Logo weiterlesen.de
Naturdoping

Über die Autoren

Peter Großmann, geboren 1963, ist diplomierter Sportlehrer, lebt immer noch gern in Dortmund, ist verheiratet, hat zwei Kinder, einen Hund und eine Schwiegermutter. Nach einer Karriere im Musikbusiness als Sänger der Band »Strandjungs« wechselte er das Medium und moderiert seit 1996 den Sport im ARD-Morgenmagazin. Daneben war er aber auch für Sendungen wie »Sport im Westen«, »Unsere Welt«, »Lotto-Show«, etc. tätig.

Prof. Hademar Bankhofer ist Millionen Menschen bekannt durch seine Gesundheits-Tipps in Rundfunk und Fernsehen sowie durch zahlreiche Ratgeberbücher. Er ist Mitglied in verschiedenen wissenschaftlichen Gesellschaften und seit 2000 Lehrbeauftragter an der Universität Leipzig. Seit 1985 arbeitet er eng mit dem Institut für Sozialmedizin an der Universität Wien zusammen.

Sport ist immer auch mit gesundheitlichen Risiken verbunden.

Besprechen Sie mit einem fachkundigen Trainer oder Sportmediziner, ob die hier vorgestellten Trainingsprogramme für Sie geeignet sind.

Der Verlag übernimmt für etwaige Trainingsschäden jeglicher Art keine Haftung.

Inhalt

Abbildung
  1. Vorwort
    von Peter Großmann und Hademar Bankhofer
  2. Einleitung
    von Peter Großmann
  3. Was Sie über Ihren Körper wissen sollten
    1. 1 Der Mensch, ein biochemisches Wunderlabor der Natur
      von Peter Großmann
    2. 2 Das Immunsystem
      von Hademar Bankhofer
    3. 3 Warum Sport kein Mord ist
      von Peter Großmann
    4. 4 Die geheimnisvolle Kraft der Glückshormone
      von Hademar Bankhofer
  4. Was Sie über sich als Sportler und die Natur wissen sollten
    1. 1 Sport in der Natur
      von Peter Großmann
    2. 2 Sind Sie überhaupt ein Sporttyp? Machen Sie den persönlichen Test
      von Hademar Bankhofer
    3. 3 Unsere Natursportarten
      von Peter Großmann
    4. 4 Die Motivation: Aller Anfang ist schwer
      von Peter Großmann
    5. 5 Jeder kann Sport treiben – Fitness für Faule
      von Hademar Bankhofer
    6. 6 Kinder und ältere Menschen im Sport
      von Peter Großmann
    7. 7 Die größten Gesundheitsirrtümer rund um den Sport
      von Hademar Bankhofer
  5. Das gute Doping: Wie wir die Kräfte der Natur nutzen können
    1. 1 Naturdoping
      von Peter Großmann
    2. 2 Fit für die Bewegung: So ernähre ich mich richtig
      von Hademar Bankhofer
    3. 3 Naturrezepte zum Wohlfühlen
      von Hademar Bankhofer
    4. 4 Die Natur in der Medizin
      von Peter Großmann
    5. 5 Ein Besuch bei einem ungewöhnlichen Heilpraktiker
      von Peter Großmann
    6. 6 Natürliche Methoden
      von Peter Großmann
    7. 7 Hausmittel, die gute Dienste leisten
      von Hademar Bankhofer
    8. 8 Prima Klima: Der Einfluss der Natur
      von Peter Großmann
    9. 9 Eine letzte und berechtigte Frage: Kann auch Naturdoping gefährlich werden?
      von Hademar Bankhofer
  6. Nachwort
    von Peter Großmann und Hademar Bankhofer
  7. Text- und Bildnachweis
  8. Register
Abbildung

Abbildung

Vorwort

von Peter Großmann

Der Regenlauf

Ich erinnere mich noch genau. Es war ein kühler und grauer Oktobertag. Obwohl sich am Himmel schon abzeichnete, dass da etwas Schlimmes auf mich zukommen könnte, machte ich mich auf den Weg. Der Weg – das ist meine Hausstrecke. Fast exakt zehn Kilometer über Straßen, durch Wälder, meistens einsam, selbst bei schönstem Wetter. Ich jogge gern; wenn es geht, so dreimal in der Woche, mal mit Musik, mal ohne und meistens allein. Doch dieser Tag war etwas Besonderes. Denn kurz nach dem Beginn meines Weges fing es an zu regnen. Oder besser, zu schütten! Wie aus Eimern, wie man bei mir so sagt, knallte das Nasse vom Himmel und traf immer auch mich. Es schien, als ob die Wolke mit den meisten Tropfen immer direkt über mir wäre. Ich triefte und tropfte, aber ich lief. Nach etwa sieben Kilometern – in meinen Schuhen hatte sich schon ein kleiner Swimmingpool gebildet – kam mir auf einem asphaltierten Stück ein Fahrradfahrer entgegen. Der erste Mensch, den ich seit 45 Minuten zu Gesicht bekam. Er war mit einer Regenkombi geschützt, aber auch ihm lief der Regen literweise den Anzug herunter. Ich war, rein optisch gesehen, nur noch ein Schatten meiner selbst, mehrfach gewaschen und geschleudert. Als wir fast auf einer Höhe waren, verlangsamte der Radfahrer sein Tempo, nickte mir mehr als wohlwollend zu und schickte ein Wort hinterher, das mir heute noch in den Ohren klingelt. Er sagte schlicht und einfach: »Respekt!«

Abbildung

Da war sie, die Anerkennung für die vielleicht hirnrissige Idee, sich bei diesem Wetter nach draußen zu begeben, sich zu bewegen, feuchte Luft zu atmen, Regen zu schmecken, Wind zu spüren, nasse Füße zu bekommen. Und so seltsam es klingen mag: Wenn ich heute zögere, den Schritt vor die Tür zu tun, denke ich oft an den mir unbekannten Fahrradfahrer und nehme seine Bemerkung als Motivationsschub. Aber nicht nur das. Denn eigentlich lieferte dieses Zusammentreffen zweier Regenmänner die erste Idee für dieses Buch. In der Hoffnung, dass auch Sie die Natur demnächst eher bewegend finden, wünsche ich Ihnen viel Freude beim Lesen.

Vorwort

von Hademar Bankhofer

Mit Müsli oder Vollkornbrot zum »Radl-Kaiser«

Baden bei Wien. Helenental. Ein romantischer, wunderschöner Weg zum Wandern und Radfahren. Es war im Jahr 1981 an einem strahlenden, aber heißen Sommertag. Ich trat mit voller Kraft in die Pedale meines Fahrrads. Ein Blick auf die Uhr sagte mir: Es war kurz vor zwölf. Mittagszeit. Ich war seit acht Uhr morgens unterwegs, hatte aber überhaupt keinen Hunger, war motiviert wie in den ersten Minuten nach der Abfahrt. Und dazu gesellte sich ein ungeheures Erfolgserlebnis. Ein Blick zeigte mir, dass mein Fahrradpartner, der zugleich mit mir nach dem Frühstück losgefahren war, ganz schön weit hinten war. Ich, der einfache, sportliche »Halb-Laie«, lag vorne. Das Besondere daran: Der andere war niemand Geringerer als der damals gefeierte und überaus prominente vierfache Weltmeister im Radfahren, Ferry Dusika.