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Neuer Nachbar, neue Liebe?

1. KAPITEL

„Es ist halb acht, Charlie!“, rief Zelda McAffry ihrem Jack Russell Terrier zu, als sie in die Küche flitzte.

Charlie war ihr dicht auf den Fersen und postierte sich auf seinen Stammplatz an der Glasschiebetür in den Garten. Ein wenig außer Atem stützte sich Zelda auf die Spüle, um durch das Küchenfenster darüber den optimalen Ausblick auf die Hintertür des Hauses direkt hinter ihrem zu haben.

Pünktlich wie die Eisenbahn trat der Mann aus dieser Tür, der dort lebte - wie jeden Morgen in den zwei Wochen, die Zelda jetzt schon hier wohnte.

Er war groß, hatte kurze dunkle Haare, sah aus wie ein Adonis und hatte den süßesten Knackarsch, den sie je gesehen hatte. Ein wahrer Augenschmaus in seiner kurzen Laufhose, die muskulöse Oberschenkel zeigte, und einem T-Shirt, das sich eng an beeindruckende Brustmuskeln und einen Wahnsinns-Bizeps schmiegte.

Und wie jeden Tag fing Charlie an, sich die Lunge aus dem Leib zu bellen. Zelda ignorierte ihn, gefesselt von dem Anblick purer männlicher Schönheit, den ihr Nachbar bot, als er auf seiner hinteren Veranda sein Aufwärmprogramm absolvierte.

„Wow“, seufzte sie, als der Mann fertig war und durch das Gartentor an der Seite seines roten Backsteinhauses verschwand.

„Okay, jetzt kannst du raus“, sagte sie zu Charlie, ging zu der Schiebetür und öffnete sie, damit der kleine Terrier nach draußen in den herrlichen Junitag stürmen konnte.

Doch Charlie war noch keine Minute aus der Tür, als er ein Eichhörnchen auf der anderen Seite des gut einen Meter hohen Maschendrahtzauns entdeckte, der die beiden Gärten trennte. Jetzt sprang er zu seinem rasenden Bellen auch noch auf den Hinterbeinen auf und ab.

Entnervt schob Zelda die Tür noch einmal auf und schimpfte: „Charlie! Aus!“

Charlie interessierte das allerdings herzlich wenig. Er sprang beim nächsten Bellen so hoch, dass er tatsächlich mit seinen Vorderpfoten an die Oberkante des Zauns kam und sich hinüberziehen konnte.

„Oh nein!“ Zelda rannte hinaus und hinter ihrem Hund her, laut seinen Namen rufend.

Charlie jedoch ignorierte sie völlig. Stattdessen verlor der Terrier das Interesse an dem Eichhörnchen, sobald er realisierte, dass er sich auf neuem Gebiet befand, und lief schnurstracks auf das Haus zu. Dort verschwand er durch die Hundeklappe, als wäre sie extra für ihn eingebaut.

„Charlie! Komm her!“, rief Zelda streng und kletterte selbst über den Zaun.

Charlie kam nicht.

Zelda wusste sich nicht anders zu helfen, als ihrem Hund durch die Hundeklappe zu folgen. Leise schimpfend ließ sie sich vor der Hintertür ihres Nachbarn auf Hände und Knie hinunter und schob ihren Kopf durch die Klappe.

Und da saß Charlie und blickte sie an, als hätte er genau das von ihr erwartet.

„Komm da raus“, sagte Zelda fest.

Charlie trat ein paar Schritte zurück und setzte sich.

„Ich mein‘s ernst! Komm sofort hierher!“, drohte Zelda, zwängte sich weiter vor und schob ihre Arme durch die Hundeklappe, damit sie sich ihren Hund schnappen und verschwinden konnte, bevor ihr Nachbar je erfahren würde, dass sie hier gewesen war.

Doch Charlie entfernte sich noch ein paar Zentimeter und legte den Kopf schief.

In diesem Moment beging Zelda einen taktischen Fehler.

Sie machte einen Satz auf den Hund zu. Und verkeilte sich damit endgültig in der Hundeklappe.

„Oh, na toll!“, jaulte sie auf.

Genau in diesem Moment hörte sie eine tiefe, volle Stimme von draußen sagen: „Was zur Hölle ist hier los?“

2. KAPITEL

Das muss Karma sein, dachte Zelda. Jeden Morgen, seit sie von Kansas City nach Denver gezogen war, hatte sie es sich nicht nehmen lassen, ihren Nachbarn zu beobachten, wie er sich zum Laufen aufwärmte. Natürlich hatte sie dieses perfekte Exemplar der Spezies Mann in seiner Gesamtheit bewundert, aber ganz besonders hatte sie seine Rückansicht genossen.

Und hier steckte sie nun in seiner Hundeklappe fest und reckte ihm ihren Hintern entgegen, während ihre obere Körperhälfte in seinem Haus gefangen war.

„Ich weiß, das sieht ziemlich eindeutig aus“, rief Zelda ihrem Nachbarn zu. „Aber ich bin Ihre Nachbarin, und mein Hund ist über den Zaun gesprungen und hier reingerannt. Ich habe versucht, ihn rauszuholen, aber ich stecke fest.“

„Vielleicht sind Sie aber auch nur eine ziemlich unfähige Einbrecherin und ich habe das Glück, dass Sie sich nicht von der Stelle rühren können, während ich die Polizei rufe“, entgegnete der Mann in einem Ton, den Zelda nicht einschätzen konnte.

„Sehe ich aus wie eine Einbrecherin?“

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