heathrow in Empfang nehmen und Ihnen alle Informationen geben, die Sie wünschen.“

„Ich nehme an, bei ihm haben Sie auch einen Sonderstatus?“

„Warum fragen Sie?“

„Nun, sonst wüssten Sie jetzt wohl noch nicht, ob er morgen früh Zeit hat.“

„Ich verstehe. Ja. Alle, die für Mr. Dixon arbeiten, wissen, wie sehr ihm diese Sache am Herzen liegt, und jeder ist bereit, das Seine dazu zu tun.“

Ich trank mein Bier aus. Carroll nahm einen Schluck. Männer, die ihr Bier in kleinen Schlucken trinken, sind wenig vertrauenswürdig. Er lächelte mir zu, seine weißen Zähne waren perfekt. Dann sah er auf die Uhr – keine unbeholfene Digitaluhr, nein, einfach nur zwei Zeiger. „Fast Mittag. Sie werden noch packen müssen.“

„Ja, und vielleicht ein paar Anrufe erledigen. Auswärtiges Amt und so weiter.“

Er hob die Augenbrauen.

„Schließlich besuche ich England nicht, um mir das Beowulf-Manuskript im Britischen Museum anzusehen. Ich brauche eine Waffe und muss vorher wissen, was ich bei der Einfuhr zu beachten habe.“

„Oh, natürlich. Davon verstehe ich wenig.“

„Deshalb habe ich ja auch diesen Job und nicht Sie.“

Wieder ließ er mich sein herrliches Gebiss sehen. „Ihr Ticket liegt am PanAm-Schalter am Logan-Flughafen“, sagte er. „Ich hoffe, Sie haben einen angenehmen Flug. Und … ich weiß nicht recht, was man da sagt. Waidmannsheil vielleicht. Aber das klingt schrecklich dramatisch.“

„Außer, wenn Trevor Howard es sagt“, erwiderte ich. Auf meinem Weg nach draußen machte ich das Daumen-hoch-Zeichen zu Jan wie in alten RAF-Filmen. Ich glaube, sie war etwas schockiert.

3

Das erste, was ich tat, war, die Fluggesellschaft anzurufen. Man sagte mir, ich könne eine Schusswaffe mitbringen, solange sie in ihre Einzelteile zerlegt, gesondert verpackt und deklariert sei. Außerdem müsse die Munition separat aufbewahrt werden, und natürlich könne ich sie keinesfalls mit dem Handgepäck in den Passagierraum mitnehmen.

„Aber wenn meine Ohren mir Schwierigkeiten machen, darf ich einen Kaugummi kauen, oder?“

„Selbstverständlich, Sir.“

„Verbindlichsten Dank.“

Dann rief ich beim britischen Konsulat an. Ja, ich könne ein Gewehr einführen, keine Sondergenehmigung und kein extra Papierkrieg.

„Ich dachte an eine Smith und Wesson .38er, Revolver. Gewehre passen nicht so richtig in ein Gürtelholster und es wäre mir unangenehm, mit einem in der Hand durch London zu marschieren.“

„Ich verstehe. Nun, für Handfeuerwaffen dieser Art heißt es in unseren Bestimmungen, dass sie – vorausgesetzt, Sie haben eine Lizenz – so lange beim Zoll verbleibt, bis Sie eine ordentliche Genehmigung des zuständigen Polizeipräsidenten vorlegen können, das wäre in Ihrem Fall London?“

„Ja.“

„Gut, dann können Sie sich an sie wenden, sobald Sie angekommen sind. Natürlich ist die Einfuhr von Maschinenpistolen, automatischen Gewehren und allen Waffen, die in der Lage sind, raketenähnliche Geschosse abzufeuern, strengstens untersagt.“

„Na, so’n Ärger“, entfuhr es mir.

Ich rief Carroll an. „Bitten Sie Ihren Agenten in London, mir einen Waffenschein zu besorgen.“ Ich gab ihm die Seriennummer der Waffe, die Nummer meines hiesigen Waffenscheins und die meiner Lizenz als Privatdetektiv.

„Könnte sein, dass man sich drüben etwas ziert, wenn Sie nicht persönlich vorsprechen.“

„Dann kann man’s nicht ändern. Morgen früh bin ich ja da. Vielleicht kann dieser Flanders wenigstens den Weg schon mal etwas ebnen. Reicht Ihr Einfluss nicht so weit?“

„Wir tun, was wir können, Mr. Spenser“, damit legte er auf.

Ein bisschen abrupt für einen Mann mit seinem Hintergrund, fand ich. Ich sah auf die Uhr, zwei. Dann schaute ich aus dem Fenster. Unten auf der Massachusetts Avenue führte ein dünner alter Mann mit Spitzbart seinen kleinen alten Hund aus. Sogar aus der Entfernung über zwei Stockwerke konnte ich erkennen, dass die Leine, an der er das dürre Tier hielt, nagelneu war. Metallnieten funkelten an der roten Lederschlaufe. Der alte Mann hielt an und kramte in einem Papierkorb herum. Der Hund saß inzwischen ruhig da, in der geduldigen Art, wie alte Hunde manchmal sitzen.

Ich rief Susan Silverman an. Sie war nicht zu Hause. Mein Anrufdienst hatte nichts für mich gespeichert. Ich hinterließ, dass ich geschäftlich außerhalb zu tun hätte. Keinen Termin für meine Rückkehr. Die Dame am anderen Ende nahm diese Nachricht ohne ein Seufzen in der Stimme auf.

Ich schloss mein Büro ab und fuhr nach Hause, um zu packen. Ein Koffer, eine Reisetasche, ein Kleidersack für meinen zweiten Anzug. Zwei Schachteln mit Munition für die .38er verstaute ich im Koffer. Die Waffe nahm ich auseinander und packte sie mit dem Holster in die Tasche. Um 15:15 Uhr war ich fertig. Ich rief noch einmal bei Susan Silverman an. Aber wieder wurde nicht abgenommen.

In Boston gibt es ein paar Leute, die gedroht haben, mich umzubringen. Ich laufe also nicht gerne ohne Pistole herum. Deshalb nahm ich auch mein Ersatzschießeisen mit, einen Colt .357 Magnum mit einer Lauflänge von vier Zoll. Ich steckte ihn mir in den Gürtel. Ich hatte ihn für den Fall, dass ich einmal von einem Finnwal angegriffen werde. Auf dem Weg zur Bank, wo ich Carrolls Scheck einlöste, hatte ich Gelegenheit festzustellen, wie unbequem das Ding unter dem Mantel auf meine Wirbelsäule drückte.

„Möchten Sie Reiseschecks, Mr. Spenser?“

„Nein, danke, lieber Bargeld. Wenn Sie englische Pfund haben, nehme ich die.“

„Tut mir leid, bis Freitag könnte ich Ihnen Pfund Sterling besorgen.“

„Na, dann nehme ich eben die guten alten Grünen und tausche mir drüben etwas ein.“

„Sind Sie sicher, dass Sie mit dieser Bargeldmenge herumlaufen möchten?“

„Oh ja. Sehen Sie doch mal mein Knabengesichtchen an. Meinen Sie, mich würde einer überfallen?“

„Nun, Sie sind ein ziemlich großer Mann.“

„Aber ganz sanft“, sagte ich.

Um 15:45 Uhr war ich wieder zu Hause und versuchte noch einmal, Susan Silverman zu erreichen. Nichts. Ich holte das Telefonbuch heraus und versuchte es beim Registrar der Harvard-Universität.

„Ich suche eine Studentin, Mrs. Silverman. Sie belegt bei Ihnen einige Kurse mit dem Schwerpunkt psychosozialer Beratung, glaube ich.“

Es gab eine kurze Diskussion darüber, wie schwer es sei, einen Studenten lediglich anhand dieser Informationen ausfindig zu machen. Dann wurde ich an das Zentrum für Lehrerbildung verwiesen.

Das Zentrum für Lehrerbildung schloss um 16:30 Uhr, also hieß es, es gestalte sich schwierig, einzelne Studierende zu finden. Ob ich es schon beim Registrar versucht hatte? – Ja, hatte ich. Vielleicht könne mir jemand in der Beratungsabteilung weiterhelfen. Sie verband mich. Ob ich den Namen des Dozenten wüsste? – Nein, wusste ich nicht. Die Kursnummer? – Auch nicht. Nun, das würde schwierig.

„Nicht so schwierig, wie wenn ich da rüber komme und einen Ihrer Professoren trete.“

„Wie bitte?“

„Schauen Sie sich doch bitte einfach einmal die Stundenpläne an. Sagen Sie mir, ob es um diese Zeit einen Kurs mit Schwerpunkt psychosozialer Beratung gibt. Tun wir so, als ginge es nicht um Leben und Tod. Tun wir so, als hätte ich eine Auszeichnung zu verleihen. Tun wir so, als wäre ich Solomon Guggenheim.“

„Soweit ich weiß ist Solomon Guggenheim tot“, sagte sie.

„Um Gottes willen …“

„Aber ich werde mal nachsehen. Warten Sie einen Augenblick.“ Ich hörte ein leises Tippgeräusch und Rascheln am anderen Ende der Leitung. 30 Sekunden später war die Sekretärin wieder am Apparat.

„Es gibt einen Kurs zu Beratungstechniken bei Professor More, der zwischen 14:05 Uhr und 16:55 Uhr stattfindet“, sagte sie.

Ich legte auf und machte mich auf den Weg zum Harvard Square. Es war 16:20 Uhr.

Um 16:40 Uhr fand ich einen Hydranten auf der Massachusetts Avenue nahe des Universitätsgeländes und parkte direkt davor. Man konnte sich für gewöhnlich auf Hydranten verlassen. Ich bat eine junge Dame in Tennis-Shorts und Wanderschuhen, mir die Richtung zur Sever Hall zu weisen und um 16:56 Uhr stand ich unter einem Baum am Fuß der Eingangstreppe. Susan kam heraus. Sie trug einen blauen Madras-Overall mit goldenem Reißverschluss. Ihre Bücher hatte sie in einer weißen Leinentasche, die lässig von ihrer Schulter baumelte. Sie hatte eine ganz bestimmte Art zu gehen, so als gehöre ihr das Gebäude und sie mache gerade einen Spaziergang über ihren Grund und Boden. Ich fühlte wieder den Stoß. Obwohl ich sie nun schon drei Jahre lang kannte, fühlte ich ihn jedes Mal, wenn ich sie sah. Eine Art Stromschlag, den man überdeutlich spürte. Die Muskeln in meinem Nacken und den Schultern spannten sich jedes Mal. In dem Moment hatte sie mich erkannt, und ihr Gesicht erhellte sich. Sie lächelte.

Zwei jüngere Studenten beäugten sie. Der Overall saß ausgezeichnet. Ihr dunkles Haar glänzte in der Sonne, und als sie näher kam, sah ich mich in ihren riesigen Sonnenbrillengläsern reflektiert. Ich war mit mir auch nicht unzufrieden. „Entschuldigen Sie, sind Sie zufällig ein griechischer Multimillionär und Reeder, Mitglied des internationalen Jetset?“, fragte sie mich höflich.

Ich erwiderte ebenso: „Aber natürlich, Madame. Ich bin nur hier, um Sie zu fragen, ob Sie mich heiraten wollen, um mit mir auf einer meiner Inseln in unanständigem Luxus den Rest Ihrer Tage zu verbringen.“

Sie sagte: „Gern, aber leider bin ich an einen kleinen Schläger in Boston gebunden, den ich zuerst einmal loswerden muss.“

„Schläger ist ja nicht so schlimm, aber klein, das beleidigt mich“, murrte ich.

Sie schob ihren Arm durch meinen und grinste: „Für mich bist du der Größte, Junge.“

Die Blicke, die einige Mitstudenten ihr auf unserem Weg zum Auto zuwarfen, konnte ich ihnen nicht verdenken, aber um nicht aus der Übung zu kommen, versuchte ich, grimmig auszusehen.

„Was bringt dich her?“, fragte sie.

„Ich fliege heute um 20:00 Uhr nach England und wollte nicht versäumen, mich von dir zu verabschieden.“

„Für wie lange?“

„Weiß nicht, könnte länger dauern. Vielleicht einige Monate, das wird sich herausstellen.“

„Du wirst mir fehlen“, meinte sie.

„Wir werden einander vermissen.“

„Ja.“

„Ich stehe drüben an der Massachusetts Avenue.“

„Ich hab’ meinen Wagen an der Everett Station stehenlassen und die U-Bahn genommen. Wir können ja zu dir fahren, und ich bringe dich dann in deinem Wagen zum Flughafen.“

„Okay, aber sei bitte nicht so herrisch, du weißt, ich mag so herrische Frauen nicht.“

„Herrisch?“

„Ja.“

„Hmm, hattest du einen Plan für unsere Abschiedsfete?“

„Ja.“

„Vergiss ihn.“

„Okay, Boss.“

Sie drückte meinen Arm und lächelte ihr ganz besonderes Lächeln. Es haute mich immer wieder um. Irgendetwas war darin, das ich nicht definieren konnte. Etwas Kleinmädchenungezogenheit vielleicht und etwas Teuflisches. Etwas, das zu sagen schien: Weißt du, was jetzt Spaß machen würde?

Ich hielt ihr die Tür auf, und als sie einstieg, dehnte sich ihr Overall wie eine zweite Haut auf ihrem Körper. Ich ging um den Wagen herum, stieg ein und startete.

„Es scheint mir“, sagte ich nach einer Weile, „wenn du unter diesem Anzug Unterwäsche anhättest, würde man sie sehen, man sieht aber keine.“

„Mein Geheimnis, Junge, aber du könntest es ja ergründen.“

„Oh gut“, sagte ich. „Also gibt es doch eine Abschiedsfete.“

4

Das mit der Unterwäsche konnte ich bald klären und noch einige andere Dinge. Die meisten waren mir nicht mehr unbekannt, aber es war sehr angenehm, sie mir wieder in Erinnerung zu rufen. Später lagen wir auf meinem Bett und die Nachmittagssonne schien herein. Ihr Körper, kraftvoll und ein wenig verschwitzt nach der gemeinsamen Anstrengung, glänzte, wo die Sonne auf ihn fiel.

„Stark und aktiv, das ist es, was du bist“, sagte ich.

„Regelmäßiges Training“, meinte Susan, „und eine positive Haltung.“

„Ich glaube, du hast mir meinen weißen Leinenanzug zerknittert.“

„Der hätte den Flug sowieso nicht ohne Falten überstanden.“

Wir zogen uns wieder an und gingen die Boylston Street hinauf, vorbei am Prudential Center zu einem Restaurant, das sich St. Botolph nennt. Es war eines von tausenden Lokalen, die im kalifornischen Stil errichtet wurden und im Zuge der sich ausweitenden Urbanisierung in die Höhe schossen, wie Gänseblümchen auf einem frisch gepflanzten Rasen. Es lag ein wenig versteckt hinter dem Colonnade Hotel: Ein Gebäude aus Backstein, mit Hängepflanzen und einer Atmosphäre legerer Informalität, wo man tatsächlich einen anständigen Hackbraten essen konnte. Unter anderem.

Ich bestellte den Hackbraten und Susan provenzalische Muscheln. Es gab nicht viel zu besprechen, also erzählte ich Susan von dem neuen Job.

„Kopfgeldjäger also“, war ihr Kommentar.

„Tja, so ähnlich. Wie im Kino.“

„Hast du schon einen Plan?“

Ihr Augen-Make-up war professionell aufgetragen. Eyeliner, Lidschatten, Rouge, Lippenstift. Wahrscheinlich sah sie jetzt mit 40 besser aus, als sie mit 20 ausgesehen hatte. Die zarten Linien in den Augenwinkeln und die Lachfältchen um den Mund gaben ihrem Gesicht Ausdruckskraft und lebendige Wärme.

„Na, ja, dieselbe alte Masche, mit der ich’s immer erst mal versuche. Ich werde drüben auftauchen und Wind machen, mal sehen, ob sich dann etwas tut, ob ich irgendetwas ins Rollen bringe. Vielleicht setze ich eine Anzeige in die Zeitung und biete eine Belohnung für Hinweise an.“

„Bei einer solchen Gruppe?“, fragte sie zweifelnd. „Meinst du, von denen würde einer den anderen für eine Belohnung in die Pfanne hauen?“

Ich zuckte die Achseln. „Kann sein. Zumindest könnte es sein, dass sie so auf mich zukommen. So oder so, ich muss Kontakt aufnehmen. Ich brauche einen Lockvogel.“

„Vielleicht werden sie aber auch versuchen, dich umzubringen, wenn sie wissen, dass du nach ihnen suchst.“

„Vielleicht, allerdings habe ich mir fest vorgenommen, sie daran zu hindern.“

„Auf jeden Fall hättest du dann deinen Kontakt“, warf Susan ein.

„Hmm.“

Sie schüttelte den Kopf. „Das wird nicht gerade eine schöne Zeit für mich werden.“

„Ich weiß … mir wird es auch nicht gefallen.“

„Vielleicht gefällt es einem Teil von dir nicht. Aber das ist auch ein großes Abenteuer. Tom Swift, der Kopfgeldjäger. Ein anderer Teil von dir wird also eine großartige Zeit haben.“

„Das war eher so, bevor ich dich kannte“, erwiderte ich. „Ohne dich macht selbst das Jagen nicht so viel Spaß.“

„Wahrscheinlich hast du recht.

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